Die Hausgemeinde von Zacharias und Elisabeth

Lukas 1,1-25
Leitvers 1,6

„Sie waren aber alle beide fromm vor Gott und lebten in allen Geboten und Satzungen des HERRN untadelig.”

Danken wir Gott, dass wir in der vergangenen Woche Gottes Immanuelsgnade an unserem Leben erneuern durften. Dank sei Immanuel Jesus, Gott mit uns, durch den wir uns erinnern durften, wie Gott und Gottes Knechte trotz unserer Sünde und Verfehlungen mit uns waren und mit uns sind und uns mit der Hoffnung Gottes gedient haben. Gott schenke jedem von uns die reiche Immanuelsgnade, sodass wir auch mit unseren Mitmenschen (Freunden, Hoffnungsträgern, Angehörigen) sein und durch das Bilden von 10.000 Zweierbibelstudiumteams Gottes Immanuelsgnade an sie weitergeben dürfen. Am heutigen 2. Adventssonntag wollen wir über die fromme Hausgemeinde von Zacharias und Elisabeth tiefer nachdenken. Sie wandelten in allen Geboten und Satzungen des Herrn untadelig und hielten an der Verheißung Gottes unabhängig von den Umständen fest. So war diese Hausgemeinde eine brennende Lampe Gottes, die Gott als Wegbereiter für das Wirken Gottes kostbar gebrauchte. Gott helfe uns, am Wort Gottes, an der Verheißung Gottes und am Gebet festzuhalten und wie Zacharias, Elisabeth und Johannes Wegbereiter für die geistliche Wiedererweckung in dieser Generation zu sein.

1. Das fromme und untadelige Leben in allen Geboten (1-7)

Erstens: Ein exzellenter Bibelforscher, Lukas (1-4)

Betrachten wir die Verse 1 und 2: „Viele haben es schon unternommen, Bericht zu geben von den Geschichten, die unter uns geschehen sind, wie uns das überliefert haben, die es von Anfang an selbst gesehen haben und Diener des Worts gewesen sind.“ Der Evangelist Lukas schrieb sein Evangelium um das Jahr 65 n. Chr. Er war von Beruf Arzt und zog von Troas aus etwa 17 Jahre lang mit Apostel Paulus. In dieser Zeit musste er dem Empfänger seines Evangeliums, Theophilus (d. h. Gottlieb) einem hochgestellten Römer, begegnet sein. Dieser war vermutlich durch Apostel Paulus zum Glauben gekommen und äußerte gegenüber Lukas den Wunsch, einen eingehenden und zuverlässigen Bericht über die Geschichte des Christentums von seinen ersten Anfängen an bis in die Gegenwart zu erhalten. Lukas kam dieser Bitte gerne nach, als er sich denken konnte, dass diese Aufzeichnungen nicht allein für Theophilus, sondern auch für nachfolgende Generationen segensreich sein und zum Glauben an Jesus Christus führen würden.

Sehen wir uns die Verse 3 und 4 an: „So habe auch ich’s für gut gehalten, nachdem ich alles von Anfang an sorgfältig erkundet habe, es für dich, hochgeehrter Theophilus, in guter Ordnung aufzuschreiben, damit du den sicheren Grund der Lehre erfährst, in der du unterrichtet bist.“ Hier lernen wir von Lukas das Herz eines Bibelforschers und Bibellehrers kennen. Er erkundete alles mit Sorgfalt und verließ sich nicht auf Gerüchte oder Meinungen. Unser Glaube beruht weder auf einem schönen Gefühl noch ist der Glaube eine vage Angelegenheit. Der Glaube beruht auf geschichtlichen Tatsachen. Dies ist umso wichtiger als wir heute in einer Zeit leben, wo das Wort Gottes sehr viel relativiert oder umgedeutet wird. Kürzlich wurde ein Bischof, der die biblische Wahrheit verteidigte, diffamiert und zum Rücktritt genötigt.

Von Lukas lernen wir, durch Bibelstudium das Wort Gottes sorgfältig zu erkunden, es zu erforschen und den sicheren Grund der biblischen Lehre zu erfahren. Unser Herr Jesus selbst kämpfte mit dem Wort Gottes gegen die listigen Versuchungen des Satans. In Matthäus 4,10 wies Jesus den Satan zurecht und sagte: „… Weg mit dir, Satan! Denn es steht geschrieben (5.Mose 6,13): Du sollst anbeten den Herrn, deinen Gott, und ihm allein dienen.“ Gottes Wort ist ein geistlicher Schutzschild gegen alle feurigen Pfeile des Teufels. Martin Luther studierte das Wort Gottes tiefgehend und vermochte die damals verdorbene Kirche mit dem Wort Gottes herauszufordern und zu reformieren. Dr. Samuel Lee, der Mitgründer unserer Gemeinde, gab uns als sein geistliches Erbe das Motto: „Zurück zur Bibel!“, damit wir durch das Bibelstudium die gute und feste Grundlage unseres Glaubenslebens legen. Unsere Nächste Generation ist gesegnet, von ihrer Kind- und Jugendzeit an das Wort Gottes mit ihren Eltern und Bibellehrern studieren und den festen Grund für ein einflussreiches Glaubensleben legen zu können. Gott gebrauche uns in dieser Advents- und Weihnachtszeit wie Lukas als tüchtige Bibellehrer, die ihren Freunden und Hoffnungsträgern durch das Bilden von Zweierbibelstudiumteams mit dem Wort Gottes dienen. Dann werden junge Menschen die tiefe Bedeutung der Menschwerdung Jesu kennenlernen und eine Lebens- und Liebesbeziehung zu ihm anknüpfen.

In diesem Abschnitt lernen wir von dem Evangelist Lukas, das Wort Gottes tief zu erforschen und so auf dem sicheren Grund des Wortes Gottes zu stehen. Gott gebrauche uns als tüchtige Bibellehrer, die in dieser relativistischen Zeit fest auf dem Wort Gottes stehen und das Wort der Wahrheit durch das Bilden der Zweierbibelstudiumteams recht austeilen.

Zweitens: Fromm vor Gott in allen Geboten und Satzungen (5-7)

Sehen wir uns Vers 5 an: „Zu der Zeit des Herodes, des Königs von Judäa, lebte ein Priester von der Ordnung Abija, mit Namen Zacharias, und seine Frau war aus dem Geschlecht Aaron und hieß Elisabeth.“ Die „Zeit des Herodes“ steht für eine finstere und dunkle Zeit! 400 Jahre lang hatte es keine Offenbarung Gottes mehr gegeben. Viele im Volk dachten, dass Gott sie vergessen und verlassen hätte. Die Römer hielten das Land besetzt und der König Herodes regierte unter dem Schutz des römischen Kaisers Augustus. Er ließ große Bauwerke errichten, doch zugleich lebte er in großer Furcht. Aus Furcht und Machtbesessenheit ließ er mehrere seiner Angehörigen kaltblütig umbringen.

Doch es gab auch diejenigen, die der Finsternis jener Zeit widerstanden, indem sie ein frommes Leben führten und auf den verheißenen Messias warteten. Da war das Ehepaar: der Priester Zacharias und seine Frau Elisabeth. Zacharias entstammte dem Priestergeschlecht Abija. Sein Geschlecht war das Achte von insgesamt 24 Abteilungen, die einst unter König David für den Priesterdienst eingesetzt worden waren (1.Chronik 24,10). Was erfahren wir über Zacharias und Elisabeth? Sehen wir uns Vers 6 an: „Sie waren aber alle beide fromm vor Gott und lebten in allen Geboten und Satzungen des Herrn untadelig.“ Sie ließen sich nicht von der Finsternis jener Zeit entmutigen. Vielmehr lebten sie vor Gott fromm und waren in allen Geboten und Satzungen des Herrn untadelig. Sie hielten an der Verheißung Gottes fest, den Messias in die Welt zu senden. Das Wort Gottes war lebendig in ihrem Leben. Die Erwartung des kommenden Messias brannte in ihren Herzen. Sie waren voller Glauben und Zuversicht auf das baldige Kommen des Messias. Diese freudige Erwartung ließ sie sogar ihre eigenen Lebensprobleme überwinden. Wie Vers 7 berichtet, war dies vor allem ihre Kinderlosigkeit. Elisabeth war unfruchtbar und beide waren hochbetagt. Menschlich gesehen hätten sie Ihr Gebet für einen Nachkommen längst aufgeben können. Aber sie beteten bis in hohe Alter hinein für einen Nachkommen. Sie beteten nicht, einen „gewöhnlichen“ Sohn zu haben, sondern sie beteten mit der Verheißung Gottes. Vielleicht beteten sie mit Jesaja 40,3 dass Gott durch sie den Wegbereiter des Messias in die Welt kommen ließe: „Es ruft eine Stimme: In der Wüste bereitet dem HERRN den Weg, macht in der Steppe eine ebene Bahn unserm Gott!“

Von Zacharias und Elisabeth lernen wir ihr frommes, gottesfürchtiges Leben. Sie waren eine brennende Lampe Gottes in finsterer Zeit. Sie lebten in allen Geboten und Satzungen des Herrn untadelig. Statt Kompromisse mit dem Zeitgeist zu schließen, war das Wort Gottes, das Wort der Verheißung Gottes, lebendig in ihren Herzen. Sie erforschten die Schrift mit Freude. Sie sannen über dem Wort Gottes – Tag und Nacht. Sie tauschten die Gnade, die sie persönlich empfangen hatten, durch ihre Stellungnahmen miteinander aus. Sie bildeten ein Gefäß des Gebets in ihrer Hausgemeinde und luden ihre Nachbarn und Freunde zum Zweierbibelstudium ein. Durch ihr frommes Leben empfingen sie Kraft von oben und Trost und Ermutigung aus dem Wort Gottes. So vermochten sie, von sich und ihrer Lage weg auf den allmächtigen und lebendigen Gott zu schauen. Wie der Psalmist beschreibt: „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat“ (Psalm 121,1-2). „So sehen unsre Augen auf den HERRN, unsern Gott, bis er uns gnädig werde“ (Psalm 123,2b).

Zacharias und Elisabeth ermutigen auch mich, eine fromme, betende und an die Verheißung Gottes glaubende Hausgemeinde zu bilden, die an der Verheißung Gottes (Genesis 15,5.6; Johannes 12,24) unter allen Umständen festhält. Gott hat uns verheißen, uns als Vater und Mutter vieler Völker und als ein ersterbendes, fruchtringendes Weizenkorn zu gebrauchen. Gott vertraute uns den Rhein-Sieg-Campus als Pionierungswerk an. Er lehrte uns, unsere drei Kinder biblisch zu erziehen und mit der Verheißung Gottes für sie zu beten. Nach dem Abitur durfte H.Noah sich entscheiden, nicht nach eigener Vorstellung ins Ausland zu reisen, sondern mit Matthäus 6,33 ein Jahr für Gott und für das geistliche Training zu geben. Da durfte er durch das Gebet des Knechtes Gottes viel Segen erfahren, dass Gott ihm einen Studienplatz an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg anvertraute. Vor allem schenkte Gott ihm den Segen als Hirte aufgestellt zu werden und mit der Verheißung Gottes aus Genesis 6,9 zu einem Noah des 21. Jahrhunderts und Bibellehrer für seine Kommilitonen zu wachsen.

Die heutige Zeit, ist wie bei Zacharias und Elisabeth, eine geistlich finstere Zeit. Der Humanismus sagt: „Wir brauchen Gott nicht. Der Mensch ist gut und wir bekommen das schon selber hin.“ Der Relativismus relativiert das Wort Gottes, indem er sagt: „Die Bibel ist interpretierbar und darf nicht wörtlich genommen werden.“ Der Materialismus sagt: „Das Geld hat Macht. Allein Geld kann dich glücklich machen.“ Und der Genderismus stellt die Schöpfungsordnung Gottes auf den Kopf und zerstört das biblische Familienbild. Wenn wir die Finsternis dieser Zeit sehen, können wir leicht verzweifeln oder mutlos werden. Doch lernen wir von Zacharias und Elisabeth, welche Hausgemeinde Gott in seiner Geschichte kostbar gebraucht hat: nämlich die, welche fromm vor Gott war, die in allen Geboten und Satzungen des Herrn untadelig lebte und die großen geistlichen Einfluss auf Johannes und sogar auf Maria, die Mutter Jesu, ausübte. Folgen wir dem Vorbild dieser Hausgemeinde, indem wir an der Verheißung Gottes, besonders an unserem gemeinsamen Wort aus Hesekiel 37,10 festhalten und die Erschließung aller Fakultäten und die Aufstellung von jeweils einem Abraham und einer Sarah des Glaubens und von 12 Jüngern Jesu an der Uni Bonn, der Uni Koblenz, der Hochschule Bonn/Rhein-Sieg und allen 1700 Unis in Europa und der muslimischen Welt vorbereiten.

2. Das Gebetsleben von Zacharias und Elisabeth (8-25)

Sehen wir uns die Verse 8 und 9 an: „Und es begab sich, als Zacharias den Priesterdienst vor Gott versah, da seine Ordnung an der Reihe war, dass ihn nach dem Brauch der Priesterschaft das Los traf, das Räucheropfer darzubringen; und er ging in den Tempel des Herrn.“ Für Zacharias kam ein ganz besonderer Tag. Durch Los war er dazu bestimmt worden, den priesterlichen Dienst im Tempel auszurichten. Er reinigte sich, zog die wunderschönen Priesterkleider an und ging in das Heiligtum des Herrn. Dort stand links der goldene Leuchter; rechts der Tisch mit den Schaubroten. In der Mitte stand der Räucheraltar. Als Zacharias dort das Räucherwerk verbrannte und das Volk draußen betete, erschien ihm plötzlich der Engel Gottes. Zacharias erschrak und es kam Furcht über ihn (12). Sehen wir uns Vers 13 an: „Aber der Engel sprach zu ihm: Fürchte dich nicht, Zacharias, denn dein Gebet ist erhört, und deine Frau Elisabeth wird dir einen Sohn gebären und du sollst ihm den Namen Johannes geben.“ Die frohe Botschaft des Engels an Zacharias lautete: „Dein Gebet ist erhört!“ Zacharias hatte beharrlich für einen Sohn gebetet. Gott freute sich über das beharrliche Gebet des Zacharias und erhörte es zu seiner Zeit. Gott wirkt damals wie auch heute durch Männer und Frauen des Gebets.

In den 1980er Jahren gab M. Dr. Samuel Lee das Gebetsanliegen, für die damalige UdSSR zu beten, welche sich im Kalten Krieg mit dem Westen befand und wo der gottfeindliche Kommunismus herrschte und wo viele Christen im Gefängnis saßen. Wir beteten dafür, binnen 10 Jahren Missionare in die UdSSR auszusenden. Nicht wenige Christen belächelten uns wegen dieses konkreten Gebetes. Aber was tat Gott? Er riss den „Eisernen Vorhang“ nach ganz Osteuropa nieder. Und in Folge des Umbruchs konnten zahlreiche Missionare nach ganz Osteuropa ausgesandt werden.
Wir erfahren auch, dass Gott unser Gebet am Morgen segnet. Unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen kommen morgens im Hause Gottes zusammen, um den Gebetsaltar für Deutschland, Europa und für die muslimischen Länder aufzurichten. Sie beten, 10.000 Zweierbibelstudiumteams zu bilden und damit die geistliche Erneuerung und Wiedererweckung in Europa vorzubereiten. In diesem Jahr segnete Gott die Gebete von Gottes Knecht Missionar Peter für die Nächste Generation. Im Sommer durften wir erfahren, dass Gott durch das Global Leadership Empowerment- Forum mit seinem lebendigen Wort mächtig wirkte, wo die Nächste Generation durch das Studium der 5 Bücher Mose ermutigt und zugerüstet wurde. Einige schrieben persönliche Zeugnisse und kamen mit ihren Sünden zu Jesus. Wir durften die Frucht des Gebetes der Knechte Gottes und die Hoffnung Gottes für die Nächste Generation sehen, als globale geistliche Leiter gebraucht zu werden.

Ein Sprichwort sagt: „Gebet ist nicht alles; aber ohne Gebet ist alles nichts“. Das Gebet ist das Wichtigste in unserem Glaubensleben. Gebet ist auch ein Ausdruck unseres Glaubens. Wer betet, der erfährt Gottes mächtigen Arm. Wer betet, darf durch den Glauben die Finsternis dieser Zeit herausfordern und Gottes Wirken durch sein Wort erfahren. Missionarin Sarah Chang betete für ihre beiden Söhne von Geburt an, dass sie einmal an der Bonner Uni studieren und als Hirten für diese Uni gebraucht werden würden. Gott erhörte ihr nicht aufgebendes Gebet, indem beide in Bonn erfolgreich Medizin studierten und nun mit ihren Hausgemeinden als Pioniere für die Erschließung der Medizinischen Fakultät zusammenarbeiten. Gott wird auch Missionarin Sarahs nicht nachlassendes Gebet für die Aufstellung von 12 Glaubensmüttern an jeder Fakultät bis zum Ende segnen und es erfüllen zu seiner Zeit. Gott segnet auch Hirtin Joyce unaufhörliches Glaubensgebet und wirkt dadurch im Leben von Johnson, Judith und Sandra. Wir alle dürfen mit dem Glaubensgebet für die völlige Genesung von H. Joyce zu Gott kommen, dass Gott ihr erlaubt, Gottes Verheißung und den Glauben festzuhalten und die wunderbare Gnade der völligen Heilung zu erfahren.

Sehen wir uns an, was der Engel Gottes über Johannes den Täufer verhieß. Lesen wir die Verse 14-17: „Und du wirst Freude und Wonne haben und viele werden sich über seine Geburt freuen. Denn er wird groß sein vor dem HERRN; Wein und starkes Getränk wird er nicht trinken und wird schon von Mutterleib an erfüllt werden mit dem Heiligen Geist. Und er wird vom Volk Israel viele zu dem HERRN, ihrem Gott, bekehren. Und er wird vor ihm hergehen im Geist und in der Kraft Elias, zu bekehren die Herzen der Väter zu den Kindern und die Ungehorsamen zu der Klugheit der Gerechten, zuzurichten dem HERRN ein Volk, das wohl vorbereitet ist.“ Zunächst verhieß der Engel, dass Zacharias und Elisabeth Freude und Wonne haben und viele sich über seine Geburt freuen würden. Dann verhieß der Engel weiter, dass Johannes groß sein würde vor dem Herrn. Seine Größe war nicht politische oder weltliche Macht. Seine Größe war sein reines und völlig Gott geweihtes Leben. Seine Größe war sein brennendes Hirtenherz für sein Volk, dass er als Stimme eines Predigers in der Wüste die Buße predigte und das Volk zum Zeichen ihrer Umkehr mit Wasser taufte. Seine Größe war, dass er seine Reinheit vor Gott bewahrte, indem er keinen Alkohol trank und keine Partys feierte. Seine Größe war, dass er demütig die empfangene Mission Gottes erfüllte und niemals suchte die eigene Ehre zu nehmen. Seine Größe war, dass er demütig blieb und allein danach trachtete Jesus groß zu machen: „Er muss wachsen; ich aber muss abnehmen!“ (Johannes 3,30).

Diese Worte zeigen, wie kostbar Gott diese Hausgemeinde für sein Heilswerk gebrauchte. Zacharias, Elisabeth und Johannes würden Wegbereiter für das Kommen des Messias sein. Auch unsere Nächste Generation möchte Gott als Wegbereiter und Hauptpersonen seiner Heilsgeschichte gebrauchen. Er wird H. Matthäus als Mann mit Geschichtsbewusstsein und als Wegbereiter für die jungen Menschen seiner Fakultät gebrauchen. Er wird H. Aster und H. Joyce als Glaubensmütter, Bibellehrerinnen und Wegbereiterinnen für zahlreiche junge Menschen, angefangen von Hft. Noah und Hft. Joyce gebrauchen. Gott wird auch Hft. Sarah Schweitzer segnen, als eine Glaubensmutter wie Sarah zu leben, die in den Fußtapfen des Glaubens ihrer Eltern wandelt und als Gottes Wegbereiterin bis hin nach Kartagena gebraucht wird. Unsere Nächste Generation hat ein großartiges geistliche Erbe durch den Glauben ihrer Eltern und der Knechte Gottes empfangen. Sie sind gesegnet, wie Johannes der Täufer als Wegbereiter für die geistliche Erneuerung und Wiedererweckung Europas in Gottes Heilsgeschichte gebraucht zu werden.

Sehen wir uns an, wie Zacharias auf die Worte des Engels reagierte. Vers 18 sagt: „Und Zacharias sprach zu dem Engel: Woran soll ich das erkennen? Denn ich bin alt und meine Frau ist betagt.“ Zacharias hatte so beharrlich für einen Sohn gebetet. Doch nun, da Gott sein Gebet erhören wollte, zweifelte er plötzlich. Als Zacharias daran dachte, dass Elisabeth alt und unfruchtbar war, konnte er es sich nicht vorstellen, dass sie einen Sohn gebären würde. Menschlich können wir Zacharias‘ Reaktion verstehen. Vielleicht habt ihr auch für lange Zeit mit einem Anliegen gebetet. Viele haben jahrelang für ihren Campus gebetet. Wenn Gott euch mit Hesekiel 37,10 verheißt, dass tote Gebeine lebendig werden durch sein Wort, dann dürft ihr absolut daran glauben, dass Gott euer Bibelstudium mit den Hoffnungsträgern segnen und Jünger und Jüngerinnen Jesu durch euch aufstellen wird. Manchmal erhört Gott ein Gebet sofort; oder – wie bei Zacharias und Elisabeth – nach langer Zeit. Manchmal sehen wir die Erfüllung mit unseren eigenen Augen; manchmal erst unsere Kinder oder Kindeskinder. Aber was Gott sich wünscht ist, dass wir nicht nur theoretisch an die Erfüllung glauben, sondern wie Zacharias und Elisabeth gläubig sind, fromm vor Gott leben und absolut an das Wirken Gottes zur Wiedererweckung Europas gemäß seiner Verheißung glauben. Dann werden wir erfahren, wie Gott 100.000 Bibellehrer aufstellt und sie als Missionare bis zum Jahr 2041 in alle Länder aussendet.

Sehen wir uns die Verse 19 und 20 an: “Der Engel antwortete und sprach zu ihm: Ich bin Gabriel, der vor Gott steht, und bin gesandt, mit dir zu reden und dir dies zu verkündigen. Und siehe, du wirst stumm werden und nicht reden können bis zu dem Tag, an dem dies geschehen wird, weil du meinen Worten nicht geglaubt hast, die erfüllt werden sollen zu ihrer Zeit.“ Es tat dem Engel Gottes sehr leid, dass Zacharias solche Worte redete. Aus seiner Liebe gab er Zacharias ein 9-monatiges „Stummtraining“, damit er über seinen Unglauben Buße tun und Gottes großartigen Plan, durch seinen Sohn den Weg des Messias zu bereiten, tief aufnehmen konnte.

Wir lernen hier, dass der Glaube keine Theorie und nichts Abstraktes ist. Gott half Zacharias den praktischen Glauben durch diese Begebenheit zu lernen. Zacharias‘ Innerlichkeit wurde durch das Stummtraining verändert. So konnte er wahrhaft als Vater von Johannes dem Täufer, dem Wegbereiter des Messias, gebraucht werden. Die Verse 67 – 80 zeigen, dass Zacharias und Elisabeth im Gehorsam gegenüber Gottes Anweisung ihren Sohn Johannes nannten, obgleich ihre Nachbarn und Verwandten dies nicht verstehen konnten. Wir sehen auch, dass sie ihren Sohn aufgrund der Verheißung Gottes erzogen. Sie nahmen das Werk Gottes an, dass der Herr seine Verheißungen erfüllen würde, obgleich sie bereits hochbetagt waren. Danken wir Gott, der die Hausgemeinde des Knechts Gottes M. Peter und von M. Sarah während der vergangenen fast 40 Jahre als eine brennende Lampe Gottes und als Wegbereiter unter den deutschen jungen Menschen kostbar gebraucht hat. Inmitten verschiedener Anfechtungen und Verfolgungen hielten sie an dem Verheißungswort Gottes fest und bereiteten durch ihr Gebet und Bibelstudium die Umgebung vor, in der zahlreiche junge Menschen als Jünger und Jüngerinnen Jesu, als Diener des Wortes und als geistliche Leiter aufgestellt und die Hoffnung Gottes für Deutschland, Europa und für die Weltmission offenbart wurde.

Lasst uns über unseren Unglauben, Berechnung und falsche Erwartung Buße tun und persönlich lernen, auf die Verheißung, die Gott uns in seinem Wort schenkt, gläubig zu reagieren. Wir dürfen unsere Kinder, Hoffnungsträger und Freunde mit den Augen des Glaubens betrachten. Wir dürfen Gott für sein mächtiges Wirken danken und eben noch Größeres durch den Glauben sehen, dass Gott sie wie Johannes als Wegbereiter des Werkes und Wirkens Gottes sehr kostbar gebrauchen wird. Indem wir 10.000 Zweierbibelstudiumteams bilden, dürfen wir wie Zacharias und Elisabeth Wegbereiter sein, die Gottes Worte zu den jungen Menschen weissagen, sodass geistlich tote Gebeine lebendig und zu Gottes überaus großem Heer für die Weltmission aufgestellt werden.

Betrachten wir die Verse 24.25: „Nach diesen Tagen wurde seine Frau Elisabeth schwanger und hielt sich fünf Monate verborgen und sprach: So hat der Herr an mir getan in den Tagen, als er mich angesehen hat, um meine Schmach unter den Menschen von mir zu nehmen.“ Elisabeth zog sich für fünf Monate aus dem öffentlichen Leben zurück, um in andächtiger Stille tiefe Gemeinschaft mit Gott zu haben und die Größe seiner Verheißung noch tiefer zu verstehen. Je mehr sie nachdachte umso tiefer erkannte und bekannte sie: „So hat der HERR an mir getan!“ In der Zeit der Erziehung Gottes wurde sie weder verzweifelt noch hochmütig, sondern hielt am Wort Gottes fest. Sie bezeugte das Wirken und die Gnade Gottes, wie der Herr sie gnädig angesehen und ihre Schmach unter den Menschen von ihr genommen hatte.

Heute haben wir durch Zacharias und Elisabeth das Vorbild einer einflussreichen, frommen Hausgemeinde kennengelernt. Gott gebrauchte sie kostbar als Wegbereiter und segnete ihr unaufhörliches Gebet. Gott gebraucht in einer finsteren gottlosen Zeit fromme, betende Hausgemeinden als die Hauptpersonen in seiner Erlösungsgeschichte. Die Hausgemeinde von Zacharias und Elisabeth ermutigt uns, am Wort Gottes festzuhalten und eine brennende Lampe Gottes für die geistliche Erneuerung und Wiedererweckung unserer Generation zu sein. Gott segne besonders unsere Nächste Generation, wie Zacharias, Elisabeth und Johannes, Wegbereiter und Hauptpersonen der Geschichte Gottes zu sein. Lasst uns an Hesekiel 37,10 festhalten und erfahren, dass Gott Deutschland und Europa durch die Macht des Wortes Gottes lebendig macht und die jungen Menschen zu einem überaus großen Heer von Bibellehrern und Wegbereitern aufstellt.

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