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	<title>UBF Bonn - Universit&#228;t Bibel Freundschaft Bonn - Gemeinde in Bonn &#187; Botschaften</title>
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	<description>Universität Bibel Freundschaft - Gemeinde Bonn</description>
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		<title>Jesus, das Licht der Welt (Joh 8,12)</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 15:09:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria</dc:creator>
				<category><![CDATA[Botschaften]]></category>

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		<description><![CDATA[	JESUS, DAS LICHT DER WELT
Johannes			7, 53 – 8, 30
Leitvers 			8, 12
„Da redete Jesus abermals zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht de Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“
Durch die letzte Lektion haben wir gelernt, dass Ströme lebendigen Wassers von uns fließen, wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>	JESUS, DAS LICHT DER WELT</p>
<p>Johannes			7, 53 – 8, 30<br />
Leitvers 			8, 12</p>
<p>„Da redete Jesus abermals zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht de Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“</p>
<p>Durch die letzte Lektion haben wir gelernt, dass Ströme lebendigen Wassers von uns fließen, wenn wir an Jesus glauben. Solange wir nicht an ihn glauben, gleicht unsere Seele einem mageren Hirsch, der in der trockenen Wüste durstig umherwandert. Im heutigen Text geht es um zwei Arten der Sünder. Eine Sünderin wurde wegen ihrer eigenen Sünde hilflos zum Tode verurteilt, während die anderen Sünder sie so selbstgerecht verdammten und kaltblütig zu Tode steinigen wollten. Aber Jesus verdammte die beiden Arten der Sünder nicht, sondern gab ihnen Gelegenheit, Buße über ihre Sünde zu tun und im Licht des Lebens zu wandeln. Obwohl Jesus lebensbedrohlich eingeschüchtert wurde und vor einer listigen Falle stand, rettete er alle Arten der Sünder vor der ewigen Verdammnis, indem er ihnen die Gelegenheit zur Buße gab. Möge Gott jedem von uns helfen, in dieser Stunde Jesus persönlich zu begegnen, der die Sünder nicht verdammt, sondern ihnen das Licht des Lebens gibt. Gott möge jedem von euch helfen, Jesu Aufruf zur Nachfolge persönlich zu hören und im Licht des Lebens zu wandeln. </p>
<p>I. Jesus rettet eine Ehebrecherin (7,53 &#8211; 8,11)</p>
<p>1. Jesus betet (7,53-8,1)</p>
<p>Sehen wir uns 7,53 und 8,1 an: &#8220;Und jeder ging heim. Jesus aber ging zum Ölberg.&#8221; Als die Zeremonie des Wasservergießens am letzten und höchsten Tag des Laubhüttenfestes vorüber war, fühlten sich die Leute ein bisschen erschöpft und wollten sich von dem anstrengenden Fest erholen. Als die Sonne am westlichen Horizont unterging, ging jeder eilig nach Hause, um sich auszuruhen. Was tat Jesus in dieser Nacht? Während alle anderen Menschen eilig nach Hause gingen und schliefen, ging Jesus zum Ölberg, um dort zu beten. Jesus konnte sich nicht wie die Menge einfach schlafenlegen und ausruhen. Er betete die ganze Nacht hindurch. Er betete für die Schafherde Gottes, die wie Schafe ohne Hirten waren, dass sie an das lebendige Brot vom Himmel glauben und die wahre Erquickung und das ewige Leben empfangen würden. Jesu Gebet nach dem anstrengenden Fest bezeugt seine göttliche Majestät als der Sohn Gottes. Es war Jesu Gewohnheit, sowohl vor einem wichtigen Ereignis, wie z.B. der Einsetzung seiner zwölf Jünger, als auch nach einem wichtigen Ereignis, wie der Speisung der 5000, die ganze Nacht im Gebet zu Gott zu verbringen. Hier lernen wir den Unterschied zwischen einem gewöhnlichen Leben und dem Leben eines Hirten kennen. Ein Bibellehrer und Missionar zu sein heißt, nicht mehr für sich selbst zu leben, sondern ein Leben für das Heil der anderen zu führen. Der beste Ausdruck der Liebe zu der Schafherde Gottes ist unter anderem für sie zu beten, dass sie geistliche Einsicht für ihre Sünden gewinnen und sich mit Buße zu dem Herrn umkehren.<br />
2. Jesus lehrt das Volk das Wort Gottes (2)</p>
<p>Sehen wir uns Vers 2 an: &#8220;Und frühmorgens kam er wieder in den Tempel, und alles Volk kam zu ihm, und er setzte sich und lehrte sie.&#8221; Jesus machte keine Pause, sondern kam am frühen Morgen wieder zum Tempel, um das Wort Gottes zu lehren. Warum lehrte Jesus vom frühen Morgen an das Volk das Wort Gottes? Es war deshalb, weil er glaubte, dass allein das Wort Gottes ihnen Ströme lebendigen Wassers gibt, und ihre durstige Seele erquickt. Allein das Wort Gottes kann die toten Seelen der Menschen lebendig machen und ihnen das neue, wahre und ewige Leben geben. Johannes 5,24.25 sagt: &#8220;Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es kommt die Stunde und ist schon jetzt, dass die Toten hören werden die Stimme des Sohnes Gottes, und die sie hören werden, die werden leben.&#8221; </p>
<p>Allein das Wort Gottes hat Vollmacht, unverbesserliche, hoffnungslose Sünder in heilige Kinder Gottes zu verändern. Es veränderte einen engherzigen, hochmütigen Sünder wie Saulus zu St. Paulus, der mit aller Demut und Tränen der Weltmission diente. Es veränderte einen selbstsüchtigen und sogar als Volksverräter verurteilten Zöllner Levi zu St. Matthäus, der das Evangelium der Barmherzigkeit Gottes verfasste. Jesus lehrte das Volk das Wort Gottes, weil allein das Wort Gottes der absolute Maßstab und die unerschütterliche Grundlage des Lebens ist. 1. Petrus 1,24.25 sagt: &#8220;Denn alles Fleisch ist wie Gras und alle seine Herrlichkeit wie des Grases Blume. Das Gras ist verdorrt und die Blume abgefallen; aber des Herrn Wort bleibt in Ewigkeit.&#8221; Das ist der Grund, warum Jesus mit höchster Priorität die Menschen das Wort Gottes lehrte. Er lehrte das Volk sogar vom frühen Morgen an das Wort Gottes. Der beste Weg, Menschen zu helfen, ist es, das Wort Gottes zu lehren, weil allein das Wort Gottes Vollmacht hat, sie von der Macht der Sünde zu befreien und ihnen ein herrliches und ewiges Leben wie Paulus, Petrus und Matthäus zu geben. Lasst uns in diesem Frühjahr den jungen Studenten am Campus zur Zeit oder zur Unzeit das Wort Gottes weitergeben, dass sie die Macht der Sünde besiegen und als ein großes Heer Gottes für die Europamission aufstehen können.</p>
<p>3. Die böse politische Absicht der religiösen Leiter (3-5)</p>
<p>Sehen wir uns Vers 3 an: &#8220;Aber die Schriftgelehrten und Pharisäer brachten eine Frau, beim Ehebruch ergriffen, und stellten sie in die Mitte.&#8221; Während Jesus den Menschen das Wort des Lebens lehrte, unterbrachen die Schriftgelehrte und Pharisäer das Bibelstudium Jesu, indem sie eine Frau, die beim Ehebruch auf frischer Tat ertappt wurde, in die Mitte stellten. Die Schriftgelehrten und Pharisäer waren hochgebildete, angesehene Männer in ihrer Gesellschaft, die sich als geistliche Leiter und Hirten um die Schafherde Gottes kümmern sollten. Sie sollten ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk Gottes sein, indem sie das Wort des Lebens Gottes für ihr Volk verkündigten. Aber anstatt ihre Mission hingebungsvoll zu erfüllen und Gott zu erfreuen, missbrauchten sie ihre geistlichen Privilegien. Welch eine Überraschung: Sie kamen in den Tempel und schleppten eine Ehebrecherin herein. Sie hatten wahrscheinlich die ganze Nacht im Prostituiertenviertel herumgeschnüffelt, um eine Frau auf frischer Tat beim Ehebruch zu fassen. Sie brachten die Frau und stellten sie vor das Publikum und forderten Jesus auf, dass er ein Urteil über sie sprechen sollte: &#8220;Meister, diese Frau ist auf frischer Tat beim Ehebruch ergriffen worden. Mose aber hat uns im Gesetz geboten, solche Frauen zu steinigen. Was sagst du?&#8221; </p>
<p>Wenn wir Vers 6 betrachten, so ging es ihnen gar nicht um die Einhaltung des Gesetzes, sondern die Absicht ihrer Frage war es, Jesus eine Falle zu stellen, um ihn verklagen zu können. Wenn Jesus gesagt hätte, dass sie gesteinigt werden sollte, würde er gegen das römische Gesetz verstoßen, weil den Juden nicht erlaubt war, ein Todesurteil auszusprechen. Darüberhinaus würde er seiner eigenen Lehre über die Liebe und Barmherzigkeit Gottes wiedersprechen. Wenn Jesus gesagt hätte, dass sie gesteinigt werden sollte, würde er als Bibellehrer und Hirte dargestellt, der anders handelt als er redet. Wenn aber Jesus gesagt hätte, dass sie nicht gesteinigt werden sollte, würde er das Gesetz des Moses verletzen. So wollten sie Jesus der Gesetzesübertretung überführen. Ihr Plan war so schlau und sogar perfekt, dass Jesus dieses Mal so oder so in die fatale Falle gehen musste. Als die religiösen Leiter Gottes Mission und Einsicht verloren, wurden sie zu Teufeln. Diese Teufel schleppten eine Ehebrecherin zu Jesus und gebrauchten diese hilflose Frau als Köder, um ihm eine Falle zu stellen. Während Jesus die ganze Nacht für das Heil der Herde Gottes betete, hatten diese Teufel einer schwachen Frau, die wie ein Schaf ohne Hirten war, aufgelauert, um sie als Köder auszunutzen. </p>
<p>Wir wissen nicht, warum diese Frau auf ihre einzigartige Schönheit als Frau verzichtet hatte und zu solch einer anrüchigen Frau geworden war. Es mag viele Gründe gegeben haben. Vielleicht hatte sie einen Grund, dass sie unbedingt als Prostituierte arbeiten musste. Aber eins ist klar: Ihre Entscheidung war falsch. Es war falsch, nicht nach der Wahrheit Gottes und gemäß der Gnade Gottes zu leben, sondern sich ihrer Begierde und ihrer sündigen Angewohnheit hinzugeben. Die Folge ihres sündigen Lebens war, dass sie  hilflos und schmachvoll auf den Boden geworfen wurde um verdammt zu werden. Die Folge des sündigen Lebens ist so ernsthaft und schmachvoll. </p>
<p>4. Jesus rettet die Frau von der ewigen Verdammnis (6-11)</p>
<p>Wie rettete Jesu die Frau aus ihrer ausweglosen Situation? Als Jesus ihr sündhaftes Leben und ausweglos verdammte Situation sah, war sein Herz zerbrochen. Sie war ein Schaf ohne Hirte. Sehen wir uns Vers 6b an: &#8220;Aber Jesus bückte sich und schrieb mit dem Finger auf die Erde.&#8221; Um die angespannte Situation zu entschärfen, bückte sich Jesus und begann mit seinem Finger auf die Erde zu schreiben. Als die religiösen Oberen Jesus drängten, auf ihre Frage zu antworten, richtete er sich auf und sagte zu ihnen: &#8220;Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie.&#8221; Die Worte: &#8220;Wer unter euch ohne Sünde ist&#8221; trafen das selbstgerechte und korrupte Gewissen der religiösen Oberen und hielten ihnen einen Spiegel vor, dass sie sich selbst vor Gott erkennen konnten, was für schlimme Sünder sie waren, die ebenfalls mehr als diese Frau Gottes Strafe verdient hatten. Eigentlich sollte Jesus durch diese Begebenheit so oder so in eine Falle gelockt werden. Aber als Jesus ein zerbrochenes Hirtenherz für die Frau hatte, gab Gott ihm Weisheit von oben. Als die Pharisäer diese Worte hörten, wurden sie von ihrem Gewissen angeklagt. Sie konnten nicht vor Jesus, dem heiligen Sohn Gottes, bestehen. Vers 9 sagt: &#8220;Als sie dies hörten, gingen sie weg, einer nach dem anderen, die Ältesten zuerst; und Jesus blieb allein mit der Frau, die in der Mitte stand.&#8221;</p>
<p>Sehen wir uns die Verse 10 und 11 an: &#8220;Jesus aber richtete sich auf und fragte sie: Wo sind sie, Frau? Hat dich niemand verdammt? Sie antwortete: Niemand, Herr. Und Jesus sprach: So verdamme ich dich auch nicht; geh hin und sündige Hinfort nicht mehr.&#8221; Hier lernen wir zwei Punkte kennen. Zunächst erklärte Jesus weder die Frau für unschuldig, noch relativierte er ihre Sünde. In unserer Zeit versuchen viele Menschen die Sünde des Ehebruchs mit ihrer Schwachheit oder mit ihren Umständen des Lebens zu entschuldigen oder rechtfertigen. Es gibt sogar viele junge Leute, die ohne Einsicht mit der Sünde des Ehrbruchs prahlen. Aber Ehebruch war und ist eine schlimme Sünde vor Gott, die eine glückliche Ehe und Familie zerstört und auch viele Seelen der Kinder endlos traurig macht. Sünde erwirkt immer die Strafe Gottes und die ewige Verdammnis. Sünde bleibt niemals harmlos und folgenlos.<br />
Zweitens, Jesus vergab ihre Sünden bedingungslos und trug an ihrer Stelle die Verdammnis. Diese Frau sollte eigentlich zu Tode gesteinigt werden, weil sie ein sündiges Leben geführt hatte. Weil sie unter der Herrschaft des Satans gelebt hatte, musste sie verdammt werden. Niemand konnte sie von der Verdammnis erretten. Aber Jesus errettete sie von der ewigen Verdammnis, indem er an ihrer Stelle die Verdammnis trug. Galater 3,13 sagt: &#8220;Christus aber hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes, da er zum Fluch wurde für uns; denn es steht geschrieben: Verflucht ist jeder, der am Holz hängt.&#8221; Weil Jesus an unserer Stelle und um unseretwillen verdammt wurde, gibt es keine Verdammnis für uns. Paulus verkündigte in Römer 8,1: &#8220;So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.&#8221; Wenn wir mit Buße zu Jesus kommen, so wie wir sind, und um seine Vergebungsgnade demütig bitten, gibt uns Jesus die Zusicherung, dass es in ihm keine Verdammnis gibt. Wenn wir die Tatsache annehmen, dass Jesus an unserer Stelle für unsere Rettung verdammt wurde, können wir von Jahr zu Jahr geistlich sehr gut wachsen und viele gute Früchte des Lebens für Gott hervorbringen. </p>
<p>Aber es gibt um uns herum viele Menschen, die an ihrem Schuldbewusstsein endlos leiden. Viele junge Menschen verdammen sich selbst endlos, nachdem sie an dunklen Orten gesündigt haben, wegen ihrer Schuldgefühle. Depression ist heutzutage eine Volkskrankheit geworden, die durch das selbstsüchtige Leben der Menschen verursacht wird. Nach einer Statistik leidet etwa ein Viertel der Bevölkerung in Deutschland mehr oder weniger an Depressionen. Viele bekämpften mit Medikamenten diese seelische Krankheit, doch ohne Erfolg. Sie wissen nicht, dass Depression eine geistliche Krankheit ist, die nicht durch Medikamente, sondern durch die Vergebung der Sünden geheilt wird. Wenn wir allein an die Tatsache glauben, dass Jesus am Kreuz an unserer Stelle sein kostbares Blut vergoss, um unsere Verdammnis zu tragen, können wir von dieser fatalen  unheilbaren geistlichen Krankheit geheilt werden. Nicht nur das, wir können, wenn wir an die Tatsache glauben, dass Jesus durch seinen Kreuzestod ein für alle Male unsere Verdammnis getragen hat, in jeder Situation ein erfülltes und siegreiches Leben führen. Preiset Jesus, der an unserer Stelle die Verdammnis getragen hat, um uns von der ewigen Verdammnis zu erretten und uns das ewige Leben zu schenken. Lasst uns in diesem Frühjahr diese froheste Botschaft am Campus verkündigen und viele junge Intellektuelle als Geschichtemacher aufstellen. Lasst uns unser sündiges Leben anerkennen und die heilige Gelegenheit zur Buße und zum neuen herrlichen Leben ergreifen. Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit. Lasst uns auf Jesus schauen, der seine eigene Gerechtigkeit als Gott völlig aufgab, um uns zu retten und für uns zum Fluch und Objekt des Spottes wurde. Lasst uns unseren Blick auf Jesus fixieren, der all unsere Sünden bedingungslos vergeben hat, und uns die Sünder absolut liebt. </p>
<p>II. Jesus, das Licht der Welt (12-30)</p>
<p>1. Jesus ist das Licht (12)</p>
<p>Sehen wir uns Vers 12 an: &#8220;Da redete Jesus abermals zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.&#8221; Am Abend des ersten Tages des Laubhüttenfestes gab es eine Zeremonie, die die Erleuchtung des Tempels genannt wurde. Unzählige Tempellichter leuchteten in die Dunkelheit der Nacht. Aber sie begannen bald zu flackern und gingen aus. Genauso hat es viele Lichter in der Menschheitsgeschichte gegeben, die ihre Generation kurz erleuchteten und wieder erloschen. Aber Jesus ist das wahre Licht, das alle Menschen aller Generationen erleuchtet, die in diese Welt kommen, wie Johannes der Täufer bezeugte. </p>
<p>Lesen wir den Vers 12 noch einmal: &#8220;Da redete Jesus abermals zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.&#8221; Dieser Vers gibt uns eine neue Lebensorientierung, nicht in der Finsternis zu wandeln, sondern Jesus nachzufolgen. Wenn beispielsweise eine Frau einem stolzen, aber verantwortungslosen Mann folgt, wird sie als unglückliche Hausfrau ihr Leben beenden. Wenn ein Mann einer verführerischen, faulen Frau folgt, wird er bald nutzlos vor Gott sein und wie ein stinkendes Schwein sein Leben beenden. Wenn wir so wie sie in der Finsternis wandeln, wird unser Leben so elend zuendegehen. Wie wir gut wissen, ist die Finsternis eine Macht des Todes. Nichts und niemand auf dieser Welt kann die Macht der Finsternis besiegen. Darum ist die Welt der Finsternis die Welt ohne Hoffnung und ohne Barmherzigkeit. Die Welt der Finsternis ist wie das Meer des Todes, die Welt unter dem Zorngericht Gottes und die Hölle selbst. Sie ist voller Lügen des Satans und Orientierungslosigkeit. Weil sie vom Satan betrogen leben, wissen sie nicht, welchen Weg sie gehen sollen. Sie sind sehr unentschlossen, welchen Weg sie gehen sollen und laufen schließlich auf dem falschen Weg. Sie führen so selbstbewusst und -sicher ein selbstsüchtiges Leben, indem sie nur an ihren eigenen Vorteil denken und keine Rücksicht auf andere nehmen. Sie denken, dass sie richtig handeln würden, aber in Wahrheit wandeln sie in der Finsternis und bereiteten sich selbst viele Schmerzen und auch den anderen. Niemand kann diese Macht der Finsternis besiegen, außer Jesus. Johannes 1,5 sagt: &#8220;Und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat&#8217;s nicht ergriffen.&#8221; In diesem Vers hat das Wort ergreifen die gleiche Bedeutung wie besiegen. Alleine Jesu Licht besiegt die Macht der Finsternis. Weil allein Jesus als Licht der Welt in diese Welt gekommen ist, kann allein er die Macht der Sünde besiegen und seinen Nachfolgern das Licht des Lebens geben, das ihr Leben herrlich fruchtvoll und zum Segen für viele Menschen macht. Lasst uns in dieser Stunde Jesu Einladung zur Nachfolge persönlich hören: &#8220;Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.&#8221; Lasst und nicht länger unentschlossen in der Finsternis der Sünde wandeln, sondern entschlossen Jesus nachfolgen und das Licht des Lebens ergreifen. </p>
<p>2. Jesu Zeugnis über sich selbst (13-20)</p>
<p>Sehen wir uns Vers 14 an: &#8220;Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Auch wenn ich von mir selbst zeuge, ist mein Zeugnis wahr; denn ich weiß, woher ich gekommen bin und wohin ich gehe; ihr aber wisst nicht, woher ich komme oder wohin ich gehe.&#8221; Jesus identifizierte sich selbst als das Licht der Welt. Obwohl Jesus wusste, dass sein Zeugnis die aufgebrachten religiösen Oberen noch mehr verärgern würde, identifizierte er sich damit, weil er es ist. In dieser Welt der Finsternis kann nur Jesus das wahre Licht sein, weil er allein die Macht der Sünde besiegt hat und uns das wahre Leben geben kann. Als Petrus erfuhr, dass Jesus das Licht der Welt ist, der sein sündenkrankes Leben in der Finsternis heilte und es herrlich gemacht hat, ermutigte er die ersten Christen, alle Verfolgungen zu überwinden und Gottes Wohltaten zu verkündigen: &#8220;Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht.&#8221; (1.Petr 2,9) Lasst uns, wie Apostel Petrus gesagt hat, mit klarer geistlicher Identität leben und dem Heilswerk Gottes in dieser Generation dienen. </p>
<p>Die religiösen Oberen sollten eigentlich mit ihrem Leben in der Finsternis zu Jesus kommen und ihn als das Licht des Lebens annehmen. Aber sie lehnten Jesu Zeugnis ab, indem sie sagten, dass es nicht genügend Beweise geben würde. Jesus antwortete ihnen, dass sein Zeugnis gültig sei, weil er wisse, woher er komme und wohin er gehe. Aber ihr sündhaftes Herz wollte die Wahrheit nicht erkennen. Lesen wir die Verse 17 und 18: &#8220;Auch steht in eurem Gesetz geschrieben, dass zweier Menschen Zeugnis wahr sei. Ich bin&#8217;s, der von sich selbst zeugt; und der Vater, der mich gesandt hat, zeugt auch von mir.&#8221; Jesus führte Gott als seinen Zeugen an, dass er der Sohn Gottes ist. Die religiösen Oberen erzürnten noch mehr und fragten in Vers 19: &#8220;Wo ist dein Vater?&#8221; </p>
<p>3. Jesu Verheißung und Warnung (21-30)</p>
<p>Obwohl die Juden kein Recht hatten, andere Menschen zu richten, richteten sie anmaßend andere, insbesondere die schwach und hilflos erscheinenden Menschen. Aber Jesus richtete niemanden, obwohl er der Richter war. Jesus ließ himmlischen Sonnenschein auf jeden Menschen leuchten, der zu ihm kam und gab ihm das Licht des Lebens. Sehen wir uns Vers 21 an: &#8220;Da sprach Jesus abermals zu ihnen: Ich gehe hinweg und ihr werdet mich suchen und in eurer Sünde sterben. Wo ich hingehe, da könnt ihr nicht hinkommen.&#8221; Dieser Vers enthält eines der wichtigsten Themen des Johannesevangeliums, dass Jesus Gottes Sohn ist, der kam, um die Menschen von ihren Sünden zu erretten und sie als Miterben den Reiches Gottes zurück zu Gott zu bringen. Dieser Vers ist auch eine Vorhersage seines Todes am Kreuz und seiner Auferstehung für die Errettung der Welt. Dieser Vers ist gleichzeitig eine ernsthafte Warnung, dass diejenigen, die ohne Glauben absichtlich in der Finsternis bleiben, in ihren Sünden sterben und auf ewig verdammt werden.</p>
<p>Als Jesus die frohe Botschaft von seinem Kreuzestod und seiner Auferstehung für die Errettung des Volkes predigte, missverstanden sie das Evangelium wieder und sagten: &#8220;Will er sich denn selbst töten?&#8221; Sie glaubten nicht. Jesus gab sie aber immer noch nicht auf. Jesus lehrte sie in Vers 23: &#8220;Ihr seid von unten her, ich bin von oben her, ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt.&#8221; Sie wollten ihm immer noch nicht glauben. Deshalb sagte Jesus in Vers 28: &#8220;Wenn ihr den Menschensohn erhöhen werdet, dann werdet ihr erkennen, dass ich es bin und nichts von mir selber tue, sondern wie mich der Vater gelehrt hat, so redet ich.&#8221; Jesus sah ihre verlorengehenden Seelen mit dem zerbrochenen Hirtenherzen und kündigte wiederholt an, das er am Kreuz sterben würde, um sie von ihren Sünden zu erretten. Jesus gab ihnen wiederholt diese frohmachende lebendgebende Botschaft des Evangeliums, aber sie lehnten diese frohe Botschaft immer wieder ab.</p>
<p>Wie war es für Jesus möglich, für solche willig am Kreuz zu sterben? Sehen wir uns Vers 29 an: &#8220;Und der mich gesandt hat, ist mit mir. Er lässt mich nicht allein; denn ich tue allezeit, was ihm gefällt.&#8221; Jesus lebte durch den Glauben, dass Gott immer mit ihm war. Die ganze Welt schien gegen ihn zu sein. Er hätte sich oft einsam fühlen können, so einsam, als wäre er in der Welt ganz auf sich allein gestellt. Aber das war nicht der Fall. Gott war immer mit ihm und ermutigte ihn, seine heilige Mission für die Welterlösung zu erfüllen. Jesus glaubte, dass Gott mit ihm war, wie er mit Gott war. Paulus sagte: &#8220;Ist Gott für uns, wir kann wieder uns sein?&#8221;. Ein anderer Grund, dass Jesus nicht einsam war, lag daran, dass Jesus einen einzigen Herzenswunsch hatte, Gott zu gefallen. Weil er unbedingt Gott gefallen wollte, konnte er sich freuen, alle Ablehnungen, Verleumdung und Verfolgung zu ertragen und auf dem Weg des Leidens bis zur Kreuzestod entschlossen zu gehen.</p>
<p>Heute haben wir gelernt, dass es in Jesus keine Verdammnis gibt und dass wir allein in der Nachfolge Jesu das Licht des Lebens haben können. Preiset Jesus, der uns, obwohl er Recht und Macht hatte, uns zu verdammen, uns doch nicht verdammte, sondern an unserer Stelle wegen unserer Sünde verdammt wurde. Gott möge uns helfen, das Leben des Sündigens aufzuhören, und Jesu Einladung zur Nachfolge anzunehmen. Gott möge Euch mit dem Licht des Lebens segnen, jeden von Euch als einen Segen für viele junge Menschen in dieser Generation kostbar gebrauchen.</p>
<p>Bekanntmachungen:</p>
<p>Jesus führte kein selbstsüchtiges Leben für den eigenen persönlichen Vorteil, sondern ein Leben für die anderen. Inwiefern führe ich ein Leben für die anderen und lebe ich im praktischen Alltag als ein Hirte?</p>
<p>Jesu Haltung gegenüber der Sünde. Jesus verharmloste oder relativierte  die Sünde nicht. Wer sündigt, zieht den Zorn und das Gericht Gottes auf sich und muss verdammt werden. Welche Haltung nehme ich gegenüber meiner und der Sünde der anderen ein?</p>
<p>Jesus kam in die Welt, nicht um uns zu richten und zu verdammen, sondern um uns zu vergeben und uns das Licht des Lebens zu geben. Jesus allein hat die Macht, unsere Sünden zu vergeben und uns aus der Finsternis herauszuholen. Wer seine Sünde als Sünde anerkennt und damit zu Jesus kommt und um Vergebung bittet, der empfängt die Gnade der Vergebung seiner Sünden.</p>
<p>Jesus gibt uns eine neue Lebensorientierung. Wenn wir Jesu Zeugnis ablehnen, werden wir in unseren Sünden sterben und müssen in Ewigkeit verdammt werden. Aber wenn wir Jesu Zeugnis annehmen und uns dafür entscheiden, unser Leben in der Finsternis zu verlassen und Jesus nachzufolgen, werden wir das Licht des Lebens haben. Welche Entscheidung habe ich getroffen? Welche Sünden will ich nicht mehr begehen? Welche konkreten Schritte mache ich, um Jesus nachzufolgen?</p>
<p>Gebetsanliegen:</p>
<p>1. Für M. Dr. Peter Changs klare Leitung der Campusmission in Deutschland und Europa;für die  Erschließung von 360 Hochschulen in Deutschland und die Aussendung von je einer Hausgemeinde an alle 1700 europäischen Campusse. Danken wir Gott für die Aussendung der Hausgemeinde von M. Josua u. Ester Kang nach Spanien und beten wir besonders für die 	Erschließung der noch nicht pionierten Nationen: Niederlande, Finnland, Italien, Slowenien.<br />
2. Vorbereitung des Ostergottesdienstes mit Osterbotschaft aus dem Johannesevangelium und 1.Korinther 15; und für die FBK in Prüm. Das Thema der Konferenz ist: &#8220;Das neue Leben in Christus&#8221;.<br />
3. Weltmission: Nahost-Direktoren-Konferenz (9.-12. April); Aussendung von 100.000 Missionaren bis 2041; für M. Dr. John Jun<br />
4. Staatsexamen von M. Petrus Chang und M. Maria P. Lee</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Jesus, die Ströme lebendigen Wassers (Joh 7,38)</title>
		<link>http://www.bonnubf.org/2010/03/jesus-die-strome-lebendigen-wassers-joh-738-3/</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 13:38:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria</dc:creator>
				<category><![CDATA[Botschaften]]></category>

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		<description><![CDATA[	JESUS, DIE STRÖME LEBENDIGEN WASSERS
Johannes			7, 1 – 52
Leitvers 			7, 38
„Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.“
Wir danken Gott für die gesegnete Deutsche Leiterkonferenz in Berlin, auf der wir den Evangeliumsglauben erneuern und ein neues [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>	JESUS, DIE STRÖME LEBENDIGEN WASSERS</p>
<p>Johannes			7, 1 – 52<br />
Leitvers 			7, 38</p>
<p>„Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.“</p>
<p>Wir danken Gott für die gesegnete Deutsche Leiterkonferenz in Berlin, auf der wir den Evangeliumsglauben erneuern und ein neues Gefäß der Liebe und der Zusammenarbeit bilden durften. Wir durften durch die Berichte der Leiter sehen, dass Gott bereits begonnen hat, Deutschland zur Bibel zurückzuführen und es als eine Hirtennation wiederherzustellen. Möge Gott uns helfen, in diesem Jahr durch das Frühgebet und das Bibelstudium die Kraft des Evangeliums anzuziehen und die Verdoppelung des Werkes Gottes herauszufordern. </p>
<p>In der vorherigen Lektion haben wir gelernt, dass ein Leben nur für die vergängliche Speise ein verfluchtes Leben ist. Jesus ermahnt uns: „Schafft euch Speise, die nicht vergänglich ist, sondern die bleibt zum ewigen Leben.“ Jesus selbst ist das Brot des Lebens, der durch seinen Tod am Kreuz das Problem der Sünde und des Todes ein für allemal gelöst hat, so dass wir durch den Glauben an ihn das ewige Leben und die lebendige Hoffnung auf das Reich Gottes in unserer Seele empfangen.</p>
<p>Der Hintergrund der heutigen Begebenheit ist das Laubhüttenfest, bei dem die Israeliten sich an die Liebe Gottes zu ihren Vorfahren in der Wüste erinnerten. Obwohl sie aber dieses Fest feierten und auch viel tranken, waren sie immer noch durstig. Jesus lud sie ein, zu ihm zu kommen und zu trinken und verhieß denen, die an ihn glauben, dass von ihnen Ströme lebendigen Wassers fließen werden. Gott segne jeden von uns, zu Jesus zu kommen und an ihn zu glauben, so dass der Heilige Geist wie Ströme lebendigen Wassers in uns und durch uns zu den jungen Menschen an 360 Hochschulen in Deutschland und weiter an alle Hochschulen in Europa und bis hin nach Nordkorea und in die moslemischen Länder fließen kann. </p>
<p>I. Meine Zeit ist noch nicht da (1-9)</p>
<p>Sehen wir uns Vers 1 an: „Danach zog Jesus umher in Galiläa; denn er wollte nicht in Judäa umherziehen, weil ihm die Juden nach dem Leben trachteten.“ Nachdem Jesus in Jerusalem einen 38 Jahre lang gelähmten Mann geheilt hatte, zog er durch Galiläa, weil die religiösen Oberen eine Gelegenheit suchten, ihn umzubringen. Jesus mied die Konfrontation, nicht, weil er Angst vor dem Tod hatte, sondern weil seine Zeit noch nicht gekommen war. Betrachten wir Vers 2: „Es war aber nahe das Laubhüttenfest der Juden.“ Das Laubhüttenfest war eines der drei großen Feste im jüdischen Kalender, bei dem alle jüdischen Männer nach Jerusalem gingen, eine Woche lang in Laubhütten wohnten und sich an Gottes Gnade während des Wüstenlebens ihrer Vorfahren erinnerten. Wenn sich das Fest nahte, wurden alle von großer Vorfreude erfüllt. Auch die Brüder Jesu waren begeistert und hielten dies für eine gute Gelegenheit für Jesus, etwas für seine Popularität zu tun. Die Verse 3 und 4 sagen: „Da sprachen seine Brüder zu ihm: Mach dich auf von hier und geh nach Judäa, damit auch deine Jünger die Werke sehen, die du tust. Niemand tut etwas im Verborgenen und will doch öffentlich etwas gelten. Willst du das, so offenbare dich vor der Welt.“ In ihrer Begeisterung vergaßen Jesu Brüder völlig, dass Jesus von den Juden in Jerusalem verfolgt wurde. Sie rechneten: große Menge + große Wunder = großer Jubel = ein erfolgreiches Werk. Sicher wollten sie auch etwas von diesem Jubel und Erfolg für sich haben. Der Verfasser Johannes kommentiert in Vers 5: „Denn auch seine Brüder glaubten nicht an ihn.“ Ihre Begeisterung war in Wirklichkeit geistliche Verblendung. Jesu Brüder glaubten nicht, dass Jesus der Sohn Gottes war. Weder erkannten sie seine geistliche Herkunft, noch den Charakter seines Werkes. Weil sie nicht glaubten, waren sie fleischlich gesinnt und wurden zu Versuchern Jesu, indem sie sagten: „Offenbare dich vor der Welt!“ </p>
<p>Wie antwortete Jesus seinen Brüdern? Lesen wir die Verse 6-8: „Da spricht Jesus zu ihnen: Meine Zeit ist noch nicht da, eure Zeit ist allewege. Die Welt kann euch nicht hassen. Mich aber hasst sie, denn ich bezeuge von ihr, dass ihre Werke böse sind. Geht ihr hinauf zum Fest! Ich will nicht hinaufgehen zu diesem Fest, denn meine Zeit ist noch nicht erfüllt.“ Als Jesus sagte „meine Zeit ist noch nicht da“ meinte er „Gottes Zeit ist noch nicht da“, nämlich der Höhepunkt der Erlösungsgeschichte, sein Tod am Kreuz als das Lamm Gottes für die Sünde der Welt. Jesus lebte nicht gemäß den Erwartungen der Menschen, sondern handelte gemäß dem Rettungsplan Gottes für das Heil der Welt. Es gab eine Zeit, das Reich Gottes in allen Städten zu predigen und es gab eine Zeit, sich der Welt am Kreuz zu offenbaren. </p>
<p>Als Jesus allein Gott erfreuen wollte, erfuhr er Missverständnisse und den Hass der Welt, doch nahm er dies in Kauf und schloss keinen Kompromiss zwischen den Erwartungen der Menschen und dem Willen Gottes. In den fünf Jahren als Leiter von UBF in Deutschland und Europa erfuhr M. Dr. Peter Chang auch viele Missverständnisse, als er danach suchte, Gott zu gefallen. Doch er folgte nicht den Erwartungen der Menschen, sondern dem Zeitplan Gottes, indem er sich mit Hingabe um die europäischen Pionierungswerke kümmerte und die Europäische Sommerbibelkonferenz 2009 vorbereitete. Es gab auch die Zeit, die Mitarbeiter in Deutschland zu ermutigen und das neue Gefäß mit ihnen zu bilden, und es gab die Zeit, die Beziehung zu anderen Gemeinden zu entwickeln und Gottes Wirken zu bezeugen, wie nächste Woche auf der KOSTE Europe. Auf diese Weise hat Gott sein Erlösungswerk in Deutschland und Europa geführt und sein Werk der geistlichen Erneuerung und Erweckung begonnen. Wir sollen auch nicht überrascht sein, wenn wir um Jesu willen missverstanden und gehasst werden. Die Welt lebt in Feindschaft gegen Gott. Wer Gott liebt und dafür lebt, ihm zu gefallen, wird auch Missverständnisse und Hass erfahren. Wenn wir uns aber entscheiden, durch unser Leben und unseren Tod allein Gott zu erfreuen, können wir am Ende auch alle Menschen um uns herum erfreuen und ein Segen für sie sein.</p>
<p>II. Jesus auf dem Fest (10-36)</p>
<p>Sehen wir uns Vers 10 an: „Als aber seine Brüder hinaufgegangen waren zum Fest, da ging auch er hinauf, nicht öffentlich, sondern heimlich.“ Jesus folgte nicht den Erwartungen seiner Brüder, sondern ging heimlich zum Fest, um das Evangelium vom Reich Gottes zu predigen. Auf dem Fest gab es bereits ein großes Gemurmel über ihn im Volk. Einige sagten: „Er ist gut!“ Andere hielten ihn für einen Volksverführer. Niemand wusste genau, wer Jesus war, auch traute sich niemand, offen über ihn zu reden, aus Furcht vor den Juden. Mitten aber im Fest ging Jesus hinauf in den Tempel und lehrte. Sehen wir uns Vers 15 an: „Und die Juden verwunderten sich und sprachen: Wie kann dieser die Schrift verstehen, wenn er es doch nicht gelernt hat?“ Hinter dieser Frage steckt das geistliche Dilemma der religiösen Leiter. Viele von ihnen hatten jahrelang das Gesetz und die Lehren studiert, und doch fühlten sie sich hilflos und kraftlos. Wenn immer sie den Mund auftaten, kamen nur bedeutungslose Worte heraus, die die Menschen zum Einschlafen brachten. Wenn aber Jesus predigte, wurden die Herzen der Menschen berührt. Wo lag der Unterschied? Lesen wir Vers 16: „Jesus antwortete ihnen und sprach: Meine Lehre ist nicht von mir, sondern von dem, der mich gesandt hat.“ Jesu Lehre kam von Gott. Die jüdischen Oberen hatten keine Vollmacht, weil der Geist Gottes nicht bei ihnen war. Geistliche Vollmacht kommt nicht aus schönen oder klugen menschlichen Worten, sondern aus dem Wort Gottes.</p>
<p>Lesen wir Vers 17: „Wenn jemand dessen Willen tun will, wird er innewerden, ob diese Lehre von Gott ist oder ob ich von mir selbst aus rede.“ Viele Menschen sagen: „Ja, wenn ich Gottes Willen kennen würde, dann würde ich auch gehorchen. Woher soll ich wissen, ob die Bibel Gottes Wort ist?“ Früher habe ich durch Kirche und Eltern auch gehört, was in der Bibel steht. Aber ich habe nicht gehorcht, sondern wollte gemäß meiner eigenen Meinung mein eigenes, freies Leben genießen. Aber als ich durch das Bibelstudium anfing, einem Wort Gottes zu gehorchen, da konnte ich erkennen, dass Gottes Wort wahr ist. Jesus lehrt hier, dass ein Mensch, der sich entscheidet, den Willen Gottes zu tun, auch erkennen kann, dass Jesus Gottes Wort redet. Eine solche Lebensentscheidung offenbart das innerste Lebensmotiv und –ziel eines Menschen. Esra zum Beispiel wollte Gottes Willen tun und traf eine Lebensentscheidung, keinen Kompromiss mit der babylonischen Kultur einzugehen, sondern das Gesetz des Herrn zu erforschen, danach zu tun und Gebote und Rechte in Israel zu lehren. Gott gebrauchte dies zur geistlichen Erneuerung Israels. Mutter Barry traf im Alter von 27 Jahren eine Entscheidung, als eine Missionarin nach Korea zu gehen und den Willen Gottes zu tun und Gott gebraucht sie bis heute als eine Glaubensmutter für unzählige junge Menschen. Wir sollen den Willen Gottes tun wollen. Dann können wir Gottes Willen erkennen, und Gottes Wort wird wie ein Morgenstern in unserem Herzen aufgehen und unser Leben in aller Wahrheit leiten. </p>
<p>Betrachten wir Vers 18: „Wer von sich selbst aus redet, der sucht seine eigene Ehre; wer aber die Ehre dessen sucht, der in gesandt hat, der ist wahrhaftig, und keine Ungerechtigkeit ist in ihm.“ Hier sehen wir den wahren Grund der Zweifel und der Ablehnung durch die jüdischen Oberen: Sie suchten nach der eigenen Ehre. So konnten sie Jesus nicht als Gottes Sohn und seine Lehre nicht als Gottes Wort annehmen. In den Versen 25-31 sehen wir, dass das Volk nun darüber sprach, ob Jesus der Christus sei. Sie sahen die Taten Jesu. Sie hörten seine Lehre und erkannten sein Hirtenherz, mit dem er sein eigenes Leben riskierte, um einem hoffnungslosen Menschen zu helfen. Ihre menschliche Denkweise hinderte sie noch, ihn als den Christus anzunehmen. Jesus bezeugte klar, dass er nicht in seinem eigenen Namen auftrat, sondern dass Gott ihn gesandt hatte: „Ihr kennt mich und wisst, woher ich bin. Aber nicht von mir selbst aus bin ich gekommen, sondern es ist ein Wahrhaftiger, der mich gesandt hat, den ihr nicht kennt. Ich aber kenne ihn; denn ich bin von ihm und er hat mich gesandt.“ </p>
<p>Sehen wir uns Vers 30 an: „Da suchten sie ihn zu ergreifen; aber niemand legte Hand an ihn, denn seine Stunde war noch nicht gekommen.“ Die Bosheit der religiösen Oberen nahm überhand. Gemäß Vers 32 sandten sie sogar Knechte aus, die Jesus ergreifen sollten. Doch der Text wiederholt die Worte: „Niemand legte Hand an ihn.“ Sie konnten Jesus nicht ergreifen, weil Gott es nicht zuließ. Gott ist zu jeder Zeit der Souverän der Geschichte. </p>
<p>In Vers 33 kündigte Jesus an: „Ich bin noch eine kleine Zeit bei euch, und dann gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat.“ Obwohl sie es nicht verstanden, kündigte Jesus seine Himmelfahrt an, dass er von Gott gekommen ist und wieder zu Gott zurückkehrt. Ob wir Jesus als den Christus annehmen oder nicht, ist nicht eine Frage des Verstehens, sondern eine Frage der Entscheidung, den Willen Gottes zu tun, nämlich eine Frage des Lebensziels. Möge Gott jedem von uns helfen, eine Lebensentscheidung zu treffen, Gottes Willen zu tun und für die geistliche Erneuerung in Deutschland und Europa und die Ausbreitung des Evangeliums an alle 1.700 Hochschulen in Europa gebraucht zu werden. </p>
<p>III. Von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen (37-52)</p>
<p>Lesen wir die Verse 37 und 38: „Aber am letzten Tag des Festes, der der höchste war, trat Jesus auf und rief: Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.“ Am achten, dem letzten und höchsten Tag des Laubhüttenfestes gingen nach der Tradition die Priester vom Tempel hinab zum Siloah-Teich und schöpften Wasser. Dann kehrten sie zum Tempel zurück und gossen das Wasser über dem Opfer aus, so dass es auf beiden Seiten herunterfloss. Alle Festteilnehmer wollten diese Zeremonie der Wasserausgießung miterleben. Sie erinnerten sich daran, wie ihre Vorväter durch die Wüste wanderten und Wasser aus dem Felsen tranken und ihr großer Durst gelöscht wurde. Vielleicht erinnerten sie sich dabei auch an die Prophezeiung aus Hesekiel 47,1-9: „Und siehe, da floss ein Wasser heraus unter der Schwelle des Tempels nach Osten … Dies Wasser fließt hinaus in das östliche Gebiet und weiter hinab zum Jordantal und mündet ins Tote Meer. Und wenn es ins Meer fließt, soll dessen Wasser gesund werden, und alles, was darin lebt und webt, wohin der Strom kommt, das soll leben. Und es soll sehr viele Fische dort geben, wenn dieses Wasser dorthin kommt; und alles soll gesund werden und leben, wohin dieser Strom kommt.“ Das Wasser drückte ihre Sehnsucht nach dem Messias aus, der ihnen wahres Leben geben würde. An diesem Tag trat Jesus auf und lud die Menschen ein: „Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke!“ Jesus lud sie ein, zu ihm zu kommen und ihren Seelendurst völlig gestillt zu bekommen. Dazu verhieß er ihnen, dass, wenn sie an ihn glauben, auch von ihnen solches lebendiges Wasser zu anderen Menschen weiterfließen wird. Was ist das lebendige Wasser? Gemäß Vers 39 sprach Jesus von dem Geist, den diejenigen empfangen, die an ihn glauben. Hier lernen wir, dass das wahre Problem der Menschen ein geistliches Durstproblem ist. Der geistliche Durst der Menschen kann nicht durch weltliche Dinge gestillt werden. Obwohl die Menschen auf dem Fest an religiösen Zeremonien teilnahmen und viel Mineralwasser und Traubensaft tranken, waren sie immer noch durstig. Der geistliche Durst kann nur dadurch gestillt werden, dass wir an Jesus glauben und den Geist Gottes empfangen, der das lebendige Wasser für unsere Seele ist. Menschen, die ohne Jesus leben, können ihren geistlichen Durst nicht gestillt bekommen. Sie sind innerlich immer unzufrieden und auch für andere nur eine Belastung. Wenn wir aber an Jesus als den Christus glauben, kommt der Heilige Geist auf uns und wohnt in uns. Dann erfahren wir selbst Ströme der Liebe, der Freude und des Friedens in unserer Seele und wir erfahren, dass diese Ströme durch uns zu anderen Menschen weiterfließen. </p>
<p>Ich kenne einen jungen Mann, der versuchte durch Geld und Erfolg in der Welt seinen Durst zu stillen. Doch obwohl er viel Anerkennung bekam, sogar viel Geld durch Aktien verdiente, blieb seine Seele leer und unzufrieden. Durch Gottes Wort aus Mk 8,29 aber begegnete er Jesus als seinem Christus, der seine Sünden vergab und ihm das wahre Lebensziel schenkte. Sein Seelendurst wurde gestillt. Als er an Jesus als seinen Christus glaubte, begann lebendiges Wasser nicht nur in seiner Seele, sondern durch ihn auch zu vielen anderen Menschen zu fließen. Jede Woche empfängt sein Bibelschüler Wasser wie Labsal für seine durstige Seele, und ein anderer bekannte, dass er unbedingt für die geistliche Speise leben wolle, die zum ewigen Leben bleibt.</p>
<p>Hier lernen wir, dass ein Mensch, der an Jesus glaubt, wie eine Oase in der Wüste ist. Die geistliche Lage der jungen Menschen in Deutschland gleicht der der Menschen auf dem Fest. Materiell gesehen geht es ihnen gut und keiner braucht Not zu leiden. Sie haben Zugang zu allen Arten von Unterhaltung wie Kino, Freunde, Fernsehen, Youtube, Facebook oder Twitter. Doch solange ihr geistlicher Durst ungestillt bleibt, sind ihre Seelen vertrocknet. Ohne Jesus leben sie unter der Herrschaft verschiedener anderer Geister. Sie müssen zu Jesus kommen, der alleine ihnen das lebendige Wasser gibt, dass ihren Seelendurst vollkommen stillt. </p>
<p>Der Geist Gottes in uns ist die Kraft, vielen jungen Menschen mit dem Bibelstudium zu dienen, ihnen zu helfen, ein gottzentriertes Leben zu führen und als Jünger Jesu zu wachsen und selbst als verantwortliche Leiter aufgestellt zu werden. Irdisches Wasser, wie Fähigkeiten und menschliche Weisheit sind vergänglich und können unsere Seele nicht zufriedenstellen. Doch die Ströme lebendigen Wassers, die Jesus uns gibt, sprudeln in alle Ewigkeit. Gott selbst wird die Jüngererziehung durch das Zweierbibelstudium und die Europa- und Weltmission durch diejenigen erfüllen, die mit dem Geist Gottes leben. Möge Gott jeden Mitarbeiter in Bonn 1 helfen, zu Jesus zu kommen und die Ströme lebendigen Wassers zu empfangen. </p>
<p>Die Verse 40 bis 52 berichten, dass einige glaubten und einige zweifelten. Sogar die Knechte, die Jesus eigentlich ergreifen sollten, waren überwältigt und bekannten: „Noch nie hat ein Mensch so geredet wie dieser.“ Die religiösen Oberen verstockten ihr Herz noch mehr, doch sie konnten nicht verhindern, dass es auch unter ihnen einige gab, die an Jesus glaubten. </p>
<p>Heute haben wir gelernt, dass Jesus Ströme lebendigen Wassers gibt. Er stillt den Seelendurst aller, die zu ihm kommen und an ihn glauben und macht sie selber zu Quellen des lebendigen Wassers. Wir haben auch gelernt, Gott zu gefallen und den Willen Gottes zu tun. Möge Gott uns segnen, dass der Geist Gottes wie Ströme lebendigen Wassers in unserer Seele sprudelt und durch uns zu den jungen Menschen an allen Hochschulen in Deutschland und Europa weiterfließt.</p>
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		<title>Jesus, die Ströme lebendigen Wassers (Joh 7,38)</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 18:17:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria</dc:creator>
				<category><![CDATA[Botschaften]]></category>

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		<description><![CDATA[	JESUS, DIE STRÖME LEBENDIGEN WASSERS
Johannes			7, 1 – 52
Leitvers 			7, 38
„Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.“
Wir danken Gott für die gesegnete Deutsche Leiterkonferenz in Berlin, auf der wir den Evangeliumsglauben erneuern und ein neues [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>	JESUS, DIE STRÖME LEBENDIGEN WASSERS</p>
<p>Johannes			7, 1 – 52<br />
Leitvers 			7, 38</p>
<p>„Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.“</p>
<p>Wir danken Gott für die gesegnete Deutsche Leiterkonferenz in Berlin, auf der wir den Evangeliumsglauben erneuern und ein neues Gefäß der Liebe und der Zusammenarbeit bilden durften. Wir durften durch die Berichte der Leiter sehen, dass Gott bereits begonnen hat, Deutschland zur Bibel zurückzuführen und es als eine Hirtennation wiederherzustellen. Möge Gott uns helfen, in diesem Jahr durch das Frühgebet und das Bibelstudium die Kraft des Evangeliums anzuziehen und die Verdoppelung des Werkes Gottes herauszufordern. </p>
<p>In der vorherigen Lektion haben wir gelernt, dass ein Leben nur für die vergängliche Speise ein verfluchtes Leben ist. Jesus ermahnt uns: „Schafft euch Speise, die nicht vergänglich ist, sondern die bleibt zum ewigen Leben.“ Jesus selbst ist das Brot des Lebens, der durch seinen Tod am Kreuz das Problem der Sünde und des Todes ein für allemal gelöst hat, so dass wir durch den Glauben an ihn das ewige Leben und die lebendige Hoffnung auf das Reich Gottes in unserer Seele empfangen.</p>
<p>Der Hintergrund der heutigen Begebenheit ist das Laubhüttenfest, bei dem die Israeliten sich an die Liebe Gottes zu ihren Vorfahren in der Wüste erinnerten. Obwohl sie aber dieses Fest feierten und auch viel tranken, waren sie immer noch durstig. Jesus lud sie ein, zu ihm zu kommen und zu trinken und verhieß denen, die an ihn glauben, dass von ihnen Ströme lebendigen Wassers fließen werden. Gott segne jeden von uns, zu Jesus zu kommen und an ihn zu glauben, so dass der Heilige Geist wie Ströme lebendigen Wassers in uns und durch uns zu den jungen Menschen an 360 Hochschulen in Deutschland und weiter an alle Hochschulen in Europa und bis hin nach Nordkorea und in die moslemischen Länder fließen kann. </p>
<p>I. Meine Zeit ist noch nicht da (1-9)</p>
<p>Sehen wir uns Vers 1 an: „Danach zog Jesus umher in Galiläa; denn er wollte nicht in Judäa umherziehen, weil ihm die Juden nach dem Leben trachteten.“ Nachdem Jesus in Jerusalem einen 38 Jahre lang gelähmten Mann geheilt hatte, zog er durch Galiläa, weil die religiösen Oberen eine Gelegenheit suchten, ihn umzubringen. Jesus mied die Konfrontation, nicht, weil er Angst vor dem Tod hatte, sondern weil seine Zeit noch nicht gekommen war. Betrachten wir Vers 2: „Es war aber nahe das Laubhüttenfest der Juden.“ Das Laubhüttenfest war eines der drei großen Feste im jüdischen Kalender, bei dem alle jüdischen Männer nach Jerusalem gingen, eine Woche lang in Laubhütten wohnten und sich an Gottes Gnade während des Wüstenlebens ihrer Vorfahren erinnerten. Wenn sich das Fest nahte, wurden alle von großer Vorfreude erfüllt. Auch die Brüder Jesu waren begeistert und hielten dies für eine gute Gelegenheit für Jesus, etwas für seine Popularität zu tun. Die Verse 3 und 4 sagen: „Da sprachen seine Brüder zu ihm: Mach dich auf von hier und geh nach Judäa, damit auch deine Jünger die Werke sehen, die du tust. Niemand tut etwas im Verborgenen und will doch öffentlich etwas gelten. Willst du das, so offenbare dich vor der Welt.“ In ihrer Begeisterung vergaßen Jesu Brüder völlig, dass Jesus von den Juden in Jerusalem verfolgt wurde. Sie rechneten: große Menge + große Wunder = großer Jubel = ein erfolgreiches Werk. Sicher wollten sie auch etwas von diesem Jubel und Erfolg für sich haben. Der Verfasser Johannes kommentiert in Vers 5: „Denn auch seine Brüder glaubten nicht an ihn.“ Ihre Begeisterung war in Wirklichkeit geistliche Verblendung. Jesu Brüder glaubten nicht, dass Jesus der Sohn Gottes war. Weder erkannten sie seine geistliche Herkunft, noch den Charakter seines Werkes. Weil sie nicht glaubten, waren sie fleischlich gesinnt und wurden zu Versuchern Jesu, indem sie sagten: „Offenbare dich vor der Welt!“ </p>
<p>Wie antwortete Jesus seinen Brüdern? Lesen wir die Verse 6-8: „Da spricht Jesus zu ihnen: Meine Zeit ist noch nicht da, eure Zeit ist allewege. Die Welt kann euch nicht hassen. Mich aber hasst sie, denn ich bezeuge von ihr, dass ihre Werke böse sind. Geht ihr hinauf zum Fest! Ich will nicht hinaufgehen zu diesem Fest, denn meine Zeit ist noch nicht erfüllt.“ Als Jesus sagte „meine Zeit ist noch nicht da“ meinte er „Gottes Zeit ist noch nicht da“, nämlich der Höhepunkt der Erlösungsgeschichte, sein Tod am Kreuz als das Lamm Gottes für die Sünde der Welt. Jesus lebte nicht gemäß den Erwartungen der Menschen, sondern handelte gemäß dem Rettungsplan Gottes für das Heil der Welt. Es gab eine Zeit, das Reich Gottes in allen Städten zu predigen und es gab eine Zeit, sich der Welt am Kreuz zu offenbaren. </p>
<p>Als Jesus allein Gott erfreuen wollte, erfuhr er Missverständnisse und den Hass der Welt, doch nahm er dies in Kauf und schloss keinen Kompromiss zwischen den Erwartungen der Menschen und dem Willen Gottes. In den fünf Jahren als Leiter von UBF in Deutschland und Europa erfuhr M. Dr. Peter Chang auch viele Missverständnisse, als er danach suchte, Gott zu gefallen. Doch er folgte nicht den Erwartungen der Menschen, sondern dem Zeitplan Gottes, indem er sich mit Hingabe um die europäischen Pionierungswerke kümmerte und die Europäische Sommerbibelkonferenz 2009 vorbereitete. Es gab auch die Zeit, die Mitarbeiter in Deutschland zu ermutigen und das neue Gefäß mit ihnen zu bilden, und es gab die Zeit, die Beziehung zu anderen Gemeinden zu entwickeln und Gottes Wirken zu bezeugen, wie nächste Woche auf der KOSTE Europe. Auf diese Weise hat Gott sein Erlösungswerk in Deutschland und Europa geführt und sein Werk der geistlichen Erneuerung und Erweckung begonnen. Wir sollen auch nicht überrascht sein, wenn wir um Jesu willen missverstanden und gehasst werden. Die Welt lebt in Feindschaft gegen Gott. Wer Gott liebt und dafür lebt, ihm zu gefallen, wird auch Missverständnisse und Hass erfahren. Wenn wir uns aber entscheiden, durch unser Leben und unseren Tod allein Gott zu erfreuen, können wir am Ende auch alle Menschen um uns herum erfreuen und ein Segen für sie sein.</p>
<p>II. Jesus auf dem Fest (10-36)</p>
<p>Sehen wir uns Vers 10 an: „Als aber seine Brüder hinaufgegangen waren zum Fest, da ging auch er hinauf, nicht öffentlich, sondern heimlich.“ Jesus folgte nicht den Erwartungen seiner Brüder, sondern ging heimlich zum Fest, um das Evangelium vom Reich Gottes zu predigen. Auf dem Fest gab es bereits ein großes Gemurmel über ihn im Volk. Einige sagten: „Er ist gut!“ Andere hielten ihn für einen Volksverführer. Niemand wusste genau, wer Jesus war, auch traute sich niemand, offen über ihn zu reden, aus Furcht vor den Juden. Mitten aber im Fest ging Jesus hinauf in den Tempel und lehrte. Sehen wir uns Vers 15 an: „Und die Juden verwunderten sich und sprachen: Wie kann dieser die Schrift verstehen, wenn er es doch nicht gelernt hat?“ Hinter dieser Frage steckt das geistliche Dilemma der religiösen Leiter. Viele von ihnen hatten jahrelang das Gesetz und die Lehren studiert, und doch fühlten sie sich hilflos und kraftlos. Wenn immer sie den Mund auftaten, kamen nur bedeutungslose Worte heraus, die die Menschen zum Einschlafen brachten. Wenn aber Jesus predigte, wurden die Herzen der Menschen berührt. Wo lag der Unterschied? Lesen wir Vers 16: „Jesus antwortete ihnen und sprach: Meine Lehre ist nicht von mir, sondern von dem, der mich gesandt hat.“ Jesu Lehre kam von Gott. Die jüdischen Oberen hatten keine Vollmacht, weil der Geist Gottes nicht bei ihnen war. Geistliche Vollmacht kommt nicht aus schönen oder klugen menschlichen Worten, sondern aus dem Wort Gottes.</p>
<p>Lesen wir Vers 17: „Wenn jemand dessen Willen tun will, wird er innewerden, ob diese Lehre von Gott ist oder ob ich von mir selbst aus rede.“ Viele Menschen sagen: „Ja, wenn ich Gottes Willen kennen würde, dann würde ich auch gehorchen. Woher soll ich wissen, ob die Bibel Gottes Wort ist?“ Früher habe ich durch Kirche und Eltern auch gehört, was in der Bibel steht. Aber ich habe nicht gehorcht, sondern wollte gemäß meiner eigenen Meinung mein eigenes, freies Leben genießen. Aber als ich durch das Bibelstudium anfing, einem Wort Gottes zu gehorchen, da konnte ich erkennen, dass Gottes Wort wahr ist. Jesus lehrt hier, dass ein Mensch, der sich entscheidet, den Willen Gottes zu tun, auch erkennen kann, dass Jesus Gottes Wort redet. Eine solche Lebensentscheidung offenbart das innerste Lebensmotiv und –ziel eines Menschen. Esra zum Beispiel wollte Gottes Willen tun und traf eine Lebensentscheidung, keinen Kompromiss mit der babylonischen Kultur einzugehen, sondern das Gesetz des Herrn zu erforschen, danach zu tun und Gebote und Rechte in Israel zu lehren. Gott gebrauchte dies zur geistlichen Erneuerung Israels. Mutter Barry traf im Alter von 27 Jahren eine Entscheidung, als eine Missionarin nach Korea zu gehen und den Willen Gottes zu tun und Gott gebraucht sie bis heute als eine Glaubensmutter für unzählige junge Menschen. Wir sollen den Willen Gottes tun wollen. Dann können wir Gottes Willen erkennen, und Gottes Wort wird wie ein Morgenstern in unserem Herzen aufgehen und unser Leben in aller Wahrheit leiten. </p>
<p>Betrachten wir Vers 18: „Wer von sich selbst aus redet, der sucht seine eigene Ehre; wer aber die Ehre dessen sucht, der in gesandt hat, der ist wahrhaftig, und keine Ungerechtigkeit ist in ihm.“ Hier sehen wir den wahren Grund der Zweifel und der Ablehnung durch die jüdischen Oberen: Sie suchten nach der eigenen Ehre. So konnten sie Jesus nicht als Gottes Sohn und seine Lehre nicht als Gottes Wort annehmen. In den Versen 25-31 sehen wir, dass das Volk nun darüber sprach, ob Jesus der Christus sei. Sie sahen die Taten Jesu. Sie hörten seine Lehre und erkannten sein Hirtenherz, mit dem er sein eigenes Leben riskierte, um einem hoffnungslosen Menschen zu helfen. Ihre menschliche Denkweise hinderte sie noch, ihn als den Christus anzunehmen. Jesus bezeugte klar, dass er nicht in seinem eigenen Namen auftrat, sondern dass Gott ihn gesandt hatte: „Ihr kennt mich und wisst, woher ich bin. Aber nicht von mir selbst aus bin ich gekommen, sondern es ist ein Wahrhaftiger, der mich gesandt hat, den ihr nicht kennt. Ich aber kenne ihn; denn ich bin von ihm und er hat mich gesandt.“ </p>
<p>Sehen wir uns Vers 30 an: „Da suchten sie ihn zu ergreifen; aber niemand legte Hand an ihn, denn seine Stunde war noch nicht gekommen.“ Die Bosheit der religiösen Oberen nahm überhand. Gemäß Vers 32 sandten sie sogar Knechte aus, die Jesus ergreifen sollten. Doch der Text wiederholt die Worte: „Niemand legte Hand an ihn.“ Sie konnten Jesus nicht ergreifen, weil Gott es nicht zuließ. Gott ist zu jeder Zeit der Souverän der Geschichte. </p>
<p>In Vers 33 kündigte Jesus an: „Ich bin noch eine kleine Zeit bei euch, und dann gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat.“ Obwohl sie es nicht verstanden, kündigte Jesus seine Himmelfahrt an, dass er von Gott gekommen ist und wieder zu Gott zurückkehrt. Ob wir Jesus als den Christus annehmen oder nicht, ist nicht eine Frage des Verstehens, sondern eine Frage der Entscheidung, den Willen Gottes zu tun, nämlich eine Frage des Lebensziels. Möge Gott jedem von uns helfen, eine Lebensentscheidung zu treffen, Gottes Willen zu tun und für die geistliche Erneuerung in Deutschland und Europa und die Ausbreitung des Evangeliums an alle 1.700 Hochschulen in Europa gebraucht zu werden. </p>
<p>III. Von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen (37-52)</p>
<p>Lesen wir die Verse 37 und 38: „Aber am letzten Tag des Festes, der der höchste war, trat Jesus auf und rief: Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.“ Am achten, dem letzten und höchsten Tag des Laubhüttenfestes gingen nach der Tradition die Priester vom Tempel hinab zum Siloah-Teich und schöpften Wasser. Dann kehrten sie zum Tempel zurück und gossen das Wasser über dem Opfer aus, so dass es auf beiden Seiten herunterfloss. Alle Festteilnehmer wollten diese Zeremonie der Wasserausgießung miterleben. Sie erinnerten sich daran, wie ihre Vorväter durch die Wüste wanderten und Wasser aus dem Felsen tranken und ihr großer Durst gelöscht wurde. Vielleicht erinnerten sie sich dabei auch an die Prophezeiung aus Hesekiel 47,1-9: „Und siehe, da floss ein Wasser heraus unter der Schwelle des Tempels nach Osten … Dies Wasser fließt hinaus in das östliche Gebiet und weiter hinab zum Jordantal und mündet ins Tote Meer. Und wenn es ins Meer fließt, soll dessen Wasser gesund werden, und alles, was darin lebt und webt, wohin der Strom kommt, das soll leben. Und es soll sehr viele Fische dort geben, wenn dieses Wasser dorthin kommt; und alles soll gesund werden und leben, wohin dieser Strom kommt.“ Das Wasser drückte ihre Sehnsucht nach dem Messias aus, der ihnen wahres Leben geben würde. An diesem Tag trat Jesus auf und lud die Menschen ein: „Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke!“ Jesus lud sie ein, zu ihm zu kommen und ihren Seelendurst völlig gestillt zu bekommen. Dazu verhieß er ihnen, dass, wenn sie an ihn glauben, auch von ihnen solches lebendiges Wasser zu anderen Menschen weiterfließen wird. Was ist das lebendige Wasser? Gemäß Vers 39 sprach Jesus von dem Geist, den diejenigen empfangen, die an ihn glauben. Hier lernen wir, dass das wahre Problem der Menschen ein geistliches Durstproblem ist. Der geistliche Durst der Menschen kann nicht durch weltliche Dinge gestillt werden. Obwohl die Menschen auf dem Fest an religiösen Zeremonien teilnahmen und viel Mineralwasser und Traubensaft tranken, waren sie immer noch durstig. Der geistliche Durst kann nur dadurch gestillt werden, dass wir an Jesus glauben und den Geist Gottes empfangen, der das lebendige Wasser für unsere Seele ist. Menschen, die ohne Jesus leben, können ihren geistlichen Durst nicht gestillt bekommen. Sie sind innerlich immer unzufrieden und auch für andere nur eine Belastung. Wenn wir aber an Jesus als den Christus glauben, kommt der Heilige Geist auf uns und wohnt in uns. Dann erfahren wir selbst Ströme der Liebe, der Freude und des Friedens in unserer Seele und wir erfahren, dass diese Ströme durch uns zu anderen Menschen weiterfließen. </p>
<p>Ich kenne einen jungen Mann, der versuchte durch Geld und Erfolg in der Welt seinen Durst zu stillen. Doch obwohl er viel Anerkennung bekam, sogar viel Geld durch Aktien verdiente, blieb seine Seele leer und unzufrieden. Durch Gottes Wort aus Mk 8,29 aber begegnete er Jesus als seinem Christus, der seine Sünden vergab und ihm das wahre Lebensziel schenkte. Sein Seelendurst wurde gestillt. Als er an Jesus als seinen Christus glaubte, begann lebendiges Wasser nicht nur in seiner Seele, sondern durch ihn auch zu vielen anderen Menschen zu fließen. Jede Woche empfängt sein Bibelschüler Wasser wie Labsal für seine durstige Seele, und ein anderer bekannte, dass er unbedingt für die geistliche Speise leben wolle, die zum ewigen Leben bleibt.</p>
<p>Hier lernen wir, dass ein Mensch, der an Jesus glaubt, wie eine Oase in der Wüste ist. Die geistliche Lage der jungen Menschen in Deutschland gleicht der der Menschen auf dem Fest. Materiell gesehen geht es ihnen gut und keiner braucht Not zu leiden. Sie haben Zugang zu allen Arten von Unterhaltung wie Kino, Freunde, Fernsehen, Youtube, Facebook oder Twitter. Doch solange ihr geistlicher Durst ungestillt bleibt, sind ihre Seelen vertrocknet. Ohne Jesus leben sie unter der Herrschaft verschiedener anderer Geister. Sie müssen zu Jesus kommen, der alleine ihnen das lebendige Wasser gibt, dass ihren Seelendurst vollkommen stillt. </p>
<p>Der Geist Gottes in uns ist die Kraft, vielen jungen Menschen mit dem Bibelstudium zu dienen, ihnen zu helfen, ein gottzentriertes Leben zu führen und als Jünger Jesu zu wachsen und selbst als verantwortliche Leiter aufgestellt zu werden. Irdisches Wasser, wie Fähigkeiten und menschliche Weisheit sind vergänglich und können unsere Seele nicht zufriedenstellen. Doch die Ströme lebendigen Wassers, die Jesus uns gibt, sprudeln in alle Ewigkeit. Gott selbst wird die Jüngererziehung durch das Zweierbibelstudium und die Europa- und Weltmission durch diejenigen erfüllen, die mit dem Geist Gottes leben. Möge Gott jeden Mitarbeiter in Bonn 1 helfen, zu Jesus zu kommen und die Ströme lebendigen Wassers zu empfangen. </p>
<p>Die Verse 40 bis 52 berichten, dass einige glaubten und einige zweifelten. Sogar die Knechte, die Jesus eigentlich ergreifen sollten, waren überwältigt und bekannten: „Noch nie hat ein Mensch so geredet wie dieser.“ Die religiösen Oberen verstockten ihr Herz noch mehr, doch sie konnten nicht verhindern, dass es auch unter ihnen einige gab, die an Jesus glaubten. </p>
<p>Heute haben wir gelernt, dass Jesus Ströme lebendigen Wassers gibt. Er stillt den Seelendurst aller, die zu ihm kommen und an ihn glauben und macht sie selber zu Quellen des lebendigen Wassers. Wir haben auch gelernt, Gott zu gefallen und den Willen Gottes zu tun. Möge Gott uns segnen, dass der Geist Gottes wie Ströme lebendigen Wassers in unserer Seele sprudelt und durch uns zu den jungen Menschen an allen Hochschulen in Deutschland und Europa weiterfließt.</p>
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		<title>Jesus, das Brot des Lebens (Joh 6,35)</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 17:37:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria</dc:creator>
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		<description><![CDATA[	JESUS, DAS BROT DES LEBENS
Johannes			6, 22 – 71
Leitvers 			6, 35
„Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.“
Wir danken Gott, dass er die deutsche Leiterkonferenz in Berlin durch sein lebendiges Wort reichlich gesegnet hat. Durch Römer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>	JESUS, DAS BROT DES LEBENS</p>
<p>Johannes			6, 22 – 71<br />
Leitvers 			6, 35</p>
<p>„Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.“</p>
<p>Wir danken Gott, dass er die deutsche Leiterkonferenz in Berlin durch sein lebendiges Wort reichlich gesegnet hat. Durch Römer 1 durften wir erkennen, dass wir wegen der einseitigen und unverdienten Gnade Gottes an unserem Leben Schuldner aller Menschen geworden sind. Möge Gott uns in diesem Jahr helfen, aus dem Schuldnerbewusstsein heraus das Evangelium allen Arten der Menschen zu verkündigen, damit sie daran glauben und selig werden. Möge Gott sich über unser Gebet für Deutschland erbarmen und durch uns 360 Hochschulen pionieren und Deutschland als eine Hirtennation für die Weltcampusmission aufstellen.</p>
<p>I. Schafft euch Speise, die nicht vergänglich ist (22-34)</p>
<p>Im ersten Teil von Kapitel 6 berichtete der Verfasser Johannes vom Wunder der Speisung der 5000. Jesus nahm Andreas&#8217; fünf Brote und zwei Fische an, segnete sie und speiste damit 5000 Menschen. Durch dieses Zeichen sollten die Menschen eigentlich Jesus als den verheißenen Messias und Sohn Gottes erkennen und annehmen. Aber sie begriffen die geistliche Bedeutung dieses Zeichens nicht. Vielmehr wurden sie politisch aktiv und wollten Jesus zu ihrem König machen. Von diesem Zeitpunkt an begannen sie, Jesus genau zu beobachten. Als Jesus plötzlich verschwunden war und sie ihn nicht mehr finden konnten, wurden sie verwirrt. Doch sie waren entschlossen, Jesu Aufenthaltsort herauszufinden und suchten die ganze Nacht nach ihm. Schließlich fanden sie ihn in Kapernaum. Sie waren glücklich, Jesus wiederzusehen. Als sie Jesus wiedergefunden hatten, träumten sie davon, dass er bald eine utopische Welt, ein Schlaraffenland, errichten würde, in der sie ohne zu arbeiten, alle ihre eigenen physischen Bedürfnisse stillen könnten.</p>
<p>Was sagte Jesus zu ihnen? Sehen wir uns Vers 26 an: &#8220;Jesus antwortete ihnen und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von dem Brot gegessen habt und satt geworden seid.&#8221; Als sie zum ersten Mal zu Jesus gekommen waren, sahen sie in ihm den Messias wegen der Zeichen, die er an den Kranken getan hatte. Damals hatten sie einen gewissen geistlichen Wunsch gehabt. Aber jetzt kamen sie nur noch zu Jesus, weil sie vom Wunder der Brotvermehrung angetan waren. Sie kamen nur noch zu Jesus, um durch ihn ihre physischen Bedürfnisse stillen zu können. Im geistlichen Sinne machten sie einen großen Rückschritt. Nachdem sie Gottes Segen erfahren hatten, sanken sie von der geistlichen auf die materielle Ebene herab. Sie waren irdisch gesinnt, indem sie die vergängliche Speise zum Ziel ihres Lebens machten. Aber Jesus gab sie nicht auf. In Vers 27a ermahnte er sie: &#8220;Schafft euch Speise, die nicht vergänglich ist.&#8221; Als Jesus das sagte, wollte er ihnen helfen, sich von ihrem irdischen Lebensziel abzukehren und wieder den geistlichen Wunsch zu bekommen. &#8220;Schafft euch Speise, die nicht vergänglich ist&#8221; &#8211; Jesus spricht hier vom Problem des Brotes. Wegen des Brotes wurden schon zahlreiche Kriege geführt. Wozu brauchen wir Brot? Der Mensch arbeitet hart, um Geld zu verdienen. Und von seinem Geld kauft er sich das Brot, um es zu essen und davon zu leben. Brot bedeutet heutzutage praktisch dasselbe wie Geld. Das Brotproblem ist ein Geldproblem und das Geldproblem ist ein Lebenssicherheitsproblem. Jeder Mensch will Brot essen und für immer gut und satt auf der Erde leben. Niemand möchte hungern oder sterben. Im Grunde genommen ist die gesamte Zivilisation nicht viel mehr als das Bestreben im Namen der Verbesserung der Gesellschaft mehr Brot zu schaffen. Angenommen, der Mensch hätte sein Brotproblem gelöst, dann würde er jedoch nicht zufrieden sein, sondern mit noch größeren und grundlegenderen Problemen konfrontiert werden. Die Menschen können nicht ewig leben, sondern sterben nach einer bestimmten Zeit.</p>
<p>Trotzdem denken die meisten Menschen, dass sie dann glücklich wären, wenn sie nur genug Geld hätten. Doch dieser Gedanke macht ihr Leben unwürdig und unglücklich. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass materieller Überfluss immer auch eine Zeit der Verdorbenheit und der Gewalt war. Zur Zeit Abrahams waren Sodom und Gomorra hochzivilisierte Städte. Die Menschen, die dort lebten, hätten glücklich und edel sein sollen, doch im Gegensatz dazu waren sie völlig verdorben. Homosexualität und Gewalttätigkeit waren verbreitet. Sie wussten nicht, dass sie sich durch ihre Sünden das schwere Gericht Gottes zuzogen. Als die Römer am Höhepunkt ihrer Macht angekommen waren, schien das Brotproblem durch die Ausbeutung der Provinzen und unzähliger für sie arbeitender Sklaven gelöst zu sein. Doch &#8220;Brot und Spiele&#8221; konnten den inneren Hunger der Römer nicht stillen. Das Volk blieb unzufrieden. Gewalt und Unmoral nahmen überhand und schließlich ging das ganze Reich unter.</p>
<p>Darüberhinaus ist das Leben, das man nur mit der Arbeit für die vergängliche Speise verbringt, nach 1.Mose 3,17 ein verfluchtes Leben. Gott hat den Menschen ursprünglich dazu geschaffen, Gottes Mission zu erfüllen. Nach dem Sündenfall verlor der Mensch jedoch Gottes Mission. Fortan war er dazu verurteilt, sein Leben lang für das vergängliche Brot im Schweiße seines Angesichts zu arbeiten. Diejenigen, die nur für vergängliche Speise arbeiten und nur ihr Vergnügen in dieser Welt genießen wollen, führen vom Gesichtspunkt Gottes aus betrachtet ein verfluchtes und bedeutungsloses Leben.</p>
<p>Betrachten wir Vers 27b: &#8220;&#8230; sondern die bleibt zum ewigen Leben.&#8221; Hier ist die &#8220;Speise, die zum ewigen Leben bleibt&#8221;, Jesus selbst. Jesus ist das Brot des Lebens, das Gott uns gegeben hat. Johannes 3,16 erklärt in hervorragender Weise die Tatsache, dass Jesus die Speise ist, die zum ewigen Leben bleibt: &#8220;Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.&#8221; Jesus ermahnt uns, an ihn, den Sohn Gottes zu glauben, damit wir dadurch das ewige Leben haben. Auf diese Weise sorgt man für die Speise, die zum ewigen Leben bleibt. Wenn wir das ewige Leben haben, dann haben wir weder ein Brot- noch sonst irgendein Lebensproblem mehr.</p>
<p>Wie aber antwortete die Menge? Sie sprachen in Vers 28: &#8220;Was sollen wir tun, dass wir Gottes Werke wirken?&#8221; Sie waren scheinbar bereit, alles zu tun, wenn sie dadurch irgendwie ihr materielles Problem lösen könnten. Aber Jesus antwortete ihnen in Vers 29: &#8220;Das ist Gottes Werk, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.&#8221; Wir müssen an Jesus glauben, weil Gott Jesus in die Welt gesandt hat. Wir können an Jesus glauben, weil Jesus mit seiner göttlichen Offenbarung, mit seinen Wunderzeichen dasteht, die die Wahrheit bezeugen, dass Jesus von Gott gesandt war und dass Gott mit seiner Allmacht bei ihm war. Wir sollen an Jesus glauben; das ist der Weg Gottes, durch den Gott uns ein neues Leben hier auf Erden und das ewige Leben schenkt. Der Glaube an Jesus ist die Lösung unseres grundlegenden Lebensproblems.</p>
<p>Doch die Menge konnte Jesu Worte nicht einfach annehmen. Sie verlangte, dass Jesus weitere Zeichen tun sollte, so dass sie sehen und glauben könnten. In Wirklichkeit hatten sie schon so viele Wunderzeichen gesehen, einschließlich der Speisung der Fünftausend. Aber sie forderten von Jesus noch mehr Wunderzeichen. Ihre wahre Absicht dabei bestand jedoch nicht darin, an Jesus glauben zu wollen, sondern das Problem ihrer materiellen Sicherheit zu lösen. Zu diesem eigennützigen Zweck zitierten sie sogar willkürlich die Schrift, indem sie Jesus aufforderten, dass er ihnen zu essen geben sollte, so wie Mose ihren Vätern, die nicht gearbeitet hatten, in der Wüste das Manna gegeben hatte. Ihre fixe Idee, das Brot löse das Problem des menschlichen Lebens, wollten sie einfach nicht aufgeben.</p>
<p>Jesus lehrte sie, dass es nicht Mose war, der ihnen das Manna gegeben hatte, sondern Gott. Als wichtigsten Punkt sagte er ihnen, dass er selbst das Brot vom Himmel ist und dass er denen das ewige Leben gibt, die das Brot vom Himmel essen. Jesus sagte weiter: &#8220;Denn Gottes Brot ist das, das vom Himmel kommt und gibt der Welt das Leben.&#8221;  Jesus hatte ihnen auch schon gesagt, dass das Siegel Gottes des Vaters auf ihm war. Doch sie hörten nicht auf Jesus. Sie entnahmen der Lehre Jesu nur das, was sie hören wollten, besonders das Wort &#8220;Brot&#8221;. Sie sagten: &#8220;Herr, gib uns allezeit solches Brot.&#8221; Sie wollten, dass Jesus auf sie hören sollte.</p>
<p>II. Jesus, das Brot vom Himmel (35-59)</p>
<p>Sehen wir uns Vers 35 an: &#8220;Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.&#8221; Warum ist Jesus das Brot des Lebens? Weil Jesus vom Himmel kam, um das Lebenssicherheitsproblem des Menschen zu lösen. In den Versen 31-59 wiederholt sich das Wort &#8220;vom Himmel&#8221; zehnmal. Diese Wiederholung hat eine geistliche Bedeutung. Matthäus 1,25b erklärt dies treffend. Dort heißt es: &#8220;Denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden.&#8221; In Vers 39 sprach Jesus über den Willen Gottes. Er sagte: &#8220;Das ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat, dass ich nichts verliere von allem, was er mir gegeben hat, sondern dass ich&#8217;s auferwecke am Jüngsten Tage.&#8221; Gottes Wille ist, dass alle Menschen, die wegen der Last ihrer Sünden umkommen, durch den Glauben an seinen Sohn Jesus Christus gerettet werden. Gott ist wie ein Hirte, der neunundneunzig Schafe allein lässt und losgeht, um ein verlorenes Schaf zu suchen. Lesen wir Vers 40: &#8220;Denn das ist der Wille meines Vaters, dass, wer den Sohn sieht und glaubt an ihn, das ewige Leben habe; und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage.&#8221; Gottes Wille ist es, dass jeder Mensch an seinen Sohn Jesus glaubt und dadurch das ewige Leben hat und in sein herrliches Königreich kommt.</p>
<p>Doch wie antworteten die Leute auf Jesu beharrliche Einladung? Sie wollten kein Brot vom Himmel, sondern sie wollten das Brot aus der Bäckerei. Der Konflikt zwischen dem himmlischen und dem irdischen Brot, bzw. zwischen dem Geist und dem Fleisch erreichte seinen Höhepunkt. Als Jesus weiter über das Brot vom Himmel redete, begannen sie, Jesus zu verachten. Sie murrten über ihn und sprachen: &#8220;Ist dieser nicht Jesus, Josefs Sohn, dessen Vater und Mutter wir kennen? Wieso spricht er dann: Ich bin vom Himmel gekommen?&#8221;</p>
<p>Sehen wir uns die Verse 43 und 44 an: &#8220;Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Murrt nicht untereinander. Es kann niemand zu mir kommen, es sei denn, ihn ziehe der Vater, der mich gesandt hat, und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage.&#8221; In dieser Situation hätte Jesus eigentlich verzweifeln müssen. Aber er verzweifelte nicht. Jesus sagte zu ihnen, dass obwohl sie den Sohn Gottes verwarfen, es noch Menschen gibt, die zu Gott kommen. Gott selbst nähert sich ihnen, bewegt ihre Herzen und zieht sie zu sich. Auf diese Weise wird das Werk Gottes fortgesetzt. Auch uns will es scheinen, dass alle Welt Gottes Einladung durch den Sohn ablehnt. Dennoch will Gott sie immer noch einladen. Der Mensch kann dieses Werk Gottes nicht verhindern. Jesaja prophezeite in Jesaja 54,13: &#8220;Sie werden alle von Gott gelehrt sein.&#8221; Es ist unser Glaube, dass es immer diejenigen gibt, die an den Sohn glauben werden, und dass Gott die ganze Welt erretten will.</p>
<p>Betrachten wir die Verse 48-51. In diesem Abschnitt erklärt uns Jesus, warum er das Brot des Lebens ist. Das Manna, das in der Wüste vom Himmel fiel, konnte das Lebensproblem der Väter der Israeliten nicht lösen. Aber diejenigen, die das Brot des Lebens vom Himmel essen, sterben nie. Sehen wir uns Vers 51 an: &#8220;Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist. Wer von diesem Brot isst, der wird leben in Ewigkeit. Und dieses Brot ist mein Fleisch, das ich geben werde für das Leben der Welt.&#8221; Im letzten Teil von Vers 51 sagt Jesus: &#8220;Und dieses Brot ist mein Fleisch, das ich geben werde für das Leben der Welt.&#8221; In Vers 53 sagte Jesus wieder: &#8220;Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohns esst und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch.&#8221; Dieses Brot ist die Summe aller Kernpunkte der Evangelien. Jesus musste am Kreuz sterben und sein Blut für die Sünde der Welt vergießen. Danach musste er auferstehen, um sein Volk in sein herrliches Reich zu bringen. Diejenigen, die an ihn glauben, werden von ihm am Jüngsten Tag auferweckt zum ewigen Leben im  Reich Gottes.</p>
<p>Wie aber reagierten die Juden auf Jesu Worte? Vers 52 sagt: &#8220;Da stritten die Juden untereinander und sagten: Wie kann der uns sein Fleisch zu essen geben?&#8221; Sie behandelten Jesus wie einen Verrückten, und verzweifelten selbst. Dennoch drängte Jesus sie wiederholt, dass sie sein Fleisch essen und sein Blut trinken mussten, um das ewige Leben zu haben. Lesen wir Vers 53: &#8220;Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohns esst und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch.&#8221; Diejenigen, die sein Fleisch essen und sein Blut trinken, können in ihm bleiben, sonst werden sie alle wie Spreu sein, die der Wind verstreut. Sie werden zu Kindern des Teufels, die in die ewige Verdammnis gehen müssen.</p>
<p>III. Du hast Worte des ewigen Lebens (60-71)</p>
<p>&#8220;Viele nun seine Jünger, die das hörten, sprachen: Das ist eine harte Rede; wer kann sie hören?&#8221; Von da an wandten sich viele von Jesu Jüngern ab und gingen nicht mehr mit Jesus. Jesus war traurig, wegen ihres Unglaubens. Sie überhörten die göttlichen Worte über die Hingabe des Sohnes Gottes und über seine inständige Einladung. Sie hätten dadurch Gottes erlösende Liebe zu den Sündern und seine kostbare Gabe des ewigen Lebens erkennen und annehmen müssen. Aber sie nahmen Anstoß an Jesu Worten, weil sie nicht in ihr irdisches Denken und in ihre irdische Lebensweise passten. Sie würden nicht glauben, auch dann wenn sie mit ihren eigenen Augen Jesus in den Himmel fahren sehen würden. Jesus war traurig, dass sie nichts anderes waren als Fleisch. So sagte er zu ihnen in Vers 63: &#8220;Der Geist ist&#8217;s, der lebendig macht; das Fleisch ist nichts nütze. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, die sind Geist und sind Leben.&#8221;</p>
<p>Hier erkennen wir, dass wir zuerst geistliche Einsicht und einen geistlichen Wunsch haben müssen, um das Wort Gottes annehmen zu können. Wir müssen glauben, dass das Wort Gottes das Wort des Lebens ist. Jesus wusste, dass auch seine zwölf Jünger schwach waren. So fragte er auch sie: &#8220;Wollt ihr auch weggehen?&#8221; Da antwortete Simon Petrus: &#8220;Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt: Du bist der Heilige Gottes.&#8221; Hier sehen wir, dass Petrus, Jesus nachfolgte, nicht weil Andreas Jesus auch nachfolgte, sondern weil er selbst das Wort des Lebens empfangen hatte. Die Menge sah nach der Speisung der 5000 mit fünf Broten und zwei Fischen in Jesus zuerst einen Propheten, dann einen Wundertäter, dann einen gewöhnlichen Menschen, nämlich einen Sohn Josefs und schließlich bezeichneten sie Jesus als einen Verrückten. Aber Petrus legte hier das Bekenntnis ab, dass Jesus der Heilige Gottes ist. Die Menge bemühte sich nur darum, sich durch Jesus die vergängliche Speise zu schaffen. Aber Petrus und die anderen der Zwölf nahmen Jesu Worte an, weil sie sie als Worte des ewigen Lebens erkannten.</p>
<p>Heute haben wir gelernt, dass wir über unsere fixe Idee, das Geld unser Lebensproblem lösen würde, Buße tun sollen. Wir sollen uns Speise verschaffen, die nicht vergänglich ist. Möge Gott uns helfen, an Jesus, der das Brot des Lebens ist, und der uns das ewige Leben gibt, von Herzen zu glauben. Möge Gott uns helfen, täglich sein Wort zu studieren und in der Nachfolge Jesus ein seliges Leben mit der lebendigen Hoffnung und der heiligen Mission Gottes zu führen.</p>
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		<title>Jesus auf dem stürmischen See (Joh 6,20)</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 17:35:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria</dc:creator>
				<category><![CDATA[Botschaften]]></category>

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		<description><![CDATA[	JESUS AUF DEM STÜRMISCHEN SEE
Johannes			6, 16 – 21
Leitvers 			6, 20
„Er aber sprach zu ihnen: Ich bin’s; fürchtet euch nicht.“
Dank sei Gott, dass er uns in der vergangenen Woche den Schöpfungsglauben und den Glauben von Abel, Henoch und Noah gelehrt hat, der Gott wohl gefallen und sein Zeugnis empfangen hat. Lasst uns mit solchem Glauben durch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>	JESUS AUF DEM STÜRMISCHEN SEE</p>
<p>Johannes			6, 16 – 21<br />
Leitvers 			6, 20</p>
<p>„Er aber sprach zu ihnen: Ich bin’s; fürchtet euch nicht.“</p>
<p>Dank sei Gott, dass er uns in der vergangenen Woche den Schöpfungsglauben und den Glauben von Abel, Henoch und Noah gelehrt hat, der Gott wohl gefallen und sein Zeugnis empfangen hat. Lasst uns mit solchem Glauben durch das Jahr hindurch die Lampe des Gebets in der Morgenfrühe am brennen halten und durch das Zweierbibelstudium die geistliche Erweckung in Europa beharrlich herausfordern. Gott wird sicher unser Gebet und unseren geistlichen Kampf segnen, Europa wieder zur Bibel zurückzuführen und jedem von Euch sein Zeugnis geben. Amen! </p>
<p>Der heutige Text handelt von Jesus, der auf dem stürmischen See ging, was als das fünfte Wunderzeichen Jesu im Johannesevangelium bekannt ist. Dieses Wunder offenbart uns einerseits, dass Jesus der Schöpfergott und der souveräne Herrscher ist, der über der ganzen Schöpfung steht und sogar die Naturgewalten beherrscht. Andererseits wollte Jesus seinen Jüngern durch dieses Sturmtraining helfen, ihre innere Furcht zu überwinden und zu den mutigen geistlichen Leitern heranzuwachsen, die in den verschiedenen Lebensstürmen im Glauben feststehen und ihre Mission erfüllen können. Möge Gott jedem von Euch helfen, in diesem Jahr vielerlei Stürme des Lebens positiv zu ergreifen und Jesus zu eurem persönlichen Lebensweg einzuladen und mit ihm ein siegreiches und einflussreiches Glaubensleben zu führen. </p>
<p>I. Jesus war noch nicht zu den Jüngern gekommen (16.17)</p>
<p>Sehen wir uns die Verse 16 und 17 an: „Am Abend aber gingen seine Jünger hinab an den See, stiegen in ein Boot und fuhren über den See nach Kapernaum. Und es war schon finster geworden und Jesus war noch nicht zu ihnen gekommen.“ Nachdem die 5.000 Menschen mit 5 Broten und 2 Fischen gespeist worden waren, sammelten die Jünger von den übriggebliebenen Brocken 12 Körbe voll auf. Nun waren alle satt geworden, aber die Leute wollten noch nicht nach Hause gehen, sondern weiterhin bei Jesus bleiben. Jesus hatte weder Brot noch Geld, aber aus seinem Mitleid heraus kümmerte er sich bis zum Ende um sie. Er sah allerdings, dass seine Jünger sehr müde waren. Die Sonne war schon längst untergegangen und es war dunkel. Darum drängte Jesus seine Jünger, dass sie schonmal vorgehen sollten. Die Jünger gingen hinab zum Boot und ruderten zum gegenüberliegenden Ufer Richtung Kapernaum. </p>
<p>Jesus war nicht bei ihnen. Er blieb allein, um sich um die Schafherde Gottes zu kümmern. Jesus blieb auch dort, um während der Nacht auf dem Berg zu Gott zu beten. (Mk 6,46) Wegen der drängenden Menge war es nicht einfach für Jesus, Zeit für das Gebet zu finden. Aber hier sehen wir, dass Jesus betete. Durch sein Gebet tankte er neue geistliche Kraft, um die drängende Menge der Menschen, die wie Schafe ohne Hirten waren, aufzunehmen und ihnen mit dem Wort Gottes zu dienen. Jesus betete auch für seine Jünger, dass sie ihre Schwachheiten und ihren Unglauben überwinden und zu zukünftigen Hirten und Leitern für die hirtenlose Schafherde Gottes heranwachsen und Gottes Heilswerk fortführen würden. Jesus betete für die Pharisäer und Schriftgelehrten, die damals die religiösen Leiter waren, dass sie geistliche Einsicht für das Werk Gottes gewinnen und gute Hirten und Bibellehrer für sein Volk seinen können. Jesus rang mit dem Gebet für das Heilswerk Gottes durch die Nacht hindurch und rüstete sich mit der Kraft Gottes aus. Durch das Gebet konnte er alle Hindernisse und listigen Anfechtungen aller Widersacher überwinden und Gottes Weltheilsplan dienen. </p>
<p>II. Der Sturm des Lebens (18-21)</p>
<p>1. Der Sturm des Lebens ohne Jesus (18.19)</p>
<p>Sehen wir uns die Verse 18 und 19 an: „Und der See wurde aufgewühlt von einem starken Wind. Als sie nun etwa eine Stunde gerudert hatten, sahen sie Jesus auf dem See gehen und nahe an das Boot kommen; und sie fürchteten sich.“ Die Jünger hatten nun schon etwa eine Stunde gerudert und befanden sich in der Mitte des Sees. Plötzlich kam ein starker Wirbelwind auf. Das Wasser wurde aufgewühlt und das Boot begann mächtig zu schaukeln. Mit ihrer ganzen Kraft versuchten die Jünger gegen den Wind und die Wellen anzukämpfen. Weil die meisten von ihnen erfahrene Fischer waren, die zum Rudern sehr kräftig und geschickt waren, dachten sie, dass sie diese kritische Lage schnell überwinden könnten. Die Jünger ruderten und ruderten, bis ihnen die Arme weh taten, aber sie konnten gegen den starken Wind gar nicht ankommen. Nach einer Weile bekamen sie plötzlich Angst, dass sie auch untergehen könnten. Sie sahen Jesus, wie er auf dem stürmischen See zu Fuß ging und sich ihrem Boot näherte. Die Jünger waren zu Tode erschrocken (19) Gemäß Markus 6,49b dachten sie, dass Jesus ein Gespenst wäre und schrien: „Warum geschieht solches Unglück bei mir? Warum gerade in dieser Zeit?“ Hier sehen wir, dass die Jünger in dieser Situation jegliche geistliche Einsicht verloren hatten. Der Sturm in ihrem Leben machte sie geistlich ohnmächtig und führte sie zur tiefen Traurigkeit und Fassungslosigkeit. Als sie sich inmitten des lebensbedrohlichen Sturmes mehr und mehr mit sich selbst und mit ihrem Überlebenskampf beschäftigte, konnten sie nicht einmal ihren Meister Jesus erkennen. Als sie Jesus, Gottes Sohn, für ein Gespenst hielten, gerieten sie in Unglauben und große Furcht und ihr Boot drohte unterzugehen.</p>
<p>Es gibt viele Beispiele von Menschen, die plötzlich in einen Lebenssturm gerieten und darin umkamen. Es gab einen amerikanischen Vier-Sterne-Admiral, der all seine Herzensschmerzen durch die Scheidung seiner Eltern überwand und zur Marine ging und dort Karriere machte. Er stieg bis zu einem Vier-Sterne-Admiral auf, indem er durch zweimaligen Einsatz im Vietnamkrieg zahlreiche Auszeichnungen erhielt. Aber ein Nachrichtenmagazin forschte nach und stellte in Frage, ob er wirklich das Recht habe, diese zwei höchsten Auszeichnungen zu tragen. Dadurch wurde der Stolz dieses Admirals sehr verletzt. Er dachte von sich selbst, ein beispielhafter Vier-Sterne-Admiral zu sein. Eines Tages beging er Selbstmord, indem er den Lauf seiner Pistole auf die an seiner Uniform hängenden Auszeichnungen richtete und abdrückte. </p>
<p>Wir kennen auch eine Geschichte von einer Frau, die träumte, eine Prinzessin zu sein. Ihr Traum wurde zur Realität, als sie einen Kronprinzen in England heiratete. Ihre Hochzeit war wie eine Traumhochzeit, die alle junge Frauen begehrten. Aber ihr Glück dauerte nicht sehr lange, als ihre Ehe in eine immer größer werdende Krise geriet. Sie quälte sich wegen ihres unglücklichen Lebens, auch wenn sie eine Prinzessin einer großartigen Nation war und von vielen beneidet wurde. Schließlich ließ sie sich von ihrem Mann scheiden und verspielte ihre ganze Würde als Prinzessin. Eines Tages im August 1997 fand ihr Leben ein jähes Ende voller Entsetzen und Trauer.</p>
<p>Ein weiteres Beispiel ist Jakob aus dem Alten Testament. Wie alle Menschen wollte auch Jakob ein glücklicher Mensch werden. Von Geburt an kämpfte er darum, sein Ziel zu erreichen. Darum nahm er seinem älteren Bruder das Erstgeburtsrecht weg und kämpfte weiter zuerst um Reichtum, dann um die Ehre, später um den Segen Gottes. Schließlich hatte er vier Frauen, elf Söhne und eine Tochter sowie zwei riesig große Viehherden. Aber obwohl Jakob alles erreicht hatte, wovon er geträumt hatte, war er nicht glücklich. Statt dessen hatte er große Angst in seinem Herzen, dass Esau ihn, seine Frauen und alle seine Kinder töten würde. Mit dieser Angst lebte Jakob fast sein ganzes Leben lang, weil er mit seiner eigenen Kraft kämpfte, anstatt mit dem Glauben an die Verheißung Gottes zu leben.</p>
<p>Einer der bekanntesten chinesischen Denker namens Mengzi (lat. Menzius), der im 4. Jahrhundert vor Christus lebte, sagte einmal: „Wenn der Himmel einen Menschen in der Geschichte großartig gebrauchen möchte, dann peinigt er sein Leben auf unerträgliche Weise und bringt seine Knochen fast zum Schmelzen. Auf diese Weise macht der Himmel einen Menschen grenzenlos geduldig und schafft einen edlen Charakter in ihm.“ Es gibt viele Menschen, die gern großartige Dinge tun wollen. Aber es gibt sehr wenige, die tatsächlich ihren Lebenssturm überwunden und das Erbe und Geheimnis ihres siegreichen Lebens hinterlassen haben.</p>
<p>2. „Ich bin’s; fürchtet euch nicht!“ (19-21)</p>
<p>Sehen wir uns die Verse 19 und 20 an: „Als sie nun etwa eine Stunde gerudert hatten, sahen sie Jesus auf dem See gehen und nahe an das Boot kommen; und sie fürchteten sich. Er aber sprach zu ihnen: Ich bin’s; fürchtet euch nicht!“ Nachdem er aufgehört hatte zu beten, kam Jesus zu seinen Jüngern, indem er auf dem Wasser ging. Die Jünger kämpften mit aller Kraft gegen den Wind, damit das Boot nicht kenterte und sie nicht umkämen. Als Jesus seine Jünger auf dem stürmischen See mühselig kämpfen sah, sagte er zu ihnen: „Ich bin’s; fürchtet euch nicht!“ Hier erinnerte Jesus sie daran, wer er tatsächlich ist: „Ich bin’s; fürchtet euch nicht!“ Er wollte ihnen helfen, alle Furcht zu überwinden und auf ihn zu vertrauen und durch den Glauben zu leben. Als sie Jesus schließlich erkannten und ihn zu ihrem Lebensboot einluden, da war das Boot auch schon am Ziel, wohin sie fahren wollten. Lesen wir Vers 21: „Da wollten sie ihn ins Boot nehmen; und sogleich war das Boot am Land, wohin sie fahren wollten.“</p>
<p>Dieses Ereignis lehrt uns, dass wir, auch wenn wir stark und erfahren sind, inmitten der Lebensstürme mit unserer eigenen Kraft nichts ausrichten können. Natürlich können wir viele Dinge mit unserer eigenen Kraft tun. Aber wenn wir versuchen unser Leben nur mit unserer eigenen Kraft zu meistern, werden wir schließlich im Sturm des Lebens untergehen, wie ein Fußballer, der seinen Lebenstraum als Nationaltorhüter verwirklichen konnte, aber in die Depression geriet und sich selbst umbrachte. Was sollen wir tun, wenn der Sturm des Lebens um uns tobt? Gibt es hier jemanden, der sich inmitten des Sturmes des Lebens befindet? Wir müssen inmitten des Sturmes die Stimme Jesu hören: „Ich bin’s; fürchtet euch nicht!“ Wir müssen uns daran erinnern, dass Jesus der allmächtige Gott und der Herr über alle Stürme ist, der über der ganzen Schöpfung steht und der die Naturgewalt beherrscht. Wenn wir Jesus in unser Boot des Lebens einladen, können wir jeden Lebenssturm meistern und ein siegreiches Leben führen und viele geistliche Geheimnisse kennenlernen. </p>
<p>3. Der Sturm des Lebens mit Jesus</p>
<p>Als Jesus sein irdisch-messianisches Wirken begann, heilte er hauptsächlich die Kranken und predigte das Reich Gottes. Gleichzeitig erwählte Jesus einige, die seine Nachfolger sein und in Zukunft als Leiter sein Werk fortsetzen sollten. </p>
<p>Einer, den er berief, hieß Levi. Er war früher ein Zöllner gewesen. In jener Zeit befand sich das Volk Israel unter der Herrschaft des Römischen Reiches. Darum mussten sie sehr viele Steuern an den Kaiser zahlen, wurden ausgebeutet und unterdrückt. In dieser Situation versuchten viele jüdische Intellektuelle, ihre Identität als das von Gott auserwählte Volk irgendwie zu bewahren. Aber Levi verriet sein eigenes Volk und seine eigene Identität, indem er mit den Römern gemeinsame Sache machte und daran verdiente, die Steuern von seinem leidenden Volk einzutreiben. Levi wurde sehr reich, aber er wurde auch sehr einsam. Die Leute verachteten ihn und wollte nichts mehr mit ihm zu tun haben. Wegen seiner Selbstsucht wurde er ein einsamer Mensch. Wahrscheinlich verbrachte er die meiste Zeit einsam in seinem Zollhäuschen. Einsame Menschen sind mit kranken, aussätzigen Menschen vergleichbar. Wahrscheinlich konnte Levi sich selber nicht mehr ertragen und spielte öfter mit dem Gedanken an Selbstmord. Aber Jesus besuchte ihn und sprach zu ihm: „Folge mir nach!“ Als Jesus bei ihm war, wurde er einer der größten Bibellehrer der Menschheit, indem er das Matthäusevangelium niederschrieb. Als er Jesus in sein Lebensboot aufnahm, überwand er seine Selbstsucht und wurde ein großer Diener Gottes.</p>
<p>Lasst uns einmal über den Evangelisten Markus nachdenken. Markus gehörte nicht zum engen Kreis der 12 Jünger Jesu. Er wurde in einer gut gestellten Familie geboren und wuchs in der Stadt auf. Einerseits wollte Markus Gott sein Leben hingeben, aber andererseits tat er immer nur das, was er eigentlich nicht tun wollte. Einmal lud ihn Paulus zu einer interessanten Missionsreise ins Ausland ein. Aber die Missionsreise mit Apostel Paulus war voller Mühsal und Leiden. Während der Missionsreise erreichte Markus schnell seine menschliche Grenze. Als sie in Perge in Pamphylien waren, kehrte er schließlich Paulus den Rücken zu und ging zurück nach Jerusalem, wo seine Familie auf ihn wartete. (Apg 13,13) Er liebte die Wahrheit, aber er konnte sie nicht praktizieren. Markus litt sehr an seiner seine Ungebundenheit. Er war ein intellektueller Hedonist. Einerseits wollte er viele gute Dinge tun. Aber im entscheidenden Moment wurde er von seinen sündhaften Begierden geleitet. Später tat er jedoch Buße über sein Leben der Ungebundenheit und Vergnügungssucht und schrieb das Markusevangelium nieder. Es ist das kürzeste Evangelium von allen, worin die meisten Ereignisse des Wirkens Jesu festgehalten sind. Als er im Sturm seines Lebens Jesus in sein Leben einlud, wurde er zu einem der schönsten Diener Jesu Christi verändert. Er fasste Jesu Leben in Markus 10,45 folgendermaßen zusammen: „Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und sein Leben gebe als Lösegeld für viele.“</p>
<p>Es gibt ein gutes Beispiel einer Frau. Als kleines Mädchen lebte sie in einem Dorf und wurde von allen Dorfbewohnern geliebt, bewundert und verehrt wie eine rote Rose inmitten eines farblosen Blumenstraußes. Bevor sie geboren wurde, wünschten sich die Leute des Dorfes stets nur neugeborene Söhne zu bekommen. Aber seit der Geburt dieses Mädchens, das so schön wie eine rote Rose aussah, wollten plötzlich alle Leute im Dorf eine Tochter haben. Doch eines Tages stieß ihr etwas zu. Ganz plötzlich verlor sie ihr Augenlicht und wurde blind. Nun war sie nicht mehr die schönste Rose des Dorfes. Ihre zwei blinden Augen schienen wie Brunnenlöcher zu sein, aus denen viele Tränen der Traurigkeit herausquollen. Eines Tages hörte diese junge Frau von ihrer Mutter die Geschichte von Jesus. Als ihre Mutter ihr erzählte, dass Jesus der einzige Sohn Gottes ist, der in diese Welt kam, um am Kreuz für die Sünden der Welt zu sterben und das Lamm Gottes für alle zu werden. Da kam das wahre Licht des Lebens in ihre Seele. Aus der Dankbarkeit für ihr neues Leben begann sie geistliche Lieder zu schreiben. Ihr Sturm des Lebens war ihre plötzliche Blindheit. Aber als sie Jesus in ihr Leben einlud, wurde sie eine Dichterin geistlicher Lieder und eine Quelle der Ermutigung für viele, die in Finsternis und Traurigkeit weinen.</p>
<p>Als Missionar Isaak Shin, einer der europäischen Nationaldirektoren, plötzlich wegen Krebs starb, geriet seine Frau in den Sturm des Lebens. Es schien so, als ob auch ihr ganzes Lebenswerk zerstört würde. Aber in dieser Zeit des Sturms nahm sie Jesus in ihr Lebensboot auf und entschied sich mit ihrem Sohn im Missionsfeld zu bleiben und das Werk ihres Mannes weiterzuführen. Jesus kümmerte sich um sie als der gute Hirte, der wahre Mann und der Kommandeur, so dass sie als eine einflussreiche Missionarin in Europa von Gott kostbar gebraucht werden durfte, die auch viele andere Hausgemeinden in der ganzen Welt ermutigt. </p>
<p>Dick Hoyt geriet in den Sturm des Lebens, als sein Sohn Rick bei der Geburt wegen Sauerstoffmangels lebenslang behindert wurde. Die Ärzte schlugen vor, dass Ricks Eltern ihn in eine Anstalt bringen sollten. Aber seine Eltern entschieden sich, für ihn zu sorgen und ihn in die Gesellschaft zu integrieren. Später lernte Rick mit Hilfe seiner Eltern mit den Menschen zu kommunizieren und konnte sogar das College abschließen. Weil er Sport liebte, begann sein Vater ihn bei Marathonwettläufen im Rollstuhl zu schieben. Als sein Vater Jesus in sein Lebensboot mit dem Glauben einlud, dass bei Gott nichts unmöglich ist, konnte er seinen Lebenssturm überwinden, seinen behinderten Sohn glücklich machen und so viele Menschen ermutigen, dass sie inmitten ihrer Lebensstürme eine Geschichte des Glaubens schreiben können. </p>
<p>Wenn wir die Geschichte betrachten, erkennen wir, dass alle großen Knechte Gottes zuerst verschiedene Stürme überwinden mussten, ehe sie von Gott kostbar gebraucht werden konnten. Dr. Martin Luther z.B. musste den Sturm der Ablehnung durch die verdorbene Kirche seiner Zeit überwinden. David musste den Sturm der Verfolgung durch den König Saul überwinden, der ihm nach dem Leben trachtete. Mose musste den Sturm der harten Unterdrückung seines Volkes durch den scheinbar allmächtigen Pharao überwinden. M. Maria Park musste Krebsschmerzen und die Ungewissheit ihrer Zukunft und Hausgemeinde überwinden. Wir sind Gott sehr dankbar, dass er uns durch die Stürme der Verleumdung erzogen hat, um uns als ein geistliches Hauptquartier für die Weltmission zu gebrauchen. Geistlich gesehen helfen uns die verschiedenen Stürme in unserem Leben zu großen Knechten Gottes heranzuwachsen, die Gott für sein Heilswerk vewenden kann. 1.Petrus 1,6.7 sagt: „Dann werdet ihr euch freuen, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es sein soll, traurig seid in mancherlei Anfechtungen, damit euer Glauben als echt und viel kostbarer befunden werde als das vergängliche Gold, das durchs Feuer geläutert wird, zu Lob, Preis und Ehre, wenn offenbart wird Jesus Christus.“ Lasst uns in diesem Jahr inmitten der verschiedenen Lebensstürme Jesus in unser Lebensboot einladen und mit ihm die Geschichte des Glaubens für das Heilswerk Gottes schreiben. </p>
<p>Durch die heutige Lektion haben wir gelernt, dass wir ohne Jesus &#8211; wenn wir nur mit unserer eigenen Kraft rudern &#8211; im Sturm unseres Lebens kläglich untergehen werden. Inmitten unseres Lebenssturms müssen wir Jesu göttliche Stimme hören: „Ich bin’s; fürchtet euch nicht!“ Inmitten unseres Lebenssturms müssen wir Jesus in unser Lebensboot einladen, weil wir nur mit ihm die Stürme unseres Lebens überwinden können. Möge Gott uns helfen, mit Jesus in diesem Jahr die Europamission herauszufordern und eine geistliche Erweckung für die Europa- und Weltmission herbeizuführen.</p>
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		<title>Der Glaube, der Gott gefällt (Hebr 11,6)</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 14:56:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria</dc:creator>
				<category><![CDATA[Botschaften]]></category>

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		<description><![CDATA[	DER GLAUBE, DER GOTT GEFÄLLT
Hebräer						11, 1 – 7
Leitvers 					11, 6
„Aber ohne Glauben ist’s unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, de muß glauben, dass e ist, und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt.“
Wir danken Gott, dass wir am Anfang dieses Neuen Jahres Gottes geistliche Zurüstung bekommen durften. Durch Esra [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>	DER GLAUBE, DER GOTT GEFÄLLT</p>
<p>Hebräer						11, 1 – 7<br />
Leitvers 					11, 6</p>
<p>„Aber ohne Glauben ist’s unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, de muß glauben, dass e ist, und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt.“</p>
<p>Wir danken Gott, dass wir am Anfang dieses Neuen Jahres Gottes geistliche Zurüstung bekommen durften. Durch Esra 7 durften wir eine Entscheidung treffen, zur Bibel zurückzukehren. Durch Römer 1, 16 durften wir unseren Glauben erneuern, uns nicht des Evangeliums zu schämen, sondern als fleißige Bibellehrer gebraucht zu werden. Durch Galater 5 durften wir das Leben im Geist lernen und durch Lukas 18 unser beharrliches Gebet erneuern. </p>
<p>Heute nun geht es um den Glauben, der Gott gefällt. Während wir in dieser Welt leben, fühlen wir uns oft einsam und hilflos. Manchmal vergleichen wir das Glaubensleben mit dem Leben in der Welt und fragen uns, welchen Lohn wir haben würden. Lohnt es sich wirklich, mit Gott zu wandeln? Heute lernen wir einige Glaubenshelden kennen, die durch den Glauben mit Gott gewandelt sind und Gottes Lohn empfangen haben. Möge Gott jedem von Euch helfen, durch den Glauben zu leben und Gott zu gefallen.</p>
<p>I. Wesen und Kraft des Glaubens (1-3)</p>
<p>Sehen wir uns Vers 1 an: &#8220;Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.&#8221; Das Objekt des Glaubens ist Gott. Aber Gott ist unsichtbar. Darum bedeutet der Glaube, nicht an Gott zu zweifeln, obwohl wir ihn jetzt nicht sehen können. Glaube bedeutet eine feste Zuversicht auf Gott zu haben, den wir in der Zukunft treffen werden und den wir jetzt durch den Glauben erfahren können. Dies ist das Wesen des Glaubens. Wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen. </p>
<p>Die Menschen in der Welt leben immer in Ungewissheit und Furcht. Eine zeitlang leben sie mit ihrem Selbstvertrauen, so als ob sie alles beherrschen würden, aber dann fallen sie wieder in die gleiche Hoffnungslosigkeit zurück. Aber der Glaube schließt eine herrliche Hoffnung mit ein. Durch den Glauben an unseren liebenden Gott, der seinen einzigen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle dahingegeben hat, haben wir die Gnade der Sündenvergebung und eine feste Zuversicht auf das herrliche Reich Gottes. Diese herrliche Hoffnung gibt uns Kraft, alle Arten von Schwierigkeiten und Leiden zu überwinden. Sie treibt uns an, für das Heil der jungen Menschen in dieser Generation zu beten. In dieser Welt, die keine Hoffnung zu haben scheint, in der alles nur dem Tode entgegenläuft, ist es am wichtigsten, dass wir allezeit ein klares Zeugnis der herrlichen Hoffnung ablegen, zu der wir berufen sind. </p>
<p>Wegen dieser Hoffnung haben wir auch in dieser Welt Hoffnung. Durch die ESBK im letzten Jahr durften wir Gottes Hoffnung aufnehmen, nämlich dass Gott unser Volk und unseren Kontinent geistlich neu erweckt. Wir glauben, dass Gott unser Zweierbibelstudium gebraucht, Deutschland wieder zu einer Hirtennation für die Weltmission und Europa zu einem missionaresendenden Kontinent zu verändern.</p>
<p>Der Indonesienmissionar Nommensen war auch ein Mann des Glaubens. Als er zum ersten Mal in das Toba-Tal kam, gab es dort viele schreckliche heidnische Praktiken. Aber durch den Glauben konnte er schon sehen, dass überall im Tal einst Kirchenglocken läuten würden. Mit diesem Glauben und dieser Hoffnung überwand er alle Schwierigkeiten, Feindschaft und sogar Mordanschläge. Gott segnete seinen Glauben und seine Hoffnung und bei seinem Tode hatte die von ihm gegründete Gemeinde mehr Mitglieder als seine Heimatgemeinde in Deutschland.</p>
<p>M. Dr. Samuel Lee war ein Mann des Glaubens. Obwohl er im damals bitterarmen Korea lebte, hatte er Glauben an das Wort Gottes und an den allmächtigen Gott. So konnte er den Fatalismus der Studenten in Korea herausfordern und ihnen helfen, an Gott zu glauben und mit der Weltmissionsvision zu leben. Als sie durch den Glauben der Weltmission dienten, wurde Korea verändert und ist heute das Land, welches die zweitmeisten Missionare für die Weltmission aussendet. </p>
<p>M. Dr. Peter Chang hatte Glauben an Markus 11, 22 und die Hoffnung die Universität Bonn zu pionieren und Deutschland zu einer königlichen Priesterschaft und einer Hirtennation für die Weltmission zu verändern. Mit dieser Hoffnung entschied er sich das Wort Gottes von ganzem Herzen zu predigen und den jungen Studenten zu dienen. Obwohl er unterwegs so viel Verleumdung, Rückschläge und Verfolgung erleiden musste, konnte er immer mit der Hoffnung Gottes weiterziehen, weil er an den allmächtigen Gott glaubte. Schließlich segnete Gott seinen Glauben und stellte uns als ein geistliches Hauptquartier für die Europa- und Weltmission auf.</p>
<p>Lesen wir Vers 2: &#8220;Durch diesen Glauben haben die Vorfahren Gottes Zeugnis empfangen.&#8221; Glaube ist unsichtbar. Aber die Vorfahren, die durch den Glauben gelebt haben, haben alle das Zeugnis Gottes empfangen. Sie wurden nicht von Gott enttäuscht. Vielmehr hat Gott seine Verheißung an ihnen erfüllt und ihr Glaube ist bis heute ein großartiges und leuchtendes Vorbild für uns. Hebräer Kapitel 11 berichtet von vielen solchen Glaubenshelden aus dem Alten Testament. Aber sie sind nicht allein, auch im Neuen Testament begegnen uns viele Glaubenshelden wie Stephanus, Paulus oder Petrus. Und es gibt auch viele Glaubenshelfen in UBF Bonn, die ebenfalls das Zeugnis Gottes empfangen haben, wie z. B. M. Sarah Chang, M. Stephanus Park, H. Joachim Dietzel oder H. Jochen Schweitzer. Wenn wir durch den Glauben leben, dann kann jeder von uns eine Geschichte des Glaubens schreiben und das Zeugnis Gottes persönlich empfangen.</p>
<p>Lesen wir Vers 3 gemeinsam: &#8220;Durch den Glauben erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort geschaffen ist, sodass alles, was man sieht, aus nichts geworden ist.&#8221; Die Grundlage für den Glauben ist der Schöpfungsglaube, nämlich der Glaube an die Allmacht Gottes. Unser Gott ist der allmächtige Gott, der alle Dinge durch sein Wort aus Nichts ins Dasein gerufen hat. Er schuf den gesamten Kosmos. Weil unser Gott allmächtig ist, gibt es keine Unmöglichkeit. </p>
<p>Darüberhinaus gibt uns der Schöpfungsglaube die absolute Daseinsbedeutung des Lebens. Gott hat jeden einzelnen Menschen gewollt und ihn zu seinem besten Ziel geschaffen. Er hat mich und dich geschaffen. Darum dürfen wir wissen, dass wir Kinder Gottes sind und unser Leben in ihm eine absolute Daseinsbedeutung hat. Wir dürfen daran glauben, dass Gott auch jeden einzelnen Hoffnungsträger für seine Ehre geschaffen hat, nämlich um durch sein Leben sein herrliches Ziel zu erfüllen. </p>
<p>Mit unserem Verstand können wir es nicht fassen, aber durch den Glauben erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort geschaffen ist. Durch den Glauben erkennen wir, dass Gott auch jetzt mit uns ist. Durch den Glauben erkennen wir, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen. Glaube lässt uns nicht nur hoffen, sondern auch in allen Dingen erkennen. </p>
<p>II. Glaube, der Gott gefällt (4-7)</p>
<p>1. Durch den Glauben kommen wir zu Gott (4)</p>
<p>Vers 4 berichtet über den Glauben von Abel. Lesen wir Vers 4: &#8220;Durch den Glauben hat Abel Gott ein besseres Opfer dargebracht als Kain; deshalb wurde ihm bezeugt, dass er gerecht sei, da Gott selbst es über seinen Gaben bezeugte; und durch den Glauben redet er noch, obwohl er gestorben ist.&#8221; Kain und Abel waren die beiden Söhne von Adam und Eva. Nach dem Sündenfall mussten die Menschen das Paradies verlassen und fortan im Schweiße ihres Angesichts hart arbeiten, um zu überleben. Es gab eigentlich keine Hoffnung, jemals ins Paradies zurückkehren zu können. Aber durch den Glauben kam Abel mit einer Opfergabe zu Gott. In der Tat haben beide Brüder, Kain und Abel, jeweils ein Opfer zu Gott gebracht. Aber Gott nahm nur Abels Opfer an. Vers 4 sagt, dass Abels Opfer &#8220;besser&#8221; war. Dies bezieht sich nicht auf den materiellen Wert des Opfers. Gott sah vielmehr das Herz von Abel und nahm sein Opfer gnädig an. Psalm 51,19 sagt über die rechte Herzenshaltung: &#8220;Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein geängsteter Geist, ein geängstetes, zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verachten.&#8221; Die Bibel sagt uns nichts darüber, ob Abel ein besserer Sohn als Kain war. Abel war auch ein gewöhnlicher Sünder. Aber Abel kam mit einem zerschlagenen Herzen als ein Sünder zu Gott und bat demütig um Gottes Gnade. Im Gegensatz dazu war Kain voller Selbstgerechtigkeit und reagierte sehr rebellisch, als Gott ihn zur Buße führen wollte. Gott nimmt die an, die mit einem bußfertigen Herzen zu ihm kommen.</p>
<p>Abel wurde von seinem Bruder aus Neid ermordet. Aber dennoch redet er noch immer. Wie redet Abel heute zu uns? Abels Glaube sagt uns, dass wir durch den Glauben zu Gott kommen können. Abers Glaube sagt uns, dass sich dafür jede Hingabe lohnt, sogar wenn wir deswegen sterben müssten. Es ist viel besser, als ein Gerechter etwas zu früh zu sterben, als ein langes, aber gottloses Leben auf der Erde zu führen. Abels Glaube lehrt uns, dass Gott sich freut, wenn wir durch den Glauben und mit einem bußfertigen Herzen zu ihm kommen.</p>
<p>2. Durch den Glauben wandeln wir mit Gott (5)</p>
<p>Sehen wir uns Vers 5 an: &#8220;Durch den Glauben wurde Henoch entrückt, damit er den Tod nicht sehe, und wurde nicht mehr gefunden, weil Gott ihn entrückt hatte; denn vor seiner Entrückung ist ihm bezeugt worden, dass er Gott gefallen habe.&#8221; Die Genesis sagt uns nicht viel über Henoch, außer, dass er mit Gott wandelte und dass er von Gott entrückt wurde. Henoch war ein Prophet, der den heiligen Gott predigte und das Gericht Gottes über alle Menschen. Weil er mit Gott wandelte, musste er viel wegen der gottlosen Menschen gelitten haben. Vielleicht war jeder Tag für ihn, als ob er sterben würde, bis er es nicht mehr ertragen konnte. Aber er wandelte treu mit Gott. Gott ließ ihn nicht die Schmerzen des Todes schmecken, sondern entrückte ihn in sein himmlisches Reich. </p>
<p>&#8220;Henoch wandelte mit Gott.&#8221; Mit Gott wandeln heißt, in der Gegenwart Gottes leben. Es heißt jeden Tag Gemeinschaft mit Gott zu haben. Mit Gott zu wandeln heißt, dass wir unser Leben nicht gemäß unseren eigenen Gedanken und Vorstellungen führen, sondern dass wir in einer lebendigen Beziehung mit Gott stehen, und dass tun, was Gott sich von uns wünscht. Jesus sagte: &#8220;Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht, denn ohne mich könnt ihr nichts tun.&#8221; (Joh 15,5) Jesus möchte, dass wir in ihm bleiben und mit ihm wandeln, dann wird er unser Leben segnen und furchtbar machen. </p>
<p>Wir können mit Gott wandeln, indem wir jeden Tag durch das Frühgebet zu Gott kommen, auf Gottes Stimme hören und den Gebetsaltar von ganzem Herzen aufbauen. Wir können mit Gott wandeln, indem wir eine Entscheidung für das regelmäßige Bibelstudium treffen. Wir können mit Gott wandeln, indem wir einem Wort Gottes in diesem Jahr konkret gehorchen. H. Jochen wandelt mit Gott, indem er jeden Tag seine Mittagspause für das Einladungswerk am Campus opfert und das Wort Gottes an die Studenten weitergibt. M. Stephanus wandelt mit Gott, indem er mit M. Peter seit über 25 Jahren treu zusammenarbeitet und so die Umgebung für das Werk Gottes vorbereitet. Möge Gott uns helfen, wie Henoch mit Gott zu wandeln und Gott zu erfreuen.</p>
<p>3. Glaube, der Gottes Belohnung sucht (7)</p>
<p>Betrachten wir Vers 7: &#8220;Durch den Glauben hat Noah Gott geehrt und die Arche gebaut zur Rettung seines Hauses, als er ein göttliches Wort empfing über das, was man noch nicht sah; durch den Glauben sprach er der Welt das Urteil und hat ererbt die Gerechtigkeit, die durch den Glauben kommt.&#8221; Noahs Zeit war eine Zeit, in der die Menschen das Wort Gottes nicht mehr ernst nahmen. Jesus beschrieb die Menschen als gleichgültig: &#8220;Sie aßen, sie tranken, sie heirateten und ließen sich heiraten, bis an den Tag, an dem Noah in die Arche hineinging &#8230;. bis die Sintflut kam und raffte sie alle dahin.&#8221; Aber Noah war anders. Noah lebte nicht gemäß dem Strom der Welt und so fand er Gefallen vor dem Herrn. Als Gott ihm sein Gericht und den Weg der Errettung offenbarte, nämlich die Sintflut und die Arche, die er bauen sollte, da gehorchte er diesem Wort Gottes absolut. </p>
<p>Noah war ein Ackermann, der fleißig arbeiten musste. Außerdem war er ein Prediger der Gerechtigkeit. Aber als er Gottes Befehl hörte, da gehorchte er dem Wort Gottes 100%. Eine Arche zu bauen war wirklich ein gewaltiges Unternehmen, weil sie etwa so lang wie ein Fußballfeld war.  Es musste viele Jahre lang gedauert haben, bis er dieses Werk fertigstellen konnte. Aber Noah glaubte an das Wort Gottes und gehorchte absolut. Er erzog auch seine Kinder gut im Glauben und gewann sie als Mitarbeiter. Als Noah gehorchte, empfing er die Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt. </p>
<p>Gott rettete ihn und seine Familie zur Zeit der Sintflut und begann mit ihm eine neue Geschichte der Menschheit. Wie schwer musste es für ihn gewesen sein, all das Gelächter der Ungläubigen über seine riesige Arche, die Entmutigungen, die Zweifel im Herzen zu überwinden und die Arche der Rettung bis zum Ende zu bauen. Wenn wir eine Zeitlang keine Anzeichen einer Frucht sehen, geben wir sehr schnell auf. Aber Noah gab nicht auf, obwohl es nur seine eigene Familie war, die gerettet wurde. </p>
<p>Der Vers 6 sagt: &#8220;Aber ohne Glauben ist es unmöglich Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt.&#8221; Um Gott zu gefallen, ist der Glaube absolut notwendig. Der Glaube, dass Gott ist und dass er uns seinen Lohn gibt, bekräftigt und stärkt uns, dass wir zu Glaubenshelden für diese Generation wachsen können. </p>
<p>Durch den Glauben zu leben ist nie einfach, sondern immer eine kostspielige Angelegenheit. Durch den Glauben zu leben erfordert unser ganzes Leben und ganze Hingabe. Um durch den Glauben zu leben, kamen unsere Missionare nach Deutschland, verzichteten auf ein angenehmes, abgesichertes oder reiches Leben und führten die Lebensgemeinschaft mit den Hoffnungsträgern. Sie bekamen so viele Missverständnisse und Verleumdungen, aber sie glaubten, dass Gott ihren Glaubenskampf segnet und sie gebraucht, um Jünger Jesu aufzustellen und Deutschland zur königlichen Priesternation zu verändern.</p>
<p>Unsere Missionare der neuen Generation kämpfen, um durch den Glauben zu leben. Es ist für sie nicht einfach, viele Versuchungen der Welt zu überwinden. Sie bekommen auch viele Missverständnisse von ihren Freunden. Aber indem sie klar auf der Seite Gottes stehen, können sie ein Zeugnis gegenüber ihren Kommilitonen ablegen und zum Segen für sie werden. </p>
<p>Die meisten Menschen in Europa denken, dass es am wichtigsten wäre, viel Geld zu verdienen und das Leben irgendwie zu genießen. Aber den Glauben halten sie für nicht so wichtig. Viele Menschen leben frei und ungebunden und sehen äußerlich beneidenswert aus, aber sie können Gott nicht gefallen. Gottes Hoffnung ist, dass Europa  geistlich erneuert wird und wieder als ein christliches Abendland und missionaresendender Kontinent von Gott gebraucht werden darf. </p>
<p>In der heutigen Lektion haben wir gelernt, dass wir durch den Glauben Gott gefallen können. Wir haben viele Glaubenshelden kennengelernt, die in der schwierigen Lage durch den Glauben gelebt und Gottes Anerkennung bekommen haben. Lasst uns durch den Glauben den sündigen Druck der Welt überwinden und in diesem Jahr das Werk Gottes herausfordern, dass unsere Gruppe mit 120 Hoffnungsträgern der Campusmission dienen kann. Lasst uns durch den Glauben für die geistliche Wiedererweckung in Deutschland und Europa beten, dass Deutschland als Hirtennation und Europa als Missionare-sendender Kontinent gebraucht wird. Möge Gott uns helfen, allein durch dem Glauben zu leben und Gottes herrlichen ewigen Lohn zu empfangen.</p>
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		<title>Allezeit beten und nicht nachlassen (Lk 18,1)</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Jan 2010 14:39:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria</dc:creator>
				<category><![CDATA[Botschaften]]></category>

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		<description><![CDATA[	ALLEZEIT BETEN UND NICHT NACHLASSEN
Lukas							18, 1 – 14
Leitvers 					18, 1
„Er sagte ihnen aber ein Gleichnis darüber, daß sie allezeit beten und nicht nachlassen sollten,“
Dank sei dem Herrn, dass er die Europäische Direktorenkonferenz in Israel reichlich gesegnet hat. Durch Römer 1,16 durften wir die Zuversicht bekommen, das Evangelium als die Macht Gottes zur Seligkeit allen Menschen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>	ALLEZEIT BETEN UND NICHT NACHLASSEN</p>
<p>Lukas							18, 1 – 14<br />
Leitvers 					18, 1</p>
<p>„Er sagte ihnen aber ein Gleichnis darüber, daß sie allezeit beten und nicht nachlassen sollten,“</p>
<p>Dank sei dem Herrn, dass er die Europäische Direktorenkonferenz in Israel reichlich gesegnet hat. Durch Römer 1,16 durften wir die Zuversicht bekommen, das Evangelium als die Macht Gottes zur Seligkeit allen Menschen zu verkündigen, so dass dadurch Gottes Werk verdoppelt wird und wir für die geistliche Erweckung in Europa gebraucht werden dürfen. Wir haben durch Galater 5,16 gelernt, nicht länger gemäß unseren sündigen Wünschen zu leben, sondern unser Leben unter die Herrschaft Jesu zu stellen, so dass der Heilige Geist uns regieren und wir Früchte des Geistes und auch äußeren Früchte für die Ehre Gottes hervorbringen können.</p>
<p>In der heutigen Lektion erzählt Jesus zwei Gleichnisse, in denen es um die richtige Haltung des Gebets geht. Im ersten Gleichnis lernen wir durch eine Witwe das beharrliche Gebet. Im zweiten Gleichnis lernen wir das demütige Gebet mit Buße. Wir leben in einer Zeit, in der die Menschen denken, dass sie alles mit ihrer eigenen Kraft oder hochentwickelten Technik tun könnten. Darum beten sie nicht. Wir leben auch in einer sehr schnelllebigen und beschäftigten Zeit, so dass wir oft denken, dass wir keine Zeit für das Gebet haben würden. Aber Jesus ermahnt uns, allezeit zu  beten. Lasst uns heute die richtige Haltung des Gebets lernen. Möge Gott jeden von uns als einen Mann bzw. eine Frau des Gebets für diese Generation gebrauchen.</p>
<p>I. Das Gleichnis von der bittenden Witwe (1-8)</p>
<p>Jesus erzählte ein Gleichnis darüber, dass die Jünger &#8211; und natürlich auch wir &#8211; allezeit beten und nicht nachlassen sollten. Es handelt von einer Witwe und einem ungerechten Richter. Was konnte diese Witwe wohl von dem ungerechten Richter in ihrer Stadt erwarten, der sich weder vor Gott noch vor den Menschen fürchtete? Dieser Richter nutzte seine Position nur zu seinem eigenen Vorteil aus. Er kümmerte sich weder um Gottes Gesetz, noch um das weltliche Gesetz der Römer. Als Witwe hatte diese Frau niemanden, der ihr helfen würde und so hatte sie keine Macht, sich gegen ihren Widersacher zu verteidigen. Vielleicht hatte sie einen reichen Nachbarn, der ihr das kleine Haus, das ihr Mann ihr hinterlassen hatte, wegnehmen wollte, um dort ein großes Hotel zu bauen und dann viel Geld zu verdienen. Was sollte die Witwe tun? Weil sie kein Geld hatte, den Richter zu bestechen, müsste sie eigentlich aufgeben und in Verzweiflung wie eine hilflose Verliererin leben.</p>
<p>Menschlich gesehen hatte sie nichts. Aber sie hatte doch etwas, nämlich ihre Beharrlichkeit. Sie setzte ihre Beharrlichkeit ein, um diesen ungerechten Richter, dem einzigen, der ihr helfen konnte, dazu zu bewegen. Jeden Tag erschien sie im Büro des Richters, um ihr Anliegen vorzutragen. Anfangs wies der Richter sie noch sehr freundlich ab: „Gute Frau, ich werde mich später darum kümmern.“ Aber bald wurde sie nur noch von der Sekretärin mit immer neuen Ausreden weggeschickt. Darum wartete sie morgens auf ihn, wenn er sein Haus verließ. Sie suchte ihn mittags im Restaurant auf, und abends, wenn er aus dem Büro kam, war sie auch da und rief: „Schaffe mir Recht gegen meinen Widersacher!“ Obwohl der Richter sie immer wieder wegstieß und davonging, gab sie nicht auf und bedrängte ihn Tag für Tag: „Schaffe mir recht gegen meinen Widersacher!“ Es musste nicht einfach gewesen sein, dies Tag für Tag zu tun. Aber sie ließ sich nicht beirren, weil sie wusste, dass es die einzige Chance war. Sie kämpfte und bedrängte den Richter so lange, bis er schließlich weich wurde und ihr doch half. Wenn wir Vers 5 lesen, dann half er ihr nicht, weil er Mitleid mit ihr hatte, oder aus Barmherzigkeit oder Einsicht. Nein, er tat es nur, weil er endlich Ruhe vor ihr haben wollte. Wahrscheinlich hatte sie ihn schon bis in seine Träumen hinein verfolgt und nun hatte er Angst davor, dass sie ihm ins Gesicht schlagen könnte. </p>
<p>Das Verhalten dieser Witwe sieht unverschämt und aufdringlich aus. Aber wir können von ihr etwas sehr wichtiges lernen, nämlich ihre Beharrlichkeit. Als sie ein klares Anliegen hatte, kämpfte sie bis zum Ende und bis zum Sieg ohne daran zu denken, was die anderen über sie dachten. In einer unmöglichen Situation hatte ihre Beharrlichkeit die Kraft, sogar einen ungerechten Richter umzustimmen und ihn zu bewegen, etwas für sie zu unternehmen.  </p>
<p>Nun, Gott ist natürlich kein ungerechter Richter. Unser Gott ist gerecht und er ist voller Liebe und Barmherzigkeit. Trotzdem befinden wir uns manchmal in einer ähnlichen Lage wie die Witwe, weil wir auch keine Macht besitzen und uns hilflos fühlen. Manchmal sieht es sogar so aus, als ob unser Gebet nichts bewirken würde, weil Gott nicht immer sofort und sichtbar auf unser Gebet antwortet. Aber Jesus sagt uns hier, dass Gott sich unseres Anliegens gerne annimmt, wenn wir beharrlich zu ihm beten. Die Verse 7 und 8a sagen: „Sollte Gott nicht auch Recht schaffen seinen Auserwählten, die zu ihm Tag und Nacht rufen, und sollte er’s bei ihnen lange hinziehen? Ich sage euch: Er wird ihnen Recht schaffen in Kürze.“ Gott ist nicht nur unser beständiges Flehens leid; vielmehr ist es gerade seine Herzensfreude, unser Anliegen zu erhören, uns zu segnen und uns das zu geben, was wir von ihm erbitten. Gott liebt uns, weil wir seine Auserwählten sind. Er möchte, dass wir glücklich sind und will uns gerne segnen. Unser Gott ist wie ein Vater, dessen Herz durch das beharrliche Bitten seiner Kinder schnell erweicht wird und der sich freut, seinen Kindern das zu geben, was sie so herzlich von ihm erbitten.</p>
<p>Auch wir haben viele Widersacher. Manchmal kann dies ein realer Widersacher oder eine äußere Verfolgung sein. Oftmals ist der Widersacher aber auch in uns drin, nämlich unsere Bequemlichkeit oder unsere Selbstsucht, die uns davon abhalten ein Leben im Geist zu führen. Ohne Gebet werden wir immer wieder der Verlierer in diesem geistlichen Kampf sein. Wir müssen beharrlich zu Gott beten, damit er uns Recht schafft gegen unsere Widersacher. </p>
<p>Es gibt auch viele Widersacher, welche die Hoffnungsträger davon abhalten, das Wort Gottes zu studieren. In dieser Zeit sind besonders der Relativismus, die Vergnügungssucht und der Materialismus sehr stark und versuchen die jungen Menschen für sich gefangen zu nehmen. Aber wenn wir durch den Glauben beten, dann wird Gott, unser gerechter Richter, sie von diesen falschen Lehren und Abhängigkeiten befreien, so dass sie gerne Gottes Wort studieren und gehorchen und als Gottes Leute wachsen können. </p>
<p>Warum aber beten wir nicht? Jesus sage in Vers 8b: „Doch wenn der Menschensohn kommen wird, meinst du, er werde Glauben finden auf Erden?“ Um zu beten, müssen wir Glauben an Gott haben. Es kommt nicht auf unsere Kraft oder guten Methoden, sondern vor allem auf unser beharrliches Gebet an. Wir müssen für unser Studium beharrlich beten, dass Gott sich über uns erbarmt und wir ihn durch den Sieg des Glaubens verherrlichen können. Wir müssen für unsere Hausgemeinden beharrlich beten, dass wir Gottes Werk dienen und jüngererziehende Hausgemeinden bilden können. Wir müssen für unsere Hoffnungsträger beharrlich beten, damit sie Jesus persönlich begegnen, im Glauben wachsen und Jesus entschlossen nachfolgen können. </p>
<p>Die Beharrlichkeit der Witwe erinnert uns an das beharrliche und nicht aufgebende Gebet der Heiligen Monika. Obwohl ihr Sohn dem hedonistischen Lebensstil folgte und von verschiedenen falschen Lehren gefangengenommen wurde, hörte sie nie auf für ihn zu beten. Im Alter von 33 Jahren schließlich bekehrte er sich und wurde zu St. Augustinus verändert, der ein großer Heiliger in der Geschichte der Christenheit wurde.</p>
<p>Gott ist immer bereit, unser beharrliches Gebet zu segnen. Als Gott uns in den 80er Jahren das Gebetsanliegen gab, für die Pionierung der damaligen UdSSR innerhalb von 10 Jahren zu beten, schien es wirklich unvorstellbar zu sein. Aber als wir dafür beharrlich zu Gott beteten, machte Gott das Unmögliche möglich. Der Eiserne Vorhang fiel, wir durften Missionare nach Russland aussenden und nach nur 5 Jahren die erste Sommerbibelkonferenz in St. Petersburg mit 140 Teilnehmern feiern. Da durften wir die Macht des beharrlichen Gebets erfahren. </p>
<p>Im vergangenen Jahr haben wir für die Teilnahme von 1000 Teilnehmern an der ESBK gebetet, obwohl wir uns dies nicht gut vorstellen konnten. Aber als wir beharrlich, nämlich mehr als 1000mal, gemeinsames Gebet zu Gott brachten, segnete Gott dies überreich und schenkte uns sogar mehr als 1.100 Konferenzteilnehmer, die Gottes Hoffnung für sich und für Europa persönlich aufnahmen.</p>
<p>Als M. Maria mit Brustkrebs diagnostiziert wurde, erfuhr sie ihre völlige Hilflosigkeit. Aber als sie gerade in dieser Zeit beharrlich im Gebet zu Gott kam, hat Gott sie vollständig geheilt. Gott wirkte durch ihr beharrliches Gebet auch in H. Alexander und stellte ihn als einen Mann des Glaubens für die Studenten in Remagen auf.</p>
<p>Lasst uns für das Werk Gottes und für die Hoffnungsträger beharrlich beten. Wir haben bisher für die Verdoppelung des Werkes Gottes bis 2010 gebetet. Aber nur wenige Hausgemeinden haben dieses Gebetsanliegen erfüllt. Wir müssen bis zum Ende beharrlich beten. Indem wir vom Frühgebet an beharrlich zu Gott beten, wird sicher das Herz Gottes bewegt und wir dürfen die Verdoppelung des Werkes Gottes erfahren. Wir dürfen auch sehen, dass Deutschland und Europa geistlich neu erweckt werden und als Hirtennation und missionaresendender Kontinent von Gott gebraucht werden. </p>
<p>II. Das Gleichnis vom Pharisäer und Zöllner (9-14)</p>
<p>Das zweiten Gleichnis erzählte Jesus zu einigen, die sich anmaßten fromm zu sein und darum die anderen verachteten. Jesus lehrt uns in diesem Gleichnis, mit welcher Haltung wir beten sollen und welches Gebet Gott erhört. In dem Gleichnis gingen zwei Menschen zum Tempel hinauf, um zu beten. Der eine war ein Pharisäer, also ein anerkannter religiöser Leiter, der ein sehr strenges Leben gemäß dem Gesetz führte. Vielleicht hielt er ein treues Gebetsleben ab, indem er dreimal am Tag zu Gott betete. Äußerlich sahen die Pharisäer wirklich sehr fromm aus. Der andere Mann war ein Zöllner. Zöllner waren in der damaligen Gesellschaft als öffentliche Sünder bekannt, die wegen ihrer Geldgier und Ungerechtigkeit berüchtigt waren. Sie waren in der Gesellschaft verachtet und wurden oft mit Prostituierten in einem Atemzug genannt. </p>
<p>Wie beteten dann diese beiden Männer? Sehen wir uns die Verse 11 und 12 an. Der Pharisäer stand für sich, indem er sich für etwas besseres hielt, als die anderen. Er dankte Gott in seinem Gebet, dass er nicht so war wie die anderen Leute, die er alle für schlimme Sünder hielt: Räuber, Betrüger, Ehebrechen und eben dieser Zöllner. Er sagte, dass er zweimal in der Woche fastete und dass er den Zehnten von seinem Einkommen als Opfergabe gab. Sein Gebet glich einem Tätigkeitsbericht, mit dem er sich seiner Leistungen vor Gott lobte. Wenn wir über seine Haltung gegenüber Gott nachdenken, dann erkennen wir, dass er sehr überheblich war. Er hatte auch kein Hirtenherz für die anderen. Anstatt für andere zu beten, z.B. für den Zöllner neben ihm Fürbitte einzulegen, verachtete er diese und hob sich über sie. </p>
<p>Im Gegensatz dazu wusste der Zöllner, dass er ein schlimmer Sünder war und kein Recht hatte, überhaupt zu Gott zu kommen. Darum wollte er nicht einmal seine Augen zum Himmel aufheben, als er betete. Er schlug sich nur an seine Brust und sagte: „Gott, sei mit Sünder gnädig.“ „Gott, sei mir Sünder gnädig“ – Dies war das demütige Gebet eines Mannes, der den vollen Umfang seiner Schuld anerkannte und um Gottes Barmherzigkeit bat. Er wusste, wer er war und wer Gott ist. Und so kam er in Buße vor das Angesicht Gottes. </p>
<p>Sehen wir uns Vers 14a an: „Ich sage euch: Dieser ging gerechtfertig hinab in sein Haus, nicht jener.“ Jesus sagte hier, dass nur der Zöllner von Gott angenommen und gerechtfertigt wurde. Der Pharisäer war äußerlich fromm, aber als er sich selbst schon für gerecht hielt, wurde er von Gott nicht gerechtfertigt. Wir können mit der richtigen Haltung zu Gott beten, wenn wir uns selbst als Sünder anerkennen und mit einem demütigen und bußfertigen Herzen zu ihm kommen. </p>
<p>Aufrichtige Buße ist der Weg, wie wir in die richtige Beziehung zu Gott eintreten und vor ihm leben können. Jesus sagte in Vers 14b: „Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.“ Selbstgerechtigkeit ist Überheblichkeit gegenüber Gott und gegenüber anderen und sie zerstört letztlich unsere Beziehung zu Gott. Was Gott sich von uns wünscht ist nicht ein „perfektes“ Glaubensleben oder besondere Leistungen, sondern dass wir mit der richtigen Haltung als hilflose Sünder zu ihm kommen. Dann spricht er uns gerecht alleine aus seiner Gnade. </p>
<p>Gott ist heilig. Aber ich bin nur ein nutzloser und unwürdiger Sünder. H. Danke muss oft unter meiner Kaltherzigkeit leiden. M. Peter und die Mitarbeiter leiden viel wegen meiner Verantwortungslosigkeit. Auch die Hoffnungsträger mussten leiden, weil ich kein guter Hirte für sie bin. Ich danke Gott, dass ich aber so wie ich bin zu ihm kommen und um seine Barmherzigkeit bitten darf. Ich danke Gott, dass er demütiges Gebet erhört und mich weiter verändern möchte, damit ich als verantwortlicher geistlicher Leiter wachse, der Gottes Herz kennt und mit dem Herzen Gottes auch den Mitarbeiter und Hoffnungsträgern dienen kann. </p>
<p>Unser Gott erhört demütiges Gebet. H. Danke hat viele Schwachheiten und geriet öfter in die Rebellion, so dass sie M. Peter und viele Mitarbeiter verletzte. Aber ihre starke Seite ist, dass sie schnell Buße tut und dann mit dem demütigen Herzen zu Gott zurückkehrt und um seine Gnade bittet. Darum kann ihre Liebesbeziehung mit Gott immer schnell wiederhergestellt werden und sie darf im Glauben wachsen und als eine Glaubensmutter gebraucht werden. Als H. Martin seinen falschen Stolz und sein Leben vor den Augen der Menschen überwand und seine verdorrte Hand der Habgier durch den Glauben zu Jesus ausstreckte, da durfte er auch die heilende und verändernde Macht Gottes erfahren und eine tiefere Liebesbeziehung zu Jesus anknüpfen. </p>
<p>Gott widersteht den hochmütigen Menschen, aber den Demütigen gibt er seine Gnade. Darum sollen wir uns selbst immer als Sünder anerkennen und so zu ihm kommen, wie wir sind. Dann wird er uns seine Gnade schenken. Dann können wir in der richtigen Beziehung zu Gott stehen und auch die Macht des Gebets erfahren. </p>
<p>In der heutigen Lektion haben wir die rechte Haltung des Gebets gelernt, nämlich Beharrlichkeit und Demut. Gott wünscht sich, dass wir immer zuerst mit dem bußfertigen Herzen zu ihm kommen und so in der rechten Liebesbeziehung mit Gott stehen. Er wünscht sich auch, dass wir beharrlich und von ganzem Herzen zu ihm beten. Wenn wir beharrlich beten, werden wir sicher in diesem Jahr das mächtige Wirken Gottes in uns selbst und auch durch uns erfahren. Gott wird unser Gebet für die Verdoppelung des Werkes Gottes sicher erhören und Deutschland und Europa geistlich erwecken, uns als Hirtennation und Missionare-sendenden Kontinent erneut gebrauchen. Er wird auch unser beharrliches Gebet segnen, dass wir bis 2041 100.000 Missionare aussenden, besonders nach China, Nord-Korea und in die Muslimische Welt. Möge Gott jeden von euch als einen einflussreichen Gebetskämpfer für diese Generation gebrauchen.</p>
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		<title>Lebt im Geist! (Gal 5,16)</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Jan 2010 10:14:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria</dc:creator>
				<category><![CDATA[Botschaften]]></category>

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		<description><![CDATA[	LEBT  IM  GEIST!
Galater						5, 16 – 26
Leitvers 					5, 16
„Ich sage aber: Lebt im Geist, so werdet ihr die Begierden des Fleisches nicht vollbringen.”“
Wir danken Gott, dass wir viele unserer Mitarbeiter nach Israel senden durften, um dort die europäische Leiterkonferenz zu unterstützen. In der letzten Woche haben wir aus Römer 1,16.17 das Schuldnerbewußtsein von Paulus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>	LEBT  IM  GEIST!</p>
<p>Galater						5, 16 – 26<br />
Leitvers 					5, 16</p>
<p>„Ich sage aber: Lebt im Geist, so werdet ihr die Begierden des Fleisches nicht vollbringen.”“</p>
<p>Wir danken Gott, dass wir viele unserer Mitarbeiter nach Israel senden durften, um dort die europäische Leiterkonferenz zu unterstützen. In der letzten Woche haben wir aus Römer 1,16.17 das Schuldnerbewußtsein von Paulus kennengelernt. Wir haben die gleiche Gnade wie Paulus von Gott bekommen und sind mit gleicher Schuld Hirten. Wir danken Gott, dass das Evangelium eine Kraft Gottes ist, welche uns zuerst selig gemacht hat und auch die Hoffnungsträger selig machen wird. </p>
<p>Paulus hatte den Glauben der Römer gelobt. Die Galater jedoch hatten keine Frucht wie sie. Die Sünde, die in Rom außerhalb der Gemeinde war, war bei ihnen innerhalb der Gemeinde. Früher waren sie gut im Evangelium gelaufen. Jetzt aber lebten sie nur noch in der Gesetzlichkeit, wie der Beschneidung, statt an der Gnade Jesu festzuhalten. Paulus seufzte über ihren Abfall vom Evangelium in Galater 3,1 laut: „O ihr unverständigen Galater! Wer hat euch verzaubert, denen doch Jesus vor die Augen gemalt war, als der Gekreuzigte.“ Das Resultat dieses Abfalls war, dass die Gemeinde innerlich voller Spannungen war und kein Ort des Friedens mehr war.</p>
<p>Wir lernen aus dem heutigen Text, wie es zu diesem dramatischen Niedergang kommen konnte. Der Grund war, dass sie ihren sündigen Wünschen nachgegangen waren und ihre geistliche Pipeline verstopfte. Sie taten keine Buße. So kam der Heilige Geist nicht mehr und sie wurden von noch schlimmeren Sünden überwältigt. Paulus Ermahnung für sie war: „Lebt im Geist!“. Würden sie dies tun, so würden sie zahlreiche Früchte des Geistes ernten dürfen. Lasst uns heute vor Gott unsere Sünde finden, die unser Glaubensleben müde und matt macht und durch die Buße unsere geistliche Pipeline für den Heiligen Geist neu öffnen. Gott möchte uns die Früchte des Heiligen Geistes, ein dynamisches und fröhliches Glaubensleben mit Liebe für unseren Nächsten, gerne schenken. Lasst uns gegenseitig anschauen und mit Paulus Worten ermutigen: „Lebe ihm Geist!“</p>
<p>I. Lebt im Geist, so werdet ihr die Begierden des Fleisches nicht vollbringen (16-21a)</p>
<p>Sehen wir uns den Vers 16 an: „Ich sage aber: Lebt im Geist, so werdet ihr die Begierden des Fleisches nicht vollbringen.“ Paulus sagt uns hier, dass wir „im Geist“ leben sollen. Was bedeutet dies? „Im Geist“ zu leben bedeutet, Gott zu ehren und ein heiliges Leben zu führen. Die Menschen haben einen starken Wunsch, ein gutes und gerechtes Leben zu führen. In Deutschland kämpfen einige ältere Menschen dafür, ihren Vorgarten möglichst schön zu gestalten und dadurch nach außen hin ein guter Mensch zu sein. Die Menschen wissen nicht, wie sie Gerechtigkeit erlangen können. Irgendwann verzweifeln sie, vertrauen aber weiter auf sich. Um heilig zu werden, sollen wir bereit sein, unser Ruder dem Heiligen Geist in die Hände zu geben und ihm gehorsam sein. Der Geist ist unser Kapitän, der unser Lebensschiff sicher ans Ziel führt, so dass wir Stück für Stück heilig und vollkommen werden.<br />
Neben dem Wunsch nach dem Guten gibt es nämlich auch einen unheiligen Wunsch in uns, den Begierden des Fleisches zu folgen. Diesen können wir mit eigener Kraft nicht überwinden. In Vers 17 sagt Paulus über beide Wünsche: „Denn das Fleisch begehrt auf gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch; die sind gegeneinander, sodass ihr nicht tut, was ihr wollt.“ Der heilige Wunsch und der sündige Wunsch kämpfen in uns gegeneinander. Dieser Kampf wird stärker, wenn wir gläubig werden: Bevor wir Jesus trafen, hatten wir nur sündige Wünsche. Es war okay, denn wir hatten weder Maßstab noch Unterscheidungskraft. Aber als wir Gottes Wort hörten, da erkannten wir unsere Sünde. Als wir Jesus annahmen und für unsere Sünden Buße taten, da kam der Heilige Geist in uns hinein. Wunderbarer Sonnenschein durchflutete unser Herz und drehte unser Leben um 180 Grad zur Herrlichkeit Gottes. Das wollen wir natürlich festhalten. Aber es klappt nicht. Wir tun nicht, was wir tun wollen, sondern wir tun, was wir hassen. Aber wir müssen unseren Wünschen nicht folgen, sondern können eine Entscheidung der Buße über sie treffen und uns dann durch die Buße von dem Heiligen Geist füllen und leiten lassen. Geist und Fleisch sind keinesfalls gleichstark, so dass wir in dem Kampf hoffnungslos aufgerieben werden würden. Der Heilige Geist ist viel stärker als unsere sündige Natur. Unsere Leidenschaften und Begierden sind schon mit Christus zusammen gekreuzigt. Nun sind diese nur noch wie eine Schlange, welche sich zertreten auf dem Boden windet. Preiset Gott! </p>
<p>Vers 18 sagt: „Regiert euch aber der Geist, so seid ihr nicht unter dem Gesetz.“ Der Heilige Geist ist nicht gesetzlich. Er geht sofort, wenn wir ihn nicht haben wollen und unseren eigenen Weg gehen. Dies bedeutet, dass wir dem Heiligen Geist freiwillig gehorchen müssen. So sind wir nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade.</p>
<p>Was sind dann unsere sündigen Begierden konkret, die uns praktisch daran hindern, von dem Heiligen Geist erfüllt zu sein? Es ist wichtig, darüber nachzudenken und konkrete Anliegen zur Buße zu finden. Schauen wir uns die Verse 19 – 21a an: „Offenkundig sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen, Neid, Saufen, Fressen und dergleichen.“</p>
<p>Die fünfzehn Arten von sündigen Taten können in vier Schubladen sortiert werden:</p>
<p>Erstens, die sexuelle Sünde: Als „Unzucht“ sind alle Arten von sexuellen Handlungen außerhalb der Ehe zu bezeichnen. Wenn zwei Menschen ohne ein festes Versprechen vor Gott und füreinander miteinander schlafen, entstehen nur viele Verletzungen. In unserer Gesellschaft ist die sexuelle Unmoral zügellos geworden. Doch das Resultat sind viele einsame Menschen, die mit ihrem befleckten Gewissen nicht vor Gott bestehen können. „Unreinheit“ bezieht sich auf alle Arten von unreinen wiedernatürlichen Handlungen. In „Ausschweifung“ zu sein bedeutet, sich nicht zu schämen, dass man ein öffentlich sündiges Leben führt und dies ganz normal findet.</p>
<p>Zweitens, die geistliche Sünde: Paulus nennt hier „Götzendienst“ als Sünde. Götzendienst ist es, wenn man etwas anderes mehr als Gott ehrt und ihm dient. Dadurch wird die dreidimensionale Schöpfungsordnung zerstört, denn der Mensch hebt das Material oder einen Menschen über Gott. Viele beten sich selbst, ihre Karriere, ihr Geld oder ihr Ansehen vor den Menschen an. Viele Frauen sind samaritische Frauen, die einen Mann zu ihrem Anbetungsgegenstand erhoben haben, aber völlig enttäuscht sind, dass die Männer so mangelhaft sind. „Zauberei“ bezieht sich darauf, böse Kräfte zu nutzen, wie beispielsweise psychologische Tricks, um jemand anderen auszunutzen. </p>
<p>Drittens, die Sünde gegenüber unserem Nächsten: Hier lernen wir, dass „Feindschaft“ untereinander, „Hader“ gegenüber anderen, „Eifersucht“ und „Zorn“ auf andere, Sünden sind. Besonders wenn wir eng zusammen leben, dann entstehen negative Gedanken gegenüber den anderen Mitmenschen. In unserem Herzen wächst die Feindschaft, so dass wir einen anderen nicht mehr ausstehen können, obwohl er eigentlich ganz okay ist. Wenn jemand etwas bekommt, was wir meinen uns gehört, dann werden wir eifersüchtig, statt Gott als den Souverän anzuerkennen. Besonders Männer sind zornig, wenn ihr Stolz verletzt ist und bekommen einen Tobsuchtsanfall. Frauen haben mehr „Zank“, welcher aus ihrem selbstsüchtigen Ehrgeiz kommt. Alle haben „Zwietracht“ mit verschiedenen Meinungsverschiedenheiten untereinander und hacken aufeinander herum, bis es zu „Spaltungen“ kommt. Zuletzt nennt Paulus „Neid.“ Neid kriecht durch unsere Gebeine und macht uns krank. </p>
<p>Viertens, die Sünde der mangelnden Selbstbeherrschung. Paulus sagt, dass wir nicht „Saufen“ und „Fressen“ sollen. Wir sollen Nahrungsmittel nicht unkontrolliert in uns hineinschlingen, so dass wir krank werden.</p>
<p>Wenn wir demütig sind, so erkennen wir uns schon in dieser Liste wieder. Paulus sagt jedoch, dass diese Liste keinesfalls vollständig ist. Er endet mit „… und dergleichen.“ </p>
<p>In der heutigen Zeit ist ein vergnügungssüchtiges Leben normal geworden. Es ist aber eine Sünde vor Gott. Manche Studenten murren endlos wegen der schlechten Studienbedingungen oder des schwierigen Lernstoffes, statt aus dem dankbaren Herzen einfach zu lernen. Es ist, weil sie ihre Faulheit vertuschen wollen. Bei anderen ist die Faulheit offensichtlicher, indem sie in der Unibibliothek oder am Schreibtisch übermäßig gerne ein Nickerchen machen, aber immer konzentriert ihre Zeit im Internet vertun können. Die schlimmsten Studenten sind so faul, dass sie sogar ihre Vorlesungen verschlafen. Wir sollen unsere Faulheit in dem Heiligen Geist überwinden, da unser Leben Gott gehört. Ein fleißiger Geist bringt nicht nur viele Lebensfrüchte hervor, sondern ehrt auch Gott.<br />
Es gibt auch geistliche Sünden. In der Bibel zu forschen, ist unsere große Freude. Es sagt viel über unser geistliches Leben, wenn wir nicht zum Bibelstudium kommen oder dabei nicht geistig anwesend sind. Es gibt zwei Arten von Schläfrigkeit, einmal körperliche und einmal geistliche. Wenn wir erstere haben, dann können wir schlafen gehen. Wenn wir die zweite haben, dann ist dies sehr ernsthaft. Der Grund, weshalb wir schläfrig sind, ist, dass wir einen anderen Anbetungsgegenstand als Gott haben. Daraus kommen bald viele weitere schlimme Sünden.</p>
<p>Es ist auch Sünde vor Gott, keine Schafe zu weiden, sondern sich nur um sich selbst zu kümmern. Wir haben das Privileg, unseren Mitmenschen Gottes Gnade weiterzugeben. Es ist unsere Freude, ein tiefgehendes geistliches Gespräch führen zu dürfen. Es ist ein natürlicher Vorgang, dass wir uns teilen und vermehren. Wenn eine Zelle sich nicht mehr teilt, dann ist sie krank geworden oder schon tot.</p>
<p>Martin Luther war ein sehr ernsthafter junger Mann gewesen. Eigentlich hätte er einfach gemäß der Vorstellung seines Vaters seine Ausbildung machen sollen und wäre ein ordentlicher Jurist geworden. Aber Luther dachte immer über seine Sünde nach. Er fühlte sich vor Gott nicht gerecht. Wegen seiner Sünde lag er manchmal die ganze Nacht auf dem Fußboden und versuchte sie zu überwinden. Er übernahm die relative Haltung seiner Mitmenschen nicht. Als er diesen verzweifelten Kampf führte, erkannte er schließlich, dass die Gerechtigkeit allein aus dem Glauben kommt. Er tat Buße vor Gott. Er fing an im Geist zu leben. Der Heilige Geist allein machte zum großen Reformator. Möge Gott uns helfen, unsere Sünde – auch die kleine – nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, sondern in Gott die Lösung zu finden. Möge Gott jedem unter uns helfen gemäß Paulus Orientierung „Lebt im Geist“ Buße zu tun.</p>
<p>II. Die Frucht des Geistes (21b-26)</p>
<p>Im vorhergehenden Abschnitt haben wir viel über die sündigen Leidenschaften gesprochen und unsere Bußanliegen gehört. Ich hoffe, dass ihr dadurch jetzt nicht niedergeschlagen seid. Wir dürfen uns auf den Heiligen Geist freuen, der uns hilft, alles zu überwinden. Lasst uns nun über den Heiligen Geist nachdenken.</p>
<p>Wenn wir glauben und von neuem geboren worden sind, empfangen wir den Heiligen Geist. Gerade in diesem Moment werden wir mit Gott verbunden, so dass der Heilige Geist zu uns kommen kann. M. Dr. John Jun verglich dies mit der berühmten geistlichen Pipeline, an die wir angeschlossen werden. Durch diese geistliche Pipeline fingen wir an, ein Leben geleitet vom Heiligen Geist zu führen. Aber als die Zeit fortschritt wurden unsere Leben gewöhnlich und scheinheilig. Wir rannten hierhin und dorthin, um dieses oder jenes zu tun. Wir luden auch ohne das persönliche Bibelstudium und das bußfertige Leben zu führen, die Studenten ein. Dann wunderten wir uns, warum es so wenige Früchte gab und schoben alles auf die Studenten. So setzten unsere geistlichen Pipelines zu. Die Pipelines einige Leute wurden wegen de sündigen Wünsche komplett verstopft. Die Pipelines anderer wurden nur während einer Konferenz etwas geöffnet und schlossen sich danach wieder. Einige Leute sind nur zum Gottesdienst geöffnet; andere nur, wenn sie Stellungnahme schreiben. Wenn unsere Pipeline nur für ein Rinnsal geöffnet ist und wir damit zufrieden sind, können wir geistlich nicht wachsen. Wir werden Kulturchristen ohne Kraft. Deshalb müssen wir wachsam auf unsere geistlichen Pipelines aufpassen und sie reinigen. Gott möchte gerne uns seinen Heiligen Geist schenken. Der Heilige Geist steht unter einem hohen pneumatischen Druck, durch die Pipeline zu uns zu wehen. Aber für das Wohlbefinden unserer Pipeline und ihr Öffnen sind wir selbst zuständig. Gott möge uns helfen, nicht dumm zu sein und ein vom Geist erfülltes Leben zu führen.</p>
<p>Paulus Ermahnung für diejenigen, die ganz verschlossen sind und in dem Ernst der Lage nicht handeln, ist sehr alarmierend. Er sagt in Vers 21b, dass wir das Reich Gottes verlieren werden, wenn wir nicht Buße tun: „Davon habe ich euch vorausgesagt und sage es noch einmal voraus. Die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben.“ Was sollen wir tun? Vor allem sollen wir täglich über unsere sündigen Wünsche Buße tun. Wir sollen von unseren bösen Werken zu Gott umkehren und vor Gott im Gebet um die Hilfe des Heiligen Geistes bitten. Statt die weltlichen Worte, Gedanken und Pläne geschäftigt in unseren Herzen regieren zu lassen, sollen wir unser Herz dem Wort Gottes geben und es in unseren Gedanken den Tag über regieren lassen. Wenn wir die Bibeltexte wie die Zehn Gebote, Römer 1 oder Galater 5 lesen, dann ist es unmöglich, nicht vor Gott zu treten und Buße zu tun.</p>
<p>Wenn wir treu vor Gott durch den Glauben leben, welche Früchte tragen wir dann? Lasst uns die Verse 22 und 23 betrachten: „Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies ist das Gesetz nicht.“<br />
Die erste Frucht ist die „Liebe“. Sie ist unter den neun Früchten die größte Frucht. Als weltliche Menschen wollten wir nur immer geliebt werden. Aber der Heilige Geist, der in uns lebt, schenkt uns diese Liebe zu anderen und macht uns dadurch zu wahrhaft großen Menschen. Diese Liebe kommt aus einer tiefen Beziehung zu Jesus, der uns zuerst geliebt hat. Lasst uns den Heiligen Geist empfangen, so dass wir die Mitarbeiter und Hoffnungsträger mit der Liebe Jesu umarmen dürfen.</p>
<p>Die zweite Frucht ist die „Freude“. Die Freude, die wir durch den Geist empfangen, ist die wahre und perfekte Freude. Die Menschen in dieser Welt versuchen sich durch viele Aktivitäten zu freuen. Aber Christen dürfen sich im Geist freuen, dass sie errettet sind. Deshalb sind immer ein Loblied auf ihren Lippen und ein Strahlen in ihrem Gesicht. Wenn wir diese Freude nicht haben, dann lasst uns Buße tun, indem wir an die große Vergebungsgnade Jesu denken und für sie danken.</p>
<p>Drittens gibt der Geist „Friede“. Er ist genauso wie die Freude ein tiefer innerer Friede. Diesen Frieden empfangen wir, wenn wir mit Gott durch den Kreuzestod Christi ausgesöhnt sind und die Gerechtigkeit im Glauben erlangt haben. Es ist der Friede, den wir in unserem Gewissen gegenüber Gott haben. Aus diesem Frieden kommt auch äußerer Friede. Die Menschen können auf dieser Welt nicht zusammenleben. Dauernd gibt es Konflikte und Feindseligkeiten, wie Kriege, Terrorismus und Mord. Diese Kriege fangen schon bei uns an, indem wir mit unseren Glaubensgeschwistern im Beziehungskrieg stehen. Es gibt keinen Weg Konflikte oder Feindschaften durch die menschliche Anstrengung zu lösen. Aber wenn die Menschen den Frieden in Gott empfangen, dann können sie auch Frieden untereinander haben. Der Friede ist das Geschenk Gottes.</p>
<p>Viertens „Geduld“. Geduld bedeutet trotz der Schwierigkeiten einander zu vergeben und die Sünde des anderen geduldig zu tragen. Es bedeutet nicht, etwas in sich hinein zu fressen und irgendwann zu explodieren, sondern mit den Schmerzen zu Jesus zu kommen und seine Kraft zu empfangen. Geduld ist die Eigenschaft Gottes. Manchmal wundern wir uns, wie geduldig Gott mit den Sündern ist und ihnen dient. Aber der Heilige Geist gibt uns diese Geduld.</p>
<p>Wir wollen gerne alle Hirten sein. Manchmal werden unsere Herzen verletzt, wenn die Hoffnungsträger, denen wir lange gedient haben, plötzlich gefühlsmäßig und rebellisch werden. Dann platzt uns schnell der Kragen und wir tadeln sie, so dass sie schließlich gehen müssen. Aber der Hirte, der den Heiligen Geist hat, kann geduldig bis zum Ende sein und eine tragende Liebe haben. Gott hilft uns mit seinem Geist, geduldig mit unseren schwachen Bibelschülern zu sein und ihnen langanhaltend zu dienen, bis sie verändert werden.</p>
<p>Fünftens und sechstens „Freundlichkeit“ und „Güte“. Es gibt viele Menschen, die freundlich sind, wenn sie etwas bekommen wollen. Wenn sie jedoch alles haben, dann werden sie den anderen gegenüber gleichgültig oder verletzen sie. Aber in dem Geist Gottes dürfen wir immer freundlich und gütig sein. Das bedeutet, dass wir den anderen gerne etwas geben, obwohl wir nichts zurück bekommen. Freundlichkeit und Güte sind auch Eigenschaften Gottes. Gott ist freundlich und gütig mit uns Sündern, so dass er uns trotz allem vergibt und uns das ewige Leben schenkt. </p>
<p>Siebtens, „Treue“. Treue heißt ins Englische übersetzt „faithfulness“. Es ist sehr interessant, dass Treue direkt mit dem Glauben zu tun hat. Manche Mitarbeiter tun die Dinge nicht, die ihnen aufgetragen sind. Andere kommen nur unregelmäßig zur Versammlung. Aber der Heilige Geist ist es, der uns auch diese Treue schenkt. Durch den Glauben mit der Hilfe des Heiligen Geistes dürfen wir menschlich zuverlässig und vertrauenswürdig sein. </p>
<p>Achtens und Neuntens, „Sanftmut“ und „Keuschheit“. Hier ist mit Keuschheit nicht speziell ein sexueller Verzicht gemeint, sondern die Selbstkontrolle. Es gibt viele Menschen, die ihre Selbstbeherrschung verlieren, wenn sie in eine schwierige Situation geraten. Wir verlieren gerne auch unsere Sanftmut, wenn wir mit der Sünde der anderen konfrontiert werden. Aber wir sollen immer selbstkontrolliert die anderen tadeln. Der Heilige Geist hilft uns, dies zu tun.<br />
Paulus sagt: „…gegen all dies ist das Gesetz nicht.“ Der Heilige Geist gibt uns die Fähigkeit ein reines Leben zu führen, welches sogar noch über dem Gesetz steht. Aus unserer eigenen Kraft können wir dies niemals tun. Aber der Heilige Geist befähigt uns dafür. Die erwähnten Früchte sind alle die Charakteristika Jesu Christi. Deshalb werden wir Jesus immer ähnlicher, je mehr wir ein Leben aus dem Heiligen Geist heraus führen.</p>
<p>Die Liste, die Paulus über das Wirken des Heiligen Geistes gibt, ist keinesfalls vollständig. Wenn wir die Bibel lesen, dann wirkt der Geist auch auf andere Arten. Wir sollen immer daran denken, dass der Heilige Geist uns wiedergeboren hat. Der Heilige Geist hatte die Kraft, uns zum Kreuz zu führen, damit Jesu Blut uns reinigt und uns zu neuen Kreaturen macht. Der Heilige Geist hat die Kraft, dies auch in unseren anvertrauten Hoffnungsträgern zu tun. Deshalb brauchen wir nie zu verzweifeln, sondern dürfen auf das Wirken des Heiligen Geistes in ihnen vertrauen. Der Heilige Geist gibt uns auch seine Kraft, dass wir Gottes Zeugen sein können. Er hilft uns in der ungeistlichen Umgebung zu überleben, indem er uns Unterscheidungskraft schenkt und uns als Tröster zur Seite steht. Der Heilige Geist hilft uns auch fremde Sprachen zu sprechen, wie Deutsch oder Koreanisch und die Hoffnungsträger gut zu verstehen. Der Heilige Geist gibt uns Vision für unser Land und für Europa. Der Heilige Geist hilft uns mit Wahrheit und Weisheit das Evangelium zu predigen. In dem Heiligen Geist dürfen wir den Hoffnungsträger geistlich beistehen, so dass sie geheilt werden.</p>
<p>Paulus schließt mit letzten Ermahnungen ab. Lesen wir die Verse 25 und 26: „Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln. Lasst uns nicht nach eitler Ehre trachten, einander nicht herausfordern und beneiden.“ Wenn wir den Heiligen Geist haben, dann sollen wir auch in dem Heiligen Geist Tag für Tag und Schritt für Schritt wandeln. Wandeln bedeutet, dass wir nicht nur ein paar Stunden am Tag mit dem Heiligen Geist zusammen leben, sondern unser ganzes Leben mit dem Heiligen Geist zusammen sind. Dann können wir alle Versuchungen überwinden. </p>
<p>Von Paulus Ermahnung lerne ich, dass es mir am Heiligen Geist mangelt, der mir viele Früchte schenken will. Um den Geist zu bekommen, muss ich meine Wünsche ablegen, mit denen ich doch irgendetwas auf dieser Welt gewinnen wollte. Statt meine geistliche Pipeline zu Gott nur als ein Rinnsal zu betreiben, möchte ich sie in dieser Zeit durch die Buße, das Gebet und dem persönlichen Bibelstudium weit öffnen und den Heiligen Geist in allen Dingen empfangen. Ich danke Gott, dass er mir Gnade schenkt, ein guter Hirte sein zu dürfen. Ich danke Gott, dass der Heilige Geist mir hilft, zwei Hoffnungsträger als Jünger Jesu in dieser Zeit aufzustellen.</p>
<p>Durch die heutige Botschaft haben wir gelernt, wie wir die Kraft des Heiligen Geistes empfangen. Um den Heiligen Geist zu empfangen, dürfen wir unsere geistlichen Pipelines nicht mit der Sünde blockiert lassen, sondern müssen sie öffnen. Gott hat den großen Wunsch uns seinen Heiligen Geist zu schicken. Möge Gott uns helfen, ein bußfertiges Leben zu führen und unsere sündigen Wünsche gerne ablegen zu wollen. Möge Gott einem jeden von euch viele Früchte des Heiligen Geistes, sowohl innere wie auch äußere in dem neuen Jahr 2010 schenken. Möge der Heilige Geist jeden unter euch befähigen, zwei Hoffnungsträger als Jünger Jesu in diesem Jahr aufzustellen.</p>
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		<title>Ich schäme mich des Evangeliums nicht (Röm 1,16)</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 09:09:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria</dc:creator>
				<category><![CDATA[Botschaften]]></category>

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		<description><![CDATA[	ICH SCHÄME MICH DES EVANGELIUMS NICHT
Römerbrief			1, 8 – 32
Leitvers 				1, 16
„»Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben, die Juden zuerst und ebenso die Griechen.“
Wir danken dem Herrn, dass wir durch Esra ermutigt wurden, eine Entscheidung für das tiefgehende Bibelstudium zu treffen, um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>	ICH SCHÄME MICH DES EVANGELIUMS NICHT</p>
<p>Römerbrief			1, 8 – 32<br />
Leitvers 				1, 16</p>
<p>„»Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben, die Juden zuerst und ebenso die Griechen.“</p>
<p>Wir danken dem Herrn, dass wir durch Esra ermutigt wurden, eine Entscheidung für das tiefgehende Bibelstudium zu treffen, um als Bibellehrer für die jungen Menschen dieser Generation heranzuwachsen. Möge Gott jeden von euch als Reformator für unser Volk gebrauchen, um unser Land zurück zur Bibel und zu einer geistlichen Wiederbelebung zu führen. In der heutigen Lektion geht es um die Kraft Gottes, welche im Evangelium begründet ist. Wir lernen Paulus kennen, der die selig machende Kraft des Evangeliums selbst erfahren hatte, und der sich wünschte, dass allen Menschen das gleiche widerfahren würde. Möge Gott jedem von euch das Schuldnerbewusstsein des Paulus&#8217;, sowie eine großartige Vision für die Weltmission geben. Möge Gott euch helfen, die Kraft des Evangeliums anzuziehen und die Geschichte der Weltmission weiterzuschreiben.</p>
<p>I. Paulus&#8217; Gebet und Vision für die Weltmission (8-13)</p>
<p>Betrachten wir Vers 8: &#8220;Zuerst danke ich meinem Gott durch Jesus Christus für euch alle, das man von eurem Glauben in aller Welt spricht.&#8221; Zu Beginn seines Briefes bringt Paulus seine Dankbarkeit gegenüber Gott für die Gemeinde in Rom zum Ausdruck. Einige jüdische Christen waren als Missionare nach Rom gegangen, um dort das Evangelium zu verkündigen. Paulus dankte Gott dafür, dass durch dieses Werk einige Römer zum Glauben gekommen waren und diese ihren Glauben bisher festgehalten hatten. Rom war damals die Welthauptstadt, die voller Götzenanbetung, Hedonismus und Unmoral war. Die Christen in Rom wurden sehr stark verfolgt. Trotzdem waren sie Jesus treu geblieben. Ihr unbeugsamer Glaube und Gehorsam wurden schließlich in der ganzen Welt bekannt. In den Versen 9 und 10 bezeugte Paulus, dass er ohne Unterlass an diese Gemeinde dachte und für sie betete. Darüber hinaus hegte er das große Verlangen, diese Gemeinde einmal persönlich zu besuchen. Warum lag Paulus diese Gemeinde in Rom so sehr am Herzen?</p>
<p>Als erstes wollte Paulus Frucht unter ihnen schaffen. Sehen wir uns die Verse 11-13 an: &#8220;Denn mich verlangt danach, euch zu sehen, damit ich euch etwas mitteile an geistlicher Gabe, um euch zu stärken, d.h., damit ich zusammen mit euch getröstet werde durch euren und meinen Glauben, den wir miteinander haben. Ich will euch aber nicht verschweigen, liebe Brüder, das ich mir oft vorgenommen habe, zu euch zu kommen &#8211; wurde aber bisher gehindert -, damit ich auch unter euch Frucht schaffe wie unter andern Heiden.&#8221; Während seiner dritten Missionsreise hatte Paulus Gottes mächtiges Wirken in Ephesus kennengelernt. Als er in der Schule des Tyrannus mit einigen lernwilligen Bibelschülern täglich für zwei Jahre lang die Bibel studierte, breitete sich das Wort Gottes in der ganzen Provinz Asien, das dem heutigen Kleinasien entspricht, aus. Damals hatte Paulus die große Vision bekommen, auch nach Rom zu gehen und dort das Evangelium zu predigen. In Rom wollte Paulus keine großangelegte Massenevangelisation veranstalten, sondern er wollte, wie er es auch damals in Ephesus getan hatte, einigen Christen in Rom durch das Bibelstudium helfen und sie im Glauben stärken. Diese hatten bisher geistlich gut gekämpft, um ihren Glauben zu bewahren. Aber Paulus wollte mehr. Er wollte sie als Hirten und Bibellehrer und auch als Missionare aufstellen. Alle Straßen führten damals nach Rom. Aber Paulus dachte umgekehrt, dass man von Rom aus die ganze Welt erreichen kann. Seine Strategie und Vision waren es, die römische Gemeinde zum geistlichen Hauptquartier zu machen, um von dort aus das Evangelium in der ganzen Welt verbreiten zu können.</p>
<p>Von Paulus lernen wir, dass auch wir unser Glaubensleben mit einer Vision führen und für die Weltmission von ganzem Herzen beten sollen. Deutschland liegt im Herzen Europas. Unser Land hat das dichteste Straßennetz der Welt. Seit vielen Jahren ist Deutschland Exportweltmeister. Vor gut 20 Jahren erfuhren wir das Wunder der friedlichen Wiedervereinigung. Im vergangenen Jahr waren wir Gastgeber der internationalen Europäischen Sommerbibelkonferenz. Wir haben erfahren, wie mächtig Gott durch unser 1000maliges gemeinsames Gebet gewirkt hat und 1200 Teilnehmer zu unserer ESBK geführt hat. Lasst uns weiter mit der Vision dafür beten, dass Gott durch unser Bibelstudium sein mächtiges Werk in und durch Deutschland tut. Lasst uns weiter dafür beten, dass Gott Deutschland zu einer Hirtennation und zur Exportnation Nr. 1 für das Evangelium verändert, dass an 1700 Universitäten Europas je eine Hausgemeinde aufgestellt wird und deutsche Missionare in die ganze Welt, sogar bis nach China, Nordkorea und in die moslemischen Länder ausgesandt werden.</p>
<p>II. Paulus&#8217; Schuldnerbewusstsein (14.15)</p>
<p>Was motivierte Paulus dazu, der Gemeinde in Rom mit dem Evangelium dienen zu wollen und sich so hingebungsvoll für die Weltmission einzusetzen? Sehen wir uns die Verse 14 und 15 an: „Ich bin ein Schuldner der Griechen und der Nichtgriechen, der Weisen und der Nichtweisen; darum, soviel an mir liegt, bin ich willens, auch euch in Rom das Evangelium zu predigen.&#8221; Paulus betrachtete sich selbst als ein Schuldner der Griechen und der Nichtgriechen, der Weisen und der Nichtweisen. Kurz gesagt betrachtete er sich als ein Schuldner aller Menschen. Was schuldete Paulus den Menschen? Er schuldete ihnen vor allem das, was Jesus ihm unverdient zuteil werden ließ, nämlich das Gnadengeschenk der Sündenvergebung, der lebendigen Hoffnung auf das Reich Gottes und des seligen Lebens in Christus. Einst hieß Paulus Saulus und er war, wie er selbst immer wieder bezeugte, einer der größten Sünder. Aus seinem religiösen Ehrgeiz heraus verfolgte er die erste Gemeinde und brachte viele Christen ins Gefängnis. Als der gerechte Stephanus gesteinigt wurde, stand Saulus dabei und hatte Gefallen an seinem Tod. Aber als er auf dem Weg nach Damaskus war, begegnete ihm der auferstandene Jesus. Jesus vergab diesem Saulus alle seine Schuld und Sünde und nahm ihn bedingungslos an. Joh 3,16 sagt: &#8220;Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.&#8221; Die Gnade der Sündenvergebung galt jedoch nicht nur Paulus, sondern sie gilt allen Menschen, die Jesus als ihren Herrn und Erlöser im Glauben annehmen. Weil Paulus sich der großen und unverdienten Gnade Gottes an seinem Leben stets bewusst war, entwickelte er ein Schuldnerbewusstsein gegenüber denen, die diese Gnade noch noch nicht kannten und die ohne diese Gnade in die ewige Verdammnis gehen würden. Darum sagte er auch in 1. Kor 9,16: &#8220;Und wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht predigte!&#8221; Es macht einen großen Unterschied aus, ob ein Christ ein Schuldnerbewusstsein hat oder nicht. Ohne Schuldnerbewusstsein wird man über kurz oder lang selbstzufrieden und selbstgerecht. Ohne Schuldnerbewusstsein verliert man die geistliche Betrachtungsweise der Menschen. Man wird gegenüber seinem Nächsten gleichgültig und fängt an, die Menschen zu verurteilen und sich mit ihnen zu streiten. Wegen seines Schuldnerbewusstseins konnte Paulus alle Arten der Menschen annehmen, sogar die nichtliebenswerten, und diente ihnen mit dem Evangelium. Wegen seines Schuldnerbewusstseins wurde sein Leben wahrhaft großartig und einflussreich. Weil die gefallenen Menschen hochmütig und dem Evangelium gegenüber feindlich gesinnt sind, musste Paulus viel leiden. Trotzdem konnte er alle Arten der Menschen, ungeachtet ihrer Reaktion, lieben und für sie sein Leben einsetzen, da er in jedem einzelnen einen kostbaren Menschen sah, für den Jesus sein Blut vergossen hatte. Lasst uns in diesem Jahr das Schuldnerbewusstsein anziehen und unseren Nächsten hochachten. Lasst uns aus dem Schuldnerbewusstsein heraus allen Arten der Studenten am Campus dienen, indem wir ihnen durch unsere Einladung zum Bibelstudium und Gottesdienst die Gelegenheit geben, Gottes Wort zu hören und dadurch Jesus persönlich zu begegnen.</p>
<p>III. Das Evangelium ist die Kraft Gottes (16.17)</p>
<p>Sehen wir uns Vers 16 an: „Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben, die Juden zuerst und ebenso die Griechen.&#8221; Die Griechen waren stolz auf ihr Wissen und ihre Kultur. Die Römer rühmten sich ihrer Macht und ihres Reichtums. Jeder Mensch findet irgendetwas an sich, auf das er stolz ist. Paulus aber war einzig und allein auf das Evangelium stolz. Einige Christen in Rom schienen sich jedoch wegen des Evangeliums zu schämen. Was mögen die Gründe dafür gewesen sein? Rom befand sich damals in der Blütezeit und auf dem Höhepunkt seiner Macht. Israel dagegen war besetzt und nur eine römische Kolonie. Der Gedanke daran verleitete einige dazu, sich gegenüber den Römern minderwertig zu fühlen. Solche Gedanken lähmten ihr Glaubensleben und sie wussten nicht, wie sie den Römern das Evangelium weitergeben sollten. Die Römer lebten in großem Wohlstand. Sie hatten luxuriöse Häuser und gingen jeden Tag auf Parties und genossen das Leben. Aber die jüdischen Christen waren arme Einwanderer die in armseligen Behausungen lebten und eng zusammengedrängt ihre Gottesdienste feierten. Es schien so, als ob die reichen Römer das Evangelium nicht bräuchten. Jesus selbst war unter ärmlichen Bedingungen aufgewachsen und hatte nur eine Ausbildung als Zimmermann. Vom römischen Statthalter wurde er zum Tode verurteilt und mit zwei anderen Verbrechern schamvoll gekreuzigt. Vom menschlichen Gesichtspunkt aus betrachtet, war es für die jüdischen Christen schamvoll, den reichen und stolzen Römern dieses Evangelium zu predigen.</p>
<p>Was aber sagte Paulus zu diesen Christen? Lesen wir Vers 16 nochmal: &#8220;Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben, die Juden zuerst und ebenso die Griechen.&#8221; Paulus rühmte sich des Evangeliums, weil es die Kraft Gottes ist, die alle, die daran glauben, selig macht. Das Evangelium ist die einzige Kraft Gottes, die alle Menschen von ihren Sünden errettet und ihnen neues Leben und die lebendige Hoffnung auf das Reich Gottes gibt. Die Römer waren gebildet und stolz und lebten in Luxus und Vergnügen. Aber Paulus sah sie mit geistlichen Augen. Er sah, dass gerade sie das Evangelium brauchten. Er sah, dass ihr inneres Leben wie das des mächtigen Kaisers Augustus war, der am Ende seines Lebens sprach: &#8220;Habe ich meine Rolle gut gespielt? Wenn ja, so klatscht Beifall; denn die Komödie ist zu Ende!&#8221; Paulus sah, dass das Leben der Römer wie das des Kaisers Nero war, der durch nichts mehr in der Welt zufrieden gestellt werden konnte, der sich innerlich unter der Bedeutungslosigkeit und Fruchtlosigkeit seines Lebens gequält und schließlich viele verrückte Dinge getan hatte.</p>
<p>Paulus hatte die selig machende Kraft des Evangeliums selbst erfahren. Er war ein intellektueller und disziplinierter Mensch gewesen. Er wurde ein Pharisäer, der er es in der jüdischen Gesellschaft zu etwas gebracht hatte. Aber er musste schließlich seine Hilflosigkeit vor der Sünde, besonders vor der Macht der Begierde zugeben. Die Menschen sind so schwach vor der Macht der Sünde, so dass sie tun, was sie eigentlich nicht tun wollen und was sie hassen. In Römer Kapitel 7 beschrieb Paulus seinen hoffnungslosen Kampf mit der Sünde: „Wollen habe ich wohl, aber das Gute vollbringen kann ich nicht. Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich. Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem todverfallenen Leibe?&#8221; Als Paulus jedoch das Evangelium von Jesus Christus persönlich annahm, erfuhr er die Rettung von der Macht der Sünde. Er erfuhr die Kraft Gottes, die sein Leben neu und selig machte, die ihn von einem Christenverfolger zu einem der einflussreichsten Apostel der Geschichte Gottes veränderte.</p>
<p>Ein junger Student war erfolgreich und beliebt. Er führte ein vergnügungssüchtiges Leben in Selbstherrlichkeit und Begierden. Äußerlich gesehen sah es so aus, als ob er er alles hätte und nichts weiter bräuchte. Aber innerlich quälten ihn seine Begierde und die Sinn- und Bedeutungslosigkeit seines Lebens. Doch auch er erfuhr durch das Bibelstudium die selig machende Kraft des Evangeliums, die sein Leben in Gott frei und fröhlich machte und ihn als einen Bibellehrer und Hirten für die Studenten aufstellte. Eine junge Studentin war wegen der Todesmacht in ihrem Herzen wie gelähmt, so dass sie in vielen Bereichen ihres Lebens nicht mehr weiter kam. Aber als sie Joh 11, 25.26 annahm, erfuhr auch sie die Kraft des Evangeliums, die sie in eine fröhliche Zeugin der Auferstehung Jesu und eine hingebungsvolle Bibellehrerin veränderte. Gott helfe uns, inmitten unserer Wohlstandsgesellschaft uns nicht des Evangeliums zu schämen, sondern allezeit an die Überlegenheit des Evangeliums zu glauben und den intellektuellen und stolzen Studenten mit dem Evangelium zu dienen, damit sie dadurch die verändernde Kraft Gottes erfahren und ein wahrhaft seliges Leben in Gott beginnen können.</p>
<p>Betrachten wir Vers 17b: „Der Gerechte wird aus Glauben leben.&#8221; Hier fordert Paulus uns auf, durch den Glauben an das Evangelium zu leben. Doch wie soll das funktionieren? Jeder Mensch hat seinen eigenen Lebensstil. Jeder Mensch versucht nach seiner eigenen Façon glücklich zu werden. Aber Paulus glaubte, dass alle Menschen durch den Glauben leben sollten, weil allein das Evangelium die Kraft Gottes für die Errettung aller Menschen ist. Lesen wir Vers 17 nochmal gemeinsam: „Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben; wie geschrieben steht: »Der Gerechte wird aus Glauben leben.«&#8221; Hier bezieht sich „die Gerechtigkeit Gottes&#8221; auf Jesus. Gott hätte gerecht gehandelt, wenn er die ganze Menschheit wegen ihrer Sünden vernichtet hätte. Aber Gott verdammte die Menschen nicht. Stattdessen verdammte er seinen einzigen Sohn am Kreuz. So wurde seine Gerechtigkeit erfüllt. Durch den Glauben an Jesus sind wir vor Gott gerecht geworden, obwohl wir überhaupt nicht gerecht sind. Deswegen bedeutet durch den Glauben zu leben, absolut zu glauben, dass wir durch die Gnade Gottes gerettet sind und dass wir Errettung allein in Jesus haben. Durch den Glauben zu leben bedeutet, dass ich anerkenne, dass ich ein hilfloser Sünder bin, aber dass Jesus für meine Sünden am Kreuz vollkommen bezahlt hat. Durch den Glauben zu leben heißt, dass ich durch die Kraft des Blutes Jesu gerecht gesprochen und gereinigt bin. Durch den Glauben an die Kraft des Blutes Jesu zu leben bedeutet, dass ich nun für die Ehre Gottes leben und seinen Willen für die Errettung aller Menschen erfüllen darf. Das Evangelium ist die Kraft Gottes, die uns rettet, uns heiligt und unser Leben kraftvoll und fruchtbar macht. Das Evangelium kann eine Stadt oder ein ganzes Land völlig verändern. Das Evangelium rettet sogar die ganze Schöpfung.</p>
<p>IV. Die Gottlosigkeit der Heiden (18-32)</p>
<p>Betrachten wir Vers 18: &#8220;Denn Gottes Zorn wird vom Himmel her offenbart über alles gottlose Wesen und alle Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten.&#8221; Die Menschen in Rom sahen so aus, als ob sie frei und problemlos leben und ihr Leben genießen würden. Aber Paulus sah, dass sie Gottes Zorn auf sich luden, weil sie die Wahrheit Gottes absichtlich niederhielten. Vers 19 sagt: „Denn was man von Gott erkennen kann, ist unter ihnen offenbar; denn Gott hat es ihnen offenbart.&#8221; Gott gab dem Menschen eine angeborene Kenntnis von Gott. Alle Menschen wissen durch das von Gott gegebene Gewissen Gutes von Bösem zu unterscheiden. Warum haben alle Völker oder Volksstämme irgendeine Religion? Alle Menschen haben ein natürliches Verlangen nach Gott und suchen ihn, weil sie von Gott geschaffen sind und in ihrem tiefsten Inneren wissen, dass Gott existiert. Vers 20 sagt: „Denn Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit der Schöpfung der Welt ersehen aus seinen Werken, wenn man sie wahrnimmt, so dass sie keine Entschuldigung haben.&#8221; Durch die Schöpfung erkennen wir die Schöpfungsmacht Gottes.</p>
<p>Warum lehnen die Heiden Gott dennoch ab? Vers 21 sagt: „Denn obwohl sie von Gott wussten, haben sie ihn nicht als Gott gepriesen noch ihm gedankt, sondern sind dem nichtigen verfallen in ihren Gedanken, und ihr unverständiges Herz ist verfinstert.&#8221; Sie wussten von Gott, aber sie wurden stolz und undankbar. Nach Gott zu suchen, hätte für sie bedeutet, sich an Gott zu binden und seinem Wort zu gehorchen. Aber das lehnten sie ab. Also verdrängten sie Gott aus ihrem Leben und wollten ihr eigener Herr sein und selber wie Gott geehrt und gepriesen werden. Sie dachten, weise zu sein, aber in der Tat sind sie zu Narren geworden. So vertauschten sie die Herrlichkeit Gottes in ihnen mit dem Bild eines vergänglichen Menschen, von Vögeln und vierfüßigen und kriechenden Tieren. Menschen, die Gott absichtlich ablehnen versuchen innerhalb dieser vergänglichen Welt einen Sinn für ihr Leben zu finden. Aber es gelingt ihnen nicht, ganz gleich, ob sie viele Bücher lesen, in ihre Phantasiewelt fliehen oder ein vergnügungssüchtiges Leben führen. Weder Geld, noch Macht noch Ruhm können das Herz eines Menschen wahrhaft glücklich machen oder ihm einen absoluten Lebenssinn geben. Wenn ein Mensch Gott ablehnt, degradiert er sich selbst vom geistlichen auf ein tierisches Niveau. Vers 24 sagt, dass Gott sie in den Begierden ihrer Herzen dahingibt. Sie werden Götzenanbeter und Lügner. Um ihr sündiges Leben zu rechtfertigen belügen sie sich selbst und andere. Ihre Sexualität entartet. In den Augen Gottes ist Homosexualität widernatürlich und schändlich. Die sexuelle Unmoral zerstört die Familien. Familien aber sind die Bausteine unserer Gesellschaft. Sind die Familien kaputt, so geht auch unsere Gesellschaft unweigerlich kaputt. Die Verse 28-32 beschreiben die moralische Verdorbenheit einer gottlos gewordenen Gesellschaft: &#8220;Und wie sie es für nichts geachtet haben, Gott zu erkennen, hat sie Gott dahingegeben in verkehrten Sinn, so dass sie tun, was nicht recht ist, voll von aller Ungerechtigkeit, Schlechtigkeit, Habgier, Bosheit, voll Neid, Mord, Hader, List, Niedertracht; Zuträger, Verleumder, Gottesverächter, Frevler, hochmütig, prahlerisch, erfinderisch im Bösen, den Eltern ungehorsam, unvernünftig, treulos, lieblos, unbarmherzig. Sie wissen, dass, die solches tun, nach Gottes Recht den Tod verdienen; aber sie tun es nicht allein, sondern haben auch Gefallen an denen, die es tun.&#8221; Wenn die Menschen nicht in der rechten Beziehung zu Gott leben und ein aktives, Gott dankendes Leben führen, wächst die Sünde immer weiter an und verdirbt eine ganze Gesellschaft. Statt Buße zu tun, versuchen sie ihre Sünden irgendwie zu rechtfertigen. Viele Menschen von heute betrachten ein unmoralisches Leben als normal und ein normales Leben als unnormal. Aber 1. Korinther 6, 9-10 sagen: &#8220;Oder wisst ihr nicht, dass die Ungerechten das Reich Gottes nicht ererben werden? Lasst euch nicht irreführen! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, Ehebrecher, Lustknaben, Knabenschänder, Diebe, Geizige, Trunkenbolde, Lästerer oder Räuber werden das Reich Gottes ererben.&#8221; </p>
<p>Heute haben wir gelernt, dass das Evangelium die Kraft Gottes ist, die jeden Menschen selig macht, der daran glaubt. Im Evangelium hat Gott uns einen neuen Weg geöffnet, dass wir aus dem Glauben leben und dadurch vor Gott gerecht werden können. Das Evangelium hat die Macht, unsere sündigen Wünsche in heilige Wünsche zu verändern. Es hat die Kraft, aus jedem Menschen eine neue Kreatur zu machen. Gott helfe uns, uns des Evangeliums nicht zu schämen, sondern uns allezeit seiner Überlegenheit bewusst zu sein und es aus dem Schuldnerbewusstsein heraus freimütig unserem Nächsten weiterzugeben.</p>
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		<title>Esras Entscheidung &#8211; Zurück zur Bibel (Esra 7,10)</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jan 2010 12:52:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria</dc:creator>
				<category><![CDATA[Botschaften]]></category>

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		<description><![CDATA[	ESRAS ENTSCHEIDUNG – ZURÜCK ZUR BIBEL
Esa					7, 1 – 10
Leitvers 				7, 10
„Denn Esra richtete sein Herz darauf, das Gesetz des HERRN zu erforschen und danach zu tun und Gebote und Rechte in Israel zu lehren.“
Ich wünsche Euch ein frohes und gesegnetes neues Jahr. Heute feiern gemeinsam wir den Neujahrsgottesdienst, um das Missionswirken für das neue Jahr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>	ESRAS ENTSCHEIDUNG – ZURÜCK ZUR BIBEL</p>
<p>Esa					7, 1 – 10<br />
Leitvers 				7, 10</p>
<p>„Denn Esra richtete sein Herz darauf, das Gesetz des HERRN zu erforschen und danach zu tun und Gebote und Rechte in Israel zu lehren.“</p>
<p>Ich wünsche Euch ein frohes und gesegnetes neues Jahr. Heute feiern gemeinsam wir den Neujahrsgottesdienst, um das Missionswirken für das neue Jahr mit einer klaren Gebetsorientierung vorzubereiten. Gott gebe jedem von Euch eine klare Entscheidung des Lebens, wie Esra, zur Bibel zurückzukehren und für die geistliche Erweckung in Europa zusammenzuarbeiten. Gott möge unsere Vorbereitung auf das Neujahrswirken durch das Esrabibelstudium segnen, so dass wir geistlich gut zugerüstet werden und als geistliches Hauptquartier der Campusmission in Europa weiter einflussreich dienen können. </p>
<p>Zu Beginn des Jahres treffen die Menschen viele neue Entscheidungen, aber selten halten sie sich für mehr als zwei Monate daran. Eine Entscheidung zu treffen ist nicht leicht; um wieviel schwieriger ist es dann, sie zu halten. Im heutigen Text lernen wir einen hervorragenden Bibellehrer kennen, der eine großartige Lebensentscheidung in der Geschichte Israels traf und sie in die Tat umsetzte. Er ist der geistliche Reformator Esra. Esra war ein hervorragender Bibellehrer, der nach der Wiedererrichtung des Tempels die Israeliten zur Bibel zurückführte und sie von einem geistlichen Tiefpunkt des Durcheinanders errettete. Durch den heutigen Text wollen wir kennenlernen, wie eine geistliche Erweckung und Wiederherstellung in Europa beginnen kann, und darüber hinaus, wie wir in diesem Jahr dem Evangeliumswerk der Verdopplung einflussreich dienen können. Gott segne jeden von Euch, wie Esra eine heilige Entscheidung des Lebens zu treffen und als geistliche Reformatoren für diese Generation gebraucht zu werden, die die geistliche Erweckung in Europa herbeiführen können.</p>
<p>I. Esra, ein Schriftgelehrter, kundig im Gesetz des Mose </p>
<p>Kapitel 7 zeichnet in den Versen 1 bis 5 den priesterlichen Stammbaum Esras auf. Esra stammte in fünfter Generation von Zadok, einem exzellenten, gottgefälligen Priester Davids, und in sechzehnter Generation von Aaron ab. Esra war vor allem ein Priester der zweiten Generation, der nicht in Israel, sondern in Babylon geboren worden und dort aufgewachsen war. Die meisten Israeliten erster und anderthalbter Generation, die in Israel geboren und in ihrer Jugend nach Babylon verschleppt worden waren, hatten ein starkes Identitäts- und Geschichtsbewusstsein als Gottes auserwähltes Volk und Sehnsucht, in ihr Heimatland zurückzukehren. Die zweite Generation jedoch, die in Babylon zur Welt kam und aufwuchs, hatte keine kulturellen und sprachlichen Barrieren oder Hindernisse und lebte meistens mit der Tendenz, sich der babylonischen Kultur und Zivilisation anzugleichen. Da auch Esra  sich gut an die babylonische Gesellschaft gewöhnt und dort eine Lebensgrundlage aufgebaut hatte, wäre es ihm ein Leichtes gewesen, seine Lebenswurzeln in Babel zu schlagen und dort nach einem zukunftssicheren, erfolgreichen Leben zu streben. Esra aber folgte nicht dem Trend seiner Zeitgenossen.</p>
<p>Wie in Kapitel 7, Vers 6 gesagt wird, war Esra ein Schriftgelehrter, der “kundig” im Gesetz Moses war. “Kundig” ist definiert als “sachverständig sein” bzw. “erfahren sein”. Das heißt, dass er ein exzellenter Schriftgelehrter war, der in der Lage war, in jeder Situation seinem Volk die Gesetze des Mose recht zu lehren. Es zeigt uns, dass seine Eltern ihn von der Kindheit an mit dem Bibelstudium förderten und ermutigten, mit der geistlichen Identität als Gottes Volk zu leben. Esra selbst kämpfte auch, an den Gesetzen Gottes festzuhalten und mit seiner geistlichen Identität als ein heiliges Volk Gottes zu leben, während seine Zeitgenossen verschiedene Kompromisse mit der heidnischen sündigen Kultur schlossen und nach weltlichem und materiellem Erfolg in Babel trachteten. So wurde er ein hervorragender Bibellehrer mit umfangreichem Wissen bezüglich des Gesetzes des Mose. Aber er floh nicht von der Realität, sondern setzte sich mit seinen umfangreichen Bibelkenntnissen für das Wohlergehen jener Gesellschaft ein und übte großen Einfluss aus, auch wenn er ein ausländischer Fremdling war. Nach Vers 6b war er ein hochrangiger Leiter, dem der König Vertrauen schenkte, wenn wir sehen, dass der König ihm alles gab, worum er bat. Er genoss als Schriftgelehrter hohes Ansehen beim König. Auf dieser Basis hätte er seine Träume in Babylon verwirklichen können, ein erfolgreiches und bequemes Leben zu führen und ein weltberühmter Professor im Bereich der babylonischen Kultur und Zivilisation zu werden.</p>
<p>Lesen wir zusammen die Verse 7 und 8: „Und mit ihm zogen herauf einige von den Israeliten und von den Priestern und Leviten, von den Sängern, Torhütern und Tempelsklaven nach Jerusalem im siebenten Jahr des Königs Artahsasta. Und er kam nach Jerusalem im fünften Monat, im siebenten Jahr des Königs.“ Esra entschied sich, nicht in Babylon zu bleiben, sondern mit der zweiten Welle der Rückkehrer nach Jerusalem zurückzukehren. Er traf eine Entscheidung des Lebens. Er wurde der Leiter der zweiten Rückführungsgruppe im Jahre 458 vor Christus, nach der ersten Gruppe der jüdischen Gefangenen, die, von Serubbabel geführt, 537 vor Christus aus der babylonischen Gefangenschaft zurückkehrte. Gott segnete Esras Entscheidung und gebrauchte ihn als einflussreichen Reformator für sein Volk Israel, der sie zur Bibel zurückführte und ihre geistliche Identität als auserwähltes Volk wiederherstellte. Durch diese eine Person, Esra, wurde das Feuer der geistlichen Erweckung für das Volk Gottes angezündet, das von der Zeit nach der babylonischen Gefangenschaft an bis zum heutigen Tag in jeder Generation immer wieder entfacht wurde. Gott möge jeden von Euch, insbesondere unsere wetvollen Missionare zweiter Generation als exzellente Bibellehrer wie Esra für die geistliche Erweckung in Europa vewenden.</p>
<p>II. Esras Entscheidung: Zurück zur Bibel </p>
<p>Lesen wir Vers 10 gemeinsam: „Denn Esra richtete sein Herz darauf, das Gesetz des Herrn zu erforschen und danach zu tun und Gebote und Rechte in Israel zu lehren.“ Dieser Vers besagt, welche Lebensentscheidung Esra traf und mit welchem Ziel er von Babel nach Jerusalem zurückkehrte. </p>
<p>Erstens: Esra entschied sich, sein Herz auf die Erforschung des Gesetzes des Herrn auszurichten. </p>
<p>Wie wir durch Vers 6 gesehen haben, war Esra bereits ein hervorragender Bibellehrer, der im Gesetz Moses sehr kundig war. Es gab damals niemanden, der größeres Wissen um das Gesetz des Mose hatte, als Esra. Aber Esra wurde nicht selbstzufrieden oder stolz. Esra wollte das Wort Gottes noch intensiver und tiefer studieren. Er hatte große Lust am Gesetz des Herrn und sann über seinem Gesetz Tag und Nacht. (Psalm 1,2) Er wusste, dass sein Volk nichts dringender brauchte als einen exzellenten Bibellehrer, der das Wort Gottes recht austeilt. Als in Jerusalem der Tempel wieder aufgebaut worden war, und man Gott Brandopfer darbrachte, schien es nach außen hin, als ob Israel schon wiederhergestellt wäre und für Esra nichts mehr zu tun bliebe. Das war aber nicht der Fall. Obwohl sie den nach außen hin eindrucksvoll wirkenden Tempel hatten und Brandopfer darbrachten, war ihr geistliches Leben völlig verdorben. In den Kapiteln 9 und 10 gibt es viele Anzeichen für den geistlichen Niedergangs des auserwählten Volkes Gottes. Sie gingen Mischehen mit heidnischen Frauen ein, und heidnische Götzenanbetung und eine gottlose, sündige Götzenkultur drangen in das auserwählte Volk ein, so dass sie sich in einem Zustand völligen Durcheinanders befanden.</p>
<p>Was war das Problem des Volkes Gottes? Warum gerieten sie immer wieder in ihre alten Sünden, auch wenn sie durch die wunderbare Gnade Gottes den Tempel aufgebaut und die Brandopfer wieder aufgenommen hatten? Esras Schlussfolgerung war, dass ihnen das Wort Gottes in ihrem Leben fehlte. Obwohl sie einen Tempel, viele Priester und formale Opferzeremonien hatten, fehlten ihnen aber Bibellehrer, die sie zur Einsicht für die Hoffnung Gottes führten, ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk zu sein. Sie wurden selbstgefällig und schließlich ganz verdorben. Esra sah diese geistliche Realität und traf eine Entscheidung des Lebens für sein Volk, sich dem Studium der Bibel völlig zu widmen. Aus dem zerbrochenen Hirtenherzen entschied Esra sich, die Bibel mit neuem Geist zu studieren. Gott segnete sein Bibelstudium und seine Bibelforschung und bewirkte eine große geistliche Erweckung in Israel.<br />
Wenn wir uns auch die Geschichte des Christentums ansehen, waren die Hauptpersonen, die eine geistliche Wiederbelebungsbewegung anführten, immer wieder diejenigen, die sich entschieden hatten, sich wie Esra dem Bibelstudium tiefgehend zu widmen. Durch die Bibelübersetzung und das Nachsinnen über den Römerbrief erkannte Martin Luther die geistlichen Probleme der Kirche im Mittelalter und forderte sie zur Reformation heraus. Am Ende des 17.Jahrhunderts führte der Rationalismus von Rene Descartes und der Empirismus von John Locke ganz Europa in einen großen geistlichen Aufruhr, so dass viele, die die Kirchen besuchten, ihren persönlichen Glauben verloren. Zu dieser Zeit gründete Philipp Jakob Spener (1635-1705) eine kleine Bibelstudiumsgruppe, die er Collegia Pietatis nannte, und initiierte damit den Pietismus. Einer derer, die ihm nachfolgten, August Hermann Franke (1663-1727), gründete eine andere kleine Bibelstudiumsgruppe mit Namen “Verein der Bibelliebhaber” (collegium philobiblicum) an den Universtitäten in Leipzig und Halle und studierte die Bibel von der Genesis bis zur Offenbarung. Einer derjenigen, die ihm wiederum nachfolgten, war Ludwig von Zinzendorf (1700-1760), der mit seinen fünf Freunden den “Senfkornorden” gründete. Später entstand durch ihn die “Herrnhuter Missionsgesellschaft”, die großen Einfluss in der Geschichte der Weltmission ausübte. John Wesley, der von den Herrnhuter Brüdern beeinflusst wurde, initiierte die Bewegung der Methodisten, die mit einer kleinen Bibelstudiumsgruppe names “Holy Club” startete. Während einer fatalen nationalen Krise seines Landes gründete Pastor Grundtvig aus Dänemark die Heimvolkshochschule, um sein Land aufzuwecken. 60% seines Curriculums bestand aus dem Bibelstudium. Da er den Geist seines Volkes aufgrund der Bibel reformierte, konnten die Dänen ihre Krise überwinden und eine starke und reiche Nation werden.</p>
<p>Die geistliche Wiederbelebung in Korea begann auch im Jahr 1907 mit einer intensiven Bibelstudiumsgemeinschaft “Club der Bibelliebhaber &#8211; Sakyunghoe.” Wann immer sich die “Sakyunghoe” trafen, studierten sie die Bibel eine Woche lang dreimal am Tag sehr intensiv. Durch solch intensives, tiefgehendes Bibelstudium konnte die koreanische Kirche innerhalb von einhundert Jahren &#8211; einer kurzen Zeit im Vergleich zur christlichen Geschichte insgesamt &#8211; großartigerweise wiederbelebt werden. Unsere UBF-Bewegung konnte auch so einflussreich werden, weil Mutter Sarah Barry und M. Dr. Samuel Lee sich entschieden, die Bibel mit den Studenten intensiv zu studieren. Der allererste Name der UBF war “Nationale Studentische Bibelerforschungsgemeinschaft”.<br />
David ist der großartigste und idealste Leiter der Geschichte Israels. Wie konnte er solch ein einflussreicher Leiter werden? Weil er ein tapferer Kämpfer war, der viele Siege errungen hatte? Oder weil er weise und ein begabter Dichter und Musiker war, der viele Menschen beeindruckte? Nein, der Grund war seine brennende Liebe zum Wort Gottes. Er hatte Freude und große Lust daran, über Gottes Wort nachzusinnen. David bezeugt in Psalm 19,8-11: „Das Gesetz des Herrn ist vollkommen und erquickt die Seele. Das Zeugnis des Herrn ist gewiss und macht die Unverständigen weise. Die Befehle des Herrn sind richtig und erfreuen das Herz. Die Gebote des Herrn sind lauter und erleuchten die Augen. Die Furcht des Herrn ist rein und bleibt ewiglich. Die Rechte des Herrn sind Wahrheit, allesamt gerecht. Sie sind köstlicher als Gold und viel feines Gold, sie sind süßer als Honig und Honigseim.“ Er bezeugt auch in Psalm 12,7: „Die Worte des Herrn sind lauter wie Silber, im Tiegel geschmolzen, geläutert siebenmal.“ David liebte Gottes Wort mehr als Gold oder Silber und es war ihm süßer als Honig oder Honigseim. Gottes Weisheit war immer mit ihm, weil er immer über Gottes Wort nachsann und sich daran erfreute.</p>
<p>Genauso waren auch all jene, die eine geistliche Wiederbelebung anführten, solche, die Gottes Wort liebten und sich entschieden, es tiefgehend zu studieren. Gott hat uns dazu berufen, Bibellehrer und Diener seines Wortes in dieser Generation zu sein. Gott gab uns speziell die wertvolle Mission, den intellektuellen Studenten dieser Zeit die Bibel zu lehren. Um die von der Sünde verletzten Hoffnungsträger am Campus zu retten und mit ihnen zusammen die geistliche Erweckung in Europa zu bewirken, müssen wir unser Schwert des Wortes Gottes schärfen und eifrig die Schleuder des Wortes Gottes schwingen. Gott möge jeden von uns segnen, dass wir im neuen Jahr unser Herz darauf richten, Gottes Wort zu erforschen und zu den Dienern des Wortes Gottes wachsen, die wie ein zweischneidiges Schwert Seele, Mark und Bein durchdringen können. Wenn wir uns von ganzem Herzen dem Bibelstudium widmen, wird Gott sicher unser Gebet für das Evangeliumswerk der Verdoppelung segnen und eine große geistliche Erweckung in Europa bewirken.</p>
<p>Zweitens: Esra entschied sich, dem Gesetz des Herrn zu gehorchen. </p>
<p>Esra studierte die Bibel nicht nur in der Theorie, indem er seine Bibelkenntnis ausbaute. Nein! Er entschied sich, Gottes Wort zu gehorchen und Gottes Gesetze in die Tat umzusetzen. Normalerweise neigen die, die in einer Führungsposition stehen, dazu, andere zu belehren, aber nicht mehr sich selbst. Sie zeigen auch auf andere und tadeln die Sünde anderer, tun aber selber keinerlei Buße für ihre eigene Sünde. Das Leben solcher Leute hat keine geistliche Vollmacht. Esra jedoch hatte Ehrfurcht vor Gottes Wort und entschied sich, Gottes Wort zu tun. Gott spricht in 5. Mose 28,2: „Und weil du der Stimme des Herrn, deines Gottes, gehorsam gewesen bist, werden über dich kommen und dir zuteilwerden alle diese Segnungen.“ Lasst uns im neuen Jahr 2010 dafür kämpfen, uns selbst dem Wort Gottes unterzuordnen und große geistliche Vollmacht zu haben. Wir können viele geistliche Freunde gewinnen, nicht aus der Theorie, sondern aus dem praktischen Leben des Glaubens. Wie Jesus in Matthäus 7,24 sagt: „Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute.“ Jakobus schreibt in Jakobus 2,17: „So ist auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, tot in sich selber.“ Lasst uns in diesem Jahr kämpfen, mindestens einem Wort Gottes zu gehorchen, auf dass Gottes Wort Macht in unserem Leben erlangt. Gott möge uns helfen, durch den Gehorsam zu einem Wort Gottes geistliche Vollmacht anzuziehen und als fruchtbare Bibellehrer und Reformatoren gebraucht zu werden, die die Welt verändern. </p>
<p>Drittens: Esra entschied sich, Gebote und Rechte in Israel zu lehren. </p>
<p>Esra konzentrierte sich auf das Bibelstudium und den Gehorsam gegenüber Gottes Wort. Aber er ließ es nicht bei seinem persönlichen Kampf bleiben, sondern entschied sich, den Israeliten das Wort Gottes zu lehren. Esra erkannte, dass dies der einzige Weg war, um sein Volk von der sündigen und abtrünnigen Götzenkultur zu retten. Esras Bibelstudium wird in Nehemia 8 klar beschrieben. Gemäß Nehemia 8,3 lehrte Esra das Wort Gottes vom Anbruch des Tages an bis zur Mittagsstunde. Während des Passafestes lehrte er das Volk eine Woche lang vom frühen Morgen bis zum Mittag. Er las zuerst die Bibel vor und legte sie dann aus, damit alles Volk sie verstehen konnte. Was war die Folge des Bibelstudiums? Es war eine große geistliche Erweckung in seinem Volk. Nach Nehemia 8,9 fingen alle Leute an zu weinen. Warum weinte das Volk? Sie weinten, weil sie vom Wort Gottes angesprochen und berührt worden waren. Sie weinten auch wegen ihrer wiederholten Sünde. Sie weinten aus ihrem bußfertigen Herzen, als sie durch das Bibelstudium die neue Hoffnung Gottes für sich erkannt hatten. Als Esra sich entschied, Gottes Wort zu lehren, und er das Volk eine Woche lang intensiv für ca. 8 Stunden lehrte, erweichte Gottes Wort ihre verhärteten Herzen und führte sie zur geistlichen Einsicht über ihre Sünde und die Treue Gottes.</p>
<p>Das ist die Macht des Wortes Gottes. Wenn wir Studenten zum Bibelstudium einladen, lehnen uns viele von ihnen zuerst ab. Sie sagen oft: „Das Bibelstudium allein bringt nicht viel.“ Aber als wir ihnen beharrlich durch das Wort Gottes dienten, wirkte Gott durch sein Wort im Leben der Hoffnungsträger und unserer Kinder. Diese Veränderungsmacht durch das Wort Gottes haben wir jedes Jahr erfahren, insbesondere bei der letzten internationalen Sommerbibelkonferenz 2009 in Eringerfeld. Viele Hoffnungsträger bereiten ihren Bibellehrern zuerst Herzensschmerzen, weil sie an ihren sündigen Angewohnheiten gebunden leben. Weil aber Gottes Wort Tag für Tag in ihren Herzen wirkt, wachsen sie Tag für Tag zu großen geistlichen Leitern wie H. Peter, H. Joachim, H. Jochen und H. Warmherz. Allein in dem Wort Gottes gibt es wahre Hoffnung und geistliche Erweckung für die Menschen in Europa.</p>
<p>Darum setzte auch unser Herr Jesus seine ganze Kraft dafür ein, Gottes Wort zu lehren, wo immer er konnte. In Apostelgeschichte 19 sehen wir, wie schwer es für Paulus war, dem Werk Gottes in Ephesus zu dienen. Es war vor allem deshalb so schwierig für ihn, weil es einige gab, die verstockt waren und Paulus‘ Lehre ablehnten und Gottes Werk öffentlich verleumdeten. Aber Paulus gab nicht auf, sondern wählte einige hoffnungsvolle Jünger aus und studierte jeden Tag Gottes Wort in der Bibel in der Tyrannusschule. In aller Demut und mit Tränen lehrte er sie drei Jahre lang täglich die Bibel. Gottes Wirken durch das Bibelstudium war großartig: böse Geister wurden ausgetrieben und Kranke geheilt. Leute, die Zauberei praktiziert hatten, taten Buße und verbrannten ihre Zauberbücher, allesamt 50.000 Drachmen wert. Apostelgeschichte 19,20 fasst Gottes Wirken so zusammen: „So breitete sich das Wort aus durch die Kraft des Herrn und wurde mächtig.“ Das Wort Gottes ist die einzige Antwort für die geistliche Erweckung und Wiederherstellung dieser verdorbenen und abtrünnigen Generation. Es ist die einzige Waffe, mit der wir die postmoderne, sündige Generation in Europa herausfordern und sie von der Macht der Sünde retten können. 2. Timotheus 3,15-17 lautet: „und dass du von Kind auf die heilige Schrift kennst, die dich unterweisen kann zur Seligkeit durch den Glauben an Christus Jesus. Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zu Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, dass der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt.“</p>
<p>Nichts in dieser Welt kann einen sündenkranken Menschen wieder vollkommen gesund und selig machen. Selbst menschliche Bewegungen, wie das “Moral Re-Armament Movement” oder die “New Age-Bewegung” haben ihre Grenzen. Aber Gottes Wort ist der Odem Gottes, der die Macht hat, Menschen zu verändern und zu erneuern, weil sie durch seinen Odem geschaffen sind. Allein Gottes Wort kann eine Person, eine Gesellschaft, ein Land, einen Kontinent und eine ganze Generation zu neuen Kreaturen verändern.</p>
<p>Ich habe einmal einen Zeitungsartikel gelesen, wo es um Verbrecher ging, die auf die Vollstreckung ihrer Todesstrafe warteten. Es gab 63 zum Tode verurteilte Verbrecher, die ungläubig waren, bevor sie ihr Verbrechen begingen. Aber 80% dieser Verbrecher haben das Evangelium persönlich angenommen und bekannten: „Ich hätte diese schlimme Tat nicht getan, wenn ich das Wort Gottes in der Bibel gehört hätte.“ Was hat das Wertesystem ihres Lebens verändert? Nicht nur für solche Schwerverbrecher, sondern auch für die jungen Studenten am Campus in Europa ist Gottes Wort der einzige Weg für ihre geistliche Erweckung und Wiederherstellung. Paulus schreibt in Römer 1,16: „Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben, die Juden zuerst und ebenso die Griechen.“ Lasst uns in diesem Jahr wie Paulus aus der klaren Überzeugung Gottes Wort des Evangeliums in jeder Situation mutig predigen und lehren. Wir werden sicher das Evangeliumswerk sehen, dass doppelt wächst und die geistliche Erweckung in Europa bewirken wird.</p>
<p>In den Kapiteln 7 und 8 sehen wir, dass Gott die ganze Umgebung für Esra vorbereitete, als dieser eine rechte Entscheidung des Lebens „Zurück zur Bibel“ traf. Gott bewegte das Herz des Supermacht-Königs Artahsasta, so dass dieser allen Leuten die Rückkehr erlaubte. Das lehrt uns, dass unser Gott, sobald wir eine rechte geistliche Entscheidung treffen, um ihm zu gefallen, uns auf jede Weise hilft, sogar durch die Könige der Welt.</p>
<p>Gott segnete die geistliche Entscheidung eines Mannes, Esra, und machte sie zum Katalysator der geistlichen Wiedererweckung seines auserwählten Volkes. Gott helfe jedem von Euch, eine solche Entscheidung des Lebens wie die von Esra zu treffen, und bewirke durch uns eine geistliche Erweckung in Europa. Lesen wir Vers 10: „Denn Esra richtete sein Herz darauf, das Gesetz des Herrn zu erforschen und danach zu tun und Gebote und Rechte in Israel zu lehren.“</p>
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