Lasst uns uns auf das Erntedankfest aus allen Stämmen und Nationen vorbereiten

Offenbarung 7,9 – 17
Leitvers 7,9

„Danach sah ich, und siehe, eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen; die standen vor dem Lamm, angetan mit weißen Kleidern und mit Palmzweigen in ihren Händen.“

Die wiedergeborenen Gläubigen sind diejenigen, die Gott danken. Die wiedergeborenen Gläubigen leben in tiefer Dankbarkeit gegenüber ihrem HERRN Jesus Christus. Wir leben zwar in Dankbarkeit gegenüber Christus auf dieser Welt, aber zugleich denken wir auch, dass wir irgendwie Gott nicht genug danken. Das liegt daran, dass wir das wahre Danken in dieser Welt noch nicht verstanden haben. Erst am letzten Tag wird unsere Dankbarkeit vor Jesus, dem Lamm Gottes, vollkommen sein. Aber wir wollen Gott danken, auch wenn wir ihm gar nicht gut genug danken. Indem wir auf unsere vollkommene Dankbarkeit am letzten Tag hoffen, wollen wir Gott danken. Die wiedergeborenen Christen sind diejenigen, die sich auf den Tag der vollkommenen Dankbarkeit vorbereiten.

Unser Gott im Himmel ist wie ein Bauer. Er ist der Bauer, der die Menschen zu Rettung führt. Er ist der Bauer, der die wiedergeborenen Christen erntet und uns zum Himmelreich ruft. Jesus starb am Kreuz als ein Weizenkorn. Und er wurde die erste Frucht der Auferstehung. Der Heilige Geist ließ alle Zeugen viele Früchte tragen, indem sie Jesu Kreuz und das Evangelium predigten. Der Heilige Geist säte die Samen des Evangeliums in Jerusalem, in Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde. Darum werden die unzähligen Gläubigen aus allen Völkern als Gottes beste Früchte im Himmelreich (vor dem Thron und vor dem Lamm) versammelt sein.

Das wird der Tag der vollkommenen Dankbarkeit sein. Das wird der Tag sein, an dem die Gläubigen in völliger Freude, Dankbarkeit und Lobpreis zur ewigen Ruhe eingehen werden.

Es gibt ein Fest wie das Erntedankfest im Alten Testament, nämlich das Laubhüttenfest oder das Fest der Lese. Es sind die gleichen Feste. Man hat sie nur anders benannt. Nachdem die Israeliten aus der Hand des Pharaos und den Ägyptern gerettet wurden, schlugen sie etwa sieben Tage später in Elim ihre Zelte auf, wo es zwölf Wasserbrunnen und siebzig Palmen gab. Die Israeliten bauten nach dem Gesetz, das sie am Berg Sinai erhalten hatten, eine Stiftshütte in Form eines Zeltes. Dafür brauchten Sie freiwillige Gaben. Gott gebot ihnen, auch später in Kanaan dieses Fest zu halten. Nachdem sie am Ende eines jeden Jahres verschiedene Ernten eingebracht hatten, sollten sie ein großes Fest mit vielen Gaben halten. Die Arbeit war dann verboten und es sollte ein Fest sein, bei dem man mit allen Menschen fröhlich zusammen sein sollte. Mit allen Familienangehörigen, Sklaven, Fremden, Waisen und Witwen, und sogar mit den Heiden sollte man fröhlich zusammen sein.

Man sollte eigene Opfergaben vor Gott darbringen. Es ist ein Fest, zu dem man je nach dem empfangenen Segen Gottes von ganzen Herzen seine Opfergabe darbringen sollte. Beim Laubhüttenfest (Fest der Lese) sollten die Opfergaben sowohl nach Quantität als auch nach Qualität die Besten sein. Siebzig Kälber, vierzehn Widder und achtundneunzig Lämmer wurden als Feueropfer dargebracht. Die Hütten sollten mit blühenden Ästen, wie den Palmzweigen, gebaut sein. Das ganze Fest ging über sieben oder acht Tage. An vielen Stellten der Bibel, wie z. B. in 2.Mose 23; 3.Mose 23; 4. Mose 29; 5. Mose 16 werden diese Tatsachen erwähnt.

Das Laubhüttenfest ist aber nicht nur ein Fest aus alten, vergangenen Zeiten, das Gott den Israeliten geboten hatte. Dieses Fest ist auch im Neuen Testament erwähnt. In der Tat bedeutet das Laubhüttenfest für uns, die Heiligen, die durch das Blut des Lammes Jesu errettet sind, dass unser neues Leben ein Leben des Dankens und des Lobens, sowie des Errettens und Erntens der Verlorenen ist. Dieses irdische Fest ist wie ein vorauseilender Schatten des zukünftigen Erntedankfestes, welches wir mit ewigen Freuden und in der ewigen Ruhe feiern werden.

Betrachten wir den heutigen Text (Offenbarung 7,9-17) noch genauer. Lesen wir die Verse 9 und 10 gemeinsam: „Danach sah ich, und siehe, eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen; die standen vor dem Thron und vor dem Lamm, angetan mit weißen Kleidern und mit Palmzweigen in ihren Händen, und riefen mit großer Stimme: Das Heil ist bei dem, der auf dem Thron sitzt, unserm Gott, und dem Lamm!“ Hier sagt der Text voraus, dass eine große Schar, die niemand zählen kann, mit weißen Kleidern und mit Palmzweigen in ihren Händen, vor dem Thron und vor dem Lamm Gottes mit großer Stimme rufen: „Das Heil ist bei dem, der auf dem Thron sitzt, unserm Gott, und dem Lamm!“

Der Hintergrund dieses Textes ist folgender: Unser Herr offenbart, was in der Zukunft, am Ende der Welt, geschehen wird. Die Könige und die Völker auf der Erde werden den Herrn und seine Rettung ablehnen. Darüber hinaus werden sie diejenigen, die das Wort Gottes haben, die Zeugen Jesu, umbringen und so den Zorn Gottes auf sich ziehen. Wenn „das Jahr der Gnade“ vorbei geht und „der Tag der Rache“ kommt, wer könnte es wagen, vor dem heiligen Thron und vor dem Lamm Jesu zu stehen? Sehen wir uns Offenbarung 6,16.17 an: „und sprachen zu den Bergen und Felsen: Fallt über uns und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes! Denn es ist gekommen der große Tag ihres Zorns und wer kann bestehen?“

Eigentlich kann niemand vor dem, der auf dem Thron sitzt, bestehen. Niemand, auch keine große Persönlichkeit, kann dem Zorn des Lammes Gottes, Jesu, entfliehen. Aber der heutige Text sagt, dass die Menge derer die mit weißen Kleidern angetan sind, vor dem heiligen Thron mit dem Lamm stehen können.

Lieber Bruder, liebe Schwester! Ihr Lieben, die Ihr dem Herrn dankt! Bist du Einer (oder Eine) aus dieser Menge mit weißen Kleidern? Gibt es dich selbst und deine Familie in dieser Menge? Wie viele kannst du sehen, die durch dein Zeugnis und durch deine Hingabe errettet sind und sich in dieser Menge befinden? Am letzten Tag: bist du einer aus dieser Menge mit weißen Kleidern, der an diesem letzten Erntedankfest teilnehmen wird? Hast du Früchte des Lebens aus allen Nationen, Stämmen, Völkern und Sprachen, die an diesem Tag vor Gott erscheinen werden?

Wer sind die Leute, die mit weißen Kleidern angetan sind? Woher sind sie gekommen? Offenbarung 7,14b sagt: „…Diese sind’s, die gekommen sind aus der großen Trübsal und haben ihre Kleider gewaschen und haben ihre Kleider hell gemacht im Blut des Lammes.“

Erstens, Vers 14 zeigt, dass sie aus der großen Trübsal gekommen sind. Sie sind die Leute, die Hunger, und Durst, Schaden und Verletzung erfahren haben. Sie mussten Hunger, Durst, Schaden und Verletzung erfahren, weil sie das Wort Gottes predigten und Jesus bezeugten. Darum wird Jesus, das Lamm, ihre Tränen abwischen und sie trösten. Sie werden nicht mehr hungern noch dürsten; es wird auch nicht auf ihnen lasten die Sonne oder irgendeine Hitze.

Geschichtlich gesehen, haben die Puritaner, die Vorfahren der Gründungsväter der Vereinigten Staaten von Amerika, treu das Erntedankfest gehalten. Sie verließen ihre Heimat und kamen in einem neuen Kontinent an, um die Freiheit des Glaubens zu finden. Sie mussten Tod, Hunger, Kälte und Krankheit, Überfälle und Gefahren erdulden. Aber sie konnten Gott mehr danken und das Erntedankfest halten, weil sie inmitten der Bedrängnisse die Früchte zu Gott hervorbringen durften.

Für die Leute, die gerettet sind, durch die enge Pforte gehen und auf dem schmalen Pfad in diesem Lande wandeln, sind Leiden und Bedrängnisse notwendig und ihre Früchte werden Freude, Lob und Dankbarkeit sein. Darüber hinaus werden sie während der Endzeit der großen Trübsal geduldig an ihrem Glauben festhalten, Gottes besonderen Schutz erfahren und Gott dafür danken. Hast du schon mal Hunger und Durst in diesem Land erfahren wegen Deines Glaubens und wegen Jesus? Bist du einer, der von Jesus getröstet wird, nicht mehr zu hungern noch zu dürsten? Betest du mit Tränen sowohl für dich selbst als auch für deinen Nächsten, für die Gemeinde und für die Errettung einer Seele? Hast du die Tränen, die Jesus abwischen wird, wegen deines Glaubens und wegen Jesus? Führe ein Leben, in welchem du für den Glauben an Jesus und für das Zeugnis Jesu mit Freude leidest!

Zweitens: Offenbarung 7,14c: „… und haben ihre Kleider hell gemacht im Blut des Lammes.“ Diese Schar sind diejenigen, die das herrliche Privileg empfangen haben, in weißen Kleidern dem Thron des Lammes zu stehen und Gott Tag und Nacht zu dienen. Wodurch wurde es ermöglicht, dass sie vor dem Thron Gottes stehen dürfen? Wie konnten sie dieses herrliche Privileg empfangen? Offenbarung 7,14b bezeugt: “… sie haben ihre Kleider hell gemacht im Blut des Lammes.“ Weil ihre Kleider durch das Blut des Lammes Jesu gewaschen wurden. Sowohl ihre Herzen wurden durch das Blut Jesu rein gewaschen als auch ihre Werke wurden rein gemacht. Ihr praktisches Handeln wurde so weiß gemacht durch das Blut Jesu. Lebst auch du mit der weißen Kleidung, die durch das Blut Jesu gereinigt wurde? Bist du angezogen mit der gerechten weißen Kleidung durch das Blut des Lammes Jesu? Tue täglich Buße, indem du völlig auf das Blut Jesu vertraust. Ziehe täglich Gottes Gerechtigkeit an und führe ein gerechtes Leben in diesem Land, im Vertrauen auf Jesu Blut.

Drittens: Offenbarung 7,9a: „Danach sah ich, und siehe, eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen; …“ Diese unzählbare Schar besteht aus allen Nationen, Stämmen, Völkern und Sprachen. Sie sind die große Menschenmenge derer, die als Früchte unter allen Nationen, Stämmen, Völkern und Sprachen, geerntet und zu Gott geopfert worden sind. Das heißt, dass es jemanden gab, der unter diesen Nationen, Stämmen, Völkern und Sprachen, den Samen des Evangeliums gesät und für das Wachstum seine Liebesmühe gegeben hat! Bist du selbst dieser Jemand? Unter wie vielen Menschen hast du den Samen des Evangeliums gesät? Wie viele Samen des Evangeliums hast du unter deinen Nachbarn und unter diesem oder jenem Volk gesät? Gibst du dir Mühe, dass die Samen, die gesät wurden, wachsen und in die himmlische Scheune gesammelt werden und das letzte Erntedankfest feiern dürfen? Bitte säe viele Samen des Evangeliums! Gib dich selbst und deine Liebesmühe, damit die Früchte des Lebens in die himmlische Scheune gesammelt und zu Gott geopfert werden! Lasst uns gemeinsam im Gebet zu Gott kommen.

Danke, Herr, danke, dass du uns das Privileg gegeben hast, am Ende dieser Welt, beim letzten Erntedankfest, vor deinem Thron, vor dem Lamm Gottes zu stehen, in weißen Kleidern. Wir möchten, dass wir vollkommen vor dir stehen und dir danken können. Lass mich vollkommen sein, indem ich dir all meine Danksagung darbringe. Möge meine Danksagung noch reicher werden. Ich möchte die Person werden, die Schwierigkeiten und Leiden überwindet und Gott dankt. Vater hilf mir, meinen Glauben an Jesus fest zu halten und Leiden zu überwinden, um Jesu willen und vor dir zu stehen. Vater hilf mir, vor dir zu stehen, indem ich um Jesu willen, Hunger und Durst überwinde. Hilf mir, die Verletzungen zu überstehen, die ich erleiden musste, um Jesus zu bezeugen. Danke, dass die Gläubigen durch das Blut Jesu gereinigt werden. Ich möchte die Person werden, die durch das Blut Jesu weiß gekleidet ist und heilige Werke tut. Hilf mir täglich Buße zu tun, und täglich zu der Menge zu gehören, die auf das Blut Jesu vertraut und weiß gekleidet ist. Ich möchte zu der Schar gehören, die mit vielen Völkern zusammen, in der himmlischen Scheune geopfert wird. Lass sowohl mich selbst, als auch meine Familie, die Samen des Evangeliums unter diese oder jene Nationen säen. Hilf mir, mit ganzer Kraft, meine Liebesmühe zu geben, für die Ernte, die vor dir geopfert wird. Im Namen Jesu. Amen.

Teilen