Ihr werdet meine Zeugen sein

„Aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.“

Frohe Ostern! In den vergangenen drei Wochen haben wir durch 1.Korinther Kapitel 15 gelernt, dass Jesu Tod und Auferstehung eine geschichtliche Tatsache ist. Wer an den auferstandenen Christus glaubt, der wird ein Leben mit der Macht der Auferstehung führen und mit der herrlichen Hoffnung der Auferstehung in dem Werk des Herrn immer zunehmen. Lasst uns in diesem Frühling in dem Werk des Herrn zunehmen und die geistliche Wiedererweckung in Europa herausfordern, weil wir wissen, dass unsere Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn.

Der heutige Text ist in gewisser Weise einzigartig. Es ist ein kurzer Abschnitt von nur vierzehn Versen, aber sein Inhalt ist gewaltig. Der heutige Text enthält die letzten Worte Jesu an seine Jünger, bevor er in den Himmel fuhr. Jesu letzte Worte an seine Jünger geben uns einen tiefen Einblick in sein Herz und seine Vision für sein Weltheilswerk durch das Zeugnis seiner Jünger. Gott helfe uns heute, Jesu letzte Worte persönlich zu hören und sein Herz und seine Vision für die Welt zu empfangen und als seine Zeugen bis an das Ende der Erde gebraucht zu werden.

1. Der auferstandene Jesus redete vom Reich Gottes (1-5)

Sehen wir uns Vers 3 an: „Ihnen zeigte er sich nach seinem Leiden durch viele Beweise als der Lebendige und ließ sich sehen unter ihnen vierzig Tage lang und redete mit ihnen vom Reich Gottes.“ Dieser Vers berichtet, was der auferstandene Jesus in den vierzig Tagen vor seiner Himmelfahrt für seine Jünger tat.

Erstens: Der auferstandene Jesus richtete den Glauben an die Auferstehung in den Herzen der Jünger auf.
Die Auferstehung Jesu von den Toten war ein einzigartiges Ereignis. So etwas hatte es in der bisherigen Geschichte noch nie gegeben. Für alle Menschen auf Erden war nach ihrem Tod stets das Grab die Endstation gewesen. Aber Jesus ist von den Toten auferstanden. Obwohl es eine Tatsache ist, war es für die Menschen nicht so leicht, an die Auferstehung Jesu zu glauben. Auch für seine Jünger war es nicht leicht. Also gab sich Jesus alle Mühe, seine Jünger davon zu überzeugen, dass er tatsächlich lebte. Wieder und wieder erschien Jesus ihnen als der leibhaftig Auferstandene. Die Auferstehung Jesu Christi ist die Grundlage des Christentums. Jesus litt und starb für unsere Sünden am Kreuz und er stand von den Toten auf. Jesu Auferstehung ist der Sieg über Sünde und Tod, und der Sieg über Satan und alle bösen Mächte. Durch seine Auferstehung sind wir sicher, dass unsere Sünden vergeben sind und der Tod besiegt ist: „Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel? Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus!“ (1.Korinther 15,55.57).

Zweitens: Der auferstandene Jesus pflanzte in seinen Jüngern die herrliche Hoffnung auf das Reich Gottes ein.
Während der vierzig Tage, die er bei seinen Jüngern war, hätte Jesus über viele andere Dinge sprechen können. Aber Jesus sprach nur über das Reich Gottes. Warum hat Jesus die ganze Zeit über das Reich Gottes gesprochen? Das Reich Gottes ist das Hauptthema der ganzen Bibel. Jesu erste Predigt war: „Die Zeit ist erfüllt und das Reich Gottes ist herbeigekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!“ (Markus 1,15). Kurz vor seinem Tod am Kreuz sagte Jesus zu dem bußfertigen Räuber: „Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.“ (Lukas 23,43). Das Thema der diesjährigen internationalen Konferenz in den USA ist auch „His Kingdom“, nämlich das Reich Gottes. In dieser Welt sind alle Geschöpfe der Vergänglichkeit unterworfen und seufzen in ihrem mühseligen Kampf ums Überleben. Diese Welt und alle Dinge in ihr sind vergänglich und werden früher oder später ver-schwinden: Das Römische Reich, das Britische Empire, das Dritte Reich, die Sowjetunion, usw. Aber das Reich Gottes ist unvergänglich, unbefleckt und unverwelklich. Am Ende ist das Reich Gottes das einzige, was bleibt, von der Gegenwart an bis in die Ewigkeit.

Billy Graham, der als der bedeutendste Prediger des 20. Jahrhunderts gilt, ist im vergangenen Februar im Alter von 99 Jahren heimgegangen. Kurz vor seinem Tod sagte er: „Eines Tages werden Sie lesen oder hören, dass Billy Graham tot ist. Glauben Sie kein Wort davon. Ich werde lebendiger sein, als ich jetzt bin. Nur meine Adresse wird sich geändert haben. Ich werde in Gottes Gegenwart eingetreten sein, in seine liebende Umarmung.“ Billy Graham lebte bis zu seinem letzten Atemzug aus dem Glau-ben an die Auferstehung und mit der herrlichen Hoffnung auf das Reich Gottes.

Der Glaube an die Auferstehung und die Hoffnung auf das Reich Gottes war die letzte Lektion in Jesu Kurs zur Jüngerschaft. Als die Jünger den Glauben an die Auferstehung und die Hoffnung auf das Reich Gottes empfingen, wurde ihr Leben verändert. Die Hoffnung auf die Auferstehung und das Reich Gottes leuchtete in ihrer Seele wie ein helles Licht. Durch Gottes Gnade sind auch wir von der Macht des Todes befreit und haben diese lebendige Hoffnung empfangen. Wo immer wir sind und was immer auch passieren wird in unserem Leben, sollen wir die Hoffnung auf die Auferstehung und das Reich Gottes immer in unseren Herzen leuchten lassen. Als geistliche Leiter, Hirten und Eltern ist es auch unsere wichtigste Mission, den Auferstehungsglauben und die Hoffnung auf das Reich Gottes in den Herzen unserer Hoffnungsträger und Mitarbeiter der Nächsten Generation aufzurichten.

2. Ihr werdet meine Zeugen sein (6-14)
Sehen wir uns Vers 6 an: „Die nun zusammengekommen waren, fragten ihn und sprachen: Herr, wirst du in dieser Zeit wieder aufrichten das Reich für Israel?“ Wie haben die Jünger nun auf Jesu Anweisung reagiert? Ihre Frage offenbarte, dass noch immer das Reich für Israel, aber nicht das Reich Gottes in ihren Herzen war. Sie beharrten darauf, irgendwie die Römer loszuwerden und einen unabhängigen und souveränen Staat Israel ausrufen zu können. Das Reich für Israel steht sinnbildlich für alle irdischen Reiche. Genau wie die Jünger Jesu haben viele junge Menschen ihr Studium, ihre Arbeitsstelle, das Bundesligafußballspiel usw. in ihrem Herzen anstatt das Reich Gottes. Doch was sagte Jesus zu ihnen? Vers 7 sagt: „Er sprach aber zu ihnen: Es gebührt euch nicht, Zeit oder Stunde zu wissen, die der Vater in seiner Macht bestimmt hat.“ Jesus hat die Wiederherstellung Israels nicht geleugnet. Gottes Verheißungen über Israel würden jedoch nach Gottes Zeitplan erfüllt werden. Aber Jesus sagte ihnen, was am wichtigsten für sie war, nämlich dass sie die Kraft des Heiligen Geistes empfangen und Jesu Zeugen seien, um Gottes Reich zu allen Völkern der Erde zu bringen. Lesen wir Vers 8: „Aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.“ Anhand dieses Leitverses wollen wir über zwei Punkte nachdenken.

Erstens: Die Verheißung der Kraft des Heiligen Geistes.
Jesus sagt: „Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird.“ Für Kraft steht hier im griechischen Originaltext das Wort „dynamis“, von dem unser Fremdwort „Dynamit“ herkommt. Jesus versprach seinen Jüngern nicht eine Durchsetzungskraft im menschlichen Sinne, noch eine besondere Redegewandtheit wie bei Martin Luther King oder Barak Obama, sondern eine Kraft, die durch den Heiligen Geist direkt von Gott kommt – eine Kraft wie Dynamit, die das Leben revolutioniert und mit Energie und Dynamik erfüllt für einen wirkungsvollen geistlichen Dienst.

Apostel Petrus war am Anfang vor allem ein Mensch mit einem großen Mundwerk. Er sagte zu Jesus: „Wenn sie auch alle Ärgernis nehmen, so will ich doch niemals Ärgernis nehmen an dir … und … ich bin bereit, mit dir ins Gefängnis und in den Tod zu gehen“ (Matthäus 26,33). Doch als Jesus verurteilt worden war, leugnete er Jesus dreimal hintereinander, weil er Angst um sein Leben hatte. Aber in der Apostelgeschichte sehen wir, dass, nachdem der Heilige Geist über Petrus gekommen war, er nicht länger ein Feigling blieb, sondern zu einem mutigen Mann des Glaubens und zu einem Leiter verändert worden war. Als die jüdischen Oberen Petrus und Johannes mit ihrer Autorität bedrohten, nicht mehr im Namen Jesu zu lehren, antworteten sie: „Urteilt selbst, ob es vor Gott recht ist, dass wir euch mehr ge-horchen als Gott. Wir können‘s ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben“ (Apostelgeschichte 4,18-20). Als Petrus schließlich mit der Kraft des Heiligen Geistes am Pfingsttag predigte, taten dreitausend Menschen Buße und nahmen Jesus als ihren Erretter an. Die Kraft des Heiligen Geistes ist eine unvorstellbare, gewaltige Kraft, die einen Menschen völlig verändert. Das ist der Grund dafür, warum Jesus sich von uns wünscht, dass wir mit der Kraft des Heiligen Geistes ausgestattet werden. Wie können wir dann mit der Kraft des Heiligen Geistes erfüllt werden? Apostelgeschichte 2,38 sagt: „Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes.“ Wir können die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, wenn wir über unsere Sünde Buße tun und an den Tod und die Auferstehung Jesu glauben.

Zweitens: Gottes zerbrochenes Herz und Vision für die verlorene Welt.
Vers 8b sagt: „… und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.“ Zweck und die Absicht des Kommens des Heiligen Geistes bestanden darin, dass die Jünger Zeugen Jesu sein sollten. Der auferstandene Jesus wünschte sich, dass durch seine Jünger die Botschaft von Jesu Tod und Auferstehung sowie vom Reich Gottes zuerst in Jerusalem, dann in Judäa und Samarien und schließlich bis an das Ende der Erde verbreitet würde. Jerusalem, wo Jesus getötet worden war, war für sie eigentlich der gefährlichste und ungeeignetste Ort. Judäa und Samarien waren Gebiete, wo sie ernsthaften Widerstand erfahren würden. Das Ende der Erde war für sie völlig unbekannt. Trotzdem befahl Jesus seinen Jüngern, seine Zeugen zu sein, zuerst in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde. Jesus sandte sie, weil ohne ihr Zeugnis die Menschen in der Welt verloren gehen. Ohne ihr Zeugnis gäbe es keine Zeugen des Retters mehr und Gottes Errettungswerk würde nicht weitergehen. Die Geschichte zeigt, dass die Jünger Jesu bis an das Ende der Erde gingen und um des Zeugnisses Jesu willen sogar den Märtyrertod starben. Das Wort Märtyrer kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Zeuge sein“ oder „Zeugnis geben“. Durch die Zeugen Jesu wurde das Evangelium vom Reich Gottes schließlich von Jerusalem aus bis an das Ende der Erde verkündigt.

Unter dem Römischen Kaiser Diokletian fanden die grausamsten Christenverfolgungen im Römischen Reich statt. In dieser Zeit war der Heilige Georg ein ranghoher römischer Offizier der kaiserlichen Garde. Wegen des guten Einflusses des Heiligen Georg versuchte der Kaiser diesen mit vielen Mitteln dazu zu bringen, seinen christlichen Glauben zu verleugnen. Einer der Versuche war, dass er eine schöne Frau in sein Zimmer schickte. Aber am nächsten Morgen war die Frau eine Christin, die begann, Jesus zu bezeugen. Als nichts funktionierte, ließ der Kaiser den Heiligen Georg von einer Maschine foltern, die speziell dafür ausgelegt war, seinen Körper mit größtmöglichen Schmerzen zu foltern und ihn dabei trotzdem am Leben zu erhalten. Der Heilige Georg ertrug die Folter, bis der Kaiser seine Hoffnung auf seinen Abfall vom Glauben aufgab und befahl, ihn hinzurichten. Unter denen, die von seinem Zeugnis für Jesus tief berührt wurden, war ein römischer Heerführer namens Konstantin. Dieser wurde der nächste Kaiser und erließ 313 n. Chr. ein Dekret, das das Christentum tolerierte. Das war zehn Jahre nach dem Martyrium des Heiligen Georg. Die Kirche gewann den geistlichen Kampf gegen das Römische Reich, als Christen durch die Kraft des Heiligen Geistes Zeugnis von Jesus, sogar bis in den Märtyrertod gaben. Es gibt unzählige Beispiele, wie der Heilige Geist Christen geholfen hat, durch ihren Mund und ihr Leben Zeugnis von Jesus zu geben, und dadurch zahllose Menschen zum Glauben und zum Heil in Jesus geführt hat.

Der Herr Jesus will, dass wir auch seine Zeugen sind. Durch die Kraft des Heiligen Geistes können wir Zeugen Jesu sein, indem wir dort anfangen, wo wir uns gerade befinden. Der Ausdruck „wo wir uns gerade befinden“ ist nicht nur im Sinne einer Ortsbeschreibung zu verstehen. Einige denken, dass sie wegen ihrer mangelhaften Bildung oder schlechten finanziellen Lage oder wegen anderer schlechter Bedingungen in ihrer aktuellen Lebenssituation nicht Jesu Zeugen sein könnten. Aber unser Herr Jesus möchte, dass wir in jeder Lage und in jeder Situation seine Zeugen sind. Die Geschichte zeigt, dass gerade dort, wo die Bedingungen am schlechtesten waren, am mächtigsten Zeugnis von Jesus gegeben worden ist.

In den 60er Jahren gehörte Korea zu den ärmsten Ländern der Welt. Trotz der verzweifelten Situation im eigenen Land begannen einige Christen in Korea ernsthaft zu beten, dem Weltmissionsbefehl Jesu zu gehorchen. Sie konnten nichts tun, aber sie beteten am Strand, dass Gott von ihrer Küste zahlreiche Missionare bis an die Enden der Erde aussenden würde. Gott segnete ihren Glauben und ihr Gebet und begann Wege nach Deutschland und in die USA, danach nach Afrika, Südamerika und Russland, zu öffnen. Alle UBF-Bezirke beteten bei jeder Versammlung leidenschaftlich für die Weltmission. Obwohl die Mitarbeiter arm waren, trachteten sie nicht nach ihrer Sicherheit, sondern sandten ihre besten Mitarbeiter als Missionare aus. Der Heilige Geist gebrauchte diese Gemeinde, um 1.800 Laienmissionare in 96 Länder der Erde auszusenden. UBF wurde zur weltweit zweitgrößten protestantischen Laienmissionsbewegung nach der Bewegung der Herrnhuter Brudergemeine, die im 18. und 19. Jahrhundert 2.000 Laienmissionare aussandte. Das ist das Werk, das Gott durch seinen Geist seit Pfingsten angefangen und die Geschichte hindurch bis heute trotz vieler Widerstände siegreich gewirkt hat. Der Herr Jesus wird selbst sein letztes Wort vollständig erfüllen und sein Weltmissionswerk zum Sieg führen.

Wir beten, dass das Reich Gottes am Bonner Campus, an der Uni Mainz und Koblenz und an der Hochschule Rhein-Sieg verkündigt wird und dort in diesem Jahr jeweils zwölf Jünger Jesu aufgestellt werden. Wir beten, dass an allen 1.700 Unis in Europa das Evangelium gepredigt wird und je eine gottzentrierte Hausgemeinde dort aufgestellt wird. Auch beten wir dafür, dass das Evangelium zu allen Nationen gebracht wird, einschließlich nach China, Nordkorea und die moslemischen Länder. Lasst uns nicht auf uns selbst schauen oder uns mit unseren Bedingungen entschuldigen, sondern dafür beten, durch die Kraft des Heiligen Geistes als seine einflussreichen Zeugen gebraucht zu werden. Beten wir mit dem Glauben und der Vision des auferstandenen Jesus auch für unsere Hoffnungsträger und für unsere Nächste Generation, dass sie durch die Buße und durch die Kraft des Heiligen Geistes als seine mutigen Zeugen bis an das Ende der Erde gebraucht werden.
Sehen wir uns die Verse 9-11 an. Als er das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben und eine Wolke nahm ihn auf, weg vor ihren Augen. Jesu Himmelfahrt ist genauso eine historische Tatsache wie Jesu Tod, seine Grablegung und seine Auferstehung. Jesu Himmelfahrt war deutlich von den Aposteln zu sehen gewesen. Als die Apostel mit offenen Mündern erstaunt in den Himmel schauten, wie er auffuhr, erschienen ihnen plötzlich zwei Engel, die sprachen zu ihnen: „Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und seht gen Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufge-nommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.“ Jesus ist nicht auf einen anderen Planeten oder an irgendeinen anderen Ort des Universums gegangen. Jesus ging in den Himmel zu seinem Vater. Und er wird auf die gleiche Weise wiederkommen, wie er einst in den Himmel gefahren ist, nachdem durch seine Zeugen das Evangelium bis an die Enden der Erde ausgebreitet wurde.

In den Versen 12-14 berichtet Lukas, was die Apostel taten. Nach Jesu Himmelfahrt gingen sie nach Jerusalem zurück und blieben alle beständig im Gebet samt den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern. Sie verleugneten ihren Plan, nach Galiläa zurück zu gehen. Sie legten ihren Traum von einem irdisch-messianischen Reich ab und vertrauten ihre Zukunft und ihres Landes Gott an. Sie richteten ihr Leben neu darauf aus, den großen Weltmissionsbefehl Jesu auszuführen. Dann beteten sie einmütig für das, was Jesus ihnen verheißen hatte, nämlich dass sie die Kraft des Heiligen Geistes empfingen.

Heute haben wir die Tatsachen der Auferstehung und der Himmelfahrt Jesu kennengelernt. So wie Jesus in den Himmel gefahren ist, so wird er sicher wiederkommen. Was sollen wir bis dahin tun? Lasst uns täglich Jesu Verheißung festhalten, dass wir die Kraft des Heiligen Geistes empfangen und seine Zeugen sein werden. Wenn der Heilige Geist uns erfüllt und Jesu Liebe in unserem Herzen brennt, können wir alle Hindernisse überwinden und Jesu Zeugen sein in unserer Stadt, in Deutschland, in Europa und bis an das Ende der Erde. Möge Gott jeden von uns als mutigen Zeugen Jesu gebrauchen, durch den Gott sein Reich mächtig unter den jungen Menschen dieser Generation ausbreitet und sie zu einem überaus großen Heer Gottes aufstellt und eine geistliche Wiedererweckung bewirkt.

Teilen