Ein überaus großes Heer Gottes

Hesekiel 37,1 – 14
Leitvers 37,10

„Und ich weissagte, wie er mir befohlen hatte. Da kam der Odem in sie und sie wurden wieder lebendig und stellten sich auf ihre Füße, ein überaus großes Heer.“

Heute möchten wir noch einmal das Wort Gottes aus Hesekiel 37,10 studieren. Wir hatten in den letzten drei Tagen in Mayen unsere Young Leaders Konferenz, wodurch ich wirklich sehr ermutigt wurde, weil ich ein wirklich großes Heer Gottes gesehen habe. Weil ich – inklusive Abraham Tornau – 21 Völker gesehen habe, die Jesus liebhaben und gerne die Bibel studieren. Es ist so leicht immer nur Totengebeine zu sehen, aber wir durften durch den Glauben auf das überaus große Heer sehen, das Gott vorbereitet hat. Dieses Wort ist das Jahresleitwort unserer Gemeinde. Wir haben es schon oft gehört, aber trotzdem ermutigt und stärkt es mich immer wieder. Wir wollen heute noch einmal darüber nachdenken, wie wir auf Gott auch in einer hoffnungslosen Lage vertrauen und durch den Glauben und Gehorsam den Totengebeinen weissagen können. Möge Gott uns Hoffnung und Vision schenken, für unsere Umgebung, unsere Stadt, unser Land und für die ganze Welt.

1. Meinst du wohl, dass diese Gebeine wieder lebendig werden?

Wer war Hesekiel? Hesekiel heißt „Gott möge kräftigen“. Er war der Sohn eines Priesters und gehörte der ersten Gruppe die Israeliten an, die 598 v. Chr. nach Babylon verschleppt wurden. Er war Zeitgenosse Jeremias. Mit dreißig Jahren begann er sein prophetisches Wirken für zwanzig Jahre, trat jedoch selber nie in Israel oder Juda selber auf, sondern starb in Babylon. Das Kapitel 37 ist das wahrscheinlich bekannteste Kapitel des Buches Hesekiel und gehört dem Teil des Buches an (Kap. 33-38) an, das die Rückkehr der Israeliten voraussagte und ihnen Hoffnung und Trost spendete.
Sehen wir uns dieses Buch nun genauer an. Vers 1 sagt: „Des Herrn Hand kam über mich und er führte mich hinaus im Geist des Herrn und stellte mich mitten auf ein weites Feld; das lag voller Totengebeine.“ Gott führte Hesekiel im Traum oder in einer Vision auf ein weites Feld voller Totengebeine. Eigentlich kann man sich solch ein unheimliches Setting nur schwer vorstellen, es war wie eine Szene aus einem Horrorfilm. In Vers 2 betont der Autor vor allem, dass es aber nicht nur unheimlich war, sondern die ganze Atmosphäre vor allem von Tod und Hoffnungslosigkeit erfüllt war: „Und er führte mich überall hindurch. Und siehe, es lagen sehr viele Gebeine über das Feld hin, und siehe, sie waren ganz verdorrt.“ Ich erinnere mich, dass ich als Präparierassistent im Anatomiekurs einmal alleine in den Leichenkeller musste, um etwas zu holen. Ich empfand dies nicht nur als unheimlich oder unangenehm, sondern die vom Tod gefüllte Luft war sehr bedrückend. Diese Verse haben wir schon öfter gelesen, und vielleicht lesen wir recht leicht darüber, aber wir müssen uns wirklich klar machen, wie hoffnungslos und dunkel diese Situation war. Hesekiel sah nur Knochen, und in seiner Umgebung gab es weit und breit kein Fünkchen Leben, es war einfach alles tot.

Für Hesekiel musste dies nicht nur hoffnungslos ausgesehen haben, sondern vor allem sein Herz geschmerzt haben. Denn wie wir später im Kapitel erfahren spiegelte diese Situation die Lage Israels wieder, die Hesekiel noch einmal schmerzlich daran erinnerte. Nachdem Israel in der Zeit der Richter und Könige geteilt worden war und sie durch ihren Götzendienst immer mehr von Gott abfielen, gerieten sie in die babylonische Gefangenschaft. Israel verlor seine Heimat und wurde in ein fremdes Land verschleppt. Im letzten Jahr habe ich mich viel mit dem Heimats- und Identitätsbegriff beschäftigt durch meine Arbeit mit der Rolle und dem Einfluss der „2nd generation“ mit Migrationshintergrund in Deutschland. Ich erinnerte mich daran, wie heimatlos ich mich in Deutschlande gefühlt habe und manchmal immer noch fühle, obwohl ich hier geboren bin. Aber die Israeliten hatten noch nicht einmal ein physikalisches Land, was sie ihr eigen nennen konnten. Vor allem ihre Nächste Generation wuchs als Gefangene mit zerrütteter Kultur und Identität auf. Sie dachten, dass sie ihre Heimat nie mehr wieder sehen würden. Hesekiel 33,10b sagt dazu passend, wo Hesekiel Israel sagen sollte: „Ihr sprecht: Unsere Sünden und Missetaten liegen auf uns, das wir darunter vergehen; wie können wir denn leben?“ Psalm 141,7 beschreibt ihre Situation gut: „Ihre Gebeine werden zerstreut bis zur Pforte des Todes, wie wenn einer das Land pflügt und zerwühlt.“ Israel befand sich also in der absoluten Hoffnungslosigkeit.

Was geschah dann? Vers 3a: „Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, meinst du wohl, dass diese Gebeine wieder lebendig werden?“ Was war das für eine Frage? Warum führte Gott Hesekiel auf ein Feld voller Totengebeine, um ihm dann solch eine Frage zu stellen? Gott wollte Hesekiel helfen und herausfordern, in all dieser vorherrschenden Hoffnungslosigkeit doch Hoffnung zu sehen und in schierer Unmöglichkeit doch Glauben zu haben. Was war Hesekiels Antwort? „Und ich sprach: Herr, mein Gott, du weißt es.“ Einige wenige Bibelkommentare legen Hesekiels Antwort aus, als könne sie auch negativ gemeint sein. Aber Hesekiels Antwort war eindeutig eine Antwort des Glaubens. Mit dieser Antwort drückte er aus, dass er selber als Mensch vielleicht nichts machen konnte, aber dass er an Gottes Allmacht und Souveränität glaubte und absolut vertraute, dass der Gott, der aus dem Nichts die ganze Welt geschaffen hatte auch diese Totengebeine lebendig machen konnte.

Wir können hier viel von Hesekiels Haltung lernen, vor allem, dass er an den allmächtigen Schöpfergott glaubte. Kommen auch wir nicht oft in eine Situation wie Hesekiel, wo wir nur Totengebeine sehen können? Als ich dieses Jahr mit meinen Eltern in Dubai war und wir die Sheik Zayid Moschee in Abu Dhabi besuchten, fühlte ich auch etwas wie auf einem Friedhof, die abertausenden Menschen dort, die wie lebende Tote orientierungslos irgendetwas suchten in einer vom Materialismus und Götzendienst verpesteten Luft. Wir sehen Totengebeine, wenn unsere Bemühungen und Kämpfe Jünger Jesu unter jungen Menschen aufzustellen oder auf dem Campus von Jesus zu erzählen, auf Ablehnung stoßen. Wenn wir sehen, wie weit sich der Säkularismus, Humanismus, Relativismus und Genderismus in unserer Gesellschaft breit gemacht hat. Wenn sogar unter den Christen diejenigen als extrem bezeichnet werden, die sie sich für die Ausbreitung des Reiches Gottes hingeben, dann fragen wir uns, ob ich gerade derjenige sein will oder sein muss, der einen Unterschied macht und gegen den Humanismus dieses Landes kämpft? Manchmal sehen wir sogar die Totengebeine in uns selbst, wenn wir vergleichende Gedanken, Neid und immer wiederkehrende Schwachheit in uns sehen. Gott fragt aber auch uns in solcher Situation von Entmutigung und vielleicht Resignation: „Meinst du, dass diese Gebeine wieder lebendig werden? Meinst du, dass diese Studenten als treue Jünger Jesu wachsen? Meinst du, dass deine Tochter als Arztmissionarin nach Karthagena ausgesandt werden kann?“ Wir sind häufig voller Unglauben. Aber von Hesekiel dürfen wir lernen zu glauben, wo nichts zu glauben ist, und zu hoffen, wo nichts zu hoffen ist. Wir dürfen durch den Glauben anerkennen, dass Gott der Gott ist, der aus Nichts die ganze Welt geschaffen hat, der die Blinden sehen und die Lahmen gehen lässt. Wir dürfen antworten: „Herr, du weißt es! Ja Herr, du hast auf jedem Campus 12 Studenten vorbereitet, die gerne zum Bibelstudium kommen. Ja Herr, du wirst die Jugendlichen unseres Esra-, Hesekiel-, Gideon- und Josiateams als exzellente global arbeitende geistliche Leiter aufstellen.“

Weil der Knecht Gottes diese Augen des Glaubens hatte, ließ er sich nicht von humanistischen Stimmen beeinflussen, sondern diente dem Werk Gottes und der Nächsten Generation, sodass wir Einfluss ausüben und mehr und mehr geistliche Leiter hervorkommen, die einflussreich Gottes Werk dienen. Weil Missionar Dr. Samuel Lee und Mutter Barry diesen Glauben hatten, konnte ein Dritte Welt Land (Südkorea) mehr als 1.500 Zeltmacher-Missionare in die ganze Welt aussenden und der Welt geistlich zu essen geben. Wenn wir auf unsere Kinder sehen, dürfen wir glauben, dass Gott sie als einflussreiche Missionare gebraucht, die wie Apostelgeschichte 2,17 sagt, weissagen, Gesichte sehen und Träume haben. Wir brauchen uns nicht von der aktuellen Realität entmutigen lassen, sondern können sehen, dass der allmächtige Gott alles tun kann, sodass die geistliche Wüste in Deutschland erblüht und Gott 10.000 Bibellehrer und fünf Millionen Gebetsmitarbeiter aufstellt.

2. Weissage über diese Gebeine und sprich zu ihnen!

Lesen wir die Verse 4-7: „Und er sprach zu mir: Weissage über diese Gebeine und sprich zu ihnen: Ihr verdorrten Gebeine, höret des Herrn Wort! So spricht Gott der Herr zu diesen Gebeinen: Siehe, ich will Odem in euch bringen, dass ihr wieder lebendig werdet. Ich will euch Sehnen geben und lasse Fleisch über euch wachsen und überziehe euch mit Haut und will euch Odem geben, dass ihr wieder lebendig werdet; und ihr sollt erfahren, dass ich der Herr bin.“ Hesekiel sollte nun nicht einfach sitzenbleiben, sondern er sollte aktiv werden und zu den Gebeinen sprechen: Ihr verdorrten Gebeine, höret des Herrn Wort! Denn Gott wollte zu diesen Gebeinen den Odem bringen, damit sie wieder lebendig werden. Er wollte sie mit Fleisch und Haut überziehen und ihnen seinen Geist geben, damit sie erfahren, dass Gott der Herr ist. Das hebräische Wort für den Odem ist „Ruach“, was übersetzt „Geist, Odem, Atem“ heißt. Wenn dieser Odem in sie kam würden sie ein völlig neues Leben bekommen und Gottes Werk an sich selber selben. Zu den Gebeinen zu sprechen erforderte von Hesekiel wirklich Glauben, weil er aus der tiefsten Überzeugung sprechen musste, dass der Herr sich auch wirklich an diesen Totengebeinen offenbaren würde. Hier können wir auch noch einmal sehen, dass Glaube nicht etwas Theoretisches oder ein Gedankenkonstrukt ist, sondern in der Konsequenz eine praktische Tat erfordert, die uns herausfordert.

Sehen wir uns Vers 7 bis 8a an: „Und ich weissagte, wie mir befohlen war. Und siehe, da rauschte es, als ich weissagte, und siehe, es regte sich und die Gebeine rückten zusammen, Gebein zu Gebein. Und ich sah, und siehe es wuchsen Sehnen und Fleisch darauf und sie wurden mit Haut überzogen.“ Als Hesekiel gehorchte und zu den verdorrten Gebeinen weissagte, da geschah etwas Wundersames. Es rasselte und klapperte und alle passenden 206 Knochen des Körpers fanden zusammen und bildeten viele menschliche Skelette. Dann wuchsen Sehnen und Fleisch darauf. Danach sollte Hesekiel noch einmal gehorchen. Vers 8b und 9 sagt: „… es war aber noch kein Odem in ihnen. Und er sprach zu mir: Weissage zum Odem: So spricht Gott der Herr: Odem, komm herzu von den vier Winden und blase diese Getöteten an, dass sie wieder lebendig werden!“ Hesekiel sollte zum Odem weissagen, damit Gottes Werk geschah und das bis jetzt noch leblose Heer mit Gottes Geist erfüllt wurde.

Was geschah dann? Lesen wir den Leitvers 10 zusammen: „Und ich weissagte, wie er mir befohlen hatte. Da kam der Odem in sie und sie wurden wieder lebendig und stellten sich auf ihre Füße ein überaus großes Heer.“ Es geschah das, was Hesekiel sich nicht hatte vorstellen können. Als „Ruach“, der Geist Gottes, in das noch leblose Heer kam, wurden sie wieder lebendig und stellten sich auf ihre Füße und bildeten ein überaus großes Heer. Da, wo vorher nur ein Knochenfeld gewesen war, stand eine überaus große kräftige und strahlende Armee. Was für ein ermutigendes Bild! Hier ist vor allem das Wörtchen „wieder“ wichtig. Hesekiel wurde wirklich ermutigt und getröstet, weil er dadurch erkannte, dass Gott sein Volk, wie Exodus 19,5.6 sagt, sie wieder als sein Volk und Eigentum wiederherstellen wollte. Sie würden nach Israel zurückkehren und würden mit Stolz als Volk Gottes leben können (10-14). Sie hatten so viel gegen ihn gesündigt, aber Gott liebte sie unveränderlich, hatte die Hoffnung für sie nicht aufgegeben.

Was ist das für eine wunderbare Verheißung auch für uns? Wir sind nicht besser als die Israeliten, sind durch unsere Sünden zu Totengebeinen geworden. Was ist das für eine wunderbare Verheißung, dass wir als Gottes Heer wiederhergestellt werden können! Durch den Gehorsam unserer Hirten und Mentoren, die Gottes Wort zu uns gesprochen haben, konnten wir Buße tun, sodass Gottes Bild in uns wiederhergestellt wurde durch den Geist Gottes, und wir Gott nun als Waffen der Gerechtigkeit dienen. Vor allem ermutigt uns dieser Vers, Hoffnung und Vision zu haben, dass Wiedererweckung in unserem Land, unserem Kontinent und in der ganzen Welt 100% möglich ist und kommen wird. Wir dürfen diesen Plan sowohl lokal aufnehmen, dass Gott Wiedererweckung hervorrufen und Soldaten Christi aufstellen wird, in unserer nächsten Nähe, in der Familie, in unserer Schule und auf dem Campus, indem wir fleißig Zweierbibelstudiumteams bilden, Lebensgemeinschaft führen und das Tägliche Brot betrachten. Wir dürfen auch global diese Vision haben, dass Gott diese Vision erfüllen wird, indem er durch uns Missionsstützpunkte aufstellt in Kairo, Istanbul und Dubai und dass er durch UBF bis 2041 100.000 Missionare in die ganze Welt aussendet und wir 10.000 Zweierbibelstudiumteams aufstellen dürfen. In den letzten zwei Jahren habe ich das Privileg bekommen den großen Leib Christi zu sehen und mit verschiedenen Missionsorganisationen zu arbeiten. Zu sehen, dass auf der ganzen Welt für Wiedererweckung gebetet wird hat mich wirklich bestärkt darin zu beten, dass es möglich ist, nicht erst in weiter Ferne, sondern bald. Es ist so leicht, immer darauf zu schauen, was es nicht gibt. Aber in der Tat können wir überall Gottes großes Heer wachsen sehen. Durch das intensive Bibelstudium wachsen junge Menschen auf dem Campus und unsere Nächste Generation als geistliche Leiter. In zwei Wochen wird Gottes Geist wieder bei 5.000 Menschen sein, die sich versammeln, um Bibelstudium zu machen und Gott zu loben. Ihr selber habt Anfang dieses Jahres zusammengearbeitet, dass über ein Schiff das Evangelium verkündet wurde. Beim Roundtable Migration war es auch sehr ermutigend zu sehen, dass die christliche zweite Generation auch politisch nicht mehr gleichgültig bleibt, sondern eine christliche Stimme als Gegenpol zur Islamkonferenz aufbaut. Der Knecht Gottes bereitet zurzeit das Global Leadership Empowerment (GLE) Forum vor und es ist sehr ermutigend zu sehen, dass doch einige als Heer Gottes aufgestellt sind und sich entschieden haben, als exzellente Bibellehrer zu arbeiten, um Gottes Werk voranzutreiben und dass so viele exzellente Bibellehrer und Missionare dies unterstützen. Ich glaube, dass das kommende GLE Forum ein Katalysator-Event für Gottes Wirken in den kommenden Jahren sein kann, um weitere kräftige Streiter Christi für Gottes Werk aufzustellen.

Gott stellt also sein großes Heer in dieser Zeit für die Wiedererweckung auf. Und insbesondere unsere Nächste Generation gehört zu diesem Heer Gottes und spielt eine große Rolle! Und ich möchte euch hiermit noch einmal ermutigen, dass es wirklich ein großes Dankanliegen ist, dass ihr das Privileg bekommen habt in einer Zeit der geistlichen Dürre, in der Humanismus und Relativismus so vorherrscht in einer Gemeinde seid, die nicht unbedingt aus großer Zahl besteht, aber in der einer in der Innerlichkeit so groß ist, wie ein überaus großes Heer Gottes. Weil ihr lernt, in einer dunklen Generation nicht mit dem Strom der Welt zu schwimmen, sondern als Jünger zu wachsen. Ihr seid die nächsten geistlichen Leiter dieser Generation. Ihr vereint verschiedene Kulturen und Nationalitäten in euch, und lernt, was es bedeutet nicht nur in eurer Gemeinde, sondern auch auf eurem Arbeitsplatz ein Segen zu sein und insbesondere habt ihr die Erste Generation, die wie euch den Weg gebahnt haben und die älteren Zweite Generation Missionare, die Brückenbau geleistet haben und leisten. Ich glaube, dass Gott durch euch multiplikativ wirken kann, wenn ihr wie Hesekiel Gottes Wort gehorcht und sprecht und dass in Deutschland die geistliche Wüste erblühen und viele Wasserquellen aufbrechen werden.

Wenn ich auf den Medizincampus sehe, dann fallen mir auch so viele Dinge ein, warum Wiedererweckung nicht möglich sei. Aber wenn ich an Hesekiel denke, dann darf ich durch den Glauben auf viele Dinge sehen, die Gott tut! Dass Gott z. B. immer mehr Missionsmitarbeiter an die Uni sendet, wie Emmanuel und auch Hirtin Joyce und Hirten Ehrfurcht, die anfangen werden am UKB zu arbeiten. Ich darf sehen, dass Gott mir den Weg geöffnet hat Privatdozent zu werden, sodass ich an der Uni bleiben kann und dass er mir fünf Doktoranden geschenkt hat. Das sind alles Zeichen, dass Gott seinen Geist und Wiedererweckung auf den Medizincampus bringen will. Ich möchte mit klarer Entscheidung gemäß Hesekiel 37,10 und Matthäus 6,33 Gottes Wort auf dem Medizincampus predigen mit der Vision, dass dort 120 geistliche Ärzte aufgestellt werden.

In diesen Versen können wir auch lernen, wie wichtig Gehorsam aus dem Glauben gegenüber Gottes Worten ist, weil Hesekiel nur durch Gehorsam Gottes Wirken erfahren konnte. Hesekiels Gehorsam war ohnehin hervorragend, z. B. aß er aus Gehorsam in Kapitel 3 eine Schriftrolle. In Kapitel 4 lag er 390 Tage lang auf seiner rechten Seite und aß Brot, das er auf Kuhmist gebacken hatte. Gehorsam aus dem Glauben fällt uns oft schwer, weil wir oft im Vorhinein berechnen gemäß menschlicher Kosten-Nutzen-Abwägung oder weil es uns Selbstverleugnung kostet. Aber Gehorsam des Glaubens ist essentiell im Glaubensleben. Gott hat uns Hesekiel 37,10 als Leitwort unserer Gemeinde gegeben. Diesem Wort dürfen wir treu gehorchen. Wir lernen auch, dass es wichtig ist zu sprechen und zu weissagen, denn Gott wirkt da, wo wir aus Gehorsam sprechen, zu unseren Hoffnungsträgern und zu unseren Kindern. Es war nicht Hesekiels Job die Totengebeine lebendig zu machen, sondern zu ihnen zu sprechen. Wir können nicht mit unserer Fähigkeit irgendjemanden verändern. Aber wir können und sollen treu zu ihnen Gottes Wort sprechen, zu Hause, in der Gemeinde, auch am Arbeitsplatz und auf dem Campus. Auch wenn ich oftmals Zeiten hatte, wo mein Herz nicht aufnahmebereit für Gottes Wort war, waren meine Eltern in einer Sache sehr treu, nämlich immer wieder Gottes Wort zu mir sprechen, mit mir Zweierbibelstudium zu machen und mir Gelegenheiten zu geben zu predigen. Nur so wirkte Gott durch Matthäus 6,33 in meinem Herzen. Lasst uns treu in einer Sache sein, indem wir unserer Nächsten Generation, unseren Kindern und den Studenten und Schülern Gottes Wort weitergeben, dann dürfen wir sehen, wie Gottes Geist Veränderung bewirken wird.

Im heutigen Text haben wir gelernt, dass Gott uns die Frage stellt: „Meinst du, dass diese Gebeine wieder lebendig werden?“ Und dass wir durch den Glauben antworten können: „Herr, mein Gott, du weißt es.“ Wir dürfen glauben, dass der allmächtige Gott die Totengebeine wieder lebendig machen kann. Wir dürfen zu den Totengebeinen aus Gehorsam sprechen und Gottes großes Wiedererweckungswerk erfahren, in Deutschland, Europa, Kairo, Istanbul, Dubai und in der ganzen Welt.

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