Der Fürsprecher Mose

2.Mose 32,1- 34,35
Leitvers 32,31.32

„Als nun Mose wieder zu dem Herrn kam, sprach er: Ach, das Volk hat eine große Sünde getan, und sie haben sich einen Gott von Gold gemacht. Vergib ihnen doch ihre Sünde; wenn nicht, dann tilge mich aus deinem Buch, das du geschrieben hast.“

Im heutigen Text geht es um die Sünde des Götzendienstes des Volkes Israel und die Fürbitte von Mose für sein Volk. Bevor Mose auf den Berg Horeb stieg, hatte Gott seinem Volk die Zehn Gebote gegeben und ausdrücklich geboten: Du sollst keine anderen Götter haben neben mir! Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Aber die Israeliten machten sich ein goldenes Kalb und brachen so den Bund, den Gott initiativ in seiner Liebe, Treue und Geduld mit ihnen geschlossen hatte und zogen auf diese Weise seinen Zorn auf sich. Aber weil es einen guten Hirten und Fürsprecher Mose gab, der Verantwortung für sein Volk übernahm, gab Gott sein Volk nicht auf und stellte es wieder her. Gott gebe uns geistliche Einsicht für die Sünde des Götzendienstes. Lasst uns auch Moses Verantwortungsbewusstsein und Hirtenleben kennenlernen und als Hirten und Leiter wachsen, die den jungen Menschen dieser Generation helfen über den Götzendienst Buße zu tun und Gott anzubeten, so dass sie als Gottes heiliges und auserwähltes Volk und als königliche Priesterschaft wachsen.

1. Das goldene Kalb und Moses Fürbitte (32,1-35)

Mose war seit 40 Tagen und 40 Nächten auf dem Berge Sinai, wo er die herrliche Vision der Stiftshütte gesehen hatte und schließlich die beiden Tafeln des Gesetzes aus Stein empfing, die von dem Finger Gottes beschrieben waren. Sehen wir uns Vers 1 an: Als aber das Volk sah, dass Mose ausblieb und nicht wieder von dem Berge zurückkam, sammelte es sich gegen Aaron und sprach zu ihm: Auf mach uns einen Gott, der vor uns hergehe! Denn wir wissen nicht, was diesem Mann Mose widerfahren ist, der uns aus Ägyptenland geführt hat. Das Volk hatte mit eigenen Augen gesehen, wie Gott die Ägypter mit 10 Plagen geschlagen hatte und sie als Sieger aus Ägypten ausgezogen waren. Sie hatten erfahren, dass Gott in einer ausweglosen Situation das Rote Meer vor ihnen teilte und sie trockenen Fußes hindurch gingen. Gott hatte sie in der Wüste mit allem versorgt, was sie brauchten. Wie Kapitel 19,4 sagt, hatte Gott sie auf Adlerflügeln getragen. Nun war Mose 40 Tage und 40 Nächte lang nicht zurückgekommen. Als sie viel Zeit hatten und lange ohne Gottes Wort waren, kam ihre untrainierte sklavische Mentalität wieder stark zum Vorschein. Sie witterten ihre Chance ihre fleischlichen, sündigen Wünsche auszuleben und forderten Aaron daher auf, einen Götzen zu machen. Sie vergaßen Gottes Gnade und sprachen von Mose, als hätten sie nie eine Beziehung zu ihm gehabt.

Aaron, durch das Volk eingeschüchtert, konnte keine geistliche Ordnung aufrechterhalten. Er beging den fatalen Fehler nachzugeben, und nachdem er die Israeliten aufgefordert hatte, ihr Gold zu ihm zu bringen goss er daraus ein Kalb. Aaron mag vielleicht auch dadurch die Chance gesehen haben, endlich aus dem Schatten seines Bruders herauszutreten. Als er dann etwas Zustimmung vom Volk bekam machte er sogar noch mehr als er sollte, er baute einen Altar und ließ ein Fest des Herrn ausrufen. Er stieß so eine Teufelsspirale an, aus der er und das Volk Israel nicht mehr herauskommen konnten. Für diesen Götzen, für den sie sich nicht selbst verleugnen mussten und der alle ihre sündigen Wünsche akzeptieren und rechtfertigen würde, gaben die Israeliten gerne ihr Gold hin. Voller Vorfreude auf das hemmungslose Sündigen konnten sie früh aufstehen und opferten dann dem Kalb und standen auf ihre Lust zu treiben. Sie spiegeln die Situation vieler junger Menschen wider, die sich für Gott nicht gerne hingeben wollen und für ihn keine Zeit haben, aber wenn es um ihren Spaß und um das momentane Vergnügen geht, gerne bereit sind ihre Zeit und ihr Geld einzusetzen, auch dann, wenn es ihnen als Folge sogar Nachteile bringt. Durch diese Begebenheit erkennen wir die Wichtigkeit, durch das tägliche Bibelstudium an den Worten Gottes festzuhalten. Es ist traurig zu sehen, dass die Israeliten, weil sie nicht an Gottes Wort festhielten, die Beziehung zu Gott missachteten und sich gehen ließen, indem sie an Gott noch ärger sündigten als je zuvor. Anstatt sich an Gottes Worte zu halten, handelten sowohl Aaron als auch das Volk so, wie sie es in Ägypten gesehen und gelernt hatten. Wir lernen hier die ernsthafte Tatsache kennen, dass der Mensch ohne Gott seiner sklavischen Mentalität nicht entrinnen kann. Der Humanismus lehrt, dass der Mensch seine besten Seiten entfaltet, wenn er frei ist und nicht gezwungen wird. Aber der einzige Weg zu einem Menschen mit königlicher und edler Innerlichkeit zu wachsen ist die Disziplin im Wort Gottes, die mit dem Gehorsam gegenüber Gottes Wort beginnt. Menschen, die nicht mit Gottes Wort diszipliniert sind, drehen sich gemäß dem Zeitgeist und der vorherrschenden Meinung von anderen vergnügungssüchtigen Menschen wie ein Fähnchen im Wind. Aber diejenigen, die von jungem Alter an durch das Bibelstudium ihr Herz reinhalten und göttliches Disziplintraining bekommen, sind innerlich stark und können den Götzen dieser Zeit standhalten. Sie sind nicht von der Validierung anderer Menschen abhängig und führen die guten Werke Gottes verantwortungsvoll aus. Wie gesegnet ist es, dass wir die vergangene Young Leaders Konferenz haben konnten, auf der wir uns von klein auf mit dem Wort disziplinieren, unsere Beziehung zu Jesus vertiefen und die Vision für unser Leben festigen können! Gestern hörte ich eine wundervolle Botschaft von meinem Neffen Samuel Abraham, der durch sein Auslandsjahr durch das geistliche Training wirklich viel gewachsen und innerlich stark geworden ist. Lasst uns unser Herz vor dem Götzendienst schützen, indem wir durch tägliche Buße, Tägliches Brot und Bibelstudium unser Herz für Gott reinhalten und zu geistlich starken Menschen wachsen.

Sehen wir uns Vers 7 an: Der Herr sprach aber zu Mose: Geh, steig hinab, denn dein Volk, das du aus Ägyptenland geführt hast, hat schändlich gehandelt. Die Gemeinschaft mit Gott auf dem Horeb nahm ein dramatisches Ende. Als Gott das Treiben des Volkes sah, schmerzte es ihn so sehr, so dass er es nicht mehr als sein Volk nennen konnte. Alles, was Gott mit Mose in den letzten 40 Tagen besprochen hatte, war auf einmal in Frage gestellt. Gott bezeichnete Israel als halsstarrig und sogar als schändlich. Vers 10 sagt: Und nun lass mich, dass mein Zorn über sie entbrenne und sie vertilge; dafür will ich dich zum großen Volk machen. Gott war so zornig, dass er zwar Mose zum großen Volk machen wollte, aber Israel wollte er vertilgen. Es war ein kritischer Moment bzgl. des Schicksals des Volkes Israel. Nun war Mose entscheidend.

Auch Mose musste in dieser Situation fassungslos gewesen sein. Immer wieder hatte er wegen den Israeliten Schwierigkeiten erfahren müssen und vielleicht war jetzt die Grenze erreicht und der Punkt gekommen, an dem Gott tatsächlich einfach mit ihm neu beginnen sollte. Aber wie handelte Mose? Mose entschied sich seine Selbstgerechtigkeit aufzugeben und bis zum Ende Verantwortung für das Volk zu übernehmen, auch wenn es nicht sein Fehler war. Sogar flehte er vor Gott für sein Volk um Vergebung. Dies tat er mit klarer Strategie. Er erinnerte Gott, dass es sein Volk war und er selbst die Israeliten mit seiner mächtigen Hand aus Ägypten geführt hatte. Er argumentierte, dass es für die Ehre Gottes und für die Hoffnung Gottes sehr wichtig war, dass Gottes Errettungsplan für sein Volk Israel funktionierte. Sein Gebet war nicht gefühlsmäßig, sondern basierte aufgrund des Wortes Gottes der Verheißung Gottes an Abraham, Isaak und Jakob. Lesen wir Vers 14: Da gereute den Herrn das Unheil, das er seinem Volk zugedacht hatte. Es gibt im Leben eines Hirten oft wegen der Hoffnungsträger kritische Momente, in der sie in Gefahr sind Gottes Gnade zu verlieren. Aber es ist entscheidend, dass ein Hirte sich über die sichtbare Situation hinaus an Gottes Verheißung erinnert und Gottes Herz durch sein Gebet aufgrund der Verheißung bewegt. Dann können unsere Hoffnungsträger errettet werden und als Gottes heiliges Volk wachsen.

Lesen wir Verse 19– 21. Als Mose aber nahe zum Lager kam und das Kalb und das Tanzen sah, entbrannte sein Zorn und er warf die Tafeln aus der Hand und zerbrach sie unten am Berge und nahm das Kalb, das sie gemacht hatten, und ließ es im Feuer zerschmelzen und zermalmte es zu Pulver und streute es aufs Wasser und gab´s den Israeliten zu trinken. Mose behandelte die schreckliche Sünde des Götzendienstes ganz klar. Im ersten Schritt nahm er den falschen Gegenstand der Anbetung und zerstörte ihn restlos. Ihm war weder das Gold zu schade noch scheute er sich davor die Israeliten ihre bitteren Folgen der Sünde schmecken zu lassen. Im zweiten Schritt ermahnte er seinen Bruder wegen seiner Verantwortungslosigkeit. Was hat dir das Volk getan, dass du eine so große Sünde über sie gebracht hast? Aaron wollte traurigerweise überhaupt keine Verantwortung tragen: Mein Herr lasse sein Zorn nicht entbrennen. Du weißt, dass dies Volk böse ist. Als Aaron keine Verantwortung trug, sollten die Leviten ihr Schwert um ihre Lenden gürten und im Lager ihren Bruder, Freund und Nächsten erschlagen, die nicht dem Herrn angehörten. Es fielen 3000 Mann an diesem Tag. Es war wie eine schmerzhafte und notwendige Operation eines bösartigen Tumors. Die Leviten überwanden ihre menschlichen Gedanken und standen im entscheidenden Moment auf Gottes Seite. Wir lernen hier, dass Mose nicht leichtsinnig oder humanistisch mit der Sünde umging. Er erstickte die Sünde im Keim und behandelte sie kompromisslos und rigoros. Insbesondere die Sünde des Götzendienstes muss ganz klar behandelt werden. Wenn Computer, Handy, unsere Faulheit oder andere Menschen Götzen in unserem Leben werden, dann sollen wir sie restlos entfernen, anstatt die Folgen der Sünde tragen zu müssen.

Im Kontrast zu Moses klarer Haltung sehen wir, dass die Kompromissbereitschaft eines Menschen Aaron ein ganzes Volk ins Verderben führen kann. In der Bibel wird nicht viel darüber gesagt, inwieweit sich das Volk gegen Aaron wandte, bevor er ihnen das Kalb machte. Er hätte trotz alledem bis zum Ende dagegenhalten sollen, anstatt dessen ging er als derjenige in die Geschichte ein, der Israel in den Götzendienst führte. Er folgte dem einfachen Weg. Es ist immer einfacher den Weg zu gehen, bei dem wir die Anerkennung der Menschen oder sogar unserer Kinder nicht verlieren. Aber die Kompromissbereitschaft eines Leiters kann verheerende Konsequenzen haben. Die Bibel nimmt zu solchem schlechten Einfluss in Markus 9,42 sehr klar Stellung: Und wer einen dieser Kleinen, die an mich glauben, zum Abfall verführt, für den wäre es besser, dass ihm ein Mühlstein an den Hals gehängt und er ins Meer geworfen würde. Als Leiter haben wir eine große Aufgabe und Verantwortung und müssen mit geistlicher Einsicht und Kompromisslosigkeit handeln. Dank sei Gott, dass er uns in diesem Sommer durch das Global Leadership Empowerment Forum erlaubt biblische Leiterschaft zu lernen. Lasst uns Leiter mit Rückgrat und Einsicht wie Mose sein, die keinen Kompromiss mit dem Humanismus und dem Zeitgeist eingehen und die zukünftigen globalen geistlichen Leiter aufgrund Gottes Wahrheit ausbilden und ermächtigen.

Sehen wir uns die Verse 30-35 an. Mose sah menschlich betrachtet wie ein blutrünstiger und erbarmungsloser Racheengel aus. Aber wie war sein wahres Herz? Mose gab sein Volk nicht auf. Er wollte noch einmal zu Gott aufsteigen und für die Israeliten Sühne erwirken. Lesen wir dazu Verse 30-32 gemeinsam. Am nächsten Morgen sprach Mose zum Volk: Ihr habt eine große Sünde getan; nun will ich hinaufsteigen zu dem Herrn, ob ich vielleicht Vergebung erwirken kann für eure Sünde. Als nun Mose wieder zu dem Herrn kam, sprach er: Ach, das Volk hat eine große Sünde getan, und sie haben sich einen Gott von Gold gemacht. Vergib ihnen doch ihre Sünde; wenn nicht, dann tilge mich aus deinem Buch, das du geschrieben hast. Wenn wir diese Verse lesen, dann können wir wirklich Moses Hirtenherz für sein Volk kennen lernen. Während er in seiner ersten Fürbitte in den Versen 11-14 bei Gott um Vergebung für sein Volk appelliert hatte, ging er hier noch ein Schritt weiter. Er sagte, dass wenn Gott ihnen nicht vergeben würde, er lieber aus dem Buch Gottes getilgt werden wollte. Mose war kein Mietling, der seine Hoffnungsträger je nach der Situation aufgab, sondern er kümmerte sich bis zum Ende auch in einer hoffnungslosen Lage um seine mangelhaften Schafe und stellte sogar sein eigenes Leben für sie zur Verfügung. Er erinnert uns hier in vieler Hinsicht an Jesus, der in Johannes 10,11 sagt: Ich bin der gute Hirte, der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe. Weil die Israeliten in Mose solch einen Fürsprecher hatten, konnte das Herz Gottes bewegt und Vergebung und Wiederherstellung für das Volk Israel erwirkt werden.

Gott hasst die Sünde, insbesondere den Götzendienst. Aber er liebt die in Sünde verlorenen Menschen. Es ist sein Herzenswunsch, dass wir sein Herz verstehen und flehentliche Fürbitte für ihre Errettung einlegen. Nicht begrenzte Fürbitte, wie wir sie in der Welt bekommen, sondern Fürbitte wie die von Mose, in der wir unsere eigene Seligkeit hingeben können. Da wo es solch einen Fürsprecher gibt, freut sich Gott und gibt seine Hoffnung und Verheißung nicht auf. Jesus selbst war ein Fürsprecher für uns, weil er sogar sein Leben hingab, damit wir Freiheit von der Sünde und das ewige Leben haben. Wir dürfen für unsere Hoffnungsträger solche Fürsprecher sein, indem wir sie nicht wegen kleinen Schwierigkeiten fallen lassen, sondern uns für sie bis zum Ende hingeben und Zweierbibelstudium führen, bis sie Lebensveränderung erfahren. Wir dürfen Fürsprecher für unsere Kinder sein, indem wir für sie treu beten, dass sie Jesus Weg gehen und als geistliche Leiter für diese Generation leben. Gott freut sich über das Fürbittegebet von H. Jochen und M. Priska für die Studenten an der RheinSieg Hochschule und ihre Kinder und wird sie als Leiter für die Stützpunkte in den muslimischen Ländern und Nordkorea gebrauchen.

M. Peter hätte als einer der ersten Promovierten in UBF die Ehre genießen und weiter seine Karriere ausbauen können. Aber er wollte viel lieber sein Leben vollzeitig dafür einsetzen, dass die jungen deutschen Menschen aus ihrem Götzendienst und Beziehungslosigkeit mit Gott herauskamen, und entschied sich einen Tag nach dem er den Doktortitel erhalten hatte seine Karriere zu beenden um vollzeitig dem Werk Gottes zu dienen. Unter Einsatz seines Lebens und lebenshingebender Fürbitte konnten viele deutsche Studenten zur Errettung in Jesus finden und als einflussreiche Hirten aufgestellt werden. Er diente auch der neuen Generation mit flehentlicher Fürbitte und unter Aufgabe seines eigenen Lebens. Eine junge Frau war als ein Problemfall abgestempelt und nach Deutschland geschickt worden. Als der Knecht Gottes für sie zu Gott bete und ihr auf Leben und Tod diente, konnte sie als Glaubensmutter wiederhergestellt werden und sogar wider Erwarten von vielen ein Musikstudium als Jahrgangsbeste abschließen. Seit letztem Jahr dient er auch durch das Global Leadership Empowerment Forum mit der Hoffnung Gottes der nächsten Generation. Er verurteilte die Nächste Generation nicht, dass sie mit falschen Lebenszielen leben würden, sondern wurde ihr Fürsprecher bei Gott, indem er ihnen vielmehr klar als eine Sache von Leben und Tod half, aufgrund der Bibel über den Götzendienst Buße zu tun und ihr Leben Gott zu weihen. Als Frucht konnten ein junger Mann, der durch seine Begierde und Spielsucht gelähmt war eine perfektionistische junge Frau, die sich nach der Bestätigung anderer sehnte Gottes Hoffnung für sich erkennen und annehmen und unter dem Segen und Hingabe von vielen Mitarbeitern auf der ganzen Welt eine gesegnete Glaubensfamilie gründen. In meiner Studienzeit wurde ich von dem Götzen der Karriere verführt und hielt sie wichtiger als für Gott. Ich hielt meine Bedingungen für den Grund meiner inneren Unzufriedenheit und machte Gott dadurch sehr traurig, indem ich mich von ihm entfernte. Trotz meiner langen Ignoranz und Stolz traten meine Eltern für mich treu im Gebet vor Gott, indem sie mich nicht schnell aufgaben oder mich der Welt überließen, sondern auf Leben und Tod für mich beteten: Ach, er hat eine große Sünde getan, und er hat sich einen Gott von Gold gemacht. Vergib seine Sünde; wenn nicht, dann tilge uns aus deinem Buch, das du geschrieben hast.“ Ihr Fürbittegebet bewirkte Gottes Werk, denn letztlich durfte ich durch ihr treues Bibelstudium durch Matthäus 6,33 doch Gottes Willen für mich annehmen und Buße tun und mich entscheiden für Gott mein Leben hinzugeben. Dort wo es einen Fürsprecher gibt, der im Anbetracht der Sünde nicht aufgibt auf Leben und Tod Fürbitte einzulegen, gibt es Wiedererweckung und Lebensveränderung. Obwohl ich als Arzt jahrelanges professionelles Training hatte Fürsprecher zu sein, war ich häufig schnell genervt und ungeduldig, wenn es um die Dienerschaft für andere ging. Bis zu einem bestimmten Punkt ging es gut, aber mit hingebungsvollem Gebet und auf Kosten meines Lebens kam ich schnell an meine Grenze. Ich tue Buße und möchte mit flehentlichem Fürbittegebet auf Kosten meines eigenen Lebens für meine Hoffnungsträger, die Medizinstudenten und die Nächste Generation vor Gott treten. Dann bin ich mir sicher, dass Gottes Herz bewegt wird, so dass ich Gottes Wirken in ihnen sehen und ferner dafür beten kann, dass 3 Stützpunkte in der muslimischen Welt zur Verkündigung von Gottes Namen aufgerichtet werden.

Wenn wir Verse 33-36 betrachten, dann sehen wir, dass Gott Israel nicht sofort vernichten wollte. Er wollte sie in das verheißene Land führen, aber er wollte ihre Sünde heimsuchen, wenn die Zeit kam. Mose konnte Vergebung für Israel erwirken, aber das Volk musste die Konsequenzen ihrer Sünde tragen. Gott liebt die Sünder, aber wir müssen wissen, dass Sünde nie folgenlos bleibt.

2. Der Gott der Gnade und des Erbarmens (33,1-34,35)

Sehen wir uns Kapitel 33 Verse 1-3 an: Der Herr sprach zu Mose: Geh, zieh von dannen, du und das Volk, das du aus Ägyptenland geführt hast, in das Land, von dem ich Abraham, Isaak und Jakob geschworen habe: Deinen Nachkommen will ich´s geben. Und ich will vor dir her senden einen Engel und ausstoßen die Kanaaniter, Amoriter, Hetiter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter und will dich bringen in das Land, darin Milch und Honig fließt. Ich selbst will nicht mit dir hinaufziehen, denn du bist ein halsstarriges Volk; ich würde dich unterwegs vertilgen. Gott hatte nach der Sünde des Götzendienstes der Israeliten seinem Volk vergeben. Aber in diesen Versen sagte er ihnen unterm Strich, dass er ihnen, wie verheißen, all seinen Segen geben wollte, aber er selbst wollte nicht mehr ihr Gott sein. Es war wie als würde ein Vater zu seinem Kind sagen, dass es sein Geld so viel benutzen könnte, wie es wolle, aber er wollte nichts mehr mit ihm zu tun haben. Das war eine harte Rede und gemäß Vers 4 trug das Volk Israel deswegen leid. Sie erkannten jetzt, dass auch der größte Segen ohne Beziehung zu Gott überhaupt nichts wert war. Sie legten aus Reue ihren Schmuck ab, und trauerten.

Mose schlug außerhalb von dem Lager ein Zelt auf, das er Stiftshütte nannte. Hier konnte jeder, der den Herrn befragen wollte, hingehen. Wenn Mose zur Stiftshütte ging, dann ließ sich die Wolkensäule hernieder und stand in der Tür. Diese Stiftshütte war wirklich ein Zeichen der Liebe Gottes. Die Israeliten hatten gerade die Beziehung, die Gott zu ihnen angeknüpft hatte, gering geachtet und mit Füßen getreten. Er hätte sie verlassen sollen. Aber trotzdem schuf er aus seiner Liebe durch die Stiftshütte eine Möglichkeit mit ihnen zu sein und mit ihnen Gemeinschaft zu haben und offenbarte seine Anwesenheit unter ihnen. Er ist wirklich ein Gott der Gnade. Aber Gott ist auch heilig, darum konnte er jetzt nicht mitten unter ihnen wohnen, darum wurde die Stiftshütte draußen fern vom Lager aufgeschlagen.

Lesen wir Vers 11: Der Herr aber redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freunde redet. Dann kehrte er zum Lager zurück; aber sein Diener und Jünger Josua, der Sohn Nuns, wich nicht aus der Stiftshütte. Mose hatte wirklich eine tiefe und besondere Beziehung zu Gott. Er war ein Freund Gottes, weil er den Willen Gottes kannte und weil er gerade Gottes Herz verstand, dass Gott sich über seine Fürbitte für das versündigte Volk Israel freute. Gemäß den Versen 15 und 16 wollte Mose in dieser Freundschaftsbeziehung Gottes Anwesenheit mit und Beziehung zu seinem Volk unbedingt wiederhergestellt wissen. Aber als innigsten Wunsch wollte Mose die Herrlichkeit Gottes sehen. Er wollte Gott immer tiefer erkennen und auch er brauchte geistliche Ermutigung dem schwierigen Volk Israel weiter zu dienen. Gott wollte ihm auch diesen Wunsch erfüllen, und offenbarte dabei Mose noch mal wer er war in den Versen 19 und 20: Und er sprach: ich will vor deinem Angesicht all meine Güte vorübergehen lassen und will vor dir kundtun den Namen des Herrn: Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig, und wessen ich mich erbarme, dessen erbarme ich mich. Gott offenbarte hier erneut, dass er demjenigen Gnade schenkt, der in wahrer Buße zu ihm kam. Dies galt für das Volk Israel, dies gilt auch für uns. Wir haben durch unsere Sünde und Untreue unzählige Male den Bund zu Gott gebrochen und müssen verdammt werden. Aber wenn wir Buße tun, will uns der allmächtige Gott wieder in unserer Identität als eine königliche Priesterschaft und ein heiliges Volk wiederherstellen. Als Leiter dürfen wir wie Mose uns bemühen eine besondere Beziehung zu Gott zu haben, indem wir seinem Willen und Verheißungswort gehorchen und für die Rettung anderer flehentliche Fürbitte einlegen.

Gottes Gnade und Erbarmen für das Volk Israel drückt sich insbesondere in Kapitel 34 aus. Mose sollte sich zwei steinernen Tafeln zuhauen und wieder auf den Berg Sinai steigen um Gott zu begegnen. Lesen wir zusammen Vers 10: Und der Herr sprach: Siehe, ich will einen Bund schließen: Vor deinem ganzen Volk will ich Wunder tun, wie sie nicht geschehen sind in allen Landen und unter allen Völkern, und das ganze Volk, in dessen Mitte du bist, soll des Herrn Werk sehen; denn wunderbar wird sein, was ich an dir tun werde. Wie unglaublich und wunderbar ist es, dass Gott, der zuvor das Volk Israel vertilgen wollte, seinem Volk vergeben hatte. Obwohl sich Israel von Gott abgewandt und sich gegenüber ihm versündigt hatte, wandte er sich ihm wieder zu und wollte sogar wunderbare Dinge an ihnen tun. Vor allem erneuerte er aus seiner Gnade und Erbarmen seine Verheißung und seinen Bund mit ihnen und stellte sie wieder als sein Volk auf. Gott gab ihnen auch erneut ganz klare Pflichten, die sie zu erfüllen hatten. Vor allem sollten sie sich vor dem Götzendienst hüten, indem sie im verheißenen Land keinen Bund mit den Bewohnern eingingen und ihre Altäre und Steinmale völlig umstießen. Sie sollten nicht mit den Bewohnern des Landes heiraten. Das Fest der Ungesäuerten Brote, das Wochenfest und das Fest der Lese sollten sie absolut halten. Vor allem sollte alle Erstgeburt und die ersten Früchte Gott geweiht und der Sonntag absolut geheiligt werden. Diese Pflichten dienten dazu, dass das Sklavenvolk Israel lernte Gott als ihren Gott zu ehren und in den Heiligungsprozess als Volk Gottes und königliche Priesterschaft einzutreten. Nach vierzig Tagen und vierzig Nächten stieg Mose mit den Gesetzestafeln wieder herab. Und er gebot Israel alles, was der Herr mit ihm geredet hatte auf dem Berge Sinai.

Durch den heutigen Text lernen wir, dass Götzendienst eine absolut ernsthafte Sünde ist, deren Konsequenz die Trennung von Gott und der Zorn Gottes ist. Wir lernen auch, dass wenn die Knechte Gottes Verantwortung mit Schmerzen und Leiden und Lebenshingabe tragen und für ihre Hoffnungsträger fürsprechen Gottes Herz bewegt wird, so dass er Zeit und Raum zur Buße gibt und seine Hoffnung und Verheißung für sein Volk nicht aufgibt. Möge Gott uns als Hirten und verantwortliche Leiter für diese Generation gebrauchen. Möge Gott unser flehentliches Gebet und Lebenshingabe für die jungen Menschen und nächste Generation durch das 10.000-malige ZBS und das Global Leadership Empowerment-Forum in diesem Sommer segnen, so dass Deutschland als priesterliche Nation wiederhergestellt wird und 3 Stützpunkte in Istanbul, Kairo und Dubai errichtet werden können.

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