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	<title>Bonn UBF - Universität Bibel Freundschaft Bonn - Gemeinde in Bonn &#187; Botschaften</title>
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		<title>Bonn UBF &#8211; Dort will ich dir begegnen (2. Mose 25,22) &#8211; Exodus Lektion 13</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 16:46:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Happy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Botschaften]]></category>

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		<description><![CDATA[Dort will ich dir begegnen (PDF-Datei) DORT WILL ICH DIR BEGEGNEN 2. Mose 25,1-40 Leitvers 25,22 „Dort will ich dir begegnen, und vom Gnadenthron aus, der auf der Lade mit dem Gesetz ist, zwischen den beiden Cherubim will ich mit dir alles reden, was ich dir gebieten will für die Israeliten.“ Durch die letzte Lektion [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.bonnubf.org/wp-content/uploads/2012/02/Ex_2522.SGD_20120205.pdf">Dort will ich dir begegnen (PDF-Datei)</a></p>
<p>DORT  WILL  ICH  DIR  BEGEGNEN</p>
<p>2. Mose	 25,1-40<br />
Leitvers 25,22</p>
<p>„Dort will ich dir begegnen, und vom Gnadenthron aus, der auf der Lade mit dem Gesetz ist, zwischen den beiden Cherubim will ich mit dir alles reden, was ich dir gebieten will für die Israeliten.“</p>
<p>Durch die letzte Lektion haben wir kennengelernt, dass die Israeliten eine Entscheidung trafen, alle Worte, die der Herr durch Mose geredet hatte, tun zu wollen. In der Tat war es eine großartige Entscheidung. Es war eine  Liebeserklärung an Gott, der sich über sie erbarmt und sie aus der grausamen Sklaverei in Ägypten errettet hatte, der sie bis auf diesen Tag mit allem, was sie bedurften, selbst in der widrigen Umgebung der Wüste, versorgt hatte und der ihnen seine große Verheißung gegeben hatte, sie zu einem Königreich von Priestern und zu einem heiligen Volk zu machen. Gott freute sich sehr über ihre Entscheidung und schloss den Bund des Blutes mit ihnen. Gott wusste, dass ihr Geist zwar willig, aber ihr Fleisch schwach war. Er wusste, dass sie die Gnade des Blutes nötig hatten, um zu einem Königreich von Priestern und zu einem heiligen Volk heranwachsen zu können.</p>
<p>Im heutigen Text geht es um den Bau des Heiligtums, insbesondere um die Bundeslade und einige Geräte der Stiftshütte. Gott ließ die Israeliten dieses Heiligtum errichten, um mitten unter ihnen zu wohnen. Dies war Gottes große Gnade und Segen, dass die Israeliten in einer ständigen Beziehung mit Gott leben und durch sein Wort die klare Orientierung für ihr Leben haben konnten. Darüber hinaus liefert uns die Stiftshütte ein Bild von Jesus Christus, durch den wir heutzutage zu Gott kommen und eine Beziehung zu Gott anknüpfen dürfen. Möge Gott uns in dieser Stunde helfen, den Weg zu erkennen, wo und wie wir Gott begegnen und mit ihm ein glückliches und einflussreiches Leben führen können.</p>
<p>1. Erhebe eine Opfergabe für mich (1-9)<br />
Sehen wir uns die Verse 1 und 2 an: „Und der Herr redete mit Mose und sprach: Sage den Israeliten, dass sie für mich eine Opfergabe erheben von jedem, der es freiwillig gibt.“ Nachdem Gott Mose auf den Berg gerufen hatte, gab er ihm als erstes die Anweisung, dass die Israeliten eine freiwillige Opfergabe erheben sollten. Diese Opfergabe war dazu bestimmt, ein Heiligtum zu bauen, wo Gott wohnen würde, wo sie Gott anbeten und ihm dienen könnten. Um das Heiligtum zu errichten, wurden verschiedene Dinge benötigt: Gold, Silber, Kupfer und Holz für die Konstruktion, verschiedene Stoffe und Felle für Vorhänge und Verkleidung, dazu Öl, Spezerei, Farben und Edelsteine für Beleuchtung, Duft und Verzierung. Gott wollte, dass die Opfergabe von allen Israeliten freiwillig gegeben werden sollte. Niemand sollte gezwungen werden etwas zu geben. Dadurch wollte Gott sehen, ob die Israeliten ihn wirklich liebten oder nicht; ob sie gerne wollten, dass Gott unter ihnen leben würde oder nicht.  Für den allmächtigen Gott wäre es gar kein Problem gewesen, ihnen einfach ein Heiligtum vom Himmel her zufallen zu lassen. Aber Gott wies sie an, selber alle Dinge herbei zu schaffen und ihre Zeit und ihr Herz dafür zu investieren, um das Heiligtum zu bauen, damit sie auf diese Weise ihre Liebe gegenüber Gott zum Ausdruck bringen konnten.</p>
<p>In dieser Hinsicht ist die Opfergabe immer auch ein Prüfstein für unseren Glauben. Dies gilt besonders dann, wenn unser Opfer nicht aus dem Überfluss kommt, sondern wenn wir wie die Israeliten, die in der Wüste lebten, nicht so viel besitzen. Selbstsüchtige Menschen sind jederzeit bereit für ihre eigenen Angelegenheiten, vor allem für ihr Vergnügen alles zu geben. Aber wenn sie Gott etwas opfern sollen, dann zögern und berechnen sie. Einige geben viel Geld aus, um immer die aktuellste Mode zu tragen, andere geben viel aus, um dieses oder jenes neueste Computerspiele zu haben und wieder andere investieren einen großen Teil ihres Taschengeldes, um sich immer das neueste Handy kaufen zu können. Aber für Gott haben sie dann nur noch Reste übrig. In Kapitel 32 lesen wir, dass die Israeliten all ihre goldenen Ohrringe sammelten, um sich daraus ein goldenes Kalb zu machen. Sie machten dieses Kalb zu ihrem Gott, weil es stumm war und all ihr sündiges Verlangen und ihre Begierden duldete. Aber unser Gott  wünscht sich von uns, dass wir ihn am meisten lieben, und dass wir ihm unser Bestes geben. 2.Korinther 9,7 sagt: „Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.“ Gott will nicht von uns das, was nur übrig bleibt. Gott will auch nicht, dass wir ihm etwas mit mürrischem Herzen opfern. Gott will unser Bestes, weil ihm unser Bestes gebührt. Dies gilt nicht nur in bezug auf unser Material, sondern auch auf unsere Zeit. Manch einer kommt am Sonntag zu spät oder gar nicht zum Gottesdienst, sondern bleibt lieber zu Hause, um für eine Klausur zu lernen. Ein anderer betreibt sein Geschäft, um etwas mehr zu verdienen. Aber was zeigt dies? Es zeigt, dass ihr Herz fern von Gott ist. Es zeigt, dass ihnen ihr eigener kleiner Vorteil, ihr Erfolg, ihr Geld, ihre Karriere oder auch nur ihre Bequemlichkeit wichtiger sind als Gott.</p>
<p>Viele UBF-Missionare haben in der Vergangenheit ihr Bestes geopfert. Sie haben ihre Heimat, ihre Sicherheit und ihre guten Karriereaussichten geopfert und sind als Missionare in ein fremdes Land gegangen, um dort den Studenten mit dem Bibelstudium zu dienen. Waren sie verrückt? Keineswegs, sondern sie liebten Gott mehr als alles andere. Und Gott war mit ihnen und hat durch sie auf der ganzen Welt viele Früchte des Glaubens unter den einheimischen Studenten hervorgebracht. M. Dr. Peter Chang hätte nach seiner Promotion als ein wohlhabender Apotheker sein Leben verbringen können. Aber er opferte Gott sein Bestes und entschied sich viel lieber als ein Vollzeithirte dem Jüngererziehungswerk in Deutschland und Europa zu dienen. H. Johannes und M. Petrus opfern auch ihr Bestes, indem sie sich zuerst um das geistliche Wachstum unsere Täuflinge kümmern, statt an ihre berufliche Karriere zu denken. H. Holy Maria verzichtete auf die Generalprobe zu einer Feier ihrer Professorin und nahm viel lieber am Weihnachtsgottesdienst teil. Auch unsere Kinder gaben ihr Bestes, indem sie in den Ferien jeden Tag zusammen in der Bibel lasen, indem sie in der Vorweihnachtszeit fleißig ihr Instrument übten und zusammen mit unserer Neuen Generation in Rehe ein wunderschönes Weihnachtskonzert für Gott und für die ältere Generation veranstalteten. In der Woche treffen wir uns um fünf Uhr zum Frühgebet. Es ist die beste Zeit, wenn unser Geist noch frisch ist, um Gottes Wort zu lesen und zu Gott zu beten. Gott helfe uns weiter, auf freiwilliger Basis, d. h. aus der reinen Liebe zu Gott, ihm täglich unser Bestes zu opfern. Lasst uns in diesem Jahr vor allem durch unser gemeinsames Frühgebet und durch unser Bibelstudium mit den Hoffnungsträgern Gott unser Bestes geben und dadurch die geistliche Erneuerung in Deutschland und Europa vorbereiten.</p>
<p>Betrachten wir Vers 8: „Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, dass ich unter ihnen wohne.“ Dieser Vers offenbart die wunderbare Gnade Gottes für sein Volk. Gott ist allmächtig, heilig und ohne Sünde. Im Gegensatz dazu sind wir gefallene und unverbesserliche Sünder, die wir zwar oft großartig im Wollen, aber nur schwach im Vollbringen sind. Der heilige Gott aber entschied sich in seiner unbegreiflichen Gnade, mit den unheiligen Sündern zu sein und mitten unter ihnen zu wohnen. Er wollte die Israeliten auf ihrer Pilgerreise begleiten und sie in das verheißene Land führen. Obwohl Gott schon wusste, wie oft die Israeliten weiter gegen ihn rebellieren und undankbar und ungehorsam sein würden, entschied er sich, mitten unter ihnen zu wohnen. Dies war der Ausdruck seiner einseitigen Liebe und Gnade für sein auserwähltes Volk.</p>
<p>Das Heiligtum, wo Gott mitten unter den Sündern wohnen wollte, ist auch ein Bild für Jesus Christus. Jesus gab seine himmlische Herrlichkeit auf, um mitten unter uns, den sündigen Menschen, zu wohnen. Der Evangelist Johannes war von dieser Gnade überwältigt und schrieb: „Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“ (Joh 1,14) Gott erniedrigte sich so sehr, um mitten unter uns, den Sündern, zu wohnen, um unsere Sünden zu vergeben und uns in das herrliche Reich Gottes zu führen.</p>
<p>Betrachten wir den Vers 9: „Genau nach dem Bild, das ich dir von der Wohnung und ihrem ganzen Gerät zeige, sollt ihr&#8217;s machen.“ Hier lehrte Gott die Israeliten, wie sie das Heiligtum errichten sollten, nämlich genau nach dem Plan, den Gott sich gemacht hatte. Anders gesagt, hatte Gott ihnen durch das Heiligtum einen ganz konkreten Weg bereitet, wie sie ihm begegnen und mit ihm eine Beziehung haben konnten. In der Welt gibt es vielerlei Wege, auf denen die Menschen versuchen, Gott näher zu kommen. Aber Gott lehrt uns durch den konkreten Bauplan der Stiftshütte, dass es nur einen einzigen Weg zu Gott gibt, um mit ihm in eine Beziehung treten zu können.</p>
<p>2. Dort will ich dir begegnen (10-40)<br />
Betrachten wir den Vers 10: „Macht eine Lade aus Akazienholz; zwei und eine halbe Elle soll die Länge sein, anderthalb Ellen die Breite und anderthalb Ellen die Höhe.“ Das erste und wichtigste Gerät, das sie bauen sollten, war die Bundeslade. Es war ein nach oben offener Kasten, der 1,25m lang, 75cm breit und 75cm hoch war. Er war aus Akazienholz gefertigt und wurde innen und außen mit Feingold überzogen. In diesem vergoldeten Kasten sollte das Gesetz Gottes aufbewahrt werden. Im Mittelpunkt des Heiligtums befand sich also das Wort Gottes. Genauso soll das Wort Gottes auch der Mittelpunkt unseres geistlichen Lebens sein. Gottes Wort soll die Grundlage unserer geistlichen Gemeinschaft und all unserer Aktivitäten sein. Dies ist der Grund dafür, warum wir jede Woche zur Sonntagsbotschaft eine tiefgehende Stellungnahme schreiben, damit wir dadurch Gottes Wort in unser Herz aufnehmen und praktisch danach leben. Wenn Gottes Wort in der Mitte unseres Herzens und im Mittelpunkt unserer Gemeinschaft steht, können wir wahrhaft sinnvolle und erbauliche Gemeinschaft miteinander haben und wir erfahren Gottes Kraft und sein mächtiges Wirken in und durch uns.</p>
<p>Sehen wir uns die Verse 12-15 an. Die Bundeslade hatte zwei Stangen, mit denen sie getragen werden konnte. Diese Stangen verhinderten, dass die Priester die heilige Lade direkt anfassen würden. Diese Stangen sollten auch niemals aus ihren goldenen Ringen herausgezogen werden. Mit anderen Worten wollte Gott sich nicht niederlassen, sondern immer mit seinem Volk weiterziehen. Unser Gott ist ein Pilgergott. Er zieht mit seinem Volk umher. Er zieht mit uns und bleibt bei uns, bis wir das herrliche Reich Gottes erreicht haben.</p>
<p>Vers 17 sagt: „Du sollst auch einen Gnadenthron machen aus feinem Golde; zwei und eine halbe Elle soll seine Länge sein und anderthalb Ellen seine Breite.“ Der Gnadenthron war sozusagen der Deckel für die Bundeslade. Auf ihm befanden sich zwei goldene Cherubim, zwei Engel, die ihre Flügel über dem Gnadenthron ausbreiteten. Gäbe es nur das Gesetz, könnten die Menschen nicht zu Gott kommen, weil alle Menschen nach dem Gesetz schuldig sind. Aber das Gesetz wurde in der Lade verwahrt und durch die Gnade Gottes bedeckt, so dass wir Gottes Vergebungsgnade empfangen und zu Gott kommen können.</p>
<p>Lesen wir Vers 22: „Dort will ich dir begegnen, und vom Gnadenthron aus, der auf der Lade mit dem Gesetz ist, zwischen den beiden Cherubim will ich mit dir alles reden, was ich dir gebieten will für die Israeliten.“ Gott begegnete seinem Volk dort, wo Gnade und Gesetz aufeinander treffen. Gott ist heilig und zugleich gnädig. Er offenbarte seine Heiligkeit durch das Gesetz. Das Gesetz Gottes ist absolut und offenbart die Übertretungen und Sünden des Menschen. Es klagt ihn an und verdammt ihn. Gleichzeitig jedoch offenbarte Gott seine Gnade, indem er das Gesetz in der Bundeslade durch den Gnadenthron darüber bedecken ließ. Gerade dort, wo der Mensch als Sünder angeklagt und verdammt wird, da begegnet ihm die Gnade Gottes, die durch die Kraft des Blutes seine Sünden bedeckt, die ihn wieder aufrichtet und ihm neues Leben schenkt. Dies war für die Israeliten der Weg, wie sie Gott begegnen und Gemeinschaft mit ihm haben konnten.</p>
<p>Für die Menschen von heute ist Jesus der neue, der lebendige Weg, den Gott bereitet hat, damit wir ihm begegnen können. Wie in der Stiftshütte, so ist auch das Kreuz, an dem Jesus starb, der Ort, wo Gottes Gerechtigkeit und Gottes Gnade aufeinander treffen. Jesus war ohne Sünde, er erfüllte das ganze Gesetz und war gerecht vor Gott. Aber er wurde wie ein Schwerverbrecher behandelt und vergoss sein eigenes, heiliges Blut am Kreuz, um dadurch unsere Sünden zu sühnen. Jesus nahm unsere Strafe auf sich, um uns, die ungerechten Sünder, vor der ewigen Verdammnis zu erretten. Wer sich als ein Sünder vor dem Wort Gottes erkennt und mit bußfertigem Herzen zum Kreuz Jesu kommt, den nimmt Gott an, den macht Gott gerecht und heilig durch das Blut Christi. Er empfängt die Vergebung seiner Sünden und das ewige Leben. Jesus und Gott, der Vater, kommen zu ihm, um in seinem Herzen Wohnung zu nehmen. (Joh 14,23)</p>
<p>In unserer Zeit versuchen die Menschen auf ihre eigene Weise zu Gott zu kommen. Einige sagen, dass Gott die Liebe ist und meinen damit, dass Gott alles tolerieren und jeden Menschen erretten würde. Aber dieser Weg ist nicht  biblisch und entspricht nicht der Wahrheit Gottes. Wahr ist hingegen, dass Gott die Sünde hasst, aber den Sünder liebt. Weil Gott auch gerecht ist, musste Jesus am Kreuz qualvoll sterben, um für unsere Sünden zu bezahlen. Jesus sagte  klar, dass ohne Buße und ohne Glauben an das Evangelium niemand in das Reich Gottes kommen wird. (Mk 1,15) Es ist auch vergebliche Mühe, wenn jemand aus seiner eigenen Kraft heraus versucht, durch christliche Aktivitäten, guten Taten oder soziales Engagement seine Sünden vor Gott wieder gut machen zu wollen. Nur diejenigen, die ihre sündenbefleckten Kleider im Blut Jesu hell gemacht haben, werden Gottes Angesicht sehen. (Offb 7,14) In der damaligen Zeit war das Wüstenheiligtum der Ort, wo Gott den Menschen persönlich begegnen konnte. Im Neuen Testament ist Jesus dieser Weg. Jesus sagte: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ (Joh 14,6) Als Sünder können wir von uns aus nicht zu dem heiligen Gott kommen. Darum ergriff Gott die Initiative und kam zu uns, indem er Jesus Christus in die Welt sandte, um uns durch ihn die Gnade der Vergebung unserer Sünden zu schenken und uns zu seinen heiligen Kindern zu verändern.</p>
<p>Als ein Mönch kämpfte Martin Luther mit Fasten und Beten, um sein sündiges Verlangen zu überwinden. Aber je mehr er mit seiner eigenen Kraft dagegen ankämpfte, umso mehr musste er seine Hilflosigkeit gegenüber der Sündenmacht erkennen. Erst als er Römer 1,17 in sein Herz aufnahm: „Der Gerechte wird aus Glauben leben“, begegnete er Gott persönlich. Als er daran glaubte, dass das Blut Jesu all seine Sünde bedeckte, empfing er Gottes Gnade und Gottes tiefen Frieden. Von da an setzte er sein ganzes Leben dafür ein, um den Menschen in Deutschland und in Europa das lebengebende Evangelium zu bringen. Ein junger Mann war sehr verzweifelt, weil er immer nur auf seine eigene Sünde sah. Auch der Umzug in eine andere Stadt half ihm nicht, weil sein wahres Problem nicht in den äußeren Umständen, sondern im Inneren seines Herzens lag. Aber als er mit seinen Sünden zu Jesus kam und seine Gnade für sich persönlich annahm, wurde er verändert und begann ein neues Leben als ein Hirte für die Studenten.</p>
<p>Es ist wichtig zu wissen, dass sich der Gnadenthron über der Lade mit dem Gesetz befindet. Dies zeigt, dass die Gnade höher ist als das Gesetz. Allein durch die Gnade dürfen wir vor Gott bestehen und persönliche Gemeinschaft mit ihm haben und als seine Kinder wachsen. Gott redete mit Mose vom Gnadenthron her und gab den Israeliten Orientierung für ihr Leben. Gott redet mit uns durch seinen Sohn Jesus Christus. 5. Mose 18,15 sagt: Auf ihn sollen wir hören und allem, was er sagt, gehorchen und so in einem neuen Leben wandeln. </p>
<p>Gott helfe uns, Jesus als den einzigen Weg der Errettung anzunehmen und durch ihn in die ewige Gemeinschaft mit Gott zu treten. Gott helfe uns, unsere Beziehung zu Gott täglich zu erneuern, indem wir wie wir sind, mit unseren Sünden zum Gnadenthron Jesu kommen und durch seine Reinigung zum heiligen Volk und zur königlichen Priesterschaft für diese postmoderne Generation heranwachsen.<br />
Lesen wir den Vers 23: „Du sollst auch einen Tisch machen aus Akazienholz: zwei Ellen soll seine Länge sein, eine Elle seine Breite und anderthalb Ellen seine Höhe.“ Auf diesem goldenen Tisch sollten immer frische Brote liegen, von denen nur die Priester essen durften. Diese Brote erinnerten die Israeliten daran, dass Gott sein Volk sowohl geistlich als auch leiblich versorgte. Sie sind auch ein Bild für Jesus Christus, der von sich selbst sagte: „Ich bin das Brot des Lebens.“ (Joh 6,35)</p>
<p>Lesen wir auch den Vers 31: „Du sollst auch einen Leuchter aus feinem Golde machen, Fuß und Schaft in getriebener Arbeit mit Kelchen, Knäufen und Blumen.“ Der Leuchter sollte aus einem Zentner Gold hergestellt werden. Er hatte rechts und links je drei Arme und in der Mitte einen Schaft. Dieser  siebenarmige Leuchter erhellte den dunklen Raum des Heiligtums und zeigte den Menschen die Schaubrote und den Weg zum Allerheiligsten. Sieben ist die vollkommene Zahl Gottes. Dieser Leuchter weist erneut auf Jesus hin, der von sich sagte: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8,12)</p>
<p>Durch die heutige Lektion haben wir gelernt, dass Gott sich von uns wünscht, dass wir ihm unser Herz und unsere Liebe geben und ihm unser Bestes opfern. Und wir haben gelernt, wie wir eine Beziehung mit Gott haben können. Gott kommt zu uns, wenn wir uns mit seinem Wort auseinandersetzen, wenn wir gewillt sind, unser Leben auf die Wahrheit des Wortes Gottes zu stellen und wir mit bußfertigem Herzen mit unseren Sünden zum Gnadenthron Gottes, d. h. zum Kreuz Jesu kommen. Lasst uns Gott in diesem Jahr unser Bestes geben, indem wir durch unser Bibelstudium die Studenten zum Heiligtum Gottes, zu Jesus, führen, wo sie Gott persönlich begegnen und als königliche Priesterschaft und heiliges Volk aufgestellt werden können. </p>
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		<title>Bonn UBF &#8211; Gottes Bund des Blutes (2. Mose 24,8) &#8211; Exodus Lektion 12</title>
		<link>http://www.bonnubf.org/2012/01/bonn-ubf-gottes-bund-des-blutes-2-mose-248-exodus-lektion-12/</link>
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		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 16:49:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Happy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Botschaften]]></category>

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		<description><![CDATA[Gottes Bund des Blutes (PDF-Datei) GOTTES  BUND  DES  BLUTES 2. Mose    21,1 – 24,18 Leitvers    24,8 „Da nahm Mose das Blut und besprengte das Volk damit und sprach: Seht, das ist das Blut des Bundes, den der Herr mit euch geschlossen hat aufgrund aller dieser Worte.“ Im ersten Teil des Buches Exodus haben wir gelernt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.bonnubf.org/wp-content/uploads/2012/01/Ex_2408.SGD_20120129.pdf">Gottes Bund des Blutes (PDF-Datei)</a></p>
<p>GOTTES  BUND  DES  BLUTES</p>
<p>2. Mose    21,1 – 24,18<br />
Leitvers    24,8</p>
<p>„Da nahm Mose das Blut und besprengte das Volk damit und sprach: Seht, das ist das Blut des Bundes, den der Herr mit euch geschlossen hat aufgrund aller dieser Worte.“</p>
<p>Im ersten Teil des Buches Exodus haben wir gelernt, wie Gott die Israeliten mit seiner mächtigen Hand aus der Sklaverei in Ägypten errettet hat. Gott stellte einen Mann Mose als Hirte für sie auf, zwang den unbußfertigen Pharao durch 10 Plagen in die Knie und führte die Israeliten schließlich mitten durch das Rote Meer hindurch in die Freiheit. Dann führte er sie durch die Wüste, indem er sich um alle ihre Bedürfnisse sorgfältig kümmerte, und erlaubte ihnen schließlich am Berg Horeb, ihrem Gott persönlich zu begegnen. Wir haben dadurch Gottes Barmherzigkeit und Liebe zu einem nutzlosen Sklavenvolk kennengelernt, mit der er sie errettete und zu sich führte. Gott trug all ihr Murren und ihre Undankbarkeit und offenbarte ihnen seine Hoffnung, nämlich sie als ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk aufzustellen.</p>
<p>Nachdem sie Gottes Liebe kennengelernt hatten, gab er ihnen seine Gebote. Gott wollte ihnen dadurch praktisch helfen, ein geheiligtes Leben zu führen. Durch ihren Gehorsam gegenüber dem Wort Gottes konnten sie auch ihre Liebe und Dankbarkeit zu Gott ausdrücken. Vor allem wollte Gott ihnen helfen, als ein heiliges Volk Gottes gebraucht zu werden. Schließlich schloss Gott einen Bund mit dem Volk Israel, der mit dem Blut besiegelt wurde. Dieses Blut bedeutete die Vergebung der Sünden und dass Gott sie trotz ihrer Sündhaftigkeit als sein Volk angenommen hatte. Lasst uns heute über die Bedeutung des Bundes im Blut tiefgehend nachdenken. Lasst uns in den Bund mit Gott eintreten und als Gottes heiliges Volk, als seine königliche Priesterschaft für diese Generation gebraucht werden.</p>
<p>1. Ein heiliges Volk (21,1 – 23,33)<br />
In den Kapiteln 21 bis 23 finden wir zahlreiche Gesetze Gottes. Die 86 Verse mit Gesetzen und Geboten Gottes könnten uns leicht abschrecken. Sollen wir etwa Jura studieren? Aber wir müssen wissen, dass die Menschen Gesetze brauchen. Wenn ein Mensch kein Gesetz hat, dann handelt er nur gemäß seinem momentanen Gefühl. Wahrscheinlich würden die Israeliten wie ihre ehemaligen Sklaventreiber als ungerechte, brutale Unterdrücker leben, die nur an sich selber denken und andere ignorieren. Sie würden zuerst an ihren eigenen Vorteile denken. Aber durch das Gesetz Gottes konnten sie zu einem heiligen Volk heranwachsen. Sie konnten Gottes Eigenschaften wie Liebe, Barmherzigkeit und Gerechtigkeit anziehen und in der Welt offenbaren. Viele junge Menschen leben einfach nach ihrem Gefühl und dem Zeitgeist: materialistisch, vergnügungssüchtig und verantwortungslos. Leider gibt es auch viele Christen, die zwar an Jesus glauben, aber Gottes Gebote nicht so ernst nehmen, so dass sich ihr praktisches Leben kaum von dem der weltlichen Menschen unterscheidet. Lasst uns das Gesetz des Herrn Tag und Nacht mit Lust studieren und uns entscheiden, Gottes Wort zu gehorchen, so dass wir als ein heiliges Volk Gottes für diese Generation gebraucht werden können.</p>
<p>In den Versen 2 bis 11 geht es um die Rechte der Schwächsten in der Gesellschaft, nämlich die Rechte der Sklaven. In der damaligen Zeit besaßen Sklaven keine Rechte, sondern wurden wie ein Stück Vieh als Besitz ihres Herrn betrachtet. Aber Gottes Gesetz gab den Sklaven umfassende Rechte. So musste ein hebräischer Sklave nach 6 Jahren Dienst freigelassen werden und Sklavinnen erhielten gleiche Rechte wie Ehefrauen oder Töchter. Diese Verse lehren uns, dass wir jeden Menschen hochachten und das Leben und die Rechte besonders der schwachen Menschen respektieren müssen.</p>
<p>Die Verse 12 bis 27 lehren uns Hochachtung gegenüber dem Leben und der Gesundheit der anderen. Wer diese grundlegenden Rechte nicht achtet, indem er jemanden tötet oder schwer verletzt, der muss entsprechend bestraft werden. Der Vers 24 ist sprichwörtlich geworden: „Auge um Auge, Zahn um Zahn&#8230;“ Hier geht es nicht darum, Rache zu üben, sondern darum, eine willkürliche Rache zu unterbinden und eine ausgleichende Gerechtigkeit zu schaffen. Jesus lehrte uns, dass wir über diese Gerechtigkeit hinaus, anderen vergeben und „die andere Backe“ hinhalten sollen, so wie Jesus uns vergeben hat. Wir sollen unsere Eltern hochachten (15.17). Wer seinen Eltern flucht oder sie schlägt, sollte streng bestraft werden.</p>
<p>Gottes Leute müssen in ihrem praktischen Leben Verantwortung tragen (21,28-22,16). Tiere, die andere verletzen könnten, müssen von ihrem Halter sorgsam verwahrt werden und ein Schaden, den sie anrichten, muss beglichen werden. Wenn man einen Gegenstand verliert, den man ausgeliehen hat, muss man Ersatz dafür leisten. Wenn jemand eine Jungfrau beredet und mit ihr gesündigt hat, soll er wenigstens die Verantwortung tragen und sie heiraten. Gottes Leute dürfen nicht selbstsüchtig handeln, sondern müssen zuerst an den anderen denken. Der Kommunismus ist nicht zuletzt deshalb gescheitert, weil niemand Verantwortung tragen und alle nur die Privilegien genießen wollten. Wo es diejenigen gibt, die Verantwortung mittragen, wird eine gute Umgebung geschaffen, in der Gott wirken kann.</p>
<p>In den Versen 20 bis 26 geht es um den Schutz der Schwachen, wie Ausländern, Witwen, Waisen oder Armen. Solche Menschen werden oft übersehen und benachteiligt, weil sie sich nicht wehren können. Aber die Bibel lehrt uns, dass wir zuerst das Herz der Schwachen verstehen sollen. In gleicher Weise sollen wir uns auch um die schwachen Hoffnungsträger mit dem Herzen Gottes kümmern, auch wenn es manchmal wie ein Verlustgeschäft aussehen mag.</p>
<p>Wir haben auch eine Verpflichtung zur Wahrheit und Barmherzigkeit (23,1-9). Anstatt die eigene Stärke rücksichtslos auszunutzen, sollen wir mit Barmherzigkeit handeln. Vor allem sollen wir der Wahrheit gehorchen, anstatt Geschenke zu nehmen oder das Recht zu beugen.</p>
<p>In den Versen 10 bis 19 geht es um Opfer und Feste. Wenn die Israeliten in das verheißene Land kamen, lauerten neue Gefahren auf sie. Gott gab ihnen diese Gebote, damit sie Gott allezeit danken und sich an Gottes Gnade erinnern konnten. Gottes Leute sollen ihr erstes und bestes dem Herrn opfern. Der Sabbat sollte ein Ruhetag sein, auch für die Sklaven. Alle Männer sollten mindestens dreimal im Jahr zur Bibelkonferenz in Jerusalem zusammenkommen. Gott gab ihnen diese Regeln, damit sie die Schöpfungsordnung in ihrem Herzen festhalten konnten.</p>
<p>Sehen wir uns 22,30a an: „Ihr sollt mir heilige Leute sein.“ Dieser Vers lehrt uns das Ziel, mit dem Gott den Israeliten alle diese zahlreichen Gebote gegeben hat. Sie sollten heilige Leute sein. Sie sollten Menschen sein, die zu Gott gehören und gemäß dem Wort Gottes leben. Sie sollten nicht gemäß ihrem Gefühl und ihrem Gutdünken handeln, sondern bewusst Gott gehorchen und so als ein Volk Gottes leben.</p>
<p>Was geschieht, wenn wir Gott gehorchen und als ein heiliges Volk Gottes leben? Die Verse 20 bis 33 beschreiben, dass Gott einen Engel vor den Israeliten her senden wollte, der sie ins verheißene Land führen würde. Gott wollte sie in allen Bereichen segnen. Gott wollte ihnen Gesundheit, ausreichende Nahrung, zahlreiche Nachkommen und langes Leben geben. Die einzige Voraussetzung war, dass sie dem Wort Gottes gehorchten und Gott allein anbeteten. Gott warnte sie eindringlich davor, die Götter der Kanaaniter anzubeten oder sich von ihrem sündigen Lebensstil beeinflussen zu lassen. Wenn wir Gott praktisch gehorchen, gibt er uns seinen überfließenden Segen. Wenn wir Gott nicht gehorchen, werden wir entsprechende Strafe erfahren. Götzendienst ist wie geistlicher Ehebruch. Möge Gott uns helfen, seinem Wort von ganzem Herzen zu gehorchen und als ein heiliges Volk gebraucht zu werden, dass die sündige Welt überwindet und unter dem Segen Gottes lebt.</p>
<p>In unserem Glaubenleben ist der Gehorsam gegenüber dem Wort Gottes von entscheidender Bedeutung. Als M. Petrus dem Wort Gottes und der Führung Gottes gehorchte und zuerst nach dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit trachtete, hat Gott ihn nicht nur mit 4 fröhlichen Missionaren der 3. Generation gesegnet, sondern ihn auch als einen globalen geistlichen Leiter aufgestellt. Weil H. Holy Maria sich entschied, der Führung Gottes zu gehorchen und als Hirtin für die Musikstudenten zu leben, gab Gott ihr auch den großartigen Glaubenssieg in ihrem Musikstudium. Gott wird auch die Glaubensentscheidung von H. Christoph und M. Hanna, nicht eine weltliche Familie, sondern eine Hirten-Hausgemeinde zu gründen, reichlich segnen und sie zum Segen für die Studenten machen. Manchmal denken wir, dass wir etwas verlieren würden, wenn wir dem Wort Gottes gehorchen. Aber in der Tat werden wir gar nichts verlieren, sondern vielmehr Gottes reichliche Hilfe und Segen erfahren.</p>
<p>In dieser Zeit diskutieren die Menschen viel darüber, wie wir die verschiedenen aktuellen Probleme wie z.B. das Finanzproblem lösen können. Aber hier lernen wir, dass der Schlüssel zum Segen Gottes im Gehorsam gegenüber dem Wort Gottes liegt. Gott hat Korea überreich gesegnet. Obwohl sie ein Land der 3. Welt waren, gehorchten sie dem Weltmissionsbefehl und begannen Krankenschwestermissionare auszusenden. Seitdem hat Gott sie gesegnet und sogar zu einer der führenden Wirtschaftsnationen gemacht. Wir glauben, dass Gott auch uns segnet, wenn wir seinem Wort gehorchen, und dass er uns gebraucht, Deutschland und Europa geistlich wiederzuerwecken und als Hirtennation für die Weltmission zu gebrauchen.</p>
<p>2. Das Blut des Bundes (24,1-18)<br />
In Kapitel 24 geht es um den Bundesschluss, der mit dem Blut besiegelt wurde. Gottes Gebote sind heilig und vollkommen. Aber die Menschen sind unvollkommen und niemand kann alle Gebote erfüllen. Daher brauchen die Menschen die Vergebungsgnade Gottes.</p>
<p>In Vers 3 lesen wir, dass das Volk eine Entscheidung traf, Gott zu gehorchen. Es war eine persönliche und freie Entscheidung, nachdem sie alle Gebote Gottes gehört hatten. Sie entschieden sich, als Gottes heiliges Volk zu leben und seinem Wort zu gehorchen. Gott zwingt uns nicht. Er möchte, dass jeder von uns eine persönliche und freie Entscheidung trifft, dem Wort Gottes zu gehorchen und so als ein heiliges Volk Gottes gebraucht zu werden. In der Tat trafen die Israeliten die gleiche Entscheidung sogar dreimal: In Kap. 19,8, nachdem sie Gottes Vision und Hoffnung kennengelernt hatten, ein Königreich von Priestern zu sein, und in Kap. 24,3 nachdem sie das Gesetz gehört hatten und in Vers 7 nachdem Mose das Gesetz noch einmal vorgelesen hatte. Dies zeigt, wie wichtig diese persönliche Entscheidung der Gläubigen ist, dem Wort Gottes zu gehorchen. Heutzutage denken manche, dass Glauben an Jesus und Gott zu gehorchen zwei verschiedene Dinge wären. Aber für Jesus gehören Glaube und Gehorsam untrennbar zusammen. Jesus sagte in Mt 7,21: „Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.“ Lasst uns darum mit der klaren Entscheidung dem Wort Gottes gehorchen, besonders unserem Jahresleitwort, und so als ein heiliges Volk gebraucht werden. Dies ist der Grund, warum wir nach dem Bibelstudium eine persönliche Stellungnahme schreiben, um Gottes Wort anzunehmen und ihm zu gehorchen.</p>
<p>Was tat Mose, nachdem sie eine Entscheidung getroffen hatten, Gottes Wort zu gehorchen? Lesen wir die Verse 4 und 5 gemeinsam. Am nächsten Tag baute Mose einen Altar und ließ dem Herrn Brandopfer darbringen von jungen Stieren. Er sammelte das Blut der Stiere in einem Becken und sprengte die Hälfte an den Altar. Dann las er noch einmal das Buch des Gesetzes vor und die Israeliten antworteten, dass sie danach leben wollten. Lesen wir den Vers 8 gemeinsam: „Da nahm Mose das Blut und besprengte das Volk damit und sprach: Seht, das ist das Blut des Bundes, den der Herr mit euch geschlossen hat aufgrund aller dieser Worte.“ Mose besprengte das Volk mit dem Blut und sagte: „Seht, das ist das Blut des Bundes, den der Herr mit euch geschlossen hat aufgrund aller dieser Worte.“ Das Besprengen mit Blut steht hier für die Reinigung und Vergebung, wie Hebräer 9,22 sagt: „Ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung.“ Der heilige Gott kann keine Gemeinschaft mit den sündigen Menschen haben, vielmehr müsste er sie bestrafen und vernichten. Aber Gott reinigte die Israeliten durch das Blut und schloss mit ihnen den Bund am Sinai.</p>
<p>Gott hat auch mit uns einen Bund geschlossen, nämlich den neuen Bund in dem Blut Jesu. Jesus vergoss sein heiliges Blut am Kreuz für unsere Sünden, um uns von der Gefangenschaft des Satans zu erretten und uns als seine geliebten Kinder wiederherzustellen. Durch das Blut Jesu haben wir Vergebung, Erneuerung und das ewige Leben. Hebräer 9,14 sagt: „Um wie viel mehr wird dann das Blut Christi, der sich selbst als Opfer ohne Fehl durch den ewigen Geist Gott dargebracht hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott!“ Sünde ist nicht harmlos, sondern sie verlangt das Blut. Gott aber erfüllte seine Gerechtigkeit, indem er Jesus an unserer Stelle bestrafte und ihn sein Blut vergießen ließ, so dass wir frei wären.</p>
<p>Der Bund Gottes wird durch die Vergebungsgnade in dem Blut besiegelt. Wir dürfen zu Gott kommen, nicht weil wir gerecht sind, sondern weil er sein Blut für uns vergossen hat. Dieser neue Bund ist nicht auf das Blut von Tieren, sondern auf das Blut des Sohnes Gottes, Jesus Christus, gegründet. Dieser neue Bund bedeutet, dass Gott all unsere Sünden vollkommen vergeben und uns als seine Kinder, als sein heiliges Volk angenommen hat. Das ist wirklich eine unverdiente Gnade.</p>
<p>Wie groß ist die Gnade Gottes, dass er auch mit unserem Volk einen Bund schließt, unsere Sünden zu vergeben und uns als eine königliche Priesterschaft für die Europa- und Weltmission zu gebrauchen. Eigentlich ist unser Volk zu sündig. Wir haben Gott aus unserem Denken verworfen und leben von Humanismus und Relativismus überwältigt. Vorgestern wurden uns am 70. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz unsere Sünden der Vergangenheit klar vor Augen geführt. Diese Sünde ist zu groß, als dass sie beglichen werden könnte. Aber in seiner einseitigen Gnade hat Gott uns durch das Blut Jesu vergeben, einen neuen Anfang erlaubt. Er hat uns eine friedliche Wiedervereinigung gegeben, weil er eine große Hoffnung hat, Deutschland noch einmal geistlich zu erwecken und uns als eine Hirtennation für die Weltmission zu gebrauchen.</p>
<p>Petrus war ein Mann des Selbstvertrauens, der voller Überzeugung zu Jesus sagte, dass er bereit wäre, mit ihm zusammen zu sterben. Aber noch am gleichen Tag verleugnete der schwache Petrus vor einer kleinen Magd Jesus dreimal. Durch diese Begebenheit erkannte Petrus, dass er ein schwacher, unverbesserlicher Sünder war. Aber als er an den Bund des Blutes glaubte, dass Jesus auch für ihn sein Blut am Kreuz vergossen hatte, wurde er vollkommen wiederhergestellt und konnte sogar als Hirte der ersten Gemeinde gebraucht werden. In 1.Petrus 2,24 bezeugte er: „Der unsere Sünde selbst hinaufgetragen hat an seinem Leibe auf das Holz, damit wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben. Durch seine Wunden seid ihr heil geworden.“ Wir, die Sünder, können Gottes Ansprüchen niemals genügen. Aber Gott hat einen festen Bund mit uns im Blut Jesu geschlossen, all unsere Sünden zu vergeben. Wenn wir zu Jesus kommen, dann richtet er uns als ein heiliges Volk und eine königliche Priesterschaft wieder auf.</p>
<p>Nachdem Gott den Bund mit dem Volk geschlossen und sie durch das Blut gereinigt hatte, berief Gott 70 Ältesten, dass sie auf den Berg steigen und Gott sehen durften. Sie durften Gottes Herrlichkeit sehen. Mose beschrieb nicht, wie Gott ausgesehen hat, sondern nur dass der Boden unter seinen Füßen so schön wie Saphir war. Danach gab es ein leckeres Festmahl. Es war ein Vorgeschmack auf das Himmelreich. Durch die Gnade des Blutes dürfen wir zum Reich Gottes gehen und eine ewige Gemeinschaft mit Gott haben.</p>
<p>Heute haben wir gelernt, dass Gott seinem Volk viele Gesetze gegeben hat, damit sie ihre sündige Innerlichkeit überwinden und als ein heiliges Volk Gottes wachsen könnten. Als sie eine Entscheidung trafen, Gottes Wort zu gehorchen, hat Gott mit ihnen einen Bund geschlossen. In seiner Gnade vergab er ihre Sünden durch das Blutsopfer und nahm sie als sein Volk auf. Lasst uns an die Gnade Gottes im Blut glauben und durch den Glauben eine Entscheidung treffen, Gottes Wort zu gehorchen und als sein heiliges Volk gebraucht zu werden. Gott wird uns dann für die geistliche Wiedererweckung in Deutschland und Europa als seine Leute gebrauchen.</p>
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		<title>Bonn UBF &#8211; Esras Entscheidung des Lebens (Esra 7,10) &#8211; Sonderlektion 4</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 17:49:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Happy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Botschaften]]></category>

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		<description><![CDATA[Esras Entscheidung des Lebens (PDF-Datei) ESRAS  ENTSCHEIDUNG  DES  LEBENS Esra        7,1-28 Leitvers    7,10 „Denn Esra richtete sein Herz darauf, das Gesetz des Herrn zu erforschen und danach zu tun und Gebote und Rechte in Israel zu lehren.“ Anlässlich des 30. Jubiläums des Missionslebens von M. Stephanus Park habe ich die Gnade und Ehre, heute [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.bonnubf.org/wp-content/uploads/2012/01/Esr_0710.SGD_20120122.pdf">Esras Entscheidung des Lebens (PDF-Datei)</a></p>
<p><strong>ESRAS  ENTSCHEIDUNG  DES  LEBENS</strong></p>
<p>Esra        7,1-28<br />
Leitvers    7,10</p>
<p>„Denn Esra richtete sein Herz darauf, das Gesetz des Herrn zu erforschen und danach zu tun und Gebote und Rechte in Israel zu lehren.“</p>
<p>Anlässlich des 30. Jubiläums des Missionslebens von M. Stephanus Park habe ich die Gnade und Ehre, heute vor euch zu stehen und Gottes Wort weiterzugeben. Ich bin eine Frucht des Glaubens und der Gebete meines Vaters, meiner Mutter und von vielen Knechten Gottes und Mitarbeitern in der ganzen Welt. Möge Gott mir und allen Mitarbeitern der nächsten Generation helfen, das geistliche Erbe der Zusammenarbeit in dem Herrn weiterzutragen und mit dem gemeinsamen Gebet die Erfüllung der geistlichen Erweckung von Europa zu sehen.</p>
<p>Esra 7,10 ist das Leitwort und die Orientierung für die Campusmission in Europa. Wir beten für die geistliche Erweckung von Europa. Aber wie kann Europa geistlich erweckt werden? Was ist das Anliegen der jungen Menschen in Europa? Heute möchten wir kennenlernen, wie Gott einen Menschen Esra für die geistliche Wiederherstellung der Israeliten in einer Krisenzeit gebraucht hat. Wir wollen kennenlernen, was der Inhalt der Lebensentscheidung Esras war und welche Auswirkung die Entscheidung dieser einen Person in der Geschichte Gottes hatte. Ich bete, dass jeder von uns diese eine Person wird, die durch den Glauben an den souveränen Gott eine Entscheidung des Lebens trifft und der entscheidende Funke für die geistliche Erweckung von Europa in diesem Jahr 2012 wird.</p>
<p><strong>I.    Esra richtete sein Herz auf das Gesetz des Herrn (1-10)</strong></p>
<p>Die Kapitel 7 und 8 berichten von der Rückkehr der zweiten Gruppe der Israeliten unter der Leitung von Esra von Babel nach Jerusalem. Zwischen der ersten und zweiten Welle der Rückkehrer waren ca. 80 Jahre vergangen. In der Zwischenzeit hatten die Israeliten den Tempel in Jerusalem wieder aufgebaut, das Passafest gefeiert und die Opferzeremonien wieder aufgenommen. Äußerlich schien das Volk Israel wiederhergestellt worden zu sein. Aber aus den Kapiteln 9 und 10 erfahren wir, dass es viele Anzeichen des geistlichen Niedergangs im Volk Gottes gab. Mit der Zeit drang die gottlose Götzenkultur der umliegenden Völker immer mehr bis in dieFamilien der Israeliten ein, was ihre Gesellschaft letztendlich in ein geistliches Chaos führte.</p>
<p>Esra wusste, dass sein Volk wieder in die alte Sünde der Götzenanbetung geraten war. Was war das Problem des Volkes Israel? Warum gerieten sie trotz der wunderbaren Gnade Gottes immer wieder in ihre Sünde? Esra schlussfolgerte, dass ihnen Bibellehrer fehlten. Weil ihnen Bibellehrer fehlten, die sie zur geistlichen Einsicht über die Gebote und Rechte Gottes führen konnten, wurden sie selbstgefällig, hochmütig und Götzendiener ohne Einsicht. Esra sah diese geistliche Realität in seinem Volk und traf aus dem zerbrochenen Hirtenherzen eine Entscheidung des Lebens für die Mission Gottes, der Bibellehrer für sein Volk zu sein.</p>
<p>Sehen wir uns Vers 10 an. Lesen wir diesen Vers einmal gemeinsam: „Denn Esra richtete sein Herz darauf, das Gesetz des Herrn zu erforschen und danach zu tun und Gebote und Rechte in Israel zu lehren.“ Dieser Vers lehrt uns, warum die Hand des Herrn über Esra war und wie Gott ihn für die geistliche Wiederherstellung seines Volkes gebraucht hat. Wir lernen kennen, wie Gott jeden von uns als die eine Person der Entscheidung gebrauchen will, um Europa geistlich zu erwecken. Welche konkrete Entscheidung des Lebens traf Esra und wie konnte er diese Entscheidung treffen?</p>
<p>1.    Esra richtete sein Herz darauf, das Gesetz des Herrn zu erforschen.<br />
Vers 6 sagt uns, dass Esra ein Schriftgelehrter war, der kundig im Gesetz des Mose war. Esra war bereits ein hervorragender Bibellehrer. Niemand zu der Zeit hatte ein größeres Wissen um das Gesetz des Mose als Esra. Aber Esra wurde nicht selbstzufrieden oder stolz. Vielmehr richtete Esra sein Herz darauf, das Wort Gottes noch intensiver und tiefgehender zu erforschen. In der englischen NIV-Übersetzung heißt es: „For Ezra had devoted himself to the study … of the Law of the Lord“. „Devoted“ kann man hier mit „lieben“ übersetzen. Ein Ehemann liebt seine Frau und nimmt sich Zeit für sie, um eine immer tiefere und stärkere Liebesbeziehung zu ihr entwickeln. Genauso liebte Esra das Wort Gottes. Er gab sich für die Erforschung der Bibel hin. Er suchte mit ganzem Herzen nach Gott. Psalm 1 sagt, dass solche Menschen wahrhaft glücklich und selig sind.</p>
<p>Als Esra sein Herz darauf richtete, das Gesetz des Herrn zu erforschen, erkannte er Gottes Willen und Ziel für sein Volk, ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk zu sein und dem Herrn zu dienen. Er erkannte, wie sehr Gott sein Volk trotz seiner wiederholten Sünde liebte und dass er seine Hoffnung für die Israeliten nicht aufgab. Sicher war die Verheißung Gottes aus 2. Mose 19,5.6 in seinem Herzen: „Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen Völkern, denn die ganze Erde ist mein. Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein.“ Der Glaube an die Verheißung Gottes erfüllte ihn mit Zuversicht und Vision für die geistliche Wiederherstellung der Israeliten, so dass er sich entscheiden konnte, sein Volk von Neuem die Gesetze Gottes zu lehren.</p>
<p>Wenn wir uns die Geschichte des Christentums ansehen, waren die Hauptpersonen, die eine geistliche Wiedererweckungsbewegung anführten, immer wieder diejenigen, die sich entschieden hatten, sich wie Esra dem Bibelstudium zu widmen. Martin Luther traf eine Entscheidung, das Wort Gottes tiefgehend zu erforschen. Beim Nachsinnen über den Römerbrief stieß er auf Römer 1,16. Er kämpfte mit diesem Wort, bis er die Wahrheit der Rechtfertigung allein aus dem Glauben annehmen konnte. Dann verteidigte er die Wahrheit des Wortes Gottes gegen die Feinde des Evangeliums und forderte die verdorbene Kirche zur Reformation heraus. Er lebte mit der Vision, die Bibel ins Deutsche zu übersetzen und allen Menschen das Wort Gottes zu geben.</p>
<p>M. Dr. Samuel Lee liebte Gottes Wort von Herzen. Er dachte die ganze Woche über das Wort Gottes nach und bereitete jede Woche eine lebengebende Botschaft vor. Durch seine Botschaft konnten die Mitarbeiter tiefgehend über das Wort Gottes nachsinnen und zu exzellenten Bibellehrern wachsen. Als er sich darauf konzentrierte, mit großer Lust das Wort Gottes zu studieren, segnete und vermehrte Gott das Werk von UBF, sodass es zu einem Missionare aussendenden Werk und Korea eine königliche Priesterschaft für die ganze Welt wurde. Sein Glaubenserbe „Go back to the bible!“ ermahnt uns bis heute, das Wort Gottes mit der höchsten Priorität zu lieben und uns dem tiefgehenden Bibelstudium zu widmen.</p>
<p>Wir haben auch in diesem Jahr 2012 sicherlich vieles zu tun. Vor uns liegen Herausforderungen wie die Schule, das Studium und die Promotion, das Berufsleben und die Kindererziehung. Vor allem liegen vor uns das Schaffangswerk und die geistliche Erweckung von Europa. Um diese Herausforderungen anzunehmen, müssen wir fleißig arbeiten. Aber am wichtigsten ist, dass wir unser ganzes Herz auf das Wort Gottes richten und uns auf das Bibelstudium fokussieren. Das Wort Gottes öffnet unsere Augen für die Hoffnung und Vision Gottes und gibt uns Zuversicht für die geistliche Erweckung von Europa. Unser Bibelstudium darf nicht pflichtmäßig oder trocken, sondern sollte voller Freude und Begeisterung sein. Nur wenn wir selber Freude am Wort Gottes haben, können wir auch die Studenten am Campus und unsere Kinder für das Bibelstudium begeistern. Lasst uns unsere Herzen darauf richten, Gottes Wort mit neuer Liebe, Freude und Begeisterung zu erforschen. Dann wird unser Gott durch unser Bibelstudium in 2012 eine große geistliche Erweckung an den 1.700 Universitäten in Europa bewirken.</p>
<p>2.    Esra richtete sein Herz darauf, nach dem Gesetz des Herrn zu tun.<br />
Esra studierte die Bibel nicht nur in der Theorie. Vielmehr entschied er sich, dem Wort Gottes zu gehorchen und Gottes Gesetze in die Tat umzusetzen. Gottes Wort blieb nicht bloßes Wissen in seinem Kopf, sondern wurde zu seinem Lebensinhalt. Er lebte nach dem Wort und folgte dem Willen Gottes.</p>
<p>Mutter Sarah Barry war eine schöne und reiche junge Amerikanerin. Aber sie gehorchte Johannes 12,24 und gab ihren Heiratstraum auf, um als Bibellehrerin nach Korea zu gehen. Sie entschied sich, aus den komfortablen Wohnvierteln der amerikanischen Missionare auszuziehen, und lebte mit den armen Koreanern. Sie schlief auf dem kalten und harten Fußboden und aß scharfe Speisen. Durch ihren demütigen Gehorsam des Glaubens entschieden sich viele junge Studenten in Korea, ihr Leben Gott hinzugeben wie sie. H. Johannes Chang hätte nach seinem erfolgreichen Studienabschluss eine steile Medizinerkarriere anstreben können. Er entschied sich jedoch aufgrund Matthäus 6,33, nach Bonn zurückzuziehen und der Bibellehrer für die Täuflinge zu werden. Als er morgens den Wortkampf mit höchster Priorität führte und sich jeden Tag um das geistliche Leben der Täuflinge kümmerte, wirkte Gott mächtig in ihnen. Einer nach dem anderen traf eine Entscheidung für das Wort Gottes. Sie kommen frühmorgens freiwillig zum Zentrum, um das Tägliche Brot zu betrachten und für ihre Mitschüler und die Schulmission zu beten. Ein Missionar hatte große Pläne, über Spanien und Lateinamerika das UNO-Hauptquartier zu pionieren. Doch er entschied sich mit Mk 8,34 für die Zusammenarbeit in der Campusmission in Deutschland und Europa. Gott segnete diese Zusammenarbeit in den vergangenen 30 Jahren und stellte unser Jüngererziehungswerk als ein geistliches Hauptquartier für die Europamission auf. Diese selbstlose Zusammenarbeit übte den geistlichen Einfluss auf die Mitarbeiter in Europa aus und brachte viele gute Früchte des Lebens unter den einheimischen Hirten und der nächsten Generation hervor.</p>
<p>Esra hatte große Ehrfurcht vor dem Wort Gottes und gehorchte dem Wort Gottes. 5. Mose 28,2 sagt: „Und weil du der Stimme des Herrn, deines Gottes, gehorsam gewesen bist, werden über dich kommen und dir zuteilwerden alle diese Segnungen.“ Lasst uns auch in diesem Jahr kämpfen, uns selbst dem Wort Gottes unterzuordnen und mit geistlicher Vollmacht dem Werk Gottes zu dienen. Wenn wir junge Studenten weiden und sie als Mitarbeiter aufstellen wollen, müssen wir dem Wort Gottes gehorchen. Wir müssen einen harten Kampf führen, einem Wort, zumindest unserem Jahresleitwort, zu gehorchen und unser ganzes Leben danach auszurichten. Wenn wir selber Gottes Wort gehorchen, werden unsere Hoffnungsträger ihm auch gehorchen. Wer sind die klugen Menschen? Matthäus 7,24 sagt: „Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute.“</p>
<p>3.    Esra richtete sein Herz darauf, Gebote und Rechte in Israel zu lehren.<br />
Esra glaubte an die Macht des Wortes Gottes. Gemäß Nehemia 8,9 fing das Volk Israel an, zu weinen, als Esra sie Gottes Wort lehrte. Sie weinten, weil sie von dem Wort Gottes persönlich berührt wurden und erschrocken waren. Als Esra sein Volk das Wort Gottes lehrte, erweichte Gottes Wort ihre verhärteten Herzen und gab ihnen geistliche Einsicht über ihre Sünden und über Gottes treue Liebe.</p>
<p>Europa befindet sich in vieler Hinsicht im Überfluss und Segen Gottes. Aber geistlich gesehen befindet sich Europa genau wie die Israeliten in einem totalen geistlichen Durcheinander. Während die evangelische Kirche in anderen Kontinenten wie Lateinamerika, Afrika und Asien ein enormes Wachstum bis zu über 2.000 % erfährt, ist die Zahl der Kirchen- und Gemeindemitglieder auf unserem Kontinent in den letzten 100 Jahren auf über minus 50 % gesunken. Die Kirchen verschwinden. Europa ist zu einem Missionsfeld geworden. Warum ist das so? Die Leiter der Kirchen bieten viele Aktivitäten an, aber sie haben das Bibelstudium aus dem Programm herausgenommen. Das Wort Gottes wird relativiert. Das Evangelium ist mit anderen Überzeugungen wie dem Humanismus, Hedonismus und Materialismus ersetzt worden. Es gibt in Europa zu wenige Bibellehrer, die das Wort Gottes in der Bibel verteidigen und lehren.</p>
<p>Was Europa wirklich braucht, ist das Wort Gottes. Europa braucht Bibelstudium! Europa braucht Bibellehrer, die sich von ganzem Herzen dem Bibelstudium widmen und das Wort Gottes aus ihrem Leben heraus weitergeben. Ein Bibellehrer wie H. Joachim Dietzel ist sehr wichtig für die geistliche Erweckung in Europa. Eine Bibellehrerin wie M. Debora Elsholz ist entscheidend für die Bußbewegung in Europa. Europa braucht dich, H. Elisabeth, als Bibellehrerin! Gott segnete die Lebensentscheidung eines Bibellehrers, M. Peter Chang, mit Markus 6,37a und bewirkte durch ihn eine große geistliche Erweckung in Europa. Als er sich für das Jüngererziehungswerk mit dem Bibelstudium und der Lebensgemeinschaft hingab, stellte Gott viele einheimische Hirten als verantwortliche Bibellehrer und vollmächtige Diener des Wortes Gottes auf. Viele einsame Mitarbeiter in Europa wurden durch sein Hirtenherz und sein Bibelstudium ermutigt, dass die Campusmission in Europa möglich ist. Nun haben sie ein festes Gefäß der Einheit und Zusammenarbeit für die Europamission gebildet und fordern mutig das Jüngererziehungswerk an den europäischen Campussen heraus. Weiterhin hat Gott seine Vision gesegnet, die nächste Generation als Bibellehrer und globale Leiter aufzustellen. Während der vergangenen europäischen Young Leaders‘ Conference studierten junge Menschen aus 23 verschiedenen Ländern die gesamte Genesis in 7 Lektionen. Durch dieses intensive Bibelstudium wurden über 40 exzellente Genesisbibellehrer aufgestellt. Wir sahen die Vision, dass Gott durch die Bibellehrer und globalen Leiter der nächsten Generation Europa geistlich erwecken und die Welt verändern wird.</p>
<p>Das Wort Gottes ist die einzige Lösung für die geistliche Erneuerung und Wiederherstellung in Europa. Es ist die einzige Waffe, mit der wir die postmoderne und sündige Generation in Europa herausfordern und bezwingen können. Nichts in dieser Welt kann einen sündenkranken Menschen heilen. Aber das Wort Gottes ist die Kraft der Erweckung, die Kraft Gottes, die eine Gesellschaft, ein Land, einen Kontinent und eine ganze Generation in eine neue Kreatur verändern kann. Allein in dem Wort Gottes gibt es wahre Hoffnung und geistliche Erweckung für die Menschen in Europa. Möge Gott jeden von uns segnen, eine Entscheidung des Lebens für die Mission Gottes zu treffen, Bibellehrer für Europa zu sein.</p>
<p><strong>II.    Die Hand des Herrn war über ihm (11-28)</strong></p>
<p>1.    Esras Hirtenherz und Verantwortung für die Zusammenarbeit<br />
In Vers 7 erfahren wir, wer mit Esra nach Jerusalem zog. „Und mit ihm zogen herauf einige von den Israeliten und von den Priestern und Leviten, von den Sängern, Torhütern und Tempelsklaven nach Jerusalem im siebenten Jahr des Königs Artahsasta.“ Esra hatte ein klares Gebetsanliegen, Israel geistlich zu erwecken. Doch er arbeitete nicht alleine, sondern gewann Mitarbeiter für die große Aufgabe der geistlichen Wiederherstellung. Im Gebet erkannte Esra, dass er für das Werk Gottes Mitarbeiter brauchte. In den Versen 15 bis 20 von Kapitel 8 wird berichtet, wie Esra mit dem Verantwortungsbewusstsein kämpfte, die Leviten zur Zusammenarbeit zu gewinnen und sie als Leiter aufzustellen. Er sandte verständige Leiter und ließ sie mit den Leviten Bibelstudium machen. Mit dem Wort Gottes pflanzte er Zuversicht und Vision in die Herzen der Leiter der nächsten Generation ein und ermutigte sie, dass jeder einzelne von ihnen für das Werk Gottes sehr wichtig und entscheidend war. So wurden ihre Herzen bewegt, bis sie bereit wurden, Esra zu folgen und mit ihm für die geistliche Erweckung der Israeliten zusammenzuarbeiten. Insgesamt waren es 258 leitende Mitarbeiter der Leviten und Tempeldiener. Dies lehrt uns, dass das Werk Gottes das Werk der Zusammenarbeit ist. Wir, die Mitarbeiter der nächsten Generation, sollen in der Lage sein, unsere Hoffnungsträger als Mitarbeiter zu gewinnen. Bist du, H. Alexander, bereit, der wichtige Mitarbeiter für die geistliche Erweckung von Deutschland und Europa zu sein? Bist du, Ht. Jöran, bereit, der wichtige Mitarbeiter für die geistliche Erweckung von Deutschland und Europa zu sein? Durch die Zusammenarbeit mit Leitern wie Heinrich Derksen von BSB, Dr. Wonsuk Ma von OCMS, Evi Rodemann von MissionNet und Tobias Schultz von OM wird das Werk der geistlichen Wiederherstellung von Europa als ein Missionare aussendender Kontinent sicher geschehen.</p>
<p>2. Esras Glaube an den souveränen Gott<br />
Sehen wir uns die Verse 11 und 12 an: „Und dies ist die Abschrift des Schreibens, das der König Artahsasta Esra gab, dem Priester und Schriftgelehrten, der kundig war in den Worten der Gebote und Satzungen des HERRN für Israel: Artahsasta, der König aller Könige, an Esra, den Priester und Beauftragten für das Gesetz des Gottes des Himmels: Friede zuvor!“ In seinem Erlass an Esra befahl König Artahsasta, dass alle Israeliten, die nach Jerusalem zurückkehren wollten, mit Esra ziehen konnten. Der König stellte Esra alle notwendigen Hilfsmittel, vor allem materielle Güter, zur Verfügung und sagte ihm seine uneingeschränkte Hilfe zu. Hier lernen wir den Glauben von Esra kennen. Esra hatte keine Furcht vor dem König. Er berechnete auch nicht, was möglich war und was nicht. Nein! Esra ging mutig zum König und bat ihn ganz konkret um die Hilfe, weil er Glauben an den souveränen Gott hatte. Er hatte feste Zuversicht, dass Gott im Herzen des Königs wirkte. Gott erhörte sein Gebet zu 120% Prozent. Artahsasta gewährte Esra Gold und Silber für den Kauf von Stieren, Widdern, Lämmern, Speis- und Trankopfern zum Dienst am Haus Gottes. Weiterhin gab der König Esra unbegrenzte Vollmacht: „Alles, was Esra, der Priester und Beauftragte für das Gesetz des Gottes des Himmels, von euch fordert, das tut mit Sorgfalt.“ (21) Die Verwalter in Juda und Jerusalem sollten die notwendige Nahrung zur Verfügung stellen und durften den Dienern am Haus Gottes keine Steuern auferlegen. Esras Aufgabe bestand außerdem darin, nach der Weisheit Gottes Richter und Rechtspfleger einzusetzen, damit sie dem Volk nach dem Gesetz Gottes Recht sprechen sollten. Wer das Gesetz Gottes nicht kannte, den sollte er es lehren. Wer es aber nicht einhielt, sollte bestraft werden.</p>
<p>Sehen wir uns die Verse 27 und 28 an: „Gelobt sei der HERR, der Gott unserer Väter, der solches dem König eingegeben hat, dass er das Haus des HERRN in Jerusalem so herrlich mache, und der mir die Gunst des Königs und seiner Räte und aller mächtigen Oberen des Königs zugewandt hat! Und ich ward getrost, weil die Hand des HERRN, meines Gottes, über mir war, und sammelte aus Israel Sippenhäupter, dass sie mit mir hinaufzögen.“ Dies ist Esras Lobgesang und sein Zeugnis des Glaubens.</p>
<p>Als eine Person eine Lebensentscheidung für das Wort Gottes traf, lenkte der souveräne Gott sogar das Herz des Königs einer heidnischen Supermacht und bereitete durch ihn die beste Umgebung für die geistliche Erweckung seines Volkes vor. Gott segnete die Entscheidung eines Menschen, Esra, und half ihm durch den König, den Willen Gottes für die geistliche Wiederherstellung des Volkes Israel zu erfüllen. Gottes souveräne Hand ist immer mit denen, die Vision haben, seinen Willen zu tun. Gott freut sich über die Lebensentscheidung eines Menschen und gebraucht sie, um sein Werk der geistlichen Erweckung zu erfüllen. Gott wird die Entscheidung eines Menschen, H. Christoph, mit der Verheißung Gottes nicht eine säkulare Familie, sondern eine Hirtenfamilie für die Europamission zu gründen, reich segnen und die Uni Koblenz zur geistlichen Erweckung führen. Gott wird die Entscheidung eines Menschen, M. Petrus, für das Wort Gottes segnen und die geistliche Erweckung von Europa vollbringen. Unser Gott hilft uns und unterstützt uns voll und ganz, wie er Esra unterstützt hat. Unser Gott bereitet selbst die beste Umgebung für die geistliche Erweckung von Europa vor.</p>
<p>Die Aufstellung von 360 geistlichen Leitern in Deutschland, die Pionierung der 1.700 Hochschulen in Europa, die Aussendung von 100.000 Missionaren aus Europa ist möglich durch das Bibelstudium! Lasst uns eine Entscheidung des Lebens wie Esra treffen, unser Herz auf das Bibelstudium zu richten und Bibellehrer für Europa zu sein. Lasst uns in diesem Jahr des Schaffangs uns dem Bibelstudium mit 12 Hoffnungsträgern widmen, jeder 2 Hoffnungsträger jede Woche zum Sonntagsgottesdienst führen und unseren Weihnachtsgottesdienst mit 500 Bibellehrern feiern! Lasst uns in 2012 die eine Person sein, durch die unser souveräner Gott sogar die Herzen der weltlichen Leiter in Europa lenkt und unseren Kontinent zur geistlichen Erweckung und Wiederherstellung führt! Amen.</p>
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		<title>Bonn UBF &#8211; Der Glaube von Kaleb und Josua (4. Mose 14,24) &#8211; Sonderlektion 3</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Jan 2012 16:43:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Happy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Botschaften]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Glaube von Kaleb und Josua (PDF-Datei) DER  GLAUBE  VON  KALEB  UND  JOSUA 4.Mose    13,1 – 14,25 Leitvers    14,24 „Nur meinen Knecht Kaleb, weil ein anderer Geist in ihm ist und er mir treu nachgefolgt ist, den will ich in das Land bringen, in das er gekommen ist, und seine Nachkommen sollen es einnehmen.“ Wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.bonnubf.org/wp-content/uploads/2012/01/4Mo_1424.SGD_20120115.pdf">Der Glaube von Kaleb und Josua (PDF-Datei)</a></p>
<p>DER  GLAUBE  VON  KALEB  UND  JOSUA</p>
<p>4.Mose    13,1 – 14,25<br />
Leitvers    14,24</p>
<p>„Nur meinen Knecht Kaleb, weil ein anderer Geist in ihm ist und er mir treu nachgefolgt ist, den will ich in das Land bringen, in das er gekommen ist, und seine Nachkommen sollen es einnehmen.“</p>
<p>Wir danken Gott, dass wir am Anfang dieses Jahres für das Werk der geistlichen Wiedererweckung beten dürfen. Wir möchten wie Esra unser Herz für das Wort Gottes und das tiefgehende Bibelstudium geben und mit 500 Bibellehrern den Sonntagsgottesdienst feiern. Wir beten, dass durch unser Zweierbibelstudium und Jüngererziehungswerk Deutschland und Europa geistlich wiedererweckt werden und unser Land noch einmal als Hirtennation gebraucht wird.</p>
<p>Im heutigen Abschnitt geht es darum, dass wir Glauben und Vision haben müssen, um Gottes Verheißung zu erlangen. Die Israeliten waren nach 2 Jahren Wüstenwanderung endlich an der Grenze des verheißenen Landes angekommen. Die Erfüllung der Verheißung Gottes war zum Greifen nah. Aber gerade in diesem entscheidenden Moment versagten sie, als sie aus Unglauben und Furcht gegen Gott murrten und haderten. Als Folge dessen konnten sie das verheißene Land nicht einnehmen, sondern eine ganze Generation musste in der Wüste sterben. Im Gegensatz dazu konnten Josua und Kaleb, die auf Gott schauten und durch den Glauben lebten, das verheißene Land einnehmen. Lasst uns über allen Unglauben, Berechnung und negative Denkweise Buße tun und durch den Glauben in diesem Jahr das verheißene Land der Weltcampusmission und der geistlichen Erweckung in Europa erkunden und erobern. Lasst uns nicht vom Geist der Furcht überwältigt gelähmt leben, sondern wie Kaleb und Josua einen anderen Geist anziehen und Gottes Verheißung erlangen.</p>
<p>I. Erkundet das Land Kanaan (13,1-33)<br />
Die Eroberung des Landes Kanaan war ein neuer Abschnitt in der Geschichte, in der Gott seine Verheißung erfüllen wollte, die er schon Abraham gegeben hatte und mit der er das Volk aus Ägypten geführt hatte. In dieser Situation mussten sie neuen Glauben lernen und an die Macht Gottes glauben.</p>
<p>Gott befahl zuerst Kundschafter in das Land zu senden. Mose wählte für diese wichtige Aufgabe 12 Leiter aus, aus jedem Stamm der Israeliten einen. Unter ihnen waren Josua und Kaleb. Diese Leiter sollten das Land genau erkunden, sowohl geographisch, soziologisch, ökonomisch und militär-technisch. Sie sollten alles genau gemäß der sechs W-Fragen erkunden. Wir gehorchen durch den Glauben, aber das heißt nicht, dass wir unsere Augen verschließen sollen. In einem Kampf ist es am wichtigsten, den Gegner genau zu kennen und sich selbst zu kennen. Im Geschäftsleben ist die Kenntnis des Marktes entscheidend, um die richtige Strategie zu finden. Als Hirten müssen wir wissen, wofür sich unsere Hoffnungsträger interessieren, was ihr Charakter ist und wie wir sie ansprechen können. Wir sollen sowohl ihre Stärken als auch ihre Schwächen kennen. Gott wollte, dass die Israeliten das verheißene Land kennen und Vision gewinnen und das Land mit der Hilfe Gottes erobern könnten.</p>
<p>Wie verlief die Kundschaftsreise? Sie kamen zunächst nach Hebron, wo sie drei Nachkommen des Riesen Anak fanden. Am Bach Eschkol fanden sie Mega-Früchte, wie eine Weintraube, die sie nur zu zweit tragen konnten. Schließlich kehrten sie nach 40 Tagen wieder ins Lager der Israeliten zurück. In ihrem Bericht bestätigten sie, dass das Land „mit Milch und Honig floss“, wie Gott es ihnen verheißen hatte. Gott hatte nicht übertrieben. Die Früchte, die sie den Israeliten zeigten, waren ein klarer Beweis der Fruchtbarkeit des Landes und den Israeliten musste schon das Wasser im Munde zusammengelaufen sein. Aber als sie über die großen und festen Städte berichteten und dass die Einwohner größer waren als sie, wurden die Israeliten kreidebleich. Vielleicht hatten sie gedacht, dass ihnen das verheißene Land einfach so geschenkt würde. Aber als sie erkannten, dass ihnen schwere Kämpfe bevorstanden, wurden sie sehr unruhig und begannen gegen Mose zu murren.</p>
<p>Sehen wir uns Vers 30 an: „Kaleb aber beschwichtigte das Volk, das gegen Mose murrte, und sprach. Lasst uns hinaufziehen und das Land einnehmen, denn wir können es überwältigen.“ Kaleb war voller Zuversicht und Pioniergeist. Er sah auf Gott und glaubte fest an die Verheißung Gottes. Doch die anderen 10 Kundschafter behaupteten, dass es unmöglich wäre, das Land einzunehmen. Sie verbreiteten auch ein Gerücht, dass das Land voll von Riesen wäre und dass es die eigenen Leute umbringen würde. Sie betrachteten sich selbst als Heuschrecken und dachten, dass die Kanaaniter auch so über sie denken würden. (V.33)</p>
<p>Hier lernen wir, dass es sehr wichtig ist, alle Dinge durch den Glauben und aufgrund der Verheißung Gottes zu betrachten. Die Kundschafter hatten alle das Gleiche gesehen, aber je nachdem, ob sie Glauben hatten oder nicht, fiel ihr Bericht sehr unterschiedlich aus. Wenn wir Europa mit ungläubigen Augen betrachten, dann können wir nur den geistlichen Rückgang, fortschreitende Unmoral, ein statistisches Erstarken des Islams, usw. sehen und kaum eine Hoffnung haben. Mit menschlichen Augen betrachtet sehen unsere Missionare und Hirten wie Heuschrecken unter den Studenten aus, die wie intellektuelle Riesen sind. Was kann unser Mini-Zweierbibelstudium gegen die Bollwerke von Humanismus und Relativismus ausrichten? Aber dies ist die menschliche Sichtweise.</p>
<p>So wie Gott den Israeliten schon verheißen hatte, dass er ihnen das Land geben wollte, so ist Gott auch mit uns und er will seine Verheißung erfüllen. Gott hat seine Knechte aus dem fernen Korea nach Europa gesandt, um diesen Kontinent geistlich neu zu erwecken. Er hat durch das Zweierbibelstudium mächtig gewirkt, und viele entschlossene Leiter unter den deutschen Studenten aufgestellt. Die Bollwerke des Humanismus und Relativismus sind längst marode geworden und müssen vor dem zweischneidigen Schwert des Wortes Gottes fallen. In Gottes Augen sind wir Streiter Christi und seine königliche Priesterschaft, die Gottes Wohltaten vollmächtig verkündigt. Wir sind keine Heuschrecken, sondern globale geistliche Leiter, die Gott gebraucht, um den Kurs von Europa zu ändern und unser Land als eine Hirtennation für die Weltmission wiederherzustellen.</p>
<p>Ein junger Mann lebte als ein Partylöwe. Darum erlitt er eine bittere Niederlage im Studium. Aber das lebendige Wort Gottes hat ihn angesprochen und herausgefordert, so dass er eine Entscheidung treffen durfte, zu Jesus zu kommen und sich von ihm verändern zu lassen. Ein anderer junger Mann fühlte sich minderwertig, indem er dachte, dass er zu schwach und klein wäre. Aber als er lernte, sich selbst zu verleugnen und dem Wort Gottes zu gehorchen, erfuhr er Gottes Hilfe in vielen Bereichen. Nun hat er eine gesegnete Zuversicht auf das Wirken Gottes und dass Gott ihn als einen globalen Leiter für diese Generation gebraucht.</p>
<p>Das Problem der 10 Kundschafter war vor allem ihre Furcht, die aus dem Unglauben an die Verheißung Gottes kam. Wegen der Furcht wollten sie aufgeben, ohne ein einziges Mal gekämpft zu haben. Manchmal geraten wir auch in die Furcht, so dass wir von negativen Gedanken überwältigt werden und gar nichts mehr tun können. Manche Studenten erfahren solche Furcht vor einer wichtigen Prüfung und geben schon vorher auf. Wenn wir mit Furcht leben, bekommen wir eine falsche Zuversicht, z.B. dass alle Studenten unsere Einladung ablehnen würden. Aber das ist die Lüge des Satans. Obwohl es einen negativen Aspekt in der Realität geben mag, dürfen wir uns nicht davon überwältigen lassen. Wir sollen auf Gott schauen und durch den Glauben an Gottes Verheißung leben, dass er schon Deutschland und Europa gemäß seinem Plan verändert hat: „Ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein.“ (Ex 19,6)</p>
<p>Wegen der Schwierigkeiten oder bevorstehenden Kämpfe die Mission Gottes abzulehnen und hilflos und gelähmt zu werden, ist eine große Sünde. Gottes Mission zu gehorchen ist eine absolute Notwendigkeit, um das verheißene Land zu erobern. In Deutschland sehen wir viele Gemeinden, die keine Mission haben. Als Folge dessen sind sie hoffnungslos überaltert, schrumpfen und müssen viele Kirchengebäude verkaufen. Ihr Schicksal ist sehr traurig wie das der Israeliten, die das verheißene Land nicht erobern konnten und in der Wüste sterben mussten.</p>
<p>Gottes Mission zu gehorchen gibt uns den Weg zu einem fruchtbaren und Gott verherrlichenden Leben. Wir dürfen auch die wahre Freude Gottes erfahren und das verheißene Land erobern. Obwohl dies viele geistliche Kämpfe erfordert, brauchen wir nicht davor zurückzuschrecken. Wir müssen wissen, dass die Campusmission, die Gott uns anvertraut hat, ein außerordentlich gutes Land ist. Wir müssen wissen, dass Europa eine große Hoffnung in Gott hat. Wenn wir durch den Glauben leben, können wir es überwältigen. Dann kann Gott jeden von uns als einen einflussreichen Menschenfischer gebrauchen, dass wir mit 500 Bibellehrern den Gottesdienst feiern und eine geistlichen Erweckung initiieren dürfen. Last uns immer auf Gott schauen und an seiner Verheißung festhalten, so dass wir nicht von der sichtbaren Realität überwältigt werden, sondern durch den Glauben Gottes Mission treu erfüllen und unser Land der Verheißung sehen und erobern können.</p>
<p>II. Weil ein anderer Geist in ihm ist (14,1-25)<br />
Was war die Folge des negativen Berichtes durch die 10 Kundschafter? Ihre ungläubigen Worte wirkten sehr destruktiv. Das Volk wurdefurchtsam, so dass sie schrien und die ganze Nacht hindurch weinten. Als sie von Furcht überwältigt wurden, vergaßen sie alle Gnade und Fürsorge Gottes, rebellierten gegen seine beste Führung und wollten wieder nach Ägypten zurückkehren. Sie sagten: „Warum führt uns der Herr in dies Land, damit wir durchs Schwert fallen und unsere Frauen und unsere Kinder ein Raub werden? Ist’s nicht besser, wir ziehen wieder nach Ägypten?“ (V.3) Sie hatten falsche Zuversicht und völlig übertriebene Furcht. Mose und Aaron waren so schockiert, dass sie auf ihr Angesicht fielen. Sie konnten nur noch beten.</p>
<p>Sehen wir uns die Verse 6 bis 9 an. In diesem kritischen Moment traten Kaleb und Josua vor das Volk. Sie zerrissen im heiligen Zorn ihre Kleider. Dann ermahnten sie das Volk, nicht vom Herrn abzufallen. Sie bestätigten klar, dass das Land Kanaan ein außerordentlich gutes Land ist. Sie bezeugten, dass es sehr wohl möglich war, das Land zu erobern, weil der Herr ihnen gnädig war. Sie forderten das Volk auf, nicht vom Herrn abzufallen und sich nicht zu fürchten. Furcht ist das Gegenteil von Glauben. Ihr Unglaube war eine Rebellion gegen Gott. Wenn man wie die Israeliten die Liebe und Fürsorge Gottes täglich erfährt, aber im entscheidenden Moment sich aus Unglauben zurückzieht, die Verheißung Gottes nicht ergreift und stattdessen in sein altes Leben zurückkehrt, dann ist dies Rebellion gegen Gott und Gott ist sehr zornig.</p>
<p>Lesen wir einmal den Vers 9 gemeinsam: „Fallt nur nicht ab vom Herrn und fürchtet euch vor dem Volk dieses Landes nicht, denn wir wollen sie wie Brot auffressen. Es ist ihr Schutz von ihnen gewichen, der Herr aber ist mit uns. Fürchtet euch nicht vor ihnen!“ Josua und Kaleb hatten eine andere Sichtweise als das übrige Volk. Für sie war das Land Kanaan nicht zum Fürchten, sondern es war wie leckeres Brot oder wie ein reich gedeckter Frühstückstisch, zu dem man mit Begeisterung geht, um sich die schönsten Leckereien auszusuchen. Sie hatten einen großen geistlichen Appetit und Begeisterung und Pioniergeist, das Land Kanaan für den Herrn einzunehmen und dabei Gottes Wirken zu erfahren.</p>
<p>Kaleb und Josua waren anders, weil sie an Gottes Verheißung glaubten und sich an das bisherige Wirken Gottes erinnerten. Mit anderen Worten sahen sie auf Gott und hatten Gott in ihrem Herzen. Als sie auf Gott schauten, wurden die Probleme und Schwierigkeiten immer kleiner. In diesem Sinne ist es entscheidend, dass wir unser grundlegendes geistliches Leben mit Bibelstudium und Gebet treu führen und unsere Augen auf Gott fixieren. Dann können wir alle Probleme durch den Glauben überwinden und Gott durch ein siegreiches Leben verherrlichen.</p>
<p>Leider hatte Josuas und Kalebs Intervention keinen Erfolg. Statt Buße zu tun, wollte das Volk die beiden sogar steinigen. Doch gerade in diesem Moment griff Gott selbst ein. Die Herrlichkeit des Herrn erschien über der Stiftshütte und Gott tadelte das Volk und verkündete seinen Plan, das Volk wegen ihrer Lästerung und ihres Unglaubens zu vertilgen. Gott wollte stattdessen Mose zu einem neuen Abraham machen. Doch Mose kam erneut mit dem Fürbittegebet für das Volk zu Gott, wie schon früher am Berg Horeb. Mose betete aufgrund der Barmherzigkeit Gottes und aufgrund der Verkündigung der Ehre Gottes für das Volk.</p>
<p>Gott erhörte Moses Gebet und sagte zu, die Sünde der Israeliten zu vergeben. Dennoch sollten sie die Strafe für ihren Ungehorsam und ihre zehnmalige Rebellion tragen. Gott bestimmte, dass sie das verheißene Land nicht betreten durften. Stattdessen sollten sie wieder in die Wüste zurückziehen. Alle, die jetzt über 20 Jahre alt waren, sollten dort sterben. Erst nach 40 Jahren, nachdem diese Generation gestorben war, erlaubte Gott ihren Kindern, das verheißene Land zu erobern.</p>
<p>Dies zeigt, wie ernsthaft die Sünde des Unglaubens und des Ungehorsams für Gott ist. Obwohl die Israeliten alle Zeichen Gottes von Ägypten an gesehen und so oft Gottes wunderbare Rettung und seine geduldige Fürsorge erfahren hatten, waren sie in ihrem Herzen ungläubig und wollten sich bei jeder Schwierigkeit zurückziehen. Dies geschah nicht nur einmal, sondern zehnmal (V.22). Als sie nicht Buße taten, war schließlich Gottes Geduld zu Ende, so dass er ihnen nicht erlaubte, das verheißene Land zu betreten. Wie tragisch ist es, wenn Gott seine Verheißung erfüllen will, wir sie aber wegen unserem eigenen Unglauben nicht erlangen können!</p>
<p>Lesen wir den Vers 24: „Nur meinen Knecht Kaleb, weil ein anderer Geist in ihm ist und er mir treu nachgefolgt ist, den will ich in das Land bringen, in das er gekommen ist, und seine Nachkommen sollen es einnehmen.“ Weil Kaleb auf der Seite Gottes gestanden hatte und daran glaubte, dass sie das Land einnehmen würden, versprach Gott, dass er nicht sterben, sondern das verheißene Land einnehmen und besitzen würde. In der Tat waren nach 40 Jahren nur noch Josua und Kaleb am Leben und nahmen an der Eroberung Kanaans teil. Kaleb eroberte die Stadt Hebron, vor deren riesenhaften Einwohnern die Israeliten einst so furchtsam gewesen waren. Gott bezeichnete Kaleb als seinen Knecht. Der andere Geist bezieht sich darauf, dass Kaleb vom Heiligen Geist geleitet war. 2.Timotheus 1,7 sagt: „Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ Der Geist der Furcht kommt vom Satan. Aber Gottes Geist gibt uns Kraft zum geistlichen Kampf, Liebe zu den Seelen der Menschen und Besonnenheit für unseren eigenen Wandel. Darum sollen wir nicht von dem Geist der Furcht getrieben leben, sondern uns von Gottes Geist erfüllen lassen und mit einem anderen Geist leben.</p>
<p>Wir sind sehr dankbar für Evi Rodemann, die einen anderen Geist hat, nämlich nicht wegen der Lage niedergeschlagen und furchtsam ist, sondern durch den Mission-Net-Kongress ein großartiges Werk Gottes herausfordert. Missionar Peter hat einen anderen Geist, so dass er alle Europäischen Nationaldirektoren motivieren konnte, so dass sie geistlich erstarken und Leiterschaft ergreifen konnten.</p>
<p>Gott möchte, dass wir einen anderen Geist habe, nicht wie viele Christen in unserem Land niedergeschlagen leben und hilflos zusehen, wie die Gemeinde langsam zerfällt. Wir dürfen vielmehr über unsere Furcht und Lähmung Buße tun, wie Kaleb auf Gott schauen und die geistliche Wiedererweckung in Deutschland und Europa sehen. Mit diesem Geist dürfen wir die Erschließung von 360 Hochschulen in Deutschland durch unser Zweierbibelstudium herausfordern. Wir dürfen auch die Erschließung aller 45 Länder in Europa und die Aussendung von Hausgemeinden an die 1700 Campus in Europa herausfordern.</p>
<p>Gottes Verheißung ist kein Schlaraffenland, wo einem die Brathähnchen direkt in den Mund fliegen. Wie wir für unser tägliches Brot arbeiten, so müssen wir auch für die Erfüllung der Verheißung geistlich kämpfen. Wir müssen uns selbst verleugnen, um den geistlichen Segen zu bekommen. Wir müssen beten, Gottes Wort fleißig studieren und dem Einladungswerk dienen, dann können wir auch eine große Ernte einfahren und Gott verherrlichen. Lasst uns nicht länger mit schwachem und furchtsamem Geist bleiben, sondern wie Kaleb und Josua einen andern Geist anziehen, der Gott verherrlicht und Gottes Werk in dieser Zeit sehen und erfüllen kann. Lasst uns in diesem Jahr die Campusmission, die Aufstellung von 500 Bibellehrern und die geistliche Wiedererweckung in Europa durch den Glauben herausfordern und unser verheißenes Land erobern.</p>
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		<title>Bonn UBF &#8211; Aber die Liebe ist die Größte unter ihnen (1. Korinther 13,13) &#8211; Sonderlektion 2</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Jan 2012 17:44:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Happy</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Aber die Liebe ist die Größte unter ihnen (PDF-Datei) ABER DIE LIEBE IST DIE GRÖSSTE UNTER IHNEN 1. Korinther 13,1-13 Leitvers 13,13 „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“ Wir danken Gott, dass er im vergangenen Jahr 2011 treu mit uns gewesen ist, dass er uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.bonnubf.org/wp-content/uploads/2012/01/1Kor_1313.SGD_20120108.pdf">Aber die Liebe ist die Größte unter ihnen (PDF-Datei)</a></p>
<p><strong>ABER DIE LIEBE IST DIE GRÖSSTE UNTER IHNEN</strong></p>
<p>1. Korinther 13,1-13<br />
Leitvers 13,13</p>
<p>„Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“</p>
<p>Wir danken Gott, dass er im vergangenen Jahr 2011 treu mit uns gewesen ist, dass er uns bewahrt, in vielerlei Hinsicht gesegnet und darüber hinaus als guten Einfluss auf unsere postmoderne Gesellschaft kostbar gebraucht hat. Besonders danken wir Gott, dass er mit unserer neuen Generation gewesen ist, dass sie im Glauben und in der Liebe zu Gott gewachsen sind und anfangen durften, als königliche Priesterschaft und globale geistliche Leiter der Europa- und Weltmission zu dienen. Nun beten wir für das neue Jahr 2012, dass Gott jedem von uns klare Gebetsanliegen schenkt, damit wir in diesem Jahr unser Hirtens- und Missionsleben siegreich führen können. Lasst uns dafür beten, dass wir alle anstehenden Herausforderungen durch den Glauben annehmen und eine gute geistliche Umgebung für das Wirken Gottes in und durch uns vorbereiten.</p>
<p>Im heutigen Text geht es um die Liebe. Was ist Liebe? Ist Liebe einfach nur ein schönes Bauchgefühl? Oder ist Liebe eine Macht, die das Leben eines Menschen bewegt und dahin treibt, dass er alles andere vergisst in Sehnsucht nach dem großen Glück? Im Griechischen gibt es drei Worte für Liebe: Eros, Phileo und Agape. Eros bezeichnet die körperliche Liebe, Phileo die brüderliche Liebe und Agape die göttliche Liebe. Um letztere, die Agape, geht es in diesem Kapitel. Ausgerechnet Apostel Paulus, der ein Single war, beschreibt hier auf so wunderbare Weise, was die Liebe ist, was sie alles tut und was nicht. Hätte es damals den Nobelpreis für Literatur gegeben, Paulus hätte ihn ganz sicher für dieses Kapitel bekommen. Aber warum konnte Paulus diese Liebe so gut beschreiben? Er konnte es, weil er sie selbst durch Jesus Christus ganz persönlich erfahren hatte. Alle Menschen, egal welcher Nationalität und Konfession, ob jung oder alt, ob reich oder arm, wollen diese wahre Liebe haben. Ja selbst die komplizierten und schwierigen Menschen wollen solche Liebe haben. Wer Jesu Liebe in seinem Herzen hat und mit dieser Liebe andere liebt, der ist ein wahrhaft gesegneter und glücklicher Mensch. Möge Gott in diesem Jahr jeden von euch täglich mit dieser Liebe erfüllen und euch die Kraft geben, sie an euren Nächsten weiterzugeben.</p>
<p>1. Und hätte die Liebe nicht (1-3)<br />
Sehen wir uns die Verse 1-3 an: „Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte die Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, so dass ich Berge versetzen könnte, und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib verbrennen, und hätte die Liebe nicht, so wäre mir’s nichts nütze.“ Hier bezeugte Paulus, dass die Liebe für ihn etwas Unentbehrliches war. Das Reden mit Menschen- und Engelzungen, das prophetische Reden und auch der Glaube, der Berge versetzt, sind ohne die Liebe nichts. Wir wissen, das Paulus ein sehr fähiger, intellektueller Mensch war. Er war ein Schüler des angesehenen Lehrers Gamaliel. Er war unterrichtet in den Philosophien des Westens und des Ostens und lebte streng nach den jüdischen Ordnungen und Gesetzen. Auch nach seiner Bekehrung schrieb er eine großartige Glaubensgeschichte, indem er unter großer Hingabe der Heidenmission diente und viele Gemeinden in Kleinasien und Europa gründete. Aber Paulus erklärte hier, dass wenn all dies ohne die Liebe geschehen wäre, es nichts bedeuten würde.</p>
<p>Vers 1 sagt: „Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte die Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle.“ Ein Mensch kann tiefgehende Erkenntnisse und große Weisheit wie Salomo haben, er kann ausgefeilte Reden halten und poetische Worte sprechen. Aber wenn all dies ohne Liebe geschieht, so ist er nur wie ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Damals in Korinth rühmten sich viele in der Gemeinde. Sie hatten übersinnliche Erfahrungen durch ihr Zungenreden gemacht und hielten sich für etwas besseres. Aber Paulus sagte klar, dass diese Gabe ohne die Liebe nichts ist. Die Zungenrede kann Menschen vielleicht beeindrucken, aber wenn sie ohne Liebe ausgeübt wird, kann sie weder Menschen helfen noch Gott verherrlichen. All unser Reden hat keine Bedeutung, wenn wir nicht von der Liebe Jesu getrieben werden. Wenn unser Predigen ohne Liebe geschähe, dann würde durch unser Leben nur ein lautes Geräusch verbreitet werden, das den Leuten früher oder später auf die Nerven geht.<br />
Betrachten wir Vers 2: „Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, so dass ich Berge versetzen könnte, und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts.“ Prophetische Rede hat hier nichts mit Wahrsagerei oder Astrologie zu tun. Vielmehr ist sie eine Gabe Gottes, die uns geistliche Erkenntnis über die Welt und den Willen Gottes schenkt. Es gibt Leute, die haben umfangreiches, theologisches Wissen und können schwierige Bibelstellen auslegen. Aber was sagt Paulus hier? Er sagt, dass wenn all dies nicht aus der Liebe heraus geschieht, es zu nichts nütze ist. Das Wissen ohne die Liebe macht die Menschen nur aufgeblasen und stolz. Statt praktisch nach der Wahrheit zu leben, prahlen solche Leute nur mit ihrem Wissen vor anderen. Aber das Wissen allein kann dem Menschen kein wahres Leben verleihen. Paulus sagt klar, dass solche Menschen nichts sind.<br />
In Vers 2b sagt er, dass sogar diejenigen, die den Glauben haben, der Berge versetzt, ohne Liebe nichts sind. Wenn man beispielsweise als Pionier in ein neues Missionsfeld geht und vor großen Herausforderungen steht, braucht man natürlich solchen Glauben. Aber Paulus sagt, das selbst ein großes Glaubenswerk nichts nütze ist, wenn man nicht bei allem, was man tut von der Liebe Jesu geprägt und erfüllt ist.</p>
<p>Sehen wir uns Vers 3 an: „Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib verbrennen, und hätte die Liebe nicht, so wäre mir’s nichts nütze.“ Alle Hingabe und alles Martyrium ist ohne Liebe vor Gott unnütz und bedeutungslos. Ein Mensch, der alle seine Habe bis zum letzten Cent verschenkt und dann in den Urwald geht und dort Leprakranke umsonst pflegt, ist vor Gott unnütz, wenn er es ohne die Liebe Jesu tut. Jemand kann ein großes soziales Werk aufbauen und große Taten vollbringen, wenn er nicht von der Liebe Jesu getrieben wird, so ist alles nichts nütze.</p>
<p>Man kann ein Eiferer für seinen Glauben werden. Paulus wusste das. Einst verfolgte er die ersten Christen erbarmungslos und warf sie ins Gefängnis. Schließlich war er dabei als man Stephanus steinigte und er hatte Gefallen an seinem Tod. Vor den Augen der Juden erschien er sehr selbstlos und hingebungsvoll zu sein. Aber in der Tat war alles leer und unnütz vor Gott, weil sein Motiv grundlegend falsch war. Es gibt die Gefahr, dass man sein Glaubensleben nur für sich selbst führt, um beispielsweise vor den anderen etwas zu gelten. Unsere Lebensgrundlage darf jedoch nie unsere Selbstgerechtigkeit, die Ehrsucht bei den Menschen oder die Befriedigung unserer Selbstgefälligkeit sein. Unser Christsein muss allein von der Liebe Jesu getragen sein. Alles steht und fällt mit der Liebe. Darum soll unser ganzes Leben, unser Reden, Denken und Handeln allein von der Liebe Jesu geprägt sein. Johannes 3,16 sagt: „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“ Das treibende Motiv Gottes ist die Liebe. Es geht nicht um Taten. Es geht nicht um Leistung. Es geht einzig und allein um die Liebe. Wo Jesu Liebe unsere Taten prägt, da wirkt Gott mächtig. Wo Jesu Liebe unser Denken und Reden bestimmt, da werden unsere Worte gewichtig, da gibt es Leben, da gibt es Veränderung, da gibt es auch geistliche Erweckung. Lasst uns im neuen Jahr unser ganzes Leben von der Liebe Jesu bestimmen und treiben lassen und auf diese Weise viel Frucht für Gott hervorbringen.</p>
<p>2. Was die Liebe ist (4-7)<br />
Betrachten wir Vers 4. Zwei wichtige Eigenschaften der Liebe, die Paulus hier zuerst nennt, sind Langmut und Freundlichkeit. Langmütig zu sein bedeutet hier nicht, dass man andere Menschen einfach nur toleriert wie sie sind, sondern, dass man ihnen mit der Hoffnung Gottes dient, indem man alle ihre Schwachheiten und Sünden trägt, ohne sie aufzugeben oder zu richten. Wenn wir jemanden neu kennenlernen, haben wir große Hoffnung für ihn. Aber im Laufe der Zeit erkennen wir seine Schwächen und Fehler. Dann werden wir langsam ungeduldig und schließlich sagen wir zu uns selbst, dass er hoffnungslos ist und wir ihn nicht länger ertragen können. Wir werden sogar kritisch und fangen an, ihn zu richten und zu verdammen. Aber auf diese Weise ist niemandem geholfen. Wir brauchen die Liebe, die langmütig ist. Wir brauchen die Liebe, die in der Hoffnung lange leidet, bis ein Mensch ganz zu Gott umgekehrt ist. Dies ist die Liebe des Vaters, der auf die Buße und Rückkehr seines verlorenen Sohnes wartet.</p>
<p>Betrachten wir noch mal Vers 4. Paulus sagt, dass die Liebe freundlich ist. Einige Leute meinen, dass Freundlichkeit eine angeborene Eigenschaft sei. „Du bist freundlich, aber ich bin eher unfreundlich.“ Aber diese Vorstellung entspricht nicht der Wahrheit. Denn Freundlichkeit ist eine Frucht des Heiligen Geistes. Einst war Paulus ein erbarmungsloser Christenverfolger. Aber nach seiner Bekehrung konnte er freundlich reden, obwohl man ihn ablehnte und sogar hasste. Jesus war auch gegenüber einer samaritischen Frau freundlich und demütig, obwohl sie seine Einladung kalt und verletzend zurückwies. Lasst uns Jesu Freundlichkeit, seine Demut und Sanftmut weiter lernen.</p>
<p>Betrachten wir den Vers 4b-5: „Die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu.“ Eifersucht oder Neid kennt die wahre Liebe nicht. Als die Frauen der Israeliten den Sieg Davids über die Feinde Israels lobten, sangen sie ein Lied: „Saul hat tausend erschlagen, aber David zehntausend.“ Als Saul dies hörte, ergrimmte er und wollte David töten. Wahre Liebe jedoch achtet den anderen stets höher als sich selbst. Wenn wir Jesu Liebe in uns haben, dann können wir die Stärken der anderen anerkennen, dann können wir uns mit ihnen freuen und auch gut mit ihnen zusammenarbeiten.</p>
<p>„Die Liebe treibt nicht Mutwillen.“ Mutwillen zu treiben heißt, überheblich zu sein und andere zu verachten. Solche Leute geben niemals zu, dass andere etwas besser können als sie selbst. Mutwillige Menschen verletzen andere, wann immer sie die Gelegenheit dazu finden. Jesus ist der Sohn Gottes, der alles hatte, womit er hätte prahlen können, wenn er es gewollt hätte (Phil 2,6-8). Aber Jesus rühmte sich nicht selbst. Obwohl er Gottes Sohn war, wurde er in einem Stall geboren und in eine Krippe gelegt. Obwohl er der Sohn Gottes war, lebte er als ein Diener für alle Arten der sündenkranken Menschen. Er erniedrigte sich selbst und gehorchte Gott bis zum Tod am Kreuz, um uns von den Sünden zu retten.</p>
<p>„Die Liebe verhält sich nicht ungehörig.“ Ungehörige Menschen denken nur an sich selbst. Sie suchen nur das Ihre und wollen mit allen Mitteln, ihre eigene Meinung durchsetzen. Sie ignorieren andere und entschuldigen sich weder für ihre eigenen Vergehen noch akzeptieren sie die Entschuldigung anderer. Aber die Liebe denkt nicht an den eigenen Vorteil, sondern an den der anderen. Sie hofft, dass es dem anderen in allen Dingen besser geht als ihr selbst und ist sogar bereit, dafür eigenen Verlust in Kauf zu nehmen.<br />
„Die Liebe lässt sich nicht erbittern.“ In einer gestressten Lage ist man leicht reizbar und kann die Fassung verlieren. Man entschuldigt sich und sagt, dass das Temperament mit einem durchgegangen sei. Aber die Liebe lässt sich nicht erbittern. Unser Verhalten ist kein Problem unseres Temperaments, sondern ein Liebesproblem.</p>
<p>„Die Liebe rechnet das Böse nicht zu.“ Gefallene Menschen neigen dazu, negative Begebenheiten, wie z. B. eine Beleidigung, unauslöschbar in ihrem Gedächtnis zu speichern. Sie vergessen schnell, was andere ihnen Gutes getan haben, aber sie vergessen niemals, was andere ihnen Unrechtes getan haben. Solche negativen Erinnerungen wirken wie Gift auf die zwischenmenschlichen Beziehungen. Aber die Liebe ist anders. Die Liebe rechnet das Böse nicht zu, so wie Gott auch all unsere Sünden vergisst und nicht mehr an sie denkt, sobald er sie uns vergeben hat.</p>
<p>Sehen wir uns Vers 6 an: „Sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit.“ Die Liebe erliegt nicht dem Druck, etwas Unrechtes zu tun. Jegliche Teilhabe an üblen Machenschaften lehnt sie ab. Die Liebe freut sich nicht über das Unglück anderer. Sie freut sich aber an der Wahrheit und ordnet sich dem Wort Gottes unter, auch wenn dies Nachteile mit sich bringt. Die Liebe hat Gefallen an der Wahrheit, weil die Wahrheit die Menschen freimacht (Joh 8,31). Liebe, die nicht auf der Wahrheit Gottes basiert, ist keine wahre Liebe. Wahre Liebe ist heilige Liebe. Heilige Liebe ist nicht gleichgültig, sie schaut nicht weg, sondern führt diejenigen, die in Sünden leben, durch Züchtigung und Gebet zur Buße.</p>
<p>Betrachten wir Vers 7: „Sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles.“ Die Liebe hasst die Sünde, aber sie erträgt und schützt die Sünder. Die Liebe hat von Natur aus immer damit zu tun, jemanden zu erretten, statt zu verdammen (Jes 53,4.5). Ein liebevoller Hirte bedeckt die wiederholten Sünden der Menschen und liebt sie bis zum Ende, damit sie Gottes Liebe ergreifen können (1.Petr 4,8). Jesus warnte Judas wiederholt vor seiner Sünde des Verrats, aber er trug und schützte ihn bis zum Ende.</p>
<p>„Die Liebe glaubt alles.“ Das heißt nicht, dass man alles naiv glaubt, was einem die Leute sagen. Vielmehr bedeutet es, dass man Gott absolut vertraut. Als Paulus zum Glauben kam, waren viele skeptisch. Nur Barnabas glaubte an die Echtheit seiner Bekehrung und ging zu Paulus und legte seine Hände auf ihn. Römer 8,28 sagt: „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.“ Weil wir Gott vertrauen, der uns nie enttäuscht, schenken wir unser Vertrauen auch gerne anderen, obwohl sie uns vielleicht enttäuschen werden.</p>
<p>„Die Liebe hofft alles.“ Obwohl die Israeliten wiederholt sündigten, gab Gott seine Hoffnung für sie nicht auf. Auch Jesus betrachtete die wiederholten Fehler und Sünden von Petrus nicht als das Ende. Die Liebe gibt uns immer einen Grund dafür, dass wir weiter Hoffnung sowohl für uns selbst als auch für andere haben können. Die Liebe gibt die Hoffnung niemals auf. Gott hat uns die Campusmission anvertraut. Aber wie oft waren wir enttäuscht durch diejenigen, die Gottes Wort lange studierten, aber dann doch ihren eigenen Weg gegangen sind. Wie oft waren wir enttäuscht, nachdem wir viele Jahre für jemanden gebetet haben, er aber weiterhin unentschlossen geblieben ist. Doch die Liebe hört nicht auf, auch dort nicht, wo sie scheinbar vergeblich gewesen war. Die Liebe Jesu lässt sich weder enttäuschen noch ist sie von irgendeinem Erfolg abhängig. Die Liebe Jesu ist die Liebe, die Hoffnung bis zum Ende hat.</p>
<p>Ein junger Mann dachte, dass er ein guter Mensch wäre. Er hatte niemals jemandem etwas zu Leide getan und war immer nett und freundlich zu anderen. Aber eines Tages hörte er aus Johannes 19 davon, dass Jesus für die Sünden der Welt am Kreuz starb. Im Licht dieser Liebe Gottes erkannte er schließlich, wer er selbst war, vor allem wie weit entfernt seine menschliche Liebe von der Liebe Gottes war. Bis dahin galt für ihn das Prinzip: Wenn du mich liebst, dann liebe ich dich auch, oder, weil du mich liebst, liebe ich dich auch. Aber hier unter dem Kreuz erfuhr er die göttliche Liebe. Er erkannte, wie selbstsüchtig, verdorben und verloren er war und wie sehr er Gottes Gnade brauchte, die ihm Gott in Jesu Blut anbot. Es war diese Liebe Jesu, die ihn schließlich zur Buße und Umkehr führte. Es war diese bedingungslose, radikale Liebe Jesu, die ihm die Vergebung seiner Sünden schenkte und sein ganzes Leben veränderte. Es war diese Liebe Jesu, die in den Herzen derer wohnte, die ihm dienten und für ihn beteten, diese Liebe, die alles erträgt, alles glaubt und bis zum Ende hofft, die ihn in den Höhen und Tiefen seines Glaubenslebens hindurch begleitete und zu einem nützlichen Werkzeug Gottes für Gottes Weltmissionswerk aufrichtete. In dieser Liebe hat auch jeder von uns Hoffnung. Lasst uns im neuen Jahr diese Liebe Jesu tiefer kennenlernen, sie uns zu eigen machen und praktisch in die Tat umsetzen.</p>
<p>3. Die Liebe hört niemals auf (8-13)<br />
Sehen wir uns Vers 8 an: „Die Liebe hört niemals auf, wo doch das prophetische Reden aufhören wird und das Zungenreden aufhören wird und die Erkenntnis aufhören wird.“ Prophetisches Reden, Zungenrede und Erkenntnis sind nur Stückwerk, das aufhören wird. Aber die Liebe wird nicht vergehen. Vers 10 sagt, dass das Vollkommene kommen wird. Dies bedeutet, dass Christus wiederkommen und die vollkommene Herrschaft Gottes wieder aufrichten wird. Dies bedeutet auch, dass wenn er kommt, er uns einen neuen, vollkommenen Leib geben wird, der Gottes Herrlichkeit wiederspiegeln wird.</p>
<p>Sehen wir uns Vers 11 an: „Als ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und dachte wie ein Kind und war klug wie ein Kind; als ich aber ein Mann wurde, tat ich ab, was kindlich war. Menschen, die Gottes Liebe nicht kennen, sind geistlich unreif, selbstzentriert und verhalten sich kindisch, ganz gleich wie alt sie auch sein mögen. „Ein Mann“ zu sein bedeutet, dass man die wahre Liebe kennt und ausübt. Geistlich reife Menschen bemühen sich um das Heil der anderen. Geistlich reif zu werden, ist jedoch kein automatischer Prozess. Jemand wird nur dann geistlich wachsen, wenn er willig ist, Jesu Liebe Tag für Tag weiter kennenzulernen und zu praktizieren. Als Paulus von der Liebe Jesu berührte, war ihm klar geworden, was wahre Liebe ist. Er schämte sich seines bisherigen, kindischen Lebens und tat alles von sich. Er bemühte sich Jesu Liebe nachzuahmen und wuchs als ein Hirte für die Herde Gottes heran.<br />
Vers 12a sagt: „Wir sehen jetzt durch einen Spiegel ein dunkles Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht.“ Unser Verständnis von Gott und seinem Reich ist begrenzt und unvollkommen. Aber wenn Christus wiederkommen wird, werden wir ihn von Angesicht zu Angesicht sehen. Wir werden sehen, wie er ist und wie wir von ihm erkannt worden sind. Wir werden eine vollkommene Liebesbeziehung mit Christus und unserem himmlischen Vater haben, eine Beziehung, die für alle Ewigkeiten bestehen bleibt. Da wird es keinen Bedarf mehr an prophetischer Rede, an Zungenrede oder an Erkenntnis mehr geben. Aber die Liebe, die wird in Ewigkeit bleiben.</p>
<p>Betrachten wir Vers 13: „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“ Wir brauchen den Glauben, um viele Hindernisse in unserem Leben zu überwinden und ein siegreiches Leben zu führen. Wir brauchen auch die Hoffnung, weil sich die Welt in einer hoffnungslosen Situation befindet und wir in ihr selbst keinen absoluten Sinn für unser Leben finden können. Vor allem aber brauchen wir die Liebe Jesu, die am wertvollsten und kostbarsten ist. Sie ist die Basis unseres Lebens, die Basis auf der unser Glaube und unsere Hoffnung baut. Diese Liebe gibt unserem Leben wahren Sinn, Wert und Kraft zum Leben, ganz gleich in welchen Umständen wir uns auch befinden mögen.</p>
<p>Manch einer glaubt, dass er elend sei, weil er noch nicht verheiratet ist. Manch eine glaubt, dass sie elend sei, weil sie nicht dem gegenwärtigen Schönheitsideal entspricht. Manch einer glaubt, dass er elend sei, weil er so viele Schwierigkeiten in der Schule oder im Studium. Aber in Wahrheit ist jemand nicht wegen all dieser Dinge elend, sondern deswegen, weil er die wahre Liebe nicht kennt. Wir selbst müssen mehr und mehr danach streben, die Liebe Jesu immer tiefer kennenzulernen, sie anzuziehen und praktisch umzusetzen. Die Liebe Jesu darf nicht bei uns stehen bleiben, sondern sie will durch jeden von uns gelebt und weitergegeben werden; weitergegeben durch unser Bibelstudium, durch unser Predigen, durch unsere Lebensgemeinschaften. Lasst uns nicht klingende Schellen oder tönendes Erz sein, sondern uns täglich daran erinnern, wie Jesus uns zuerst geliebt hat und dann diese Liebe an die Hoffnungsträger weitergeben. Diese Liebe hat vor 2000 Jahren die Herzen von einfachen Menschen wie Petrus, Johannes und Jakobus ergriffen und sie selbst und die ganze Welt verändert. Diese radikale Liebe Jesu ist wie eine Revolution, die bis in unsere heutige Zeit andauert. Lasst uns beten, dass Gott jeden von uns als ein Gefäß seiner Liebe gebraucht, dass Gott unsere Gemeinde als ein Gefäß seiner Liebe gebraucht, um 360 Hochschulen in Deutschland und 1700 Hochschulen in ganz Europa mit dem Evangelium der Liebe Gottes zu erobern.</p>
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		<title>Bonn UBF &#8211; Ein Königreich von Priestern (Ex 19,6) &#8211; Sonderlektion 1</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Jan 2012 17:34:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Happy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Botschaften]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Königreich von Priestern (PDF-Datei) EIN  KÖNIGREICH  VON  PRIESTERN Exodus           19,1-8 Leitvers           19,6 „Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein. Das sind die Worte, die du den Israeliten sagen sollst.&#8221; Ein frohes und gesegnetes neues Jahr 2012! Wir preisen Gott, dass er im vergangenen Jahr 2011 mit uns gewesen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p style="text-align: left;" align="center"><a href="http://www.bonnubf.org/wp-content/uploads/2012/01/Ex_1906.SGD_201201012.pdf">Ein Königreich von Priestern (PDF-Datei)</a></p>
<p style="text-align: left;" align="center"><strong>EIN  KÖNIGREICH  VON  PRIESTERN</strong></p>
<p>Exodus           19,1-8</p>
<p>Leitvers           19,6</p>
<p align="left">„Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein. Das sind die Worte, die du den Israeliten sagen sollst.&#8221;</p>
</div>
<p>Ein frohes und gesegnetes neues Jahr 2012! Wir preisen Gott, dass er im vergangenen Jahr 2011 mit uns gewesen ist und gerade auch in unserer neuen Generation und den Hoffnungsträgern mächtig gewirkt hat. Wir danken Gott, dass er die Europäische Leiterkonferenz in Belgrad mit dem Wort seiner Liebe reich gesegnet und alle geistlichen Leiter durch das Thema „Erforsche das verheißene Land” für das Jahr 2012 zugerüstet hat. Dank sei Gott, dass er dabei die Hausgemeinde von H. Georgi und M. Heather Kumanichliev zum Segen für die Studenten gegründet hat. Wir danken Gott, dass er auch mit unserem Missionsreiseteam der neuen Generation beim Mission-Net-Congress in Erfurt gewesen ist und sie als Ermutigung vieler junger Menschen zur Erfüllung der Mission Gottes kostbar gebraucht hat.</p>
<p>Dank sei Gott, dass wir uns an diesem Neujahrsgottesdienst mit Exodus 19,6 zurüsten und unser Glaubensleben 2012 mit klarer Orientierung führen dürfen. Mit Exodus Kapitel 19 beginnt ein neuer Abschnitt in der Geschichte des Auszugs der Israeliten. Die vorhergehenden achtzehn Kapitel berichten, wie Gott die Israeliten aus Ägypten herausgeführt und ihnen in der Wüste den Glauben gelehrt hatte. In diesem Kapitel erreichen die Israeliten nun das erste große Etappenziel ihrer Reise, nämlich die Wüste Sinai. Hier lagerten sie sich gegenüber dem Berg, wo ihnen Gott persönlich begegnen wollte. Bevor Gott ihnen nun seine Gebote des Lebens gab, erinnerte er sie zuerst an seine errettende Gnade und an seine führsorgende Liebe. Schließlich offenbarte Gott ihnen seine wunderbare Hoffnung und zugleichsein Ziel für ihr Leben. Lasst uns heute Gottes Hoffnung und Ziel kennen lernen, warum Gott einst die Israeliten und warum er auch uns errettet hat und im neuen Jahr 2012 damit leben.</p>
<p>1. Gottes Treue zu seiner Verheißung (1.2)</p>
<p>Betrachten wir Vers 1: „Am ersten Tag des dritten Monats nach dem Auszug der Israeliten aus Ägyptenland, genau auf den Tag, kamen sie in die Wüste Sinai.“ Nun waren die Israeliten in die Wüste Sinai gekommen und lagerten sich gegenüber dem Berge. Es war der Berg Sinai, der auch Horeb oder Berg Gottes genannt wird. Hier hatte sich Gott einst Mose in einem brennenden Dornbusch offenbart. Als Gott dabei Mose berief, sagte er zu ihm: „Ich will mit dir sein. Und das soll dir das Zeichen sein, dass ich dich gesandt habe: Wenn du mein Volk aus Ägypten geführt hast, werdet ihr Gott opfern auf diesem Berge.“ (2,12) Gott erfüllte treu seine Verheißung und führte das Volk genau zu dem Ort, von dem er zu Mose geredet hatte, nämlich zu Gott an diesem Berge. Als sie nun hier angekommen waren, musste sich Mose gewiss an Gottes Verheißung und an seine treue Führung erinnert haben.</p>
<p>2. Gottes Gnade und Adlertraining (3.4)</p>
<p>Betrachten wir die Verse 3 und 4: „Und Mose stieg hinauf zu Gott. Und der Herr rief ihm vom Berge zu und sprach: So sollst du sagen zu dem Hause Jakob und den Israeliten verkündigen: Ihr habt gesehen, was ich mit den Ägyptern getan habe und wie ich euch getragen habe auf Adlerflügeln und euch zu mir gebracht.“ Bevor Gott den Israeliten etwas über sein großes Vorhaben mitteilte und ihnen entsprechende Instruktionen gab, erinnerte er sie zuerst an alle Liebe, die er ihnen erwiesen hatte. Zunächst sprach er sie auf seine errettende Gnade als der souveräne Gott an: „Ihr habt gesehen, was ich mit den Ägyptern getan habe.“ Sie hatten die großen Wunder und Gerichte gesehen, die Gott getan hatte, um sie aus der Sklaverei zu befreien. Gott hatte Ägypten mit zehn Gerichtsplagen heimgesucht und damit am Ende die Israeliten Schar um Schar zur Freiheit geführt. Gott hatte dadurch den Israeliten sein großes Erbarmen gezeigt und ihr Wehklagen erhört. Es war wirklich die einseitige und wunderbare Gnade Gottes, dass er sie durch das Blut des Passalammes aus dem Elend ihrer Sklaverei gerettet hatte und in der Nacht, als sie es aßen, in die Freiheit ausziehen ließ.</p>
<p>Sehen wir uns nochmals den Vers 4 an. Gott sagte weiter, dass er die Israeliten auf Adlerflügeln getragen und zu sich gebracht hatte. Dieses Bild von den Adlerflügeln beschreibt sehr gut die trainierende und souverän führende Liebe Gottes. Man nennt den Adler auch den König der Lüfte. Ein Adler wird jedoch nicht als König der Lüfte geboren. Ein Adlerbaby ist schwach und klein und muss erst lernen zu fliegen. Wenn ihre Kleinen nicht aus Hunger von selbst den Horst verlassen, schubsen die Eltern-Adler sie heraus, um ihnen das Fliegen beizubringen. Dann tragen sie sie auf ihren Flügeln, werfen sie ab und fangen sie wieder auf. Auf diese Weise lernen die Kleinen, ihre Flügel einzusetzen und das Fliegen zu lernen. Dieses Training sieht sehr rau aus. Nichtsdestotrotz ist es sehr effektiv und sicher, weil die Eltern immer ihren Jungen zur Seite stehen und ihnen solange helfen, bis sie schließlich selbstständig fliegen gelernt haben.</p>
<p>Dass Gott die Israeliten auf Adlerflügeln getragen hatte, bedeutet demnach nicht, dass er ihnen einfache Überflüge beschert hätte. Vielmehr bildete Gott sie im Hauptfach „Überwindungsglauben” aus, indem er sie in herausfordernde Schwierigkeiten und Bedrängnisse führte, so dass sie oft an ihre Grenze kamen. Durch alle diese Trainings-Einheiten wollte Gott den Israeliten helfen, ihre Sklavenmentalität abzulegen. Er wollte nicht, dass sie nur murrten und verzagt waren, sondern dass sie lernten, sozusagen ihre Flügel zu gebrauchen, d. h. sie sollten lernen, ihre Grenzen zu überwinden und auf Gottes Hilfe im entscheidenden Moment zu vertrauen. In den Grenzsituationen der Lebensschule Gottes schienen die Israeliten immer wieder ins Bodenlose abzustürzen, aber Gott trug sie auf Adlerflügeln, indem er sie immer wieder auffing und weitertrug. So konnten sie alle Schwierigkeiten überwinden und sicher ins Etappenziel, zum Berg Gottes, gebracht werden. Durch alle Arten des Trainings half Gott ihnen, seine zum verheißenen, besten Ziel führende Allmacht, Treue und Liebe zu erfahren. Auf diese Weise lernten sie, ihre sklavische Mentalität Schritt für Schritt auszuziehen, ihr altes Leben mit ihren sündigen Gewohnheiten zu verlassen und allein von Gott abhängig zu leben.</p>
<p>Wenn wir Gottes Willen tun und seine Ziele nach seinem Wort erreichen wollen, müssen wir uns immer zuerst an das Wunder seiner Gnade und Liebe erinnern, mit der er uns durch das Blut des Passalammes Jesu Christi aus der Sklaverei der Sünden errettet, uns in der Not zu seiner Zeit immer wieder aufgefangen und unser Leben zum Besten, nämlich zu ihm und zum Sieg gebracht hat, auch wenn wir seine beste Führung zwischendurch manchmal nicht erkannten. Wenn jemand sich nicht an diese Gnade und Liebe Gottes erinnert, dann tut er sich schwer damit, Gott zu gehorchen und den Adlerhorst zu verlassen. Er führt dann ein freudloses und pflichtorientiertes Leben und wirkt deswegen oft mühselig, beladen und kraftlos wie ein Scheinfrommer. Doch wir müssen uns immer wieder daran erinnern, dass Gott uns in seiner Liebe auch Training gibt (Heb 12,6). Wir nennen dies im Blick auf Vers 4 Gottes „Adlertraining”. Gottes Adlertraining ist keine Strafe für unsere Sünde sondern vielmehr seine geistliche Liebe zu uns, in der er uns zum Glaubensgehorsam leiten möchte. Am Anfang empfinden wir Gottes Adlertraining jedoch oft als unangenehm, schmerzhaft oder sogar schädlich. Aber zu unserem Trost dürfen wir wissen, dass Gottes Adlertraining denen, die dadurch geübt sind, als Frucht letzten Endes Frieden und Gerechtigkeit bringen wird (Heb 12,11). Im abgelaufenen Jahr hat Gott durch seine Gnade und trainierende Adlerliebe so mächtig unter uns gewirkt, besonders unter der zweiten Generation. Obwohl H. Johannes Chang als Arzt sehr viel zu tun hat, nahm er Gottes Adlertraining an, indem er sich hingebungsvoll um unsere Täuflinge kümmerte und sogar ihre Missionsreise nach Holland leitete. H. Sam Ryu nahm Gottes Adlertraining an, indem er viele Nächte lang sich der Hauptarbeit der historischen Übersetzung des Buches „Called to Awaken the Laity” ins deutsche „Berufen zur Erweckung der Laien” widmete. H. Peter Ryu hatte soviel für sein Studium zu kämpfen, aber er nahm Gottes Adlertraining an, dennoch täglich dem Einladungswerk unter den Studenten zu dienen. Lasst uns stets uns an Gottes Gnade und geistliche Liebe erinnern, damit wir Gottes Adlertraining gut bekommen und Gott von ganzem Herzen und mit frohem Gemüt gehorchen und sein Ziel erreichen können.</p>
<p>Betrachten wir die Verse 5 und 6: „ Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen Völkern; denn die ganze Erde ist mein. Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein. Dies sind die Worte, die du den Israeliten sagen sollst.“ Hier offenbarte Gott seine wunderbare Hoffnung und das großartige Ziel seiner Errettungsgnade und seiner trainierenden Adlerliebe. Gott verhieß seinem Volk drei große Segnungen, wenn sie sich aus Glauben an seine erfahrene Gnade und Liebe entschieden, seiner Stimme in seinem Wort gehorchen zu wollen und den Bund, den Gott mit ihnen schloss, ein Leben lang treu zu halten.</p>
<p>3.   Ihr sollt mein Eigentum sein vor allen Völkern (5)</p>
<p>Lesen wir nochmals Vers 5: „Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen Völkern; denn die ganze Erde ist mein.“ In der Tat gehört Gott die ganze Welt, weil er der Schöpfergott ist und alles durch ihn gemacht worden ist. Dennoch liebte Gott die Israeliten am meisten und erwählte sie als sein kostbares Eigentum. Dies bedeutete, dass er sie allen anderen Völkern voran stellen und sie mit seiner besonderen Liebe wie Schutz und Begünstigungen segnen wollte, damit daran auch die anderen Völker ihn als den lebendigen gütigen Gott erkennen könnten. Bisher waren die Israeliten das Eigentum des Pharaos gewesen und mussten unter seiner unbarmherzigen Herrschaft als elende Sklaven ihr Dasein fristen. Nun aber sollten sie Gottes Eigentum sein. Sie würden zu ihm als zu ihrem barmherzigen Gott gehören, in seinem Bund fest mit ihm verbunden und für ihn da sein. Dies war die einseitige Gnade Gottes. Heute sind auch wir Gottes Eigentum, weil Jesus uns durch sein Blut vom Satan losgekauft und Gott uns dadurch als seine Kinder angenommen hat. Durch den Glauben daran sind wir Christen und zum neuen Volk Gottes geworden wie es Apostel Petrus in 1. Petrus 2,9.10 zum Ausdruck bringt: „Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, &#8230;.das Volk des Eigentums…, die ihr einst »nicht ein Volk« wart, nun aber »Gottes Volk« seid,..” Wie wunderbar ist es, dass Gott uns in seiner Gnade durch Jesus Christus zu seinem kostbaren Eigentum gemacht hat!</p>
<p>4.   Ihr sollt mir ein Königreich von Priestern sein (6a)</p>
<p>Vers 6a sagt: „Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern sein.“ Gott wollte die Israeliten zu einem Königreich von Priestern machen. Das bedeutete, Gott wollte als ihr König mit ihnen sein Königreich aufrichten und sie dort als königliche Priester gebrauchen. Was ist die Aufgabe eines Priesters? Grundlegend hat ein Priester zwei Aufgaben. Erstens soll ein Priester mit den Sünden des Volkes zu Gott kommen und Fürbitte für die Menschen einlegen. Und zweitens soll ein Priester dem Volk das Wort Gottes lehren, um sie durch Glauben und Buße zu Gott zu führen. Königliche Priester sind somit von Gott eingesetzte Mittler zwischen Gott und Menschen. Gott hatte hier Israel zum Königreich von Priestern aufgestellt und sie auserwählt, königliche Priester für alle Völker aller Zeiten zu sein, damit auch alle diese zu Gott kommen und Königreiche von Priestern werden. Dies war die große Hoffnung, die Gott für sein auserwähltes Volk Israel hatte. Drei Monate zuvor waren sie noch elende, hoffnungslose Sklaven gewesen und sie besaßen noch die Innerlichkeit von Sklaven. Darum war ihre Hoffnung nicht in ihnen selbst begründet, wie konnten sie auch Hoffnung haben, sich jemals mit eigener Kraft zu verändern und Gott zu gehorchen? Ihre Hoffnung aber lag in dem absoluten Willen des allmächtigen Gottes begründet, für den sie ab jetzt ein Königreich von Priestern waren und würden bis zum Ende aller Zeiten.</p>
<p>In Gottes Hoffnung für Israel liegt also auch Gottes Hoffnung für alle Völker nach ihnen. Diese Hoffnung gilt nicht für ein Volk als abstrakt Ganzes sondern gilt konkret jedem Einzelnen des Volkes, durch den Glauben an Jesus als Christ zur königlichen Priesterschaft Gottes zu gehören und sein Königreich von Priestern des Landes mit zu vergrößern. Die ersten Christen, die Jünger Jesu, waren nicht von Rabbinern vorgebildete Berufstheologen sondern einfache Menschen, z.B. Fischer und andere. Aber Jesus berief sie zur Hoffnung Gottes und sagte zu ihnen in Mk 16,15: „Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur.“ Wir sind wie die Jünger nur gewöhnliche Menschen, aber Gottes Hoffnung übersteigt unser Vorstellungsvermögen bei weitem. Er möchte uns als königliche Priesterschaft für sein weltweites Rettungswerk unter den Menschen gebrauchen, die in der Finsternis unter der Herrschaft Satans versklavt sind, um sie zum Licht Gottes zu bringen. So bezeugte Apostel Petrus den überall in der Welt verstreuten Christen: „Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht.”</p>
<p>Wir sehen, zu was für einer Hoffnung und mit welch großen Ziel Gott uns in seiner Gnade durch Jesus aus der Sündensklaverei errettet und berufen hat. Gott hat uns nicht errettet und berufen, damit wir das normale Leben weltlicher Menschen fortsetzen, sondern wir sollen das normale Leben eines Christen haben, dessen Norm von Gott bestimmt ist. Als berufene Christen sollen wir das normale Leben eines königlichen Priesters führen. In diesen Tagen sehen wir, wie der Satan durch Humanismus und Hedonismus das Wort Gottes relativiert, so dass so viele junge Menschen vor Kraft- und Orientierungslosigkeit hoffnungslos und verzweifelt sind, an Depressionen leiden und sogar Selbstmord begehen. Aber unser Gott hat immer noch eine große Hoffnung für uns und es ist sein erklärter Wille, unser Volk in ein Königreich von Priestern und in ein heiliges Volk zu verändern und zum Segen für sein Europa- und Weltmissionswerk zu machen. Darum sollen wir als königliche Priester mit dem Hirtenherzen für unser Volk beten, ihnen Gottes Wohltaten bezeugen und Gottes Wort lehren. Dies bedeutet: Wir sollen Hirten und Bibellehrer sein! Was sollen wir sein?</p>
<p>5. Ihr sollt mir ein heiliges Volk sein (6b)</p>
<p>Gott versprach den Israeliten, sie in ein heiliges Volk zu verändern, weil Gott selbst heilig ist. Zu jener Zeit jedoch war Israel alles andere als heilig. Sie waren voll von Sünde und besaßen eine sklavische Mentalität. Sie lebten nur gemäß ihrer Gefühle und fleischlichen Begierden. Sie dachten weltlich, pragmatisch und suchten ihre Bequemlichkeit und das Vergnügen in der Welt. Sie hatten wirklich nicht viel mit der Heiligkeit Gottes gemeinsam. Wenn wir die zehn Gebote studieren und auch die anderen Gesetze, die Gott ihnen später gab, dann können wir uns gut vorstellen, was für ein Leben sie geführt hatten. Aber dennoch setzte Gott seine große Hoffnung auf sie, sie in ein heiliges Volk zu verändern, in ein Volk, welches gemäß den Geboten Gottes leben und seinem Wort gehorchen würde.</p>
<p>Dies trifft auch auf jeden von uns zu. Gott hat seine Hoffnung auf jeden von uns gesetzt, dass wir über unser sündenbeladenes Leben und über unsere sklavische Mentalität Buße tun und ein heiliges Leben vor Gott führen. Um ein heiliges Leben führen zu können, muss jedoch als Erstes unser inneres Wesen verändert werden. Erst wenn unser inneres Wesen von der vergebenden Liebe Gottes berührt worden ist, d. h., erst wenn wir mit ehrlicher Buße mit unserer Sünde zu Gott gekommen sind und ihn um Vergebung gebeten haben, können wir ein verändertes Leben führen, und können wir ein von den weltlichen Leuten deutlich unterscheidbares, gottgeweihtes, heiliges Leben führen.</p>
<p>6. Die Entscheidung des Volkes (7.8)</p>
<p>Wie antwortete das Volk, nachdem Mose ihnen Gottes Worte gesagt hatte? Sehen wir uns Vers 8 an: „Und alles Volk antwortete einmütig und sprach: Alles, was der Herr geredet hat, wollen wir tun. Und Mose sagte die Worte des Volks dem Herrn wieder.“ Eigentlich war es unmöglich, dass die Israeliten ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein konnten. Aber gemäß der Verheißung Gottes trafen sie eine Entscheidung des Glaubens. Als Mose dies vor den Herrn brachte, verhieß Gott, dass er ihnen in einer dichten Wolke begegnen wollte.</p>
<p>Wir sind schwach und sündig wie die Israeliten. Aber von ihnen lernen wir, Gottes Hoffnung und Berufung im Glauben anzunehmen und in der Konsequenz eine bewusste Entscheidung zu treffen, Gottes Stimme und Berufung zu gehorchen. Lasst uns Buße tun, dass wir im vergangenen Jahr uns aus unserem Unglauben und Ungehorsam mit den Umständen herausgeredet und nicht als berufene königliche Priester gelebt haben. Gott aber hat Hoffnung und Vision für 480 Mal Zweierbibelstudium durch uns und 500 künftige Bibellehrer als Sonntagsgottesdienstteilnehmer, um dadurch 360 geistliche Leiter an den deutschen Hochschulen aufzustellen und an die 1.700 europäischen Unis je eine Pionierhausgemeinde auszusenden, um Deutschland und Europa geistlich wiederzuerwecken und zu einem Königreich von Priestern und heiligen Volk zu machen. Möge Gott jedem von uns in diesem neuen Jahr 2012 helfen, eine neue Entscheidung für den Gehorsam gegenüber seiner Berufung und seinem Wort im Hören seiner Stimme zu treffen.</p>
<p>Heute haben wir gelernt, dass Gott uns mit seiner wunderbaren Hoffnung und dem klaren Ziel errettet hat, um uns zum Königreich von Priestern und heiligen Volk zu machen. Oft vergessen wir diese Hoffnung und Berufung und leben gemäß sündiger oder niedriger weltlicher Ziele. Aber Gott hilft uns durch sein Adlertraining, zu einem Königreich von Priester geheiligt zu werden. Gott helfe uns, uns an seine Rettungsgnade zu erinnern und wie er uns durch sein Adlertraining souverän geführt hat. Möge Gott jedem helfen, sein Training durch den Glauben gut zu empfangen und seine große Hoffnung aufzunehmen, dass er uns als königliche Priesterschaft für die jungen Menschen dieser Generation berufen hat. Möge Gott jedem von uns helfen, in diesem neuen Jahr 2012 eine bewusste Entscheidung zu treffen, dieser Berufung von ganzem Herzen zu gehorchen.</p>
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		<title>Bonn UBF &#8211; Die wahre Anbetung (Mt 2,10.11) &#8211; Weihnachtsbotschaft Lektion 5</title>
		<link>http://www.bonnubf.org/2011/12/bonn-ubf-die-wahre-anbetung-mt-210-11-weihnachtsbotschaft-lektion-5/</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Dec 2011 17:09:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Happy</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ Die wahre Anbetung (PDF-Datei) DIE  WAHRE  ANBETUNG   Matthäus         2,1-23 Leitverse         2,10.11 „Als sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut und gingen in das Haus und fanden das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe.“ Wir danken Gott [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="line-height: 100%; text-align: left;" align="center"> <a href="http://www.bonnubf.org/wp-content/uploads/2011/12/Mt_0210.SGD_20111224.pdf">Die wahre Anbetung (PDF-Datei)</a></p>
<div class="WordSection1">
<p class="MsoNormal" style="line-height: 100%; text-align: left;" align="center"><strong><span style="font-size: 14pt; line-height: 100%;">DIE<span>  </span>WAHRE<span>  </span>ANBETUNG</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height: 100%;"><span> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height: 110%;"><span>Matthäus<span>         </span>2,1-23</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height: 110%;"><span>Leitverse<span>         </span>2,10.11</span></p>
<p>„Als sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut und gingen in das Haus und fanden das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe.“</p>
</div>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 13.7pt; line-height: 110%;"><span>Wir danken Gott für seine absolute Liebe zu uns, dass er seinen einzigen Sohn, Jesus, als den Retter von unseren Sünden in die Welt gesandt hat. Er will unsere Sünden vergeben, uns erretten und uns das ewige Leben geben. Alle, die an ihn glauben, werden nicht verloren, sondern das ewige Leben haben.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 13.7pt; line-height: 110%;"><span>Heute lernen wir einige Menschen kennen, die ihr ganzes Leben eingesetzt haben, um das neugeborene Baby Jesus anzubeten. Ich bete, dass wir unser Herz dafür geben dürfen, um als wahre Anbeter Jesus, den Heiland, von ganzem Herzen anzubeten und ihn als König aufzunehmen und dabei die wahre überschwängliche Freude zu erfahren.</span></p>
<p class="MsoBodyText2" style="margin-bottom: 13.7pt; line-height: 110%;"><strong>I. Die Weisen aus dem Morgenland (1-6)</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 13.7pt; line-height: 110%;"><span>Sehen wir uns die Verse 1 und 2 an: „Als Jesus geboren war in Bethlehem in Judäa zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem und sprachen: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten.“ In einer dunklen und scheinbar hoffnungslosen Zeit, in der die Menschen unter der grausamen Herrschaft des Königs Herodes litten, wurde Jesus, der verheißene Messias, als Mensch in die Welt geboren. Diese Geburt war die historischste Geburt in der Geschichte der Menschheit. Doch außer einigen Hirten nahm die Welt von dieser historischen Geburt keine Notiz. Doch im fernen Morgenland gab es weise Männer, die den Stern des Königs der Juden am Himmel entdeckt hatten. Sie stammten aus dem Osten, vermutlich aus Persien, wo der Prophet Daniel und andere Juden gelebt hatten. Durch die Erforschung der Schriften haben sie erkannt, dass Gott für die gefallene Welt einen Messias senden würde. Vielleicht haben sie das Wort Gottes aus 4.Mose 24,17 persönlich aufgenommen: „Es wird ein Stern aus Jakob aufgehen und ein Zepter aus Israel aufkommen.“ Und eines Tages fanden sie einen besonders wunderschönen Stern und sie haben erkannt, dass dieser helle Stern der Stern des Messias war. Obwohl sie keine Juden waren, offenbarte Gott ihnen die Wahrheit, weil sie ein suchendes Herz hatten.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 13.7pt; line-height: 110%;"><span>Diese Weiser oder Magier waren angesehene Wissenschaftler, die sich mit Sternkunde und Sterndeutung befassten. Sie haben wahrscheinlich den König beraten und gehörten zur obersten Schicht des Landes. Sie hatten scheinbar alles, wie Anerkennung, Reichtum und Ehre. Aber anstatt ihr wohlhabendes Leben zu genießen und damit zufrieden zu sein, waren sie auf der Suche nach einem Stern. Sie erforschten unaufhörlich, um den Stern zu finden, der sie zum König der Juden führen wird. Und als sie den Stern fanden, haben sie sich entschieden, sich sofort, ohne zu zögern auf den Weg zu machen, um dem Stern zu folgen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 13.7pt; line-height: 110%;"><span>Hier lernen wir die Haltung der wahrheitssuchenden Menschen kennen. Erstens, sie haben nach der Wahrheit geforscht, bis sie das Heilswerk Gottes erkennen konnten. Obwohl sie keine Juden waren, durften sie durch tiefgehende Erforschung des Wortes Gottes das Kommen des Messias erkennen. Jeremia 29,13b sagt: „… denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen.“ Zweitens, sie waren bereit, für die Wahrheit ihr ganzes Leben einzusetzen. Der Weg von Persien nach Bethlehem war ein etwa 2.000 km langer gefährlicher Weg. Diese Reise zu unternehmen bedeutet, dass sie ihre sichere Stelle als Königsberater aufgeben und ein hohes Risiko und hohe Kosten im Kauf nehmen sollten. Als erfolgreiche Männer war es bestimmt nicht einfach, alles, was sie erreicht hatten, aufzugeben. Aber sie waren bereit, diesem Stern zu folgen, koste es, was es wolle. Sie hielten es für das Wichtigste, jetzt die Gelegenheit zu ergreifen und dem lebendigen Gott zu begegnen. Sie waren wie der Bauer in Jesu Gleichnis in Mt 13,44, der alles mit großer Freude verkauft hat, um den Acker mit dem verborgenen Schatz zu erwerben.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 13.7pt; line-height: 110%;"><span>Ich war in diesem Jahr durch unsere Jugendlichen sehr ermutigt, die am frühen Morgen zum Zentrum kamen, um über Gottes Wort nachzusinnen. Obwohl die ganze Stadt noch im Schlaf war, wachten sie auf und machten sich auf den Weg zum Zentrum mit wahrheitssuchendem Herzen. Ich war auch durch Hoffnungsträger Martin sehr ermutigt, der sogar sein Flugticket geändert hat, um am Weihnachtsgottesdienst teilzunehmen und Jesus anzubeten. Deutschland hat Hoffnung, weil es in diesem Land noch solche junge Menschen gibt, die nach der Wahrheit suchen und sich einsetzen, um Jesus anzubeten.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 13.7pt; line-height: 110%;"><span>Sehen wir uns Vers 3 an. Als die Weisen in Jerusalem ankamen und sich nach dem neugeborenen König der Juden erkundigten, erschrak Herodes, weil er dachte, dass sein Thron gefährdet sei. Schließlich erschrak auch die Bevölkerung, weil sie nicht bereit waren, den verheißenen Messias zu empfangen. Und obwohl die Schriftgelehrten genau wussten, wo der König der Juden geboren wird, nahmen sie den verheißenen König nicht als ihren persönlichen König auf. Sie kannten sogar die Prophezeiung Gottes von Micha auswendig, aber sie lehnten die Königsherrschaft Gottes ab. Sie haben den Segen verpasst, den Messias anzubeten und die wahre Freude zu erfahren.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 13.7pt; line-height: 110%;"><span>Was ist uns mehr wert in dieser Welt, als Gott, unserem ewigen Vater, zu begegnen und ihn anzubeten? Es gibt keine sinnvollere Beschäftigung als die Wahrheit zu erkennen und die jungen Menschen zu der Wahrheit Gottes zu führen. Lasst uns uns für die Erforschung des Wortes Gottes einsetzen und trotz vieler Bedrängnisse einem Wort Gottes als unserem Leitstern folgen, sodass Gott uns als tüchtige Bibellehrer und einflussreiche geistliche Leiter für diese Generation gebrauchen kann.</span></p>
<p class="MsoBodyText2" style="margin-bottom: 13.7pt; line-height: 110%;"><strong>II. Die wahre Anbetung (7-23)</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 13.7pt; line-height: 110%;"><span>Sehen wir uns die Verse 7 und 8 an: „Da rief Herodes die Weisen heimlich zu sich und erkundete genau von ihnen, wann der Stern erschienen wäre, und schickte sie nach Bethlehem und sprach: Zieht hin und forscht fleißig nach dem Kindlein; und wenn ihr’s findet, so sagt mir’s wieder, dass auch ich komme und es anbete.“ Natürlich hatte Herodes keine Absicht den Messias anzubeten, sondern er hatte schon einen schrecklichen Kindermord geplant. Aber Gott ist souverän und herrscht über die Geschichte und er griff ein und machte Herodes’ Plan zunichte.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 13.7pt; line-height: 110%;"><span>Sehen wir uns die Verse 10 und 11 an: „Als sie den Stern sahen, wurden sie hoch erfreut und gingen in das Haus und fanden das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe.“ Die hochangesehenen Männer aus dem Morgenland knieten nieder vor dem kleinen Baby und gaben ihm alle Ehre als dem König der Könige und dem Heiland der Welt. Sie gaben Jesus ihre Geschenke, die sie schon in ihrem Heimatland mit viel Liebe und Gebet für ihn vorbereitet hatten. Diese Geschenke fassen den Grund ihrer Anbetung sehr gut zusammen: Gold, Weihrauch und Myrrhe. Gold, weil er der wahre König ist, der mit der Wahrheit, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Liebe regiert. Weihrauch, weil er der Hohepriester ist, der für uns zu Gott betet und zwischen uns Sündern und dem heiligen Gott vermittelt. Und Myrrhe, weil er leiden und als Lamm Gottes sterben würde, für uns, an unserer Stelle. Hier können wir von den Weisen die Eigenschaft der wahren Anbetung kennen lernen.</span></p>
<p class="MsoQuote" style="margin-bottom: 13.7pt; line-height: 110%;"><span>1. Die wahre Freude</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 13.7pt; line-height: 110%;"><span>Lasst uns den Vers 10 zusammen lesen: „Als sie den Stern sahen, wurden sie hoch erfreut.“ In der „Hoffnung für Alle“-Übersetzung steht: „Da kannte ihre Freude keine Grenzen.“ </span><span lang="EN-US">Und in der KJV lautet es: „When they saw the star, they rejoiced with exceeding great joy.“ </span><span>Es gibt keine Stelle in der Bibel, wo es eine solche Hervorhebung gibt. Dies zeigt uns, dass diese Freude eine andere Dimension als die Freude der Welt hat. Als erfolgreiche Menschen hatten sie bestimmt in ihrem Leben verschiedene Arten von Freude erfahren: z.B., als sie das Studium am Königshof erfolgreich absolviert haben; als sie heirateten und Kinder bekamen; als ihre Kinder heirateten und Enkelkinder zur Welt brachten, usw. Aber diese Freude, die Vers 10 beschreibt, ist nicht nur einfach viel größere Freude, sondern eine qualitativ ganz andere Freude als die Freude, die sie bis jetzt in der Welt erfuhren. Woher kam diese Freude? Diese Freude kam vom wahren Anbetungsgegenstand, nämlich Jesus. Als sie den Stern sahen, der zu Jesus führen wird, waren sie von überschwänglicher Freude erfüllt, dass sie bald Jesus anbeten würde. Sie freuten sich sehr darauf, weil sie Gott, dem Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater und Friede-Fürst persönlich begegnen und ihn anbeten durften. Was für einen Privileg und eine Gnade ist es, den König der Könige und Heiland der Welt persönlich anzubeten und ihm unsere Geschenke zu geben.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 13.7pt; line-height: 110%;"><span>Der Grund, warum wir unglücklich sind, liegt darin, dass wir einen falschen Gegenstand als unseren König anbeten. Die samaritische Frau betete Männer als ihren König an. Matthäus betete Geld als seinen König an. Aber die Liebe der Männer und der Reichtum der Welt konnten ihnen keine wahre Freude geben. Sie litten unter Scham, Einsamkeit und unter dem Schatten der Sünde. Aber als sie Jesus als ihrem König und Anbetungsgegenstand begegneten, wurden sie von himmlischer Freude erfüllt. Die samaritische Frau ließ ihren Wasserkrug stehen und ging in die Stadt und bezeugte ihre Begegnung mit dem wahren König mit großer Begeisterung: „Kommt und seht! Ob er nicht der Christus sei!“ Und als Matthäus Jesus begegnete, verließ er sofort all seine Habe und folgte Jesus mit großer Freude nach.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 13.7pt; line-height: 110%;"><span>Hier lernen wir, dass der Platz in unserem Herzen, Gott anzubeten, weder mit Menschen noch materiellen Dingen ausgefüllt werden kann. Andere Menschen, unsere Kinder, Geld, Erfolg in der Welt oder Anerkennung der Menschen können uns keine wahre Freude geben. Einige Menschen beten sich selbst als König oder Königin an. Aber alle Bemühungen in dieser Welt uns selbst zu verwirklichen, um glücklich zu werden, können uns weder wahre Freude noch Sinn des Lebens geben, weil all diese Bemühungen vor der Macht des Todes ihre Bedeutung verlieren. Aber Dank sei Gott, dass wir Jesus, unseren Heiland und König, anbeten und die wahre Freude haben dürfen. Lasst uns Jesus als unseren wahren Anbetungsgegenstand von ganzem Herzen, ganzer Seele und mit all unserer Kraft anbeten und dabei die wahre große Freude erfahren, die die Welt uns nicht geben kann.</span></p>
<p class="MsoQuote" style="margin-bottom: 13.7pt; line-height: 110%;"><span>2. Die wahre Hingabe</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 13.7pt; line-height: 110%;"><span>Als die Weisen dem König der Könige begegneten, beteten sie ihn an und drückten ihre Dankbarkeit, Liebe und Hingabe für ihn durch ihre Geschenke aus. Sie kamen einen sehr langen Weg, beteten Jesus an, brachten ihre Geschenke und kehrten dann zurück. Das war alles. Sie hatten keine andere Absicht oder Erwartung. Wahre Anbetung ist, Jesus mit reinem Herzen von ganzem Herzen zu lieben und uns dafür ohne irgendeine Erwartung hinzugeben.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 13.7pt; line-height: 110%;"><span>Kennt ihr das kurze Buch von O Henry „Das Geschenk der Weisen“? Es geht um ein armes junges Ehepaar in der Weihnachtszeit. Sie waren sehr arm, aber aus ihrer Liebe zu einander bereiteten sie Überraschungsweihnachtsgeschenke füreinander vor. Die Frau ließ ihr schönes langes Haar abschneiden und verkaufte es, um ihrem Mann eine neue Kette für seine kostbare Taschenuhr zu schenken. In der Zwischenzeit verkaufte ihr Mann seine kostbare Uhr, um seiner Frau ein Kamm-Set für ihr wunderschönes Haar zu schenken. Obwohl ihre Geschenke füreinander nutzlos geworden waren, waren sie sehr glücklich wegen ihrer reinen Liebe zueinander. Ich glaube, dass wir noch größere überschwängliche Freude erfahren werden, wenn wir Jesus mit reinem Herzen lieben und unser ganzes Leben für die Schafe Jesu hingeben, ohne etwas zu erwarten.</span></p>
<p class="MsoQuote" style="margin-bottom: 13.7pt; line-height: 110%;"><span>3. Die Königherrschaft Jesu</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 13.7pt; line-height: 110%;"><span>Wahre Anbetung Jesu ist, seine Königsherrschaft anzunehmen und ihm unser Bestes, nämlich unser Leben zu geben. Wie können wir dies dann tun? Wir können einem Wort Gottes als unserem Leitstern folgen. Anstatt von unserem Ego beherrscht oder von den Bedingungen abhängig zu sein, dürfen wir einem Wort Gottes absolut gehorchen, bis Jesus über unser Herz und unser ganzes Leben herrscht. Wenn wir dies tun, erfahren wir die wahre bleibende Freude. Lasst uns Jesus, der uns von der Sündenmacht befreit und uns das ewige Leben geschenkt hat, als unseren persönlichen König annehmen, und ihm aus der Dankbarkeit unsere Zeit, Kraft und unser Material und vor allem unser ungeteiltes Herz geben.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 13.7pt; line-height: 110%;"><span>Die Verse 13 bis 23 lehren uns, dass Josef ein Mann des absoluten und einfachen Gehorsams war und Gott ihn deswegen sehr kostbar gebrauchen konnte, um das Leben Jesu zu schützen. Keiner, auch nicht Herodes, konnte Gott hindern, seinen Erlösungsplan zu erfüllen. Gottes Erlösungswerk wird bis zum Ende der Zeit siegreich weitergehen und seine Herrlichkeit und sein Sieg werden denen sichtbar sein, die ihn anbeten und ihn als ihren Herrn und König annehmen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 13.7pt; line-height: 110%;"><span>Ich habe in diesem Jahr viele Höhen und Tiefen erfahren. Aber eins wurde mir klar, dass die wahre Freude nicht von Geld, Erfolg in der Welt, von den Kindern oder von Weihnachtsgeschenken kommt. Vielmehr durfte ich große Freude erfahren, als ich mich an die Gnade Jesu erinnerte, wie er mich vom elenden Leben unter der Herrschaft der Begierde, Rebellion, und des falschen Lebensziels errettet und mir neues Leben sogar als ein Missionar und globaler geistlicher Leiter gegeben hat. Jesus ist mein Heiland und mein König, dem all meine Dankbarkeit, Liebe, Hingabe und mein ganzes Leben gehört. Darum möchte ich unter Jesu Königsherrschaft mit Begeisterung und wahrer Freude mein ganzes Leben für das Heil der jungen Menschen und die geistliche Erweckung von Deutschland und Europa einsetzen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 13.7pt; line-height: 110%;"><span>Heute haben wir durch die Weisen die wahre Anbetung kennengelernt. Sie gaben alles auf, um dem Stern des Messias zu folgen und Jesus anzubeten, und dabei erfuhren sie wahre große Freude. Lasst uns nicht nur an Weihnachten, sondern an jeden Tag Jesus als unseren Erretter und König von ganzem Herzen anbeten und dadurch die wahre, bleibende Freude erfahren und ein segensreiches Leben führen.</span></p>
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		<title>Bonn UBF &#8211; Denn also hat Gott die Welt geliebt (Joh 3,16) &#8211; Weihnachtsbotschaft Lektion 4</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Dec 2011 19:57:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Happy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Botschaften]]></category>

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		<description><![CDATA[Denn also hat Gott die Welt geliebt (PDF-Datei) &#160; DENN ALSO HAT GOTT DIE WELT GELIEBT Lukas 2,1-14 Johannes 3,16 „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“ Frohe Weihnachten! Herzlich willkommen zum Weihnachtsgottesdienst im Vereinshaus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.bonnubf.org/wp-content/uploads/2011/12/Joh_0316.SGD_20111218.pdf">Denn also hat Gott die Welt geliebt (PDF-Datei)</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>DENN ALSO HAT GOTT DIE WELT GELIEBT</strong></p>
<p>Lukas 2,1-14<br />
Johannes 3,16</p>
<p>„Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“</p>
<p>Frohe Weihnachten! Herzlich willkommen zum Weihnachtsgottesdienst im Vereinshaus Lengsdorf. Wir haben auf diesen Tag fleißig vorbereitet, indem wir Orchester, Theater, Chor, usw. fleißig geübt haben. Einige sind von Ferne gekommen, aus Mainz, aus Spanien, sogar aus China und Korea. Warum sind wir hier? Wir sind heute zusammengekommen, das Baby Jesus in einer Krippe, unseren Heiland und ewigen König, anzubeten.</p>
<p>Der Leitvers aus Johannes 3,16 sagt, dass Gott seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Heutzutage halten die Menschen das ewige Leben nicht für besonders wichtig, sondern leben von diesem begrenzten irdischen Leben überwältigt. Aber das ewige Leben ist das wichtigste, so wichtig, dass Gott dafür seinen eingeborenen Sohn gegeben hat. Möge Gott jeden von euch segnen, durch den Glauben das ewige Leben zu ergreifen und mit der wahren Freude das Baby Jesus anzubeten.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>I. Das Baby Jesus in einer Krippe (1-7)</strong><br />
Sehen wir uns Vers 1 an: „Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde.“ Als der Kaiser einen Befehl erließ, musste viele Menschen eine lange Reise auf sich nehmen. Auch eine hochschwangere Frau war keine Ausnahme. Es war eine finstere, hoffnungslose und leidenvolle Zeit. Die Welt war so ungerecht und ohne jede Hoffnung, dass die Menschen sehr egoistisch wurden und alle so sein wollten, wie der Kaiser Augustus. Viele Menschen möchten stark, reich und anerkannt sein und Macht über andere ausüben. Dafür werfen sie sogar ihre moralischen Maßstäbe über Bord. Als Jesus geboren wurde, musste das Baby in eine Futterkrippe gelegt werden. In solch einer finsteren, verzweifelten Epoche kam der verheißene Messias so niedrig, arm und hilflos in die Welt, um mit uns, den Sündern, zu sein.</p>
<p>Obwohl das Baby Jesus in der Krippe der Sohn Gottes ist, dem alle Ehre gebührt, erniedrigte er sich völlig in einer Menschengestalt, sogar einem armen, hilflosen und unscheinbaren Baby, um mit dir und mit mir zu sein. Er entäußerte sich selbst und nahm die Schmerzen und Scham der Kreuzigung als Schwerverbrecher auf sich, um uns von unseren Sünden zu erretten. In diesem Baby Jesus finden alle Menschen wahre Hoffnung inmitten einer von Egoismus, Materialismus und Machtdenken beherrschten Welt.</p>
<p>Das Baby in einer Krippe sah so klein, schwach und hilflos aus, aber darin gab es das Leben Gottes. Dies lehrt uns den Charakter des Werkes Gottes. Äußerlich scheint das Werk Gottes oft schwach und unbedeutend zu sein, wie das Baby in einer Krippe. Aber das Werk Gottes ist wahrhaft mächtig und voller Lebenskraft und währt in Ewigkeit, weil es darin das Leben Gottes gibt. Während der Kaiser auf dem Thron längst verschwunden ist, eroberte das Baby in der Krippe die ganze Welt bis zum heutigen Tag.</p>
<p>In den 80er Jahren gab es ein Gebetstreffen in der Leipziger Nikolaikirche. Es war solch ein unscheinbares Krippenwerk, das aber das Leben Gottes in sich hatte. Es wuchs und wuchs, bis es schließlich das DDR-Regime zum Einsturz brachte und beide Deutsche Staaten vereinigte. Unser Zweierbibelstudium mit den Studenten und unser Frühgebet sieht unscheinbar und klein wie das Baby in einer Krippe aus. Aber in Gottes Augen ist es sehr kostbar und voller Leben. Gott möge durch das Bibelstudium und die Lebensgemeinschaft entschlossene geistliche Leiter aufstellen und die geistliche Erweckung in Deutschland und Europa bewirken.</p>
<p><strong>II. Eine große Freude (8-14)</strong><br />
Sehen wir uns Vers 10 an: „Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird.“ Die ersten, die die Botschaft von der Geburt Jesu hörten, waren nicht die mächtigen Politiker oder die religiösen Leiter, sondern die demütigen Hirten, die auf dem Feld hingebungsvoll die Schafherde weideten. Hier nennt der Engel die Geburt Jesu „große Freude“. Die Bibel übertreibt normalerweise nicht. Aber der Engel nannte die Geburt Jesu „große Freude für alle Menschen“. Warum? Weil wir an Weihnachten unsere Familienangehörigen treffen oder weil es fettes Essen gibt? Nein! Der wahre Grund großer Freude liegt in der Person Jesu. Lesen wir Vers 11 gemeinsam: „Denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.“ Das Baby Jesus ist der Heiland der Welt, der ewige König der Könige, der kam, um unser Sündenproblem zu lösen und uns zum Reich Gottes zurückzuführen.</p>
<p>Wenn wir die Bibel betrachten, erkennen wir, dass die Menschen nicht wegen der Lebensbedingung unglücklich sind, sondern weil sie wegen der Sünde das Paradies Gottes verloren haben. Wegen des Ungehorsams haben die Menschen das Paradies verloren. Weil sie das Gebot gebrochen haben, müssen sie ein verfluchtes Leben unter der Herrschaft der Sünde führen. Wegen der Sünde müssen die Menschen unglücklich, unruhig und beladen umherwandern und leben unter der Macht des Todes. Öfters haben die Menschen versucht, ein menschliches Paradies zu bauen, aber sowohl die Kommunisten, als auch die Kapitalisten sind gescheitert, weil sie das Sündenproblem der Menschen nicht lösen konnten.</p>
<p>Das wahre Problem der Menschen in Deutschland ist auch kein Bedingungsproblem oder Europroblem, sondern das Sündenproblem. Die meisten Deutschen haben im Vergleich zu den Menschen in den anderen Kontinenten viel bessere Lebensbedingungen, aber sie sind nicht wahrhaftig glücklich. Viele Kinder leiden wegen der zerbrochenen Familien ihrer Eltern. Viele Menschen sind in der psychiatrischen Behandlung oder leiden unter Burnout oder denken an Selbstmord. Sie sind so unglücklich, weil sie vom Satan betrogen leben und in ihren Sünden sterben. Sie halten sich selbst für gut und wollen selber der Herr ihres Lebens sein. Aber weil sie ohne Gott leben, sind sie von der Sündenmacht überwältigt.</p>
<p>Ein junger Mann litt wegen dem ungelösten Sündenproblem. Immer, wenn er in die Sünde gefallen war, verdammte er sich selbst, so dass er nicht einmal rechtzeitig zur Vorlesung aufstehen konnte. Wegen dem Stolz konnte er nicht gut lernen und fiel immer wieder bei der Prüfung durch. Eine junge Frau dachte, dass sie unglücklich wäre, weil sie keinen Prinz hatte, der sie mit einem weißen Pferd abholen kam. Gleichzeitig aber verletzte sie wegen ihrem Misstrauen viele Menschen um sie herum. Aber als sie durch das Bibelstudium zu Jesus kamen, wurde ihr grundlegendes Sündenproblem gelöst. Seit ihr Sündenproblem gelöst ist, sind sie voller Freude und voller Lebenskraft und Vision, so dass sie auch lebendige Zeugen der Gnade Gottes wurden.</p>
<p>Das grundlegende Problem der Menschen, das ihr Leben unglücklich und hoffnungslos macht, ist kein Bedingungsproblem, sondern ein Sündenproblem. Jesus kam, um mein und dein Sündenproblem zu lösen und uns die wahre Freude zu geben. Lasst uns heute zu Jesus kommen, gleich wie sündig wir sind, seine Vergebungsgnade aufnehmen und mit großer Freude unseren neugeborenen Heiland Jesus Christus anbeten.</p>
<p><strong>III. Das ewige Leben (Joh 3,16)</strong><br />
Lesen wir Johannes 3,16: „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“ Dieser Vers ist der Leitvers der Bibel und fasst die Bedeutung des Kommens Jesu am treffendsten zusammen.</p>
<p>Erstens: Gott liebt dich und mich absolut<br />
Gott liebte diese Welt so sehr, dass er seinen einzigen Sohn für uns, die Sünder, hingab. Er ließ ihn sein eigenes Leben am Kreuz opfern, um uns von der Macht des Todes zu retten. Niemand, nicht einmal eine Frau, die 10 Söhne hätte, könnte ihren eigenen Sohn für die anderen hingeben. Aber Gott liebte uns, die Sünder, gab für uns sogar seinen einzigen Sohn hin. Er liebte mich und dich mehr als seinen geliebten einzigen Sohn. So liebte er uns absolut. Glaubst du, dass Gott dich absolut liebt? Wenn du heute diese absolute Liebe Gottes annimmst, wirst du wahre Freude und Frieden bekommen.</p>
<p>Man sagt, dass es drei Arten von Liebe gibt: Wenn-Liebe, Weil-Liebe und Obwohl-Liebe. Die meisten Menschen haben Wenn-Liebe. Einige Menschen haben Weil-Liebe. Aber Gott liebt uns absolut. Obwohl wir Sünder waren, die von Geburt aus durch und durch selbstsüchtig waren, obwohl wir immer wieder gegen ihn rebellierten, gab Gott trotzdem seinen einzigen Sohn für uns hin, um uns zu retten.</p>
<p>Zweitens: Das ewige Leben<br />
Johannes 3,16 sagt: „&#8230;damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“ Gott sandte Jesus in die Welt und ließ ihn am Kreuz sterben, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Das ewige Leben ist keine Fortsetzung des irdischen Lebens. Es ist ein qualitativ völlig neues Leben. Es gibt einen dimensionalen Unterschied zwischen unserem irdischen Leben und dem ewigen Leben. Wir, die wir an ihn glauben, sind nicht länger unter der Todesmacht gefangen. Wir sind frei von der Sklaverei der Sünde zu einem neuen Leben wiedergeboren. Wir sind nicht mehr gefangen von der Egoherrschaft und von dem irdischen Leben und Verlangen. In unseren Leibern fließen Ströme des lebendigen Wassers, wie wahre Freude, Frieden und Liebe. Dieses neue herrliche Leben in der wahren Freiheit ist aber nur ein Vorgeschmack auf das Leben im Reich Gottes, wo es kein Leid und Tränen mehr geben wird, sondern wo wir an der ewigen Herrlichkeit Gottes teilhaben werden.</p>
<p>Solange die Menschen unter der Todesmacht leben, sind sie von Fatalismus, Traurigkeit, Sinnlosigkeit und Hoffnungslosigkeit gefangen. Sie wissen nicht, wozu sie leben, und laufen nur dem Tode entgegen. Ihre Vergnügungssucht ist nicht mehr als der Ausdruck ihrer inneren Verzweiflung. Aber alle, die an Jesus glauben, die seinen Opfertod für ihre Sünden persönlich annehmen, empfangen das ewige Leben, umsonst als ein unverdientes Geschenk Gottes. Sie leben nicht mehr unter der Herrschaft des Satans, sondern ziehen sogar inmitten des Leidens das ewige Leben an und leben als lebendige Zeugen der Gnade Gottes. Johannes 5,24 sagt. „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.“</p>
<p>Eine junge Studentin war wegen der Todesmacht innerlich gelähmt und fühlte sich wie ein wandelnder Leichnam. Aber als sie durch das Bibelstudium Jesus aufnahm, empfing sie das ewige Leben in ihrer Seele. Vergebung und Errettungsgnade befreiten sie von ihrer Traurigkeit und Lähmung und erfüllte sie mit wahrer Freude, den jungen Menschen das Evangelium zu verkündigen. Ein junger Mann wollte die Welt mit Glühlampen und Staubsaugern erobern und so seinen Namen groß machen. Aber er war sehr verzweifelt und lebensmüde, als er erkannte, dass es darin nur mühselige Arbeit, aber gar kein Leben gibt. Aber seit er durch Jesus das ewige Leben empfangen hat, fließen Ströme des lebendigen Wassers von seinem Leben, so dass viele junge Menschen die frohe Botschaft von Jesus durch sein Leben erfahren und das ewige Leben empfangen durften. Er wurde ein Mann der Vision Gottes.</p>
<p>Ohne Jesus war ich nur ein kaltherziger und verletzender Egoist. Ich kümmerte mich nicht um die anderen und habe immer nur viele Menschen um mich herum verletzt. Aber durch den Glauben an Jesu habe ich das ewige Leben in meiner Seele. Darum zählt nicht mehr mein Erfolg oder meine Karriere, sondern dass Gottes Reich ausgebreitet werden kann. Es ist meine Freude, einem Hoffnungsträger durch das Bibelstudium zu helfen, bis er das ewige Leben in Jesus ergreifen kann. Weil wir das ewige Leben in uns haben, dürfen wir Schmerzen und Leiden um Jesu Namens willen genießen und als heilige Pilger inmitten der Bedrängnisse zu dem herrlichen Reich Gottes leben. So leben wir das ewige Leben in der begrenzten Welt, dass wir die frohe Botschaft zu den jungen Menschen verkündigen, koste es, was es wolle. Später leben wir, wenn wir unseren vergänglichen Leib ausziehen, in der Herrlichkeit Gottes ewig ohne Leiden, Trauer und Tod. Amen.</p>
<p>Drittens: Die ewige Verdammnis<br />
Was geschieht mit denen, die nicht an Jesus glauben? Sie werden verloren gehen. Sie werden nicht in das Reich Gottes kommen, sondern vielmehr von Gott gerichtet und verdammt werden müssen. Hebräer 9,27 sagt: „Und wie den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht:“ Gott sandte seinen einzigen geliebten Sohn in die Welt, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Wer aber das Angebot Gottes hartnäckig ablehnt, für den bleibt nur die ewige Verdammnis. Er bleibt im Tod und muss schließlich die ewige Strafe in der Hölle erfahren. Trübsal und Angst über seiner Seele sind nur der Vorgeschmack dessen, was er in der schrecklichen Hölle erfahren würde. Weihnachtszeit ist darum nicht nur die Zeit, dass wir auf Geschenke und schöne Gemeinschaft hoffen oder zum Weihnachtsmarkt laufen, sondern es ist die selige Zeit, in der wir die Gnade Gottes, nämlich das ewige Leben mit Ehrfurcht und Dankbarkeit ergreifen dürfen.</p>
<p>Heute haben wir gelernt, dass das Kommen Jesu in die Welt der beste Ausdruck der absoluten Liebe Gottes für uns, die Sünder, ist. Gott möchte uns unbedingt das ewige Leben geben, indem er sogar seinen geliebten einzigen Sohn hingegeben hat. Welch eine Liebe, welch ein Segen ist das! Preise und Dank sei dem Herrn, dass er uns von der Verlorenheit errettet hat und uns das ewige Leben geben will. Lasst uns heute durch den Glauben das ewige Leben ergreifen und frei von der Macht des Todes mit der heiligen Mission als heilige Pilger leben.</p>
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		<title>Bonn UBF &#8211; Immanuel (Matthäus 1,23) &#8211; Weihnachtsbotschaft Lektion 3</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 16:56:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Happy</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Immanuel (PDF-Datei) IMMANUEL Matthäus 1,1-25 Leitvers 1,23 „»Siehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden ihm den Namen Immanuel geben«, das heißt übersetzt: Gott mit uns.“ Frohe Advent! Durch die Vorbereitung der Botschaft habe ich erkannt, dass ich ein unliebenswerter Egoist bin. Jemand, mit dem Niemand sein kann. Zu diesen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.bonnubf.org/wp-content/uploads/2011/12/Mt_0123.SGD_20111211.pdf">Immanuel (PDF-Datei)</a></p>
<p>IMMANUEL</p>
<p>Matthäus 1,1-25<br />
Leitvers 1,23</p>
<p>„»Siehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden ihm den Namen Immanuel geben«, das heißt übersetzt: Gott mit uns.“</p>
<p>Frohe Advent! Durch die Vorbereitung der Botschaft habe ich erkannt, dass ich ein unliebenswerter Egoist bin. Jemand, mit dem Niemand sein kann. Zu diesen Weihnachten besucht Immanuel mich ganz persönlich durch Jesus, die Macht des Heils. Er öffnet mir erneut meine geistlichen Augen für die Tatsache, dass weder die Bedingungen noch die anderen mein Problem, sondern das Ego in mir das grundlegende Problem ist. Mit der Macht des Heils wirkt er in mir den Herrschaftswechsel, von der Egoherrschaft hin zur Herrschaft Gottes, bis er mich völlig heilt und vollkommen wiederherstellt als königlichen Priester und geistlichen Leiter.</p>
<p>Im heutigen Text geht es um Jesu Stammbaum und Jesu Geburt. Der Verfasser Matthäus beginnt sein Evangelium mit einer langen Aufzählung von Namen der Vorfahren von Jesus. Damit zeigt er uns, wie treu Gott seine Verheißungen hielt, um uns, die Menschen von den Sünden zu erretten. Vor allem bezeugt er, dass Jesus Immanuel ist, das heißt übersetzt: Gott mit uns. Der Verfasser Matthäus war ursprünglich ein einsamer Zöllner, Levi, gewesen, der wegen der Sünde der Selbstsucht von seinem Volk als Volksverräter und als öffentlicher Sünder gebrandmarkt wurde. Aber er begegnete Immanuel, als Jesus ihn besuchte und berief. Er begegnete Immanuel, als Jesus mit ihm war und ihn zum Sankt Matthäus erzog. Möge Gott uns heute helfen, seine große Treue zu erkennen und ihm als Immanuel persönlich zu begegnen.</p>
<p>I. Jesu Stammbaum (1-17)<br />
Sehen wir uns Vers 1 an: „Dies ist das Buch von der Geschichte Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams.“ Dieser Vers erklärt, dass Jesus eine neue Geschichte des Lebens, die Geschichte des ewigen Heilswerkes Gottes begann. Es finden sich unzählige Patriarchen und Könige in dem Stammbaum Jesu. Aber der Verfasser Matthäus stellt Jesus als den Sohn Davids und Abrahams vor, weil Gott jedem von ihnen eine besondere Verheißung gegeben und sie zu seinem Volk des Bundes gemachte hatte (1.Mose 12,2.3; 2.Sam 7,12-16; Mt 1,21b).</p>
<p>Im Stammbaum Jesu zeigt die Geschichte der Israeliten die Herrlichkeit und die Tragödien der Menschen auf. Aber die Geschichte Gottes fließt stets weiter und erfüllt die Verheißungen Gottes. Die Geschichte Gottes zieht stets vorwärts, bis dass der verheißene Messias in die Welt kommt (22). Für Gott war sein auserwähltes Volk wegen seiner Untreue und Gottlosigkeit nutzlos. Für Gott war sein Volk völlig nutzlos wegen seiner Undankbarkeit gegenüber dem Segen Gottes. Aber Gott veränderte seine Verheißung nicht. Er half seinem Volk in seiner großen Barmherzigkeit, dass sie irgendwann die geistliche Einsicht gewinnen und Gottes Ziel erkennen könnten. Gott selbst erfüllte seine Verheißung, indem er schließlich seinen einzigen Sohn als den Erretter diese Welt sandte. Sehen wir uns Vers 16 an: „Jakob zeugte Josef, den Mann der Maria, von der geboren ist Jesus, der da heißt Christus.“ Am Ende der dunkelsten Zeit sandte Gott den verheißenen Messias in die Welt. Unser Gott ist wirklich der Gott der Hoffnung und Treue, der in der dunkelsten Zeit wirkt und seine Verheißung treu erfüllt. Preiset Gott, denn er ist treu! In unserem Leben gibt es auch die dunkelste Zeit, in der wir keine Hoffnung mehr haben und keine Zukunft mehr sehen können. Lasst uns aber in der hoffnungslosesten Zeit den Gott der Hoffnung treffen, denn er ist treu, absolut treu. Lasst uns durch seine Züchtigung seine Hoffnung und Treue erkennen und Übriggebliebene für sein ewiges Heilswerk sein.</p>
<p>Sehen wir uns Vers 17 an. Die Zahl vierzehn wird wiederholt. Die Juden hielten die Zahl sieben für die vollkommene Zahl. Vierzehn ist das Doppelte von sieben. Der Verfasser meint hiermit, dass der Stammbaum des Christus aus absoluter Souveränität und dem vollkommenen Willen Gottes entstanden ist. So führt er das Leben eines Menschen und die Geschichte einer Nation in seiner absoluten Souveränität und seinem Ratschluss.</p>
<p>II. Jesu Geburt (18-25)<br />
Sehen wir uns Vers 18 an: „Die Geburt Jesu Christi geschah aber so: Als Maria, seine Mutter, dem Josef vertraut war, fand es sich, ehe er sie heimholte, dass sie schwanger war von dem Heiligen Geist.“ Nach der jüdischen Sitte war die Verlobung gleichbedeutend mit der Heirat. Das Paar musste aber vor der Heirat in einer einjährigen Verlobungszeit ihre Reinheit bewahren. Nach einem Jahr holte der Bräutigam seine Braut heim. Diese Heimholung war die Hochzeitszeremonie. In diesem Sinn galt die Verlobungszeit als die schönste und romantischste Zeit für das Paar. Aber Maria wurde in der Verlobungszeit schwanger von dem Heiligen Geist. In der damaligen jüdischen Gesellschaft war es eine große Sünde und Schande für die ganze Familie, wenn eine Frau Ehebruch beging. Falls sie durch Ehebruch schwanger würde, sollte sie von den Leuten gesteinigt werden. Gemäß der Orientierung des Engels besuchte Maria ihre Tante Elisabeth in Judäa und verbrachte dort etwa drei Monate. Nach drei Monaten kam sie mit Zuversicht auf das Wirken Gottes in ihrem Leben nach Galiläa zurück (Lk 1). Erst dann erfuhr Josef eine unerwartete Tatsache, dass Maria schwanger geworden war. Was für ein Schreck war das für Josef! Sehen wir uns Vers 19 an. Der Verfasser Matthäus sagt, dass Josef fromm war. Ein „frommer Mensch“ bedeutet hier jemand, der eine persönliche Beziehung mit Gott hat und durch den Glauben lebt. Obwohl die Menschen damals ohne Gott lebten, liebte Josef Gott und lebte nach der Wahrheit des Wortes Gottes, wie Zacharias und Elisabeth. Josef aber wusste nicht, wie er dieses Schwangerschaftsproblem Marias lösen sollte. Als er auf ein unüberwindbares Lebensproblem traf, brachte er dieses Problem im Gebet zu Gott und bat um Hilfe. Im Gebet traf Josef eine Entscheidung, Maria zu schützen, koste es, was es wolle. Er gedachte aber, Maria heimlich zu verlassen, weil sie sonst, falls ihre Schande offenbart würde, gesteinigt werden musste (5.Mose 22,20.21).</p>
<p>Der Engel des Herrn verkündigte Josef klar, dass Maria von dem Heiligen Geist schwanger geworden war. Die Tatsache, dass Jesus von dem Heiligen Geist gezeugt worden ist, ist sehr bedeutsam. Wenn Jesus auf gewöhnliche Weise geboren worden wäre, wie die anderen Menschen, wäre er ein gewöhnlicher Mensch wie wir, der von Geburt an wiedergeboren werden muss. Aber Jesus ist durch den Heiligen Geist geboren. Darum ist er kein Nachkomme Adams, sondern der Sohn Gottes, der keine Sünde hatte. Darum kann Jesus allein der einzige Mittler zwischen Gott und Menschen sein, weil er vom Wesen her Gott selbst und ein Mensch ohne Sünde ist (2.Tim 2,5). Es ist Gottes wunderbare Weisheit zur Rettung der Menschen, dass Jesus von dem Heiligen Geist empfangen und von dem Leib einer Frau, Maria, geboren worden ist. Was bedeutet die Geburt Jesu für uns?</p>
<p>1. Jesus rettet uns von der Sünde<br />
Sehen wir uns Vers 21 an: „Und sie wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden.“ Der Name Jesus bedeutet, dass er sein Volk von ihren Sünden rettet. Die Menschen haben verschiedene Probleme. Man kann sagen, dass das Leben eines Menschen selbst voller Probleme ist. Leben besteht aus einem Problem nach dem anderen. Darum ist das Leben eines Menschen unruhig, friedlos und traurig. Zu jener Zeit wurden die Israeliten von der römischen Militärherrschaft unterdrückt. Sie lebten in ständiger Furcht und großer Traurigkeit. Darum dachten sie, dass sie wegen der römischen Besatzung elend wären. Die Leute von heute suchen den Grund für ihre Trauer und Schmerzen in den politischen und wirtschaftlichen Systemen oder in der sozialen oder psychologischen Lage. In Wahrheit leiden die Menschen nicht wegen der schlechten Bedingungen, sondern unter ihren Sünden. Das grundlegende Problem der Menschen ist nicht ein Bedingungsproblem, sondern das Sündenproblem. Wenn das grundlegende Problem der Menschen ein Bedingungsproblem wäre, warum bringen sich so viele Menschen in den Industrieländern um und warum gibt es dort mehr Menschen, die zum Psychiater gehen, als anderswo? Sünde macht Menschen unglücklich. Sünde ist Trennung von Gott. Sünde ist Rebellion gegen die souveräne Führung Gottes. Sünde ist Undankbarkeit gegenüber der Liebe Gottes. Jesus kam in die Welt, um uns von unseren Sünden zu retten.</p>
<p>Allgemein haben die Leute sehr wenig Ahnung über ihre Sünde. Sie wissen nicht, dass Sünde eine gewaltige Macht ist. Sünde ist nicht eine bloße Übertretung des Gesetzes oder ein Fehler, den man korrigieren kann. Sünde ist eine gewaltige Macht, nämlich die Macht des Satans, die uns versklavt und uns zu Tode quält. Ein junger Mann quälte sich wegen seiner schlechten Angewohnheiten. Jedoch konnte er sich von seinen schlechten Gewohnheiten nicht befreien, weil er von der Macht der Sünden gefesselt war. Paulus bekannte auch seine Schwäche und Hilflosigkeit gegenüber der Sündenmacht und schrie: „O, ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem todverfallenen Leibe?“ (Röm 7,24) Die Macht der Sünde ist gewaltig. Darum kann niemand mit seiner eigenen Kraft dieser Macht der Sünde entkommen. Je mehr sich ein Mensch bemüht, sich selbst von der Sünde zu befreien, desto klarer erkennt er, dass es unmöglich ist. Sündenkranke Menschen leiden an Todeselementen wie Sinnlosigkeit und Orientierungslosigkeit und Verzweiflung, weil der Lohn der Sünde der Tod ist. Wie können wir, die Menschen, dieses folgenschwere Sündenproblem gelöst bekommen? Wenn der Mensch das Sündenproblem gelöst bekommen möchte, muss er dafür bezahlen. Hebräer 9,22 sagt: „Ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung.“ Aber niemand kann dafür bezahlen, weil alle Menschen sündenbefleckt und von Geburt an zum Tode verurteilt sind. Darum hat Gott Jesus in die Welt gesandt und ließ ihn für unsere Sünden am Kreuz sterben.</p>
<p>Gott ließ Jesus am Kreuz sein kostbares und reines Blut vergießen, weil unsere Sünden Blut, nämlich Leben fordern. An unserer Stelle starb Jesus am Kreuz und lud alle unsere Schuld auf sich. Lasst uns, statt die äußeren Bedingungen zu verbessern oder uns zu rechtfertigen, unsere Sünde als Sünde anerkennen und Gott um seine Vergebungsgnade bitten und das wahre Glück empfangen. Das Glück eines Menschen hängt nicht davon ab, was er hat, oder wer er ist, sondern ob er von Jesus diese Vergebung erhalten hat oder nicht. Preiset Jesus, der uns von der Sündenmacht errettet und die wahre Freiheit und das ewige Leben schenkt!</p>
<p>2. Immanuel<br />
Der Verfasser Matthäus bezeugt, dass Marias jungfräuliche Schwangerschaft nicht eine zufällige Begebenheit, sondern die Erfüllung der langjährigen Verheißung durch die Propheten war. Sehen wir uns die Verse 22 und 23 an: „Das ist aber alles geschehen, damit erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht (Jesaja 7,14): »Siehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden ihm den Namen Immanuel geben«, das heißt übersetzt: Gott mit uns.“ Der Vers 23 bezieht sich auf die Prophezeiung Gottes, die er 800 v.Chr. durch den Propheten Jesaja seinem Volk, das sich unter Kriegs- und Todesangst befand, als ein Zeichen gab, dass er mit seinem Volk war. Der Verfasser Matthäus fasste die Bedeutung der Geburt Jesu mit einem Wort, „Immanuel“, zusammen. In diesem Namen, Immanuel, zeigt sich die wunderbare, zusammengefasste Erlösungsliebe Gottes gegenüber allen Arten der Menschen.</p>
<p>Ahas war der König von Juda zur Zeit Jesajas. Als Nordisrael mit Aram vereinbart hatte, Juda anzugreifen, zitterte er sehr mit seinem Volk, weil er keinen Glauben an den allmächtigen Gott hatte. Der Prophet Jesaja tadelte ihn und sagte, dass er sich nicht vor den Feinden fürchten, sondern auf Gott vertrauen sollte. Aber der König glaubte nicht an Gott. Um ihm in seinem Glauben zu helfen, sagte der Prophet Jesaja dem König, dass er um irgendein Zeichen für die Zuversicht auf Gott bitten solle. Aber der König Ahas hatte kein Herz für Gott und antwortete, dass er kein Zeichen suchen wolle. Jesaja war wegen des Unglaubens des Königs sehr wütend und sprach: „Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird sie nennen Immanuel.“ (Jes 7,14) Obwohl Ahas nicht an Gott glaubte und kein Zeichen erbat, gab Gott ihm selbst ein Zeichen, nämlich, dass eine Jungfrau einen Sohn gebären würde, der Immanuel hieß. Das zeigte Gottes unaufhörliche, unveränderliche Liebe zu seinem Volk. Gott verließ den ungläubigen König und dessen Volk nicht, sondern beschütze sie von ihren Feinden. Was können wir von Immanuel über Gott kennenlernen?</p>
<p>Wir können die einseitige Barmherzigkeit Gottes kennenlernen. Der Name Immanuel hat die Bedeutung, dass Gott mit uns ist. Dr. Albert Schweitzer musste, um mit den isolierten und kranken Afrikanern zu sein, auf seine Freiheit, die Freiheit seiner Wissenschaft, Wirtschaft und Kunst verzichten. Der Pater Damian wurde sogar ein Aussätziger, um die Aussätzigen zu verstehen und ihr Freund zu sein. Pastor Sohn nahm die beiden Kommunisten, die seine zwei Söhne getötet hatten, als seine eigenen Söhne an. Er adoptierte sie, anstatt sie zu verdammen, um ihr Vater zu sein. Was für eine große Hingabe ist das! Aber diese Hingabe bedeutet nicht viel, wenn wir an Immanuel denken. Gott wurde Mensch, um mit den Sündern zu sein, indem er alle seine himmlische Herrlichkeit und Macht aufgab. Dass Gott Mensch wurde, ist noch unvorstellbarer, als wenn ein Mensch zu einem Regenwurm werden sollte. Dass Gott Mensch wurde, ist noch erniedrigender als wenn Hirtin Heidi zu einem Schwein werden sollte, um mit den Schweinen zusammen im schmutzigen Schweinestall zu leben. Was für eine Erniedrigung und was für eine große Hingabe ist das! Jesus, der der Schöpfergott ist, der Himmel und Erde schuf, erniedrigte sich über alle Maßen, um mit uns, den Sündern zu sein und uns von der Macht der Sünde zu erretten.</p>
<p>Mutter Sarah Barry wuchs als eine Prinzessin vom Mississippi auf. Aber sie entschied sich, im Alter von 25 Jahren ihre geliebte Heimat und das wohlhabende Leben zu verlassen und als Missionarin in das vom Krieg verwüstete Südkorea zu gehen. Sie lebte aber nicht in den schönen Häusern der Amerikaner, sondern schlief zusammen mit den Studenten auf dem Fußboden, aß scharfes Kimchi. Als sie mit den verzweifelten Studenten in Korea war, konnten viele durch sie die Immanuels-Gnade Gottes kennenlernen und sich ebenfalls entscheiden, mit der Immanuelsgnade der Weltmission zu dienen. Wir kennen auch die Geschichte von Hudson Taylor, der selber zu einem Chinesen wurde, um den Chinesen die frohe Botschaft von Jesus weiterzugeben.</p>
<p>Wir können diese Barmherzigkeit Gottes im Leben des Matthäus sehen. Matthäus hatte als ein junger Mann den Traum, ein großer Mensch zu sein, der die Geschichte der Menschen lenkt. Aber wie alle jungen Männer musste er sich damit beschäftigen, wie er in dieser Welt überleben konnte. Darum verstockte er sein Herz und entschied sich, realistisch über seine Zukunft nachzudenken und warf sein Gewissen und seine Nation fort. Er wurde schließlich ein Zöllner. Matthäus dachte, dass Geld ihn glücklich machen könnte. Aber das Geld machte ihn gar nicht glücklich. Er verlor den Sinn seines Lebens. Er verlor sogar seine Ehre als ein Mann. Sein Volk nannte ihn einen Volksverräter. Er hatte niemals erwartet, dass er so unglücklich werden würde. Eines Tages saß Matthäus in seiner Zöllnersitzecke. Er war einsam, so einsam, dass er allen Lebensgrund verloren hatte. Niemand kam zu ihm, um mit ihm zu sprechen. Aber Jesus kam zu ihm und sagte: „Folge mir nach!“ Als er Jesu Stimme, „Folge mir nach!“, hörte, konnte Matthäus in Jesus Immanuel begegnen. Matthäus war wegen seiner Selbstsucht ein unerträglicher Mensch. Es war für Jesus nicht einfach, Matthäus zu helfen, weil er Jesus mit seiner Selbstsucht krank und müde machte. Es kostet große Schmerzen, mit solch einem selbstsüchtigen Menschen zu sein. Es ist schon schwer genug, mit ihnen einen Tag zusammen zu sein. Aber Jesus war die ganze Zeit immer mit ihm und betete für ihn, bis er von seiner Sünde der Selbstsucht geheilt wurde. Jesus war immer mit ihm, bis seine Größe und Würde als ein Mensch Gottes völlig wiederhergestellt wurde. Für Matthäus war Jesus Immanuel. Immanuel, diesen Namen Gottes konnte Matthäus bis in Ewigkeit nicht vergessen. Immanuel, dieser Name gibt den Menschen, die sich unter der Macht der Sünde befinden, Kraft, Trost, Hoffnung und Heil. Er schrieb das Matthäusevangelium, um zu zeigen, dass Jesus Immanuel ist. Preiset Jesus, der mit Matthäus war.</p>
<p>Diese Immanuelsgnade Gottes können wir in der Heilsgeschichte Gottes sehen. Es ist einfach wunderbar, dass Gott fünfundzwanzig Jahre lang mit einem hoffnungslosen und nutzlosen Menschen, Abraham, war und mit ihm sein Heilswerk angefangen hat. Es ist wunderbar, dass Gott, obwohl sein Volk so oft untreu war, seine Hoffnung für sie nicht aufgab, und sie als eine priesterliche Nation aufstellte. Sein Volk lehnte Gott so hartnäckig ab, indem sie sagten: „Womit machen wir ihn unwillig? Wer Böses tut, der gefällt dem Herrn, und an solchen hat er Freude! oder: Wo ist der Gott, der da straft?“ (Mal 2,17) Es ist wunderbar, dass Gott, obwohl er vierhundert Jahre geschwiegen hatte, doch mit diesem Volk war, und Christus gesandt hat (1-17). Wir sind schwach und sündhaft. Wenn Gott nicht mit uns ist, können wir nichts tun und müssen zugrunde gehen. Aber er ist mit uns. Er ist Immanuel. Weil Gott mit uns ist, können wir alle Traurigkeit, Einsamkeit und alle widrigen Bedingungen überwinden und fröhlich sein. Weil Gott mit uns ist, können wir alle Verwerfung und Ablehnung und alle Mächte der Sünde überwinden und Gottes Führung mit der absoluten Haltung gehorchen und ein siegreiches Missionsleben führen. Immanuel, dieser Name ist allein unser einziger wahrer Tröster und unsere wahre Hilfe. Immanuel, allein dieser Name ist unser einziges Heil. Möge Gott jeden von Euch in diesem Wintersemester 2011 die reiche Gnade von Immanuel schenken. Möge Jesus, Immanuel, dieses Land weiter segnen und es zu einer priesterlichen Nation verändern.</p>
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		<title>Bonn UBF &#8211; Jesus, die Macht des Heils (Lukas 1,68.69) &#8211; Weihnachtsbotschaft Lektion 2</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 19:08:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Happy</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jesus, die Macht des Heils (PDF-Datei) JESUS, DIE MACHT DES HEILS Lukas 1,57-80 Leitverse 1,68.69 „Gelobt sei der Herr, der Gott Israels; denn er hat besucht und erlöst sein Volk und hat uns aufgerichtet eine Macht des Heils im Hause seines Dieners David.“ Wir danken dem Herrn für das Bibelstudium der Weihnachtsbotschaften, durch das wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;" lang="de-DE" align="CENTER"><a href="http://www.bonnubf.org/wp-content/uploads/2011/12/Lk_0169_20111204.pdf">Jesus, die Macht des Heils (PDF-Datei)</a></p>
<p style="text-align: left;" lang="de-DE" align="CENTER"><span style="font-size: medium;"><strong>JESUS, DIE MACHT DES HEILS</strong></span></p>
<p lang="de-DE">Lukas 1,57-80</p>
<p lang="de-DE">Leitverse 1,68.69</p>
<p lang="de-DE" align="LEFT">„Gelobt sei der Herr, der Gott Israels; denn er hat besucht und erlöst sein Volk und hat uns aufgerichtet eine Macht des Heils im Hause seines Dieners David.“</p>
<p>Wir danken dem Herrn für das Bibelstudium der Weihnachtsbotschaften, durch das wir unsere Herzen vorbereiten dürfen, um unserem Herrn Jesus Christus neu und persönlich zu begegnen. In der vergangenen Woche durften wir kennenlernen, wer die Hauptpersonen in der Geschichte Gottes sind. Nicht der römische Kaiser damals, auch nicht Staatspräsidenten oder Politiker heute, sondern Menschen, die von ganzem Herzen für ihr Volk beten und die sich dem ausführlichen Bibelstudium herzlich widmen, sind die wahren Hauptpersonen der Geschichte und die brennenden Lampen Gottes, die diese postmoderne Generation hell erleuchten.<br />
In dieser Stunde möchten wir über die Geburt Johannes des Täufers und über den Lobgesang seines Vaters, Zacharias, tiefer nachdenken. Lasst uns den Glauben und die Entscheidung des Lebens von Elisabeth und Zacharias kennenlernen. Lasst uns Jesus, der Macht des Heils, persönlich begegnen und eine klare Entscheidung des Lebens treffen, unser Leben der souveränen Führung Gottes völlig anzuvertrauen.</p>
<p>I. Die Hand des Herrn (57-66)</p>
<p>Sehen wir uns die Verse 57.58 an: „Und für Elisabeth kam die Zeit, das sie gebären sollte; und sie gebar einen Sohn. Und ihre Nachbarn und Verwandten hörten, dass der Herr große Barmherzigkeit an ihr getan hatte, und freuten sich mit ihr.“ Eigentlich war Elisabeth unfruchtbar und inzwischen auch schon zu alt geworden, um noch Kinder zur Welt bringen zu können. Aber als der betagte Priester Zacharias nicht aufhörte, nicht nur für sein Volk, sondern auch für einen Sohn zu beten, da geschah ein großes Wunder. Der allmächtige Gott erbarmte sich über seine Familie und schenkte ihnen noch in ihrem hohen Alter einen Sohn. Vers 58 sagt, dass sich ihre Nachbarn und Verwandten mit Elisabeth freuten, weil sie hörten, dass der Herr große Barmherzigkeit an ihr getan hatte. Mehrere Jahrzehnte lang hatte Elisabeth große Schmach getragen, weil sie unfruchtbar gewesen war und kein Kind gehabt hatte. Aber Gott erbarmte sich durch das beharrliche Gebet über Elisabeth, ihre Hausgemeinde und ihr Volk und schenkte ihr große Barmherzigkeit, als Eltern für den Vorläufer des Messias und als Hauptpersonen der Geschichte Gottes gebraucht zu werden.</p>
<p>Betrachten wir Vers 59: „Und es begab sich am achten Tag, da kamen sie, das Kindlein zu beschneiden, und wollten es nach seinem Vater Zacharias nennen.“ Gemäß der jüdischen Tradition wäre es ganz gewöhnlich gewesen, dass die Eltern dieses Baby Zacharias Junior genannt hätten. Doch sehen wir uns Vers 60 an: „Aber seine Mutter antwortete und sprach: Nein, sondern er soll Johannes heißen.“ Diese ungewöhnliche Antwort Elisabeths überraschte ihre Nachbarn und Verwandten. Ihre klare Antwort offenbart Elisabeths Glauben, dass sie ihr Leben Gottes souveräner Führung unterordnete. Ihre Antwort bezeugt ihre Entscheidung des Lebens. Sie entschieden sich, das Leben dieses Kindes Gott zu weihen und es ganz für den Willen und souveränen Plan Gottes zur Verfügung zu stellen. Hier lernen wir Elisabeths praktischen Glauben und ihre geistliche Zusammenarbeit mit Zacharias kennen.</p>
<p>Sehen wir uns die Reaktion der Nachbarn und Verwandten an. Vers 61: „Und sie sprachen zu ihr: Ist doch niemand in deiner Verwandtschaft, der so heißt.“ Die ganze Verwandtschaft und Nachbarschaft verstand die Welt nicht mehr. Dann winkten sie seinem Vater, wie er ihn nennen lassen wollte. Als Zacharias auf eine Tafel schrieb: „Er heißt Johannes.“, verwunderten sich die Anwesenden noch viel mehr. Wie konnte das möglich sein? Es war möglich, weil sowohl Elisabeth als auch Zacharias sich während der 9-monatigen Schwangerschaftszeit viel mit dem Wort Gottes auseinandergesetzt und tief über den souveränen Plan und Willen Gottes nachgesinnt hatten. Vor dem Wort Gottes wurde es ihnen immer klarer, dass das anvertraute Leben nicht ihr kleiner süßer Sohn, sondern Gottes Vorläufer für den kommenden Messias war. Sie entschieden sich, dieses Leben von Geburt an, nicht zu ihrem kleinen Prinzen zu machen, sondern zu einem Knecht des Herrn aufzustellen, indem sie sich dem souveränen Plan Gottes völlig unterordneten.</p>
<p>Was geschah, als Zacharias bestätigte, dass das neue Leben Johannes heißen sollte? Sehen wir uns Vers 64 an: „Und sogleich wurde sein Mund aufgetan und seine Zunge gelöst, und er redete und lobte Gott.“ Gott freute sich über Zacharias Entscheidung des Glaubens sehr. Nun hatte das Schweigetraining ein Ende und seine Zunge wurde gelöst und er redete und lobte Gott. Zacharias Entscheidung und sein Gehorsam gegenüber dem Willen Gottes inmitten der Erziehung Gottes ist wirklich bemerkenswert. Wir denken heute, dass die Namensgebung eines Kindes nicht so wichtig sei. Viele Eltern wählen für ihr Kind einen Namen, der gerade sehr populär ist. Doch Zacharias und Elisabeth folgten nicht dem Trend der Zeit oder ihrer eigenen Vorstellung, sondern gehorchten Gott mehr als den menschlichen Sitten und Traditionen. Sie achteten Gottes Wort höher als ihre eigenen Gedanken. Viele Menschen geraten oft, nachdem sie Gottes Segen erfahren haben, in die Versuchung, den Segen Gottes doch für sich selbst zu genießen. Aber Zacharias und Elisabeth waren anders. Was war das Resultat ihres Glaubensgehorsams? Es kam Gottesfurcht über die ganze Gegend und die Leute erkannten, dass die Hand des Herrn mit dem Kind war. Die Entscheidung eines Menschen ist vor Gott so wichtig und einflussreich, dass eine geistliche Erweckung in dieser Gegend bewirkt wurde. Die Entscheidung eines Menschen ist vor Gott so kostbar, dass Gott dadurch sogar die Erweckung einer ganzen Nation bewirkt. Lasst uns mit der Verheißung Gottes und mit dem Wort Gottes leben, so dass unsere Hoffnungsträger und Kinder zu großen Männern und Frauen des Glaubens wachsen und als Hauptpersonen in der Geschichte Gottes gebraucht werden können.</p>
<p>II. Eine Macht des Heils (67-75)</p>
<p>Sehen wir uns die Verse 67 und 68 an: „Und sein Vater Zacharias wurde vom Heiligen Geist erfüllt, weissagte und sprach: Gelobt sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat besucht und erlöst sein Volk.“ Überraschenderweise freute sich Zacharias als Erstes nicht über seinen Sohn, sondern über das Kommen des verheißenen Messias. Er lobte Gottes initiative Liebe und Gottes Treue zu seinem Volk und darüber hinaus zu allen Menschen.<br />
In Genesis Kapitel 2 hatte Gott die allerschönste Umgebung für das Glück der Menschen vorbereitet. Als aber der Mensch das Gebot brach und damit gegen Gott sündigte, zerbrach die Liebesbeziehung der Menschen zu Gott und die Menschen verloren das Paradies. Doch Gott liebte die versündigten Menschen so sehr, dass er unmittelbar nach dem Sündenfall einen Rettungsplan machte. Gott verhieß in seiner initiativen Liebe und unwandelbaren Treue, einen Erretter in die Welt zu senden. Der verheißene Messias wird den Kopf der Schlange, die die Menschen zur Sünde verführt hatte, zertreten. Gottes initiative Liebe und seine unwandelbare Treue wurde schließlich in seinem eingeborenen Sohn, Jesus Christus, offenbar. Gott ließ ihn stellvertretend qualvoll am Kreuz sterben, um uns Menschen mit Gott zu versöhnen und uns durch sein vergossenes reines Blut von unseren schmutzigen und stinkenden Sünden reinzuwaschen. Apostel Petrus bezeugt in 1.Petrus 1,18.19 diese Erlösungsgnade Jesu und schreibt: „Denn ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erlöst seid von eurem nichtigen Wandel nach der Väter Weise, sondern mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes.“ Preis und Dank sei dem Herrn für seine unwandelbare Treue.</p>
<p>Sehen wir uns Vers 69 an: „und hat uns aufgerichtet eine Macht des Heils im Hause seines Dieners David.“ Im Originaltext steht hier der Ausdruck „Horn des Heils“. Martin Luther übersetzte diesen Ausdruck mit „Macht des Heils“. Ein „Horn“ steht symbolisch für „Kraft“ oder „Macht.“ Stiere, Nashörner und andere Tiere haben Hörner, mit denen sie gegen andere Tiere kämpfen. Psalm 92,11.12 sagen: „Aber mich machst du stark wie den Wildstier … mit Freude sieht mein Auge auf meine Feinde herab.“ Und in Offenbarung 12,3 steht, dass der Teufel ein Wesen mit sieben Köpfen und zehn Hörnern ist. Anders ausgedrückt heißt dies, dass der Teufel ein sehr kluges und sehr mächtiges Wesen ist. Er ist derjenige, der die ganze Welt verführt. Er wird auch der Ankläger genannt, weil er ohne aufzuhören ständig die Leute Gottes anklagt. Es ist wichtig zu wissen, dass wir mit unserer eigenen Kraft den Teufel niemals besiegen können.</p>
<p>Aber unser Herr Jesus, das Horn des Heils, ist stärker als das Horn des Teufels. Jesus hat die Macht, den Teufel zu besiegen. Jesus zertrat den Kopf des Satans durch seinen Kreuzestod. Jesus vernichtete durch seine Auferstehung alle Mächte, Herrschaft und Gewalt des Satans. Apostel Paulus jubelte und schrieb in 1.Kor 15,54b-57: „Der Tod ist verschlungen vom Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel? Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft aber der Sünde ist das Gesetz. Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus!“</p>
<p>Mit welchen Hörnern kämpft der Teufel, um uns zu durchbohren? Eines seiner Hörner ist der Zweifel. Satan versucht die Menschen, an der Liebe Gottes zu zweifeln. Er pflanzt Zweifel an der absoluten Wahrheit des Wortes Gottes in unsere Herzen, so dass wir uns sogar fragen, ob wir wirklich errettet worden sind. Aber Jesus hilft uns, alle Zweifel des Satans zu besiegen, wenn wir zu Jesus, dem Horn des Heils, kommen. Ein anderes Horn des Satans ist die Furcht. Hebräer 2,14b.15 sagen: „damit er durch seinen Tod die Macht nähme dem, der Gewalt über den Tod hatte, nämlich dem Teufel, und die erlöste, die durch Furcht vor dem Tod im ganzen Leben Knechte sein mussten.“ Der Teufel verletzt uns mit dem Horn der Furcht und macht uns gelähmt. Wir fürchten uns davor zu versagen. Wir fürchten uns vor schweren Krankheiten. Wir fürchten uns vor der Zukunft. Aber unser Herr Jesus kann das Horn der Furcht völlig besiegen.</p>
<p>In unserer Zeit sind viele Menschen von dem Horn der Depression tödlich verletzt. Ein großes Magazin erschien kürzlich mit dem Titel „Volkskrankheit Burn-Out?“ Der Satan belügt die Menschen auch ohne Unterlass, ein selbstsüchtiges Leben gemäß dem Verlangen ihres Egos zu führen, so dass viele junge Menschen hoffnungslos an ihrem sündigen Ego kleben und weder nach Gott noch nach ihren Mitmenschen fragen. Sie leben für den kurzfristigen Genuss der Sünde, ohne über die Folgen ihres Lebens in Sünden und über ihren Einfluss auf die Gesellschaft nachzudenken. Es ist schwer vorstellbar, dass solche Menschen ein neues, einflussreiches Leben führen könnten. Aber in Jesus Christus hat jeder Mensch neue Hoffnung, denn Jesus ist die Macht des Heils. Er vermag uns aus der elenden Sklaverei der Sünde und aus der Egoherrschaft zu befreien. Wenn wir Jesu Königsherrschaft durch den Glauben in unserem Herzen annehmen, dann werden wir tatsächlich von allen Wunden und Verletzungen des Satans völlig geheilt, ja alles in uns wird neu und wir dürfen zum Volk Gottes gehören. Gott helfe uns in dieser Weihnachtszeit wie wir sind zu Jesus zu kommen und die Macht des Heils zu erfahren. Lasst uns nicht länger vom Horn des Satans verletzt und betrogen leben, sondern unter Jesu Herrschaft ein wahrhaft glückliches, erfülltes und einflussreiches neues Leben beginnen.</p>
<p>Eine junge Frau träumte davon, eines Tages „ihrem Märchenprinzen“ zu begegnen, der sie völlig glücklich machen würde. Aber ihr Herz war so finster, dass sie geradewegs in die Landesklinik gegangen wäre. Doch durch das Bibelstudium begegnete sie in Joh 4 Jesus als ihrem wahren Mann, der ihr das wahre Glück, Frieden und Lebensorientierung schenkte. Jesus veränderte sie zu einer glücklichen Glaubensmutter. Ein junger Mann wurde während seiner Schulzeit von seinen Mitschülern gehänselt. Dadurch durchbohrte ihn das Horn des Satans und ließ ihn an der Liebe Gottes zweifeln. Er zog sich immer mehr zurück und lebte nur noch in seiner eigenen Fantasiewelt. Als Einzelgänger spielte er mit dem Gedanken an Selbstmord. Aber Jesus, die Macht des Heils, besiegte alle Zweifel in seinem Herzen. Jesus richtete ihn wieder auf.<br />
Eine Studentin wurde durch einige Selbstmorde und Todesfälle in ihrer unmittelbaren Umgebung vom Horn des Satans so sehr verletzt, dass sie innerlich gelähmt wurde und nicht mehr weiter studieren konnte. Aber als sie durch das Bibelstudium Jesu Liebe und souveräne Herrschaft über ihr Leben annahm, erfuhr sie die heilende Kraft Jesu, die stärker als die Kraft des Todes ist. Jesus schenkte ihr ein neues Leben und gebraucht sie nun als eine einflussreiche Bibellehrerin im Werk Gottes. Jesus, das Horn des Heils, kann alle verwundeten junge Menschen erretten und heilen. Jesus, das Horn des Heils kann junge Menschen in dieser postmodernen Generation als einflussreiche geistliche Leiter aufstellen. Preiset Jesus, der die Macht des Heils für jeden von uns ist.</p>
<p>Das Horn des Heils errettet uns von unseren Feinden. Zacharias erwähnt dies zweimal in seinem Lobgesang, nämlich in Vers 71 und Vers 74: „dass er uns errette von unseren Feinden und aus der Hand aller, die uns hassen, dass wir, erlöst aus der Hand unserer Feinde.“ Jesus errettet uns von unseren Feinden, wie dem Teufel der Sorge, Furcht, Zweifel, Depression, Neid, Verzweiflung, Bitterkeit usw. Aber unser wahrer Feind, der hinter allem steht, ist der Satan. Satan durchbohrt jeden, dessen Herz ungeschützt ist, und macht sie nutzlos und hoffnungslos. Aber Jesus heilt uns von unseren Sündenkrankheiten und errettet uns von unseren Feinden. Eine Missionarin verlor frühzeitig ihren Mann durch eine tödliche Krankheit. Sie hätte sich selbst als ein Opfer der Umstände betrachten können. Ja, sie hätte ihr Missionsleben aufgeben und in ihr Heimatland zurückgehen können. Aber Jesus, die Macht des Heils, schützte sie und gab ihr die Kraft, in ihrem Missionsfeld zu bleiben und nun eine großartige Glaubensgeschichte zu schreiben.</p>
<p>Gott wirkte durch 1.Petrus 2,9 in den Herzen unserer neuen Generation, so dass sie von den Lügen des Satans befreit und geheilt wurden und nun mit der Identität als königliche Priester und von globalen geistlichen Leitern für die geistliche Erweckung in Deutschland und Europa gebraucht werden. Wir sind durch unsere Schulkinder groß ermutigt, dass sie freiwillig früh morgens in das Haus Gottes kommen und das tägliche Brot betrachten und am Glaubenskampf ihrer Eltern teilnehmen. Gott wird ihre Entscheidung sicher reichlich segnen, dass sie als Gottes Hauptpersonen für die geistliche Wiedererweckung von Deutschland und Europa gebraucht werden. Gott helfe euch nicht länger in der Lüge des Satans verletzt sitzen zu bleiben, sondern zu Jesus, der Macht des Heils zu kommen und in ihm völlig geheilt und wiederhergestellt zu werden. Jesus hat die Macht des Teufels und die Kraft der Sünde durch seinen Tod am Kreuz und durch seine herrliche Auferstehung besiegt.</p>
<p>Sehen wir uns die Verse 74.75 an: „dass wir, erlöst aus der Hand unsrer Feinde, ihm dienten ohne Furcht unser Leben lang in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor seinen Augen.“ Was für ein großer Segen ist es, Gott ohne Furcht dienen zu dürfen. Es ist das Ziel unserer Erlösung. Durch Jesus, die Macht des Heils, sind wir königliche Priester, die unserem Gott ohne Furcht unser Leben lang in Heiligkeit und Gerechtigkeit dienen können. Möge Gott euch segnen, in dieser postmodernen Zeit, in der so viele junge Menschen von den Lügen des Satans betrogen und geknechtet in Furcht und Sorge leben, Gott zu dienen und an allen 1.700 europäischen Universitäten das Evangelium von Jesus Christus zu predigen. Gott schenke Europa seine Gnade, noch einmal wiedererweckt und als ein Missionare sendender Kontinent gebraucht zu werden.</p>
<p>III. Jesus, das aufgehende Licht aus der Höhe (76-80)</p>
<p>Sehen wir uns die Verse 76.77 an: „Und du Kindlein, wirst ein Prophet des höchsten heißen. Denn du wirst dem Herrn vorangehen, dass du seinen Weg bereitest und Erkenntnis des Heils gebest seinem Volk in der Vergebung ihrer Sünden.“ Johannes würde ein Prophet werden und den Weg des Herrn vorbereiten. Johannes Mission würde es sein, den Menschen die Taufe der Buße zu predigen und sie zur Vergebung ihrer Sünden auf Jesus hinzuweisen.</p>
<p>Sehen wir uns die Verse 78 und 79 an: „Durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes, durch die uns besuchen wird das aufgehende Licht aus der Höhe, damit es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.“ Gott hätte uns alle wegen unserer Sünden richten und verdammen können. Aber aus seiner herzlichen Barmherzigkeit heraus vergibt er uns unsere Sünden. Welche herzliche Barmherzigkeit ist das, dass Gott seinen geliebten eingeborenen Sohn für uns, die wir Gottes Gnade der Vergebung so schnell vergessen haben und mürrisch und rebellisch sind, als Lösegeld bezahlt hat. Welche herzliche Barmherzigkeit hat Gott auch an unserem Volk erwiesen! Nach dem 2. Weltkrieg hat Gott uns, trotz all unserer Schuld, die Gnade des Wiederaufbaus und der friedlichen Wiedervereinigung geschenkt. In seiner herzlichen Barmherzigkeit sandte Gott Missionare aus dem fernen Korea nach Deutschland, um die jungen Menschen als Jünger Jesu zu erziehen und Europa geistlich wiederzuerwecken. Lasst uns beten, dass Gottes herzliche Barmherzigkeit, unseren Kontinent aus den falschen Lehren und Lügen des Humanismus und des Relativismus befreit und noch einmal als einen Missionare sendenden Kontinent für die Weltmission gebraucht.</p>
<p>Sehen wir uns Vers 79 noch einmal an: „damit es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsre Füße auf den Weg des Friedens.“ Die Menschen, die sich unter der Sklaverei der Sünde und der Macht des Todes befinden, leben in der Finsternis. Diejenigen, die in der Finsternis leben, haben keinen Frieden und keine Bedeutung des Lebens in ihren Herzen. Die schrecklichste Finsternis ist die der Ignoranz, die die Wahrheit absichtlich niederhält. Römer 1,18 sagt, dass die Menschen die Wahrheit durch ihre Ungerechtigkeit niederhalten. Jesus sagte: Wer Böses tut, der hasst das Licht und kommt nicht zu dem Licht. Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zu dem Licht. (Joh 3,19-21) Gottlose Menschen greifen die Wahrheit und Autorität der Bibel an, weil sie Gottes Souveränität nicht annehmen wollen. Sie wollen auch andere glauben machen, dass alles, einschließlich der moralischen Werte, relativ sei. Aber diejenigen, die in der Bibel lesen und nach der Lehre der Bibel leben, werden erkennen, dass Gottes Wort wirklich die Wahrheit ist. Jesus, das aufgehende Licht aus der Höhe, vertreibt alle Finsternis von unserem Leben. Gottes Licht überwindet allen Hochmut der Menschen und richtet unsere Füße auf den Weg des Friedens. Jesus, das aufgehende Licht aus der Höhe, stellt die Beziehung zwischen Gott und uns wieder her und gibt uns die neue Lebenskraft und Vision als Friedensstifter zu wirken.</p>
<p>Möge Gott jeden von euch segnen, in der Weihnachtszeit Jesus, einer Macht des Heils, neu zu begegnen, und als Vorläufer des Messias kostbar gebraucht zu werden, die Deutschland und Europa zur geistlichen Wiedererweckung führen.</p>
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