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	<title>Bonn UBF - Universität Bibel Freundschaft Bonn - Gemeinde in Bonn</title>
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		<title>Bonn UBF – Nehemias Entschlossenheit (Nehemia 6,3) – Lektion 3</title>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2012 10:12:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Happy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Botschaften]]></category>

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		<description><![CDATA[Nehemias Entschlossenheit (PDF-Datei) NEHEMIAS ENTSCHLOSSENHEIT Nehemia 5,1 – 7,72 Leitvers 6,3 „Ich aber sandte Boten zu ihnen und ließ ihnen sagen: Ich hab ein großes Werk auszurichten, ich kann nicht hinabkommen; es könnte das Werk liegen bleiben, wenn ich die Hand abtäte und zu euch hinabkäme.“ Wir danken dem Herrn, dass er uns vergangene Woche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2012/05/Neh_0603.Lkt_20120513_SGD.pdf">Nehemias Entschlossenheit (PDF-Datei)</a></p>
<p>NEHEMIAS ENTSCHLOSSENHEIT</p>
<p>Nehemia	5,1 – 7,72<br />
Leitvers 6,3</p>
<p>„Ich aber sandte Boten zu ihnen und ließ ihnen sagen: Ich hab ein großes Werk auszurichten, ich kann nicht hinabkommen; es könnte das Werk liegen bleiben, wenn ich die Hand abtäte und zu euch hinabkäme.“</p>
<p>Wir danken dem Herrn, dass er uns vergangene Woche durch Nehemia ermutigt hat, alle äußeren Widerstände beim geistlichen Mauerbau zu bemeistern, indem wir arbeiten und kämpfen und so gemeinsam durch Gebet, Bibelstudium und Jüngererziehung Europa zur geistlichen Wiedererweckung führen dürfen. Lasst uns wie Nehemia mit dem von Gott abhängigen Glauben unser Land in eine Hirtennation und Europa in einen Missionare sendenden Kontinent verändern.</p>
<p>Heute möchten wir von Nehemia lernen, uneigennützige, entschlossene und bis zur Vollendung kämpfende geistliche Leiter für unser Volk und unsere Generation zu sein. Gott helfe uns, uns nicht durch innere oder äußere Feinde und durch Kompromisse vom Mauerbau ablenken zu lassen, sondern unsere Mission bis zum Ende zu erfüllen, um dieses Land und diesen Kontinent geistlich wieder aufzubauen.</p>
<p>1.	Die Bildung der Einheit durch Nehemia (5,1-19)</p>
<p>Nachdem die erste äußere Bedrohung gemeistert worden war und der Wiederaufbau der Mauer voranschritt, drohte nun von einer völlig unerwarteten Seite ernste Gefahr. Sehen wir uns dazu die Verse 1-5 an: „Und es erhob sich ein großes Geschrei der Leute aus dem Volk und ihrer Frauen gegen ihre jüdischen Brüder. Die einen sprachen: Unsere Söhne und Töchter müssen wir verpfänden, um Getreide zu kaufen, damit wir essen und leben können. Die andern sprachen: Unsere Äcker, Weinberge und Häuser müssen wir versetzen, damit wir Getreide kaufen können in dieser Hungerzeit. Und wieder andere sprachen: Wir haben auf unsere Äcker und Weinberge Geld aufnehmen müssen, um dem König Steuern zahlen zu können. Nun sind wir doch wie unsere Brüder, von gleichem Fleisch und Blut, und unsere Kinder sind wie ihre Kinder, und siehe, wir müssen unsere Söhne und Töchter als Sklaven dienen lassen, und schon sind einige unserer Töchter erniedrigt worden und wir können nichts dagegen tun, und unsere Äcker und Weinberge gehören andern.“</p>
<p>Nach den äußeren Bedrängnissen kamen nun die Probleme von innen. Die nationale Einheit war ernsthaft in Gefahr, denn die nach Juda zurückkehrenden Juden wurden von ihren Landsleuten gar nicht herzlich empfangen. Die Wohlhabenden lebten nach dem Motto: „Lieber Geld verdienen, als den Willen Gottes tun“ und verlangten von den Rückkehrern inflationäre Preise für Getreide und Lebensmittel, unbarmherzige Zinsen, Steuern und Abgaben. Die Folge war katastrophal: Söhne und Töchter wurden verpfändet und in die Schuldsklaverei getrieben, nur um Getreide kaufen zu können. Äcker, Weinberge und Häuser wurden mit Hypotheken beliehen, um die Integrationssteuer bezahlen zu können. Schließlich erhob sich ein großes Geschrei der Leute aus dem Volk und ihrer Frauen gegen ihre jüdischen Brüder. Würde dieses ernste Problem nicht gelöst, so könnte der Mauerbau nicht vollendet werden, ja würde sogar die nationale Einheit zerbrechen. </p>
<p>Wie reagierte Nehemia? Sehen wir uns Vers 6 an: „Als ich aber ihr Schreien und diese Worte hörte, wurde ich sehr zornig.“ Wenn Nehemia an die selbstsüchtigen und habgierigen Reichen und Oberen dachte, zerbrach sein Herz. Er schalt die Vornehmen und Ratsherren und sagte zu ihnen: „Wollt ihr einer gegen den andern Wucher treiben?“ Und er brachte eine große Versammlung gegen sie zusammen und tadelte ihre Sünden in aller Öffentlichkeit.</p>
<p>Sehen wir uns die Verse 9-11 an: „Und ich sprach: Es ist nicht gut, was ihr tut. Solltet ihr nicht in der Furcht Gottes wandeln um des Hohnes der Heiden willen, die ja unsere Feinde sind? Ich und meine Brüder und meine Leute haben unsern Brüdern auch Geld geliehen und Getreide; wir wollen ihnen doch diese Schuld erlassen! Gebt ihnen noch heute ihre Äcker, Weinberge, Ölgärten und Häuser zurück und erlasst ihnen die Schuld an Geld, Getreide, Wein und Öl, die ihr von ihnen zu fordern habt.“ Als Nehemia selbst mit gutem Beispiel voranging, waren auch die Oberen des Volkes bereit, ihren Brüdern die Schulden zu erlassen. Nehemia forderte sie zur verbindlichen Entscheidung auf. Er nahm einen Eid von den Priestern, dass sie so tun sollten. Sehen wir uns Vers 13 an: „Auch schüttelte ich mein Gewand aus und sprach: So schüttle Gott einen jeden aus seinem Hause und aus seinem Besitz, der dies Wort nicht hält: so sei er ausgeschüttelt und leer! Und die ganze Gemeinde sprach Amen und lobte den Herrn. Und das Volk tat so.“</p>
<p>Sehen wir uns die Verse 14-16 an: „Und von der Zeit an, als mir befohlen wurde, ihr Statthalter zu sein im Lande Juda, nämlich vom zwanzigsten Jahr an bis in das zweiunddreißigste Jahr des Königs Artahsasta, das sind zwölf Jahre, verzichtete ich für mich und meine Brüder auf meine Einkünfte als Statthalter. Denn die früheren Statthalter, die vor mir gewesen waren, hatten das Volk belastet und hatten für Brot und Wein täglich vierzig Silberstücke von ihnen genommen; auch ihre Leute waren gewalttätig mit dem Volk umgegangen. Ich aber tat nicht so um der Furcht Gottes willen. Auch arbeitete ich an der Mauer und kaufte keinen Acker und alle meine Leute mussten sich dort zur Arbeit versammeln.“ Nehemia führte ein uneigennütziges und selbstloses Leben. Er verzichtete zwölf Jahre lang auf seine Einkünfte als Statthalter. Er hatte ein brennendes Hirtenherz für sein Volk und wollte es, ganz anders als seine Vorgänger, nicht belasten. </p>
<p>Wenn der Leiter eines Volkes solch ein uneigennütziges Leben führt, kann eine ganze Nation durch sein gutes Beispiel berührt werden und von ihm lernen. Wir erinnern uns an Nelson Mandela, der nach seiner Wahl zum Präsidenten von Südafrika nicht auf Konfrontation, sondern auf Aussöhnung setzte. In den letzten Monaten haben wir leider auch negative Beispiele erfahren. Bei der vergangenen Wahl in Griechenland wurden die bisherigen Regierungsparteien vom Volk abgestraft, weil sie mit ihren Gesetzen das Volk so sehr belasteten, während viele Reiche sogar ihren Besitz ins Ausland verschieben konnten. Lasst uns beten, dass in dieser Krisenzeit die europäischen Leiter nicht ihre eigenen nationalen Interessen in den Vordergrund stellen, sondern Nehemias uneigennützigen Geist anziehen, damit die Einheit Europas gefestigt und ganz Europa als ein Vorbild und Segen für diese Welt gebraucht werden darf.</p>
<p>Denken wir über Nehemias dienendes und gebendes Leben noch weiter nach: täglich empfing er 150 Ratsherren bei sich zur Essensgemeinschaft. Dafür brauchte man täglich einen Stier, sechs auserlesene Schafe und Geflügel und jeweils für zehn Tage eine bestimmte Menge Wein. In einer Notlage oder Krisenzeit denken die Menschen gewöhnlich zuerst an sich selbst. Aber Nehemia handelte nicht so. Er dachte zuerst an das Wohl und die Einheit des ganzen Volkes. Als Statthalter lebte Nehemia wie ein Hirte für sein Volk, indem er das Wohl der Menschen höher achtete als eigene Vorteile oder Privilegien.</p>
<p>In unserem Volk gibt es nicht viele geistliche Leiter, die mit dem Geist und Herzen von Nehemia ihrem Volk dienen. Z. B. sind in Deutschland viele Pfarrer verbeamtet. Ihre geregelte Arbeitszeit und ihr Jahresurlaub sind ihnen oftmals wichtiger als die Anliegen der Schafherde Gottes. Als einmal eine in geistlicher Not befindliche Person einen Pfarrer bat, mit ihm zu beten, sagte dieser, dass seine Dienstzeit gerade um sei und dass er einen Termin für später ausmachen solle. Von unseren koreanischen Missionaren, die ihre Lebenssicherheiten in Südkorea aufgaben und mit der Vision nach Deutschland kamen, einheimische junge Menschen durch Bibelstudium als Jesu Jünger und als geistliche Leiter aufzustellen, konnten wir den anderen Geist kennenlernen. Sie kamen ohne Sicherheiten nach Deutschland, kämpften hart für das selbständige Leben und um eine unbefristete Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis zu bekommen. Dennoch dienten sie selbstlos den jungen Menschen mit dem Bibelstudium und Gebet. Gottes Knecht Missionar Peter lud die einheimischen Mitarbeiter tagtäglich zur geistlichen Gemeinschaft (und auch zur Essensgemeinschaft) ein und verzichtete auf ein Privatleben, um stattdessen Lebensgemeinschaft mit den Mitarbeitern zu haben. Er dient dem Werk Gottes nicht wie ein Angestellter, der nach 8 Stunden Arbeit nach Hause geht, sondern oftmals hat er sogar spät abends oder frühmorgens geistliche Gemeinschaft mit den Mitarbeitern, um sie in ihrem Glaubenskampf zu ermutigen und zu stärken. Als die Missionare in den letzten mehr als 30 Jahren so selbstlos und hingebungsvoll dem Werk Gottes dienten und durch ihr praktisches Leben großen geistlichen Einfluss ausübten, konnten sich auch einheimische junge Menschen entscheiden, nicht ein gewöhnliches Leben nach dem Muster dieser Welt oder als formale Namenschristen zu führen, sondern in den Fußtapfen des Glaubens ihrer Glaubensvorgänger zu gehen. Einige entschieden sich, als Vollzeithirten zu leben, indem sie sowohl ihrer vollzeitigen weltlichen Arbeit nachgehen, als auch dafür kämpfen, vollzeitig der Schafherde Gottes uneigennützig zu dienen. Am nächsten Wochenende feiern wir unsere Frühlingsbibelkonferenz in Xanten. Das Konferenzthema lautet: „Das neue Leben in Christus“. Wir beten, dass Gott insbesondere unseren Kindern, Jugendlichen und Hoffnungsträgern die geistliche Wiedergeburt und das neue Leben in Christus schenkt und dass Gott ihnen erlaubt, entschlossen in den Fußtapfen ihrer Eltern und Hirten zu gehen und uneigennützig wie Nehemia für den geistlichen Mauerbau zusammen zu arbeiten.</p>
<p>Dieses Land und dieser Kontinent brauchen Männer und Frauen des Glaubens, die wie Nehemia ein selbstloses, dienendes, uneigennütziges Leben führen und auf diese Weise als ermutigende und herausfordernde Vorbilder des Glaubens fungieren können. Lasst uns dafür beten, dass Gott viele formal Gläubige zu den uneigennützigen Dienern und Dienerinnen Gottes wie Nehemia aufstellt und sie für die geistliche Erneuerung und Bildung der geistlichen Einheit dieser Generation gebraucht.</p>
<p>2.	Die Vollendung des Mauerbaus durch Nehemia (6,1-19)</p>
<p>In diesem Abschnitt begegnen uns Sanballat, Tobija und Geschem. Diese drei stehen stellvertretend für die Feinde Gottes. Sie versuchten, das Werk des Mauerbaus und die geistliche Einheit irgendwie mit ihrer List zu zerstören. Als Nehemia durch Sanballat und Geschem gebeten wurde, sich mit ihnen im Tal Ono zu treffen, erkannte er darin die List der Feinde Gottes. Wie reagierte Nehemia auf ihre Einladung? Sehen wir uns Vers 3 an: „Ich aber sandte Boten zu ihnen und ließ ihnen sagen: Ich hab ein großes Werk auszurichten, ich kann nicht hinabkommen; es könnte das Werk liegen bleiben, wenn ich die Hand abtäte und zu euch hinabkäme.“ Gott war mit Nehemia und schenkte ihm Einsicht in den bösen Plan der Widersacher, so dass Nehemia klar absagte. So wie damals Sanballat, Tobija und Geschem als die Werkzeuge des Satans fungierten, so sind es heute z. B. Gottlose Humanisten, Hedonisten und Neider, die das Werk Gottes und die Knechte Gottes angreifen und verleumden. In einer solchen Lage ist es leicht, auf sich selbst zu schauen oder Kompromisse einzugehen. Missionar Peter entschied sich in der Zeit der Anfechtungen, noch entschlossener der Weltmission zu dienen und sich dem Jüngererziehungswerk selbstlos zu widmen. Da segnete Gott seine kompromisslose Hingabe für das Werk Gottes und stellte unsere Gemeinde als ein geistliches Hauptquartier für die Deutschland- und Europamission auf. Wenn wir auf die Geschichte Gottes zurückblicken, so sehen wir, dass alle, die sich klar für die Nachfolge Jesu und für ein Leben mit der Mission entschieden, Missverständnisse, sogar Leiden und Verfolgungen erdulden mussten. </p>
<p>In diesem Jahr beten wir, dass Gott 500 Bibellehrer und 5000 Gebetsmitarbeiter für die Europamission aufstellt. Ohne geistlichen Kampf, ohne Hingabe, ja auch ohne Leiden und Missverständnisse wird dies jedoch nicht geschehen. Wir beten, dass Gott unser neues Zentrum als ein Europamissions-Bibelzentrum für die Wiedererweckung von Europa gebraucht. Darum dürfen wir gegenüber der uns anvertrauten Mission nicht vergesslich, nachgiebig oder kompromissbereit werden, indem wir im Tal Ono mit dem Zeitgeist des Humanismus, Relativismus oder Hedonismus Kompromisse aushandeln. Es ist leicht, dass wir wegen des Studiums, weltlicher Arbeit oder der Kindererziehung Kompromisse schließen und dadurch nicht am geistlichen Mauerbau teilnehmen. Wir sind durch unsere Glaubensmütter ermutigt, die begonnen haben, sich vormittags zum Gebet und Einladen am Campus zu treffen und dadurch Gottes Mission höher achten als ihre weltlichen oder familiären Aufgaben. Es ist auch niemand zu jung oder klein, als dass er nicht am Bau der geistlichen Mauern mitwirken könnte. Unsere Schulkinder, die mit Freude morgens vor der Schule am Frühgebet teilnehmen, sind kostbare Mitarbeiter und History-Maker für den geistlichen Mauerbau in Europa.</p>
<p>Lesen wir Vers 3b einmal gemeinsam: „Ich hab ein großes Werk auszurichten, ich kann nicht hinabkommen; es könnte das Werk liegen bleiben, wenn ich die Hand abtäte und zu euch hinabkäme.“ Nehemias Entschlossenheit ermutigt und fordert uns heraus, ein entschlossenes Leben mit Jesus zu führen und dem großen Werk des geistlichen Mauerbaus, besonders durch das Zweierbibelstudium bis zum Ende zu dienen. Einige Jugendliche sind noch unentschlossen, ob sie den Weg der Welt oder den Weg der Mission Gottes gehen wollen. Gott gebe ihnen Nehemias Entschlossenheit, ihre Hände nicht vom Werk Gottes abzutun und als Hauptpersonen und globale geistliche Leiter von Gott gebraucht zu werden. Gott schenke jedem von uns die persönliche Entscheidung: „Ich hab ein großes Werk auszurichten … es könnte das Werk liegen bleiben, wenn ich die Hand abtäte und zu euch hinabkäme.“ Wenn wir unsere Hände nicht abtun vom Bibelstudium, vom Frühgebet, vom Einladen und von der Jüngererziehung, wird Gott durch jeden von uns sein großes Werk ausrichten und Deutschland als eine Hirtennation und Europa als Missionare sendenden Kontinent und als Segen für die Weltmission gebrauchen.</p>
<p>Wir leben in einer Zeit, in der viele Christen Kompromisse mit dem Relativismus eingegangen sind und nicht mehr auf dem Wort Gottes gegründet stehen. Viele sind dem Egoismus und der Bequemlichkeit verfallen und leben nur als Zuschauer, statt am Bau der geistlichen Mauern mitzuwirken. Lasst uns dafür beten, dass die Christen sich wieder als Christen bekennen, sich dem Bibelstudium widmen und wieder auf dem Wort Gottes stehen können, statt sich dem Zeitgeist bequem anzupassen.</p>
<p>Als Martin Luther sich im April 1521 auf dem Reichstag in Worms vor dem Kaiser und der römischen Kirche gleichermaßen für seine Lehren verantworten musste, widerrief er seine Lehren nicht, sondern bekannte schließlich: „&#8230; so bin ich durch die Stellen der Heiligen Schrift, die ich angeführt habe, überwunden in meinem Gewissen und gefangen in dem Worte Gottes. Daher kann und will ich nicht widerrufen, weil wider das Gewissen etwas zu tun weder sicher noch heilsam ist. Gott helfe mir, Amen!“ Gott helfe uns, in dem Wort Gottes, besonders in unserem Jahresleitwort und in der Gnade und dem Verheißungswort Gottes gefangen zu sein und fest und unerschütterlich auf dem Wort Gottes zu stehen. </p>
<p>Nachdem Sanballat zum fünften Mal seinen Diener mit einem Brief zu Nehemia sandte, in dem Nehemia verklagt wurde, er wolle sich selbst zum König in Juda ausrufen lassen, ließ Nehemia ihn klar wissen, dass nichts von alledem wahr sei. Sehen wir uns Vers 9 an: „Denn sie alle wollten uns furchtsam machen und dachten: Sie sollen die Hand abtun vom Werk, damit es nicht fertig werde. Da stärkte ich umso mehr meine Hände.“ Als nächsten Schritt versuchte Schemaja, Nehemia in das Innere des Tempels kommen zu lassen, um sich dort vor den Feinden in Sicherheit zu bringen. Aber auch hier schenkte Gott Nehemia klare Einsicht, dass Schemaja von Tobija und Sanballat mit Geld bestochen worden war und dass er nicht von Gott gesandt worden war. Sehen wir uns Vers 13 an: „…damit ich mich fürchten und so handeln und mich verfehlen sollte, dass ein böses Gerücht aufkäme, damit sie mich verhöhnen könnten.“ Nichts ist dem Widersacher Gottes, dem Satan, lieber als wenn Gottes Kinder aus Furcht ihre Hände abtun von dem Werk und nicht mehr weiter bauen. Satans Taktik ist es, Furcht einzupflanzen. Furcht, den Glauben zu bekennen; Furcht, jemanden zum Wort Gottes einzuladen; Furcht, jemandem Buße zu predigen. 2. Tim 1,7 sagt: „Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“ Gott helfe uns, den Geist Gottes anzuziehen und wie Nehemia nicht aufzugeben und nicht nachzulassen, die geistlichen Mauern an allen 1.700 Universitäten in Deutschland und Europa aufzubauen. </p>
<p>Sehen wir uns Vers 15 an: „Und die Mauer wurde am fünfundzwanzigsten Tage des Monats Elul in zweiundfünfzig Tagen fertig.“ 140 Jahre lang hatte die Mauer Jerusalems zerstört gelegen und niemand baute sie auf. Aber als es einen Mann der Entschlossenheit, Nehemia, gab, konnte der Mauerbau in Jerusalem in nur 52 Tagen in einmütiger Zusammenarbeit vollendet werden. </p>
<p>Sehen wir uns Vers 16 an: „Und als alle unsere Feinde das hörten, fürchteten sich alle Völker, die um uns her wohnten, und der Mut entfiel ihnen; denn sie merkten dass dies Werk von Gott war.“ Die vollendete Mauer bezeugte allen Völkern, dass die Juden nun als ein Volk, ja als Gottes Volk wiederhergestellt waren und dass die Ehre Gottes in Jerusalem wieder aufgerichtet war. Gott wünscht sich auch von uns, dass wir durch den Bau der geistlichen Mauern in Deutschland und Europa die Ehre Gottes in unserem Kontinent wieder aufrichten und dass wieder Missionare von Europa in die ganze Welt ausgesandt werden. Wenn wir mit einem Herzen und einem Geist die geistlichen Mauern Europas bis zur Vollendung aufbauen, wird allen Widersachern der Mut entfallen. Ja, sie werden merken, dass dies Werk von Gott ist. Und Gottes Ehre und Gottes Herrlichkeit in Deutschland und Europa wird wieder hergestellt werden. Amen.</p>
<p>3.	Die Sicherung der Stadt durch Nehemia (7,1-72)</p>
<p>Sehen wir uns 7,1-3 an: „Als wir nun die Mauer gebaut hatten, hängte ich die Türen ein, und es wurden die Torhüter, Sänger und Leviten eingesetzt. Und ich setzte über Jerusalem meinen Bruder Hanani und den Burgvogt Hananja, der ein treuer Mann war und gottesfürchtig vor vielen andern. Und ich sprach zu ihnen: Man soll die Tore Jerusalems nicht auftun, ehe die Sonne heiß scheint; und während sie noch am Himmel steht, soll man die Tore schließen und verriegeln. Und man soll Wachen aufstellen aus den Bürgern Jerusalems, die einen bei ihrer Wachmannschaft, die andern ihrem Hause gegenüber.“ </p>
<p>Nach dem vollendeten Mauerbau sollten die Juden nicht nachlässig werden. Wie Vers 4 sagt, wohnte noch wenig Volk in der Stadt. Es mussten nun auch Häuser gebaut werden. Vor allem lies Nehemia die Tore der Stadt immer rechtzeitig noch bei Tageslicht schließen, verriegeln und bewachen. Wir dürfen auch beim Werk Gottes nicht leichtsinnig oder bequem werden. Satan ist unser wahrer Feind. Er geht umher wie ein brüllender Löwe. Darum müssen wir geistlich wachsam bleiben und immer bereit sein, Gottes Werk, auch unsere Hoffnungsträger und Mitarbeiter vor den listigen Attacken des Satans zu warnen und sie zu beschützen. </p>
<p>Heute haben wir Nehemias Uneigennützigkeit, sein Missionsbewusstsein und seine Entschlossenheit kennengelernt. Gott helfe uns, alle Attacken des Satans, der beim geistlichen Mauerbau unsere Einheit zerstören und uns furchtsam machen möchte, zu überwinden und umso mehr unsere Hände zu stärken und nicht nachzulassen, unsere Mission bis zum Ende zu erfüllen. Lasst uns mit der Entschlossenheit von Nehemia besonders durch das Bibelstudium die geistlichen Mauern an den 1.700 Universitäten in Europa bis zur Vollendung bauen, so dass Europa auf dem Wort Gottes fest steht und als Missionare sendender Kontinent gebraucht werden darf.</p>
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		<title>Einladung zum OpenDoors Tag 2012 am Sa. 9. Juni &#8211; Die Kraft der Ermutigung</title>
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		<pubDate>Sat, 12 May 2012 07:50:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Happy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Events]]></category>

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		<description><![CDATA[Beginn des Livestreams um 10 Uhr. Mit Sprechern aus islamischen Ländern. Gemeinschaft mit mehr als 2000 Christen (Livestream). Eindrückliche Film- und Bildbeiträge. Gemeinsames Gebet für verfolgte Christen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir laden ein, an der Gemeinschaft mit mehr als 2000 Christen am OpenDoors-Tag 2012 teilzunehmen. Der Livestream wird direkt in unserer <a href="http://maps.google.de/maps?q=Auf+der+Kaiserfuhr+39,+Bonn&#038;hl=de&#038;ie=UTF8&#038;sll=51.151786,10.415039&#038;sspn=15.484012,43.286133&#038;oq=auf+der+ka&#038;t=h&#038;hnear=Auf+der+Kaiserfuhr+39,+Lengsdorf+53127+Bonn,+K%C3%B6ln,+Nordrhein-Westfalen&#038;z=16">Gottesdiensthalle, Auf der Kaiserfuhr 39, Bonn-Lengsdorf</a> (letzte Halle von hinten) gezeigt.</p>
<p><img src="/wp-content/uploads/2012/05/opendoors1_small.jpg" alt="" title="Seite 1" width="460" class="alignnone size-medium wp-image-2642" /><br />
<br/><br/><br />
<img src="/wp-content/uploads/2012/05/opendoors2_small.jpg" alt="" title="Seite 2" width="460" class="alignnone size-medium wp-image-2642" /></p>
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		<title>Einladung zur Frühlingsbibelkonferenz 2012</title>
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		<pubDate>Sat, 12 May 2012 06:00:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Happy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Events]]></category>
		<category><![CDATA[Karussell]]></category>

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		<description><![CDATA[Ihr seid herzlich zu unserer Frühlingsbibelkonferenz in Xanten eingeladen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2012/03/fbk.png"><img src="/wp-content/uploads/2012/03/fbk.png" alt="" title="Einladungskarte" width="464" class="alignleft size-medium wp-image-2489" /></a><br />
Für eine große Ansicht der Einladungskarte bitte das Bild anklicken.</p>
<p>Das Programm der Konferenz ist auf <a href='/wp-content/uploads/2012/05/2012-Xanten-MBK-Programm-update_5_20120511.pdf'>Deutsch</a> und auf <a href='/wp-content/uploads/2012/05/2012-Xanten-MBK-Programm-update_5_20120511_english.pdf'>Englisch</a> verfügbar.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>[Bonn UBF, Fragebogen] – Zurück zur Bibel (Nehemia 7,72b &#8211; 8,18) – Nehemia Lektion 4</title>
		<link>http://www.bonnubf.org/2012/05/bonn-ubf-fragebogen-zuruck-zur-bibel-nehemia-772b-818-nehemia-lektion-4/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 22:04:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Happy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fragebögen]]></category>

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		<description><![CDATA[ZURÜCK ZUR BIBEL Nehemia 7,72b – 8,18 Leitvers 8,3 * Die Ohren des ganzen Volks waren dem Gesetzbuch zugekehrt (7,72b-8,8) 1. Worum baten die Israeliten Esra, nachdem sie die Mauer wieder aufgebaut hatten? (1) Wer war Esra? (Esr 7,6.10) Was tat er? (2-4) 2. Welche Haltung hatte das Volk gegenüber dem Wort Gottes? (3b.5.6) Wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1><strong>ZURÜCK ZUR BIBEL</strong></h1>
<p>Nehemia 7,72b – 8,18</p>
<p>Leitvers 8,3</p>
<p>* Die Ohren des ganzen Volks waren dem Gesetzbuch zugekehrt (7,72b-8,8)</p>
<p>1. Worum baten die Israeliten Esra, nachdem sie die Mauer wieder aufgebaut hatten? (1) Wer war Esra? (Esr 7,6.10) Was tat er? (2-4)</p>
<p>2. Welche Haltung hatte das Volk gegenüber dem Wort Gottes? (3b.5.6) Wie arbeiteten die Leviten mit Esra zusammen? (7.8) Was lernst du von Esra und den Leviten bezüglich unserer Aufgabe lernen?</p>
<p>* Die Buße des Volkes und das neue Leben aus dem Gehorsam (9-18)</p>
<p>3. Warum weinte das Volk, als es das Wort Gottes hörte? (9b) Warum sollten sie nicht weinen? (9-11) Woher kam ihre Freude? (12)</p>
<p>4. Was erkannten Esra und die Leute, die mit ihm versammelt waren, beim Studium des Gesetzes? (13-15) Wie kehrten sie zum Wort Gottes zurück? (16-18) Welche Bedeutung hat es, dass sie wieder das Laubhüttenfest hielten? Wie kann eine echte Bußbewegung in dieser Generation praktisch geschehen?</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Bonn UBF – Gleichzeitig arbeiten und kämpfen (Nehemia 4,11) – Lektion 2</title>
		<link>http://www.bonnubf.org/2012/05/bonn-ubf-gleichzeitig-arbeiten-und-kampfen-nehemia-411-lektion-2/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 May 2012 15:56:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Happy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Botschaften]]></category>

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		<description><![CDATA[Gleichzeitig arbeiten und kämpfen (PDF-Datei) Gleichzeitig arbeiten und kämpfen Nehemia 3,1 – 4,17 Leitvers 4,11 „&#8230; das an der Mauer baute. Die da Lasten trugen, arbeiteten so: Mit der einen Hand taten sie die Arbeit und mit der anderen hielten sie die Waffe.“ Wir danken Gott, dass wir letzte Woche das Nehemia-Bibelstudium beginnen und uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2012/05/Neh_0411.Lkt_20120506_SGD-1.pdf">Gleichzeitig arbeiten und kämpfen (PDF-Datei)</a></p>
<p><strong>Gleichzeitig arbeiten und kämpfen<br />
</strong></p>
<p>Nehemia 3,1 – 4,17<br />
Leitvers 4,11</p>
<p>„&#8230; das an der Mauer baute. Die da Lasten trugen, arbeiteten so: Mit der einen Hand taten sie die Arbeit und mit der anderen hielten sie die Waffe.“</p>
<p>Wir danken Gott, dass wir letzte Woche das Nehemia-Bibelstudium beginnen und uns dadurch geistlich zurüsten durften, um den geistlichen Wiederaufbau in Deutschland und Europa weiter voranzutreiben. Durch die erste Lektion haben wir gelernt, dass am Beginn jeder geistlichen Erneuerung das Gebet steht. Als Nehemia erfuhr, wie es um Jerusalem und um den geistlichen Zustand des Volkes stand, tat er von Herzen über seine eigenen Sünden und über die des Volkes Israel Buße. Danach betete er unter Tränen drei Monate lang zu dem Gott des Himmels. Als er durch den Glauben wagte, den König um die Erlaubnis des Wiederaufbaus zu bitten, erfuhr er die gnädige Hand Gottes über ihm. Gott wirkte durch Nehemias Zeugnis sehr mächtig und gebrauchte ihn, um die verzagten Juden wieder geistlich lebendig zu machen und sie für den Wiederaufbau der Mauern Jerusalems zu mobilisieren.</p>
<p>Im heutigen Text geht es darum, wie der Mauerbau praktisch begann. Wir lernen vor allem, dass das Werk Gottes ein Werk der Zusammenarbeit ist. Es gab aber auch verschiedene Widerstände. Nehemia jedoch erwies sich in der Krisenzeit als ein geistlicher Leiter. Er war nicht von der jeweiligen Lage abhängig, sondern half seinem Volk, alle inneren und äußeren Widerstände zu überwinden, so dass es als Gottes Volk heranwachsen und den Sieg über die Feinde erlangen konnte.</p>
<p>1. Die Zusammenarbeit (3,1-22)</p>
<p>Sehen wir uns 3,1 an: &#8220;Und Eljaschib, der Hohepriester, machte sich mit seinen Brüdern, den Priestern, auf und sie bauten das Schaftor. Sie deckten es und setzten seine Türen ein. Sie bauten aber weiter bis an den Turm Mea und bis an den Turm Hananel.&#8221; Der Bau der Mauern begann, als der Hohepriester Eljaschib und seine Brüder, die Priester, Hammer und Kelle in die Hand nahmen und anfingen, das Schaftor aufzubauen. Ein Vorbild wirkt immer mehr als tausend Worte. Eljaschib war der Hohepriester. Er hätte sich darauf beschränken können, das Volk zu lehren. Doch er war der erste, der mit anfasste. Er war sich nicht zu schade, diese körperlich harte und staubige Arbeit zu leisten. Durch sein Vorbild wurden auch viele andere ermutigt und gingen mit ans Werk. In den nachfolgenden Versen werden 38 Namen von Leitern genannt, die mit ihren Leuten an der Mauer arbeiteten und dem Beispiel von Eljaschib und seinen Brüdern folgten.</p>
<p>Ende der 90er Jahre durfte ich mit einigen anderen Mitarbeitern für eine Woche in die USA fliegen und dort mit M. Sarah Barry die Apostelgeschichte studieren. Durch dieses Bibelstudium konnte ich viele Dinge lernen. Am meisten jedoch wurde ich durch M. Sarah Barrys Vorbild ermutigt, die sich jeden Tag mehrere Stunden für uns Zeit nahm, obwohl sie viele andere Dinge zu erledigen hatte. Gegen Ende der Missionsreise fand ein Konzert von den Mitarbeiterin in Chicago statt. Obwohl M. Sarah Barry damals auch schon fast 70 Jahre alt war, fuhr sie mit ihrem Auto quer durch ganz Chicago, um einige Studentinnen, mit denen sie die Bibel studierte, einzusammeln und zum Konzert mitzunehmen. Im Deutschen gibt es das Sprichwort: &#8220;Viele Worte, aber nichts dahinter!&#8221; Es gibt immer diejenigen, die viel versprechen, aber letztlich doch nichts halten. Gott wirkt nicht durch diejenigen, die nur viele schöne Worte machen, oder die andere von oben herab belehren. Sondern Gott wirkt durch diejenigen, die in ihrem praktischem Glaubensleben in der Selbsterniedrigung und Selbsthingabe für andere ein Vorbild sind.</p>
<p>Wenn wir das gesamte Kapitel 3 sehen, so arbeiteten die verschiedensten Gruppen, Familien und Sippen an der Mauer, z. B. in den Versen 2-5 die Männer von Jericho, Sakkur, der Sohn Imris, die Söhne Senaa, Meremot, der Sohn Urias, Meschullam, der Sohn Berechjas, Zadok, der Sohn Baanas oder die Leute von Tekoa. Über jeden von ihnen könnte man vieles sagen. Zwei Dinge seien hier nur erwähnt:</p>
<p>Erstens: Sie arbeiteten mit Verantwortungsbewusstsein. Die Mauer wurde abschnittsweise gebaut, so dass jeder die Verantwortung für einen Teil trug. Diejenigen, die von auswärts kamen, z. B. die Leute von Jericho, Mizpa oder Gibeon sagten nicht: &#8220;Dieser Mauerbau geht uns nichts an. Wir wohnen ja nicht hier.&#8221; Nein, vielmehr nahmen sie den Mauerbau als ihre eigene Aufgabe an. Sie waren willig, die Mauern mit aufzubauen, zeigten Engagement und Verantwortungsbewusstsein. Meremot war Priester und auch Verwalter der Opfergaben im Tempel (Esra 8,33), doch er sagte nicht, dass er zu beschäftigt sei, sondern baute sogar an zwei Stellen mit. Schallum, einer der Vorsteher in Jerusalem, hatte keinen Sohn, sondern nur Töchter. Doch er nutzte dies nicht als Ausrede, sondern arbeitete mit seinen Töchtern an der Mauer. Die Goldschmiede, Händler und Salbenbereiter sagten nicht, dass sie vom Mauerbau keine keine Ahnung hätten und dafür nicht geeignet wären, sondern ein jeder tat aus seinem Verantwortungsbewusstsein heraus sein Bestes, um am Mauerbau mitzuwirken.</p>
<p>Dass die geistlichen Mauern in Deutschland wieder aufgerichtet werden, ist insbesondere das Werk des Zweierbibelstudiums und der Jüngererziehung. Für dieses Werk sind nicht nur die Pastoren oder Leiter einer Gemeinde verantwortlich. Die Bibel lehrt uns durch die ersten Christengemeinden, dass jeder Gläubige dazu berufen ist, dieses Werk zu tun. Wie die ersten Christen sollen auch wir unsere Wohnungen und Häuser öffnen, um mit den Hoffnungsträgern das Bibelstudium zu führen und gemeinsam zu beten. Gott hat uns die Campusmission anvertraut und wir beten für die Aufstellung von 360 geistlichen Leitern in Deutschland und darüber hinaus für 1700 Hausgemeinden in ganz Europa. Lasst uns die geistlichen Mauern in Deutschland und Europa wieder aufbauen, indem wir unsere Verantwortung vor Gott Tag für Tag wahrnehmen und als Hirten und Bibellehrer für die jungen Menschen um uns herum leben, indem wir sie zum Wort Gottes einladen, ihnen Gottes kostbares Wort lehren und sie zu Jüngern Jesu machen.</p>
<p>Gemäß Vers 5 wollten die Vornehmen von Tekoa ihre Nacken nicht zum Dienst für ihre Herren beugen. Sie hatten keine Lust, sich ihre Hände an den Steinen schmutzig machen. Sie waren stolz und bequem und hatten keinerlei Verantwortungsbewusstsein. Im Werk Gottes gibt es leider auch immer solche, die sich wie die Vornehmen von Tekoa nur wie Zuschauer verhalten. Einige versäumen die Versammlung oder Frühgebetsstunde, andere bleiben der gemeinsamen Putzstunde am Samstag fern. Vor den Menschen kann man vieles sagen, aber Gott lässt sich nicht täuschen. Er kennt das wahre Herzensmotiv eines jeden Menschen und wird am Ende diejenigen, die nur lauwarm sind aus seinem Munde ausspeien (Offb 3,16). Nehemia und die anderen, die willig waren, die Mauern wieder aufzubauen, ließen sich von solchen Leuten nicht entmutigen. Sie schauten auf Gott und arbeiteten mit ganzer Kraft weiter. Gott helfe uns, wahre Jünger Jesu zu sein, die mit Verantwortungsbewusstsein Gottes Werk von Herzen tun.</p>
<p>Zweitens: Sie kooperierten gut miteinander. Welche Worte fallen uns in diesem Abschnitt besonders auf? Es sind die Worte &#8220;neben ihnen&#8221; oder &#8220;nach ihnen&#8221;, die wiederholt genannt werden. Dies zeigt, dass ihre Arbeit gut aufeinander abgestimmt war. Die Aufgabe des Wiederaufbaus konnte ein Mensch allein nicht erfüllen. Es war ein Werk der Kooperation und Zusammenarbeit. Die Reformation in Deutschland und Europa verbinden wir mit der Gnade Gottes im Leben von Martin Luther. Doch ohne die kooperative Zusammenarbeit von Philipp Melanchton und derer, die Luthers Schriften und Bibelübersetzungen unter dem Volk verbreiteten, wäre dieses große Wirken Gottes nicht möglich gewesen. Einem Menschen zu helfen, Gottes Wort anzunehmen und gemäß der Wahrheit des Wortes Gottes zu leben, ist ebenfalls ein Werk der Zusammenarbeit. Die geistliche Erneuerung und Erweckung in Deutschland und Europa kann nur ein Werk der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Gemeinden und Missionsorganisationen sein, die Jesu Weltmissionsbefehl angenommen haben und bereit sind, dafür alles zu investieren.</p>
<p>Warum fällt uns aber die Zusammenarbeit dann oft so schwer? Es liegt daran, dass die gefallenen Menschen eigensinnig und stolz sind. Viele haben ihre eigenen Vorstellungen und wollen auf ihre eigene Weise arbeiten. Solange jedoch jemand sein eigenes Ziel verfolgt, kann er oder sie nicht mit anderen zusammenarbeiten. Andere können nicht zusammenarbeiten, weil sie noch ein verborgenes, weltliches Lebensziel ihrem Herzen haben. Darum hat ihre Hingabe für Gott Grenzen, innerlich werden sie schnell verletzt und sie sind unwillig, jegliche geistliche Erziehung zu bekommen. Um zusammenarbeiten zu können, müssen wir zum Kreuz Jesu kommen und unser Herz von Stolz, Eigensinn und weltlichen Lebenszielen reinigen lassen. Um zusammenarbeiten zu können, sollen wir jeder Gottes Ziel für unser Leben, Gottes Strategie und Gottes Hoffnung und Vision persönlich annehmen.</p>
<p>M. Stephanus hatte die Vorstellung als Missionar nach Südamerika zu gehen und als Diplomat das Uno-Hauptquartier mit dem Evangelium zu pionieren. Aber Gottes Plan war anders. M. Peter brauchte einen Mitarbeiter, der eng mit ihm zusammenarbeiten würde. Wegen der Gnade Gottes verleugnete M. Stephanus seine eigenen Pläne und entschied sich, mit M. Peter für die Rettung und das Heil der Studenten in Deutschland und Europa zusammenzuarbeiten. So wurde der Grundstein für den geistlichen Wiederaufbau gelegt, so dass danach zahlreiche Hirten und Bibellehrer unter den deutschen Studenten aufgestellt werden konnten. Die Übersetzung des Buches von Pastor John Oak ist auch das Werk der Zusammenarbeit gewesen, und zwar nicht nur zwischen der neuen und der älteren Generation innerhalb unserer Gemeinde, sondern auch zwischen der Sarang-Kirche und unserer Gemeinde in Bezug auf die Wiederbelebung des Jüngererziehungswerkes weltweit.</p>
<p>Es ist sehr wichtig, dass jeder seinen Platz an der Mauer findet, angefangen von den Kindern, den Täuflingen, der neue Generation, den einheimischen Hirten und Hirtinnen und den Missionaren und Missionarinnen, so dass wir ein festes Gefäß der Zusammenarbeit bilden und so die geistlichen Mauern gemeinsam wieder aufrichten können. Ein jeder ist wichtig. Dabei sollen wir uns mit all unseren Stärken und Schwächen gegenseitig hochachten. Wir sollten es jedoch nicht unterlassen, uns stets darum zu bemühen, Jesus immer ähnlicher zu werden und seine Gesinnung anzuziehen. Vor allem bedürfen wir einer täglichen Erneuerung unserer Entscheidung, unser Leben für Gottes Ziel, nämlich für die Erfüllung des Weltmissionsauftrags Jesu hinzugeben. Die Stärke unserer Gemeinde lag immer in der Zusammenarbeit. Lasst uns diese Geschichte des Glaubens weiterschreiben, indem wir in dieser Zeit unsere Mai-Bibelkonferenz in Xanten gemeinsam und von Herzen vorbereiten, indem wir für alle Vortragenden, für die Prediger und Stellungnahmevortragenden, für die Leiter, für die Teinehmer am Orchester, am Theater und Chor beten und indem wir auch unsere Kommilitonen und Nächsten dazu einladen. Möge Gott unsere Zusammenarbeit in diesem Jahr segnen und durch sein Wort und seinen Heiligen Geist 500 Bibellehrer und 5.000 Gebetsmitarbeiter aufstellen.</p>
<p>2. Mit der einen Hand die Arbeit und in der anderen die Waffe (3,33 &#8211; 4,17)</p>
<p>Lesen wir die Verse 3,33-34: &#8220;Als aber Sanballat hörte, dass wir die Mauer bauten, wurde er zornig und sehr entrüstet und spottete über die Juden und sprach vor seinen Brüdern und den Kriegsleuten in Samaria: Was machen die ohnmächtigen Juden? Wird man sie gewähren lassen? Werden sie es mit Opfern einweihen? Werden sie es in diesen Tagen schon vollenden? Werden sie aus den Schutthaufen die Steine lebendig machen, die doch verbrannt sind?&#8221; Noch wenige Tage zuvor lagen die Mauern in Trümmern und die Juden waren ohnmächtig und niedergeschlagen. Doch jetzt nach der Ankunft Nehemias waren sie voller Freude und der Bau der Mauer ging gut voran. Es war ein großartiges Werk Gottes. Doch der Satan konnte dieses Werk Gottes nicht ertragen und wurde sehr neidisch. Sanballat und Tobija verhöhnten Nehemia und seine Leute. Wenn wir ihren Spott sehen, war jedes ihrer Worte geeignet, die Juden zu entmutigen. Der Ammoniter Tobija setzte noch eins oben drauf und sprach: &#8220;Lass sie nur bauen; wenn ein Fuchs auf ihre steinerne Mauer hinaufspringt, reißt er sie ein.&#8221; Doch wie reagierten Nehemia und das Volk auf diesen Spott? Lesen wir die Verse 36 und 37: &#8220;Höre, unser Gott, wie verachtet sind wir! Lass ihren Hohn auf ihren Kopf kommen, dass du sie der Plünderung preisgibst in einem Land, in das man sie gefangen führt! Decke ihre Missetat nicht zu, und ihre Sünde tilge nicht vor dir; denn sie haben die Bauleute gelästert!&#8221; Nehemia kam im Gebet zu Gott. Vom Anfang bis zum Ende blieb er im Gebet. Wenn wir mit Spott und Ablehnung konfrontiert werden, sollen wir beten. Was geschah, als Nehemia und die Israeliten nicht auf den Spott eingingen, sondern beteten? Vers 38 sagt: &#8220;Aber wir bauten die Mauer und schlossen sie bis zur halben Höhe. Und das Volk gewann neuen Mut zu arbeiten.&#8221; Gerade in dieser Zeit schloss sich die Mauer bis zur halben Höhe. Wenn wir unser Vertrauen auf Gott setzen, zu ihm beten und weiterbauen, werden nicht nur die Spötter verstummen, sondern Gottes Leute werden neuen Mut gewinnen und Gottes Werk wird noch besser vorangehen.</p>
<p>Hätte der Widerstand nun nachgelassen, wären die Israeliten vielleicht nachlässig geworden. So aber nahm der Widerstand noch zu. In 4,1-8 sehen wir, dass die Feinde sich nun miteinander verschworen hatten. Sie waren bereit, hinzuziehen, um gegen Jerusalem zu streiten und Verwirrung anzurichten. Wieder beteten die Juden. Da schenkte Gott Nehemia seine Weisheit und er ließ zum Schutz der Leute Tag und Nacht Wachen aufstellen. Doch die ständige Bedrohung begann zu wirken. Die Arbeit an der Mauer war schon schwer genug. Nun sollten sie auch noch Tag und Nacht wachsam sein? Sehen wir uns Vers 4 an: &#8220;Und das Volk von Juda sprach: Die Kraft der Träger ist zu schwach und der Schutt ist zu viel; wir können an der Mauer nicht weiterbauen.&#8221; Dazu kam mindestens zehnmal die Nachricht, dass die Feinde gegen sie heranrückten, um sie töten zu wollen. Was tat Nehemia in dieser Krisenzeit? Sehen wir uns die Verse 7 und 8 an: &#8220;&#8230; da stellte man sich auf unten hinter der Mauer an den offenen Stellen, und ich ließ das Volk antreten nach seinen Geschlechtern mit Schwertern, Spießen und Bogen. Und als ich ihre Furcht sah, machte ich mich auf und sprach zu den Vornehmen und Ratsherren und dem übrigen Volk: Fürchtet euch nicht vor ihnen; gedenkt an den Herrn, der groß und furchtbar ist, und streitet für eure Brüder, Söhne, Töchter, Frauen und Häuser!&#8221; Nehemia tat zwei Dinge.</p>
<p>Erstens gab er ihnen Waffen. Eigentlich waren die an der Mauer arbeitenden Juden Priester, Händler oder Handwerker gewesen. Aber nun ließ Nehemia sie antreten und bewaffnete sie mit Schwertern, Spießen und Bogen. Sie waren nun nicht mehr nur Bauleute, sondern auch Kämpfer. Und zweitens richtete Nehemia den Glauben an den lebendigen Gott in ihrem Herzen auf. Dem Volk war der Mut entfallen. Sie sahen nicht mehr auf Gott, sondern auf sich selbst, auf ihre Schwächen, auf die Schwierigkeiten und auf die ihnen feindselig gesinnten Menschen. Da wurden sie von Furcht ergriffen und wollten aufgeben. Doch Nehemia war nicht von der Lage oder Situation abhängig. Er war davon überzeugt, dass Gott trotz aller Widerstände und trotz aller Schwierigkeiten mit seinem Volk war und sprach: &#8220;Fürchtet euch nicht vor ihnen; gedenkt an den Herrn, der groß und furchtbar ist, und streitet für eure Brüder, Söhne, Töchter, Frauen und Häuser!&#8221; Nehemia half ihnen, wieder auf den lebendigen und allmächtigen Gott zu schauen, der ein großer und furchtbarer Gott ist. Nehemia machte ihnen Mut, daran zu glauben, dass Gott auf ihrer Seite ist und für sie streitet. Wenn auch wir auf diesen Gott schauen, können wir nicht nur all unsere Menschenfurcht, sondern auch jegliche andere Schwierigkeiten überwinden und mutig unsere Mission bis zum Ende treu erfüllen. Auch wenn das Werk der Gläubigen unserer Zeit mit Verleumdungen, Verspottungen und selbst mit Drohungen angegriffen wird, kann uns die Furcht nicht überwältigen. Gottesfurcht vertreibt alle Menschenfurcht.</p>
<p>Nun änderte sich die Haltung der Juden bei der Arbeit. Betrachten wir die Verse 10-12: &#8220;Und es geschah hinfort, dass die Hälfte meiner Leute am Bau arbeitete, die andere Hälfte aber hielt Spieße, Schilde, Bogen und Panzer bereit und stand hinter dem ganzen Hause Juda, das an der Mauer baute. Die da Lasten trugen, arbeiteten so: Mit der einen Hand taten sie die Arbeit und mit der andern hielten sie die Waffe. Und ein jeder, der baute, hatte sein Schwert um die Lenden gegürtet und baute so; und der die Posaune zu blasen hatte, stand neben mir.&#8221; Die Israeliten lernten, gleichzeitig zu kämpfen und zu arbeiten. Mit dieser Haltung von arbeitenden Kämpfern können auch wir den Wiederaufbau der geistlichen Mauern Deutschlands vollbringen.</p>
<p>Wir sind Laienmissionare, -hirten und Laienbibellehrer. Manchmal denken wir, dass unsere Dienerschaft für die Campusmission zu sehr im Konflikt mit unserem Studium, unserer Arbeit, Haushalt oder der Kindererziehung stehen würde. Aber dem ist nicht so. Wir müssen wissen, dass wir uns in einem geistlichen Krieg befinden und dass wir Kämpfer sind. In diesem Krieg kommt es darauf an, zu arbeiten und zu kämpfen. Wenn wir nur arbeiten, verlieren wir alsbald unsere Freude und Kraft. Dann treten plötzlich die Feinde Gottes an uns heran und versuchen uns, doch ein bisschen bequemer zu leben, oder dieses und jenes auf Morgen zu verschieben und so das Kreuz der Mission beiseite zu legen und unsere Arbeit für das Werk Gottes schließlich ganz aufzugeben. Die Mission wird so nur zu einer zusätzlichen Last, die wir dann vermeiden wollen. Darum müssen wir nicht nur arbeiten, sondern auch kämpfen. Zu Kämpfen heißt hier, dass wir zu unseren geistlichen Waffen greifen sollen, die da sind: der Panzer der Gerechtigkeit, der Schild des Glaubens, der Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches das Wort Gottes ist. Wenn wir jeden Morgen ein Wort Gottes während des Frühgebets aufnehmen, wenn wir jede Woche zur Sonntagsbotschaft Stellung nehmen, wenn wir unser Jahresleitwort in unserem Herzen festhalten, damit beten und geistlich kämpfen, ihm zu gehorchen, dann werden wir Gottes Wirken nicht nur in uns selbst, sondern auch durch uns und in anderen erfahren. Gott ist an unserer Seite und streitet für uns. Interessanterweise werden wir, wenn wir gleichzeitig geistlich kämpfen und arbeiten, nicht schwächer, sondern immer stärker, so dass nicht wir, sondern die Feinde Gottes entmutigt werden und sie ihr Vorhaben schließlich aufgeben werden.</p>
<p>M. Hannah Shin in Prag ist eine solche arbeitende Kämpferin. Als alleinstehende Mutter, Hausfrau, Geschäftsfrau, Gemeindeleiterin, Predigerin und Jüngererzieherin hat sie viele Kreuze zu tragen. Aber sie arbeitet nicht nur, sondern sie kämpft geistlich mit dem Wort Gottes, so dass sie täglich Gottes Hilfe und Gottes Kraft erfahren darf. Gott hat sie und das Werk in Tschechien bisher reichlich gesegnet und gebraucht dieses nun als eine Quelle des Segens für Gottes Werk in ganz Zentraleuropa. Unsere Täuflinge sind auch Kämpfer des Glaubens, indem sie sich vor Schulbeginn zuerst zum Frühgebet treffen und sich mit dem Wort Gottes und mit dem Gebet geistlich zurüsten. Gott wird ganz gewiss ihren geistlichen Kampf segnen und jeden von ihnen als einen einflussreichen geistlichen Leiter oder eine Leiterin segnen und durch sie das Werk des geistlichen Mauerbaus in Deutschland, in Europa und der ganzen Welt gelingen lassen. Lasst uns nicht nur Arbeiter sein, die schnell müde werden, sondern Kämpfer des Glaubens.</p>
<p>Sehen wir uns Vers 15 an: &#8220;So arbeiteten wir am Bau, während die Hälfte die Spieße bereithielt, vom Aufgang der Morgenröte, bis die Sterne hervorkamen.&#8221; Die Israeliten gewannen Kraft, vom frühen Morgen bis zur späten Nacht am Bau zu arbeiten. Nehemia ermutigte die Arbeiter, über Nacht in Jerusalem zu bleiben, damit genügend Leute für die Wache bei Nacht und für die Arbeit bei Tag zur Verfügung ständen. Nehemia selbst ging mit gutem Beispiel voran. Lesen wir Vers 17: &#8220;Aber ich und meine Brüder und meine Leute und die Wache, die mir folgte, wir zogen unsere Kleider nicht aus; ein jeder hatte seinen Spieß zur Rechten.&#8221; Nehemia und seine Brüder und engsten Mitarbeiter blieben während der Zeit des Mauerbaus zusammen und waren immer wachsam und kampfbereit. Möge Gott auch unter uns diejenigen aufstellen, die ihre Kleider nicht ausziehen, sondern Tag und Nacht den Hoffnungsträgern und Mitarbeitern dienen, so dass viele für das große Werk des geistlichen Wiederaufbaus gewonnen werden.</p>
<p>Heute haben wir gelernt, dass Gottes Werk ein Werk der Zusammenarbeit ist. Wenn wir einmal entschieden sind, für Gott und mit den anderen Gläubigen zusammenzuarbeiten, werden wir innere und äußere Widerstände erfahren. Wir brauchen uns jedoch davon weder beunruhigen noch entmutigen zu lassen. Hingegen können wir völlig und ganz auf unseren lebendigen, allgegenwärtigen und allmächtigen Gott vertrauen, der unsere Gebete erhört und alle unsere Feinde in die Flucht schlagen wird. Während wir so kämpfen und gleichzeitig arbeiten, wird Gott das Werk des geistlichen Wiederaufbaus mit und durch uns gelingen lassen und Deutschland nochmals in eine Hirtennation und Europa in einen Missionare aussendenden Kontinent verändern.</p>
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		<title>William Penn: Pennsylvania, das „heilige Experiment“</title>
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		<pubDate>Tue, 01 May 2012 10:50:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Happy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vorträge]]></category>

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		<description><![CDATA[William Penn William Penn (1644 – 1718) Kindheit &#38; Eltern Geboren wurde William Penn 1644 in Tower Hill, bei London. Er war der Sohn des anerkannten Admirals Sir William Penn, der für die Royal Navy, während des englischen Bürgerkriegs kämpfte, aus der die british commonwealth wurde. Als Anerkennung für seinen Mut und seine Erfolge wurden [...]]]></description>
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<p><br/><br/></p>
<h1>William Penn (1644 – 1718)</h1>
<h2>Kindheit &amp; Eltern</h2>
<p>Geboren wurde William Penn 1644 in Tower Hill, bei London.</p>
<p>Er war der Sohn des anerkannten Admirals Sir William Penn, der für die Royal Navy, während des englischen Bürgerkriegs kämpfte, aus der die british commonwealth wurde. Als Anerkennung für seinen Mut und seine Erfolge wurden ihm einige Häuser in Irland geschenkt. Bei der Geburt von William war er 23 Jahre lang und war immer in Konflikten und Aufständen der katholischen Iren verwickelt. William verbrachte seine Kindheit manchmal in Essex bei London und manchmal in Irland.</p>
<p>Sein Vater war oft unterwegs auf See.</p>
<p>In seiner Zeit war auch der Einfluss der Puritaner stark in England. Von der puritanischen Kirchen beeinflusst, hatte William auch wenig Sinn für Humor und war relativ streng.</p>
<h2>Jugend und Studium</h2>
<p>Als er 15 war, erlitt sein Vater eine Niederlage und wurde entlassen und lebte auf seinem Grundstück in Irland. Damals mit 15 traf William Thomas Loe, einen Missionar der Quäker, der sowohl von Puritanern als auch Katholiken verleumdet wurde.</p>
<p>Die Penn’s nahmen ihn in ihr Haus auf. Loe sprach vom inneren Licht Gottes. Penn erinnerte sich später, dass der Herr ihn damals besucht und sich ihm offenbart habe.</p>
<p>1660 schrieb sich William Penn in Oxfort ein. Er erfuhr die Ausgrenzung der Quäker von aristokratischen Protestanten und Puritanen. Er zog sich in sich zurück und beschäftigte sich mit seinen Studien. Er wuchs zu einem scharfsinnigem Denker und Intellektuellen heran.</p>
<p>Sein Vater erhoffte sich sehr, dass er Karriere im Dienst des Königs machen könnte. Aber er war anderer Meinung und geriet mit seinem Vater aneinander. Sein Vater schrieb ihn fürs Jura-Studium ein, aber er musste bald abbrechen und seinem Vater aushelfen und nahm an einige Schlachten teil.</p>
<h2>Bekehrung und Verfolgung</h2>
<p>In dieser Zeit nahm er an Treffen der Quäker in der Nähe von Cork in Irland teil und traf dort wieder Thomas Loe. Für seine Teilnahme an diese Treffen wurde Penn bald verhaftet und ins Gefängnis gebracht. (Bild)</p>
<p>Aber statt zu leugnen, bekannte er sich öffentlich zu den Quäkern im Alter von 22 Jahren. Wegen seines Vater wurde er bald freigelassen und von seinem Vater getadelt, weil er sich persönlich beleidigt fühlte. Er schickte seinen Sohn von zu Hause weg.</p>
<p>Penn lebte von da an in Familien von Quäkern. Sie lebten streng. Sie hielten alle Menschen für gleich unter Gott und zahlten keine Steuern. Sie schworen auch keinen Eid. Penn wurde enger Freund von George Fox dem Gründer der Quäker. Er reiste mit George Fox durch England und Europa und verteidigte den Glauben der Quäker. Er wurde der Intellektuelle und Theologe, der den Glauben der Quäker verteidigte und systematisch niederschrieb.</p>
<p>In seinem ersten von vielen Pamphleten, die er geschrieben hat, „Truth Exalted“, verteidigte er die Quäker. Er nannte die katholische Kirche, die Hure Babylon und bezeichnete die Puritaner als  Heuchler. 1668 wurde er dann noch einmal ins Gefängnis geworfen und wurde mit dem Tod bedroht, worauf er antwortete: „My prison shall be my grave before I will budge a jot: for I owe my conscience to no mortal man.“</p>
<p>Hier schrieb Penn sein bekanntestes Buch: „Ohne Kreuz, keine Krone“, indem er 68 andere Autoren zitiert, ohne dass er eine Bibliothek gehabt hätte, weil er diese Stellen auswendig kannte. Er wollte vor den König treten und reden, aber das wurde ihm verweigert. Schließlich wurde er nach 9 Monaten Haft entlassen. William Penn kämpfte weiter ohne Kompromisse. Sein Vater ermutigte ihn in seinem Sterbebett, keinen Kompromiss zu schließen.</p>
<p><a href="http://www.gospeltruth.net/Penn/nocrossnocrownIndex.htm">http://www.gospeltruth.net/Penn/nocrossnocrownIndex.htm</a></p>
<h2>Pennsylvania, das „heilige Experiment“</h2>
<p>Die Situation der Quäker war unerträglich geworden. Da kaufte er 1677 zusammen mit einigen anderen Quäkern, ein Stück Land in Amerika, die Hälfte vom heutigen Staat New Jersey. Penn schlug vor, dorthin mit englischen Quäkern zusammen auszusiedeln. Im gleichen Jahr siedelte er sich mit 200 Quäkern dort an und gründeten die Stadt Burlington. 1682 kauften sie auch den Rest von New Jersey und Delaware. Penn kaufte mit der Zeit immer mehr Land, um immer mehr Aussiedler aus Europa aufzunehmen. Mit der Zeit kamen immer mehr verfolgte Christen unterschiedlichster Richtungen zu ihm: Mennoniten, Täufer, böhmische Brüder, Schweckfelder, besonders viele aus Deutschland und auch Juden. Sein Land nannte Penn zunächst „New Wales“, dann „Sylvania“ (Latein für Wald) und schließlich wurde es, gegen seinen Willen, nach ihm Pennsylvania genannt.</p>
<p>Penn entdeckte in Amerika ganz neu die Liebe Christi, indem er die verfolgte Christen aller Art aufnahm und alles tat, um ihnen ein neues Leben in Freiheit und Gerechtigkeit zu erlauben und einen neuen Staat nach dem Wort Gottes aufzubauen.</p>
<h6>Auszug aus seiner Begrüßung an alle, die nach Pennsylvania kamen:</h6>
<p><a href="http://www.philos-website.de/index_g.htm?autoren/penn_g.htm%7Emain2">http://www.philos-website.de/index_g.htm?autoren/penn_g.htm~main2</a></p>
<p><em>„Liebe Freunde, ihr müsst täglich euer Kreuz auf euch nehmen und Jesus nachfolgen, sonst könnt ihr nicht seine Jünger sein, seine Nachfolger, sein Volk, seine Freunde, diejenigen, an denen er Wohlgefallen hat.</em></p>
<p><em>Seine Lehre sind nicht so sehr die guten Worte, die ihr in Glaubensbekenntnissen und Katechismen lest, als vielmehr das Leben und das innere Lehren seines Geistes in euren Herzen. Und seine Religion ist nicht Meinung, sondern Erfahrung… Bekehrung, Wiedergeburt, kurz Unbeflecktsein und Heiligkeit, ohne die niemand den Herrn sehen wird (Hebr 12,14)…. Denn ein Glaube, der keine Frucht hervorbringt und weder die Welt überwindet noch durch Liebe und Gehorsam tätig ist, kann nicht wahrer Glaube sein…</em></p>
<p><em>Gebt euch nicht zufrieden mit Äußerlichkeiten, mit einem Namen, einem Bekenntnis, Kirchenmitgliedschaft! Denn es kommt nicht bloß auf das an, was ihr sagt, sondern vielmehr auf das, was ihr tut…</em></p>
<p><em>Gott fordert das Herz: Gib mir, mein Sohn, dein Herz! (Sprüche 23,26) Er hat den Meschen alles Übrige gegeben. Aber das Herz will Gott für sich selbst haben, wenn ein Mensch ihn zu seinem Gott und Freund haben will… Möge er euch mit der Macht seines Geistes ergreifen! Möge er euch euren Ungehorsam ihm gegenüber tief bewusst werden lassen… Möge er euch einen neuen rechten Geist geben, dass ihr heilig eifrig und mildtätig seid, dass ihr tut, was ihr sagt, und dass ihr die ewige Wahrheit nicht nur bekennt, sondern besitzt.“</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>William Penn überwand seine Erfahrungen im Gefängnis und in der Ausgrenzung mit der Liebe Christi. Nur so konnte er danach für alle Arten verfolgter Christen, ähnlich wie die Herrnhuter Brüder, eine neue Heimat und ein „heiliges Experiment“ für die ganze Welt aufrichten.</p>
<p>Nachdem er ein Gelehrter gewesen ist, musste er nun Städteplanung betreiben und governor für Pennsylvania sein. Indem er die Bibel als Grundlage für seine Verfassung legte, formulierte er die berühmte „charter of liberties“, die alle Grundrechte, die wir heute haben, zusicherten. Das war damals in Europa undenkbar und noch lange vor der blutigen französischen Revolution. Penn und seine Nachfolger waren auch die ersten, die anfingen gegen die Sklaverei in den Amerika zu kämpfen. Penn hielt auch gute Beziehungen zu allen Indianern und sprach sogar die Sprache einiger von ihnen.</p>
<h2>Philadelphia</h2>
<p>Obwohl Penn zwischen England und Amerika pendelte, blieb er 1682 bis 1684 in Pennsylvania, um eine neue Stadt Philadelphia (Brürderliche Liebe) aufzubauen. Danach musste er vor allem Frieden mit den Indianern schließen und mit den Indianerstämmen untereinander. Er lernte ihre Dialekte sprechen, damit er keinen Übersetzer braucht, um mit ihnen zu sprechen. Er machte ein Gesetz, dass wenn Indianer und Weiße über etwas vor Gericht stritten, dann ein gemischtes Gericht mit Richtern aus beiden Volksgruppen bilden sollten. So hatte Pennsylvania meistens Frieden mit allen Ureinwohnern. Voltaire pries seinen Penn’s Friedensverträge mit den Indianern.</p>
<h2>Penn’s Vision für USA, EU und UNO</h2>
<p>Es ist erstaunlich, wie Penn, der aus England fliehen musste, Mut gewann, Pläne zu entwickeln für seine Vision von Vereinigten Staaten von Amerika, von einem vereinigten Europa und sogar von einer Organisation wie die heutige UNO, zur Vermeidung von Kriegen durch Schiedsgerichtsbarkeit. In einer Zeit also, als noch Amerika Niemandsland war, welches man einfach kaufen konnte, hatte er Pläne für den Aufbau einer neuen Nation haben, auf der Grundlage des Wortes Gottes.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Natürlich ging nach William Penn nach und nach Vieles vom Geist seiner Politik und Demokratie nach biblischen Werten verloren. Aber indem wir uns an diese Leute Gottes und an das Wirken Gottes durch sie erinnern, können wir auch heute Vision für die Zukunft empfangen. Gott will gewiss auch heute, durch solche globale geistliche Leiter großen geistlichen Einfluss und Deutschland und ganz Europa als Königreich von Priestern, als heiliges Land gebrauchen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Bonn UBF – Die Mauern Jerusalems wieder aufbauen (Nehemia 2,17) – Lektion 1</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Apr 2012 16:07:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Happy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Botschaften]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Mauern Jerusalems wieder aufbauen (PDF-Datei) DIE  MAUERN  JERUSALEMS  WIEDER  AUFBAUEN Nehemia         1,1 – 2,20 Leitvers           2,17 „Und ich sprach zu ihnen: Ihr seht das Unglück, in dem wir sind, dass Jerusalem wüst liegt und seine Tore mit Feuer verbrannt sind. Kommt, last uns die Mauern Jerusalems wieder aufbauen, damit wir nicht weiter ein Gespött [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p style="text-align: left;" align="center"><a href="/wp-content/uploads/2012/04/Neh_0217.Lkt_20120429_SGD.pdf">Die Mauern Jerusalems wieder aufbauen (PDF-Datei)</a></p>
<p style="text-align: left;" align="center"><strong>DIE  MAUERN  JERUSALEMS  WIEDER  AUFBAUEN</strong></p>
<p>Nehemia         1,1 – 2,20</p>
<p>Leitvers           2,17</p>
<p>„Und ich sprach zu ihnen: Ihr seht das Unglück, in dem wir sind, dass Jerusalem wüst liegt und seine Tore mit Feuer verbrannt sind. Kommt, last uns die Mauern Jerusalems wieder aufbauen, damit wir nicht weiter ein Gespött seien!“</p>
</div>
<p>Am 13. Januar 2012 fuhr das Kreuzfahrtschiff „Costa Concordia“ mit 4.229 Menschen an Bord vor der Insel Giglio auf einen Felsen. Der Schiffsrumpf wurde aufgerissen, das Schiff geriet in Schlagseite und musste Evakuiert werden. 32 Personen starben. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist das Unglück auf ein Fehlverhalten des Kapitäns zurückzuführen, der zu nah an der Insel vorbeifuhr. Diese Geschichte lehrt uns, wie wichtig die Rolle eines Leiters ist. Durch das Versagen eines Leiters kann ein Schiff oder eine ganze Nation untergehen. Andererseits kann durch einen Leiter, der wie Nehemia Eifer und Hirtenherz hat, eine ganze Nation ihre verzweifelte Lage überwinden und wiederhergestellt werden.</p>
<p>In der heutigen Lektion geht es um Nehemia, der als ein Nachkomme der Verschleppten Juden in Persien lebte und auf der Festung Susa als Mundschenk des Königs arbeitete. Nehemia hatte ein zerbrochenes Hirtenherz für sein Volk, das sich in der geistlichen Notlage befand. Sein Herz brannte für die Wiederherstellung der Herrlichkeit Gottes. Die Mauern Jerusalems waren bei der Zerstörung Jerusalems zerbrochen worden. 140 Jahre vergingen, ohne dass etwas getan wurde. Aber als Nehemia bete und kämpfte, konnten die Mauern Jerusalems in 52 Tagen wieder aufgebaut werden. Als ein Leiter Eifer und brennendes Hirtenherz hatte, konnte dieses Wunder Gottes geschehen. Lasst uns heute das zerbrochene Hirtenherz von Nehemia und seine Entschlossenheit lernen. Lasst uns wie Nehemia für die geistliche Wiedererweckung beten und arbeiten, dass Deutschland als ein bibelgläubiges Land wiederhergestellt wird und von Europa wieder viele Missionare in die ganze Welt ausgesandt werden.</p>
<p><strong>1.    </strong><strong>Nehemias Gebet für Jerusalem (1,1-11)</strong></p>
<p>Lesen wir Vers 1 gemeinsam: „Dies ist die Geschichte Nehemias, des Sohnes Hachaljas. Es geschah im Monat Kislew des zwanzigsten Jahres, als ich in der Festung Susa war.“ Das Buch Nehemia beginnt im Jahr 445 v. Chr., fast 100 Jahre nach dem Edikt des Kyros, der den Juden die Rückkehr aus der babylonischen Gefangenschaft in ihre Heimat erlaubt hatte. Die Juden konnten zwar unter persischer Verwaltung in ihre Heimat zurückkehren, aber viele Nachbarvölker hinderten aktiv den Wiederaufbau, so dass der Geist der Heimkehrer nach vielen Rückschlägen zermürbt war. In Vers 3 lesen wir den Bericht über die Lage in Israel: „Die Entronnen, die zurückgekehrt sind aus der Gefangenschaft, sind dort im Lande in großem Unglück und in Schmach, die Mauern Jerusalems liegen zerbrochen und seine Tore sind mit Feuer verbrannt.“ Eine Stadt ohne Mauern und Tore war in der damaligen Zeit schutzlos den Feinden ausgeliefert. Es war wie ein Haus ohne Wände und Türen. Sie konnten weder eine nationale Identität noch Stolz entwickeln und lebten in ständiger Furcht, Erniedrigung und Armut.</p>
<p>Nehemia war ein hoher Beamter und Mundschenk bei König Artahsasta von Persien. Er war schon in Persien geboren und hatte es auf der Karriereleiter zu etwas gebraucht. Als „Neue Generation“ hätte er sein Heimatland vergessen und ein elegantes und wohlhabendes Leben am Hof genießen können. Als er aber von seinem Bruder über die schlimme Lage der Rückkehrer erfuhr, die sich in großem Unglück und Schmach befanden, entbrannte sein Herz für sein Volk. Lesen wir Vers 4: „Als ich aber diese Worte hörte, setzte ich mich nieder und weinte und trug Leid tagelang und fastete und betete vor dem Gott des Himmels.“ Normalerweise weinen die Menschen, wenn ihr Stolz verletzt wird. Sie haben Herzensschmerzen und können nicht schlafen, wenn ihr Besitz oder ihr Ansehen angegriffen werden. Aber Nehemia hatte Herzensleiden, weil das Volk Gottes verachtet wurde. Er litt, weil das Volk Gottes sich in Schmach und Schande befand.</p>
<p>Aber Nehemia blieb nicht bei seiner menschlichen Trauer, sondern kam im Gebet zu Gott. Lesen wir die Verse 5 und 6: „Und sprach: Ach, Herr, Gott des Himmels, du großer und fruchtbarer Gott, der da hält den Bund und die Treue denen, die ihn lieben und seine Gebote halten! Lass doch deine Ohren aufmerken und deine Augen offen sein, dass du das Gebet deines Knechtes hörst, das ich jetzt vor dir bete Tag und Nacht für die Israeliten, deine Knechte, und bekenne die Sünden der Israeliten, die wir an dir getan haben; und ich und meines Vaters Haus haben auch gesündigt.“ In seinem Gebet schaute Nehemia auf den großen und furchtbaren Gott. Er sah auch auf den Gott der Barmherzigkeit, der den Bund und die Treue hält denen, die ihn lieben und seine Gebote halten. Nehemia betete aber nicht einfach, dass Gott seinen Wunsch erfüllen sollte. Er tat zuerst über die Sünden seines Volkes Buße. Er nahm die Sünde des Volkes als seine eigene Sünde an, nämliche den Ungehorsam gegenüber dem Wort Gottes und sagte: „Ich und meines Vaters Haus haben auch gesündigt.“ Wegen des Ungehorsams hatten sie die Zerstreuung und ihre jetzige Lage verdient. Nehemia weinte wegen der Sünde seines Volks. Aber er erinnerte Gott auch daran, dass sie sein Volk waren. Er glaubte an die Verheißung Gottes, dass Gott sein Volk wieder sammeln würde, wenn sie sich zu ihm bekehrten. Schließlich kam er mit konkreter Fürbitte zu Gott, ihm Gnade vor dem König zu geben, so dass er die Erlaubnis bekommen würde, nach Jerusalem zu reisen und die Mauern wieder aufzubauen. Nehemia betete nicht nur einmal; vier Monate lang betete Nehemia beharrlich mit diesem Gebetsanliegen.</p>
<p>Geistliche Erneuerung und Erweckung beginnt mit dem Gebet. Die geistliche Erweckungsbewegung in Amerika im 19. Jahrhundert begann mit dem Gebet. Das Student Voluntary Movement im 20. Jahrhundert begann auch mit dem Gebet einiger junger Menschen in einem Heuschober. Als wir 1000-faches gemeinsames Gebet zu Gott brachten, segnete Gott dies überreich und erlaubte uns die Europäische Sommerbibelkonferenz mit mehr als 1.100 Teilnehmern zu feiern. Es gibt viele Gebetsmitarbeiter, die treu für Europa beten, wie z.B. in den 24/7-Gebetshäusern, wo es rund um die Uhr eine Gebetskette gibt. Gott hilft unseren Mitarbeitern, sogar unseren Schülern, frühmorgens den Gebetsaltar aufzubauen und für ihr Land zu beten. Wir glauben, dass Gott unser Frühgebet segnet und als einen Ausgangspunkt für die geistliche Wiedererweckung in Deutschland und Europa gebraucht. Lasst uns wie Nehemia mit zerschlagenem Herzen und Tränen für die Wiederherstellung der Herrlichkeit Gottes in unserem Land beten.</p>
<p><strong>2.    </strong><strong>Nehemias Glaubenstat für Jerusalem (2,1-20)</strong></p>
<p>Nachdem er vier Monate lang gebetet hatte, forderte Nehemia das Werk Gottes heraus. Als er wieder vor dem König stand, konnte er, so sehr er sich auch bemühte, seine Traurigkeit nicht verbergen. Seine eigenen Probleme vor dem König zu zeigen, war für einen Beamten absolut verboten. Als er vom König darauf angesprochen wurde, erschrak er zu Tode. Aber durch den Glauben berichtete Nehemia von seinen Schmerzen wegen seiner zerstörten Vaterstadt. Als der König ihn fragte, ob er einen Wunsch habe, betete er im Verborgenen zu Gott und bat dann um die Erlaubnis, nach Jerusalem reisen zu dürfen und den Wiederaufbau zu leiten. Es war eine unverschämte Bitte. Aber Gott wirkte im Herzen des Königs, so dass er ihm alles gab, was nötig war: Sonderurlaub, Baugenehmigung, freies Baumaterial und Polizeischutz für die Reise. Nehemias persönliches Zeugnis war, dass die gnädige Hand Gottes über ihm war. Er erfuhr das mächtige Wirken Gottes im Herzen des Königs, der ihn in allen Punkten voll unterstützte.</p>
<p>In Jerusalem angekommen traf Nehemia zunächst die Statthalter. Dabei wurde er mit der Feindschaft von Sanballat und Tobija konfrontiert, die es nicht mochte, dass jemand Gutes für Israel suchte. Heimlich inspizierte Nehemia während der Nacht den Zustand der Mauer. Sie war in einem total verfallenen Zustand, so dass er nicht einmal herumreiten konnte. Nehemia war sehr sorgfältig und machte einen genauen Plan. Am nächsten Tag traf er dann mit den Leitern des Volkes zusammen und unterbreitete ihnen seinen Plan, die Mauer wiederaufzubauen. Sehen wir uns Vers 17 an: &#8220;Und ich sprach zu ihnen: Ihr seht das Unglück, in dem wir sind, dass Jerusalem wüst liegt und seine Tore mit Feuer verbrannt sind. Kommt, lasst uns die Mauern Jerusalems wieder aufbauen, damit wir nicht weiter ein Gespött seien!&#8221; Nehemia forderte sie heraus, gemeinsam zu handeln. Er gab ihnen eine klare Orientierung, nämlich die Mauern wiederaufzubauen und er gab ihnen eine Vision, dass die Herrlichkeit des Volkes Gottes wiederhergestellt wird. So pflanzte Nehemia geistliche Vision und Verlangen in die Juden ein. Dann berichtete er darüber, wie Gott sein Gebet schon gesegnet und ihn gnädig geführt und sogar in dem König gewirkt hatte.</p>
<p>Eigentlich konnte er von diesen furchtsamen und niedergeschlagenen Leitern nicht viel erwarten, die es so lange nicht geschafft hatten, irgend etwas zu unternehmen. Aber als er es durch den Glauben herausforderte, wurden sie motiviert und bekamen Zuversicht und nahmen sogar selber das gute Werk in die Hand. Niemand sagte: „Du verstehst unsere Lage einfach nicht“, sondern sie riefen: „Auf, lasst uns bauen!“ Es war wirklich eine große Veränderung. Sie waren Feuer und Flamme, das Werk des Wiederaufbaus anzufangen und in die Hand zu nehmen.</p>
<p>Europa wurde auf der Basis des Christentums aufgebaut und als das christliche Abendland bekannt. Aber zur Zeit befindet sich Europa im geistlichen Niedergang. Die christlichen Wurzeln werden nicht hochgeachtet und man möchte Gott ganz aus der Verfassung streichen.</p>
<p>In der Geschichte war Deutschland ein Land der Bibel, das viele große Männer des Glaubens hervorgebracht hat. Gott gebrauchte Martin Luther in einer Zeit, in der die Kirche verdorben und machtorientiert war, den Menschen das Wort Gottes und den Glauben als die einzige Grundlage zurückzugeben. Er übersetzte die Bibel ins Deutsche mit der Vision, dass jede Familie selbst in der Bibel lesen sollte. Seine Reformation beeinflusste und veränderte ganz Europa. Gott gebrauchte die Pietisten wie A. H. Francke in einer Zeit der erstarrten Dogmatik, um den Menschen Glauben und Spiritualität wiederzugeben, indem sie viele kleine Bibelstudiumsgruppen gründeten. Sie übten auch großen Einfluss durch ihre Glaubenswerke aus, wie etwa die Frankeschen Anstalten oder die Aussendung von Missionaren. Zinzendorf und die Mährischen Brüder trugen als Laien-Missionare das Evangelium bis in die entlegensten Winkel der Erde. Auf diese Weise gebrauchte Gott Deutschland als ein Land der Bibel, das den guten geistlichen Einfluss auf die ganze Welt ausgeübt hat.</p>
<p>Aber in dieser Zeit sind die geistlichen Mauern in unserem Land weitgehend zerbrochen. Es gibt so viele Ungläubige. Viele Kirchen sind leer oder hoffnungslos überaltert. Nur etwa 5% der Deutschen lesen noch regelmäßig in der Bibel. Dazu sind andere Religionen wie z.B. der Islam sehr stark geworden, und die Christen haben seiner Überzeugungskraft oft wenig entgegenzusetzen. Statt des Glaubens an das Wort Gottes herrschen Humanismus und Relativismus vor. In Folge dieses Prozesses ist auch die moralische Mauer gefallen: Ehebruch, Scheidung, Abtreibung, Homosexualität sind längst an der Tagesordnung und gesellschaftlich akzeptiert.</p>
<p>Die jungen Menschen haben keine guten Vorbilder mehr und folgen ihrem Gefühl und dem, was ihnen Hollywood und das Internet vorspielen. Wenn die Mehrzahl der Kinder in zerbrochenen Familien aufwächst und keine gesunde Familie mehr erfährt, dann sind die geistlichen Mauern zerbrochen. Wenn Schülerinnen auf dem Gymnasium absichtlich schwanger werden, weil sie sonst kein Ziel und Bedeutung sehen, sind die geistlichen Mauern zerbrochen. Wenn Studentinnen ihre Schönheit und Reinheit für Geld verkaufen, dann sind die geistlichen Mauern zerbrochen. Wenn Depression eine Volkskrankheit geworden ist und so viele Studenten die Hilfe von Psychiatern beanspruchen, dann sind die geistlichen Mauern zerbrochen.</p>
<p>Der Grund ist, dass die Menschen nicht mehr das Wort Gottes haben, weil es relativiert und durch die menschlichen Lehren und Philosophien ersetzt wurde. Gottes Wort ist wie die Mauer, die den Menschen die rechte Grenze setzt, den rechten Weg weist und ihnen darin den Entfaltungsspielraum gibt. Aber ohne Gottes Wort haben die Menschen keine Orientierung, keinen Sinn und kein Ziel des Lebens. Sie sind auch der Macht der Sünde hilflos ausgeliefert und besitzen keine Widerstandkraft „Nein“ zu sagen. Wie hart kämpfen selbst unsere Neue Generationen, um den Zeitgeist zu überwinden und ihr Leben ganz unter die Herrschaft Jesus zu stellen! Ohne das Bibelstudium war ich selber von dem Vergnügen der Welt, der Suche nach Anerkennung und der Befriedigung meiner niedrigen Wünsche verblendet und versklavt, so dass ich der sicheren Verdammnis entgegenlief. Nur durch das Wort Gottes können wir den wahren Sinn und das Ziel des Lebens erkennen und ein neues Leben als Waffen der Gerechtigkeit beginnen.</p>
<p>Deutschland braucht geistliche Leiter wie Nehemia, die ein brennendes Hirtenherz und Verantwortungsbewusstsein für ihr Volk besitzen. Deutschland braucht Hirten, die die jungen Menschen nicht im geistlichen Dunkel lassen, sondern das Wort Gottes als Wort Gottes klar verkündigen. Deutschland braucht Beter, die ein zerbrochenes Herz haben, die Leid tragen und diese Anliegen zu Gott bringen. Ich war geistlich abgestumpft und kalt gegenüber den Gebetsanliegen meines Volkes geworden. Ich möchte dieses Hirtenherz und Verantwortungsbewusstsein von Nehemia lernen, für mein Volk, für die Mitarbeiter und Hoffnungsträger beharrlich beten, so als ein verantwortlicher Leiter für die geistliche Wiedererweckung in Deutschland und Europa gebraucht werden.</p>
<p>Nehemia hatte auch Furcht (V.2b), aber er handelte trotzdem entschlossen. Er hatte eine feste Überzeugung, dass Gott ihm diesen Plan eingegeben hatte und er tat sein Bestes, diesen Plan mit dem Gebet auszuführen. Er war ein großartiger Motivator, der alle Oberen der Juden begeistern konnte, der ihnen Vision gab für ein neues, starkes und geistliches Jerusalem, das Gott verherrlichen würde. Obwohl dieses Werk scheinbar unmöglich aussah, obwohl es viele innere und äußere Hindernisse gab, nahmen sie aber dieses gute Werk in die Hand.</p>
<p>M. Dr. Samuel Lee hatte ein zerbrochenes Hirtenherz für die Studenten in Korea. Er war wegen ihres Fatalismus’ sehr betroffen und pflanzte ihnen Gottes Wort und die Hoffnung Gottes ein, als ein Königreich von Priestern aufgestellt zu werden. Er half ihnen, sogar der Weltmission zu dienen. Auf diese Weise wurde Korea von einem Land der Dritten Welt zu einem Missionare aussendenden Land verändert. George Verwer motivierte auch unzählige junge Menschen, nicht ein bequemes Leben zu führen, sondern die Mission Gottes als ihren Lebensstil umzusetzen.</p>
<p>Zurzeit hat Gott uns ein Gebetsanliegen gegeben, nämlich die geistliche Wiedererweckung in Deutschland und Europa. Wir beten dafür, nicht nur ein schönes und warmes Zentrum, sondern ein geistliches Hauptquartier für die Europa-Mission zu bauen, dass Gott für sein Erweckungswerk gebrauchen kann. Dazu möchten wir in diesem Jahr 500 Bibellehrer aufstellen und 5000 Gebetsmitarbeiter gewinnen. Aber dies geschieht nicht von alleine. Es geschieht durch das Gebet, durch die Motivation und die fleißige Zusammenarbeit. Wir möchten nicht länger ein „Gespött“ bleiben, dass von anderen belächelt wird, sondern die Kraftquelle der geistlichen Erweckung sein, indem wir viele junge Menschen durch das Bibelstudium zum Glauben führen und sie als entschlossene Jünger Jesu aufstellen. Gott möchte unser Jüngererziehungswerk gebrauchen, dass Deutschland als ein Bibel-gläubiges Land wiederhergestellt wird und von Europa wieder viele Missionare für die Weltmission ausgesandt werden.</p>
<p>Wir befinden uns in einer Zeit, in der die geistlichen Mauern des Wortes Gottes zerstört worden sind. Gott möchte, dass wir von Nehemia sein zerbrochenes Hirtenherz, sein Gebet für sein Volk und seine klare Entschlossenheit lernen, anstatt wie unbeteiligte Zuschauer zu bleiben. Gott möchte durch unser Bibelstudium die geistlichen Mauern des Wortes Gottes und des bibelzentrierten Glaubens wieder aufrichten, so dass Deutschland wieder als ein bibelgläubiges Land gebraucht wird und Europa viele Missionare für die Weltmission aussenden kann. Lasst uns wie Nehemia mit zerbrochenem Hirtenherz für unser Volk beten und mit Entschlossenheit dieses gute Werk herausfordern.</p>
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		<title>[Bonn UBF, Fragebogen] – NEHEMIAS  ENTSCHLOSSENHEIT (Nehemia 5,1 – 7,72) – Nehemia Lektion 3</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Apr 2012 04:41:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Happy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fragebögen]]></category>

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		<description><![CDATA[NEHEMIAS  ENTSCHLOSSENHEIT &#160; &#160; Nehemia       5,1 – 7,72 Leitvers          6,3 * Die Bildung der Einheit durch Nehemia (5,1-19) 1. Welches Problem stellte eine große Gefahr für die Bildung der Einheit dar? (5,1-5)  Wie löste Nehemia dieses Problem? (6-13)  Wie ging er selber als Leiter mit gutem Beispiel voran? (14-18)  Was lernst du durch sein Gebet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1><strong>NEHEMIAS  ENTSCHLOSSENHEIT</strong></h1>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nehemia       5,1 – 7,72</p>
<p>Leitvers          6,3</p>
<p>* Die Bildung der Einheit durch Nehemia (5,1-19)</p>
<p>1. Welches Problem stellte eine große Gefahr für die Bildung der Einheit dar? (5,1-5)  Wie löste Nehemia dieses Problem? (6-13)  Wie ging er selber als Leiter mit gutem Beispiel voran? (14-18)  Was lernst du durch sein Gebet über seinen Glauben an Gott? (19)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>* Die Vollendung des Mauerbaus durch Nehemia (6,1-19)</p>
<p>2. Welche Intrigen schmiedeten die Feinde, um Nehemia umzubringen und den Wiederaufbau der Mauer zu verhindern? (6,1-14)  Mit welcher Haltung überwand Nehemia alle Anfechtungen? (3.4.8.9.11-14)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>3. Wann wurde die Mauer fertiggestellt? (15)  Warum verloren alle Feinde und alle umliegenden Völker den Mut? (16-19)  Mit welcher Haltung können wir den Wiederaufbau der zerstörten geistlichen Mauern dieser Generation vollenden?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>* Die Sicherung der Stadt durch Nehemia (7,1-72)</p>
<p>4. Warum stellte Nehemia verantwortliche Männer für die Bewachung der Stadttore auf? (7,1-3)  Welches Problem wurde nach dem Bau der Mauer deutlich? (4)  Wozu legte Nehemia ein genaues Verzeichnis der aus Babylon Zurückgekehrten an? (5-68)  Was zeigt die Opfergabe der Leiter und des Volkes über ihre Haltung zu Gott? (69-71)</p>
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		</item>
		<item>
		<title>[Bonn UBF, Fragebogen] &#8211; GLEICHZEITIG ARBEITEN UND KÄMPFEN (Nehemia 3,1-4,17) &#8211; Nehemia Lektion 2</title>
		<link>http://www.bonnubf.org/2012/04/bonn-ubf-fragebogen-gleichzeitig-arbeiten-und-kampfen-nehemia-31-417-nehemia-lektion-2/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Apr 2012 04:30:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Happy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fragebögen]]></category>

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		<description><![CDATA[GLEICHZEITIG  ARBEITEN  UND  KÄMPFEN Nehemia       3,1 – 4,17 Leitvers          4,11 &#160; * Zusammenarbeit (3,1-32) 1. Welche Personen, die an der Mauer bauten, werden zuerst genannt? (1)  Wer beteiligte sich am Wiederaufbau der Mauer und wer nicht? (2-5) 2. Auf welche Weise wurde der Bau der Stadtmauer ausgeführt? (6-32)  Wie erfüllte jeder aus dem Volk seine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1><strong>GLEICHZEITIG  ARBEITEN  UND  KÄMPFEN</strong></h1>
<p><strong></strong>Nehemia       3,1 – 4,17</p>
<p>Leitvers          4,11</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>* Zusammenarbeit (3,1-32)</p>
<p>1. Welche Personen, die an der Mauer bauten, werden zuerst genannt? (1)  Wer beteiligte sich am Wiederaufbau der Mauer und wer nicht? (2-5)</p>
<p>2. Auf welche Weise wurde der Bau der Stadtmauer ausgeführt? (6-32)  Wie erfüllte jeder aus dem Volk seine Aufgabe mit dem Verantwortungsbewusstsein?  Inwiefern ist die Zusammenarbeit im Werk Gottes notwendig?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>* Strategie des Glaubens (3,33 – 4,17)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>3. Welche wachsenden Widerstände und Probleme gab es beim Mauerbau? (3,33-35; 4,1.2)  Wie reagierten Nehemia und das Volk darauf? (3,36-38; 4,3)  Wie ermutigte Nehemia das Volk in der Krisenzeit?  (7.8.14)  Wie stand Gott ihnen bei? (9)</p>
<p>4. Mit welcher Strategie arbeiten sie weiter an der Mauer? (10-12)  Welches Vorbild gab Nehemia seinem Volk? (13-17)  Mit welcher Haltung möchtest du in dieser Generation die zerbrochenen Mauern Gottes wieder aufbauen?</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Bonn UBF – Das neue Leben in Christus (3) (Römer 6,13) – Sonderlektion</title>
		<link>http://www.bonnubf.org/2012/04/bonn-ubf-das-neue-leben-in-christus-3-romer-613-sonderlektion/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Apr 2012 18:35:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Happy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Botschaften]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bonnubf.org/?p=2548</guid>
		<description><![CDATA[Das neue Leben in Christus III (PDF-Datei) DAS  NEUE  LEBEN  IN  CHRISTUS (III) Römer 6,1-23 Leitvers 6,13 „Auch gebt nicht der Sünde eure Glieder hin als Waffen der Ungerechtigkeit, sondern gebt euch selbst Gott hin, als solche, die tot waren und nun lebendig sind, und eure Glieder Gott als Waffen der Gerechtigkeit.“ Heute möchten wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p style="text-align: left;" align="center"><a href="/wp-content/uploads/2012/04/Röm_613.SGD_20120422.pdf">Das neue Leben in Christus III (PDF-Datei)</a></p>
<p style="text-align: left;" align="center"><strong>DAS  NEUE  LEBEN  IN  CHRISTUS (III)</strong></p>
<p>Römer 6,1-23</p>
<p>Leitvers 6,13</p>
<p>„Auch gebt nicht der Sünde eure Glieder hin als Waffen der Ungerechtigkeit, sondern gebt euch selbst Gott hin, als solche, die tot waren und nun lebendig sind, und eure Glieder Gott als Waffen der Gerechtigkeit.“</p>
</div>
<p>Heute möchten wir Römer 6 erneut studieren. In diesem Text verkündigt Paulus mit Überzeugung, was das Evangelium der Gnade Gottes wirklich bedeutet, damit wir die geistliche Einsicht in das neuen Leben in Christus haben und wahrhaftig das ewige Leben erhalten können. Das neue Leben in Christus ist keine Fortsetzung des alten Lebens, das noch unter der Herrschaft der Sünde ist, sondern ein völlig neues Leben in der Verbundenheit mit Christus. Lasst uns die wahre Bedeutung des neuen Lebens ergreifen und unser neues Leben als Waffe der Gerechtigkeit Gott hingeben, damit wir die Frucht der Heiligung ernten und die Gabe des ewigen Lebens empfangen können<strong>.</strong></p>
<p><strong>1.    </strong><strong>Das neue Leben in der Verbundenheit mit Jesus (1-11)</strong></p>
<p>Lesen wir den Vers 1: „Was sollen wir nun sagen? Sollen wir denn in der Sünde beharren, damit die Gnade um so mächtiger werde?“ Derjenige, der solch eine Frage stellt, missversteht die Bedeutung der Gnade. Er hat eine falsche Vorstellung von dem Kampf gegen die Sünde, dass er sowieso vor der Macht der Sünde hilflos wäre und Jesus  in seiner Gnade alle seine Sünden vergeben würde. Was ist dann die Antwort des Paulus darauf? Sehen wir den Vers 2 weiter an: „Das sei ferne! Wie sollten wir in der Sünde leben wollen, der wir doch gestorben sind?“ Es steht in der „Hoffnung für alle“ &#8211; Übersetzung wie folgt: „Natürlich nicht! Als Christen sind wir für die Sünde tot. Wie könnten wir da noch länger mit ihr leben?“ Hier sagt Paulus, dass wir Christen für die Sünde tot sind. Dies ist eine sehr bedeutsame Aussage, die das Wesen des neuen Lebens in Christus erklärt. „Als Christen sind wir für die Sünde tot!“</p>
<p>Aber wie sind wir dann für die Sünde tot? Lesen wir zunächst die Verse 3-4: „Oder wisst ihr nicht, dass alle, die wir auf Christus Jesus getauft sind, die sind in seinen Tod getauft? So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, auch wir in einem neuen Leben wandeln.“ Die Taufe symbolisiert das Sterben des alten Menschen mit Jesus durch die Buße. Gleichzeitig bedeutet es auch den Beginn eines neuen Lebens durch die Auferstehung Jesu. Als Jesus begraben wurde, erreichte sein irdisches Fleisch und seine Beziehung zu dieser Welt das endgültige Ende. Gleichfalls, wenn wir Jesu Tod und Begräbnis für unsere Sünde persönlich annehmen, dann stirbt und endet unser altes Leben als Sklaven der Sünde. Unser alter Mensch, unser Ego, unsere Begierde sind endgültig für tot erklärt worden. Nun, das Leben das wir jetzt auf dieser Welt führen, ist keine Fortsetzung des alten Lebens, sondern ein neues Leben in Freiheit von der Sünde. Weil wir für die Sünde tot sind, ist es für uns nicht mehr möglich weiter mit der Sünde zu leben, sondern wir wandeln in einem neuen Leben.</p>
<p>Lesen wir den Vers 5: „Denn wenn wir mit ihm verbunden und ihm gleich geworden sind in seinem Tod, so werden wir ihm auch in der Auferstehung gleich sein.“ Der Tod ist eine Realität, die wir alle erfahren. Der Tod offenbart die unbesiegbare Macht der Sünde. In der Geschichte der Menschheit mussten alle Menschen vor der Macht des Todes niederknien, ausnahmslos. Als Jesus begraben wurde, dachten die Sünde und der Tod, dass sie auch dieses Mal Jesus besiegt hätten. Aber die herrliche Macht Gottes besiegte die Macht der Sünde und des Todes und erweckte Jesus von seinem Tod auf. Die Auferstehung Jesu bezeugt klar, dass er die Macht der Sünde und des Todes vollkommen besiegt hat. Weil wir nun mit Jesus verbunden sind, wird alles, was Jesus vollbracht hat, auch unser Vollbringen. Nun, verbunden mit Jesus, können wir mit Jesus jubeln: „Es ist vollbracht! (Joh 19,31)“ Durch Jesu Auferstehung sind wir auch völlig neu geboren. Nun teilen wir mit dem auferstandenen Jesus das neue Leben und das ewige Leben.</p>
<p>Sehen wir uns die Verse 6 und 7 an: „Wir wissen ja, dass unser alter Mensch mit ihm gekreuzigt ist, damit der Leib der Sünde vernichtet werde, so dass wir hinfort der Sünde nicht dienen. Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde“ Nun wissen wir, dass Gott uns von der Sünde erlöst hat, indem er unseren alten Menschen mit Jesus gekreuzigt und begraben hat! Mit Jesu Tod und Auferstehung ist unser Leib der Sünde vernichtet worden! Unser alter Mensch ist schon für tot erklärt worden. Wie dann können wir ein altes Leben, das schon tot ist, weiter führen? Denn wer der Sünde gestorben ist, der ist von ihrer Herrschaft frei geworden. Darum sollen wir nicht länger unser Leben weiter führen, als ob wir noch uns unter der Herrschaft der Sünde befinden würden. Wir sollen mit der Gewissheit leben, dass unser alter Mensch mit Jesus gekreuzigt ist und dass wir frei von der Sünde geworden sind.</p>
<p>*Kennt ihr den Film Ben Hur? In diesen Film gibt es eine Szene, in der ein römisches Schiff von Piraten angegriffen wurde. Nach einer harten Schlacht war der Kampf beendet und die Römer hatten den Sieg erlangt. Der römische General aber wusste von dieser Tatsache nichts und dachte, dass der Kampf verloren wäre. Aus Verzweiflung versuchte er, sich selbst zu umbringen. Ben Hur rettete ihn, und er durfte erfahren, dass der Kampf tatsächlich gewonnen war. Von einem Selbstmord-Kandidat wurde er zu einem General des Sieges. Genauso ist es wichtig, dass wir die Realität kennen, dass unser Kampf gegen Satan schon mit dem Sieg durch Jesus beendet ist. Wir befinden uns nicht mehr im Kriegszustand mit der Sünde, sondern wir sind schon Sieger geworden! (Was sind wir? Ja, wir sind Sieger!) Nun als Sieger können und sollen wir ein einflussreiches und überwindendes Leben führen. Lasst uns nicht mehr mit dem entmachteten Gegner, nämlich unserem Ego, weiter einen mühsamen Kampf führen, sondern in der Verbundenheit mit Christus, als Sieger ein Gott verherrlichendes Leben führen.</p>
<p>„Denn was er gestorben ist, das ist er der Sünde gestorben ein für allemal; was er aber lebt, das lebt er Gott.“(V10) Nun lebt Jesus, der durch seine Auferstehung den Tod besiegt hat, in uns. Und wie der Tod über den auferstandenen Jesus nicht mehr herrschen kann, so kann die Macht des Todes auch nicht mehr über unser neues Leben herrschen. Wenn wir diese Tatsache kennen und fest daran glauben, herrscht die Macht der Auferstehung in uns. Diese Auferstehungsmacht lässt uns unter allen Umständen und in jeder Situation ein siegreiches Leben zur Ehre Gottes führen. Paulus bekannte diesen Glauben und sprach in Galater 2,20: „Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.“</p>
<p>Lesen wir den Vers 11: „So auch ihr, haltet dafür, dass ihr der Sünde gestorben seid und lebt Gott in Christus Jesus.“ Anhand seiner Aussage in den Versen 1 bis 10 gibt Paulus nun eine klare geistliche Orientierung, mit welcher Einstellung wir unser neues Leben führen sollen. Wir sollen an der Wahrheit festhalten, dass wir der Sünde gestorben sind und in Christus Jesus ein völlig neues Leben empfangen haben. Darum sollen wir zur Herrschaft der Sünde ein klares „Nein!“ sagen. Ja, wir sollen alle nutzlosen und sinnlosen Kämpfe mit der Sünde ablegen und unter der Herrschaft Jesu ein glückliches, siegreiches und fruchtbares neues Leben führen.</p>
<p>In John Bunyans Buch „Die Pilgerreise“ wurde Christ von der Last der Sünde befreit und ging den engen Weg zur himmlischen Stadt. Dann kommt Apollyon und versucht Christ mit Gewalt in seinen Dienst zurückzubringen. Er sagt, „Du warst mein Sklave. Wohin gehst du? Du schaffst es nicht, denn ich kenne dich!“ Aber wie reagierte Christ? Er hielt an dem Kreuz Jesu fest und antwortete: „Ja, ich war ein schamvoller Sünder gewesen. Aber nun bin ich durch Jesu Blut erlöst. Früher diente ich dir als mein Herr, aber nun ist Jesus mein König und mein Herr! Satan, geh weg von mir!“ Als er dafürhielt, dass er der Sünde gestorben war und Gott in Christus Jesus lebte, konnte er die Versuchung des Satans überwinden und den schmalen Weg zum Reich Gottes siegreich gehen.</p>
<p>Auch in unserem neuen Leben versucht der Satan uns ständig, dass wir auf unsre Schwäche schauen. Der Teufel betrügt die Christen und flüstert ihnen zu, dass die Sünde zu mächtig sei, um sie überwinden zu können, und bewegt sie auf diese Weise zum Kompromiss mit der Sünde. Der Satan versucht uns, dass wir nur noch einmal der Sünde nachgeben und dann Buße tun. Aber dies ist Satans Taktik, um uns wieder zur Sklaverei der Sünde zurückzubringen. Und die Folge ist, dass solche Christen ein niedergeschlagenes und einflussloses Leben führen. Wenn wir einen kleinen Kompromiss mit der Sünde eingehen, dann werden wir den Kampf gegen die Sünde verlieren. Aber haltet dafür, dass ihr der Sünde gestorben seid und lebt Gott in Christus Jesus! Lasst uns den Herrschaftswechsel vollziehen und nicht dem Ego in Sünde, sondern Jesus als unserem Herrn und König dienen. Möge Gott uns helfen, das selige Wissen in allen Umständen festzuhalten und in der Verbundenheit mit Christus unser neues Leben siegreich zur Ehre Gottes zu führen.<strong></strong></p>
<p><strong>2.    </strong><strong>Waffen der Gerechtigkeit (12-23)</strong></p>
<p>Wenn wir nun wissen, dass unser neues Leben mit Jesu Tod und Auferstehung fest verbunden ist, was sollen wir dann tun? Sehen wir uns den Verse 12 an: „So lasst nun die Sünde nicht herrschen in eurem sterblichen Leibe, und leistet seinen Begierden keinen Gehorsam.“ Paulus macht hier einen Unterschied zwischen „uns“ und unserem „sterblichen Leibe“. Obwohl wir der Sünde tot sind und neues Leben in Christus empfangen haben, leben wir noch in unserem sterblichen Leibe, der die Begierde und die sündige Natur in sich trägt. Satan versucht durch unseren sterblichen Leib über uns zu herrschen. Solange wir noch auf dieser Welt in unserem Leibe leben, werden wir ständig mit der Versuchung des Satans konfrontiert. Aber wir sollen der Sünde nicht erlauben, über unseren Leib zu herrschen. Wir müssen wach bleiben und dagegen kämpfen, um den sündigen Begierden keinen Gehorsam zu leisten.</p>
<p>Wie sollen wir dann praktisch kämpfen?  Lesen wir Vers 13: „Auch gebt nicht der Sünde eure Glieder hin als Waffen der Ungerechtigkeit, sondern gebt euch selbst Gott hin, als solche, die tot waren und nun lebendig sind, und eure Glieder Gott als Waffen der Gerechtigkeit.“</p>
<p>Erstens, wir sollen unsere Glieder nicht als Waffen der Ungerechtigkeit hingeben. Wir sollen unseren Gliedern nicht erlauben, zum Dienst der Sünde gebraucht zu werden. Wir sollen unsere Denkweise, Gefühle, unser Herz, unsere Augen, Füße, Finger, Lippen und Ohren nicht für den Dienst der Sünde gebrauchen. Wir sollen auch unsere Zeit, Fähigkeit, Arbeitsstelle oder unser Studium und unser Geld nicht dazu nutzen, unseren Begierden und unserem Ego zu dienen.</p>
<p>Zweitens, wir sollen uns selbst und unsere Glieder Gott als Waffen der Gerechtigkeit hingeben. Angriff ist die beste Verteidigung. In der geistlichen Welt gibt es keine neutrale Zone. Diejenigen, die meinen, neutral bleiben zu können, werden schon bald feststellen, dass sie der Sünde nicht widerstehen können und gegen ihren Willen als Waffe der Ungerechtigkeit gebraucht werden. Darum gibt Paulus uns die Orientierung, dass wir aktiv unsere Glieder Gott als Waffen der Gerechtigkeit hingeben. Mit „Waffen der Gerechtigkeit“ meint Paulus, dass wir unser neues Leben für die Evangelisation der Welt zur Verfügung stellen sollen, denn in dem Evangelium ist die Gerechtigkeit Gottes offenbart, die die Menschen rettet.</p>
<p>Zum Beispiel sind unsere Füße nicht dafür da, dass wir damit nur zum Einkaufen gehen oder Fußball spielen, sondern wir sollen damit fleißig zum Campus gehen und die Studenten zum Wort Gottes einladen. Römer 10,15b sagt: „Wie lieblich sind die Füße der Freudenboten, die das Gute verkündigen!“ Anstatt mit unserem Mund zu jammern oder andere Menschen zu verletzen, sollen wir unseren Mund als Waffe der Gerechtigkeit Gott hingeben, indem wir mit unserem Mund das Evangelium verkündigen. Jesus selbst hat seine Glieder völlig dahingegeben am Kreuz, um unsere Sündenschuld zu bezahlen und uns zu erretten, dass wir nicht weiter in Sünden bleiben, sondern uns selbst als Waffen der Gerechtigkeit Gott zur Verfügung stellen. Lasst uns nun darum aus Dankbarkeit für die Gnade Gottes unsere Glieder Gott als Waffen der Gerechtigkeit hingeben und täglich in den guten geistlichen Kampf ziehen, weil wir wissen, dass wir den endgültigen Sieg in Christus haben.</p>
<p>Heutzutage gibt es viele Christen, die eine falsche Vorstellung vom neuen Leben in Christus haben. Viele denken, dass sie Jesus angenommen haben, ein religiöses Leben führen, und dass sie den engen Weg zum Reich Gottes gehen würden. Aber was sagt die Bibel über das neue Leben in Christus? In Markus 8,34 sagt Jesus: „Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“ In Lukas 14,33 sagt Jesus: „So auch jeder unter euch, der sich nicht lossagt von allem, was er hat, der kann nicht mein Jünger sein.“ In Lukas 9,62 sagt Jesus: „Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.“ Wir haben das neue Leben umsonst empfangen, aber es bedeutet nicht, dass es dafür keine Kosten gibt. Als Bezahlung für unser neues Leben shat Gott seinen einzigen geliebten Sohn als Opferlamm am Kreuz hingegeben. Ich habe zwei Söhne und als ihr Vater ist meine Liebe zu ihnen unbeschreiblich groß. Ich könnte mir niemals vorstellen, meinen Sohn für jemanden hinzugeben. Aber dies ist, was Gott für uns getan hat. Er gab seinen Sohn dahin, dass er stirbt, damit wir leben. Ist das nicht zu radikal? Aber gerade durch diese radikale Liebe Gottes haben wir ein neues Leben empfangen. Nun, dieses Evangelium fordert und befähigt uns, dass wir eine radikale Entscheidung in unserem Leben vornehmen, nämlich uns von der Sünde zu bekehren, unser Kreuz auf uns zu nehmen, uns selbst zu sterben und Jesus nachzufolgen. Ein neues Leben in Christus zu führen bedeutet, aktiv auf die radikale Liebe Gottes zu uns zu reagieren, indem wir von der Gnade Gottes getrieben, unser ganzes Leben Gott hingeben, mit einem Ziel, dass auch andere Menschen diese Gnade des neuen Lebens in Christus empfangen dürfen. Anders gesagt: Das neue Leben in Christus kostet den Herrschaftswechsel, dass wir nun nicht mehr unserem Ego, sondern Gott und seinem Heilswerk dienen.</p>
<p>In den Versen 15 bis 23 stellt Paulus erneut die rhetorische Frage, ob wir dann die Gnade ausnutzen und weiter sündigen sollen, und erklärt, warum wir nicht weiter in der Sünde bleiben sollen.</p>
<p>Erstens, wir sind Knechte der Gerechtigkeit geworden. Sehen wir uns die Verse 16-18 an. Früher hatten wir keine andere Wahl gehabt, außer der Sünde zu dienen, weil wir Knechte der Sünde waren. Als wir aber das Evangelium annahmen, wurden wir mit Jesus verbunden. Und so sind wir Knechte der Gerechtigkeit geworden. Wenn wir nicht entschlossen Jesus von Herzen gehorchen, bleiben wir oder werden wir wieder zu Sklaven der Sünde. Die Gnade Jesu ist kein Freibrief zum Sündigen, sondern eine Verpflichtung, unser Leben im Gehorsam des Glaubens für das Heil andere Menschen Gott hinzugeben.</p>
<p>Zweitens, die Früchte der Sünde sind Scham und Tod, und die Früchte der Gerechtigkeit sind Heiligung und ewiges Leben. Sehen wir uns die Verse 20 bis 23 an: „Denn als ihr Knechte der Sünde wart, da wart ihr frei von der Gerechtigkeit. Was hattet ihr nun damals für Frucht? Solche, deren ihr euch jetzt schämt; denn das Ende derselben ist der Tod. Nun aber, da ihr von der Sünde frei und Gottes Knechte geworden seid, habt ihr darin eure Frucht, dass ihr heilig werdet; das Ende aber ist das ewige Leben. Denn der Sünde Sold ist der Tod; die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserm Herrn.“ Hier sind zwei Lebensrichtungen gegenübergestellt. Das Leben als Knechte der Sünde und das Leben als Gottes Knechte. Das Leben als Knechte der Sünde mag etwas bequemer sein und uns etwas Vergnügen bieten. Aber es bleibt nicht lange. Manche denken, dass sie die Sünde genießen könnten, aber die Sünde hinterlässt nur Scham und führt zum Tod. Hier bedeutet der Tod sowohl physischer als auch geistlicher Tod, nämlich die ewige Verdammnis. Die andere Lebensrichtung hingegen führt uns zur Heiligung. Wir werden nicht in einer Nacht heilig, aber wenn wir unser Leben als Gottes Knechte Gott zur Verfügung stellen, dann werden wir Jesus immer ähnlicher werden und schließlich werden wir das ewige Leben empfangen. So, nun, ihr habt die Wahl. Welches Leben wollt ihr nun führen?</p>
<p>Ich danke Gott, dass er mir durch Jesus ein neues Leben geschenkt hat. Als ich mein Leben hauptsächlich dafür gebrauchte, meinem Ego zu dienen und ein etwas besseres Leben in dieser Welt zu führen, habe ich mein Leben als Waffe der Ungerechtigkeit gebraucht. Dieses Leben war sehr mühsam und sinnlos. Aber mein alter Mensch, mein Ego, ist tot und ich darf das neue Leben in Christus ergreifen und nun meine Glieder, meine Zeit, mein Herz, meine Leidenschaft &amp; Fähigkeit und mein Leben und meine Hausgemeinde Gott als Waffen der Gerechtigkeit hingeben. Praktisch bedeutet es, täglich den Herrschaftswechsel zu vollziehen, gemäß Esra 7,10 und Apg 20,24 dem Willen Gottes in meinem Leben zu tun, nämlich als Bibellehrer und globaler geistlicher Leiter für die geistliche Erweckung für Europa zu leben.</p>
<p>Heute haben wir gelernt, dass wir für die Sünde tot sind. Darum brauchen wir nicht mehr weiter krampfhaft mit der Sünde zu kämpfen, sondern können und sollen in der Verbundenheit mit Christus ein siegreiches und glückliches Leben führen. Praktisch haben wir eine klare Orientierung empfangen, dass wir uns nun täglich entscheiden sollen, uns selbst als Waffen der Gerechtigkeit Gott hinzugeben, damit wir Heiligung und das ewige Leben als Früchte ernten können. Lasst uns auf Gottes absolute und radikale Liebe zu uns klar reagieren, indem wir täglich den Herrschaftswechsel vollziehen und unser neues Leben Gott für das Heil der jungen Menschen als Waffen der Gerechtigkeit hingeben. Möge Gott unseren geistlichen Kampf segnen, in diesem Sommersemester jeder jede Woche zwei Hoffnungsträger zum Bibelstudium zu führen und gemeinsam 500 Bibellehrer aufzustellen.</p>
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