Bericht Herbstbibelkonferenz in Tschechien

Dein Reich komme!

Matthäus 6,10

„Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.“

Die HBK von Tschechien UBF fand vom 21. – 23. November 2008 im christlichen Konferenzzentrum „Immanuel“ nahe Ždírec an der Doubrava am Fuße der Böhmisch-Mährischen Höhe in Zentraltschechien statt. Der Ort bot eine sehr freundliche Umgebung, auch gab es viel Schnee, so dass wir uns so fühlten, als sei schon Weihnachten. 23 Personen aus 7 Ländern nahmen teil: 10 Mitarbeiter und 4 Kinder aus Tschechien, M. Eliah Park aus Polen, M. Daniel Yang aus Österreich, M. Maria Bae aus Kroatien, M. Esther Chang aus der Slowakei, M. Maria Jwa und M. Rebekka Ahn aus Ungarn, M. Wesley Song, H. Michael Staats und H. Stefan Elsholz aus Deutschland.

1. Gott segnete das Gefäß der Zusammenarbeit in Zentraleuropa

Die gesegnete Konferenz war eine Frucht der wunderschönen Zusammenarbeit in der Liebe Jesu unter den Mitarbeitern Zentraleuropas. Im Mai 2008 hatten die Mitarbeiter die zweite Regionalkonferenz in Polen abgehalten. Die meisten von ihnen hatten anschließend an der Purdue SBK teilgenommen. Dennoch kamen auch zur Konferenz in Kroatien im Oktober Mitarbeiter aus 9 Nationen, um das Gefäß für die Länder Zentraleuropas zu bilden und einander zu unterstützen. Als M. Hannah Shin zur HBK nach Tschechien einlud, kam M. Elia Park aus Polen, aus Kroatien und der Slowakei kamen die Leiterinnen, aus Österreich M. Daniel Yang, und M. Andrew Kim aus Ungarn sandte zwei Missionarinnen. M. Wesley und M. Michael Staats aus Heidelberg fuhren 12 Stunden mit dem Nachtzug, um Gottes Werk in Zentraleuropa zu unterstützen, und UBF Bonn sandte H. Stefan Elsholz als Prediger. M. Hannah Shin in Prag braucht gute geistliche Mitarbeiter. Die Hausgemeinde von M. Josua und M. Maria Kang arbeitet praktisch viel zusammen, legt aber noch die Grundlage. Das Zentrum in Ostrava ist weit entfernt. Doch im Glauben und in der Liebe hat M. Hannah Shin viele Mitarbeiter gewonnen, die nun ein einmütiges Gefäß bilden. Sie sagte: „M. Elia Park hat eigentlich keine Zeit. Aber er ist immer bereit, zu kommen und zusammen zu arbeiten.“ M. Andrew Kim aus Ungarn lud die Mitarbeiter aus der Slowakei zum Vortrag von Prof. Paul Hong nach Budapest ein, wodurch sie klare Orientierung für ihr Krippenwerk finden konnten. M. Elia half auf der Konferenz Ht. Aleš mit Verantwortungsbewusstsein bei der Botschaftvorbereitung. M. Hannah dankte und pries Gott für die Einheit in der Liebe, die der Herr in den vergangenen zwei Jahren in Zentraleuropa hat wachsen lassen. Die Mitarbeiter konnten sich gegenseitig im Schafeweiden, in der Jüngererziehung, im selbstständigen Leben ermutigen. Sie gewannen an Zuversicht, dass Gott in jedem Land Zentraleuropas einen Abraham und zwölf Jünger Jesu aufstellt.

2. Dein Reich komme

Leitvers der Konferenz war Matthäus 6,10: „Dein Reich komme.“ Die Eröffnungsbotschaft predigte M. Elia Park aus Polen über Matthäus 25,1- „Ein guter und treuer Knecht.“ Jesus lehrte im Gleichnis von den klugen und törichten Jungfrauen, dass wir wachsam sein müssen, weil wir nicht wissen, wann der Herr wiederkommt. Wie die fünf weisen Jungfrauen sollen wir das Öl des Glaubens, des Geistes und der Liebe bereithalten, dann können wir zum  himmlischen Hochzeitsfest eingehen, wenn Jesus wiederkommt. Jesus lehrte auch, dass wir mit den uns anvertrauten Talenten für Gott Gewinn machen sollen. Der Knecht mit zwei Talenten war nicht neidisch auf den mit fünf Talenten, sondern arbeitete fleißig und brachte 100 % Gewinn. Der Knecht mif fünf Talenten murrte nicht über die große Belastung, sondern trug die Verantwortung und brachte 100 % Gewinn. Der Herr freute sich über diese beiden guten und treuen Knechte. Gott freut sich, wenn wir unser Bestes geben. Wenn wir aber faul bleiben, werden wir hinausgestoßen werden.  Für Gott Frucht zu bringen ist unser Ziel, dazu hat er uns viele Talente anvertraut. Die Botschaft ermutigte uns, während der Konferenz unser Lebensziel zu erneuern und unser praktisches Leben danach auszurichten.

Hauptbotschaft am Samstag war Matthäus 6,1-34 „Dein Reich komme“. Nach dem Gruppenbibelstudium gab H. Stefan Elsholz aus Bonn die Botschaft weiter. Wir lernten, dafür zu beten, dass Gottes Reich kommen möge, zuerst in uns, dann in den jungen Menschen in Tschechien und in ganz Europa. Gottes Reich ist dort, wo Jesus herrscht. Jesu Herrschaft kommt zu uns, wenn wir Buße tun, dass wir unser Ego herrschen lassen, und dafür beten: „Dein Reich komme. Dein Wille geschehe.“ Wir lernten auch, uns keine Sorge zu machen, sondern auf Jesu Verheißung zu vertrauen: Wenn wir zuerst nach Gottes Reich und Gottes Gerechtigkeit trachten, wird uns alles andere zufallen. Wir beteten, dass Gottes Reich in Tschechien und Zentraleuropa kommen möge, schrieben Stellungnahme und tauschten diese in zwei Gruppen aus. Die Missionare brachten dabei ihre Sorgen im Überlebenskampf und in der Jüngererziehung zu Jesus, nahmen Jesu Herrschaft neu auf und ermutigten einander durch ihr Zeugnis. Hoffnungsträgerin Katharina (Chemie) aus Ostrava lernte durch Matthäus 6 die Bedeutung von Gottes Reich. Sie war als Kind zur Kirche gegangen, dann aber nicht mehr. M. Ezra und M. Hannah Yoon hatte sie durch den Englischunterricht kennen gelernt. Sie war dankbar für die Einladung und das Wort Gottes. Sie lernte auch, wegen des bevorstehenden Studiumabschlusses und ihrer Zukunft sich keine Sorgen zu machen, sondern auf Gott zu vertrauen. Gott schenkte Mitarbeitern und Hoffnungsträgern gleichermaßen Gnade durch sein Wort, richtete die Herrschaft Jesu unter uns auf und ließ uns mit neuer Entscheidung mit dem Anliegen beten: „Dein Reich komme! Dein Wille geschehe!“

Samstag Abend predigte Hoffnunsträger Aleš Máca Gottes Wort aus Lukas 5,1-11 „Von nun an wirst du Menschen fangen.“ Als Jesus am See Generzareth predigte, bat Jesus Simon Petrus, sein Boot benutzen zu dürfen. Petrus wurde von Jesu Demut bewegt. Nach der Predigt gehorchte er Jesu Wort und warf die Netze noch einmal aus. Da konnte er einen großen Fang machen. Er begegnete Jesus als dem allmächtigen Schöpfer. Jesus aber vergab seine Sünde und stellte ihn als Menschenfischer und großen Leiter für die Menschheit auf. Hoffnungsträger Aleš hatte die Botschaft von ganzem Herzen vorbereitetet und stellte anschaulich und mit Humor den Fischzug und Petrus’ Begegnung mit Jesus dar.. Durch Petrus’ Gehorsam gegenüber dem Wort Jesu tat er Buße, dass er im Alltag noch mit Selbstvertrauen lebte und in seiner menschlichen Begrenztheit blieb. Mit Vers 10b nahm er Jesu Berufung als Menschenfischer an und betete, von Gott als ein Segen und guter Hirte für die Studenten in Tschechien gebraucht zu werden.

Am Abend hörten wir fünf Glaubenszeugnisse und Missionsberichte: M. Ezra Yoon aus Ostrava bezeugte, wie Gott ihn von einem gewalttätigen Mann zu einem guten Hirten für die Studenten in Ostrava verändert hatte und ihm den Glaubenssieg auch im selbstständigen Leben gegeben hat. Seine Hausgemeinde betet dafür, Tschechisch zu bemeistern und durch tiefes Bibelstudium einen Abraham in Ostrava aufzustellen. Durch sie kam Hoffnungsträgerin Katerina zur Konferenz. M. Maria Bae aus Kroatien berichtete von Gottes Wirken bei der kroatischen HBK. Gott segnete die Konferenz und stellte besonders Katarina als Glaubensmutter-Kandidatin auf. M. Esther Chang aus der Slowakei dankte Gott mit 1. Mose 12,2 für Gottes Gnade in ihrem Leben, der sie als Pionierin und Segen für die Europamission aufgestellt hat. Sie diente der Konferenz auch mit ihrer fröhlichen Klavierbegleitung bei allen Liedern, Sondergesängen und beim Singalong. M. Daniel Yang  aus Österreich bezeugte, wie Gott ihn vom Fatalismus heilte und ihn als einen Missionar nach Österreich aussandte. Er betet für den Sieg im selbstständigen Leben und dafür, von Gott als ein guter Hirte für die Studenten in Wien gebraucht zu werden. Auf der Konferenz diente er in verschiedener Weise und bereitete eine fröhliche Umgebung. Schließlich trug M. Rebekka Ahn aus Ungarn ihr Glaubenszeugnis vor. Früher fand sie keinen Sinn in einem Leben nach dem Muster der Welt und verlor alle Motivation. Durch Joh 19,30 begegnete sie Jesus, und durch 1. Mose 24,60 gab Gott ihr eine Vision, zu tausend mal tausend zu wachsen. Seit einem Jahr ist sie in Ungarn und betet dafür, mit fünf Studenten an der ESBK 2009 teilzunehmen.

Die Konferenz schloss am Sonntag mit der zweiten Hauptlektion mit dem Titel „Jesus, das Brot des Lebens“ aus Johannes 6,22-71, gepredigt von M. Hannah Shin. Ihre klare und herzbewegende Botschaft lehrte uns, nicht nur für die vergängliche Speise, für Geld, Ruhm oder eine bessere Ausbildung zu arbeiten, sondern für die unvergängliche Speise, die zum ewigen Leben bleibt. Jesus ist das Brot des Lebens, der vom Himmel kam, um uns das wahre Leben zu schenken. Für viele derer, die Jesus folgten, war dies eine harte Lehre. Als aber Jesus seine Jünger fragte: „Wollt ihr auch weggehen.“, bekannte Petrus: „Du hast Worte des ewigen Lebens“. M. Hannah Shin bezeugte, dass, wenn sie nur für das Geschäft arbeiten müsste, sie jeden Tag mehr und mehr erschöpft wäre. Doch das Wort Gottes gibt ihr Leben und Kraft und Gnade. Sie forderte uns heraus, für unser falsches Lebensziel Buße zu tun und allein nach der bleibenden Speise zu trachten. Obwohl sie wegen der Botschaftvorbereitung nur eine Stunde geschlafen hatte, war sie voller Geist. Nach der Konferenz fuhr sie uns kräftig und fröhlich drei Stunden lang mit dem Auto durch den Schnee nach Prag zurück.

3. Gott segnet Tschechien UBF durch den Glauben und die Liebe von M. Hannah Shin

Dank sei Gott für das Krippenwerk in Tschechien. Vor fünf Jahren nahm Gott den damaligen Leiter M. Isaac Shin zu sich. M. Hannah Shin weinte damals endlos und musste viel kämpfen, bis Gottes Wort aus Hiob 41,3 in ihr Herz kam und sie tröstete. Seitdem hielt sie mit ihrem einzigen Sohn David den Glauben fest und nahm dazu mehrere Kreuze auf sich: als Geschäftsfrau, als Bibellehrerin, als Leiterin für Prag UBF, als Mutter, als Predigerin. Sie erfuhr in diesen fünf Jahren noch mehr Prüfungen im Glauben, Mitarbeiter und Hoffnungsträger, die weggingen, Schwierigkeiten im Geschäft, gesundheitliche Probleme. Gott aber war treu und stärkte M. Hannah im Glauben, so dass sie gerade in der Zeit der Prüfung noch klarer wurde und die Campusmission nicht nur in Tschechien, sondern in ganz Zentraleuropa herausfordern konnte. Durch ihr Geschäft unterstützt sie nun sogar mehrere Missionarsfamilien und möchte die Verantwortung von Europa UBF sogar für die Afrikamission mittragen.

Derzeit wirkt Gott in Hoffnungsträger Aleš Máca sehr gnädig. Er kommt treu zum SGD und zum ZBS und wächst im persönlichen Glauben. Er brachte schon vor der Konferenz seine fertige Botschaft zum Zentrum und übersetzte sie ins Englische. Auch hat er die Bitte von M. Josua Kang angenommen und dient jede Woche Moses Kang (9 J) mit dem ZBS. Er sagt, Moses sei ein sehr guter Bibelschüler. Aleš ist in diesem Jahr auch durch die Teilnahme an der Purdue SBK sehr gewachsen und betet selbst, ein Hirte für die tschechischen Studenten zu sein. Zur Konferenz kam auch Daebin Im, der Sohn eines Pastors in Korea ist und in Prag Medizin studiert. Er arbeitete viel, um zu übersetzen und Powerpoint vorzubereiten etc., doch kam auch Gottes Gnade und Liebe in sein Herz, so dass er gerne weiter zusammen arbeiten möchte. Kateřina aus Ostrava kam zum ersten Mal, aber sie wurde durch die Athmospähre auf der Konferenz und durch das Wort Gottes ermutigt. Ich selbst konnte gerade in Aleš Gottes Hoffnung und Vision für Tschechien sehen. Ein Mensch ist wichtig. Durch einen Menschen, der glaubt, kommt Gottes Reich zu den vom Materialismus und Humanismus beeinflussten jungen Menschen in ganz Tschechien und verändert dieses Land zum Königreich von Priestern und zum heiligen Volk. David Shin hat sein Abitur abgeschlossen und bereitet sich nun auf die Eintrittsprüfung zur Uni im nächsten Frühjahr vor. Er ist auch gewachsen und arbeiet viel mehr und mit mehr Verantwortungsbewusstsein mit seiner Mutter zusammen. Auf der Konferenz leitete er, diente dem Singalong und Sondergesang und bereitete die gute Umgebung. Tschechien UBF betet für das Apostelgeschichtebibelstudium von M. Hannah Shin, für die Aufstellung von 12 Jüngern und 12 Marien an der Kalrsuniversität und dafür, mit 25 Teilnehmern zur ESBk 2009 zu fahren.

4. Persönliche Gnade

Ich danke Gott, dass er mir Gnade gab, an der HBK in Tschechien teilzunehmen. Ich war zum vierten Mal dort nach der Europäischen Leiterkonferenz 2007, der FBK 2007 und der FBK 2008. Jedes Mal durfte ich Gottes Wirken und das Wachstum sehen, besonders im Herzen von Aleš. Gott gab mir Gnade durch sein Wort aus Matthäus 6,10: „Dein Reich komme!“ Ich durfte Gottes Herrschaft im Herzen erneuern. Statt mich aus eigener Kraft zu mühen, in Wahrheit aber von meinem Ego mit seinen Begierden und Wünschen regiert zu werden, kommt durch Jesu Herrschaft wahrer Friede, Freude und Hoffnung in mein Leben. Durch die Botschaft von M. Hannah nahm ich auch Johannes 6,29 auf: „Das ist Gottes Werk, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.“ und empfing Zuversicht auf das Werk Gottes in mir, durch mich und meine Hausgemeinde, auch durch die verstreuten Hausgemeinden in allen europäischen Ländern und betete, dass Gott mich im Wintersemester gebraucht, dass Gottes Reich in das Herz von zwölf jungen Hoffnungsträgern kommt. Möge Gott den Glauben und die Liebe von M. Hannah Shin und die schöne Zusammenarbeit der Mitarbeiter in Zentraleuropa .segnen, dass Gottes Reich in Tschechien und allen Ländern Europas kommt. Möge Gott mehr als 1.000 maliges gemeinsames Gebet segnen und mehr als 1.000 Teilnehmer zur ESBK 2009 führen.

Ein Wort: Dein Reich komme in uns, in Tschechien und in allen Ländern Europas.

share

Schreibe einen Kommentar