Ein gesegnetes Volk

5. Mose 31,1- 34,12
Leitvers 33,29

„Wohl dir, Israel! Wer ist dir gleich? Du Volk, das sein Heil empfängt durch den Herrn, der deiner Hilfe Schild und das Schwert deines Sieges ist! Deine Feinde werden dir huldigen und du wirst auf ihren Höhen einherschreiten.“

Dank sei Gott, dass er das vergangene Global Leadership Empowerment Forum 2019 in Bonn/Wachtberg mit seinem Wort aus den ersten fünf Büchern Mose reichlich gesegnet hat. Wir danken Gott, der viele hervorragende Bibellehrer, Prediger und Self-motivated executive bible teachers (SEBTs) unter der nächsten Generation aufgestellt hat. Der heu-tige Abschnitt behandelt den Abschluss des Pentateuchs. Das Volk Israel lagerte auf den Ebenen Moabs unmittelbar vor dem verheißenen Land. Für sie würde bald ein neuer „Lebensabschnitt“ beginnen. Im heutigen Text lernen wir, wie Mose sein Volk auf den neuen Abschnitt ihrer Geschichte vorbereitete. Für viele beginnt in der kommenden Wo-che ein neues Schuljahr oder ein neuer Lebensabschnitt in geistlicher oder praktischer Hinsicht. Lasst uns heute lernen, wie wir im neuen Schuljahr bzw. Lebensabschnitt das Land der Verheißung erobern und ein Leben als Gottes gesegnetes Volk führen dürfen. Vor allem dürfen wir Moses Leiterschaft und Glaubens, seine Siegeszuversicht, am Ende seines Lebens kennenlernen.

I. Sei getrost und unverzagt (Kapitel 31-32)

Die Kapitel 31 und 32 berichten über Moses drei Maßnahmen, um die Israeliten für den neuen Abschnitt in seiner Geschichte vorzubereiten: 1) Die Einsetzung von Josua als Leiter. 2) Das Gebot, alle sieben Jahre das Gesetz öffentlich verlesen zu lassen. 3) Das Lied des Moses.

Sehen wir uns Verse 31,1.2 an: „Und Mose ging hin und redete diese Worte mit ganz Is-rael und sprach zu ihnen: Ich bin heute hundertundzwanzig Jahre alt, ich kann nicht mehr aus- und eingehen. Dazu hat der Herr zu mir gesagt: Den Jordan hier sollst du nicht überschreiten!“ Mose, der Knecht Gottes, hatte 40 Jahre dem Volk Israel gedient, von ganzem Herzen und mit all seiner Kraft und völliger Hingabe. Nun konnte er nicht mehr ein- und ausgehen. Mein Vater dient dem Werk Gottes in Deutschland nun schon 39 Jahre. Meine Mutter dient dem Missionswerk schon seit 46 Jahren, und sie arbeitet immer noch vom frühen Morgen bis zum späten Abend. Auch die Hausgemeinde von M. Stephanus dient diesem Werk seit 38 Jahren. Sie haben diesem Werk mit völliger Hin-gabe gedient, ohne Urlaub und Pause zu machen oder in Rente zu gehen. Dank sei Gott für viele Knechte Gottes und Missionare wie M. Moody Park, Dr. John Jun, M. Mark Yang, M. Paul Chung, M. Joseph Ahn Senior, Prof. Paul Hong, M. Joshua Lee, M. David Kim, die immer noch dem Missionswerk dienen. Wir wurden durch ihre Teilnahme und ihren Beitrag auf dem vergangenen GLEF 2019 groß ermutigt. Ich wurde sehr ermutigt und herausgefordert von M. Paul Chung, der beim GLEF 2019 zehn Tage lang das ganze Programm von Morgen bis zum Abend koordinierte und überwachte. M. Mark Yang ver-anstaltete auch drei Question-Making-Workshops am Nachmittag. Es ist wirklich ein au-ßerordentliches Privileg, von solch großartigen Knechten Gottes zu lernen und Lebens-gemeinschaft mit ihnen teilen zu dürfen. Sie sind lebende Legenden und Zeugnisse, dass Gott ein Land, Korea, verändert und zu einer königlichen Priesterschaft und zu ei-nem Segen für die ganze Welt gemacht hat. Ich bete, dass wir solche kostbaren Gele-genheiten wie GLEF weiter gut nutzen dürfen, dass wir als nächste Generation mit den Knechten Gottes Gemeinschaft haben und mit ihnen lernen dürfen.

In den Versen 31,3-8 setzte Mose Josua als seinen Nachfolger ein und gab ihm und dem Volk klare Gebetsanliegen. 1) Sie sollten das verheißene Land einnehmen. 2) Sie sollten mit Land und Leuten nach den Geboten Gottes tun. Gemäß Numeri 33,50-56 bedeutet Gottes Befehl, das Land einzunehmen, nicht nur dort irgendwie zu wohnen, sondern dem Götzendienst ein Ende zu bereiten und den Gottesdienst aufzurichten. Mose ermu-tigte Josua und die Israeliten, getrost und unverzagt zu sein. Sie durften getrost und un-verzagt sein, weil Gott, der Herr, selbst vor ihnen hergehen und die Feinde Gottes vertil-gen würde. Richard von Weizsäcker sagte, dass 40 Jahre immer einen Abschnitt einer Geschichte darstellen. Für viele Missionare in Deutschland ist diese Zeit nahegekom-men. Unsere Glaubensvorgänger haben Glaubensgeschichte geschrieben, indem sie das Werk des Zweierbibelstudiums und der Jüngererziehung in mehr als 90 Länder der Erde brachten und Jünger Jesu, Hausgemeinden und Bibellehrer und Leiter unter den einheimischen jungen Menschen aufstellten. Viele Theologen sagen, dass das Haupt-werk Gottes im 20. Jahrhundert war. Wir beten für unsere nächste Generation, dass sie wie Josua und die Israeliten für den nächsten Abschnitt des Missionswerkes gebraucht werden können. Konkret beten wir für die geistliche Wiedererweckung durch die Er-schließung von 1700 Universitäten in Europa, für die Muslimemission durch die Pionie-rung von drei geistlichen Stützpunkten in Istanbul, Kairo und Dubai und schließlich für die Aussendung von 100.000 Missionaren bis zum Jahr 2041. Dafür beten wir für die Aufstellung eines großen geistlichen Heeres unter den jungen Menschen, z.B. durch GLEF. Als nächste Generation müssen wir uns fragen: Was ist unsere Vision? Wollen wir einfach nur in dem Missionsland unseren Eltern und Hirten bequem für unser Vergnügen leben oder wollen wir der Eroberung des verheißenen Landes der Weltmission dienen? Wie Josua und die Israeliten dürfen wir von kleinen Dingen an dem Eroberungswerk des verheißenen Landes dienen, angefangen von unseren Schulen und Fakultäten durch die Bildung der Gebetskreise, ZBS-Teams, Frühgebetsteams, Freitagsversammlung und SGD. Wir dürfen getrost und unverzagt sein, 10000 ZBS-Teams zu bilden und die Nächs-te Generation durch das Bibelstudium und durch das GLEF-Programm geistlich zu mobi-lisieren und das Jüngererziehungswerk herauszufordern. Wir dürfen getrost und unver-zagt sein, einem Hoffnungsträger bis zum Ende mit dem ZBS zu dienen und Jünger Jesu aufzustellen. Ht. Sarah Schweitzer, Ht. Sarah Grace und Ht. Judith dürfen getrost und un-verzagt für die Kartagena-, Kambodscha- und Indienmission beten und mit geistlicher Vision in ihrer Jugendzeit als großartige Glaubensmütter wachsen.

Sehen wir uns Verse 31,9-13 an. Mose schrieb das Gesetz auf und gab es den Priestern, Leviten und Leitern des Volkes. Alle sieben Jahre sollten sie sich versammeln – Männer, Frauen, Kindern und Fremdlinge – und das Gesetz lesen und studieren. Auch die klei-nen Kinder bis sieben Jahre sollten das Gesetz hören und lernen, den Herrn, ihren Gott, zu fürchten. Auf dem Kongress der 4/14-Bewegung 2013 in Bangkok haben wir gelernt, dass das Alter zwischen 4 und 14 Jahren der wichtigste Zeitraum für die geistliche For-mierung eines Kindes ist. Anstatt zu denken, dass sie zu jung oder zu dumm sind, dürfen wir in dieser Zeit unsere Kinder geistlich fördern und ausbilden. Wir dürfen unsere Kinder lehren, die Bibel zu lesen, dazu eine persönliche Stellungnahme zu schreiben, auch das geistliche Tägliche Brot zu essen und Gottes Wort zu gehorchen.

Sehen wir uns die Verse 31,14-32,47 an. Dieser Abschnitt ist sehr ernsthaft und keine „Feel good“-Botschaft. Gott sagte Mose voraus, dass sein Volk nach Moses Tod von ihm abfallen und den anderen Göttern nachlaufen und den Bund mit Gott brechen würde. Gott verzweifelte aber nicht, sondern gebot Mose, das Buch des Gesetzes, neben der Bundeslade zu lassen und auch die Leiter der Israeliten das Lied des Moses zu lehren. Das Lied des Moses kann man so zusammenfassen:

1)Ermahnung, auf die Worte Gottes zu hören und Gott die Ehre zu geben (1-3).
2) Gott ist der wahre Fels und gerecht; es sind die Menschen, die verkehrt und böse sind und gegen Gott gesündigt haben (4-6).
3) Gottes Gnade und Barmherzigkeit für Israel (8-14). Israel war niemand, ein Häufchen Elend in der Wüste in der dürren Einöde. Aber Gott der Herr nahm sich seiner an. Der Herr beschützte Israel vor allem Unglück und allen Gefahren. Unter der Leitung Gottes wurde Israel mit dem Besten genährt.
4) Im Segen verwarf Israel den wahren Gott und wahren Felsen und lief anderen Göttern nach (15-18). In guten Bedingungen ist es sehr einfach, seine Hoffnung auf fremde Göt-ter und andere Felsen zu setzen. Durch gute Bedingungen wird man hochmütig, faul und rebellisch und schließlich fett und feist. Diese Entwicklung kann ich auch bei mir selbst spüren. Darum darf ich in der Zeit des äußerlichen Segens noch mehr kämpfen, mich vor Gott zu demütigen und Gott mein Leben als ein Brandopfer 100% zu geben.
5) Der Zorn und Fluch Gottes (19-27). Wegen der Hurerei der Israeliten mit anderen Göt-tern, die in wahrhaft keine echten Götter sind, kann Gott nicht anders, als sein Antlitz vor ihnen zu verbergen. Als Folge dessen verlieren sie Gottes Schutz und ziehen auch den Zorn Gottes auf sich. Sie müssen das verfluchte Leben ohne Gottes Gegenwart kennen-lernen.
6) Israel ist einsichtslos (28-33). Die Israeliten sollten erkennen, dass die Ursache ihres Unglücks nicht schlechte Bedingungen oder andere Menschen sind, sondern, dass sie Gott, den wahren Felsen, verlassen haben. Aber sie sind verstockt und einsichtslos.
7) Am Tiefpunkt muss Israel anerkennen, dass der Herr allein Gott und der wahre Fels ist und dass ihr Schicksal in der Beziehung zu Gott liegt (34-39).
8) Errettung (40-43). Wenn die Israeliten am Tiefpunkt angekommen sind und sie geistli-che Einsicht gewinnen und Buße tun, wird der Herr sie von ihren Feinden erretten und diese ebenso richten.

Das Lied des Moses beschreibt sieben Phasen der Beziehung Israels mit Gott. In der Geschichte Israels sehen wir, dass diese Phasen wie ein Zyklus immer wieder auftauch-ten: Zunächst im Buch der Richter, später im Buch der Könige und Chroniken. Der Tief-punkt war der Verlust des verheißenen Landes und die Deportation in die babylonische Gefangenschaft. Dieser Zyklus findet auch im Leben vieler Menschen statt. Es scheint, dass sich die Geschichte der Menschen immer im Kreis dreht. Zwar steht am Ende eines Zyklus immer die Errettung, aber es ist eine Achterbahnfahrt wie die Gefühlslage eines pubertierenden Jugendlichen. Es ist wirklich sehr aufregend, aber wenig produktiv und hinterlässt oft bleibende Schäden. Wie können Gottes Leute aus diesem Zyklus heraus-kommen?

Sehen wir uns die Verse 32,46.47 an: „sprach er zu ihnen: Nehmt zu Herzen alle Worte, die ich euch heute bezeuge, dass ihr euren Kindern befehlt, alle Worte dieses Gesetzes zu halten und zu tun. Denn es ist nicht ein leeres Wort an euch, sondern es ist euer Le-ben, und durch dies Wort werdet ihr lange leben in dem Lande, in das ihr zieht über den Jordan, um es einzunehmen.“ Sollten die Israeliten wegen der Ankündigung ihres baldi-gen Abfalls von Gott sich schlecht oder beleidigt fühlen? Nein, das wäre ein kindisches Verhalten. Sie durften vielmehr durch die mahnenden Worte aus dem Lied des Moses geistliche Einsicht bekommen und ermutigt werden, sich die Worte Gottes zu Herzen nehmen. Sie durften nicht nur selber Verlangen nach Gottes Wort haben, sondern sie durften auch ihre Kinder lehren, die Worte Gottes zu halten und zu tun. Dann würden in dem verheißenen Land lange Leben können und ein gesegnetes Leben führen. Der Schlüssel, um ein glückliches und gesegnetes und langes Leben in dem verheißenen Land zu führen, ist es, Gottes Worte und Gebote zu studieren und ihnen zu gehorchen. Der Schlüssel, um ein gesegnetes und geistlich und praktisch fruchtbares neues Schul-jahr zu haben, liegt darin, Gottes Worte und Gebote zu studieren. Wie können wir das tun? Konkret dürfen wir treu zum Bibelstudium, Bibelstudiummaterial vorbereiten, STL-Schreiben, Frühgebet und Young Leader’s Abend sein. Auch dürfen wir nicht nur selber uns an das Wort Gottes halten, sondern wir dürfen unsere Kinder, Freunde und Hoff-nungsträger zum Bibelstudium einladen und sie ermutigen, Gottes Wort zu gehorchen. Gerade der Kampf für das ZBS anstatt mit der Selbstbeschäftigung hilft uns, nicht be-quem oder überheblich zu werden, sondern in der richtigen Beziehung mit Gott zu blei-ben. Dann können wir aus dem ständigen Auf und Ab der Sünde herauskommen und anfangen, weiter zu kommen und als ein großes geistliches Heer Gottes zu wachsen.

II. Wohl dir Israel! Wer ist dir gleich? (Kapitel 33 und 34)

Am Ende seines Lebens segnete Mose die Israeliten. Sehen wir uns die Verse 33,3-5 an: „Wie hat er sein Volk so lieb! Alle Heiligen sind in deiner Hand. Sie werden sich set-zen zu deinen Füßen und werden lernen von deinen Worten. Mose hat uns das Gesetz geboten, das Erbe der Gemeinde Jakobs. Und der Herr ward König über Jeschurun, als sich versammelten die Häupter des Volks samt den Stämmen Israels.“ Gottes Volk wur-den hier als „Heilige“ bezeichnet. Wir wissen, dass die Israeliten in vieler Hinsicht sehr mangelhaft und gegenüber Gott abtrünnig waren. Aber Gott hat sein Volk so lieb und hat für sein Volk die Hoffnung, dass es zu einem heiligen Volk wächst, gemäß seiner Ver-heißung, die er ihnen am Berg Sinai gegeben hat: „Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein.“ (2. Mose 19,6) Aus eigener Kraft können die Israeli-ten nicht zu den „Heiligen“ werden. Aber sie haben den Segen der Worte Gottes erhal-ten. Das Erbe der Gemeinde Jakobs ist das Gesetz. Die Worte Gottes und das Gesetz Gottes sind das beste Erbe und der beste Segen für das Volk Gottes. Durch die Worte Gottes und das Gesetz Gottes können sie ihre sündige und sklavische Mentalität über-winden und als ein heiliges Volk Gottes wachsen. Gottes größter Segen ist, dass der Herr die Israeliten trotz ihrer Mangelhaftigkeit und Versagens als sein Volk angenommen und ihr König sein will.

Sehen wir uns nun den Segen für die einzelnen Stämme in den Versen 33,6-24 an. Mo-se segnete jeden Stamm aufgrund seiner Geschichte und Gebetsanliegen. Mose segne-te den Stamm Ruben, nicht zu sterben, sondern zu leben und an Zahl zu zunehmen. Nach der Rebellion von Datan und Abiram wurde der Stamm Ruben dezimiert. Mose wünschte sich, dass sie nach der Buße wieder wachsen und groß werden würden. Be-merkenswert ist auch der Segen Moses für den Stamm Levi. Unabhängig davon, dass Mose selbst aus dem Stamm Levi stammte, hat der Stamm Levi die größte Wandlung er-fahren. Levis Vater, Jakob, bezeichnete Levi und Simeon als brutale Mörder, die im Zorn unschuldige Menschen eines ganzen Dorfes ausgelöscht hatten (2. Mose 49,5-7). Aber im Lauf des Exodus wuchsen die Leviten als treue Knechte und Mitarbeiter Gottes heran. Während der Versuchung standen die Leviten als einziger Stamm auf der Seite Moses und bewirkten an diesem Tage die Buße und ein großes Heil für das Volk Israel. Moses segnete den Stamm Levi mit dem Segen des geistlichen Amtes: „Deine Lose ‚Recht‘ und ‚Licht‘ sollen bleiben bei deinem Getreuen […] Die hüten dein Wort und bewahren dei-nen Bund; sie lehren Jakob deine Rechte und Israel dein Gesetz; sie bringen Räucher-werk vor dein Angesicht und Ganzopfer auf deinen Altar.“ An dieser Stelle soll auch er-wähnt werden, dass Simeon in dem Segen Moses nicht erwähnt wurde. Die Simeoniter hatten aktiv mit den Moabitern die Sünde begangen, die den Zorn Gottes auf die ganze Gemeinde kurz vor dem Einzug in das verheißene Land kommen ließ. Der Segen Moses für die einzelnen Stämme Gottes zeigt klar, dass die Taten und Sünden zwar vergeben, aber Konsequenzen für die Zukunft haben, im Guten sowie im Schlechten.
Sehen wir uns Vers 33,29 an: „Wohl dir, Israel! Wer ist dir gleich? Du Volk, das sein Heil empfängt durch den Herrn, der deiner Hilfe Schild und das Schwert deines Sieges ist! Deine Feinde werden dir huldigen und du wirst auf ihren Höhen einherschreiten.“

Am Ende seines Segens preist Mose das Volk Israel als das gesegnetste Volk, dem kein Volk gleich ist. Israel ist das gesegnetste Volk, weil sie durch Gott das Heil empfangen und den Sieg erlangen. Israel war einst das niedrigste Volk auf der Erde gewesen. Sie waren hilflos und voller sklavischer Mentalität. Aber Gott hatte sich über dieses Volk er-barmt und es zu seinem Volk gemacht und sie 40 Jahre lang bis zur Grenze des verhei-ßenen Landes geführt mit seiner Hoffnung, als ein Königreich von Priestern und als ein heiliges Volk zu wachsen. Gott hatte ihnen Heil und auch Siege über verschiedene Rei-che geschenkt, die größer und mächtiger als sie waren. Gott wollte ihnen nun das ver-heißene Land geben, indem er die Feinde vor ihnen austrieb. Dies war nicht wegen ihrer eigenen Qualität, sondern weil Gott sich entschieden hatte, ihr Gott zu sein. Darum war Israel ein gesegnetstes und glücklichstes Volk.

M. Moody sagte in seiner Botschaft, dass er sich wunderte, dass Gott Korea so sehr ge-segnet hat. Er bezeugte, dass Korea ein gesegnetes Land ist, nicht wegen Koreas Quali-täten, sondern weil Gott dieses Land in seinem Erbarmen auserwählt hat, als eine ent-scheidende Kraft für die Weltmission im 20./21. Jahrhundert gebraucht zu werden. Deutschland ist auch ein gesegnetes Land, das trotz seiner Verbrechen im 2. Weltkrieg die Gnade der Wiederherstellung und Wiedervereinigung erfahren hat. Das ist Gottes unverdiente und unvorstellbare Gnade. Wir glauben, dass Gott gerade dieses Land noch einmal als einen Segen und als eine Hirtennation für Europa und für die Weltmission gebrauchen und dadurch seine Herrlichkeit in seiner Gnade erweisen möchte.

Wenn ich mein Leben betrachte, darf ich auch bezeugen: „Wohl dir, M. Petrus! Wer ist dir gleich? Du Volk, das sein Heil empfängt durch den Herrn, der deiner Hilfe Schild und das Schwert deines Sieges ist! Deine Feinde werden die huldigen und du wirst auf ihren Höhen einherschreiten.“

Mein Leben ist so gesegnet, nicht wegen meiner eigenen Qualifikation und Leistungen, sondern weil Gott mich in seiner einseitigen Gnade errettet hat – von der Jugendbegier-de und Karrierebegierde und Kleinbürgerlichkeit – und mich gemäß seiner Hoffnung als einen Fels des Glaubens für die medizinische Fakultät und für die geistliche Wiederer-weckung in Europa aufgrund seines Wortes aus Johannes 1,42 gebrauchen möchte. Die Herausforderungen im geistlichen Leben und Berufsleben gehen über meine Kapazität hinaus, aber ich darf tagtäglich erfahren, dass Gott „meiner Hilfe Schild“ und „Schwert des Sieges“ ist. Ich darf hier über meine gewohnheitsmäßig undankbare und negative Denkweise Buße tun. Stattdessen darf ich mit Dankbarkeit und Freude als ein geseg-netster Mensch Gottes Gnade bezeugen und dem Werk Gottes und dem Pionierungs-werk durch das Bilden von ZBS-Teams und der Mobilisierung der Nächsten Generation mit Freude und mit Priorität dienen. Die Mitarbeiter der Nächsten Generation und auch der Vorgängergeneration sind auch gesegnetste Menschen. Der wahre Segen besteht nicht in dem weltlichen Erfolg, Doktortitel, Besitz oder einem autonomen Leben, sondern darin, als Gottes Leute für die Mission Gottes zu leben, von Anfang bis zum Ende.

Sehen wir uns noch das Kapitel 34 an. Gott ließ Mose auf den Berg Nebo, der ein Gipfel des Gebirges Pisgah war, steigen. Dieser liegt heute ca. 710 m über dem Meeresspiegel bzw. 1338 m über dem Spiegel des Toten Meeres. Dort zeigte ihm der Herr das ganze Land nach Norden, nach Westen bis an das Mittelmeer und nach Süden. Es war das Land, das Gott Abraham, Isaak und Jakob verheißen hatte. Die Verheißung war nun un-mittelbar vor seiner Realisierung. Mose, der Knecht Gottes, starb im Lande Moab und wurde dort von Gott selbst begraben.

Sehen wir uns die Verse 34,7 an: „Und Mose war hundertundzwanzig Jahre alt, als er starb. Seine Augen waren nicht schwach geworden und seine Kraft nicht verfallen.“

Äußerlich betrachtet war Moses Leben ein anstrengendes Leben voller Herausforderun-gen, Krisen, Stress und viel Arbeit und Leiden gewesen, bis zum Ende. Aber als er Got-tes Mission von ganzem Herzen diente, blieben sein Körper und Geist gesund und stark bis zu seinem Tod im späten Alter von 120 Jahren.

Sehen wir uns die Verse 34,10-12 an: „Und es stand hinfort kein Prophet in Israel auf wie Mose, den der Herr erkannt hätte von Angesicht zu Angesicht, mit all den Zeichen und Wundern, mit denen der Herr ihn gesandt hatte, dass er sie täte in Ägyptenland am Pha-rao und an allen seinen Großen und an seinem ganzen Lande, und mit all der mächtigen Kraft und den großen Schreckenstaten, die Mose vollbrachte vor den Augen von ganz Israel.“ Die Bibel sagt, dass Mose das großartigste Leben führte, das ein Mensch führen kann.

Dr. John Jun ist trotz seines Alters von über 70 Jahren immer noch sehr stark und ge-sund. Ich bin sehr ermutigt, dass meine Eltern noch bis 90 dem Werk Gottes dienen wol-len. Heutzutage beschäftigen sich viele Menschen mit Alzheimer. Darum wurde auf dem Venusberg auf dem Gelände der Uniklinik das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) gebaut, um Alzheimer zu erforschen. Aber Moses Leben zeigt uns, dass ein Leben mit der Mission bis zum Ende ein gesundes Leben ist, ohne Alz-heimer, und ein großartiges Leben ist.

Im heutigen Text lernen wir, wie wir uns auf das neue Schuljahr bzw. auf den neuen Le-bensabschnitt vorbereiten dürfen: 1) Wir dürfen getrost und unverzagt sein, das verhei-ßene Land, angefangen von unserer Schule und unserem Campus, einzunehmen. 2) Wir dürfen durch das Studieren und Halten des Wortes Gottes aus dem Teufelskreis des ständigen Aufs und Ab der Sünde herauskommen und als Gottes Leute wachsen. 3) Wir dürfen bezeugen, dass wir gesegnetste Menschen sind und weiter als wahrhaft Geseg-nete leben, nämlich als Volk
Gottes mit der Mission Gottes. Gott segne uns, getrost und unverzagt für das Bilden von 10000 ZBS-Teams und der Gebetskreise und für das Pionierungswerk zu sein und auch die Mission Gottes für das neue Schuljahr herauszufordern.

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