Der Herr mein Feldzeichen

2.Mose 17,1 – 18,27
Leitvers 17,15

„Und Mose baute einen Altar und nannte ihn: Der Herr mein Feldzeichen.“

Dank sei Gott für das Studium des Buches Exodus. Wir danken Gott, dass er uns lehrt, dass er selbst unser Feldzeichen ist, dass er mit uns im geistlichen Kampf kämpft und uns den Sieg gibt. Wir danken Gott für den Glaubenskampf von dem Knecht Gottes Missionar Peter und von vielen Glaubensvorgängern, den Zeitgeist des Humanismus und des Relativismus zu überwinden und den Gehorsam des Glaubens in den Herzen der intellektuellen Studenten aufzurichten, sodass Deutschland geistlich wiedererweckt und noch einmal als eine Hirtennation für die Weltmission gebraucht werden kann. Wir stehen nicht allein in diesem geistlichen Kampf, sondern Gott kämpft mit uns und viele Knechte Gottes beten mit. Gott möge uns helfen, unseren Kampfgeist zu erneuern, sodass wir bezeugen können, dass der Herr unser Feldzeichen ist.

1. Israel in Massa und Meriba (17,1-7)

Lesen wir Vers 1: „Und die ganze Gemeinde der Israeliten zog aus der Wüste Sin weiter ihre Tagesreisen, wie ihnen der Herr befahl, und sie lagerten sich in Refidim. Da hatte das Volk kein Wasser zu trinken.“ In der Wüste Sin hatten die Israeliten die wunderbare Fürsorge Gottes erfahren, der sie mit Manna vom Himmel speiste. Als sie nichts zu essen hatten, gab Gott ihnen das Himmelsbrot, welches sie jeden Morgen um das Lager her auflesen konnten. Diese Fürsorge Gottes hielt noch immer an, denn in der Tat gab Gott ihnen das Manna, bis sie den Jordan überschritten und in dem verheißenen Land angekommen waren. Mit anderen Worten erfuhren sie jeden Tag die wunderbare fürsorgliche Liebe Gottes und konnten Gott einen Lobgesang singen.

Nun zogen sie ihre Tagesreisen weiter, indem sie der Führung Gottes gehorchten, der mit der Wolken- und Feuersäule vor ihnen her zog, der ihren Weg bestimmte und ihnen die besten Lagerplätze zeigte, wo sie bleiben konnten. Gemäß Numeri 33 ging es zunächst nach Dofka, dann nach Alusch und schließlich nach Refidim. In Refidim nun trafen die Isareliten auf ein ernsthaftes Wasserproblem. Wenn man in der Wüste nichts zu trinken hat, dann ist dies ein sehr ernsthaftes existenzielles Problem. Durst ist viel schlimmer als Hunger. Hunger kann man einige Tage aushalten, aber wenn man kein Wasser hat, muss man sterben. Es war die Zeit für die Israeliten, in der sie auf Gott vertrauen und seine wunderbare Fürsorge erfahren sollten. Sie konnten gespannt sein, wie Gott diesmal ihr existentielles Problem lösen würde. Sie durften lernen, nicht nur um das tägliche Brot, sondern auch um das tägliche Wasser zu beten.

Doch als sie diese existentielle Notlage erfuhren, begannen sie zu hadern und zu murren. Sehen wir uns Vers 2 an: „Und sie haderten mit Mose und sprachen: Gib uns Wasser, dass wir trinken. Mose sprach zu ihnen: Was hadert ihr mit mir? Warum versucht ihr den Herrn?“ Mose war ihr Leiter und Gottes Knecht. Nun gaben sie ihm die Schuld an ihrer Notlage und klagten ihn an. Doch Mose tadelte sie, warum sie gegen ihn haderten. Es war eine Versuchung des Herrn. Das heißt, dass sie kein Vertrauen mehr auf Gott besaßen. Sie sollten sich eigentlich an Gottes Wirken erinnern und auf ihn vertrauen und mit geistlicher Einsicht kämpfen. Stattdessen aber kamen alle Arten von Zweifel und Unglauben in ihnen hoch. Vers 3 berichtet: „Als aber dort das Volk nach Wasser dürstete, murrten sie wider Mose und sprachen: Warum hast du uns aus Ägypten ziehen lassen, dass du uns, unsere Kinder und unser Vieh vor Durst sterben lässt?“ Sie murrten laut gegen Mose, indem sie auf ihren leeren Wasserkanistern trommelten. Wegen einem Anliegen stellten sie alle Errettungsgnade Gottes in Frage und wollten wieder nach Ägypten zurückgehen und als Sklaven lebten. Sie behaupteten auch, dass Mose sehr grausam und unmenschlich wäre, weil ihre Kinder durstig waren. Als einer anfing, begannen auch alle anderen zu Murren und es breitete sich ein Geist der Unzufriedenheit und der Rebellion unter den Israeliten aus. Der Vers 7 sagt, dass sie sogar den Herrn versuchten und fragten, ob Gott wohl unter ihnen wäre oder nicht. Das war die Frage eines Ungläubigen. Aber wenn man Gottes Wirken bereits mehrfach erfahren hat, dann ist es eine ernsthafte Rebellion gegen Gott. Psalm 95,8.9 sagt sehr ernsthaft: „Verstocket euer Herz nicht, wie zu Meriba geschah, wie zu Massa in der Wüste, wo mich eure Väter versuchten und prüften und hatten doch mein Werk gesehen.“ Auch wenn sie schon viele Beweise der Gegenwart Gottes erfahren hatten, versuchten sie immer wieder Gott mit Zweifel. Es war eine Tat, die Gott sehr zornig machte.

Wahrscheinlich hatten die Israeliten nicht verstanden, warum Gott sie in die Wüste führte und sie dort trainierte. Sie dachten vielleicht, dass Gott sie nicht liebe oder dass er einen Fehler gemacht habe. Aber das Wüstentraining war Gottes beste Liebe zu ihnen und eine absolute Notwendigkeit auf dem Weg in das verheißene Land. Warum führte Gott sein Volk zuerst in die Wüste und gab ihnen solches Training? Gott wollte ihnen helfen, auf Gott zu vertrauen und ganz von ihm abhängig zu sein. Er wollte ihnen helfen, mit dem Glauben an Gottes Hoffnung und Vision zu leben. Er wollte ihnen helfen, nicht wie Sklaven von den Bedingungen abhängig zu bleiben, sondern als Gottes Volk dem Wort Gottes absolut zu gehorchen. Gottes Ziel war es, sie durch dieses Training von einem Sklavenvolk zu einem heiligen Volk, zum Königreich von Priestern zu verändern, die das verheißene Land erben könnten.

Wenn wir verschiedene Schwierigkeiten wie eine Wüste in unserem Glaubensleben erfahren, sollen wir nicht murren, sondern vielmehr Gott fragen, was er uns dadurch lehren möchte. Möge Gott uns geistliche Einsicht für Gottes Führung und sein Training geben.

Sehen wir uns Vers 4 an: „Mose schrie zum Herrn und sprach: Was soll ich mit dem Volk tun? Es fehlt nicht viel, so werden sie mich noch steinigen.“ Mose wusste auch nicht, was er tun sollte. Er erkannte, dass ihr Hadern und ihre Rebellion leicht zu einer unkontrollierbaren Situation werden konnte. Darum kam er mit dem schreienden Gebet zu Gott. Mose reagierte nicht gefühlsmäßig. Er schrie nicht die Isareliten an. Er brachte ihre Anliegen im Gebet zu Gott und schrie um Gottes Hilfe. Er tat das, was die Israeliten hätten tun sollen, nämlich im Vertrauen zu Gott beten.

Gott gab Mose eine Anweisung, dass er vor das Volk treten sollte zusammen mit einigen der Ältesten von Israel. Dazu sollte er seinen Stab gebrauchen. Gott erinnerte ihn daran, wie er mit diesem Stab bereits in Ägypten den Nil geschlagen hatte. Bei der ersten Plage hatte Gott durch diesen Stab seine Allmacht offenbart und eine Trinkwasserkatastrophe bei den Ägyptern ausgelöst. Diesmal wollte Gott umgekehrt für Trinkwasser für sein Volk sorgen. Lesen wir Vers 6: „Siehe, ich will dort vor dir stehen auf dem Fels am Horeb. Da sollst du an den Fels schlagen, so wird Wasser herauslaufen, dass das Volk trinke. Und Mose tat so vor den Augen der Ältesten von Israel.“ Gott war anwesend und er war bereit etwas Wunderbares für die Israeliten zu tun. Gott stand gerade dort, wo Mose an den Felsen am Horeb schlagen sollte. Mose holte aus und als er gegen den Felsen schlug, sprudelte herrliches erfrischendes Wasser heraus, sodass alle Israeliten trinken und ihren Durst stillen konnten. Wir wissen nicht genau, wo dieses Wasser herkam. Aber die Bibel sagt, dass von Gottes Thron eine Quelle des lebendigen Wassers fließt. Voller Begeisterung tranken die Israeliten das Wasser, welches Gott ihnen aus dem Felsen gegeben hatte. Diese Begebenheit offenbarte vor den Augen der Ältesten von Israel, dass Gott mit ihnen war und in seiner Allmacht am besten für sie sorgte.

Sehen wir uns Vers 7 an: „Da nannte er den Ort Massa und Meriba, weil die Israeliten dort gehadert und den Herrn versucht und gesagt hatten: Ist der Herr unter uns oder nicht?“ Mose nannte den Ort Massa und Meriba in Erinnerung daran, wie sie voller Hader und Zweifel gewesen waren. Hadern und zweifeln ist keine kleine Sache vor Gott, sondern eine ernsthafte Sündenkrankheit. Das widerholte Hadern und Rebellion gegen Gottes Führung bewirkte schließlich, dass die erste Generation der Isareliten nicht das verheißene Land betreten durften. Sie durften nicht zu Gottes Ruhe kommen (Psalm 95,11), sondern mussten in der Wüste sterben. Einmal versuchte der Satan Jesus, indem er ihn auf die Spitze des Tempels führte und ihm sagte, dass er sich herunterfallen lassen sollte, damit Gott ihn durch seine Engel auffängt. Jesus glaubte, dass Gott ihn bewahren würde, aber er sagte: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen.“ Gott zu versuchen ist die List des Satans, der Zweifel und Rebellion in unsere Herzen einpflanzen will.

Es gibt einige „Massa und Meriba Christen“, die gewohnheitsmäßig murren und hadern, wenn sie eine Schwierigkeit in ihrem Glaubensleben treffen oder etwas nicht exakt gemäß ihrem Plan verläuft. Obwohl sie Gottes Wirken oftmals erfahren haben, erinnern sie sich nicht daran, sondern sind voller Zweifel an der besten Führung Gottes. Sie hadern gegen Gott und gegen Gottes Knechte, als ob Gott sie nicht verstehen würde. Hadern und Murren bedeutet, den Herrn zu versuchen. Diejenigen, die immer wieder an Gottes Liebe zweifeln und Gott versuchen, können das verheißene Land nicht erreichen. Gott wünscht sich, dass wir in jeder Lage Vertrauen auf ihn lernen, wie Mose im Gebet und Glauben zu ihm kommen und sein wunderbares Rettungswerk erfahren.

Lasst uns nicht wie „Massa und Meriba Christen“ bleiben, die bei jeder Schwierigkeit murren, sondern erkennen, was Gott uns lehren möchte, nämlich mit dem absoluten Vertrauen auf Gottes beste Führung als ein Königreich von Priestern zu leben.

2. Der Kampf gegen die Amalekiter (17,8-18)

Sehen wir uns Vers 8 an: „Da kam Amalek und kämpfte gegen Israel in Refidim.“ Die Amalekiter waren Nachkommen Esaus und sie waren bekannt dafür, dass sie sich von Raubzügen ernährten. Sie hatten auch davon gehört, wie mächtig Gott gewirkt und die Israeliten aus Ägypten errettet hatte. Aber sie freuten sich nicht über das Wirken Gottes. Stattdessen wollten sie die Israeliten angreifen und besiegen und eine leichte Beute machen, solange diese schwach und hilflos waren. Sie waren sehr hinterlistig, indem sie die Alten und Schwachen angriffen.

Für die Israeliten war der Kampf mit den Amalekitern der erste Kampf gegen äußere Feinde. Sie waren Sklaven in Ägypten gewesen, die keine militärische Ausbildung bekamen. Als die Armee des Pharaos sie verfolgte, hatten sie nur vor Angst schreien können. Gott führte sie absichtlich nicht direkt ins verheißene Land, weil sie noch nicht bereit gewesen waren, zu kämpfen. Darum schien die Niederlage gegen die Amalekiter vorprogrammiert.

Sehen wir uns Vers 9 an: „Da sprach Mose zu Josua: Erwähle uns Männer, zieh aus und kämpfe gegen Amalek. Morgen will ich oben auf dem Hügel stehen mit dem Stab Gottes in meiner Hand.“ Mose beauftragte Josua, den Kampf gegen die Amalekiter zu leiten, während er selber auf dem Hügel beten wollte. Josua gehorchte der Stimme Moses: „Jawohl, Sir.“ Er hatte keine Ahnung, wie man einen Krieg führen könnte. Aber er gehorchte der Orientierung von Mose. Durch den Gehorsam des Glaubens wählte er Männer zum Kampf aus, bildete eine Truppe und zog am nächsten Tag in den Kampf.

Mose, Aaron und Hur gingen auf den Hügel und beteten. In der Tat war dieser geistliche Kampf noch wichtiger, als der physische Kampf. Immer wenn Mose seine Hände emporhielt, siegten die Israeliten, wenn er aber seine Hände sinken ließ, so gewann Amalek. Lesen wir Vers 11 gemeinsam: „Und wenn Mose seine Hand emporhielt, siegte Israel; wenn er aber seine Hand sinken ließ, siegte Amalek.“ Dieser Vers sagt, dass Gott selbst für die Israeliten kämpfte. Es kam nicht auf ihre Kraft oder ihre Ausrüstung an, sondern Gott selbst führte ihren Kampf als das Feldzeichen und gab ihnen den Sieg. Hier lernen wir, wie wichtig die Gebetsunterstützung der Knechte Gottes im geistlichen Kriegsfeld ist, ohne die wir weder siegen noch überleben können.

Lesen wir Vers 12: „Aber Mose wurden die Hände schwer; darum nahmen die beiden einen Stein und legen ihn hin, dass er sich darauf setzte. Aaron aber und Hur stützten ihm die Hände, auf jeder Seite einer. So blieben seine Hände erhoben, bis die Sonne unterging.“ Habt ihr einmal versucht, eure Arme auch nur eine Stunde hochzuhalten? Sie werden immer schwerer. Mose war ein alter Mann und so sanken seine Arme immer wieder. Doch Aaron und Hur unterstützten ihn, sodass er bis in die Nacht hinein geistlich kämpfen konnte. Sie bildeten ein hervorragendes Gebetsteam. Sie stärkten Gottes Knecht und praktizierten das Gebet der Zusammenarbeit. Wir dürfen auch beim Frühgebet und Campusgebet die Zusammenarbeit im Gebet lernen. Unsere Glaubensmütter kämpfen durch das gemeinsame Gebet, die Umgebung für das Werk Gottes vorzubereiten, wo Gott 100.000 Bibellehrer aufstellen kann. Vers 13 sagt: „Und Josua überwältigte Amalek und sein Volk durch des Schwertes Schärfe.“ Der siegreiche Kampfgeist aus dem Gehorsam des Glaubens und die geistliche Zusammenarbeit im Gebet gab ihnen den wichtigen Sieg über die Erzfeinde, die Amalekiter.

Betrachten wir Vers 14: „Und der Herr sprach zu Mose: Schreibe dies zum Gedächtnis in ein Buch und präge es Josua ein; denn ich will Amalek unter dem Himmel austilgen, dass man seiner nicht mehr gedenke.“ Mose sollte diese Geschichte in ein Buch schreiben. Gott wollte die Israeliten Geschichtsbewusstsein lehren, dass besonders Josua, der Leiter der nächsten Generation, sich immer daran erinnern würde. Sie sollten wissen, dass die Amalekiter die Feinde des Volkes Gottes waren und Gott sie ausrotten würde.

Lesen wir Vers 15: „Und Mose baute einen Altar und nannte ihn: Der Herr mein Feldzeichen.“ Mose baute dem Herrn einen Altar. Er war sehr dankbar für Gottes Eingreifen und Gottes Sieg in diesem Kampf. Er nannte ihn: „Der Herr mein Feldzeichen“. Ein Feldzeichen ist die weithin sichtbare Standarte oder das Banner eines Heeres. Es dient dazu, die Soldaten zu sammeln, gemeinsam auszuziehen und gemeinsam zu kämpfen. „Der Herr mein Feldzeichen“ bedeutet, dass Gott ihr Kommandeur war. Es war nicht der Krieg der Israeliten, sondern es war Gottes Krieg. Es war Moses Glaubenszeugnis: Gott kämpfte mit uns. Gott kämpfte für uns.

Wer sind die modernen Amalekiter? Es ist der Zeitgeist des Humanismus und des Relativismus, der immer wieder die Leute Gottes angreift und sie zu zerstören versucht. Missionar Peter und unsere Vorgängermissionare kämpften gegen den Geist des Humanismus und Relativismus. Dieser Kampf schien oft wegen der Übermacht der modernen Amalekiter wie Goliath ein aussichtsloser Kampf zu sein. Aber mit Markus 11,22 forderte der Knecht Gottes diese Unmöglichkeit heraus: „Habt Glauben an Gott.“ Im Vertrauen auf Gottes Macht dienten sie einigen Studenten konsequent durch das Zweierbibelstudium und die Lebensgemeinschaft, bis sie Gottes Liebe und Berufung persönlich aufnehmen durften. Sie durften anfangen, ihr Leben nicht auf ihre eigenen Vorstellungen und den Humanismus, sondern auf den Gehorsam zum Wort Gottes zu bauen.
Doch Satan war sehr listig und startete am Anfang des Millenniums eine Verleumdungskampagne. Mit verschiedenen humanistischen Argumenten versuchte Satan Gottes Werk hinterlistig zu zerstören und verleiteten einige unsichere Hoffnungsträger. Missionar Peter half uns, nicht menschlich zu kämpfen, sondern geistlich. Als wir mit Markus 6,37 kämpften „Gebt ihr ihnen zu essen“ und zuerst der Weltmission dienten, besiegte Gott selbst alle Anschuldigungen und stellte uns sogar als ein Hauptquartier für die Europa- und Weltmission auf.

Gottes Knecht diente weiter dem Jüngererziehungswerk, indem er einheimische Hirten als Prediger und als Leiter aufstellte. Esra 7,10 wurde unser Feldzeichen für die geistliche Wiedererweckung in Europa. Indem wir wie Esra unser ganzes Herz auf das Bibelstudium richteten, durfte auch die Nächste Generation eine Entscheidung treffen, für die Weltcampusmission zusammen zu kämpfen.

Zurzeit ist Hesekiel 37,10 unser Feldzeichen, dass Gottes Wort die geistlich toten jungen Menschen lebendig macht und sie als überaus großes Heer Gottes aufstellt. Das Vorbereitungsteam für das Global Leaders Empowerment Forum, das täglich zusammen Gottes Wort erforscht, ist ein großes Heer Gottes von zukünftigen Leitern. Gott gebaucht unser Zweierbibelstudium, um geistliche Leiter unter den Studenten aufzustellen und Europa noch einmal zur Hirtennation für die Weltmission zu verändern. Darum dürfen wir wie Mose bekennen: „Der Herr ist unser Feldzeichen!“ Er hat den geistlichen Sieg in mir, aber auch in uns gewonnen und nun gebraucht er uns für sein Weltheilswerk. Durch unser Frühgebet, durch den Einsatz für die Weltmission dürfen wir bezeugen, dass der Herr unser Feldzeichen ist, der uns den Sieg schenkt.

Vers 16 sagt: „Und er sprach: Die Hand an den Thron des Herrn! Der Herr führt Krieg gegen Amalek von Kind zu Kindeskind.“ Dies bedeutet, dass der Kampf noch nicht vorbei ist. Wir müssen weiter beten und auch unsere nächste Generation für den geistlichen Kampf gegen den Humanismus, den Relativismus, gegen die Lüge des Zeitgeistes wie Genderideologie zurüsten. Der Herr ist unser Feldzeichen. Wir sind durch den geistlichen Kampf von Hirtin Joyce sehr ermutigt, die in jeder Umgebung als ein Brief Christi den guten geistlichen Kampf kämpft. Gott lässt uns jeden Morgen das Gefäß des Gebets für die geistliche Wiedererweckung mit unserer Nächsten Generation zusammen bilden. Lasst uns mit dem Feldzeichen Gottes den guten geistlichen Kampf kämpfen, indem wir jede Woche 360 Zweierbibelstudiumteams bilden und so die geistliche Wiedererweckung herausfordern.

3. Die Einsetzung von Leitern durch Mose (18,1-27)

Kapitel 18 berichtet vom Besuch von Moses Schwiegervater Jitro. Dieser brachte Moses Frau Zippora und seine beiden Söhne Gerschom und Elieser mit. Jitro hatte von Gottes mächtigem Wirken gehört. Mose berichtete ihm alles, wie Gott den Pharao und die Ägypter besiegt hatte, welche Notsituationen sie unterwegs erfahren hatten und wie Gott sie auf wunderbare Weise gerettet hatte. Vers 9 sagt: „Jitro aber freute sich über all das Gute, das der Herr an Israel getan hatte, wie er sie errettet hatte aus der Ägypter Hand.“ Er hatte geistliche Augen, das Wirken Gottes zu sehen. Er freute sich und lobte Gott und bezeugte, dass der Herr größer ist als alle Götter. Aus der Dankbarkeit brachte er ein Brandopfer und Schlachtopfer dar.

Was anfangs wie ein Familientreffen aussah, hatte doch eine wichtige Auswirkung auf Gottes Volk. Am nächsten Tag gab Jitro Mose einen guten Rat. Er hatte gesehen, dass Mose Gottes Weisheit brauchte, um 600.000 Israeliten zu dienen. Was war sein Rat? Jüngererziehung und Zusammenarbeit! Lesen wir Vers 21: „Sieh dich aber unter dem ganzen Volk um nach redlichen Leuten, die Gott fürchten, wahrhaftig sind und dem ungerechten Gewinn Feind. Die setze über sie als Oberste über tausend, über hundert, über fünfzig und über zehn.“ Jitro empfahl Mose, Leiter aufzustellen, die mit demselben Geist das Kreuz mit ihm tragen konnten. Lesen wir die Verse 19 und 20: „Aber gehorche meiner Stimme; ich will dir raten und Gott wird mit dir sein. Vertritt du das Volk vor Gott und bringe ihre Anliegen vor Gott und tu ihnen die Satzungen und Weisungen kund, dass du sie lehrst den Weg, auf dem sie wandeln, und die Werke, die sie tun sollen.“ Mose sollte beten und das Wort Gottes lehren und den Israeliten klare Orientierung geben, was sie tun sollten. Die Leiter sollten von Mose das Wort Gottes hören und sich als verantwortliche Hirten um das Volk kümmern. Sie sollten Gottes Gerechtigkeit aufrichten, die sie durch Mose gelernt hatten und nur die schweren Fälle vor Mose bringen. Vers 23 sagt: „Wirst du das tun, so kannst du ausrichten, was dir Gott gebietet, und dies ganze Volk kann mit Frieden an seinen Ort kommen.“

Hier lernen wir von Jitro Gottes Weisheit der Leitererziehung kennen. Gott offenbarte Mose durch Jitro das Geheimnis der geistlichen Zusammenarbeit. Es ist unmöglich, einer großen Menge von Menschen wie ein Volk ganz alleine zu dienen. Es ist aber möglich durch die Erziehung und Aufstellung von Leitern den Auftrag der Weltmission zu erfüllen. In der Zusammenarbeit geht es nicht um die organisatorische Teilung der verschiedenen Aufgaben, sondern um die Bildung der geistlichen Einheit. Missionar Peter versucht nicht, möglichst vielen zu helfen, sondern einige konzentriert als Jünger Jesu und als geistliche Leiter aufzustellen. Er bereitet auch das Global Leaders Empowerment Forum vor, indem er einem sechsköpfigen Leiterteam sehr intensiv hilft. Als Paulus mit dieser geistlichen Strategie in der Schule des Tyrannus dem Jüngererziehungswerk diente, konnte er einige Leiter aufstellen, durch die das Evangelium in der ganzen Provinz Asien verbreitet wurde.

Gemäß dem Epheserbrief ist die ganze Gemeinde der Leib Christi. In diesem Leib gibt es nicht nur einen Kopf, sondern es gibt verschiedene Glieder und Organe, die unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Um diesen Leib gesund zu bilden, ist es wichtig, Leiter zu erziehen, die in einem Geist zusammenarbeiten und alles zusammenhalten. Ohne die Erziehung der Leiter kann das Werk Gottes nicht fortgesetzt werden. Die Leiter wiederum sollen in einem Geist verantwortlich zusammenarbeiten und so die geistliche Einheit bilden.

Durch die Leitererziehung und die Zusammenarbeit mit ihnen, können wir junge Menschen mobilisieren und sie als Bibellehrer aufstellen. Lasst uns in diesem Jahr 10.000 Zweierbibelstudiumteam mit den jungen Studenten bilden und mit ihnen beten, dass sie als Leiter für das Werk der geistlichen Wiedererweckung in Europa aufgestellt werden und mitwirken können. Moses Arbeit und geistlicher Kampf wurde nicht unbedingt weniger, aber deren Qualität wurde anders, indem er Leiter aufstellte, sodass seinem Volk noch sorgfältiger und fürsorglicher geholfen und es betreut werden konnte.

Heute haben wir gelernt, nicht als „Massa und Meriba Christen“ zu bleiben, sondern das Ziel des Wüstentrainings zu erkennen und dadurch geistlich zu wachsen. Unser Herr ist unser Feldzeichen, unser Banner und unser Kommandeur, der uns den geistlichen Sieg über die modernen Amalekiter wie Humanismus und Relativismus gibt und uns für die geistliche Wiedererweckung in Europa gebraucht. Das Werk Gottes kann siegreich fortgesetzt werden, indem wir Leiter erziehen und eine geistliche Einheit der Zusammenarbeit bilden. Lasst uns Jesus, unserem Feldzeichen folgen, dass wir mit dem lebendigen Wort Gottes durch das Zweierbibelstudium unseren jeweiligen Campus erobern und sogar drei Stützpunkte für die Weltmission in Kairo, Istanbul und Dubai bauen.

Teilen