Bonn UBF – Es ist des Herrn Passa – Exodus Lektion 6

Exodus Lektion 6

ES IST DES HERRN PASSA

2. Mose 11,1 – 13,18

Leitvers 12,11

„So sollt ihr’s aber essen: Um eure Lenden sollt ihr gegürtet sein und eure Schuhe an euren Füßen haben und den Stab in der Hand und sollt es essen als die, die hinwegeilen; es ist des Herrn Passa.“

Vergangene Woche konnten wir kennenlernen, wie Gott das verstockte Herz des Pharaos gebrauchte, um seine Allmacht vor aller Welt zu offenbaren. Gott helfe uns, nicht wie der Pharao hochmütig zu sein, sondern Gott und Gottes Wort hoch zu achten, ihm von Herzen zu gehorchen und als geistliche Leiter, wie Mose, für den geistlichen Exodus dieses Landes und Kontinents gebraucht zu werden.

In dem heutigen Text geht es um die zehnte und letzte Plage, die Gott über Ägypten brachte, nämlich die Tötung aller Erstgeburt unter Mensch und Vieh. Inmitten dieses schrecklichen Gerichts öffnete Gott sogleich einen großartigen Rettungsweg des Glaubens, durch den Gottes Volk dem Gericht entkommen und sogar den Exodus antreten konnte. Lasst uns in dieser Stunde über die Bedeutung des Passas nachdenken und kennenlernen, dass die Rettung allein von Gott kommt und uns allein aus der einseitigen Gnade Gottes zuteil wird.

1. Der Pharao blieb bis zum Ende unbußfertig (11,1 – 10)

Sehen wir uns Kap 11 Vers 1 an: „Und der Herr sprach zu Mose: Eine Plage noch will ich über den Pharao kommen lassen. Dann wird er euch von hier wegziehen lassen, und nicht nur das, sondern er wird euch von hier sogar vertreiben.“ Gott kündigte Mose an, dass die Zeit des Auszugs seines Volks herbeigekommen war. Nur noch diese eine Plage würde über den Pharao kommen, dann würde Pharao die Israeliten ziehen lassen, ja sie sogar aus Ägypten vertreiben. Sehen wir uns die Verse 2.3 an: „So sage nun zu dem Volk, dass ein jeder sich von seinem Nachbarn und eine jede von ihrer Nachbarin silbernes und goldenes Geschmeide geben lasse. Und der Herr verschaffte dem Volk Gunst bei den Ägyptern, und Mose war ein sehr angesehener Mann in Ägyptenland vor den Großen des Pharao und vor dem Volk.“ Als Sklavenvolk waren die Israeliten eigentlich so arm wie eine Kirchenmaus. Aber der gerechte Gott verhieß seinem Volk hier, dass er ihnen bei den Ägyptern Gunst verschaffen würde, so dass sie sich bei ihren ägyptischen Nachbarinnen silbernes und goldenes Geschmeide ausleihen würden. Bisher waren sie ein verachtetes Sklavenvolk gewesen und mussten für die Ägypter mühselig und ohne Bezahlung arbeiten. Doch der Herr wollte nun, dass sie ihren Lohn erhielten. Gottes Volk ist kein Volk von Bettlern, sondern eine von Gott gesegnete, heilige und königliche Priesterschaft.

Mose ging wiederum zu dem unbußfertigen Pharao und kündigte ihm ein großes Unheil an, welches keine der ägyptischen Familien verschonen würde. Sehen wir uns die Verse 4.5 an: „Und Mose sprach: So spricht der Herr: Um Mitternacht will ich durch Ägyptenland gehen, und alle Erstgeburt in Ägyptenland soll sterben, vom ersten Sohn des Pharao an, der auf seinem Thron sitzt, bis zum ersten Sohn der Magd, die hinter ihrer Mühle hockt, und alle Erstgeburt unter dem Vieh.“ Mose sagte, dass diesmal Gott selbst durch Ägypten gehen und den überheblichen Pharao und dessen Volk schlagen würde. Weil der Pharao alle Angebote Gottes, umzukehren und Buße zu tun, hochmütig in den Wind geschrieben hatte, musste nun ein Schrei des Entsetzens ganz Ägypten erschüttern.

Sehen wir uns Vers 7 an: „aber gegen ganz Israel soll nicht ein Hund mucken, weder gegen Mensch noch Vieh, auf dass ihr erkennt, dass der Herr einen Unterschied macht zwischen Ägypten und Israel.“ Nach dieser Plage würden alle Großen des Pharao Mose zu Füßen fallen und sagen: „Zieh aus, du und alles Volk, das dir nachgeht.“ Vers 8b sagt: „Und Mose ging vom Pharao mit grimmigen Zorn.“ Eigentlich war Mose ein sehr geduldiger und freundlicher Leiter, aber er wurde von dem heiligen Zorn Gottes erfüllt und kündigte dem Pharao Gottes Gericht an. Weil der Pharao bis zum Ende sein Herz verstockte und nicht hören wollte, würde der Pharao nun Gottes ernsthaftes Gericht erfahren und auch fühlen müssen.

Wir werden hier ermahnt, Gottes Güte und Gottes Langmut nicht zu verachten. So wie Gott damals sein Gericht über Ägypten ankündigte, so leben auch wir in einer Zeit, in der Gott sein endgültiges Zorngericht über die ganze Welt angekündigt hat. Wir denken vielleicht: „Dieser hochmütige und verstockte Pharao hat das Gericht verdient.“ Aber denken wir auch, dass ich selber wegen meines verstockten und hochmütigen Herzens Gottes Gericht auf mich gezogen habe? Lasst uns einmal unser eigenes Herz prüfen: „Wie verstockt und wie hochmütig gegenüber Gott ist mein eigenes Herz? Wie oft habe ich Gottes Güte, seine Langmut und seine Einladung zur Buße einfach verachtet und in den Wind geschrieben?“ Möchtest du aus der Sklaverei der Sünde errettet werden und aus dem Gericht Gottes herauskommen?

2. Errettung durch das Blut des Lammes (12,1-28)

Lesen wir einmal Kap. 12, Verse 1.2: „Der Herr sprach zu Mose und Aaron in Ägyptenland: Dieser Monat soll bei euch der erste Monat sein, und von ihm an sollt ihr die Monate des Jahres zählen.“ Für das Volk Israel begann nun mit dem Auszug aus Ägypten eine ganz neue Epoche. Gott bestimmte sogar, dass der Monat des Auszugs der erste Tag im jüdischen Kalender sein sollte. Durch den Auszug aus der Sklaverei würde Gott ein ganz neues Kapitel der Geschichte mit seinem Volk beginnen. Die Zeit der Sklaverei war vorbei. Bis jetzt hatten sie dem Pharao gedient, doch von nun an würden sie Gott als Gottes auserwähltes Volk dienen.

Der Tag des Auszugs sollte mit dem Passafest gefeiert werden. Sehen wir uns die Verse 3-4 an: „Sagt der ganzen Gemeinde Israel: Am zehnten Tage dieses Monats nehme jeder Hausvater ein Lamm, je ein Lamm für ein Haus. Wenn aber in einem Hause für ein Lamm zu wenige sind, so nehme er’s mit seinem Nachbarn, der seinem Hause am nächsten wohnt, bis es so viele sind, dass sie das Lamm aufessen können.“ Wenn also die Bewohner unseres Gebetshauses zu wenige wären, sollten sie die Nachbarn aus dem Weltmissionshaus auch zum Passafest einladen und wenn auch sie das Passalamm nicht ganz würden essen können, sollten sie die Nachbarn aus dem Hirtenhaus einladen, gemeinsam das Passa zu feiern und das Passalamm aufzuessen.

Hier ging es Gott aber nicht darum, eine schöne Grillparty für die Israeliten zu veranstalten. Die Israeliten sollten vielmehr erkennen, dass das Passa zur Errettung aus der Sklaverei unbedingt notwendig war und dass es keinen anderen Weg der Errettung gab. Gott sagte weiter in den Versen 5 und 6: „Ihr sollt aber ein solches Lamm nehmen, an dem kein Fehler ist, ein männliches Tier, ein Jahr alt. Von den Schafen und Ziegen sollt ihr’s nehmen und sollt es verwahren bis zum vierzehnten Tag des Monats. Da soll es die ganze Gemeinde Israel schlachten gegen Abend.“ Sehen wir uns Vers 7 an: „Und sie sollen von seinem Blut nehmen und beide Pfosten an der Tür und die obere Schwelle damit bestreichen an den Häusern, in denen sie’s essen.“ Das Fleisch sollte weder roh noch in Wasser gekocht, sondern am Feuer gebraten werden und bis zum nächsten Morgen restlos aufgegessen werden. Sie sollten das Fleisch mit ungesäuertem Brot und mit bitteren Kräutern essen. Das ungesäuerte Brot und die bitteren Kräuter sollten ihnen helfen, das alte und saure Leben in Ägypten nicht zu vergessen und zugleich für die Gnade Gottes an ihrem Leben von ganzem Herzen zu danken.

Sehen wir uns Vers 11 an: „So sollt ihr’s aber essen: Um eure Lenden sollt ihr gegürtet sein und eure Schuhe an euren Füßen haben und den Stab in der Hand und sollt es essen als die, die hinwegeilen; es ist des Herrn Passa.“ Durch diesen Vers lernen wir, mit welcher Haltung die Israeliten das Passa feiern sollten: Als die Hinwegeilenden! Sie sollten beim Passa nicht die schöne Gemeinschaft genießen und gemütlich beisammen sein, sondern vielmehr sollten sie geistlich wachsam und zum geistlichen Kampf bereit sein. Sie sollten sich bewusst machen, dass dies des Herrn Passa war. Was bedeutet „des Herrn Passa“? Das Wort „Passa“ heißt übersetzt: „vorübergehen“. Die Israeliten sollten durch das Passa erkennen, dass sie Sünder sind, aber dass Gott sie in seiner Gnade angenommen und sein Zorngericht an ihnen hat vorübergehen lassen.

Sehen wir uns noch einmal Vers 11 an: „So sollt ihr’s aber essen: Um eure Lenden sollt ihr gegürtet sein und eure Schuhe an euren Füßen haben und den Stab in der Hand und sollt es essen als die, die hinwegeilen; es ist des Herrn Passa.“ Hier ging es um Gottes konkreten Errettungsplan. Vielleicht gab es einige Israeliten, die noch zögerten, ihr altes Leben in Ägypten aufzugeben. Sie mussten sich klar entscheiden, entweder als unterdrückte Sklaven in Ägypten zu bleiben, um vielleicht ein paar kleine Annehmlichkeiten zu genießen, oder aber den Exodus zu vollziehen, ihr sündhaftes Leben aufzugeben und als ein heiliges Volk und als priesterliche Nation gebraucht zu werden.

Für uns heute ist „des Herrn Passa“, der kostbare und einzigartige Rettungsweg Gottes, den Gott in Jesus Christus vorbereitet hat. Gott sandte seinen einzigen Sohn Jesus als das wahre Passalamm in die Welt und bereitete dadurch seinen Rettungsweg des Glaubens vor. Durch den Glauben an das vollkommene und einzigartige Erlösungswerk Jesu, welches er durch seinen Kreuzestod auf Golgatha vollbracht hat, dürfen wir Gottes Gnade der Sündenvergebung und Gottes Gerechtigkeit empfangen. Die Schrift bezeugt in 1.Kor 5,7b über das wahre Passalamm, Jesus: „Denn auch wir haben ein Passalamm, das ist Christus, der geopfert ist.“ Und in Römer 5,9 lesen wir: „Um wie viel mehr werden wir nun durch ihn bewahrt werden vor dem Zorn, nachdem wir jetzt durch sein Blut gerecht geworden sind!“

Gottes Errettung anzunehmen dürfen wir niemals hinauszögern oder auf später verschieben. Wenn es um unsere Errettung geht, müssen wir hier und heute Jesus als unser persönliches Passalamm annehmen und Gottes wunderbare Rettungsgnade im Glauben ergreifen. Gott schenke jedem von uns die klare Entscheidung, nicht am Genuss der Sünde festzuhalten, sondern Jesus als mein persönliches Passalamm anzunehmen und durch seine Gnade zu Gottes heiligem Volk zu gehören, das als eine königliche Priesterschaft lebt und Gottes Wohltaten in aller Welt verkündigt.

Sehen wir uns die Verse 12.13 an: „Denn ich will in derselben Nacht durch Ägyptenland gehen und alle Erstgeburt schlagen in Ägyptenland unter Mensch und Vieh und will Strafgericht halten über alle Götter der Ägypter, ich, der Herr. Dann aber soll das Blut euer Zeichen sein an den Häusern, in denen ihr seid: Wo ich das Blut sehe, will ich an euch vorübergehen und die Plage soll euch nicht widerfahren, die das Verderben bringt, wenn ich Ägyptenland schlage.“ Gott bestimmte das Blut des Lammes als Zeichen für die Rettung seines auserwählten Volkes. Wenn der Engel des Herrn das Zeichen des Blutes sähe, würde er an dem jeweiligen Haus vorübergehen. Auf diese Weise sollten die Israeliten aus dem Gericht errettet werden.

Hier lernen wir einen wichtigen Punkt über die Errettung kennen: wir werden nicht durch eine Volks- oder Religionszugehörigkeit und nicht durch eine äußerliche Aktivität errettet, sondern einzig und allein dadurch, dass wir Jesus Christus als den Herrn und König unseres Lebens annehmen und an die rettende Kraft seines Blutes glauben. Jesus Christus ist unser wahres Passalamm. Als Johannes der Täufer Jesus kommen sah, rief er: „Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt.“ (Joh 1,29) Alle Menschen sind Sünder, die nichts anderes als das Strafgericht Gottes verdient haben. Aber Jesus ist das Lamm Gottes, das sein Blut für unsere Vergebung am Kreuz vergoss. Wenn wir an die Vergebungsgnade Jesu glauben und unsere Herzenstüren bußfertig mit dem heiligen Blut Jesu bestreichen, sind wir errettet. Wir kommen dann nicht mehr in das Gericht, sondern sind vom Tode zum Leben hindurch gedrungen. Möchtest du nicht auch heute eine solche Gewissheit in deinem Herzen tragen, dass du durch das Blut des Lammes Gottes vom Tode zum Leben hindurch gedrungen bist? Heute ist des Herrn Passa auch für dich, wenn du Gottes Rettungsweg des Glaubens ergreifst und Jesus als dein Passalamm persönlich als den Herrn und Heiland deines Lebens annimmst.

Wir leben in einer relativistisch geprägten Zeit, in der viele denken, dass jeder auf seine eigene Weise selig werden könnte. Doch der heutige Bibeltext lehrt uns klar, dass es keinen anderen Weg der Errettung gibt als nur den Weg des Glaubens an das Blut des Passalammes. Wir können uns weder durch gute Absichten noch durch soziale Taten vor Gott besser machen. Wenn unser Leben noch so moralisch perfekt und einwandfrei wäre, so gilt uns doch was Apostel Paulus im Römerbrief schreibt: „Es gibt hier keinen Unterschied: Alle sind schuldig geworden und haben die Herrlichkeit verloren, in der Gott den Menschen ursprünglich geschaffen hatte. Ganz unverdient, aus reiner Gnade, lässt Gott sie vor seinem Urteil als gerecht bestehen – aufgrund der Erlösung, die durch Jesus Christus geschehen ist. Ihn hat Gott als Sühnezeichen aufgerichtet vor aller Welt. Sein Blut, das am Kreuz vergossen wurde, hat die Schuld getilgt“ (Röm 3,22b-25/Gute Nachricht).

Wenn wir die Gnade des Blutes Jesu durch den Glauben annehmen und darauf vertrauen, sind wir gerettet. Wir sind von Gottes Gericht ausgenommen und dürfen schon jetzt Gott als eine königliche Priesterschaft dienen. Wir dürfen ein fruchtbringendes und Gott verherrlichendes Leben führen und für die geistliche Erweckung und den geistlichen Exodus dieses Kontinents gebraucht werden. Ist das nicht wunderbar? Wir sind durch das Blut Jesu, des wahren Passalammes erkauft und vor dem Zorngericht Gottes errettet!

Möchtest du los sein vom Banne der Sünd?

’s ist Kraft im dem Blut, Kraft in dem Blut.

Komm, deine Seele den Frieden gewinnt,

denn Reinigungskraft hat das Blut.

Es ist Kraft, Kraft, wunderbare Kraft

in dem Blut, in dem Blut.

Es ist Kraft, Kraft, Überwinderkraft,

in dem Blut des Heilands allein!

3. Gott lehrt seinem Volk Geschichts­be­wusst­sein (12,29 – 13,18)

Sehen wir uns Kap 12, Verse 29-31 an: „Und zur Mitternacht schlug der Herr alle Erstgeburt in Ägyptenland vom ersten Sohn des Pharao an, der auf seinem Thron saß, bis zum ersten Sohn des Gefangenen im Gefängnis und alle Erstgeburt des Viehs. Da stand der Pharao auf in derselben Nacht und alle seine Großen und alle Ägypter, und es ward ein großes Geschrei in Ägypten; denn es war kein Haus, in dem nicht ein Toter war. Und er ließ Mose und Aaron rufen in der Nacht und sprach: Macht euch auf und ziehet weg aus meinem Volk, ihr und die Israeliten. Geht hin und dienet dem Herrn, wie ihr gesagt habt.“ Nun war die Zeit gekommen, in der Gott den Hochmut und die Verstocktheit des Pharaos strafte und in der er Gottes Herrschaft anerkennen musste. Nun musste er schmerzlich den Tod seines eigenen Sohnes erfahren, der eigentlich sein Thronfolger sein sollte. Auch alle Ägypter mussten den bitteren Schmerz des Todes erfahren. Unser Gott ist voller Liebe und Barmherzigkeit. Aber wer den Reichtum seiner Güte, seine Geduld und den Langmut seiner Gnade bis zum Ende verachtet und sich der Herrschaft Gottes widersetzt, muss eines Tages das Gericht Gottes erfahren.

Noch in der Nacht lies der Pharao Mose und Aaron rufen und sprach: Macht euch auf und zieht weg aus meinem Volk, ihr und die Israeliten. Geht hin und dient dem Herrn, wie ihr gesagt habt. Nehmt auch mit euch eure Schafe und Rinder, wie ihr gesagt habt. Geht hin und bittet auch um Segen für mich. Und die Ägypter drängten das Volk und trieben es eilends aus dem Lande; denn sie sprachen: Wir sind alle des Todes. (31-33)

Nun mussten die Israeliten den ungesäuerten Brotteig mit sich nehmen, den sie schnell in ihre Mäntel wickelten. Sie nahmen auch die Kleider und den Schmuck, den ihnen die Ägypter ausgeliehen hatten, als Beute mit. Von Ramses aus zogen die Israeliten Richtung Sukkot: 600.000 Männer – mit Frauen und Kindern mehr als 2 Millionen Menschen, dazu auch viel fremdes Volk. Sehen wir uns die Verse 40.41 an: „Die Zeit aber, die die Israeliten in Ägypten gewohnt haben, ist 430 Jahre. Als diese um waren, an eben diesem Tage, zog das ganze Heer des Herrn aus Ägyptenland.“ Hier sehen wir: Gott erfüllte seine Verheißung an Abraham, seine Nachkommen in Ägypten zu einem großen Volk zu machen und dann von dort herauszuführen. So ist der Auszug aus Ägypten der beste Beweis für die Treue Gottes, mit der er seine Verheißung zu seiner besten Zeit gewiss erfüllt.

Betrachten wir Vers 42: „Eine Nacht des Wachens war dies für den Herrn, um sie aus Ägyptenland zu führen; darum sollen die Israeliten diese Nacht dem Herrn zu Ehren wachen, sie und ihre Nachkommen.“ Gott wachte über sein Volk, damit keinem der Israeliten etwas zustoße, sondern alle geordnet und sicher aus Ägypten errettet würden. Diese Passanacht war die Geburtsnacht des Volkes Israel. Darum sollten sie das Passafest jedes Jahr als festen Brauch halten und sich so an die wunderbare Errettungsgnade Gottes erinnern und Gott dafür danken. So lehrte Gott seinem Volk das Geschichtsbewusstsein. Gott helfe uns, mit Geschichtsbewusstsein am Werk Gottes teilzunehmen und mit großer Dankbarkeit auf den kommenden 31. Jubiläumsgottesdienst vorzubereiten und Gott für sein mächtiges Wirken in uns, unter uns und durch uns zu danken.

Kapitel 13 beschreibt, wie die Israeliten das Fest der ungesäuerten Brote und das Passafest in der Zukunft halten und sich so immer an die Gnade der Errettung erinnern und diese auch ihren Kindern lehren sollten. Lesen wir einmal die Verse 14-16 gemeinsam: „Und wenn dich heute oder morgen dein Sohn fragen wird: Was bedeutet das?, sollst du ihm sagen: der Herr hat uns mit mächtiger Hand aus Ägypten, aus der Knechtschaft geführt. Denn als der Pharao hartnäckig war und uns nicht ziehen ließ, erschlug der Herr alle Erstgeburt in Ägyptenland, von der Erstgeburt des Menschen bis zur Erstgeburt des Viehs. Darum opfere ich dem Herrn alles Männliche, das zuerst den Mutterschoß durchbricht, aber die Erstgeburt meiner Söhne löse ich aus. Und das soll dir wie ein Zeichen auf deiner Hand sein und wie ein Merkzeichen zwischen deinen Augen; denn der Herr hat uns mit mächtiger Hand aus Ägypten geführt.“ Gott helfe uns, uns mit Geschichtsbewusstsein an Gottes Wirken und seine Errettungsgnade zu erinnern und mit dem klaren Bewusstsein als Gottes Volk zu leben.

Gottes Knecht M. Peter dient besonders unseren Mitarbeitern der Young Generation, um ihnen das Bewusstsein als Gottes Volk in ihre Herzen einzupflanzen und Bewusstsein für die Geschichte Gottes zu haben. Gott wirkte auf der EYLC in diesem Sommer mächtig, so dass die Young Generation das geistliche Erbe ihrer Eltern und Glaubensvorgänger kennenlernte und nun als globale geistliche Leiter gebraucht werden darf, die mit dem Geschichtsbewusstsein und dem Bewusstsein, zu Gottes Volk zu gehören, einflussreich für die Weltmission zusammenarbeiten.

Wir danken Gott und freuen uns über die Einschulung von Sarah Marie Pilawa, Peter Josef Chang und Timotheus Phan in die Grundschule. Möge Gott ihre Schulzeit segnen und ihnen während dieser Zeit auch erlauben, Gottes Wort fleißig zu studieren, dabei das geistliche Erbe ihrer Eltern kennenzulernen und mit dem Bewusstsein, zu Gottes Volk zu gehören, als Segen für die jungen Menschen dieser Generation gebraucht zu werden.

Heute haben wir durch die zehnte Plage kennen gelernt, dass wir nicht wie der Pharao bis zum Ende verstockt und hochmütig bleiben dürfen, sondern dass wir Gottes Weg der Errettung annehmen müssen. Gott helfe uns, Jesus Christus als unser wahres Passalamm anzunehmen, welches uns ohne unseren Verdienst, allein aus dem Glauben mit seinem teuren Blut gerecht macht und uns einen Wendepunk des Lebens und einen neuen Anfang schenkt. Lasst uns weiter beten, dass die Kraft des Blutes Jesu unser Volk und unsere Generation zum geistlichen Exodus führt und Europa als Missionare sendenden Kontinent für die Weltmission gebraucht.

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