Das Evangelium der Auferstehung

ERINNERT EUCH AN DAS EVANGELIUM

1.Korinther 15,1 – 11
Leitverse 15,3.4

„Denn als Erstes habe ich euch weitergegeben, was ich auch empfangen habe: Dass Christus gestorben ist für unsre Sünden nach der Schrift; und dass er begraben worden ist; und dass er auferstanden ist am dritten Tage nach der Schrift.“

Von dieser Woche an möchten wir die Osterbotschaft aus dem ersten Korintherbrief Kapitel 15 in drei Lektionen studieren. Wir möchten uns auf Ostern vorbereiten, indem wir uns an das Evangelium erinnern. Das Evangelium ist die frohe Botschaft von Jesu Kreuzestod und Auferstehung. Paulus erinnert uns an das Evangelium, weil es das grundlegende Problem der Menschen löst. Das Evangelium bedeutet die Errettung von der Macht der Sünde und des Todes. Möge Gott uns segnen, uns an das Evangelium zu erinnern und als seine lebendigen Zeugen zu leben.

1. Das Evangelium von Jesu Tod und Auferstehung (1-4)

Lesen wir die Verse 1 und 2: „Ich erinnere euch aber, liebe Brüder, an das Evangelium, das ich euch verkündigt habe, das ihr auch angenommen habt, in dem ihr auch fest steht, durch das ihr auch selig werdet, wenn ihr’s festhaltet in der Gestalt, in der ich es euch verkündigt habe; es sei denn, dass ihr umsonst gläubig geworden wärt.“ Die Mitglieder der Gemeinde von Korinth waren für Paulus seine lieben Brüder. Paulus hatte diese Gemeinde auf seiner zweiten Missionsreise gegründet. Dort hatte er die Hausgemeinde von Priska und Aquila getroffen und zusammen mit ihnen der Gemeinde in Korinth gedient. Aber nun hatte die Gemeinde verschiedene, teilweise sehr ernsthafte, sogar unfassbare Probleme: Spaltungen (Kapitel 2), geistliche Überheblichkeit (Kapitel 2-3), Richtgeist (Kapitel 4), Unzucht (Kapitel 5), Ehescheidung (Kapitel 7), theologische Streitereien (Kapitel 8) und vieles mehr zerstörten die Einheit und den geistlichen Einfluss der Gemeinde. In den Kapiteln 1-14 des ersten Korintherbriefes behandelte Paulus daher all diese Probleme mit dem Hirtenherzen. Am Ende seines Briefes kommt er schließlich auf das Evangelium zurück. Für Paulus war das Evangelium die Lösung für alle Probleme.

Sehen wir uns noch einmal Vers 1a an: „Ich erinnere euch aber, liebe Brüder, an das Evangelium…“ Paulus‘ dringendes Anliegen war es, seine lieben Brüder in Korinth an das Evangelium zu erinnern. Die Korinther hatten das Evangelium angenommen und dessen Veränderungskraft in ihrem Leben bereits erfahren. In dem Evangelium konnten sie alle Lebensprobleme gelöst bekommen. In dem Evangelium konnten sie auch alle Unterschiede und Schwierigkeiten überwinden und eine geistliche Lebensgemeinschaft bilden, die viele junge Menschen anzog und großen geistlichen Einfluss ausübte. Doch allmählich hatten sie das Evangelium vergessen. Es wurde nur noch ein Ritual ohne Inhalt so wie bei uns das Osterfest, das eher zu einer Zeit für Familientreffen verkommen ist. Aber ohne die Erinnerung des Evangeliums konnten die Korinther ihre verschiedenen Probleme nicht überwinden, obwohl sie sich bestimmt viel Mühe gaben.

Auch wir brauchen immer wieder die Erinnerung an das Evangelium. Es gibt immer verschiedene Probleme: Sündenprobleme, Probleme im Studium, bei der Kindererziehung oder im Berufsleben, Beziehungsprobleme, Gesundheitsprobleme, Heiratsprobleme usw. Auch unter den Christen gibt es oft viele Probleme, wie das Beispiel der Korinther zeigt. Für viele Probleme scheint es keine Lösung zu geben, die Lösung sogar aussichtslos und unmöglich zu sein. Aber Paulus verzweifelte nicht. Aus seiner Sicht besteht die grundlegende Lösung jedes Problems in der Erinnerung an das Evangelium. In dem Evangelium finden wir die Antwort auf unser ungelöstes Sündenproblem, die Kraft der Veränderung durch die Auferstehungsmacht Jesu von den Toten und das neue Lebensziel, nämlich als Zeugen der Auferstehung Jesu Christi in dieser Welt zu leben. Wir brauchen uns nicht von den verschiedenen Problemen überwältigen zu lassen, sondern dürfen uns an das Evangelium erinnern und im Evangelium ein überwindendes und Gott verherrlichendes Leben führen, so wie damals, als wir zuerst das Evangelium aufgenommen hatten.

Sehen wir uns Vers 2 an: „… durch das ihr auch selig werdet, wenn ihr’s festhaltet in der Gestalt, in der ich es euch verkündigt habe; es sei denn, dass ihr umsonst gläubig geworden wärt.“ Paulus ermahnte die Gläubigen, nicht nur das Evangelium einmal zu hören und dann wieder zu vergessen, sondern unter allen Umständen daran festzuhalten und darin fest zu stehen. Dann werden sie ein seliges Leben führen, indem sie die Macht des auferstandenen Christus in ihrem Leben erfahren. Wenn sie aber das Evangelium nicht festhalten, dann wäre ihr Glaube und ihr Glaubensleben umsonst. Ohne an dem Evangelium festzuhalten können wir nicht die Kraft Gottes in unserem Leben erfahren. Ohne uns an das Evangelium zu erinnern und daran festzuhalten können wir nicht anders leben als ungläubige Menschen. Was ist dann nun das Evangelium, an das wir uns erinnern und unter allen Umständen festhalten dürfen?

Sehen wir uns Vers 3 an: „Denn als erstes habe ich euch weitergegeben, was ich auch empfangen habe: Dass Christus gestorben ist für unsre Sünden nach der Schrift.“ Der erste Teil des Evangeliums ist die frohe Botschaft, dass Christus für unsre Sünden gestorben ist nach der Schrift.

Die Bibel sagt, dass das grundlegende Problem der Menschen weder ein Bedingungsproblem oder irgendein anderes menschliches Problem ist. Die Bibel sagt, dass das grundlegende Problem der Menschen das Sündenproblem ist und dass Christus durch seinen Tod dieses Problem vollkommen gelöst hat. Das Sündenproblem ist kein moralisches oder ethisches Problem. Die Sünde trennte die Liebesbeziehung zwischen Gott und den Menschen, sodass sie das Paradies verloren. Sünde ist Hochmut und Rebellion, ohne Gott leben zu wollen. Sie zerstört nicht nur das eigene Leben der Menschen, sondern auch das ihrer Familie und schließlich eine ganze Gesellschaft. Im Vergleich zu dem Sündenproblem sind alle anderen Probleme kleine Probleme.

Viele junge Menschen relativieren die Sünde, indem sie denken, dass Sünde nicht so schlimm wäre oder indem sie die Existenz der Sünde in Frage stellen. Dabei wissen sie oft nicht, dass sie von ihr gefangen und beherrscht werden. Die Sünde ist eine gewaltige und schreckliche Macht, die das Leben vieler hoffnungsvoller junger Menschen nutzlos und elend macht und völlig zerstört. Wir sehen in unserer Zeit so viele Menschen, die faul, süchtig, psychisch krank und depressiv sind und darin bleiben. Auch die äußerlich gut aussehenden Menschen, die keine Probleme zu haben scheinen, leiden wegen der Trennung von Gott und der Sinnlosigkeit des Lebens. Das Sündenproblem ist die Ursache für alle weiteren Probleme der Menschen. Ohne dass das Sündenproblem eines Menschen gelöst wird, können auch die anderen Probleme nicht grundlegend gelöst werden.

Aber das ist noch nicht alles. Römer 6,23 sagt, dass der Lohn der Sünde der Tod ist. Der Tod ist nicht etwas natürliches, sondern die Folge der Sünde. Doch auch der Tod ist keineswegs das Ende. In Hebräer 9,27 steht geschrieben: „Und wie den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht.“ Nach dem Tod kommt das Gericht für alle Menschen, die unter der Macht der Sünde sind. Nach dem Tod wartet auf alle Menschen, die sich unter der Macht der Sünde befinden, eine ewige Verdammnis, der Pfuhl, der mit Feuer und Schwefel brennt.

Alle Menschen sind Sünder. Römer 3,23 sagt: „Denn sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten.“ Alle Menschen mussten sich unter der Macht der Sünde bis in alle Ewigkeit unendlich quälen und schließlich die ewige Verdammnis empfangen, ohne sich selbst retten zu können. Aber unser Gott liebte diese Welt und löste unser Sündenproblem. Johannes 3,16 bezeugt: „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“ Gott liebte die Sünder so sehr, dass er seinen eigenen Sohn als ein Sühneopfer für die Sünden der Welt sterben ließ. Jesus ist der Sohn Gottes, der ohne Sünde war. Aber er starb am Kreuz, um unsere Sünden, die wir verursacht haben, stellvertretend auf sich zu nehmen. Er trug an unserer Stelle die ernsthafte Konsequenz der Sünde, die wir hätten tragen sollen. In Christus, der für unsere Sünde am Kreuz gestorben ist, bekommen alle, die an ihn glauben, Befreiung und Heilung von der Macht der Sünde. In Christus ist unser grundlegendes Sündenproblem gelöst, ein für alle Mal. Daher ist das Evangelium von Jesu Tod für unsere Sünden die frohe Botschaft für alle Menschen aller Zeiten.

Lasst uns in dieser Osterzeit mit unserem Sündenproblem zu Jesus kommen, indem wir uns an das Evangelium erinnern und daran festhalten, dass Christus für unsere Sünden gestorben ist.

Lesen wir Vers 4: „… und dass er begraben worden ist; und dass er auferstanden ist am dritten Tage nach der Schrift.“ Das Evangelium endet nicht mit dem Kreuzestod Jesu. Jesus starb nicht nur den stellvertretenden Opfertod. Jesus blieb nicht im Grab. Drei Tage nach seinem Kreuzestod stand Jesus wieder von den Toten auf, nach der Schrift. Welch eine unerhörte und wunderbare Botschaft ist das! Kein Mensch in der Geschichte konnte bisher die Macht des Todes besiegen. Alle Menschen, ob reich oder arm und noch so mächtig, mussten vor der unüberwindlichen Macht des Todes in Furcht und Angst niederknien. Vor der Macht des Todes wurden alle Errungenschaften der Menschen, egal ob selbstsüchtig oder wohltätig, bedeutungslos und sinnlos. Vor der Macht des Todes war das menschliche Leben nicht mehr als ein Unfall und ein Witz der Evolution. Vor der Macht des Todes konnte das Lebensmotto der Menschen nur lauten: „Lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot.“ (1.Korinther 15,32b). Aber Jesus kniete nicht vor der Macht des Todes nieder. Jesus ist von den Toten auferstanden! Jesus blieb nicht im Grab, sondern besiegte als erster die unüberwindliche Macht des Todes. Durch Jesu Auferstehung von den Toten am dritten Tage nach der Schrift wurde das Geheimnis offenbart, dass Gottes Auferstehungsmacht viel stärker als die Macht der Sünde und des Todes ist.

Da Jesus von den Toten auferstanden ist, brauchen wir nicht mehr das alte, von der Sünde und dem Tod beherrschte Leben in Hoffnungslosigkeit und Furcht zu führen. Durch Jesu Auferstehung von den Toten dürfen wir unter allen Umständen trotz vieler äußerer Probleme jederzeit ein siegreiches Leben mit der Macht der Auferstehung führen. Wir haben auch die Zuversicht auf die herrliche, lebendige Hoffnung auf das Reich Gottes, als eines unvergänglichen, unbefleckten und unverwelklichen Erbes, das für uns im Himmel aufbewahrt wird (1.Petrus 1,4). Durch diesen Auferstehungsglauben leben wir mit einer neuen Identität, nämlich als Kinder Gottes, als die königliche Priesterschaft, die Gottes Wohltaten in der ganzen Welt verkündigen (1.Petrus 2,9) und viele Söhne (und Töchter) zur Herrlichkeit führen (Hebräer 2,10).

Die Auferstehung Jesu gibt uns die Zuversicht, dass gemäß der Verheißung Gottes aus Hesekiel 37,10 durch das Werk der Bildung von 360 Zweierbibelstudiumteams 12 Jünger an jeder Universität und Fakultät aufgestellt werden und unter den jungen Menschen ein großes geistliches Heer für die geistliche Wiedererweckung erweckt werden wird. Lasst uns die frohe Botschaft des Evangeliums aktiv weitergeben und die jungen Menschen durch das Bibelstudium zum siegreichen Leben in dem Reich Gottes einladen.

2. Das siegreiche Leben durch das Evangelium (5-11)

Die Verse 3 und 4 wiederholen die Worte „nach der Schrift“, was zeigt, dass das Evangelium keine menschliche Erfindung ist, sondern die Erfüllung des langfristigen Erlösungsplanes Gottes, den Gott bereits kurz nach dem Sündenfall begann.

Lesen wir die Verse 5-7: „… und dass er gesehen worden ist von Kephas, danach von den Zwölfen. Danach ist er gesehen worden von mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen die meisten noch heute leben, einige aber sind entschlafen. Danach ist er gesehen worden von Jakobus, danach von allen Aposteln.“ Paulus erinnerte die Korinther hier auch an die lebendigen Zeugen des Evangeliums. Petrus, die zwölf Jünger, fünfhundert Brüder, Jakobus, alle Apostel und schließlich Paulus selbst waren die lebendigen Zeugen des Evangeliums. Das Evangelium ist mehr als bloße Lehre oder Philosophie. Das Evangelium ist die Kraft Gottes, die im Leben der Menschen, die das Evangelium annehmen und unter allen Umständen festhalten, wirkt. Nach der Begegnung mit dem auferstandenen Jesus führten alle Menschen, die das Evangelium von Jesu Tod und Auferstehung annahmen, ein verändertes Leben, das großartigen geistlichen Einfluss ausübte.

Apostel Petrus war der Spitzenjünger. Er baute sein Leben auf seine Leistung, seine eigene Treue und seinen Traum von einem messianischen Königreich auf der Erde. Doch als er im entscheidenden Moment voller Furcht und Selbstliebe Jesus vor einer kleinen Magd dreimal verleugnete, wurde er von der Macht der Sünde niedergeschlagen wie ein Boxer im Ring. Er verzweifelte an sich selbst und wollte sein Glaubensleben aufgeben und zu einem Leben als stinkender Fischer zurückkehren. Aber als er das Evangelium annahm, dass Jesus für seine Sünde der Furcht und Selbstliebe starb, konnte Petrus über seine begrenzte Liebe für Jesus und über sein falsches Lebensziel Buße tun. In dem auferstandenen Jesus wurde er von einem einfachen Fischer zum Hirten für die Schafe Jesu, zum mutigen Verkündiger des Evangeliums und zu Kephas, dem Fels der Gemeinde Gottes und zu einem der größten Leiter der Geschichte verändert. Die zwölf Jünger waren sehr fehlerhafte Menschen, die Jesus nach seiner Gefangennahme verließen. Auch die ersten Christen waren nur eine kleine, von den religiösen Oberen als Sekte diffamierte und stark verfolgte Minderheit in Jerusalem. Aber weil sie das Evangelium von Jesu Tod und Auferstehung im Herzen trugen, wurden sie als Zeugen Jesu in Jerusalem, in Judäa, in Samarien und bis an das Ende der Erde gebraucht. Durch diese Minderheit mit dem Evangelium breitete sich das Christentum trotz schwerer Verfolgung unaufhaltsam in der ganzen Welt aus, sodass der Kurs der Weltgeschichte verändert wurde.

Schließlich war auch Apostel Paulus ein Zeuge des Evangeliums. Lesen wir die Verse 8-10: „Zuletzt von allen ist er auch von mir als einer unzeitigen Geburt gesehen worden. Denn ich bin der geringste unter den Aposteln, der ich nicht wert bin, dass ich ein Apostel heiße, weil ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe. Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin. Und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe viel mehr gearbeitet als sie alle; nicht aber ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir ist.“ Paulus hasste die Christen und sein Lebensziel bestand darin, die Gemeinde zu zerstören. Der auferstandene Jesus aber begegnete Paulus in einem hellen Licht, als er auf dem Weg zu einer Christen-Razzia in Damaskus war. Der auferstandene Jesus verdammte ihn nicht, sondern zeigte ihm seine bedingungslose Liebe. Für die ersten Christen war Saulus der Teufel selbst. Aber die Macht des Evangeliums veränderte den ultraharten Christenhasser und Christenverfolger Saulus zum Apostel Paulus und zu dem auserwählten Werkzeug Gottes für die Heidenmission, den Gott für die Ausbreitung des Evangelium bis nach Europa gebrauchte. Er wurde ins Gefängnis geworfen, falsch angeschuldigt, verfolgt und gesteinigt. Er litt so viel. Er arbeitete viel mehr als sie alle, nicht aber er, sondern Gottes Gnade des Evangeliums, die mit ihm war.

Lesen wir Vers 11: „Es sei nun ich oder jene: so predigen wir und so habt ihr geglaubt.“ Dass Jesus uns von den Toten errettet hat, ist nicht das Ende, sondern der Beginn unseres neuen Lebens. Dieser Vers gibt uns die klare Orientierung, wie die Apostel und Paulus das Evangelium zu predigen. Wir dürfen das Evangelium durch unsere Predigt und durch ein siegreiches Leben im Evangelium klar weitergeben.

Ich bin in einer christlichen Familie aufgewachsen. Aber ich war unter der Macht der Sünde. Als Teenager fing ich an, die Frauen zu begehren. Ich verlor mein Interesse an dem Wort Gottes und konzentrierte mich nicht mehr in der Schule. So stürzte ich in der Schule ab. Durch die Gnade Gottes und die Hilfe der Leute Gottes durfte ich aber das Abitur schaffen. Nach meinem Abitur leistete ich den Zivildienst und fing an, das Geld anzubeten. Ich verbrachte jede freie Minute in der Spielhalle und vergeudete dort jedes Monatsgehalt. Ich versuchte, mit eigener Kraft mich von meinen falschen Anbetungsgegenständen abzuwenden. Aber weder verbesserte Bedingungen noch meine guten Taten konnten mein Sündenproblem der falschen Anbetung und Begierde lösen. Jesus aber besuchte mich und offenbarte mir seine vergebende Liebe durch sein Gebet am Kreuz: „Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun!“ (Lukas 23,34a). Wegen meiner falschen Anbetung und meiner Gnadenvergessenheit hatte ich die Gleichgültigkeit Gottes und schließlich die ewige Verdammnis verdient. Jesus aber hat all meine Rebellion und meine Begierde auf sich genommen und ist für meine Sünden am Kreuz gestorben. Ich danke meinem Herrn Jesus, der mich untreuen Sünder, so sehr geliebt und mein Sündenproblem gelöst hat. Der auferstandene Jesus hat mir die lebendige Hoffnung auf das Reich Gottes geschenkt, sodass ich in Gott meinen einzig wahren Anbetungsgegenstand gefunden habe. Er hat mir durch seine Gnade ein neues Leben als Zeugen der Auferstehung und den Glaubenssieg im Studium geschenkt. Nun darf ich gemäß Römer 12,1.2 meinen Leib als ein lebendiges, heiliges und Gott wohlgefälliges Opfer hingeben. Sein Wille für mich ist, dass ich gemäß Johannes 21,15 und Lukas 5,10b aus Liebe zu ihm seine Schafherde weide und mich als Menschenfischer in seiner Heilsgeschichte gebrauchen lasse. Meine Freunde Khanh und Benjamin kämpfen dafür, durch die Sicherheit und den Erfolg in der Welt ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Was sie wirklich brauchen, ist das Evangelium, das ihr Sündenproblem löst und ihnen die lebendige Hoffnung schenkt. Ich bin entschieden, ihnen und zahlreichen Studenten das Evangelium zu bezeugen, damit sie errettet werden und auch das Leben im Evangelium kennenlernen können.

Heute haben wir gelernt, dass das Evangelium die frohe Botschaft von Jesu Kreuzestod für unsere Sünden und seiner Auferstehung von den Toten ist. Inmitten vieler Probleme müssen wir uns zuerst an das Evangelium erinnern und daran unter allen Umständen festhalten. Jesus hat durch seinen Kreuzestod unser Sündenproblem ein für alle Mal gelöst, uns von der ewigen Verdammnis errettet und uns das neue Leben mit der Macht der Auferstehung geschenkt. In dem Evangelium werden alle Probleme der Menschen gelöst. Gott möge uns in dieser Osterzeit segnen, uns an das Evangelium zu erinnern und als seine lebendigen Zeugen des Evangeliums durch das Bilden von 360 Zweierbibelstudiumteams kostbar gebraucht zu werden.

Lesen wir die Leitverse 3 und 4: „Denn als Erstes habe ich euch weitergegeben, was ich auch empfangen habe: Dass Christus gestorben ist für unsre Sünden nach der Schrift; und dass er begraben worden ist; und dass er auferstanden ist am dritten Tage nach der Schrift.“

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