Die Ankündigung der Geburt Jesu

Lukas 1,26 – 56
Leitverse 1,32.33

„Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben, und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben.“

In der letzten Woche wurden wir durch die Hausgemeinde von Zacharias und Elisabeth groß ermutigt. Sie lebten in einer finstersten Zeit, aber sie führten ihr Glaubensleben treu, indem sie an einem Wort Gottes festhielten und die Lampe des Gebetes für Ihre Generation am Brennen hielten. So bereiteten Sie die gute geistliche Umgebung für das Wirken Gottes vor. Gott gebrauchte sie als die Eltern Johannes des Täufers, den Wegbereiter des kommenden Messias. Gott gebrauche jeden unter uns wie dieses gläubige Ehepaar, als eine brennende Lampe Gottes für die geistliche Erneuerung und Wiedererweckung an den Hochschulen in Deutschland, Europa und bis an das Ende der Erde.

Heute studieren wird die zweite Lektion der Weihnachtsbotschaft, die Ankündigung der Geburt Jesu. Lasst uns dadurch über den ewigen König Jesus und sein Reich, das kein Ende hat, nachsinnen. Gott schenke uns große Freude und Dankbarkeit, dem ewigen König, Jesus, zu dienen und ihn mit einem erhebenden Lobgesang anzubeten.

1. Mir geschehe, wie du gesagt hast (26-38)

Sehen wir uns die Verse 26 und 27 an: „Und im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott gesandt in eine Stadt in Galiläa, die heißt Nazareth, zu einer Jungfrau, die vertraut war einem Mann mit Namen Josef vom Hause David; und die Jungfrau hieß Maria.“ Hier bezieht sich der sechste Monat auf die Schwangerschaft Elisabeths. Zu dieser Zeit wurde der Engel Gabriel zu einem jungen Mädchen gesandt. Maria war ein gewöhnliches Mädchen aus der kleinen Stadt Nazareth in Galiläa. Sie war mit Josef verlobt, einem Mann aus dem Königsgeschlecht Davids. Damals galt die Verlobung als ein rechtsverbindliches Eheversprechen. In dieser Zeit bemühte sich das verlobte Paar, ein reines Leben vor Gott zu führen und ihre Liebesbeziehung zu Gott zu vertiefen, um sich auf ihr gemeinsames Leben vorzubereiten. Manchmal versank Maria in einen kurzen süßen Tagtraum, wenn sie an Josef und ihr künftiges gemeinsames Leben dachte. Sehen wir uns Verse 28.29 an: „Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Sei gegrüßt, du Begnadete! Der Herr ist mit dir! Sie aber erschrak über die Rede und dachte: Welch ein Gruß ist das?“ Wieso nannte der Engel Maria eine Begnadete? War sie nicht mit Josef schon glücklich genug? Welche Gnade sollte sie noch brauchen?

Sehen wir uns die Verse 30.31 an: „Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria, du hast Gnade bei Gott gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben.“ Der Engel sagte Maria, dass die Gnade Gottes für sie darin bestehen würde, dass sie schwanger werden und die Mutter des verheißenen Messias sein würde. Im Allgemeinen denkt man, dass Gnade z. B. ein besonderes Privileg oder ein erfolgreicher Studienabschluss sei. Wir sagen auch, dass wir Gnade bekommen haben, wenn wir durch das Wort Gottes ermutigt oder gestärkt worden sind. Aber biblisch gesehen bedeutet die Gnade Gottes mehr, nämlich erstens die unverdiente Gnade der Sündenvergebung und zweitens die Mission Gottes. Gottes Gnade für Maria bedeutete, dass Gott sie annahm, wie sie war, und dass er ihr eine spezifische Mission anvertraute, nämlich vor ihrer Heirat schwanger zu werden und das Baby Jesus zu gebären.

Die Gnade bedeutete für Maria viele Missverständnisse und Leiden. Es bedeutete für sie einen scheinbar unlösbaren Konflikt mit Josef. Von den Menschen in ihrer Umgebung verachtet, vielleicht sogar gesteinigt zu werden. Schließlich bedeutete es für sie, die Schmerzen der Mutter Jesu zu tragen. Gottes Gnade für Maria war keine billige Gnade, sondern eine sehr kostspielige Angelegenheit. Aber es war Gottes Gnade, weil er sie von dem gewöhnlichen und unbedeutenden Leben eines ländlichen Mädchens errettet und sie als die Mutter des Messias in seiner Heilsgeschichte berufen hatte.

Wir sind auch Begnadete, weil Gott uns von unserem gewöhnlichen und bedeutungslosen Leben in der Welt errettet und uns als Hirten und Bibellehrer für die jungen Menschen dieser Generation berufen hat. Missionarin Sarah ist eine Begnadete, weil sie durch das souveräne Eingreifen Gottes von einem ländlichen Mädchen in Korea zu einer Glaubensmutter und Missionarin für die Weltmission berufen wurde. Es ist für jeden von uns wichtig, die persönliche Gnade Gottes zu kennen und daran festzuhalten. Es ist Gottes Gnade, dass wir am Campus als Bibellehrer wirken dürfen, auch wenn dies Missverständnisse oder Verachtung mit einschließt. Es ist Gottes Gnade, dass wir auf etwas süßen Schlaf verzichten dürfen, um die Lampe des Frühgebets für die Wieder-erweckung in Deutschland und Europa am Brennen zu halten. Unsere Kinder und Jugendlichen der Nächsten Generation haben die Gnade Gottes empfangen, von Kindheit an Gottes Wort studieren und am Glaubenskampf ihrer Eltern teilnehmen dürfen. Dieses Privileg schließt auch das Leben der Mission und die Teilnahme an den übrigen Leiden Jesu mit ein.

Wie lautete die weitere Botschaft des Engels an Maria? Sehen wir uns die Verse 31 – 33 an: „Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben. Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben, und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben.“ Der Engel erklärte Maria, wer das Baby ist, das durch ihren Leib geboren werden sollte. Dadurch half er ihr, Jesus tiefgehend kennen zu lernen, sodass sie die Mission Gottes mit großer Freude und Dankbarkeit aufnehmen konnte. Gott helfe auch uns, Jesus als den ewigen König unter den jungen Menschen zu verkündigen und sein Reich, das kein Ende hat, in dieser Generation aktiv zu bauen. Um Gottes Mission annehmen und erfüllen zu können, müssen auch wir zuerst wissen, wer Jesus wirklich ist.

Erstens: Jesus ist der Sohn des Höchsten

Vers 32a sagt: „Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden.“ Die Menschen haben viele verschiedene Vorstellungen von Jesus. Viele halten Jesus für einen großen Menschen, der außerordentliches geleistet und großen Einfluss ausgeübt hat. Sogar unter den Muslimen wird Jesus als zweithöchster Prophet geehrt. Aber Jesus ist mehr als nur ein großer Mensch. Er ist der Sohn des Höchsten, der sich selbstlos erniedrigt hat und Mensch geworden ist. Jesus wurde vom Heiligen Geist gezeugt und von der Jungfrau Maria geboren. Deshalb ist Jesus nicht ein Nachkomme sündiger Menschen, sondern Sohn des Höchsten und inkarnierter Gott. Jesus erniedrigte sich selbst, kam als ein Mensch in diese Welt und wurde in der Krippe eines Tierstalls geboren. Dieser Jesus ist Immanuel – Gott mit uns – der durch seine Menschwerdung klar bezeugt, wie sehr Gott diese versündigte und in die Verdammnis gefallene Welt liebt. Schließlich nahm Jesus, das Gotteslamm, alle meine und deine Sünden auf sich und bezahlte am Kreuz das Lösegeld an unserer Stelle. Preis und Dank sei Jesus, den Sohn des Höchsten, der sich völlig erniedrigte, der Menschengestalt annahm und schließlich am Kreuz sein heiliges Blut vergoss, um uns, die Sünder, zu erlösen.

Zweitens: Jesus ist der verheißene Messias

Vers 32b sagt: „Und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben.“ Gott hatte dem König David verheißen, dass der Messias aus seinen Nachkommen hervorgehen und ewig auf seinem Thron sitzen würde. Gottes Verheißung an David finden wir z. B. in Psalm 89,4.5 und in Psalm 132,11.17. Alle Verheißungen, die dem Hause Davids gegeben waren, wurden in Jesus erfüllt. Lasst uns Jesu geistliche Königsherrschaft in dieser Weihnachtszeit persönlich aufnehmen und die wahre Weihnachtsfreude durch Jesus empfangen.

Drittens: Sein Reich wird kein Ende haben

Vers 33: „Und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben.“ Die Reiche dieser Welt kommen und gehen. So mächtig und glorreich sie auch waren, sie sind doch alle wieder vergangen. Die Menschen, die ihre Hoffnung auf diese irdische Welt setzen, müssen erfahren, dass all ihre Errungenschaften mit dem Tod vergehen und all ihre Mühen letztlich vergeblich sind. Doch durch die Geburt Jesu kam das ewige Reich Gottes mitten in diese Welt. Wie Vers 33 sagt wird sein Reich kein Ende haben. Darum müssen wir unsere Hoffnung und unser Ziel auf das ewige Reich Gottes setzen. Wie aber können wir das ewige Reich Jesu erlangen? Indem wir uns als Sünder erkennen und in Buße zu dem Kreuz Jesu kommen. Das vergossene Blut Jesu wäscht uns unliebenswerte und verlorene Sünder völlig rein. Durch die Gnade der Vergebung haben wir den Zugang in das ewige Reich Gottes. Daniel 7,27 sagt: „Aber das Reich und die Macht und die Gewalt über die Königreiche unter dem ganzen Himmel wird dem Volk der Heiligen des Höchsten gegeben werden, dessen Reich ewig ist und alle Mächte werden ihm dienen und gehorchen.“ Das ewige Reich Gottes schenkt uns das ewige Leben; es gibt uns auch eine lebendige Hoffnung und geistliche Vision. Das ewige Reich Gottes ist all unserer Mühe und Hingabe wert, weil wir wissen, dass unsere Arbeit für den Herrn, niemals vergeblich ist. Dass unsere Missionare ihre Lebenssicherheit in Korea aufgegeben und nach Deutschland und Europa gekommen sind, wird niemals vergeblich sein, weil sie an dem ewigen Reich Gottes durch ihren Glauben und durch ihre Hingabe bauen. Lasst uns mit unserem neuen Leben aktiv an dem Reich Gottes bauen, an unseren Fakultäten und Hochschulen jeweils einen Abraham und eine Sarah des Glaubens und 10.000 Bibellehrer an den 1.700 Unis in Europa und in den muslimischen Ländern aufstellen. Jeder darf an dem ewigen Reich Gottes bauen – welch eine wunderbare Gnade ist dies, die wir doch nur hilflose, unliebens-werte Sünder sind. Gott segne uns, im Wintersemester durch das Zweierbibelstudium und Gebet an dem ewigen Reich unseres Gottes mitzubauen und von Gott mit vielen Früchten des Lebens belohnt und gesegnet zu werden.

Viertens: Marias Glaubensentscheidung

Sehen wir uns Vers 38 an: „Maria aber sprach: Siehe, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast. Und der Engel schied von ihr.“ Maria traf eine klare, unmittelbare Ent-scheidung des Glaubens. Sie nahm die Berufung Gottes einfach an und war bereit, sich von Gott gemäß seinem Willen in seiner Heilsgeschichte gebrauchen zu lassen. Es war eine Entscheidung, die ihr ganzes Leben verändern würde. Es war eine Entscheidung, Gottes Willen anzunehmen und sich selbst völlig dem Willen des ewigen Königs unterzuordnen, damit das in ihrem Leben geschehen konnte, was Gott wollte. Maria identifizierte sich selbst als des Herrn Magd. Eine Magd war damals so etwas wie eine Sklavin, die kein Recht auf ein Privatleben hatte, sondern völlig dem Eigentümer, ihrem Herrn zur Verfügung stehen musste. Maria entschied sich für die Führung Gottes, obwohl sie noch nicht alles verstehen konnte und obwohl sie wusste, dass diese Entscheidung Leiden und Missverständnisse mit einschließen würde.

Mutter Sarah Barry nahm in ihrer Jugendzeit Gottes Berufung an. Sie entschied sich als eine Magd des Herrn zu leben und ihr Leben für die Korea- und Weltmission hinzugeben. Gott segnete diese Entscheidung, indem Gott durch sie viele Studenten als Knechte und Mägde Gottes in der ganzen Welt aufstellte. Gott schenkte einer Studentin in Korea durch das Bibelstudium ein neues Leben. Sie nahm die Berufung Gottes für die Weltmission persönlich an und entschied sich mit Apostelgeschichte 1,8 als eine Missionarin für die Deutschlandmission. Gott segnete diese Glaubensentscheidung für die Gnade Gottes und gebraucht sie als Bibellehrerin und Glaubensmutter für viele junge Menschen. Gott segnet solche kostbaren Entscheidungen des Glaubens, sich dem Willen des ewigen Königs unterzuordnen reichlich, um zahlreiche Mütter und Väter des Glaubens an den Hochschulen in Deutschland und Europa aufzustellen. Gott schenke jedem von uns eine kostbare Entscheidung des Glaubens für die Führung Gottes und gebrauche dies für die geistliche Erneuerung und für die Wiedererweckung in dieser Generation.

2. Meine Seele erhebt den Herrn (39-56)

Erstens: Maria besucht Elisabeth (39-45)

Je mehr Maria über ihre Situation und über die Konsequenzen ihrer Entscheidung nachdachte, umso klarer wurde ihr, dass dies auch viele Missverständnisse und Leiden mit sich bringen würde. Maria erfuhr eine Zeit der seelischen Not und der Anfechtung. Was tat sie aber inmitten ihrer geistlichen Qual? Lesen wir die Verse 39.40: „Maria aber machte sich auf in diesen Tagen und ging eilends in das Gebirge zu einer Stadt in Juda und kam in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth.“ Damals war es keine kleine Sache, dass ein junges Mädchen ganz allein eine beschwerliche Reise ins Gebirge unternahm. Damals gab es keine geteerten Straßen, kein Navigationssystem und auch keine öffentliche Busverbindung. Stattdessen gab es nur felsige, staubige Pfade durch das Bergland und überall lauerten Gefahren, z. B. durch Hitze, Steinschlag oder Banditen. Unterwegs mussten Maria viele Gedanken gekommen sein, ob es wohl richtig sei, Elisabeth zu besuchen. Hätte Sie nicht zuhause bleiben und sich von Josef bedienen lassen können?

Hier sehen wir, dass Maria in der Zeit der Krise und der Anfechtung nicht weltliche Ratschläge einholte, von ihren Freundinnen, Nachbarinnen oder aus dem Internet. Maria war eine großartige Frau des Glaubens, die die verschiedenen Hindernisse überwinden konnte, weil sie Gott fürchtete, weil sie am Wort Gottes festhielt und weil sie den geistlichen Rat ihrer Glaubensvorgängerin, Elisabeth, suchte. Was begab sich, als Maria in das Haus des Zacharias kam und Elisabeth begegnete? Vers 41 sagt: „Und es begab sich, als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leibe. Und Elisabeth wurde vom Heiligen Geist erfüllt.“ Der kleine, noch im Mutterleibe von Elisabeth befindliche Johannes der Täufer begann vor Freude zu hüpfen und zu springen, als Maria in das Haus gekommen war! Und Elisabeth wurde vom Heiligen Geist erfüllt und rief laut und sprach (42b.43): „Gepriesen bist du unter den Frauen, und gepriesen ist die Frucht deines Leibes! Und wie geschieht mir das, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?“ Elisabeth lobte laut die Gnade Gottes, dass er Maria als Mutter des Messias erwählt hatte. Obwohl sie die Ältere war, demütigte sie sich vor Maria und sprach sie als die Mutter ihres Herrn an. Elisabeth spendete Maria kein menschliches Mitleid. Obwohl die Schwangerschaft für eine unverheiratete Frau wie eine Schande war, betrachtete Elisabeth alles mit geistlichen Augen und ermutigte Maria, dass sie eine selige Frau sei, die von Gott großartig gesegnet worden war.

Dass Maria sich aufgemacht und Elisabeth besucht hatte, um ihren geistlichen Rat zu empfangen, ist auch für unser Glaubensleben sehr wichtig. Jeder erfährt Zeiten der An-fechtungen und der persönlichen Not. Dann ist es leicht, auf die Stimme des Satans zu hören, der uns einredet und z. B. sagt: „Das Glaubensleben ist viel zu anstrengend! Wie kannst Du das jemals schaffen: Glaubensleben + Schule; Glaubensleben + Familie; Glaubensleben + Kindererziehung; Glaubensleben + vollzeitige Arbeit.“ Der Satan belügt uns und sagt, dass man ein Glaubensleben auch ohne Tägliches Brot; ohne Opfergabe; ohne Lebensgemeinschaft; ohne Schafe weiden; ohne Bibelstudium; ohne Stellungnahme; ja schließlich sogar ohne Gemeinde führen könnte. Viele junge Menschen sind für die Lügen des Teufels sehr empfänglich, der ihnen ein bequemes Leben, den Spaß, den Erfolg, den Reichtum und die Ehre dieser Welt verspricht. Weil sie jung im Glauben sind brauchen sie unbedingt den geistlichen Rat und das Gebet ihrer Glaubensvorgänger, der Diener Gottes, der Hirten, Bibellehrer und Eltern. Wir leben in einer multimedialen Welt, wo man nur auf den Bildschirm seines Handys zu tippen braucht, um auf alle Fragen und Probleme des Lebens eine Antwort aus dem Internet zu erhalten. Doch wir müssen geistliche Einsicht haben, dass die Stimme der Welt meist die Stimme des Teufels ist, der durch gottlose, gottfeindliche, humanistische, ja menschenverachtende Ratschläge viele junge Menschen in die Irre führt. Darum sollen wir Gott danken für die Leute Gottes, die uns mit dem Wort Gottes und mit geistlichem Rat dienen, damit wir nicht die Lügen des Teufels und der Welt, sondern das Wort Gottes als die Worte des Lebens hören. Solche Knechte Gottes sind so kostbar wie Elisabeth, die Maria half, die geistliche Einsicht zu haben und ihre Lage aufgrund des Wortes Gottes zu verstehen und sich für den Willen Gottes zu entscheiden. Psalm 119,9 sagt: „Wie kann ein junger Mann seinen Weg unsträflich gehen? Wenn er sich hält an deine Worte.“ Last uns an dem Wort Gottes aus Hesekiel 37,10 festhalten und in dieser Zeit die lebengebende Macht des Wort Gottes erfahren, dass die geistlich toten jungen Menschen lebendig werden und zu einem überaus großen Heer von 10.000 Bibel-lehrern und fünf Millionen Gebetsmitarbeitern aufgestellt werden.

Zweitens: Marias Lobgesang (46-56)

Als Maria Gottes Werk im Leben von Elisabeth sah und ihre geistliche Ermutigung hörte, war sie sich völlig sicher, dass auch ihr Leben in der Hand Gotts ruhte und dass sie eine der gesegnetesten Frauen in der Geschichte der ganzen Welt war. Als Maria immer mehr erkannte, wer Jesus ist, den sie zur Welt bringen würde, wurde Jesus der wahre Grund ihrer Freude und Anbetung. Sie dankte, pries und lobte Gott. Als Maria dem Willen Gottes gehorchte, gab er ihr nicht nur eine schwierige Mission, sondern Gott offenbarte sich auch ihr selbst. Der Heilige Geist erfüllte Marias Herz und das Licht Gottes erleuchtete sie. Verse 46 und 47: „Und Maria sprach: Meine Seele erhebt den Herrn, und mein Geist freut sich Gottes, meines Heilandes.“ Maria pries und lobte Gott und erfreute sich an ihm. Maria erkannte, wie überreich der lebendige Gott ihr unbedeutendes Leben gesegnet hatte. Solche Freude und solches Glück entsteht nur aus der persönlichen und lebendigen Beziehung zu Gott. In unserer Zeit gibt es viele Menschen, die von Gott getrennt sind und nicht einmal ansatzweise verstehen können, von welcher Freude Maria erfüllt war. Maria freute sich und konnte Gott lobpreisen, obgleich ihr wegen der Schwangerschaft eine schwierige Zeit bevorstand. Von wie vielen Leuten würde Maria für eine untreue Frau und Ehebrecherin gehalten werden? Wie viele würden nicht mehr mit ihr reden und einen Bogen um sie machen? Aber die Freude Marias war nicht von den Umständen abhängig. Es war eine tiefe, erfüllende, von Gott kommende Freude. Möchtest du in dieser Adventszeit solch eine tiefe Freude erfahren? Kein Weihnachtsmarkt, kein Weih-nachtsgeschenk, sondern allein Jesus, dein Heiland, der für dich in diese Welt kam, der sein Leben für Dich gab und durch den Du eine persönliche Lebens- und Liebesbeziehung zu Gott haben darfst, schenkt dir die wahre Freude, wie Maria sie verspürte.

Lesen wir die Verse 48 – 55 gemeinsam: „denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen. Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder. Denn er hat große Dinge an mir getan, der da mächtig ist und dessen Name heilig ist. Und seine Barmherzigkeit währt von Geschlecht zu Geschlecht bei denen, die ihn fürchten. Er übt Gewalt mit seinem Arm und zerstreut, die hoffärtig sind in ihres Herzens Sinn. Er stößt die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen. Die Hungrigen füllt er mit Gütern und lässt die Reichen leer ausgehen. Er gedenkt der Barmherzigkeit und hilft seinem Diener Israel auf, wie er geredet hat zu unsern Vätern Abraham und seinen Kindern in Ewig-keit.“ Maria pries die Auserwählungsgnade Gottes, mit der er sie, eine niedrige Frau angesehen und zu einer seligsten Frau und Mutter des Messias gemacht hatte. Maria hatte nur von Josef und vielen süßen Kindern geträumt. Aber Gott berief Maria zu einer seligsten Frau unter dem Himmel. Auch meine Seele erhebt den Herrn und mein Geist freut sich Gottes meines Heilandes. Gott hat meine Niedrigkeit angesehen, indem er einen kaltherzigen Geschäftsmann, der Glühlampen und Staubsauger verkaufte und nie an einer Universität studieren konnte, zu einem seligsten Menschen verändert, ja mir den Segen der Berufung ge-schenkt hat, als Bibellehrer für die intellektuellen jungen Menschen an der Rhein-Sieg-Hochschule, in Deutschland, Europa und bis in die muslimische Welt gebraucht zu werden.

Wie segensreich kann diese Zeit sein, wenn wir uns an Gottes Gnade erinnern, ihm danken und unsere Dankbarkeit mit viele teilen, mit unseren Kindern, Hoffnungsträgern, mit unserem Volk und dieser Generation. Der Herr segne uns, dass wir unsere Herzen weit machen für die Gnade Gottes, der auch unsere Niedrigkeit so gnädig angesehen und uns durch das Kommen Jesu sein ewiges Reich aufgerichtet und uns dorthin eingeladen hat.

Heute haben wir gelernt, dass Jesus der verheißene Messias und der ewige König ist, der in diese Welt gekommen ist. Durch die Geburt Jesu ist das Reich Gottes auf diese Welt gekommen. Lasst uns diesem ewigen König mit großer Freude und Dankbarkeit dienen, dass der Name Jesu an allen 1.700 Unis in Europa und bis in die muslimische Welt verkündigt und durch unser Gebet und Zweierbibelstudium zahlreiche junge Menschen in das ewige Reich unseres Königs Jesus kommen dürfen.

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