Ein überaus großes Heer Gottes für die Weltmission

Hesekiel 37,1 – 14
Leitvers 37,10

„Und ich weissagte, wie er mir befohlen hatte. Da kam der Odem in sie und sie wurden wieder lebendig und stellten sich auf ihre Füße, ein überaus großes Heer.“

Wir danken Gott, dass wir im vergangenen Jahr durch das Studium des Buches Exodus Gottes Hoffnung für sein sklavisches Volk kennen lernen durften. Gott hatte Hoffnung und erzog sein Volk durch das tägliche Brot und gab ihnen seine Gebote, um sie als Königreich von Priestern und heiliges Volk zu gebrauchen. Wir durften 2018 auch durch das Markusevangelium Jesu Leiterschaft, insbesondere seinen Glauben kennen lernen und Gottes gnädiges Wirken durch den Glauben an Gott sehen, dass er vier neue Weltmissionsmitarbeiter – Hirtin Joyce, Hirtin Aster, Hirte Noah und Hirte Matthäus -, eine gott- und missionszentrierte Hausgemeinde der nächsten Generation – Hirte Peter und Missionarin Sara Ryu – und durch das Global Leadership Empowerment Forum (GLEF) sieben junge Leiter als selbstmotivierte Bibellehrer aufstellte.

Unser Leitwort auch für 2019 ist Hesekiel 37,10. Lasst uns heute Hesekiels Glaube und Gottes Vision kennen lernen und in diesem Jahr durch die Bibelforschung aus den fünf Büchern Mose, das Frühgebet, das Bilden von Zweierbibelstudiumteams, das GLEF, die Europäische Sommerbibelkonferenz (ESBK) und die Errichtung von Missionsstützpunkten in den muslimischen Ländern dafür kämpfen, dass Gott unter den jungen Menschen am Campus und unter der nächsten Generation ein überaus großes Heer für die Weltmission aufrichtet.

1. Hesekiels Glaube (1-3)

Betrachten wir Vers 1: „Des Herrn Hand kam über mich, und er führte mich hinaus im Geist des Herrn und stellte mich mitten auf ein weites Feld; das lag voller Totengebeine.“ Hesekiel war 597 v. Chr., acht Jahre nach Daniel, in die babylonische Gefangenschaft verschleppt worden. Gott hatte sein Volk mit mächtigen Zeichen und Wundern aus der Knechtschaft in Ägypten geführt. Er hatte mit ihnen seinen Bund geschlossen und ihnen seine Worte gegeben, durch die der Mensch lebt, wenn er sie tut. Er hatte sie immer wieder durch seine Propheten ermahnt. Sie aber hatten ihn und sein Wort hartnäckig verworfen. Schließlich war über sie gekommen, was er in seinem Wort angekündigt hatte. Zuerst Israel und dann auch Juda wurden erobert und gefangen weggeführt. Sie erfuhren die bittere Folge ihrer Abtrünnigkeit.

Im elften Jahr seiner Gefangenschaft erhielt Hesekiel die Nachricht vom endgültigen Fall Jerusalems (33,21). Die Stadt war eingenommen. Der Tempel war zerstört. Nach dieser niederschmetternden Nachricht aber gab Gott Hesekiel Worte der Hoffnung für die Israeliten. Er verhieß ihnen die Wiederherstellung unter dem einen Hirten David (34,23). Er verhieß das Gericht über ihre Widersacher und ihre Erneuerung als sein Volk (36, 8): „Ihr Berge Israels sollt wieder grünen und eure Frucht bringen meinem Volk Israel, denn bald sollen sie heimkehren.“ Doch die Wiederherstellung war keineswegs einfach. Die Vision in Kapitel 37 beginnt dementsprechend mit einem schockierenden Bild. Gott führte Hesekiel auf ein weites Feld voller Totengebeine. Auf dem Feld lagen lauter Menschenknochen. Vers 2 verstärkt dieses Bild noch: „Und er führte mich überall hindurch. Und siehe, es lagen sehr viele Gebeine über das Feld hin, und siehe, sie waren ganz verdorrt.“ Das Feld war sehr groß. Wo er auch hinsah, sah er nur Gebeine. Kein Zeichen von Leben. Die Gebeine selbst waren ganz verdorrt. Das heißt, dass alles organische Material schon verwest war und nur noch trockene, kahle Knochen übrig waren. Es gab dort kein Leben mehr. Alle Hoffnung war dahin.

Dieses Bild entsprach der Lage der Israeliten. Sie waren zerstreut. Es gab kein Leben mehr in ihnen. Sie hatten keine Hoffnung. Hesekiel wurde mit der völligen Hoffnungslosigkeit konfrontiert. Lesen wir aber Vers 3: „Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, meinst du wohl, dass diese Gebeine wieder lebendig werden? Und ich sprach: Herr, mein Gott, du weißt es.“ Gott stellte Hesekiel die Frage, ob die Gebeine wieder lebendig werden könnten. Dies war eine Frage nach seinem Glauben. Hesekiel war auch hilflos vor dem Feld voller Totengebeine. Aber der Glaube an Gott machte für ihn den Unterschied aus zwischen der Verzweiflung wegen der Hilflosigkeit und der Vision auf Wiederherstellung. Es ist menschlich unmöglich, dass verdorrte Totengebeine wieder lebendig werden, aber bei Gott ist es nicht unmöglich. Markus 10,27 sagt: „Bei den Menschen ist’s unmöglich, aber nicht bei Gott; denn alle Dinge sind möglich bei Gott.“ Gott ist der allmächtige Schöpfer. Er macht die Toten lebendig und ruft das, was nicht ist, dass es sei (Römer 4,17). Wie antwortete Hesekiel auf Gottes Frage? Er antwortete: „Herr, mein Gott, du weißt es.“ Hesekiel gebrauchte die Aussichtslosigkeit der Lage nicht als Ausrede für seine eigene Verantwortungslosigkeit. Er bekannte seinen Glauben. Sein Glaube überwand die Hoffnungslosigkeit. Durch diesen Mann des Glaubens konnte Gott sein Werk der Wiederherstellung seines Volks beginnen.

Hesekiels Glaube ist bewundernswert. Aber er war nicht der einzige mit solchem Glauben. Daniel hatte solchen Glauben. Als Israel völlig hoffnungslos war und alle Welt sich vor den babylonischen Göttern beugte, glaubte er an Gottes Souveränität und Treue und dass er seine Verheißung an seinem Volk erfüllte. Er wurde nicht von der Hoffnungslosigkeit überwältigt, sondern überwand sie und ehrte Gott durch seinen Glauben, obwohl er dafür sein Leben riskierte und sogar den Löwen vorgeworfen wurde. Gott segnete seinen Glauben und führte sogar einen so stolzen Mann wie den mächtigen König Nebukadnezar zur Buße (Daniel 4). Esra hatte auch solchen Glauben. Er wusste, dass Jerusalem in Trümmern lag und die Juden ohne jede Identität in Schmach und Schande lebten. Doch er glaubte an den Gott Israels, dessen gnädige Hand über ihm war. Durch den Glauben traf er eine Lebensentscheidung, auf alle Privilegien im persischen Exil zu verzichten und nach Jerusalem zu gehen, Gottes Gesetz zu lehren und die Grundlage für die geistliche Wiederherstellung zu legen. Missionar Dr. Samuel Lee hatte Hesekiels Glauben, als nach dem Koreakrieg die jungen Menschen voller Fatalismus waren. Durch den Glauben begann er das Bibelstudium und die Jüngererziehung und forderte die Studenten heraus, ihre Bettlermentalität zu überwinden und der Weltmission zu dienen. Deswegen wurde er unerträglich viel verleumdet und verletzt, gerade von denen, denen er mit aller Hingabe diente. Doch er erfuhr Gottes mächtiges Wirken, wie eine ganze Nation ihren Fatalismus überwand und Korea zum Segen für die Weltmission verändert wurde.

Haben wir solchen Glauben? Als die ersten studentischen UBF Missionare vor mehr als 40 Jahren nach Deutschland kamen, waren die Totengebeine ganz verdorrt. Wegen des gottlosen Humanismus, der Menschenlehre über Gottes Wahrheit stellt, war der Geist auch der Kirchenoberen ganz verdorben, und sie verachteten, verspotteten und verfolgten Bibel studierende und betende Menschen. Die Studenten lebten beziehungslos ohne geistlichen Maßstab und ohne geistliche Orientierung. Ich selbst hielt den Menschen für einen „Irrläufer der Evolution“ und sah für mein Leben keine Daseinsbedeutung. In der Folge lebte ich beziehungsunfähig, schlimmer als ein Tier. Doch die Missionare hatten Glauben. Missionar Dr. Peter Chang ergriff Markus 11,22: „Habt Glauben an Gott!“ und hielt zwanzig Jahre lang an diesem Wort fest. Durch den Glauben Hesekiels tat er das, was viele Gemeinden nicht konnten, und diente den Studenten mit dem Bibelstudium, der täglichen Gemeinschaft, dem Hirten- und Predigertraining. Gott segnete seinen Glauben und wirkte mächtig, indem er ganz verdorrte Totengebeine lebendig machte und das Leben vieler junger Menschen um 180 Grad veränderte, wie wir es auch im vergangenen Jahr erfahren haben. Gottes Wort öffnete auch meine geistlichen Augen. Er ließ mich mit Genesis 15,5.6 erkennen, zu welcher Hoffnung ich berufen bin: „Sieh gen Himmel, zähle die Sterne, kannst du sie zählen? So zahlreich sollen deine Nachkommen sein.“ Durch die Gnade durfte ich eine Person werden, die Gott in seinem Heilswerk gebraucht, durch die er geistliche Nachkommen unter den Studenten am Juridicum, den Jugendlichen der nächsten Generation und bis nach China und die muslimischen Länder hervorbringt.
Im vergangenen Jahr durften wir täglich am Campus und unter der nächsten Generation durch das Einladen und das Bibelstudium arbeiten. Dabei erfahren wir, dass das Innere der jungen Menschen wegen der Lügen des gottlosen Humanismus ganz verdorrt ist. Ihr Denken und Tun ist unendlich weit von der Wahrheit des Wortes Gottes entfernt. Doch Gott fragt uns: „Meinst du wohl, dass diese Gebeine wieder lebendig werden?“ Gott beginnt sein Werk der Wiederherstellung durch einen Menschen des Glaubens. Lasst uns nicht die Verantwortung auf die Totengebeine schieben, sondern Buße tun und die eine Person des Glaubens sein, durch die Gott sein Werk der geistlichen Erneuerung und Wiederherstellung in dieser Generation bewirkt.

2. Gottes Leben gebendes Werk (4-10)

Sehen wir uns Vers 4 an: „Und er sprach zu mir: Weissage über diese Gebeine und sprich zu ihnen: Ihr verdorrten Gebeine, höret des Herrn Wort!“ Gott sah Hesekiels Glauben und freute sich darüber sehr. Er gebot ihm nun, zu den Totengebeinen zu sprechen. Er sollte ihnen Gottes Verheißung weitergeben. Was waren Gottes Worte an die Totengebeine? Betrachten wir die Verse 5-6: „So spricht Gott der Herr zu diesen Gebeinen: Siehe, ich will Odem in euch bringen, dass ihr wieder lebendig werdet. Ich will euch Sehnen geben und lasse Fleisch über euch wachsen und überziehe euch mit Haut und will euch Odem geben, dass ihr wieder lebendig werdet; und ihr sollt erfahren, dass ich der HERR bin.“ Gottes Wort kündigte den Gebeinen die Wiederherstellung und das Leben an. Es war eine Herausforderung, diese Worte den verdorrten Gebeinen zu verkündigen. Doch Hesekiel gehorchte und weissagte, wie Gott ihm befohlen hatte. Was geschah? Die Verse 7b und 8 sagen: „Und siehe, da rauschte es, als ich weissagte, und siehe, es regte sich, und die Gebeine rückten zusammen, Gebein zu Gebein. Und ich sah, und siehe, es wuchsen Sehnen und Fleisch darauf, und sie wurden mit Haut überzogen; es war aber noch kein Odem in ihnen.“ Es geschah ein Wunder. Die verdorrten Gebeine rückten zusammen und wurden mit Sehnen und Fleisch und Haut überzogen. Bald sahen sie wieder wie Menschen aus. Es war noch kein Odem in ihnen. Darum sollte Hesekiel jetzt auch zum Odem sprechen: „Odem, komm herzu von den vier Winden und blase diese Getöteten an, dass sie wieder lebendig werden!“ Lesen wir Vers 10: „Und ich weissagte, wie er mir befohlen hatte. Da kam der Odem in sie, und sie wurden wieder lebendig und stellten sich auf ihre Füße, ein überaus großes Heer.“

Vers 10 lehrt uns, wie konkret Gottes Leben gebendes Werk der geistlichen Wiedererweckung geschieht.

Erstens: durch das Bibelstudium.
Hesekiels Aufgabe war es, den Totengebeinen das Wort des Herrn zu predigen. Totengebeine können menschliche Worte nicht hören, weil z. B. die Ohrmuschel und das Trommelfell fehlen, aber sie hören des Herrn Wort. Die Predigt des Wortes Gottes hat Macht, selbst verdorrte Gebeine lebendig zu machen. Das Wort Gottes ist das Wort des allmächtigen Schöpfers. Als Gott sprach: „Es werde Licht!“, da ward es Licht. Als Hesekiel den Totengebeinen predigte, da rauschte es, die Gebeine rückten zusammen und wurden wieder zu menschlichen Gestalten.

Martin Luther empfing selbst durch das Wort Gottes aus Römer 1,17 Einsicht in Gottes Gerechtigkeit und Gnade und das neue Leben in Christus. Gott gab ihm ein zerbrochenes Herz und Eifer, die verdorrten Gebeine seiner Zeit wieder zum Leben zu erwecken. Darum forderte er die Irrlehren seiner Zeit mit dem Wort Gottes heraus, auch als er deswegen angeklagt und mit dem Bann belegt wurde. Als Luther Gottes Volk zur Bibel zurückführte, kam es zur segensreichen geistlichen Reformation, die weltweiten Einfluss hatte, und Europa bis heute prägt.

Das Bibelstudium mit einem Menschen ist der Weg, wie aus Totengebeinen ein Heer Gottes wird. Eine junge Frau lebte mit der Vorstellung, Gott müsse ihr dienen und ihre Wünsche erfüllen. Diese Vorstellung machte sie krank vor Eifersucht und Neid, sodass sie wie verdorrtes Gebein war. Durch das Bibelstudium nahm sie mit Galater 2,20 es als ihre Daseinsbedeutung auf, für Christus zu leben und seine Schafe zu weiden. Das Wort Gottes machte sie lebendig und zu einer sorgsamen Hirtin und tüchtigen Weltmissionsmitarbeiterin. Durch das Bibelstudium stellt Gott ein Heer Gottes für die Weltmission auf. Aus diesem Grund ist ein Zweierbibelstudium der praktische Ausdruck unsers Gehorsams gegenüber Gottes Befehl in der Zusammenarbeit mit Gott für die geistliche Erneuerung.

Durch das Bibelstudium macht Gott die Totengebeine lebendig, indem er die Menschen von den falschen Anschauungen und Vorstellungen gegenüber dem Glaubensleben befreit. Viele Christen in Europa denken, die Errettung sei das Ziel. Biblisch gesehen ist die Errettung aber erst der Beginn eines heiligen Lebens als Gottes Volk. Im Gehorsam gegenüber Gottes Orientierung aus Hesekiel 37,10 studieren wir deshalb in diesem Jahr das Wort Gottes aus dem Buch Exodus, dem Buch Numeri und allen fünf Büchern Mose, damit die jungen Menschen lernen, als Gottes Volk zu leben. Lasst uns für diejenigen beten, die sein Wort studieren, dass sie als Gottes heilige Heerscharen ein gesegnetes und einflussreiches Leben führen und das verheißene Land ererben.

Zweitens: durch das Gebet.
Lesen wir noch einmal Vers 10: „Und ich weissagte, wie er mir befohlen hatte. Da kam der Odem in sie, und sie wurden wieder lebendig und stellten sich auf ihre Füße, ein überaus großes Heer.“ Mit „Odem“ ist hier der Geist Gottes gemeint. Zum Odem weiszusagen heißt zu beten. Ohne Gebet kann keine Arbeit für das Werk Gottes geschehen. Im frühen 18. Jahrhundert kamen in Herrnhut Christen verschiedener Herkunft zusammen, viele von ihnen Flüchtlinge wegen ihres Glaubens. Wegen menschlicher Differenzen konnten sie nicht eins werden. Obwohl sie äußerlich wie eine Gemeinde aussahen, gab es keinen Odem in ihnen. Nikolaus Graf von Zinzendorf, der Leiter der Gemeinschaft, konnte nicht viel tun, aber er hörte nicht auf zu beten. Schließlich kam der Odem in sie und sie wurden lebendig. Sie bekannten einander ihre Sünden, empfingen Jesu Vergebung und stellten sich auf ihre Füße, ein überaus großes Heer. Aus dieser Gemeinschaft wurde eine schlagkräftige Missionseinheit, die bis zu Zinzendorfs Tod im Jahr 1760 bereits mehr als 200 Laienmissionare in alle Welt aussandte.

Gott gebrauchte das Bibelstudium und das Gebet Hesekiels, Luthers, Zinzendorfs und vieler Glaubensvorgänger, um eine geistliche Erweckung mit globaler Wirkung herbeizuführen. Der Geist Gottes kam in die Totengebeine und machte sie lebendig und stellte sie als ein überaus großes Heer auf ihre Füße, das das Evangelium bis ans Ende der Erde trug. Hier erkennen wir, mit welchem Anliegen wir beten und Bibelstudium führen dürfen. Jedes Bibelstudium hat das Ziel, ein überaus großes Heer von Streitern Christi für die Weltmission aufzustellen. Jedes Bibelstudium ist ein geistlicher Kampf, einem Menschen ein Wort Gottes gemäß der Vision Gottes einzupflanzen. Lesen wir noch einmal Vers 10: „Und ich weissagte, wie er mir befohlen hatte. Da kam der Odem in sie, und sie wurden wieder lebendig und stellten sich auf ihre Füße, ein überaus großes Heer.“

Lasst uns wie Hesekiel in diesem Jahr Gottes Befehl gehorchen, indem wir durch die Bibelforschung aus Exodus und Numeri, Gottes Volk mobilisieren und durch das Frühgebet und das Bilden von 10.000 Zweierstudiumteams 100.000 Bibellehrer und fünf Millionen Gebetsmitarbeiter für die Weltmission aufstellen.

3. Gottes Wille für sein Volk (11-14)

Gott gab Hesekiel die Vision, dass die Totengebeine lebendig werden und sich als Gottes großes Heer auf ihre Füße stellen. Diese Vision bezog sich auf das ganze Haus Israel (11). Wie dachten die Israeliten von sich selbst? Vers 11b sagt: „Siehe, jetzt sprechen sie: Unsere Gebeine sind verdorrt, und unsere Hoffnung ist verloren, und es ist aus mit uns.“ Gott wusste, dass sie sich selbst so negativ und hoffnungslos sahen. Darum ließ er ihnen durch Hesekiel seinen Willen verkündigen. Lesen wir die Verse 12-14: „Siehe, ich will eure Gräber auftun und hole euch, mein Volk, aus euren Gräbern herauf und bringe euch ins Land Israels. Und ihr sollt erfahren, dass ich der Herr bin, wenn ich eure Gräber öffne und euch, mein Volk, aus euren Gräbern heraufhole. Und ich will meinen Odem in euch geben, dass ihr wieder leben sollt, und will euch in euer Land setzen, und ihr sollt erfahren, dass ich der Herr bin. Ich rede es und tue es auch, spricht der Herr.“ Gott sagt in den Versen 1-14 sechsmal: „Ich will“. Was Gott will, das geschieht. Jetzt befand sich das Volk Israel noch in der Gefangenschaft und der Zerstreuung. Doch Gottes Vision war ihre völlige Wiederherstellung.

Gott spricht auch „Ich will“ in Bezug auf die Mitarbeiter der nächsten Generation der UBF in Europa und weltweit. Er will sie durch das Global Leadership Empowerment Forum 2019 im Juli/August in Deutschland segnen, sie aus ihren Gräbern heraufholen und sie als selbstmotivierte Bibellehrer, Jüngererzieher und Predigertrainier aufstellen. Gott will den Teilnehmern der Europäischen Sommerbibelkonferenz 2019 Jesus als die Quelle des Lebens offenbaren und den Geist und den Glauben der UBF Mission für die kommenden fünfzig Jahre neu entfachen. Gott will die Menschen in den muslimischen Ländern lebendig machen und als sein Heer aufstellen und dazu drei Missionsstützpunkte, in Istanbul, Kairo und Dubai aufrichten. Gottes Vision ist die völlige Wiederherstellung seines Volks.

Heute lernen wir, dass Gott die Menschen, die jetzt noch ganz verdorrten Totengebeinen gleichen, als sein überaus großes Heer für die Weltmission gebrachen will. Gott möchte, dass wir durch die Bibelforschung, das Frühgebet, das Bilden von Zweierbibelstudiumteams, durch das GLEF und die ESBK dafür kämpfen, dass sie sich als Gottes Heer auf ihre Füße stellen. Lasst uns in diesem Jahr mit Hesekiels Glaube und Gottes Vision seinem Befehl gehorchen und die Umgebung bereiten, in der Europa wieder zum Missionare aussendenden Kontinent wird.

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