Paulus‘ Jüngererziehungswerk

Apostelgeschichte 19,1 – 40
Leitvers 19,9

„Als aber einige verstockt waren und nicht glaubten und vor der Menge übel redeten von der Lehre, trennte er sich von ihnen und sonderte auch die Jünger ab und redete täglich in der Schule des Tyrannus.“

In der vergangenen Woche haben wir Jesu Ermutigung für Paulus und für uns studiert, uns nicht zu fürchten, sondern zu reden und nicht zu schweigen, weil Gott schon ein großes Volk in unserer Stadt, an unserem Campus und auch in Europa hat. Auch wenn wir manchmal wie Paulus niedergeschlagen oder furchtsam sind, dürfen wir sehen, dass durch die Macht Gottes die toten Gebeine der jungen Menschen in Europa wieder lebendig werden und er sie als ein großes Heer Gottes für die Weltmission aufstellt.

Heute wollen wir das 19. Kapitel der Apostelgeschichte studieren. In Ephesus lernen wir das Jüngererziehungswerk durch das tiefgehende Bibelstudium, sowie den Geist und das Hirtenherz von Apostel Paulus kennen. Obwohl Paulus nur in der Schule des Tyrannus blieb und einigen Jüngern diente, bewirkte dies doch eine große Bußbewegung und das Wort des Herrn wurde in der ganzen Provinz Asien verbreitet. Gott möchte uns heute ermutigen, dem Jüngererziehungswerk durch das intensive Bibelstudium zu dienen und solch ein mächtiges Werk Gottes durch die Macht des Herrn zu erfahren.

1. Paulus redete täglich (1-10)

Auf seiner zweiten Missionsreise hatte Paulus die Stadt Ephesus bereits kurz besucht und dann Aquila und Priszilla als Pioniere dort zurückgelassen. Wie er sich vorgenommen hatte, kam er auf seiner dritten Missionsreise wieder dorthin. Ephesus war eine Hafenstadt in Kleinasien und damals die Hauptstadt der römischen Provinz Asia. Es war ein beliebter Ort, zu dem viele Reisende kamen, weil es dort den berühmten Artemistempel gab, der als einer der sieben Weltwunder gefeiert wurde. Hier wurde die Fruchtbarkeitsgöttin Artemis verehrt, bzw. Diana, wie sie die Römer nannten. So wurde Ephesus ein beliebtes Reiseziel für die Hochzeitsreise von vielen jungen Paaren. Für Paulus mag die strategische Lage als Hafenstadt am Schnittpunkt zwischen Asien und Europa und ihre Eigenschaft als Hauptstadt der Provinz Asien wichtiger gewesen sein.

Als Paulus dorthin kam, fand er bereits einige Jünger, die gläubig geworden waren. Diese kannten aber nur die Taufe des Johannes und hatten noch niemals etwas von dem Heiligen Geist gehört. Ihre Herzen waren durch die aufrichtige Buße bereits vorbereitet, aber sie hatten kein tiefes Bibelstudium gehabt und besaßen keine Heilsgewissheit. Vielleicht waren sie wie einige Christen heute, die sehr mit sich selbst und mit dem Kampf gegen ihre Sünde beschäftigt sind ohne die Freude des neuen Lebens zu erfahren. Paulus lud sie zuerst zum Bibelstudium ein und lehrte sie, dass Johannes der Täufer die Menschen zum Glauben an Jesus geführt hatte. Als sie von Jesus hörten, ließen sie sich auf den Namen Jesu taufen. Paulus legte die Hände auf sie und sie wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt, sodass sie sogar in Zungen redeten und weissagten. Als sie den Herrn Jesus aufnahmen, wurden sie vom harten Bußkampf befreit und voller Freude und Siegeszuversicht konnten sie von nun an von Jesus reden. Wahrscheinlich waren sie so fröhlich wie Joyce, die immer mit Freude zu dem Wort Gottes kommt.

Lesen wir Vers 8: „Er ging aber in die Synagoge und predigte frei und offen drei Monate lang, lehrte und überzeugte sie von dem Reich Gottes.“ Paulus ging zunächst in die Synagoge der Juden, wo er frei und offen drei Monate lang predigte und sie von dem Reich Gottes überzeugte. Das Reich Gottes ist dort, wo Gott regiert. Wenn Menschen die Königsherrschaft Jesu aufnehmen, dann kommt das Reich Gottes in ihr Herz, dann ist der Himmel ihre ewige Heimat. Aber diejenigen, die Jesus ablehnen, werden vom Teufel verführt. Paulus hatte ein brennendes Hirtenherz für sein eigenes Volk und gab sein Bestes, ihnen das Reich Gottes zu verkündigen und sie zu überzeugen. Doch sie waren nicht bereit, ihre niedrigen Hoffnungen in der Welt aufzugeben, um das Reich Gottes zu erben. Sie wussten, dass Paulus recht hatte, aber sie verstockten ihre Herzen und begannen vor der Menge übel von der Lehre zu reden.

Was tat Paulus in dieser Lage? Lesen wir den Vers 9 gemeinsam: „Als aber einige verstockt waren und nicht glaubten und vor der Menge übel redeten von der Lehre, trennte er sich von ihnen und sonderte auch die Jünger ab und redete täglich in der Schule des Tyrannus.“ Paulus entschied sich, eine klare Konsequenz zu ziehen. Er wollte nicht länger mit den Spöttern diskutieren, sondern die Jünger schützen und sie durch das Bibelstudium erziehen. So trennte er sich von der jüdischen Gemeinde und sonderte die Jünger ab und begann ein neues Werk in der Schule von Tyrannus. Wie wir aus anderen Quellen erfahren, war die Schule des Tyrannus eine Art Privatschule, in der normalerweise Philosophie oder Mathematik unterrichtet wurden. Aber Paulus nutzte die heiße Mittagszeit, wenn die anderen sich ausruhten, um in diesem Gebäude seine Bibelschule zu veranstalten. Man sagt, dass er jeden Mittag etwa vier Stunden lang mit seinen Schülern über die Bibel redete. Das griechische Wort lässt uns mehr an eine Diskussion als an eine Predigt denken. D. h. Paulus benutzte eine induktive Methode, durch die seine Schüler selber das Wort Gottes erforschen und ergreifen konnten. Wie wir in Kapitel 20 erfahren, half er darüber hinaus den Jüngern, indem er sie Tag und Nacht ermahnte. Er hatte also Lebensgemeinschaft und ein inniges Verhältnis zu ihnen, statt sie nur zu lehren.

Die Intensität seines Bibelstudiums können wir daran erkennen, dass er täglich redete. Es war keine einmalige Angelegenheit, keine Event wie eine schöne Konferenz, die unsere Gefühle puscht. Er setzte das Bibelstudium auf der täglichen Basis fort. Vielleicht haben sie zuerst über einen Bibeltext gesprochen und ihn tiefgehend betrachtet. Dann haben sie ihre persönlichen Stellungnahmen ausgetauscht. Vielleicht haben sie eine fröhliche Essengemeinschaft gehabt. Und schließlich hat Paulus sie mit ihrem persönlichen Gebetsanliegen zurechtgewiesen, gedroht und ermahnt. Er musste sie auch vor den verschiedenen falschen Lehren jener Zeit eindringlich gewarnt haben. In Apostelgeschichte 20,31 bezeugt er: „Darum seid wachsam und denkt daran, dass ich drei Jahre lang nicht abgelassen habe, einen jeden unter Tränen zu ermahnen.“ So half er ihnen Tag für Tag, nicht nur Gottes Wort zu kennen, sondern ihm in ihrem praktischen Leben zu gehorchen und so ein verändertes Leben in Jesus zu führen.

Unser Herr Jesus diente dem Jüngererziehungswerk, indem er mit einer Handvoll Jünger 3 ½ Jahre zusammenlebte und dem messianischen Werk diente. Er zeigte ihnen, wer er selber ist. Er gab ihnen sein Wort. Er half ihnen, seien Liebe zu erkennen und ihre Liebe zu Jesus bekennen. Er half ihnen auch, praktische Erfahrungen des Glaubens zu machen, sodass sie später als seine Apostel das Evangelium in der ganzen Welt verbreiten konnten. In gleicher Weise half Paulus den Jüngern in Ephesus durch die intensive Bibelstudiumsgemeinschaft, bis sie das Evangelium auch verkündigen konnten.

Was war nun die Frucht dieses intensiven Bibelstudiums? Vers 10 sagt: „Und das geschah zwei Jahre lang, sodass alle, die in der Provinz Asien wohnten, das Wort des Herrn hörten, Juden und Griechen.“ Auf den ersten Blick scheint das Bibelstudium mit einer Handvoll Jünger nicht effektiv zu sein. Aber wir erfahren hier, dass dadurch etwas Großartiges bewirkt wurde. Alle Menschen in der Provinz Asien hörten das Wort des Herrn. Viele seiner Jünger mussten also das Wort Gottes weitergegeben haben. Sie zogen von Ephesus aus und pionierten andere Städte, wie z. B. Kolossä – eine Stadt, die Paulus niemals selber besucht hat. Hier lernen wir das große Potential des Jüngererziehungswerkes durch das intensive Bibelstudium. Viele Christen schauen nur auf die Zahlen, wie viele Menschen etwa zum Gottesdienst kommen. Aber die Zahlen an sich sind nicht entscheidend, sondern ob Jünger Jesu aufgestellt werden, die tüchtig sind, auch andere zu lehren. Wo es das Jüngererziehungswerk gibt, da kann auch ein kleines Zweierbibelstudium große Kreise ziehen und wie in Ephesus eine ganze Provinz mit der Evangeliumsbotschaft verändern.
In Korea gibt es viele Mega-Kirchen mit großen Mitgliederzahlen. Das Jüngererziehungswerk durch UBF sah im Vergleich dazu sehr klein und unscheinbar aus. Aber wir sehen, dass Gott gerade durch dieses kleine Jüngererziehungswerk und das intensive Bibelstudium etwas Großartiges bewirkt hat. Durch dieses Zweierbibelstudium wurden entschlossene Jünger Jesu aufgestellt, die Gott nun als hingebungsvolle Bibellehrer und geistliche Leiter für sein Werk der Weltmission sogar in über 90 Ländern kostbar gebraucht. Das Zweierbibelstudium mit einem Hoffnungsträger ist sehr kostbar und es kann weite Kreise ziehen. Lasst uns auf der täglichen Basis den Studenten durch das intensive Bibelstudium helfen und so das mächtige Werk Gottes für die geistliche Wiedererweckung erfahren.

Paulus diente auf der täglichen Basis seinen Hoffnungsträgern. Er sammelte sie immer in der Mittagszeit und rede mit ihnen ausführlich und tiefgehend über das Wort Gottes. Paulus hat trotz seiner Arbeit als Zeltmacher täglich seine Priorität auf das intensive Bibelstudium gesetzt. Es war keine Leistung. Aus der Dankbarkeit für die Gnade Gottes war er bereit, täglich für das Jüngererziehungswerk zu ersterben. Wir erinnern uns auch an Martin Luther, der jeden Tag seine Mitarbeiter, Schüler und Gäste zur Gemeinschaft einlud und beim Mittagstisch mit ihnen redete. Diese Reden wurden mitgeschrieben und später als Luthers Tischreden bekannt. Missionar Peter war nicht damit zufrieden, dass einige Studenten zum Zweierbibelstudium kamen. Er öffnete sein Haus und lud sie zum Täglichen Brot und zur Lebensgemeinschaft ein. Er verleugnete sich selbst, um auf der täglichen Basis den Hoffnungsträgern mit dem Wort Gottes zu helfen und sie als geistliche Leiter aufzustellen. Das tägliche Bibelstudium erfordert Hingabe und Selbstverleugnung. Es ist sehr ermutigend zu sehen, wie einige Pionier-Hausgemeinden sich für ihre Hoffnungsträger auf der täglichen Basis einsetzen. Angefangen von dem Täglichen Brot können wir jeden Tag das Bibelstudium führen und so ein mächtiges Wirken Gottes unter den Studenten erfahren. Dann können wir erfahren, wie Gott unsere Fakultät verändert und sogar Europa zu einer Hirtennation für die Weltmission macht.

2. Ich muss auch Rom sehen (11-40)

Sehen wir uns Vers 11 an: „Und Gott wirkte nicht geringe Taten durch die Hände des Paulus.“ Beim Bibelstudium in der Schule des Tyrannus ging es nicht nur darum, Bibelkenntnisse zu vermitteln, sondern es beinhaltete ein mächtiges Veränderungswerk. Viele Menschen wurden durch die Macht des Herrn geheilt und verändert. Als sie glaubten, dass Jesus für ihre Sünde gestorben ist, wurden sie von allen Lasten der Schuld befreit. Als sie glaubten, dass er herrlich auferstanden ist, wurden ihre tiefen Wunden und Niederlagen geheilt und sie begannen ein neues, siegreiches Leben in Jesus. Es wurden sogar Heilungen berichtet, bei denen die Menschen die Taschentücher von Paulus benutzten. Dabei geht es nicht um mysteriöse Devotionalien, sondern um den Glauben auch der Jünger an die Macht Gottes, die durch Paulus so mächtig wirkte.

Sehen wir uns die Verse 13 bis 17 an. Hier wird von einer Begebenheit berichtet, bei der sieben Söhne eines jüdischen Hohenpriesters versuchten, die Macht Jesu für ihren eigenen Zweck auszunutzen. Sie betätigten sich als Geisterbeschwörer, allerdings mit mäßigem Erfolg. Als sie von der Macht des Namens Jesu erfuhren, wollten sie auch solche Macht wie Paulus besitzen. So versuchten sie einen bösen Geist auszutreiben, indem sie sagten: „Ich beschwöre euch bei dem Jesus, den Paulus predigt!“ Was geschah? Der böse Geist sagte: „Jesus kenne ich wohl und von Paulus weiß ich wohl; aber wer seid ihr?“ Der böse Geist erkannte sie nicht an und verprügelte sie so heftig, dass sie nackt und verwundet fliehen mussten. Diese Begebenheit zeigt, dass man Gott nicht die Ehre nehmen darf. Die Beschwörer wurden sehr beschämt, aber der Name des Herrn Jesus wurde durch diese Begebenheit noch mehr gelobt. Außerdem wurde Gottesfurcht in die Herzen der Menschen eingepflanzt.

In den Versen 18 bis 20 erfahren wir von einer mächtigen Bußbewegung als Folge des Bibelstudiums von Paulus. Viele von denen, die gläubig geworden waren, bekannten öffentlich, was sie getan hatten. Sie waren wie die samaritische Frau voller Dankbarkeit für die Gnade Gottes und steckten mit ihrer Begeisterung über Christus viele an. Es gab viele, die sich früher mit Zauberei beschäftigt hatten. Sie hatten für die Zauberei viel Mühe und Geld aufgewendet, um ihre inneren Probleme und ihre Furcht in den Griff zu bekommen und ihr eigenes Leben zu verbessern. Doch in der Tat nahmen diese bösen Zaubergeister sie gefangen, sodass sie von Furcht beherrscht wurden. Durch das Evangelium von Jesus wurden sie frei von der Furcht. Sie wussten nun, dass sie Kinder Gottes waren und hatten wahren Frieden. Wegen der Gnade Gottes zogen sie eine klare Konsequenz und verbrannten alle Zauberbücher, die sie früher gefangen genommen hatten. Der Wert dieser Zauberbücher war auf etwa 2 Millionen Euro geschätzt worden. Ihre Buße und konsequente Umkehr war ein klares Zeugnis des neuen Lebens in Jesus.

Auch in unserer Zeit gibt es nicht wenige, die sich durch Zauberei und Magie eine Verbesserung ihres Lebens versprechen. Sie denken, dass sie ihre innere Leere überwinden könnten, wenn sie solch eine Macht ausüben könnten. Sogar viele Kinder- und Jugendbücher sind voll von Hexen und Zauberern. Nicht wenige Menschen investieren viel für Yoga oder Bach-blüten. Aber in Jesus sind wir frei von der Zauberei und können es als wertlosen Plunder betrachten. Vers 20 sagt: „So breitete sich das Wort aus durch die Kraft des Herrn und wurde mächtig.“ Gottes Wort hat eine große Veränderungsmacht und bewirkte eine mächtige Veränderung in einem Menschen und in einer ganzen Provinz. Die Menschen wurden frei von der Zauberei. Nun gaben sie auch ihr Geld nicht mehr für nutzlose Dinge aus. Diese Macht des Herrn kann auch die geistlich toten Gebeine der Studenten wieder lebendig machen und sie als ein großes Heer Gottes für die Weltmission aufstellen und gebrauchen.

Was geschah, als Paulus mit ganzer Hingabe drei Jahre lang dem Jüngererziehungswerk in Ephesus diente? Wurde er erschöpft oder krank oder hatte er einen Burnout? Nein, im Gegenteil: er wurde mit der Vision für die Pionierung von Rom erfüllt. Sehen wir uns Vers 21 an: „Als das geschehen war, nahm sich Paulus im Geist vor, durch Mazedonien und Achaja zu ziehen und nach Jerusalem zu reisen und sprach: Wenn ich dort gewesen bin, muss ich auch Rom sehen.“ Als Paulus in Ephesus die Kraft des Herrn durch das Jüngererziehungswerk erfuhr, bekam er die Vision, dass er nach Rom gehen und auch dort das Evangelium predigen könnte. Damals war Rom die Hauptstadt der Welt. Aber Paulus glaubte, dass durch das Jüngererziehungswerk und intensive Bibelstudium auch Rom erobert werden könnte. Dadurch könnte über römische Straßen das Evangelium im ganzen Reich verbreitet werden.

So wie Jesus durch die Veränderung einer samaritischen Frau die Vision der reifen Felder gesehen hat, so sah Paulus durch die Veränderung einiger Jünger in Ephesus die Vision für die Weltmission sogar bis nach Rom. Gott wirkt zurzeit durch das Zweierbibelstudium im Herzen eines Doktoranden. Er kommt auch jeden Tag mit großer Begeisterung zum Bibelstudium, angefangen vom Frühgebet mit dem Täglichen Brot. Er hat auch selber angefangen das Wort Gottes weiterzugeben. Dies gibt uns die Zuversicht und Vision, dass die geistliche Wiedererweckung von Europa durch das intensive Bibelstudium möglich ist. Wir dürfen wie Paulus durch das Wirken Gottes die Vision Gottes sehen und mit dieser Zuversicht sowohl das Pionierungswerk an jeder Fakultät als auch die Europa- und Muslime-Mission herausfordern.

Wo es das mächtige Wirken Gottes gibt, schläft auch der Satan nicht. Sehen wir uns die Verse 23 bis 40 an. In Ephesus gab es einen Goldschmied namens Demetrius. Dieser Demetrius wurde sehr neidisch, weil er merkte, dass durch die Predigt von Paulus der Absatz an silbernen Tempeln der Diana deutlich zurückgegangen war. Nun musste er um seinen Profit fürchten und zettelte einen Aufruhr gegen Paulus an. Als sich viele versammelt hatten, sprach er ihren Stolz an. Sein Hauptargument war, dass der Tempel der Göttin Diana nicht mehr geachtet werden würde. Dieser riesige Tempel war das Hauptheiligtum in Ephesus und der Stolz der Stadt. Viele Pilger und Touristen kamen nach Ephesus wegen diesem Tempel. Demetrius‘ Rede reizte den Stolz der Epheser und sie schrien zwei Stunden lang ohne Unterbrechung: „Groß ist die Diana der Epheser.“ Nur mit viel Mühe und gutem Zureden konnte der Kanzler schließlich die aufgebrachte Menge beruhigen und die Versammlung beenden. Gott selbst beschützte seinen Knecht inmitten eines Tumultes, als er von einigen ihm wohlgesonnenen Leitern gewarnt wurde.

Heute haben wir das Wirken Gottes durch das intensive Bibelstudium und Jüngererziehung kennengelernt. Zwei Jahre lang redete Paulus täglich zu den Jüngern in der Schule des Tyrannus. Daraus kam eine große Bußbewegung und schließlich hörten alle in der Provinz Asien das Wort des Herrn. Das Wirken Gottes durch die Jüngererziehung gab Paulus die Vision, die Stadt Rom zu pionieren. Gott wirkt, wo wir uns für eine Seele durch das Zweierbibelstudium hingeben. Lasst uns durch das tägliche Bibelstudium dem Jüngererziehungswerk dienen, dass unsere Fakultät und Hochschule verändert und ganz Europa wiedererweckt werden kann.

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