Priester des Evangeliums (Römer 15,14-33)

PRIESTER DES EVANGELIUMS

Römerbrief 15, 14 – 33

Leitvers 15, 16

… damit ich ein Diener Christi Jesu unter den Heiden sei, um das Evangelium Gottes priesterlich auszurichten, damit die Heiden ein Opfer werden, das Gott wohlgefällig ist, geheiligt durch den Heiligen Geist.

Wir danken Gott für das segensreiche Römerbrief-Bibelstudium. Dank sei unserem Herrn Jesus, der uns schwache Sünder so sehr geliebt und uns angenommen hat, wie wir sind. Möge Gott uns helfen, einander anzunehmen und eine feste geistliche Einheit zu bilden, so dass wir Gott mit einem Munde loben und ein Leben zu seiner Ehre führen können.

Wir möchten durch die heutige Lektion kennenlernen, mit welcher geistlichen Identität Apostel Paulus dem Werk Gottes diente und mit welcher Vision er sich für die Ausbreitung des Evangeliums bis an die Enden der Erde hingab. Gott helfe uns, unsere geistliche Identität als Priester des Evangeliums zu erneuern und mit der neuen Vision für die Weltmission und mit neuer Vision für unser persönliches Missions- und Hirtenleben an dem Werk Gottes teilzunehmen.

I. Paulus‘ priesterliches Wirken für die Heiden (14-21)

Sehen wir uns Vers 14 an: „Ich weiß aber selbst sehr wohl von euch, liebe Brüder, dass auch ihr selber voll Güte seid, erfüllt mit aller Erkenntnis, sodass ihr euch untereinander ermahnen könnt.“

Paulus wusste von den Christen in Rom, dass sie sich gegenseitig ermahnen konnten. Diese gegenseitige Ermahnung war das Geheimnis, warum die Gemeinde in Rom trotz der sündigen heidnischen Kultur und trotz harter Verfolgungen immer lebendig blieb. Gemäß Römer 1,8 und 16,19 waren ihr Glaube und ihr Gehorsam in aller Welt bekannt. Wir Christen sind als Glieder an dem einen Leib Jesu voneinander abhängig und wir brauchen sowohl die gegenseitige Ermahnung als auch Ermutigung. Es ist aber nicht einfach, gegenseitig zu ermahnen, weil dies Liebe, Demut und die Weisheit Gottes erfordert. Paulus achtete die Geschwister in Rom sehr hoch, weil sie voller Güte und Erkenntnis waren und sowohl selber ermahnen als auch Ermahnungen dankbar annehmen konnten. Eine Ermahnung anzunehmen ist ebenso schwer wie selber zu ermahnen.

Lesen wir die Verse 15.16: „Ich habe es aber dennoch gewagt und euch manches geschrieben, um euch zu erinnern kraft der Gnade, die mir von Gott gegeben ist, damit ich ein Diener Christi Jesu unter den Heiden sei, um das Evangelium Gottes priesterlich auszurichten, damit die Heiden ein Opfer werden, das Gott wohlgefällig ist, geheiligt durch den Heiligen Geist.“ Paulus bezeichnet sich als einen Diener Christi unter den Heiden. Als ein Diener Christi wollte er das Evangelium Gottes priesterlich ausrichten, damit die Heiden ein lebendiges, heiliges und Gott wohlgefälliges Opfer würden. Gemäß seiner Mission war Paulus ein Priester des Evangeliums. Auch wir sind als Priester des Evangeliums berufen worden. Als Priester des Evangeliums sollen wir dafür beten, dass alle Heiden, d. h. alle Studenten, die das Evangelium noch nicht kennen, durch den Glauben an Jesu Kreuzestod und seine glorreiche Auferstehung gerettet werden. Darüber hinaus sollen die Heiden durch den Heiligen Geist geheiligt werden, so dass ihr ganzes Leben ein Opfer wird, dass Gott wohlgefällig ist. Wir sind durch Gottes Gnade berufen worden, sowohl Bibellehrer als auch Jüngererzieher zu sein. Gottes Hoffnung und Vision ist es, dass jeder von uns als tüchtiger Bibellehrer die Wohltaten Gottes verkündigt und als Jüngererzieher viele junge Menschen trainieren und sie zu den Jüngern und Jüngerinnen Jesu aufstellen darf. Gott segne uns, jede Woche 480 x das ZBS zu führen und den SGD mit 500 Bibellehrern zu feiern, so dass unser Land als ein Königreich von Priestern und geistliches Hauptquartier für die Weltmission gebraucht wird.

Wie können wir zu Priestern des Evangeliums werden, die guten geistlichen Einfluss ausüben und der Weltmission dienen? Am Beispiel von Apostel Paulus möchten wir darüber nachdenken.

1. Paulus erinnert die Gläubigen wiederholt an die Lehre des Evangeliums

Lesen wir die Verse 15 und 16 noch einmal. Paulus schrieb diesen Brief mit dem Ziel, die Brüder in Rom an die Lehre des Evangeliums zu erinnern, damit sie ein Opfer würden, das Gott wohlgefällig und durch den Heiligen Geist geheiligt ist. Das Evangelium ist die Kraft Gottes, die alle, die daran glauben, selig macht. (Röm 1,16) Jesus sagte in Johannes 6,63: „Die Worte, die ich zu euch geredet habe, die sind Geist und sind Leben.“ In Johannes 8,31.32 verheißt Jesus denen, die in seinem Wort bleiben, einen wunderbaren Segen: „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ Die Erkenntnis der Wahrheit kommt vom Bleiben an den Worten Jesu. Die Wahrheit gibt uns die Freiheit von der Macht der Sünde und vom Verlangen unseres sündigen Egos.

Warum leben aber viele Christen gebunden in Sünden, obwohl sie die Erlösung durch das Evangelium erfahren haben? Gemäß dem Wort Jesu sind sie deshalb in Sünden gebunden, weil sie zwar Jesu Wort gehört haben, aber nicht in seinem Wort geblieben sind. Satan ist sehr aktiv und listig. Er versucht, das Wort Gottes aus den Herzen der Gläubigen zu rauben, wie ein Vogel, der den gerade ausgestreuten Samen vom Felde aufpickt. Die Christen in Rom waren in der grundlegenden biblischen Lehre unterwiesen, sie brauchten aber weiteres intensives Bibelstudium, damit sie sich an Gottes Wort erinnern und es in ihrem Herzen bewahren könnten. Um sie geistlich zu erbauen, schrieb Paulus seinen tiefgehenden und erbaulichen Brief an die Römer.

2. Paulus predigte nur das, was Christus durch ihn und in ihm gewirkt hatte

Lesen wir die Verse 17 bis 19a: „Darum kann ich mich rühmen in Christus Jesus vor Gott. Denn ich werde nicht wagen, von etwas zu reden, das nicht Christus durch mich gewirkt hat, um die Heiden zum Gehorsam zu bringen durch Wort und Werk, in der Kraft von Zeichen und Wundern und in der Kraft des Geistes Gottes.“ Paulus war ein demütiger Knecht Jesu. Er wollte Jesus Christus offenbaren, indem er nur das Werk Christi predigte. Seine Predigt waren keine leeren Worte, sondern sein Leben selbst. Bevor er das Evangelium predigte, ließ er es zuerst in sich selbst wirken und danach gab er es den anderen weiter. In 1. Korinther 9,26.27 bezeugte Paulus: „Ich aber laufe nicht wie aufs Ungewisse; ich kämpfe aber mit der Faust, nicht wie einer, der in die Luft schlägt, sondern ich bezwinge meinen Leib und zähme ihn, damit ich nicht andern predige und selbst verwerflich werde.“ Weil Paulus sicht zuerst selber lehrte und weil er vor Gott demütig war, konnte Gott durch ihn mächtig wirken und das Evangelium durch ihn an allen Orten priesterlich ausrichten. Gott möge jeden von uns segnen und uns als einflussreiche Bibellehrer gebrauchen, indem wir unseren schwachen Leib bezwingen und wir Gottes Wort zuerst selber aufnehmen und danach vielen jungen Menschen mit dem Wort Gottes dienen können.

3. Paulus hatte brennende Retterliebe

Lesen wir die Verse 19b bis 21: „So habe ich von Jerusalem aus ringsumher bis nach Illyrien das Evangelium von Christus voll ausgerichtet. Dabei habe ich meine Ehre darein gesetzt, das Evangelium zu predigen, wo Christi Name noch nicht bekannt war, damit ich nicht auf einen fremden Grund baute, sondern ich habe getan, wie geschrieben steht (Jesaja 52,15): »Denen nichts von ihm verkündigt worden ist, die sollen sehen, und die nichts gehört haben, sollen verstehen.«“ Paulus hat das Evangelium von Christus ausgehend von Jerusalem bis nach Illyrien – dem heutigen Serbien – ausgerichtet. Nun war seine Aufgabe in diesen Ländern erfüllt. (23) Für diese Mission hatte er die besten Jahre seines Lebens geopfert. Für diese Evangelisation hatte er unter Hunger und Entbehrung gelitten. Seine Hingabe war nicht umsonst gewesen, sondern brachte so viele Früchte hervor. Nun war er schon fast sechzig Jahre alt und sein Körper war nicht mehr so fit wie früher. Er konnte seine Briefe nicht mehr mit eigener Hand schreiben. Nun hätte er sich ausruhen und seinen Lebensabend ruhig verbringen können, indem er in einer großen Gemeinde blieb und nur noch betete. Aber Paulus wollte sich nicht ausruhen. In seinem Herzen brannte ein unbändiger Pioniergeist . Darum wollte er gerne weiter von Gott – sogar als „Silber-Missionar“ (d.h. ein Missionar mit silbergrauen Haaren) in Spanien gebraucht werden. Dieser Pioniergeist kam nicht aus seinem Ehrgeiz, sondern aus seiner brennenden Retterliebe.

Solchen Pioniergeist können wir auch durch zahlreiche Glaubensvorgänger kennenlernen. Einst gab es in Deutschland junge Männer, die voller Pioniergeist waren, z. B. den afrikanischen Kontinent mit dem Evangelium zu pionieren. Gott sandte durch die Basler Mission deutsche Missionare nach Afrika. Beispielsweise in Ghana wirkte Gott durch sie mächtig, indem sie das Evangelium predigten, eine moderne Landwirtschaft einführten und den Einheimischen die Gütergemeinschaft lehrten. Auf diese Weise kam die Kakaopflanze nach Ghana, welche heute noch eine der wichtigsten Exportgüter Ghanas darstellt. Es gab sogar einen Missionar, Johannes Zimmermann, der eine afrikanische Christin heiratete und mit ihr eine einflussreiche Hausgemeinde bildete. Ihr Einfluss war so gross, dass sogar der König Odenko Azza seine drei Söhne dieser Familie zur Erziehung und zum Studium des Wortes Gottes anvertraute.

Wir sind durch unsere UBF-Missionare groß ermutigt, die angefangen von Mutter Sarah Barry und M. Dr. Samuel Lee voller Pioniergeist waren und großen geistlichen Einfluss ausübten. Mutter Sarah Barry entschied sich im Alter von 25 Jahren ihr Leben als eine Mississippi-Prinzessin aufzugeben und in das vom Krieg zerstörte Korea zu gehen. Gott wirkte durch ihr Bibelstudium mächtig, so dass viele junge Koreaner Jesus begegneten und sogar begannen, für die Weltmission zu beten und zu opfern. So konnten bis auf diesen Tag mehr als 1.600 UBF-Laienmissionare in über 90 Länder ausgesandt werden.

Durch die diesjährige Internationale Sommerbibelkonferenz an der Purdue-Universität in USA empfingen die 3.400 Teilnehmer neue Vision für die Weltmission. Mehr als 500 von ihnen trafen eine persönliche Entscheidung des Glaubens als Langzeit- oder Kurzzeitmissionar von Gott gebraucht zu werden. Durch diese Entscheidungen konnten wir große Vision empfangen, dass auch in unserer postmodernen Gesellschaft viele jungen Menschen doch bereit sind, hinauszugehen, ihr abgesichertes Leben aufzugeben und der Führung Gottes folgend mit dem Pioniergeist neue Campusse und neue Länder mit dem Evangelium zu pionieren.

Gott hat uns in Rhein-Sieg den großen Segen geschenkt, dass wir für das Pionierungswerk an der Fachhochschule Bonn/Rhein-Sieg zusammen arbeiten und im Gebet die Umgebung für die Pionierung dieser Hochschule vorbereiten dürfen. M. Markus Yun und H. Sam Ryu haben sogar das Privileg, indem sie an dieser Hochschule studieren, täglich den Gebetsaltar auf dem Campus aufzubauen und Hoffnungsträger dort einzuladen. Möge Gott uns allen sowohl für die FH Bonn/Rhein-Sieg, Uni Bonn, für die 360 Hochschulen in Deutschland und ferner für die Universitäten in Europa, China., Nordkorea und in den moslemischen Ländern den brennenden Pioniergeist schenken.

II. Wenn ich nach Spanien reisen werde (22-33)

In diesem Abschnitt möchten wir über Paulus Vision nachdenken, bis nach Spanien zu kommen. Lesen wir die Verse 22-24: „Das ist auch der Grund, warum ich so viele Male daran gehindert worden bin, zu euch zu kommen. Nun aber habe ich keine Aufgabe mehr in diesen Ländern, habe aber seit vielen Jahren das Verlangen, zu euch zu kommen, wenn ich nach Spanien reisen werde. Denn ich hoffe, dass ich bei euch durchreisen und euch sehen kann und von euch dorthin weitergeleitet werde, doch so, dass ich mich zuvor ein wenig an euch erquicke.“

Nachdem Paulus Kleinasien und Griechenland missioniert hatte, wollte er nach Rom gehen. Er wollte den Gläubigen in Rom durch Gottes Wort und mit neuer Vision helfen, so dass sie ihn mit dem Gebet nach Spanien aussenden könnten. In seinem Herzen gab es eine große Vision: von Jerusalem über Kleinasien nach Europa. Und weiter: von Rom, dem Zentrum des Römischen Reiches nach Spanien, welches damals als das Ende der Erde galt. Wie groß war die Weltmissionsvision von Paulus! Wie weltweit war seine Vision. Diese Vision kam aber nicht von ihm selbst, sondern von dem Weltmissionsbefehl Jesu Christi: „Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur.“ Weil Paulus den Weltmissionsbefehl Jesu gut kannte, war er davon überzeugt, dass Gott seinen Plan gewiss erfüllen würde.

Wenn unsere Vision auf unseren Ehrgeiz oder auf die Idee eines Menschen gegründet wäre, würde sie bald verschwinden. Aber wenn wir unsere Vision auf das absolute Wort Gottes gründen, wird unsere Vision gewiss erfüllt werden. In Markus 13,10 hat unser Herr Jesus uns klare Orientierung und Vision gegeben: „Und das Evangelium muss zuvor gepreditgt werden unter allen Völkern“. Lasst uns das Evangelium aktiv predigen, so dass unter den deutschen jungen Studenten 10.000 entschlossene Bibellehrer und 7.000 gott- und missionszentrierte Hausgemeinden aufgestellt werden und Deutschland noch einmal als geistliches Hauptquartier für die Weltmission gebraucht wird.

Sehen wir uns die Verse 25 bis 29 an: „Jetzt aber fahre ich hin nach Jerusalem, um den Heiligen zu dienen. Denn die in Mazedonien und Achaja haben willig eine gemeinsame Gabe zusammengelegt für die Armen unter den Heiligen in Jerusalem. Sie haben’s willig getan und sind auch ihre Schuldner. Denn wenn die Heiden an ihren geistlichen Gütern Anteil bekommen haben, ist es recht und billig, dass sie ihnen auch mit leiblichen Gütern Dienst erweisen. Wenn ich das nun ausgerichtet und ihnen diesen Ertrag zuverlässig übergeben habe, will ich von euch aus nach Spanien ziehen. Ich weiß aber, wenn ich zu euch komme, dass ich mit dem vollen Segen Christi kommen werde.“

Paulus wollte zuerst nach Jerusalem fahren, bevor er nach Rom reiste, denn die Christen in Mazedonien und Achaja hatten willig eine gemeinsame Gabe für die Armen unter den Heiligen in Jerusalem zusammengelegt. Gottes Werk ist lebendig, wenn die Gläubigen ein aktiv gebendes Leben für die bedürftigen Brüder und Schwestern führen. Wir sollen gegenüber der Not der anderen nicht gleichgültig bleiben, sondern beten und auch geben. In etwa 50 Ländern der Erde werden Christen heute aktiv verfolgt. Durch die Arbeit von Open Doors haben wir etwas kennengelernt, wie viele Leiden, Entbehrungen und auch Folter und Gefängnis viele unserer Glaubensgeschwister erdulden müssen. Auch Apostel Paulus hatte an seinem eigenen Leib erfahren, dass man ihn ins Gefängnis sperrte und sogar steinigte, so dass die Feinde dachten er sei tot. Aber Paulus war ein „Stehaufmännchen des Glaubens“. Wegen seiner brennenden Liebe zu Jesus und zu den verlorenen Seelen, überwand er alles und stand immer wieder auf, um das Evangelium weiter zu verkündigen.

Durch das Sammeln der Opfergabe unter den Gläubigen in Mazedonien und Achaja half Paulus diesen jungen Gläubigen, ein dankendes und gebendes Leben zu führen. Sie sollten auch kennenlernen, dass sie als Heidenchristen Schuldner der Judenchristen waren, denn sie hatten an den geistlichen Gütern der Judenchristen Anteil bekommen. Als ein Apostel der Heiden wollte Paulus eine geistliche Brücke zwischen Heiden- und Judenchristen aufbauen. Die Opfergabe der Heidenchristen war das Zeichen ihrer Liebe zu den Judenchristen.

Hier können wir das Geschichtsbewusstsein von Paulus, sowie sein Verantwortungsbewusstsein für die Heidenchristen lernen. Paulus sagt, dass es recht und billig sei, dass die Heidenchristen den Heiligen in Jerusalem mit materiellen Gütern dienten. Geistliche Güter haben im Vergleich zu den weltlichen Gütern einen unvergleichlich höheren Wert, weil sie ewiger Natur sind. Wir haben das Wort Gottes umsonst bekommen. Aber wir dürfen den unbesagbaren Wert des Wortes Gottes nicht unterschätzen. Wir haben es nicht umsonst bekommen, weil es zu billig wäre. Vielmehr ist es unbezahlbar. Bis heute geben viele Menschen ihr Leben dafür hin das Evangelium zu predigen und die Bibel in neue Sprachen zu übersetzen, so dass auch die entferntesten Volksstämme endlich das Wort Gottes in ihrer eigenen Sprache hören und lesen können.

Wusstet ihr, dass Moslems sich, bevor sie den Koran in die Hand nehmen, immer erst die Hände waschen müssen und dass man den Koran niemals auf den Fußboden legen darf? Um wieviel mehr sollten wir das kostbare und unbezahlbare Wort Gottes lieben und hochachten. Nicht nur äußerlich durch gewaschene Hände, sondern vor allem innerlich mit einem demütigen, gehorsamen reinen und lernwilligen Herzen. Gott helfe uns, das Wort Gottes hochzuachten und es mit großer Dankbarkeit zu studieren, so dass unsere Herzen voller Wort Gottes sind und jeder von uns zu einem großen Knecht Gottes, zu einem einflussreichen Bibellehrer und Diener des Wortes wie Apostel Paulus wachsen kann.

Sehen wir uns die Verse 30 bis 33 an: „Ich ermahne euch aber, liebe Brüder, durch unsern Herrn Jesus Christus und durch die Liebe des Geistes, dass ihr mir kämpfen helft durch eure Gebete für mich zu Gott, damit ich errettet werde von den Ungläubigen in Judäa und mein Dienst, den ich für Jerusalem tue, den Heiligen willkommen sei, damit ich mit Freuden zu euch komme nach Gottes Willen und mich mit euch erquicke. Der Gott des Friedens aber sei mit euch allen! Amen.“ Paulus wusste, wie schwierig und gefahrvoll seine Aufgabe als Missionar unter den Heiden war. Er beschrieb seine Arbeit als einen Kampf. Obwohl Paulus ein großer Apostel war, vertraute er nicht auf sich selbst. Er bat die Christen in Rom demütig, für ihn flehentliche Fürbitte einzulegen. Durch ihre Fürbitte sollten sie an dem Kampf des Paulus für die Weltmission teilnehmen und ihn unterstützen. Gott erhörte ihre Fürbitte, so dass Paulus, obwohl er in Jerusalem gefangen genommen wurde, zwei Jahre später sicher nach Rom gelangte. Gott helfe uns, durch flehentliche Fürbitte an dem harten geistlichen Kampf der Knechte Gottes teilzunehmen. Lasst uns aktiv für M. Dr. John Jun, Mutter Sarah Barry, H. Samuel H. Lee, M. Dr. Peter Chang und für alle Knechte Gottes beten, so dass Gott ihre Hingabe und Zusammenarbeit segnet, um Gottes Werk weltweit bis 2010 zu verdoppeln und 100 000 Missionare in alle Länder auszusenden.

Heute durften wir von Apostel Paulus seine große Vision für die Weltmission kennenlernen. Lasst uns nicht selbstzufrieden sein mit dem was wir sind oder wo wird sind. Gott helfe uns, mit brennender Retterliebe hinzugehen, um das Evangelium zu predigen hier in Bonn, an der Fachhochschule Rhein-Sieg, in ganz Deutschland, Europa und bis an die Enden der Erde. Möge Gott jeden von euch als einen Priester des Evangeliums gebrauchen, durch euch das Feuer des Zweierbibelstudiums und der Jüngererziehung neu entfachen und Europa in einen Missionare aussenden Kontinent verändern.

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