Jesu Leben als Lösegeld

Markus 9,1 – 10,52
Leitvers 10,45

„Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und sein Leben gebe als Lösegeld für viele.“

Wir haben in der vergangenen Lektion das jammernde Hirtenherz Jesu für die Menschen kennengelernt, die wie Schafe ohne Hirten sind. Wir haben Jesu Leiterschaft gelernt, dass seine Vollmacht aus dem jammernden Hirtenherzen kommt, dass er seine Jünger von Anfang an erzogen hat, um sie als Hirten für die Schafherde Gottes aufzustellen.

Heute wollen wir durch die dritte Lektion Jesu Demut lernen, aus der seine Vollmacht kam. Seine Demut bewirkte etwas Wunderbares im Leben vieler Menschen. Jesus ist der allmächtige Schöpfer voller Herrlichkeit, aber er ordnete sein Leben demütig dem souveränen Heilsplan Gottes unter und gab sein Leben als ein Lösegeld für die verlorenen Sünder hin. Lasst uns heute Jesu Demut kennenlernen und mit seiner Vollmacht etwas Wunderbares im Leben vieler junger Menschen in dieser Generation bewirken, dass sie als ein überaus großes Heer Gottes aufstehen.

1. Jesu Gebet und Demut (9,1-50)

Wenn wir die Kapitel 9 und 10 betrachten, dann hat Jesus in dieser Zeit insgesamt dreimal sein Leiden, seinen Tod und seine Auferstehung in Jerusalem angekündigt. Jesus wusste also ganz genau, was ihn erwartete. Er wusste, was der Wille Gottes für sein Leben war, nämlich für die Sünden der Menschen am Kreuz zu sterben. Er war entschlossen, diesen Willen Gottes zu erfüllen. Jesus war demütig, Gottes Heilsplan zu gehorchen. So ist er der Urheber des ewigen Heils für uns geworden.

Sehen wir uns die Verse 2 und 3 an: „Und nach sechs Tagen nahm Jesus mit sich Petrus, Jakobus und Johannes und führte sie auf einen hohen Berg, nur sie allein. Und er wurde vor ihnen verklärt; und seine Kleider wurden hell und sehr weiß, wie sie kein Bleicher auf Erden so weiß machen kann.“ Jesus ging mit seinen drei Spitzenjüngern Petrus, Jakobus und Johannes auf einen hohen Berg, wo er in sein ursprüngliches, herrliches himmlisches Bild verklärt wurde. Der Evangelist Markus beschrieb diesen Glanz als ein helles Weiß, wie es sonst nicht auf der Erde zu finden ist.

Bis dahin hatten die Jünger nur den irdischen Jesus gekannt, der den verschiedenen sündigen und problematischen Menschen unermüdlich diente. Sie waren ihm drei Jahre lang nachgefolgt, erkannten ihn als den Christus und bekannten ihn als den Sohn Gottes. Aber hier sahen sie zum ersten Mal, die Herrlichkeit Jesu, wie er sie von Anfang der Welt gehabt hatte, und wie er sie auch nach seiner Auferstehung und Himmelfahrt wieder anziehen würde. Der Apostel Johannes beschreibt dieses Bild Jesu in Offenbarung 1,14-16: „Sein Haupt aber und sein Haar war weiß wie weiße Wolle, wie der Schnee, und seine Augen wie eine Feuerflamme und seine Füße wie Golderz, das im Ofen glüht, und seine Stimme wie großes Wasserrauschen; und er hatte sieben Sterne in seiner rechten Hand, und aus seinem Munde ging ein scharfes, zweischneidiges Schwert, und sein Angesicht leuchtete, wie die Sonne scheint in ihrer Macht.“ Jesus war so demütig vor den Augen der Menschen, aber er war ursprünglich so herrlich, dass ihm alle Ehre, Anbetung, Lob und Preis im Himmel und auf Erden gehört. Jesus erlaubte seinen drei Spitzenjüngern dieses herrliche Bild auf dem Berge zu sehen. Jesus betete für seine Jünger, dass sie als seine Nachfolger mitten unter den Verfolgungen dieses herrliche Bild Jesu in ihrem Leben festhalten und Gottes Werk einflussreich dienen könnten.

Als Jesus mit seinen Jüngern vom Berg der Verklärung zurückkehrte, erfuhren sie wieder die finstere geistliche Lage jener Zeit. Jene Zeit war voll von Unglauben wie unsere Zeit. Ein Mann hatte seinen Sohn gebracht, der von einem bösen Geist besessen war. Doch konnte niemand ihn heilen und sein Leben normalisieren. Nun stritten sie heftig mit den Pharisäern, und eine große Menge schaute dabei zu. Diese Szene zeigt uns den geistlichen Notstand und die Hilflosigkeit der Menschen, die wie die Menschen ohne Hirten sind.

Wie reagierte Jesus auf diese Lage? Lesen wir Vers 19: „Er aber antwortete ihnen und sprach: O du ungläubiges Geschlecht, wie lange soll ich bei euch sein? Wie lange soll ich euch ertragen? Bringt ihn her zu mir!“ Jesus seufzte sehr wegen des Unglaubens jenes Geschlechtes. Jesus seufzte sehr wegen des Unglaubens des Vaters, der in Hilflosigkeit gelähmt war. Jesus seufzte sehr wegen des Unglaubens der Jünger, die mit Selbstvertrauen versucht hatten, aber niedergeschlagen wurden. Jesus seufzte wegen des Unglaubens der religiösen Leiter, die kein Verantwortungsbewusstsein hatten, sondern nur die Jünger kritisierten. Jesus sagte: „O du ungläubiges Geschlecht!“ Jesus sah in ihrer Hilflosigkeit den Unglauben als das grundlegende Problem, nicht die Besessenheit eines Jungen.

Jesus demütigte sich, um diesem Vater bei dem Glauben zu helfen. Sehen wir uns Vers 23 an: „Jesus aber sprach zu ihm: Du sagst: Wenn du kannst – alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt.“ Jesus half dem Vater wirkungsvoll, Glauben in seinem Herzen aufzurichten, der große Vollmacht hat, den Menschen zu heilen und zu verändern. Der Vater tat sofort Buße über seinen Halbglauben. Jesus trieb den bösen Geist aus und gab den Jungen seinem Vater zurück.

Später fragten die Jünger Jesus, warum sie ihn nicht austreiben konnte. Lesen wir Vers 29: „Und er sprach: Diese Art kann durch nichts ausfahren als durch Beten.“ Dieser Vers lehrt uns, dass Jesus betete. Jesus war ursprünglich Gott, aber er erniedrigte sich in diese sündige Welt. Er betete demütig zu Gott für das Heilswerk Gottes und auch für seine Jünger. Mit der Macht des Gebets bewirkte er, dass der Junge befreit werden konnte.
Das grundlegende Problem in unserer Zeit ist auch Unglaube. Warum gibt es so viele Psycho-patienten, so viele Depressionen, so viele Selbstmordkandidaten? Das grundlegende Pro-blem ist der Unglaube der Menschen. Die Menschen leben beziehungslos mit Gott. Die Menschen leben wegen des Unglaubens unter der Macht des Teufels. Jesus sagt uns: „Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt“ und „Diese Art kann durch nichts ausfahren, als durch beten.“ Wir dürfen nicht hilflos bleiben, sondern dürfen demütig im Gebet zu Gott kommen. Jesu Demut drückt sich in seinem Gebet aus.

Ein junger Mann war wegen der Jugendbegierde lange Zeit hilflos und oftmals in die Sünde gefallen. Es schien unmöglich, ihn davon zu befreien. Aber als sein Hirte Glauben für ihn hatte und unablässig betete, wirkte Gott durch sein Wort in seinem Herzen. Er durfte Jesu Vergebungsgnade mit Lukas 23,34 persönlich aufnehmen und sein Leben allein aufgrund seines Verheißungsworts Matthäus 6,33 an Jesus binden. Gottes Macht veränderte einen gefühlsabhängigen und ungeduldigen Mann zu einem Hirten und Leiter und er durfte eine gesegnete Hausgemeinde für die Mission Gottes gründen.

Betrachten wir die Verse 30 bis 32. Als sie nach Galiläa kamen, kündigte Jesus seinen Jüngern zum zweiten Mal sein bevorstehendes Leiden, Tod und Auferstehung an. Die Verse 31 und 32 sagen: „Denn er lehrte seine Jünger und sprach zu ihnen: Der Menschensohn wird überantwortet werden in die Hände der Menschen und sie werden ihn töten; und wenn er getötet ist, so wird er nach drei Tagen auferstehen.“ Jesus befand sich auf seiner letzten Reise nach Jerusalem und bereitete sich vor, dort das Heilswerk durch sein Leiden und Sterben am Kreuz zu erfüllen. Jesus geriet nicht in Furcht, sondern war sehr entschlossen, sein Leben für die Erfüllung des Heilsplans Gottes hinzugeben. Er wollte bewusst, dass seine Jünger seinen Weg verstehen und annehmen würden. Aber die Jünger verstanden ihn gar nicht und hatten auch Angst, ihn danach zu fragen.

In den folgenden Versen erfahren wir, dass die Jünger sogar untereinander stritten, wer wohl der Größte von ihnen wäre. Während Jesus mit Schmerzen sein Leben für ihr eigenes Leben hingab, träumten sie von weltlicher Größe und Macht. Sie beschäftigten sich mit ihrem Gefühl und den irdischen Dingen und waren voller Konkurrenzgeist. Jeder wollte der Größte sein. Es war für Jesus ein unerträglich schwieriger Moment, aber Jesus demütigte sich und nahm sie auf und lehrte sie, was die wahre Größe bedeutet. Lesen wir Vers 35: „Und er setzte sich und rief die Zwölf und sprach zu ihnen: Wenn jemand will der Erste sein, der soll der Letzte sein von allen und aller Diener.“ Jesus sagte, dass gerade der der Größte ist, der ein Diener für die anderen ist. Ich sehe häufig, dass Matthäus Noah dient. Dann: Wer ist größer im Reich Gottes? Darüber hinaus zeigte Jesus ihnen durch ein Kind, dass derjenige groß ist, der ein lernwilliges und demütiges Herz hat, und auch der ein schwaches und hilfloses Kind aufnimmt und ihm dient. Solch einen Menschen aufzunehmen und ihn zu segnen bedeutet, Jesus aufzunehmen.

Die Jünger waren sehr aufgeregt wegen eines Fremden, der im Namen Jesu Wunder tat, aber ihnen nicht nachfolgte. Sie meinten, so etwas müsste verboten werden. Aber Jesus sagte, dass sie ihn in Ruhe lassen sollten. Sogar jemand, der Jesu Leuten nur einen Becher Wasser gibt, ist ein gesegneter Mensch. Jesus warnte aber diejenigen sehr ernsthaft, die andere zum Abfall verführen. Dies ist eine schlimme Sünde, die ewige Strafe nach sich zieht. Wir sollen uns auch selber vor allem hüten, was uns zum Abfall verführen will.

2. Jesu dienendes Leben als Lösegeld (10,1-52)

In Kapitel 10 geht es zunächst um die Frage der Ehescheidung. Die Pharisäer wollten mit dieser Frage Jesus hinterlistig versuchen. Aber Jesus wies sie zurecht, dass Ehescheidung keineswegs der Wille Gottes ist, sondern aus der Sünde der Menschen kommt. Gott hat die Menschen als Mann und Frau geschaffen. Die Ehe ist von Gott im Paradies eingesetzt. Diese zwei Menschen gelten vor Gott als Einheit. Das, was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden. Jesu Aussage ist ganz klar. Sie gibt uns in einer Zeit mit 50% Ehescheidungsrate, mit Genderismuslehre und sogenannter „Ehe für alle“, eine klare Orientierung, was Gottes Wille von Beginn der Schöpfung ist. Jesus ging nicht im Kompromiss gemäß den Umständen, um sich selber zu gefallen, sondern stand demütig für die Wahrheit Gottes, koste es, was es wolle.

Die Verse 13-16 zeigen Jesu Herz für die Kinder. Die Jünger dachten, dass die Kinder Jesus stören würden. Aber Jesus erniedrigte sich. Obwohl er der Sohn Gottes war, nahm er sich Zeit und beugte sich demütig herab, um alle Kinder und hilflosen Menschen wie die Kinder zu segnen.

Lesen wir Vers 17: „Und als er sich auf dem Weg machte, lief einer herbei, kniete vor ihm nieder und fragte ihn: Guter Meister, was soll ich tun, damit ich das ewige Leben ererbe?“ Dieser junge Mann stellte eine sehr persönliche Frage. Er war ein tüchtiger Mann, der immer die Gebote Gottes gehalten hatte. Vers 21 sagt: „Und Jesus sah ihn an und gewann ihn lieb und sprach zu ihm: Eines fehlt dir. Geh hin, verkaufe alles, was du hast, und gib’s den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben, und komm und folge mir nach!“ Jesus, der Sohn Gottes, hatte ihn lieb und lud ihn in seine Nachfolge ein. Doch leider verdunkelte sich daraufhin sein Gesicht. Er liebte sein Geld mehr als Jesus. Er erkannte nicht, welche große Gnade Jesus ihm gab und ging schließlich traurig davon zur ewigen Verdammnis, wo Feuer und Schwefel brannten.

Diese Begebenheit gibt uns eine klare Warnung, dass das Geld und die Dinge der Welt, an die wir unser Herz hängen, eine große Gefahr für das ewige Leben darstellen. Besonders als junge Menschen sollen wir eine klare Priorität setzen und zuerst die Schätze im Himmelreich sammeln. Jesus sagte, dass es für einen Reichen sehr schwer ist, in das Reich Gottes zu kommen, so als ob ein Kamel durch ein Nadelöhr gehen wollte.

Nun stellte auch Petrus seine drängende Frage. Die Jünger hatten alles verlassen, um Jesus zu folgen. Aber was war eigentlich der Lohn dafür? Bis jetzt hatte es für sie scheinbar nur viele Entbehrungen gegeben. Petrus erkannte nicht, welch eine große Gnade es war, mit dem Sohn Gottes sein zu dürfen. Jesus öffnete seine geistlichen Augen, dass jeder bei Jesus hundertfach wiederempfängt, sogar mitten unter Verfolgungen, und dass er darüber hinaus in der zukünftigen Welt das ewige Leben erhält.

Lesen wir den Vers 32a zusammen: „Sie waren aber auf dem Wege hinauf nach Jerusalem und Jesus ging ihnen voran; und sie entsetzten sich; die ihm aber nachfolgten, fürchteten sich.“ Es war die letzte Etappe hinauf nach Jerusalem. Jesus war nicht furchtsam oder zögerlich. Jesus war entschlossen, nach Jerusalem zu gehen, um den Heilsplan Gottes zu erfüllen. Lesen wir die Verse 33 und 34: „Siehe, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und der Menschensohn wird überantwortet werden den Hohenpriestern und Schriftgelehrten und sie werden ihn zum Tode verurteilen und den Heiden überantworten. Die werden ihn verspotten und anspeien und geißeln und töten, und nach drei Tagen wird er auferstehen.“ Wie konnte Jesus so entschlossen und bewusst über sein bevorstehendes Leiden, seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung sprechen? In seiner Demut nahm Jesus Gottes souveränen Plan an. Er hatte Glauben an Gott und absolutes Vertrauen auf seine souveräne Führung, dass er durch sein Leiden und seinen Tod den wahren Sieg der Auferstehung erlangen wird. Seine Demut zur souveränen Führung Gottes machte ihn zum Urheber des Heils für alle.

Betrachten wir die Verse 35ff. Die Brüder Johannes und Jakobus kamen zu Jesus und wollten von ihm eine Zusage bekommen, dass Jesus für sie die besten Plätze im Himmelreich reserviert. Sie wollten links und rechts von Jesus sitzen. Jesus sagte ihnen, dass man solche Ehre nicht umsonst bekommen kann, sondern nur wenn man auch den Kelch Jesu trinkt. Johannes und Jakobus zeigten sich bereit, am Leiden Jesu teilzunehmen. Jesus musste sich sehr gefreut haben. Aber er verteilte keine Platzkarten, weil die Ehre allein Gott zusteht.

Das ehrsüchtige Verhalten von Johannes und Jakobus weckte den Neid der anderen Jünger. Jesus erklärte ihnen darum, noch einmal die wahre Größe im Reich Gottes. Sehen wir uns die Vers 42 bis 44 an: „Da rief Jesus sie zu sich und sprach zu ihnen: Ihr wisst, die als Herrscher gelten, halten ihre Völker nieder, und ihre Mächtigen tun ihnen Gewalt an. Aber so ist es unter euch nicht; sondern wer groß sein will unter euch, der soll euer Diener sein; und wer unter euch der Erste sein will, der soll aller Knecht sein.“ In der Welt wollen die Menschen groß sein, um die andern zu unterdrücken und sich selbst zu erfreuen. Alle weltlichen Herrscher haben so gehandelt, egal mit welcher Ideologie sie angetreten sind. Aber im Reich Gottes ist der Größte ein Diener für alle. Jesus selber ist dafür das beste Beispiel. Jesus ist der Sohn Gottes. Ihm gehört alle Herrlichkeit im Himmel und auf Erden. Aber Jesus erniedrigte sich und wurde ein Diener. Er erniedrigte sich so sehr, dass er in die Welt kam, um sein Leben als ein Lösegeld für viele hinzugeben. Lesen wir Vers 45: „Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und sein Leben gebe als Lösegeld für viele.“

Jesu Leben war nicht ein Leben, um sich dienen zu lassen oder die Anerkennung der Menschen zu bekommen. Sein Leben war ein Leben, um den anderen zu dienen. Er diente einer verführerischen samaritischen Frau, sodass sie ein neues Leben beginnen konnte. Er diente einem stolzen Pharisäer Nikodemus. Er diente auch seinen Jüngern demütig, die voll von weltlichem Ehrgeiz waren, und stellte sie als Hirten für die Herde Gottes auf. Vor allem erniedrigte Jesus sich und gab sein eigenes Leben als ein Lösegeld für die Sünder hin. Ich war hoffnungslos unter der Sklaverei der Sünde gefangen. Aber Jesus erniedrigte sich selbst, gab seine Herrlichkeit auf, und trug alle Strafe und Schmerzen an meiner Stelle am Kreuz, um mich freizukaufen und mir das neue ewige Leben und die Lebensaufgabe zu schenken. Preiset Jesus, der sein Leben als Lösegeld für viele gegeben hat.

Wir kennen das Leben von Mutter Sarah Barry. Sie wuchs in den besten Bedingungen in Amerika auf. Aber sie traf im Jahr 1955 eine Entscheidung, im Alter von 25 Jahren als Missionarin in das arme und vom Krieg zerstörte Korea zu gehen. Sie setzte ihr Leben völlig für das Bibelstudium mit den Studenten in Korea ein. Sie wohnte nicht in einem schönen Missionarshaus, sondern führte Lebensgemeinschaft mit den jungen Studenten in Korea, indem sie wie sie aß, schlief und lebte. Viele wurden durch ihre Demut in der Hingabe für Korea bewegt, so dass sie auch eine Entscheidung des Lebens trafen, ihr Leben für die Weltmission einzusetzen, genauso wie sie getan hat. So sind unsere Missionare auch hier in Deutschland.

Ich danke Jesus, dass er sich erniedrigt hat und sein Leben als ein Lösegeld für mich gab. Ich war ein kaltherziger und verletzender Egoist, der sich nicht einmal um einen Freund kümmerte, der beinahe an Magersucht gestorben wäre. Ich war so stolz, dass ich lange Zeit dachte, dass ich Jesus nicht bräuchte. Aber Jesus diente mir so demütig, bis ich mein Herz öffnen und Gottes Hoffnung aus Lukas 5,10b persönlich annehmen konnte. Ich tue Buße, dass ich in meinem Stolz meine geliebte Frau nicht aufnehmen konnte. Ich wollte mich nicht selbst demütigen. Durch meine Selbstgerechtigkeit und Stolz habe ich sie oft verletzt. Aber Jesus hat sich völlig erniedrigt, um mir, einem stolzen Sünder zu dienen und sein Leben als Lösegeld gegeben, dafür ließ er sich verletzen und schlagen und sogar ans Kreuz nageln, um mich zu erretten und mir das ewige Leben und den wahren Frieden zu geben. Nun darf ich die Demut Jesu lernen, die etwas Großartiges bewirkt hat. Mit dem Glauben, dass Jesus auch Macht hat, meine Hausgemeinde ganz wiederherzustellen, komme ich zu seinem Wort. Ich bete, dass ich Jesu Demut und sein dienendes Leben als ein Lösegeld lerne, indem ich mich selbst erniedrige und mein neues Leben für das Zweierbibelstudium und die geistliche Wiedererweckung in Europa einsetze.

Heute haben wir Jesu Demut und sein dienendes Leben in der völligen Lebenshingabe gelernt. Jesus ist Gott selbst, aber er erniedrigte sich und gab sein Leben als ein Lösegeld für die Menschen in Sünden hin. Jesu Vollmacht kam aus seiner Demut. Indem er sein Leben als Lösegeld gab, hat er Menschen aus der Macht der Sünde errettet und sie zu Königen und Priestern für Gott aufgestellt. Lasst uns Jesu Beispiel folgen, mit Jesu Vollmacht als Zweierbibellehrer den Studenten dienen und das geistliche Wiedererweckungswerk in Europa herausfordern.

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