Opfere täglich zwei zum täglichen Brandopfer

4.Mose 25,19- 30,17
Leitverse 28,3.4

„Und sprich zu ihnen: Dies sind die Feueropfer, die ihr dem HERRN opfern sollt: einjährige Schafe, die ohne Fehler sind, täglich zwei zum täglichen Brandopfer, ein Schaf am Morgen, das andere gegen Abend.“

Dank sei Gott für diese gesegnete Osterzeit, in der wir an Jesus denken und ihn feiern können, der für unsere Sünden gestorben ist und wieder auferstanden ist (1. Korinther 15, 3.4). Letzte Woche, als ich das Evangelium mit meiner Freundin Paula teilte, fragte sie mich, ob ich wirklich an die Auferstehung Jesu glaube, warum und mit welcher Folge. Numeri mag für diesen Anlass als ungeeigneter Text erscheinen. Aber ich habe erkannt, dass es in Numeri die tiefe Wahrheit von Jesu Tod und Auferstehung zu finden gibt. Der heutige Text gibt uns Antwort darauf, wie wir ein neues Leben durch den Glauben an ihn führen können. Lasst uns unser Numeri Bibelstudium mit dieser Frage im Hinterkopf fortsetzen und demütig versuchen, das neue Leben zu leben, das Gott gefällt und ihn bezeugt.

In der vorherigen Lektion, Numeri 17-25, befanden sich die Israeliten im 38. Jahr ihrer Wanderschaft in der Wüste. Als das Volk unterwegs mürrisch wurde, sandte Gott Tod bringende Giftschlagen unter sie. Nichts konnte diese Schlangen stoppen. Aber als Mose für sie betete, ließ Gott ihn eine eherne Schlange hoch aufrichten, sodass alle, die auf diese Schlange schauten, geheilt wurden und leben konnten. So wie Gott die Schlange in der Wüste erhöht hat, so hat er auch Jesus Christus, unseren Herrn, erhöht. Sünde hat Tod bringende Folgen, aber der Herr gibt denjenigen Heilung und das Leben, die demütig Buße tun und an ihn glauben.

In diesem Abschnitt legt Gott den Grundstein dafür, dass die neue Generation das verheißene Land erobern und bewohnen kann. Es beginnt in Kapitel 26 mit einer neuen Volkszählung, Gottes Orientierung für die Erbrechtsgesetze, die Aufstellung von Josua als neuen Leiter und der Einsetzung eines Opfersystems für ihr neues Leben im Gelobten Land. Durch diesen Ab-schnitt können wir Gottes Gnade und Disziplin für die nächste Generation kennen lernen, um uns darauf vorzubereiten, ein neues Leben als siegreiche Eroberer zu führen.

1) Die zweite Volkszählung (25,19 – 27,33)

Lesen wir 26,1-2: „Und es geschah nach der Plage, da sprach der HERR zu Mose und Eleasar, dem Sohn des Priesters Aaron: Nehmt die Summe der ganzen Gemeinde der Israeliten auf, von zwanzig Jahren an und darüber nach ihren Sippen, alle, die wehrfähig sind in Israel.“ Nachdem sie 38 Jahre durch die Wüste gewandert waren, waren sie schließlich in Moab angekommen. Sie befanden sich gerade vor dem verheißenen Land. Hier befahl Gott Mose und Aaron die zweite Volkszählung durchzuführen.

Der Befehl für eine Volkszählung spiegelt Gottes Befehl an Mose und Aaron 38 Jahre zuvor wider: „Nehmt die Summe der ganzen Gemeinde der Israeliten auf nach ihren Geschlechtern und Sippen und Namen, alles, was männlich ist, Kopf für Kopf“. (Numeri 1,2) Damals hatte Gott sein Volk als Armee formen wollen, um das verheißene Land zu erobern. Es wurden 603.550 Männer gezählt (1, 46). Damals haben sie das verheißene Land nicht erobert wegen ihrer Furcht und Unglauben. Die Konsequenz war, dass sie 38 Jahre durch die Wüste wandern mussten, bis alle außer Josua und Kaleb gestorben waren. Nun setzte Gott seine Verheißung für die nächste Generation wieder ein und mobilisierte sie als seine Armee, um das Gelobte Land einzufordern. Die Menschen versagen, aber Gott ist treu.

Bei der zweiten Volkszählung waren sie 601.703 an der Zahl. Trotz des schwierigen Lebens in der Wüste war die Zahl ungefähr die gleiche. In der Wüste stellte Gott eine ganz neue Gene-ration auf, um seine Geschichte weiterzuführen, seine Verheißung zu erfüllen und das verheißene Land zu erobern. Die neue Generation war der Empfänger der Gnade Gottes durch sei-ne Souveränität und Treue.

Durch den Glauben werden auch wir als Teil der geistlichen Armee Gottes der nächsten Generation dazugezählt. Wir sind ein Teil der Familie von UBF und der Gesamtheit der Leute Gottes. Seit ihrer Anfänge empfing die UBF Gottes Verheißung durch Exodus 19,5.6, uns als Königreich von Priestern und als Gottes heiliges Volk für die ganze Welt aufzustellen. Unsere Glaubensvorgänger in UBF haben diese Verheißung Gottes in ihren Herzen getragen als sie der Campus-Mission durch das 1:1 Bibelstudium dienten. Als sie Gottes Verheißung in ihrem Herzen trugen, wurden über 3000 von ihnen, meine Eltern eingeschlossen, als Missionare in die ganze Welt ausgesandt. Obwohl sie aus einem Dritte Welt Land kamen, haben sie ihre jeweiliges Missionsfeld durch den Glauben erobert und Jesu Jünger aufgestellt. Deshalb sind auch wir hier. Dieses Jahr feiern wir das 50. Jubiläum der UBF Mission in Europa und weltweit. Diese Verheißung Gottes und diese Identität als sein Volk und seine Armee haben auch uns, die zweite Generation Missionare und einheimischen Hirten, erreicht. Gottes Verheißung und Vision ist, uns als globale geistliche Leiter, einflussreiche und exzellente Bibellehrer und Hirten für Deutschland, Europa und bis an die Enden der Erde aufzustellen. Durch den Glauben seid auch ihr gezählt als einer oder eine des Volkes Gottes!

Wegen meiner sündigen Natur und durch die Lüge des Individualismus ärgerte ich mich über die geistliche Disziplin und beschwerte mich über diese Identität, die ich nicht selbst gewählt hatte. Was für eine Gnade ist es aber, dass Gott mich gemäß meinem Namen und meines Lebensleitwortes aus Genesis 17,16 als eine seiner neuen Generation zählte, durch die er seine Verheißung fortsetzen und erfüllen möchte.

Im vergangenen Jahr hatten wir sieben Global Leadership Empowerment Forum Staff: Peter Lim, Joseph Lee, Peter Ryu, Sara Ryu, Joshua Park, Paulina Lee, und Maria Park. In diesem Jahr haben wir 32 neue Staff: Sarah Han, Lydia Lee Jr., Anna Lim, Sam Jeong, Lydia Point, Wendy Lin, Frank Lin, Josua Elsholz, Lydia Park, Sarah Yang, Matthäus Grigoriadis, Jinhong Park, Lydia Oh, Ester Cho, Daniel Gates, Pauline Lee, Anna So, Mary Lee, Grace Kim, Grace Baik, Ruth Park, Abraham Kim, Paul Choi, Samuel A. Chang, Sarah EJ Park, Andrew Choi, Lydia Han, Noah Schweitzer, Anna Sim, Banseok Cho, Petra Han, und Sera Lee. Jeder von ihnen ist sehr kostbar in der Geschichte Gottes, mit kostbaren geistlichen Eltern und einem geistlichen Erbe, und in Gott großartiges geistliches Potential als ein Königreich von Priestern und eine heilige Nation. Was ist unsere Hoffnung und unser Gebet für sie durch das Global Leadership Empowerment Forum? Nicht nur, uns zu versammeln und an Zahl zuzunehmen, sondern Gottes Verheißung durch den Glauben an seine Verheißung anzunehmen und sie zu bevollmächtigen, damit sie zu einem Königreich von Priestern und zum heiligen Volk heranwachsen können (Exodus 19,5.6). Lasst uns diese geistliche Hoffnung Gottes nicht verpassen, indem wir uns dem Geist des Individualismus oder des Pragmatismusses beugen, sondern uns selbst durch den Glauben an den treuen, lebendigen Gott und seine Verheißung vorbereiten.

In Kapitel 27 bekommen die Töchter Zelofhads ein zusätzliches Erbe zugeteilt durch deren Bitte. Zelofhad war ein Nachfahre von Manasse, einer der Söhnes Josephs. Zelofhad hatte fünf Töchter, aber keinen Sohn. Nach dem kurz zuvor aufgestellten Erbrecht hätten sie eigentlich kein Erbe bekommen sollen. Der Name ihres Vaters würde einfach aus der Liste verschwinden und sein Landbesitz an seine Verwandten übergehen. Aber die fünf Töchter (Machla, Noa, Hogla, Milka und Tirza) gaben nicht einfach fatalistisch oder passiv auf. Können bitte alle Frauen die Verse 1b-2 lesen, ab “kamen herzu”: “kamen herzu und traten vor Mose und vor Eleasar, den Priester, und vor die Stammesfürsten und die ganze Gemeinde vor der Tür der Stiftshütte.” Wow! Welche starken und vom Geist erfüllten Frauen waren das, die zu Mose kamen und zu Eleasar und vor die ganzen Stammesfürsten des Herrn. Sie baten mutig um das Erbe ihres Vaters, dass es ihnen übergeben werden müsste.

Mose brachte ihr Anliegen vor Gott. Gott freute sich über sie und gab ihnen das Erbe. Anschließend gab Gott eine neue Erbschaftsregelung, dass das Erbe eines Mannes, der keinen Sohn hat, an dessen Töchter übergehen sollte; das Erbe eines kinderlosen Mannes sollte an dessen Brüder übergehen; und das eines Mannes, der auch keine Brüder hätte, sollte an seine nächsten Verwandten gehen. Gottes Erbe ist sehr kostbar und sollte innerhalb einer Familie bewahrt werden.

Durch Gottes souveräne Gnade haben wir ein geistliches Erbe von Gott bekommen, nämlich das geistliche Erbe von UBF: 1. Zurück zur Bibel 2. Weltmission durch Laienmissionare 3. Campus-Mission durch Zweierbibelstudium 4. Krippenwerk durch Hausgemeinden 5. Jüngererziehungswerk 6. Tägliches Brot und Stellungnahme schreiben 7. Gebender Geist, “5 Brote und 2 Fische” 8. Das Gebet ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk zu sein. Dies ist das kostbare geistliche Erbe, das Gott uns gemäß seiner Verheißung aus Exodus 19,5.6 gegeben hat. Wir danken Gott, dass er dieses geistliche Erbe sowohl den Männern als auch den Frauen gegeben hat. Lasst uns wie Zelofhads Töchter mutig beten: “Gebt uns auch ein Erbgut unter den Brüdern unseres Vaters.” (27,4) Lasst uns dafür kämpfen, um dieses geistliche Erbe zu bewahren, den lebendigen Gott zu ehren und an seiner Verheißung festzuhalten. Wenn wir nur Gott ehren und ihm gefallen, wird er uns sicher ein Erbgut in seinem verheißenen Land geben. (Numeri 14,8.9)

In den Versen 12-14 lässt Gott Mose auf das Gebirge Abarim steigen und auf das Land blicken, das er den Israeliten geben will, aber er erlaubt ihm nicht, es zu betreten, weil er und Aaron Gott nicht gehorcht hatten in Kadesch (20,1-13). Mose schmollte nicht und verurteilte auch niemanden. Er betet, indem er zu “dem Gott des Lebensgeistes für alles Fleisch” betet (15-16a). Können alle Männer Moses Gebet lesen ab “wolle” (16b-17): “wolle einen Mann setzen über die Gemeinde, der vor ihnen her aus- und eingeht und sie aus- und einführt, damit die Gemeinde des HERRN nicht sei wie die Schafe ohne Hirten.” Moses einzige Sorge bestand darin, dass Gottes Volk einen guten Hirten haben möge. Wir können hier sehen, was es bedeutet, dass “Mose ein sehr demütiger Mensch war, mehr als alle Menschen auf Erden.” (Numeri 12,3) Mit anderen Worten war er bis zum Ende seines Lebens ein guter Hirte. Das Volk hatte ihn so sehr belastet (Numeri 11,10-15), und in mehreren Situationen hatten sie sogar einen Aufruhr gegen ihn geplant (z.B. 12;14;16). Schließlich verlor er dadurch sogar den Eintritt in das verheißene Land. Aber Mose betete treu für seine Schafe, dass er ihnen einen Hirten geben möge, wenn er gestorben sein würde. Gott war dadurch erfreut und vertraute ihm Josua an, den er schon vorbereitet hatte, und in dem Moses Geist war, der Geist eines Leiters, und der der nächste Leiter für das Volk Israel sein sollte. Gott bereitete die nächste Generation dafür vor, das verheißene Land einzunehmen. Dank sei Gott für viele Knechte Gottes und Bibellehrer, die wie Mose sind, die Gottes Volk wie ein Hirte treu dienen, und für sie beten und praktisch kämpfen, um Hirten für die nächste Generation aufzustellen. Möge Gott nun unter uns viele Josuas aufstellen, die Gottes Volk weiden können und den geistlichen Kampf für Gottes Ehre führen können.

2) Das Opfersystem und die sieben Feste für das neue Leben (28,1-30,17)

In Kapitel 28-29 spricht Gott noch einmal zu Mose über das Opfersystem (Ex 29,38-41). Kap. 28,1-2 sagt, “Und der HERR redete mit Mose und sprach: Gebiete den Israeliten und sprich zu ihnen: Ihr sollt achthaben, dass ihr zur rechten Zeit meine Opfergaben darbringt, meine Feueropferspeise mir zum lieblichen Geruch.” Die Opfergabe, die Gott gefällt, ist nicht eine Opfergabe gemäß unserer Laune, Möglichkeit oder Fähigkeit, sondern dass was Gott gefällt und wann er will, wenn er es befiehlt.

Was sollte wann geopfert werden? Das tägliche Opfer wurde als Grundlage zuerst genannt, da es jeden Tag dargebracht werden sollte, auf welcher nun weitere besondere Opfer dargebracht werden konnten. Lesen wir die Leitverse 3-4: “Und sprich zu ihnen: Dies sind die Feueropfer, die ihr dem HERRN opfern sollt: einjährige Schafe, die ohne Fehler sind, täglich zwei zum täglichen Brandopfer, ein Schaf am Morgen, das andere gegen Abend.” Wenn sie das tägliche Opfer darbrachten, sollte der Priester zweimal täglich zu Gott kommen im Namen des Volkes, einmal am Morgen und einmal am Abend. Das tägliche Opfer legte die rhythmische Grundlage für ihr neues Leben im verheißenen Land, sodass sie jeden Tag damit begannen und beendeten, indem sie zu Gott kamen. Auf diese Weise wurde der ganze Tag, Tag und Nacht, zu Gott dargebracht, jeden Tag.

Was sollte jeden Tag als Minimum geopfert werden? Mit jedem Schaf sollte ein Zehntel Scheffel feinstes Mehl geopfert werden. Das waren ungefähr 3,2 kg des feinsten Mehls vermengt mit ca. 1 Viertel Kanne des besten Olivenöls, und 1 Viertel Kanne Wein. Dies waren ungefähr 3 Packungen des feinsten Mehls vermengt mit 1 Flasche Olivenöl (ungefähr 50 Croissants), zusammen mit einer Flasche Wein zu jedem Schaf. Was mag sie dieses Opfer wohl gekostet haben? Wir müssen dabei bedenken, dass die Israeliten sich auf der Wanderung durch die Wüste befanden und nur Manna zum essen hatten. Ihre Herden und das Vieh waren ihr kostbarstes Eigentum und ihre einzige Sicherheit. Gott befahl ihnen, dieses kostspielige Opfer zweimal täglich darzubringen, morgens und abends, ohne Ausnahme “zum lieblichen Geruch, ein Feueropfer für den Herrn.”

Zu diesem täglichen Opfer, gab es noch ein Sabbatopfer, ein Monatsopfer, das an jedem ersten Tag des Monats dargebracht werden sollte, das Passaopfer, wobei Opfergaben die ganzen 7 Tage hindurch dargebracht wurden, die Opfer der Erstlingsgabe, die Opfer für die Wochenfeste, für den Tag des Posaunenblasens, den Tag der Versöhnung und für die 8 Tage des Tempelfestes.

Diese Opfer und Feste waren Bestandteil ihres regelmäßigen Lebens, Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat, und Jahr für Jahr. Zwischen all diesen Opfern mussten regelmäßig die zwei Tagesopfer dargebracht werden.

Warum wollte Gott, dass solch ein Opfersystem durch die nächste Generation in ihrem neuen Leben im verheißenen Land errichtet wurde? Durch das Opfersystem und die Feste sollten die Israeliten Beziehung, Identität und göttliche Disziplin auf täglicher Basis lernen. Durch das Opfersystem und den Festkalender wollte Gott die Israeliten als sein heiliges Volk formen, das er als ein Königreich von Priestern für die ganze Welt gebrauchen könnte. Das Opfersystem lehrt uns, dass, als ein heiliges Volk Gottes heranzuwachsen bedeutet, täglich in der Liebesbeziehung mit ihm zu leben (mindestens zweimal täglich) und Gott unsere Zeit, Kraft und Material hinzugeben. Wir können in mindestens zwei Punkten über die Bedeutung des Opfersystems und der Feste nachdenken. Zuerst ging es darum, seine Barmherzigkeit zu erkennen. Zweitens war es das Vertrauen in seine Treue, mit der er seine Verheißung erfüllt.

Gott hatte ihr Seufzen unter ihrer Sklaverei gehört (Exodus 2,23.24), sich ihrer angenommen und war seinem Bund mit ihrem Vater Abraham treu geblieben. Er hatte Mose als Hirte aufgestellt, um sie aus Ägypten herauszuführen, durch große Plagen und das Wunder der Durchquerung des Schilfmeers. Und er hatte ihnen versprochen, sie als seinem Eigentum anzunehmen und sie zu einem Königreich von Priestern und einer heiligen Nation zu machen (Exodus 19,5.6).

Durch Gottes Barmherzigkeit wurden die Israeliten von Gott als sein Volk auserwählt und errettet, um als Segen von Gott gebraucht zu werden. Gott hatte ihr Schreien in der Sklaverei gehört (Exodus 2,23-24), sein Herz jammerte für sie, sodass er Mose als Hirten aufstellte, um sie aus Ägypten herauszuführen, durch die Zehn Plagen und die Durchquerung des Roten Meeres. Und er hatte ihnen, die sie einst ein Sklavenvolk gewesen waren, seine Verheißung gegeben, sie als ein Königreich von Priestern und sein heiliges Volk aufzustellen. (Exodus 19,5.6) Sie waren wie geistliche Babys gewesen, die die Fürsorge ihres Vaters bekommen hatten. Trotz all ihrer Fehler und Murrens war Gott ihnen treu geblieben und half ihnen, in der Liebesbeziehung mit ihm zu wachsen und von einem Sklavenvolk zu einem Königreich von Priestern und zum heiligen Volk heranzuwachsen. In der Tat waren Gottes Herz, Zeit, Material und Kraft, die er für sie gebraucht hatte unvergleichlich zu dem, was er von ihnen verlangt hatte.

Durch die Barmherzigkeit Gottes in Jesus sind wir, die wir einst Sklaven unserer Sünde waren, erlöst und zu seinem Volk gemacht worden. Wir waren in unserer Sünde Feinde Gottes. Aber Gott sah das Leiden unserer Seelen und gab seinem Sohn Jesus als Opfer, um uns mit ihm zu versöhnen (Kolosser 1,21-22). Jesus ist derjenige, der sein eigenes Leben als das Lamm Gottes (Johannes 1,29) für uns dargebracht hat. Durch ihn haben wir Gottes Barmherzigkeit der Vergebung und Aufnahme in das Volk Gottes mit Gottes Verheißung empfangen. „Damit, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, auch wir in einem neuen Leben wandeln.“ (Römer 6,4b)

Wie die Israeliten, die an der Grenze zum Gelobten Land stehen, bleiben wir entweder in unserem alten Leben stecken oder ziehen kraftvoll in das Gelobte Land ein und machen unser neues Leben zur Opfergabe, das Gott gefällt. Römer 6,13 ermahnt uns: „Auch gebt nicht der Sünde eure Glieder hin als Waffen der Ungerechtigkeit, sondern gebt euch selbst Gott hin, als solche, die tot waren und nun lebendig sind, und eure Glieder Gott als Waffen der Gerechtigkeit.“

Wie die Israeliten können wir in unserer Beziehung, Identität und heiligen Disziplin (= Kapazität) als Gottes heiliges Volk und königliche Priester wachen, indem wir zweimal täglich unser Früh- und Abendgebet für Gottes Werk in und durch uns in unseren Hoffnungsträgern als Opfer zu Gott bringen. Wir müssen den Sabbat heiligen mit Gottesdienst und Stellungnahmen halten und auch unsere Kinder, unsere Freunde und Schafe dazu anleiten. Wir bringen auch das wöchentliche Opfer von 360 Zweierbibelstudiumteams, wobei jeder Leiter das persönliche Opfer von 12 Zweierbibelstudiumteams pro Woche bringt. In der vergangenen Woche feierten wir das 25-jährige Hochzeitsjubiläum von M. Monika und H. Ehrfurcht Kösters. Heute und in der nächsten Woche bringen wir das Opfer unseres Ostergottesdienstes, mit einer Leben gebenden Predigt, fröhlichem Tanz und Chor, leckerem Kuchen und vielen Studenten. All diese kostbare Zeit, die Energie und die Ressourcen sind unser praktisches Lebensopfer für Gott als Ausdruck von Dank und Lob und als Ausübung unseres neuen Lebens in ihm.

Als ich meine Freundin Katrina fragte, was eine moderne Parallele dafür sein könnte, ein Lamm oder einen Stier anzubieten, sagte sie: „Gib dein Kostbarstes auf, die Quelle deiner Sicherheit“. Dies könnte bedeuten, dass wir unseren Job, unsere Ersparnisse, unser Haus, sogar unsere Familie opfern. Es gibt solche Beispiele unter uns.

Meine Mutter war eine brillante Studentin der französischen Literatur, die davon träumte, in Frankreich Professorin zu werden. Als sich die Tür öffnete, um stattdessen als Missionarin nach Kanada zu gehen und als Nähmaschinenbedienerin zu arbeiten, wurde sie von Jesus in Johannes 1:14 bewegt: „Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“ Jesus ist derjenige, der seine Herrlichkeit im Himmel aufgegeben hat, um unter den Sündern zu wohnen und ihnen ewiges Leben zu geben. Aus diesem Grund opferte sie ihren persönlichen Traum und ihre Karrierevorstellung und ging als Missionarin und Nähmaschinenbedienerin nach Kanada. In Kanada war ihr missionarisches Leben wirklich ein intensives neues Leben. Die Missionare arbeiteten 8-10 Stunden pro Tag als Nähmaschinenbediener. Darüber hinaus lernten sie Englisch, studierten die Bibel, luden Studenten ein und dienten ihnen. Die Zeitungen berichteten von einer verrückten Sekte. Aber es war das Opferleben, durch das Gott sie zu seinem Königreich von Priestern und zur heiligen Nation machte. Gott gebraucht jetzt meine Mutter und meinen Vater als königliche Priester für kanadische Studenten und die nächste Generation an der University of Toronto. Mich, ihr erstes Kind, Gott für die Weltmission zu geben, war ein kostspieliges Opfer für sie. Aber Gott hat sich darüber gefreut und macht sie dadurch zu königlichen Priestern, die viele weitere Priester in Deutschland, Europa, Nord- und Südamerika, der GUS und der ganzen Welt erziehen.

M. Dr. Peter Chang promovierte als erster Missionar in Deutschland in Pharmazie. Er hätte ein sehr erfolgreicher Apotheker sein können. Aber er opferte seinen Abschluss und diente als Vollzeit-Hirte und hielt an Markus 11,22 und Markus 6,37 fest. Er glaubte an die wunderbare Vision Gottes und hatte einen Geist wie die Töchter Zelofhads, sie zu ergreifen. Und er hatte das mitfühlende Herz Jesu, wie Mose, die beide ihr Leben für die hirtenlosen Schafe gaben. Als M. Sarah von seiner Entscheidung hörte, vollzeitig zu dienen, reduzierte sie ihre Arbeitszeiten, so dass sie auch in Vollzeit dienen konnte, und war seine beste Mitarbeiterin, die mit dem gleichen Geist Gottes Werk diente. Sie haben ihr gesamtes Leben täglich vom Morgen bis zum Abend – manchmal auch die ganze Nacht hindurch – ihre Hausgemeinde, Kinder und Enkelkinder Gott geopfert. Wegen ihres Opfers segnete Gott das Werk in Bonn und stellte viele Hausgemeinden, Bibellehrer, Gebetskämpfer und Diener für die Weltmission auf.

Heutzutage denken viele Christen, dass das Glaubensleben nur innerlich stattfindet (in den Gedanken). Und einige Christen beschweren sich innerlich, weil sie denken, dass sie gezwungen sind, immer mehr für Gott zu opfern. Ich war in der letztgenannten Gruppe. Ich berechnete meinen Dienst für Gott und beschwerte mich innerlich, dass es zu viel sei. Ich tue Buße vor Gott, dass ich Gottes kostbare Gnade und seine unbezahlbare Verheißung nicht als Mittelpunkt meines Herzens festgehalten habe. Stattdessen hielt ich hartnäckig an meiner Sklaverei fest und konnte praktisch kein neues, fruchtbares Leben führen. Wie dumm ich doch war! Gott hat uns mit dem kostbaren Blut Jesu erlöst, nicht damit wir in unserer Sklaverei der Sünde stecken bleiben, sondern damit wir ein neues Leben in der Beziehung zu ihm führen können! Willst du ein Sklave oder ein königlicher Priester des lebendigen Gottes sein? Lasst uns Gottes Gnade und Verheißung durch den Glauben in Anspruch nehmen, indem wir das praktische Leben als Opfer für ihn führen.

Die Vorbereitung auf das bevorstehende Global Leadership Empowerment Forum kostet Herzensarbeit, Zeit, praktische Arbeit und Ressourcen. Unser Gebet ist, dass Gott uns hilft, uns praktisch vom frühen Morgen bis zum späten Abend als lebendige Opfer darzubringen, mit Dank für Gottes Barmherzigkeit und den Glauben an seine Verheißung. Möge Gott uns helfen, das neue Leben als Königreich von Priestern und heiliges Volk zu leben.

Durch diesen Abschnitt haben wir gelernt, praktisch ein neues Leben der Hingabe an Gott zu führen. Danken wir Gott für seine Gnade, jeden von uns in Jesus zu seinem Volk zu zählen, und für seine Treue gegenüber seiner großen Verheißung aus 2. Mose 19,5.6 (1. Petrus 2,9). Möge Gott die nächste Generation als sein Volk aufrichten, das täglich aus dem Glauben lebt und jeden Teil von sich selbst Gott opfert. Mögen wir im neuen Leben, indem wir ein Leben der praktischen Opfergabe führen, im Herzen und Glauben geformt werden, um Gottes Königreich von Priestern und heiliges Volk in dieser Generation zu sein.

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