Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig

Levitikus 1- 27
Leitvers 11,45

„Denn ich bin der HERR, der euch aus Ägyptenland geführt hat, daß ich euer Gott sei. Darum sollt ihr heilig sein, denn ich bin heilig.“

Wir danken Gott für die Bibelforschung des Knechtes Gottes M. Dr. Peter Chang aus den fünf Büchern Mose. Wir durften Exodus in sieben, Levitikus in fünf und Numeri in fünf Lektionen studieren. Das zweite Buch Mose, Exodus, lehrt uns die Errettung des Volkes Gottes. Nachdem sie am Berg Sinai angekommen waren, gab Gott ihnen die Gebote aus Levitikus. Levitikus beschreibt das neue Leben des Volkes Gottes. Das neue Leben des Volkes Gottes ist kurz gesagt ein heiliges Leben der Hingabe und der Nächstenliebe im Gehorsam gegenüber der Berufung Gottes. In einer Zeit des Humanismus und Individualismus wird solch ein Leben des Gehorsams oft als ungewöhnlich angesehen. Aber es ist das gewöhnliche Leben des Volkes Gottes. Levitikus rüstet sein Volk geistlich zu, Königreich von Priestern und heiliges Volk zu sein.

1. Gott lehrt sein Volk durch die Opfer, zu ihm zu kommen (1 – 7)

Betrachten wir 1,1.2: „Und der HERR rief Mose und redete mit ihm aus der Stiftshütte und sprach: Rede mit den Israeliten und sprich zu ihnen: Wer unter euch dem HERRN ein Opfer darbringen will, der bringe es von dem Vieh, von Rindern oder von Schafen und Ziegen.“ Gott sprach zu Mose zunächst über die Opfer. Durch die Opfer lehrt Gott sein Volk, wie sie zu ihm kommen können. Er gab ihnen fünf Opfer für verschiedene Anlässe: Brand-, Speis-, Dank-, Sünd- und Schuldopfer. Das erste Opfer ist das Brandopfer. Lesen wir 1,3: „Will er ein Brandopfer darbringen von Rindern, so opfere er ein männliches Tier, das ohne Fehler ist, vor der Tür der Stiftshütte, damit es ihn wohlgefällig mache vor dem HERRN.“ Ein Brandopfer ist ein freiwilliges Opfer aus der Dankbarkeit für die Gnade Gottes. Es soll ein fehlerloses, männliches Tier sein. Der Opfernde soll es selbst schlachten und zerteilen. Das Besondere am Brandopfer ist, dass es völlig verbrannt wird. Vom Brandopfer wird nichts gegessen, auch nicht vom Priester. Vers 1,9 sagt: „Die Eingeweide aber und die Schenkel soll er mit Wasser waschen, und der Priester soll das alles auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen. Das ist ein Brandopfer, ein Feueropfer zum lieblichen Geruch für den HERRN.“ Ein Brandopfer zu bringen ist eine große Sache. Indem ein Israelit mit dem Brandopfer zu Gott kommt, erneuert er seine Entscheidung, sich und sein Haus völlig für seinen Gott hinzugeben. Die völlige Hingabe an Gott ist ein lieblicher Geruch für den Herrn. Missionar Peter entschied sich nach der Promotion an der Uni Bonn, sich vollzeitig für die Campusmission in Europa hinzugeben, wobei er auf menschliche Ehre, Einkommen und wissenschaftlichen Erfolg verzichtete. Seine Hingabe ist ein lieblicher Geruch für den Herrn. Gott lehrt sein Volk durch das Brandopfer, dass das Leben als Volk Gottes ein Leben der völligen Hingabe ist.

Die Israeliten können auch mit einem Speisopfer aus feinstem Mehl mit Öl und Weihrauch zu Gott kommen. Beim Dankopfer erhält Gott das Fett, der Priester die Brust und die rechte Keule und der Opfernde und seine Familie das Fleisch. Das Dankopfer bedeutet, um der Gemeinschaft willen zu Gott zu kommen.

Betrachten wir 4,1-3: „Und der HERR redete mit Mose und sprach: Rede mit den Israeliten und sprich: Wenn jemand aus Versehen gegen irgendein Gebot des HERRN sündigte und täte, was er nicht tun sollte: wenn etwa der Priester, der gesalbt ist, sündigte, so daß er eine Schuld auf das Volk brächte, so soll er für seine Sünde, die er getan hat, einen jungen Stier darbringen, der ohne Fehler ist, dem HERRN zum Sündopfer.“ Sobald ein Israelit, ein Stammesfürst, ein Priester oder die ganze Gemeinde durch das Wort Gottes seine Sünde erkennt, soll er zu Gott kommen. Er bringt für seine schamvolle Sünde ein Sündopfer und empfängt Vergebung. 4,35 sagt: „So soll der Priester die Sühnung für ihn vollziehen für die Sünde, die er getan hat, und ihm wird vergeben.“ Ohne es zu wollen sündigen wir immer wieder. Aber Gott ist barmherzig. Er hat seinem Volk ein für allemal durch das Blut des Lammes vergeben. Jetzt bietet er ihnen an, durch das Sündopfer in Buße zu ihm zu kommen. Wenn wir sündigen, dürfen wir mit Zuversicht zum Gnadenthron hinzutreten und in der Zeit, in der wir Hilfe nötig haben, Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden (Hebräer 4,16).

Hier sehen wir, dass Hingabe, Gemeinschaft und Vergebungsgnade das Leben des Volkes Gottes prägen, für das Gott die Opfer vorgeschrieben hat, damit sie zu ihm kommen.

2. Gott gibt seinem Volk Priester als Mittler (8 – 10)

Sehen wir uns die Verse 8,1-3 an: „Und der HERR redete mit Mose und sprach: Nimm Aaron und seine Söhne und die Kleider und das Salböl und den jungen Stier zum Sündopfer, die beiden Widder und den Korb mit ungesäuertem Brot und versammle die ganze Gemeinde vor der Tür der Stiftshütte.“ Gott gebot Mose, Priester einzusetzen, nämlich Aaron und seine Söhne. Mose versammelte die ganze Gemeinde nach dem Befehl Gottes. Dann wusch er die Priester, kleidete sie ein, salbte sie und half ihnen, ihre Opfer zu bringen. Sie brachten einen Stier zum Sündopfer, einen Widder zum Brandopfer und einen Widder zum Einsetzungsopfer. Mose besprengte sie, die Stiftshütte und den Altar mit Blut und Salböl. Dann weihte er sie, indem er von dem Blut den Priestern an Ohrläppchen, Daumen und große Zehe strich. Diese Einsetzungsfeier dauerte sieben Tage, und die Opfer wurden wiederholt. Während dieser Tage durften sie nicht von der Stiftshütte weichen.

Warum setzte Gott durch Mose Priester ein? Die Priester bekamen die besondere Aufgabe als Mittler. Sie sollen dem Volk dabei helfen, aus ihrer Beziehung zu Gott heraus als das Volk Gottes Gott zu gehorchen. Nach der Einsetzung opferten sie. Zuerst opferten sie für sich selbst ein Sünd- und Brandopfer. Dann brachten sie die Opfer des Volks: einen Bock zum Sündopfer, ein Kalb und ein Schaf zum Brandopfer und einen Stier und einen Widder zum Dankopfer. Was geschah, als Aaron den Anweisungen Gottes genau gehorchte? 9,23b.24 sagen: „Da erschien die Herrlichkeit des HERRN allem Volk. Und ein Feuer ging aus von dem HERRN und verzehrte das Brandopfer und das Fett auf dem Altar. Da alles Volk das sah, frohlockten sie und fielen auf ihr Antlitz.“ Die Israeliten begegneten dem heiligen Gott. Sie erkannten, dass der heilige Gott ihr Gott war, und freuten sich sehr und beteten an. Wenn wir uns daran erinnern, wie wir dem heiligen Gott persönlich begegnen und anfangen konnten, ihn anzubeten, dann geschah dies durch Mittler, die uns halfen, unser Brand-, Dank- und Sündopfer zu Gott zu bringen.

Zwei der Priester aber, Nadab und Abihu, brachten entgegen der Anweisung Gottes Räucheropfer, um sich selbst zu erfreuen. Sie starben sofort. Lesen wir 10,3: „Da sprach Mose zu Aaron: Das ist’s, was der HERR gesagt hat: Ich erzeige mich heilig an denen, die mir nahe sind, und vor allem Volk erweise ich mich herrlich. Und Aaron schwieg.“ Gott gab den Priestern das Privileg, ihm nahe zu sein und als Mittler für das Volk zu wirken. Wenn ein Priester dieses Privileg missbraucht, verliert er letztendlich sogar sein Leben. Gott erinnerte Aaron an seine Berufung (10,9-11): „Du und deine Söhne, ihr sollt weder Wein noch starke Getränke trinken, wenn ihr in die Stiftshütte geht, damit ihr nicht sterbt. Das sei eine ewige Ordnung für alle eure Nachkommen. Ihr sollt unterscheiden, was heilig und unheilig, was unrein und rein ist, und Israel lehren alle Ordnungen, die der HERR ihnen durch Mose verkündet hat.“ Gott setzte Priester für sein Volk als Mittler ein, damit sie das Volk lieben und sie alle Ordnungen lehren, die Gott geboten hat. Gehorsam gehört zum Glaubensleben unbedingt dazu. Römer 1,5 sagt: „Durch ihn haben wir empfangen Gnade und Apostelamt, in seinem Namen den Gehorsam des Glaubens aufzurichten unter allen Heiden.“ Das Apostelamt besteht darin, den Gehorsam des Glaubens aufzurichten. Apostel Paulus übte sein priesterliches Amt aus, indem er Juden und Griechen Tag und Nacht unter Tränen ermahnte, der Gnade Christi würdig zu leben und dem Wort Gottes zu gehorchen (Apostelgeschichte 20,31). Er gebot auch den Seinen, dass sie überall Hirten einsetzten, die den Menschen helfen sollten, ihrem Gott zu gehorchen (Titus 1,5).

Beim 39. Jubiläumsgottesdienst durften wir sehen, dass der Gehorsam des Glaubens wunderschöne Früchte im Leben der Jugendlichen und Kinder hervorbringt. Die Bibellehrer und Eltern lehren die Jugendlichen von Esra-, Gideon-, Hesekiel- und Josiateam vom frühen Morgen an und durch das Zweierbibelstudium alle Ordnungen Gottes, und die Jugendlichen wachsen als Mitarbeiter der nächsten Generation und sogar als Prediger des Wortes Gottes. Ihr seid herzlich eingeladen, dies bei der bevorstehenden Global Leaders Conference in 14 Tagen in Oberwesel über dieses Wort aus dem Buch Levitikus selber zu erfahren.

Ich ließ mich lange Zeit vom gottlosen Humanismus betrügen. Ich wollte Gott nicht gehorchen und kapselte mich ab und gehorchte nur meinen Begierden und meinem Ehrgeiz. Die Folge war, dass ich unter der Macht der Sünde und des Todes wie verdorrtes Gebein wurde. Aber mein Bibellehrer diente mir aus dem brennenden Hirtenherzen mit allen Ordnungen Gottes. Als ich ein Wort Gottes aus Römer 13,14 im Glauben annehmen durfte, erkannte ich, dass der Gehorsam der Schlüssel zum seligen Leben ist. In Jesus wurde ich, ein kalter Gestapokandidat und verdorrtes Gebein lebendig gemacht, sein heiliges Volk zu sein. Gott half mir durch 2. Timotheus 2,15, in den vergangenen Jahren meine Furcht und die humanistischen Gedanken zu überwinden und mehr und mehr den jungen Menschen zu helfen, dem Wort Gottes zu gehorchen, um ein fruchtbares und segensreiches Leben als Volk Gottes zu führen. Ich glaube, dass Gott die Lehre aller Ordnungen Gottes am Juridicum gnädig annehmen und einen Abraham, eine Sarah, einen gläubigen Bundeskanzler erziehen wird. Gott wird an jeder Fakultät und Hochschule, an der alle Ordnungen Gottes gelehrt werden, die Totengebeine lebendig machen und ein überaus großes Heer für die Weltmission aufstellen.

3. Gott lehrt sein Volk, ihr Leben zu heiligen (11 – 15)

Betrachten wir 11,1.2: „Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach zu ihnen: Redet mit den Israeliten und sprecht: Dies sind die Tiere, die ihr essen dürft unter allen Tieren auf dem Lande.“ Gott hatte sein Volk aus der Sklaverei Ägyptens geführt. Dort hatten sie gar nicht anders gekonnt, als ein elendes Leben voller Unreinheit zu führen. Jetzt aber waren sie frei. Der heilige Gott hatte ihnen ein neues Leben gegeben. Was kennzeichnet das neue Leben? Heiligkeit. Im neuen Leben sind sie heilig. 11,45 sagt: „Denn ich bin der HERR, der euch aus Ägyptenland geführt hat, daß ich euer Gott sei. Darum sollt ihr heilig sein, denn ich bin heilig.“ „Heilig“ heißt „abgesondert“. Gottes Volk ist abgesondert von allem Unheiligen und Unreinen. Das bedeutet, unabhängig davon, was die Mehrheit der Menschen um sie herum tun, essen, denken, lehren, leben Gottes Leute mit Gott im Gehorsams gegenüber seinen Geboten.

Daniel wurde als junger Mann nach Babylon verschleppt. Die Babylonier versuchten, aus ihm einen Babylonier zu machen. Sie gaben ihm einen babylonischen Namen und lehrten sie ihre Sprache. Dann bestimmte der König seine Speise. Doch Daniel nahm sich in seinem Herzen vor, sich an des Königs Speise nicht unrein zu machen. Mit dieser Entscheidung sonderte Daniel sich ab. Er heiligte sein Leben, weil sein Gott heilig ist. Gott schützte ihn. Auch als später 120 Fürsten und Statthaltern ihn verklagten, konnten sie ihn nicht besiegen. Daniels heiliges Leben wurde zum Segen für sein Volk in der geistlichen Krisenzeit und zum Heil für mehrere heidnische Könige.

Heilig sein heißt, mit Gottes Wort Gottes zu leben, koste es, was es wolle. Unser Herr Jesus heiligte sich selbst für seine Jünger durch den Gehorsam bis zum Tod am Kreuz. In Johannes 17,17-19 betet er: „Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit. Wie du mich gesandt hast in die Welt, so sende ich sie auch in die Welt. Ich heilige mich selbst für sie, damit auch sie geheiligt seien in der Wahrheit.“

Lesen wir noch einmal Vers 11,45: „Denn ich bin der HERR, der euch aus Ägyptenland geführt hat, daß ich euer Gott sei. Darum sollt ihr heilig sein, denn ich bin heilig.“ Gottes Volk muss heilig leben. Das heilige Leben als Gottes Volk ist unsere Antwort auf seine Gnade, mit der er uns aus der Knechtschaft der Sünde erlöst hat. Ein heiliges Leben mit Gott übt mächtigen Einfluss auf jede Umgebung aus und überwindet sogar die Pforten der Hölle.

4. Gott lehrt sein Volk durch die Feste, mit ihm zu wandeln (16 – 17; 23 – 25)

Gott hat seinem Volk die Opfer gegeben, damit sie zu ihm kommen können. Er gab ihnen seine heiligen Gebote, damit sie ihr Leben heiligen. Nun gebot er ihnen sieben jährliche Feste, um sie an seine Gnade zu erinnern und ihnen zu helfen, mit ihm zu wandeln. Betrachten wir Vers 23,2: „Sage den Israeliten und sprich zu ihnen: Dies sind die Feste des HERRN, die ihr ausrufen sollt als heilige Versammlungen; dies sind meine Feste:“

Das erste Fest ist Passa am 14. Tag des ersten Monats. Es erinnert an Gottes Erlösungsgnade, dass Gott ihnen das Blut des Lammes als Zeichen gab, als der Engel des Todes durch Ägyptenland ging. Das zweite Fest ist das daran unmittelbar anschließende Fest der ungesäuerten Brote, bei dem sie das neue Leben dadurch feiern, dass sie allen Sauerteig des alten Lebens aus ihren Häusern entfernen. Für den Tag nach dem Sabbat nach Passa gebot Gott ihnen, die Erstlingsgarbe ihrer Ernte als Gabe zu Gott zu bringen. Hier verkündigt Gott sein Eigentumsrecht in allen Dingen und die Kraft der Auferstehung. Fünfzig Tage später bringen sie zum Pfingsttag dem Herrn ein neues Speisopfer, diesmal zwei gesäuerte Brote. Dieses Opfer drückt den großen Einfluss des neuen Lebens in der Kraft des Heiligen Geistes aus. Im siebenten Monat feiern sie am ersten Tag den Tag des Posaunenblasens, ein Fest zum Gedächtnis an das kommende Gericht Gottes. Der 10. Tag des 7. Monats ist der große Versöhnungstag. Die Opfer am großen Versöhnungstag werden in Kapitel 16 beschrieben: Ein Sünd- und ein Brandopfer für den Hohepriester selbst, zwei Böcke zum Sünd- und ein Widder zum Brandopfer für das Volk. Vom einen Bock wird das Blut an den Gnadenthron gesprengt, der andere Bock wird beladen mit der Sünde des Volkes in die Wüste geschickt. So schafft der Hohepriester regelmäßig einmal im Jahr Sühne für sich selbst, für das Heiligtum Gottes unter ihnen und für das Volk. Dieser Tag feiert den freien Zugang zur Herrlichkeit Gottes, den Gott geöffnet hat. Das letzte Fest des Jahres ist das Laubhüttenfest. Die Israeliten wohnen acht Tage lang in Laubhütten wie ihre Vorfahren, als Gott sie aus Ägyptenland führte (23,43), und feiern so ihre Pilgerschaft zur himmlischen Heimat. Gott gebot ihnen, diese sieben Feste jedes Jahr zu halten, damit sie mit ihm treu und beständig gemäß der Gnade Gottes wandeln und im Werk des Herrn immer zunehmen.

Ein junger Mann wuchs in einem christlichen Elternhaus auf, aber er wandelte nicht mit Gott, sondern mit eigenem Bemühen und führte ein einflussloses und kraftloses Leben. Mit Johannes 5,6 „Willst du gesund werden?“ empfing er das Leben in Christus. Nun hält er durch das Bibelstudium und die Lebensgemeinschaft die Feste des Herrn und erfährt immer zunehmend die Kraft der Gnade Jesu, die Gemeinschaft seiner Leiden und den Einfluss des Heiligen Geistes in seinen Hoffnungsträgern und in der Gemeinde Gottes. Ein Jugendlicher mochte keinen Gehorsam und lebte ohne Gottes Gnade. Da erfuhr er sowohl in der Schule als auch im geistlichen Leben viele Niederlagen. Auch ein Schulwechsel konnte nicht helfen, aber mit Gottes Gebot aus 5. Mose 6,5 konnte er einen Neuanfang mit der Identität als königlicher Priester machen. Sein Bibellehrer ermutigte ihn, das Tägliche Brot mit absoluter Haltung zu halten. Nun wandelt er mit Gott, indem er jeden Morgen das Fest der Erstlingsgarbe hält, und lernt das heilige Leben im Gehorsam als das Geheimnis Gottes zu einem wahrhaft erfolgreichen und einflussreichen Leben. Gottes Feste zu halten heißt für uns, in allen Bereichen des Lebens beständig und treu von Jesus zu lernen und ihm durch Selbstverleugnung und Kreuztragen nachzufolgen.

5. Gott lehrt sein Volk durch seine Gebote, den Nächsten zu lieben (18 – 22; 26 – 27)

In Kapitel 18 ermahnt Gott sein Volk, nicht nach der Weise des Landes Ägypten zu handeln und das alte Leben fortzusetzen und auch nicht nach der Weise des Landes Kanaan zu handeln. Sie sollen vielmehr nach seinen Rechten tun und in seinen Satzungen wandeln. Vers 18,5 sagt: „Darum sollt ihr meine Satzungen halten und meine Rechte. Denn der Mensch, der sie tut, wird durch sie leben; ich bin der HERR.“ Weiter gebietet er ihnen, geschlechtliche Verirrungen zu meiden, Vater und Mutter zu ehren, den Götzendienst zu lassen, an die Armen zu denken, nicht zu stehlen, zu lügen oder zu betrügen, nicht falsch zu schwören, Taube und Blinde und Fremdlinge nicht zu bedrücken, auch den Nächsten nicht zu verleumden oder böswillig zu verklagen. Das höchste Gebot ist die Liebe zum Nächsten. 19,18: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst; ich bin der Herr.“ Wie nennt man einen Menschen, der sich Tag und Nacht Gedanken darüber macht, wie es seinem Nächsten geht? Oder wie er seine Nächsten erreichen kann? Der sein Herz und sein Haus und seinen Geldbeutel öffnet und mit dem Nächsten zusammen lebt, um ihm zu helfen? Verrückt? Die Bibel nennt dies Nächstenliebe. Nächstenliebe ist Gottes Gebot für sein Volk. Darum haben wir gesagt: Eine Stellungnahme ohne Hoffnungsträger-Name ist keine Stellungnahme. Wir können uns auch fragen: Monatelang ohne Hoffnungsträger am Gottesdienst teilzunehme, ist das normal? Lesen wir Vers 19,18: „Du sollst dich nicht rächen noch Zorn bewahren gegen die Kinder deines Volks. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst; ich bin der HERR.“

Der Gehorsam aus der Nächstenliebe bewegt das Herz der Menschen, ihr Leben im Individualismus zu verlassen und ihrerseits Gottes heiliger Berufung zu gehorchen. Eine alleinerziehende Mutter sah den Gehorsam der Leute Gottes aus der Nächstenliebe. Dadurch traf sie eine Entscheidung gemäß Esra 7,10, als Bibellehrerin zu leben, und half auch ihrer Tochter, dem Wort Gottes zu gehorchen und eine Hirtin für ihre Schule zu sein. Der Gehorsam aus der Nächstenliebe von Dr. Samuel Lee bewegte unzählige Studenten in Korea, Europa, den USA, Russland und weltweit, Jesus in der Campusmission zu folgen und ohne Wenn und Aber seiner heiligen Berufung als Campusbibellehrer und Hirten für seine Herde zu gehorchen.

Lesen wir noch 26,3-4: „Werdet ihr in meinen Satzungen wandeln und meine Gebote halten und tun, so will ich euch Regen geben zur rechten Zeit, und das Land soll sein Gewächs geben und die Bäume auf dem Felde ihre Früchte bringen.“ Dieser Abschnitt beschreibt den Segen des Gehorsams. Gott segnet den Gehorsam mit Regen und Fruchtbarkeit und Fülle in die Ernte, Frieden, Sieg über die Feinde, vor allem aber mit seiner heiligen Gegenwart. Die Verse 11 und 12 sagen: „Ich will meine Wohnung unter euch haben und will euch nicht verwerfen. Und ich will unter euch wandeln und will euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein.“ Gottes Volk ist das kleinste unter den Völkern, umgeben von mächtigen Feinden. Doch sie brauchen sich nicht zu fürchten, weil Gott mit ihnen ist. Der Gott, der sie aus der Knechtschaft in Ägyptenland geführt hat, hat ihr Joch zerbrochen und hat sie aufrecht einhergehen lassen (13). Der Ungehorsam hingegen führt zum Fluch. Die Verse 14-33 beschrieben die schrecklichen, zunehmenden Konsequenzen des Ungehorsams und mahnen dringlich zur Buße. Wer ungehorsam ist, erfährt lange Umwege voller Leiden. Dennoch gibt Gott sein Volk nie ganz auf, sondern gedenkt an seinen Bund und erfüllt seinen Heilsplan durch die Übriggebliebenen.

Lesen wir noch einmal Vers 11,45: „Denn ich bin der HERR, der euch aus Ägyptenland geführt hat, daß ich euer Gott sei. Darum sollt ihr heilig sein, denn ich bin heilig.“ Der Kern des Buches Levitikus ist ein heiliges Leben. Gott gebietet seinem Volk, das er aus der Knechtschaft errettet hatte, heilig zu leben, wie er heilig ist. Gottes Volk gehorcht Gottes Geboten wegen seiner Gnade und liebt seinen Nächsten wie sich selbst. Durch ihr heiliges Leben will er sie als Königreich von Priestern und heiliges Volk gebrauchen kann. Möge Gott uns segnen, unser Leben zu heiligen, weil unser Gott heilig ist, und seiner Gnade der Berufung als Campusbibellehrer und Königreich von Priestern und heiliges Volk zu gehorchen.

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