Die ihr das Kommen des Tages Gottes erwartet (JS)

2.Petrus 3,1 – 18 (LV 11.12)

„Wenn nun das alles so zergehen wird, wie müsst ihr dann dastehen in heiligem Wandel und frommem Wesen, die ihr das Kommen des Tages Gottes erwartet und erstrebt, an dem die Himmel vom Feuer zergehen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen werden.“

Lieber himmlischer Vater. Danke für die klare Sonntagsbotschaft durch H. Xenofon und für die Bibelforschung und geistliche Dienerschaft von M. Peter. Danke, dass du uns durch dein Wort ermutigst, im Blick auf das Kommen unseres Herrn Jesus zu leben und unser neues Leben in Christus aktiv dafür einzusetzen und den Tag Christi zu beschleunigen. Bitte gebrauche uns, um mit Freude und fester Gewissheit auf den Tag der Wiederkunft Jesu vorzubereiten. Bitte schenke mir in dieser Stunde eine klare Entscheidung, im Licht des kommenden Tages als Bibellehrer und Hirte für die jungen Menschen dieser Generation zu leben. Bitte schenke mir ein persönliches Wort. In Jesu Namen. Amen.

1. Der Tag des Herrn wird kommen (1-10)

Vers 3 sagt: „Ihr sollt vor allem wissen, dass in den letzten Tagen Spötter kommen werden, die ihren Spott treiben, ihren eigenen Begierden nachgehen…“. Spötter hat es zu allen Zeiten gegeben. Aber gerade in den letzten Tagen, werden die Christen massiv kritisiert und verspottet von solchen, die keine Buße tun und nach ihren eigenen Wünschen und Plänen leben wollen. Sie behaupten, dass es kein Gericht und keine Hölle gebe und dass all dies eine Erfindung der Kirche wäre, um den Menschen Angst einzuflösen. Vers 4 sagt weiter über sie: „und sagen: Wo bleibt die Verheißung seines Kommens? Denn nachdem die Väter entschlafen sind, bleibt es alles, wie es von Anfang der Schöpfung gewesen ist.“ Solche Menschen sagen, dass die Welt schon immer so gewesen sei und auch weiter so sein werde. Sie gleichen den Menschen zu Noahs Zeiten, die Noah’s frommes Leben belächelten und sich nicht retten lassen wollten. Als aber die Sintflut kam, der Tag des Gerichtes, da kamen sie alle um. Solche Menschen verspotten die Leute Gottes, die z. B. am frühen Morgen beten, die ihre Zeit, ihr Herz und ihr Material für das Werk Gottes einsetzen, statt ihren eigenen Vorteil in der Welt zu suchen.

Betrachten wir Vers 9: „Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten; sondern er hat Geduld mit euch und will nicht, dass jemand verloren werde, sondern dass jedermann zur Buße finde.“ Hier finden wir die Antwort, warum Gott überhaupt so lange wartet und den Tag Christi noch hinauszögert. Es ist das zerbrochene Hirtenherz Gottes, dass der Herr unbedingt noch Sünder erretten und selig machen möchte. Wenn wir an einen oder an zwei Hoffnungsträger denken, die noch keine Entscheidung für Jesus getroffen haben, dann brennt unser Herz und wir wünschen uns sehr, dass sie umkehren, Buße tun und gerettet werden. Aber Gott kennt nicht nur zwei, sondern Hundertrausende und Millionen von Seelen, die er unbedingt erretten möchte. Er sieht die noch unerreichten Nationen und Völker. Er sieht auch die noch nicht pionierten Universitäten in Deutschland, Europa und in aller Welt. Er sieht, wie unzählige Menschen von den falschen Lehren betrogen und verführt sind, z. B. vom Materialismus, von der Generideologie und von der Evolutionslehre. Gott sieht, dass so viele junge Menschen ihr Glück durch gute Bedingungen, durch ein schönes Gefühl, durch scheinbare Freunde bei Facebook oder durch Partys und Urlaubsreisen suchen. Und Gottes Herz ist zerbrochen, ihnen die frohe Botschaft von Jesus zu verkündigen. Letzte Woche sagte eine Studentin am Campus, als sie zum Bibelstudium eingeladen wurde: „Meine Eltern haben mir nie etwas über Religion und Glauben erzählt. Ich hatte nie eine Gelegenheit.“ Dadurch erkannte ich, dass es unsere und meine Aufgabe ist, das Wort Gottes zu den geistlich toten jungen Menschen zu predigen, damit sie Hoffnung finden, Glauben bekommen und durch das Zweierbibelstudium persönlich zu Jesus finden. Darum sollen die Christen in Deutschland und Europa nicht mit ihrer eigenen Errettung zufrieden bleiben, sondern hingehen und das Evangelium allen Völkern (und allen Hochschulen) predigen.

Ich durfte hier Buße tun, dass ich noch mit meiner eigenen Errettung selbstzufrieden lebte und dass es mir an einem brennenden Hirtenherzen für die verlorengehenden jungen Menschen mangelte. Oft war ich mit diesem und jenem beschäftigt und verzichtete leicht darauf, dem Einladungswerk auch dann zu dienen, wenn ich nur wenig Zeit hatte. Der heutige Text hat meine geistlichen Augen neu geöffnet dafür, dass Gottes Herz danach steht, diejenigen, die noch im Todeszug sitzen und in die sichere Verdammnis fahren, unbedingt in seinen Lebenszug einzuladen. Vers 9b sagt: „sondern er hat Geduld mit euch und will nicht, dass jemand verloren werde, sondern dass jedermann zur Buße finde.“

Dieses Herz Gottes darf ich hier lernen und als Konsequenz daraus darf ich auch mein neues Leben aktiv dafür einsetzen, um Gottes Worte mit jungen Menschen zu teilen und sie zum Bibelstudium, zum Gottesdienst, ja in den Lebenszug einzuladen.

Hft. S. ist dem Herrn sehr dankbar, dass Gott ihn hier in Deutschland zu seinem Wort eingeladen hat. Bei seinen Gebeten finde ich seine tiefe Dankbarkeit, dass Gott sein Leben so geführt hat, das er durchs Bibelstudium im Glauben und in der Beziehung zu Jesus wachsen darf. Er war drei Jahre als Soldat in der Armee und wurde ausgebildet um als Trainer an der Militärakademie seines Landes tätig zu sein. Doch während eines Überlebenstrainings, bei dem er in einem Baum klettern musste, auf dem sich eine Schlange befand, wurde er von der hervorschnellenden Schlange überrascht, sodass er rückwärts von dem Baum fiel und sich mehrere Knochen brach und 5 Monate lang nicht richtig gehen konnte. Wegen der Verletzungen konnte er diese Ausbildung nicht bis zum Ende absolvieren. Nun ist er dankbar, dass Gott diese Begebenheit dazu gebraucht hat, um ihn über Moskau nach Deutschland und insbesondere zu seinem Wort zu führen. Wir beten, dass er in Bonn (oder Umgebung) eine passende Doktorandenstelle findet. Vor allem, dass er durch das weiter Bibelstudium, Jesus ganz persönlich annehmen, in den Lebenszug umsteigen und zu einem Bibellehrer und geistlicher Trainer wachsen und für die jungen Menschen in Deutschland, Europa und bis nach Indien von Gott gebraucht werden darf.

2. „Wie ihr dastehen müsst“ (11-18)

Sehen wir uns die Verse 11.12 an: „Wenn nun das alles so zergehen wird, wie müsst ihr dann dastehen in heiligem Wandel und frommem Wesen, die ihr das Kommen des Tages Gottes erwartet und erstrebt, an dem die Himmel vom Feuer zergehen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen werden.“ Welche Konsequenzen sollen wir als Christen in Bezug auf den Tag Gottes ziehen?

Erstens: den Tag Gottes erwarten. Wir sind diejenigen, die den Tag Gottes erwarten. Wir haben Vergebung und Erlösung durch Jesu Blut am Kreuz empfange. Wir sind zu Gottes Kindern geworden. Aber wir müssen bekennen, dass wir noch in einem sündigen und sterblichen Leibe wohnen. Aber am Tage Gottes, wird unser sündiger und mit Mängeln behafteter Leib verwandelt werden und wir werden den neuen Leib der Auferstehung bekommen. Dieser Leib wird ein reiner, starker und geistlicher Leib sein. In dieser Zeit erkennen wir unseren Herrn Jesus nur stückweise, aber am Tag des Herrn werden wir ihn sehen von Angesicht zu Angesicht. Am Tag des Herrn wird die Gerechtigkeit Gottes wiederhergestellt werden und Gott selbst wird alle Tränen seiner Leute abwischen. Wenn wir Jesus sehen, werden wir mit unbeschreiblicher Freude erfüllt werden.

Zweitens: den Tag Gottes erstreben. „…die ihr das Kommen des Tages Gottes erwartet und erstrebt.“ In der Elberfelder Übersetzung heißt es hier, zutreffender übersetzt: „erwartet und beschleunigt“! Den Tag Gottes zu beschleunigen bedeutet, dass wir Jesu Weltmissionsbefehl gehorchen und allen Menschen das Evangelium predigen, damit ungläubige und rebellische Sünder umkehren, Buße tun und gerettet werden. Gott hat uns vor allem das ZBS, die Jüngererziehung, das Frühgebet und die Lebensgemeinschaft gegeben, damit wir diese Werkzeuge gut und aktiv gebrauchen und so den Tag Gottes vorbereiten und beschleunigen dürfen.

Wir dürfen den Tag Gottes auch beschleunigen, indem wir unseren Kindern bzw. der Nächsten Generation dienen und mit ihnen gut zusammenarbeiten. „Gib deine Kinder hin zu diesem Werke, gib deine Habe, dass sie schneller sind. Und bete stets für sie von ganzem Herzen, ….“ Ich bete, dass ich meinen Kindern und Hoffnungsträgern durch Gebet, Bibelstudium und Lebensgemeinschaft konsequent dienen und sie ermutigen darf, ihr Leben nicht für sich selbst, sondern für den Herrn einzusetzen, damit auch durch sie der Tag Christi vorbereitet und beschleunigt wird. Möge Gott vor allem D. helfen, zu Jesus zu kommen, wie er ist, sich an die Liebe und Gnade Jesu und Dienerschaft der Knechte Gottes zu erinnern und dafür dankbar zu sein. Gott schenke Noah in dieser Abi-Zeit den Glaubensieg, sodass er Gott durch sein Abitur verherrlichen und sein weitere Leben auch in die Hände Gottes legen darf, damit Gott ihn gebraucht, den Tag Christi zu beschleunigen und das Evangelium zu jungen Menschen, bin hin nach Istanbul zu verkündigen.

Gott segnet die Dienerschaft des Knechtes Gottes für die nächste Generation reichlich, sodass viele von ihnen als kostbare Mitarbeiter in dem Werk Gottes und darüber hinaus als globale geistliche Leiter über die Gemeindegrenzen hinaus gebraucht werden und das geistliche Erbe von UBF weitertragen. Auch ihre Zusammenarbeit, z.B. für die Medizinmission in Afrika, bei Teenstreet oder für die Internetmission oder beim Senfkornorchester, gebraucht Gott diese kostbar, um den Tag Gottes vorzubereiten und zu beschleunigen.

Prof. Dr. Werner Gitt ist auch ein Beschleuniger, um verirrte, ungläubige Seelen auf den Tag Gottes vorzubereiten. In zwei Wochen wird Prof. Gitt 80 Jahre alt. Aber er hat einen vollen Terminplan, um durch seine Vorträge Menschen vom Todeszug heraus und in den Lebenszug hinein zu rufen. Sein Beispiel und auch das von Prof. Beyerhaus, sowie zahlreichen Mitarbeitern in unserer Gemeinde ermutigen uns und fordern uns heraus, kein passives Glaubensleben zu führen, sondern aktiv zu sein, um den Tag Gottes, den Tag der herrlichen Wiederkunft Jesu, zu beschleunigen.

Die Lebensentscheidung zahlreicher UBF Missionare und Missionarinnen, ihr Leben auch im fortgeschrittenen Alter für die Pionierung der Hochschulen und Universitäten und insbesondere für das Zweierbibelstudium, für das JEW den für das Frühgebet hinzugeben ermutigt und fordert auch mich heraus, mein neues Leben in Christus und meine Hausgemeinde nicht passiv, sondern aktiv für das Erlösungswerk Gottes einzusetzen. Mit der Verheißung Gottes aus Hes 37,10 und Matth 28,18-20 darf ich aktiv Gottes lebengebende Wortes predigen, um angefangen an der Hochschule in St. Augustin und auch in Ostdeutschland, in Europa und sogar in der muslimischen Welt ein großes Heer von 10.000 ‚Bibellehrer aufzustellen und den herrlichen kommenden Tag Christi vorzubereiten und zu beschleunigen.

Ein Wort: Lebe aktiv als ein Bibellehrer; setze dein Leben und deine Hausgemeinde ein, dass der Tag Christi vorbereitet und beschleunigt wird.

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