Jesus lehrt die Wahrheit der Wiedergeburt (Joh 3,3)

JESUS LEHRT DIE WAHRHEIT DER WIEDERGEBURT

Johannes 3, 1 – 21
Leitvers 3, 3

„Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.“

Dank sei dem Herrn, dass er die Vorbereitung der Europäischen Sommerbibelkonferenz 2009 in Eringerfeld bis hierher gesegnet hat, insbesondere die Botschaften der Hauptprediger, die Gruppenbibellehrer, die Verfassung der Missionsgeschichte und die Anmeldung von mehr als 1.100 Teilnehmern. Letzte Woche durften wir durch Matthäus 28 den Glauben an die Auferstehung Jesu und seinen Sieg über die Macht des Todes erneuern und uns entscheiden, seinem Befehl zu gehorchen, alle Völker zu Jüngern zu machen. Möge Gott eure verantwortliche Zusammenarbeit für die Vorbereitung der Europäischen Sommerbibelkonferenz 2009 reichlich segnen.

Im heutigen Text lehrt Jesus die Wahrheit der geistlichen Wiedergeburt. Nikodemus war ein erfolgreicher Mann, aber es fehlte ihm am Wichtigsten, an der persönlichen Beziehung zu Gott. Jesus wünschte sich, dass sich seine geistlichen Augen öffneten und er als ein neu geborenes Kind Gottes ein glückliches Leben führen könnte. Wir lernen auch Gottes absolute Liebe zu den verlorengehenden Sündern kennen.

1. Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde (1-13)

Sehen wir uns Vers 1 an: „Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern mit Namen Nikodemus, einer von den Oberen der Juden.“ Wer war Nikodemus? Er war ein Pharisäer. Die Pharisäer waren zu Jesu Zeit diejenigen, die sich am meisten darum bemühten, nach Gottes Gesetzen, Geboten und Satzungen zu leben. Ihre Ausbildung war sehr hart. So mussten sie die fünf Bücher Mose und dann den Talmud und die Mischna von klein auf studieren und auswendiglernen. Daneben befolgten sie viele religiöse Praktiken, wie Fasten, Reinigung und Gebet. Nikodemus war einer von ihnen, sogar einer der vornehmsten. Er hatte sich selbst diszipliniert bis hin zur Selbstkasteiung, um diese Stellung zu erreichen. Moralisch war er unangreifbar und galt im Volk als Experte für religiöse Fragen.

Dazu war er ein Oberer der Juden. Das heißt, er war Mitglied im Hohen Rat, dem Sanhedrin, dem höchsten jüdischen Entscheidungsgremium, das aus nur 71 Mitgliedern bestand. Man sagt, dass man, um Mitglied im Sanhedrin zu sein, Mathematik, Physik, Philosophie, Medizin, Geschichte, Sprache und Religion studieren musste. Wahrscheinlich hatte Nikodemus viele Einsen auf seinem Zeugnis. Er musste auch sehr reich gewesen sein. Wahrscheinlich verbeugten sich die Leute ehrfurchtsvoll und ein bisschen neidisch, wenn er mit seinem schicken Wagen mit vier weißen Pferden vorfuhr. So gesehen gab es für Nikodemus keinen Grund, sich mit einem armen Wanderprediger wie Jesus zu befassen. Doch sehen wir Vers 2: „Der kam zu Jesus bei Nacht und sprach: Meister, wir wissen, du bist ein Lehrer, von Gott gekommen, denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm.“

Nikodemus hatte ein schwerwiegendes Problem, dass sein Leben finster machte. Gemäß Vers 3 konnte er das Reich Gottes nicht sehen. Menschlich gesehen hatte er alles erreicht, was er erreichen konnte: materiellen Wohlstand, Wissen, Ehre bei den Menschen, Ansehen und politische Macht. Solange er nach alledem strebte, dachte er, er könnte dadurch glücklich werden. Aber jetzt, auf dem Höhepunkt seiner Karriere, schien ihm all das völlig wertlos zu sein. Immer wenn er die Studenten lehrte, dass sich anstrengen und disziplinieren müssten, um Erfolg im Leben zu haben, fühlte er sich wie ein Heuchler. Dann hörte er von Jesus. Als er die Zeichen sah, die Jesus tat, erkannte er, dass ihm selbst etwas entscheidendes fehlte, nämlich die persönliche Beziehung zu Gott. In der Nacht kam er zu Jesus und sprach: „Meister, wir wissen, du bist ein Lehrer, von Gott gekommen, denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm.“ Was er aber eigentlich sagen wollte, war: „Lieber Jesus, wie kann ich Gott persönlichen kennen lernen?“

Gerade unter den intellektuellen Menschen aller Zeiten gab es diejenigen, die wie Nikodemus trotz allem Erreichtem nicht zufrieden waren und nach dem suchten, was ihnen noch fehlte. Der Engländer John Wesley leitete in seiner Studienzeit in Oxford eine Gruppe junger Männer, die nach den Geboten Gottes leben wollten. Wegen seines streng disziplinierten Lebens wurde er „Methodist“ genannt. Wesley wollte sogar als Missionar nach Amerika. Auf der Überfahrt aber begegnete er einigen Christen, die selbst im Sturm in der Todesgefahr Gott dankten und fröhlich ihre Loblieder sangen. Wesley erkannte, dass ihm diese Zuversicht auf das eigene Heil fehlte, und dass sein formales Christenleben dazu nicht ausreichte. Er suchte und betete, bis er durch Luthers Vorrede zum Römerbrief erkannte, dass der Mensch allein aus Gnade erlöst wird, und dem lebendigen Gott persönlich begegnete. Bis ins hohe Alter zog er durch ganz England, und übte durch sein Zeugnis großen geistlichen Einfluss auf die geistliche Erneuerung Englands aus. Wir müssen wissen, dass das wahre Glück nicht vom Erfolg kommt, von Geld, Ruhm oder Ehre, sondern von der persönlichen Beziehung zu Gott.

Lesen wir Vers 3: „Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.“ Hier lehrt Jesus die Wahrheit der geistlichen Wiedergeburt. Um das Reich Gottes zu sehen, müssen wir von neuem geboren werden. Wie könnte man beschreiben, wie es ist, das Reich Gottes zu sehen? Neben dieser physischen, sichtbaren Welt gibt es auch eine geistliche Welt. Wie man die physische Welt sehen und anfassen kann, kann man auch die geistliche Welt sehen und darin wandeln und wachsen. Die Menschen, die das Reich Gottes sehen, halten die Bibel nicht nur für ein altmodisches Geschichtsbuch, sondern können darin täglich dem lebendigen Gott begegnen und seine Liebe und seine Hoffnung erkennen. Wiedergeborene Christen sehen in ihren Mitmenschen nicht nur Objekte ihrer Begierde oder Konkurrenten, sondern Gottes Geschöpfe, kostbare Glaubensgeschwister und Träger der Hoffnung Gottes. Die Menschen, die das Reich Gottes sehen, erfahren die Freude am Herrn als ihre Stärke und einen Frieden, höher als alle Vernunft. Sie sind frei von irdischen Hoffnungen und Sorgen und freuen sich auf das unvergängliche, unbefleckte und unverwelkliche Erbe, das aufbewahrt wird im Himmel für sie. Bist du schon von neuem geboren? Kannst du das Reich Gottes sehen? Ist Gott dein ewiger himmlischer Vater und bist du selber sein geliebtes Kind? Dann hast du die Gnade der geistlichen Wiedergeburt erfahren. Dann bist du vom Tode zum Leben hindurchgedrungen (Joh 5,24) und Jesus ist dein Hirte, der dich auf grüner Aue und am frischen Wasser weidet.

Wie kann dann ein Mensch von neuem geboren werden? Gemäß der Lehre der Bibel wird ein Mensch wiedergeboren, wenn er durch ein lebendiges Wort Gottes Gott persönlich begegnet. 1. Petrus 1,23 sagt: „Denn ihr seid wiedergeboren nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, nämlich aus dem lebendigen Wort Gottes, das da bleibt.“ Dazu gibt es unzählige Beispiele. Augustinus wurde wiedergeboren, als er Römer 13,13.14 aufnahm und er wurde vom intellektuellen Hedonisten und Nihilisten zu einem der einflussreichsten Kirchenväter verändert. Martin Luther wurde durch Römer 1,17 wiedergeboren: „Der Gerechte wird aus Glauben leben“, wodurch sich seine Lebensrichtung 180° änderte, und Gott sein Leben gebrauchte, die Menschen in Deutschland und Europa zur Bibel zurückzuführen.

Eine junge Frau, die sich unter der Todesmacht quälte, wurde durch Jesu Wort aus Johannes 11,25.26 wiedergeboren und zu einer tüchtigen Bibelleherin und einer Frau der Hoffnung Gottes verändert. Ein junger Physikstudent mit finsteren Gedanken und finsterem Äußeren wurde durch Römer 3,24, „und werden ohne Verdienst gerecht,“ wiedergeboren und zu einem liebevollen Hirten und einflussreichen Mann des Wortes Gottes verändert, der beim Bibellehrerworkshop letzte Woche einen bewegenden Vortrag über das wirksame Gruppenbibelstudium hielt. Die Wiedergeburt öffnet unsere Augen für die geistliche Welt und macht uns zu einem Teil der ewigen und lebendigen Geschichte Gottes.

Sehen wir uns in Vers 4 an, wie Nikodemus auf diese Lehre Jesu reagierte: „Nikodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie kann ein Mensch von neuem geboren werden, wenn er alt ist? Kann er denn wieder in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden?“ Die Frage: „Wie kann dies geschehen?“ ist eigentlich eine gute Frage. Es gibt aber zwei Arten von Wie-Fragen: Die Wie-Frage, die das Wirken Gottes zu verstehen sucht, und die Wie-Frage, die aus dem Unglauben kommt. Nikodemus zog Jesu Lehre ins Lächerliche: Soll ein alter Mann wieder in den Mutterleib gehen und dann wieder herauskommen wie Rotkäppchen und die Großmutter aus dem Bauch des Wolfes? Nikodemus sollte wissen, dass Jesus von geistlichen Dingen sprach. Sehen wir uns Vers 5 an. „Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen.“ Hier sagt Jesus, dass die Wiedergeburt das Werk der Buße und der Taufe mit dem Heiligen Geist ist.

In Vers 6 lehrte Jesus ihn nun geduldig auf einfache Weise, die selbst ein Kind verstehen kann, was es mit dem geistlichen Leben und der geistlichen Welt auf sich hat. Wie wir das physische Leben haben, so haben wir auch ein geistliches Leben. Wie ein Mensch darum im Fleisch geboren wird, muss er auch im Geist geboren werden. Das geschieht nicht durchs Fleisch, sondern durch den Geist. Nikodemus hatte diese geistliche Realität bisher völlig ignoriert. Seine Denkweise war rein irdisch gewesen, obwohl er äußerlich von religiösen Dingen sprach. Wahrscheinlich sah er Jesus mit staunendem Mund und runden Augen an. Er war wirklich geistlich unwissend. Wenn wir die Verse 7 und 8 sehen, versuchte Jesus, das Wirken des Geistes irgendwie zu veranschaulichen, damit auch Nikodemus Gottes Geist empfangen könnte. „Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von neuem geboren werden. Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl, aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist es bei jedem, der aus dem Geist geboren ist.“ Wenn Nikodemus Jesu Worte annehmen würde, würde der Heilige Geist in ihm wirken und sein Leben neu machen. Er fragte noch einmal: „Wie?“ Jesus tadelte ihn: „Bist du Israels Lehrer und weißt das nicht?“ Er sollte das Zeugnis Jesu annehmen, dann würde er die geistlichen Dinge wie auch die irdischen Dinge verstehen (11-13). Alles, was Nikodemus tun musste, war, seinen Stolz zu überwinden, seine fixierte menschliche Denkweise aufzugeben und sein Leben und sein Denken wie ein kleines Kind Gott anzuvertrauen.

Jesus sagt: „Ihr müsst von neuem geboren werden.“ Um in die geistliche Welt eintreten zu können und selig zu werden müssen wir für unser falsches Lebensziel, das uns hindert, Gottes Geist zu empfangen, Buße tun. Solange wir nach einem eigenem Vorteil oder nahc eigener Ehre suchen, können wir keine geistlichen Menschen sein. Ein junger Mann arbeitete viel für seine Gemeinde und setzte Zeit, Geld und Fähigkeiten dafür ein. Doch sein Ziel war es, seinen eigenen Ehrgeiz zu befriedigen. Immer, wenn das Wort Gottes ihn aufforderte, seiner Verantwortung als ein Hirte und Bibellehrer und geistlicher Leiter gerechtzuwerden, rebellierte er sehr heftig und wurde nutzlos. Warum konnte er weder zusammenarbeiten noch das Herz Gottes verstehen? Es lag daran, dass er für sein falsches Ziel nicht Buße tun wollte, so relativierte er selber all seine Hingabe. Ihr kennt die Speisung der Fünftausend aus Johannes 6. Philippus war brilliant im Rechnen, aber er glich einem geistlich blinden Mann; er konnte nur berechnen und dann verzweifeln. Andreas dagegen war wie ein wiedergeborener Christ, er konnte das Reich Gottes sehen und erfreute Gott durch seinen Glauben. Zur Vorbereitung der Europäischen Sommerbibelkonferenz 2009 brauchen wir nicht viele Leistungserbringer, die für ihre eigene Ehre arbeiten, sondern diejenigen, die vom Geist geboren sind und Gott erfreuen und guten Einfluss ausüben. Diese können durch ihre Zusammenarbeit die Grundlage für die geistliche Erneuerung Deutschlands und Europas legen. Möge Gott euch helfen, durch die Buße euer Lebensziel in Gott zu erneuern und als wiedergeborene Christen fröhlich mit fünf Broten und zwei Fischen die Umgebung für die Europäische Sommerbibelkonferenz 2009 zu bereiten, so dass Gott seine Hoffnung in alle 1.100 Teilnehmer einpflanzt und Europa zum missionareaussendenden Kontinent verändert.

2. Denn also hat Gott die Welt geliebt (14-21)

Nikodemus hatte wiederholt die Frage „wie?“ gestellt. In seinem Herzen aber gab es noch eine dringendere Frage: „Wer ist eigentlich Gott?“ In diesem Abschnitt erläutert Jesus, dass Gott die Liebe ist. Was Gott getan hatte, tat und tun würde, das tat er aus der Liebe. Sehen wir uns die Verse 14-15 an: „Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben.“ Die Geschichte aus 4. Mose 21, auf die hier Bezug genommen wird, veranschaulicht sehr gut den Weg der Errettung. Als die Israeliten in der Wüste gegen Gott und gegen Mose murrten, sandte Gott feurige Schlangen unter sie, die sie bissen, so dass viele am Gift der Schlangen starben. Die Israeliten schrien zu Gott um Hilfe. Gott erhörte ihr Gebet, doch nahm er nicht die Schlangen weg, sondern ließ vielmehr Mose eine eherne Schlange an einem Stab hoch aufrichten. Wer gebissen wurde und auf die eherne Schlange sah, starb nicht (4. Mose 21,4-9). Genauso musste Jesus für das Heil der Sünder am Kreuz erhöht werden. Die Menschen werden von den Schlangen der Sünde gebissen und sterben am Gift der Sünde. Es gibt weder ein Gegengift, noch kann man den Bissen dieser Schlangen ausweichen. Wer aber im Glauben auf den am Kreuz aufgerichteten Jesus schaut, der stirbt nicht, sondern hat das ewige Leben. Durch den Glaubensblick auf den gekreuzigten Jesus hat das Gift der Sünde keine Wirkung mehr. Preis sei Gott, der in Jesus am Kreuz den Weg der Errettung für uns eingerichtet hat!

Lesen wir Vers 16: „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeboren Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“ Johannes 3,16 fasst die Liebe Gottes und den Inhalt der ganzen Bibel am besten zusammen. Gott hat diese Welt so sehr geliebt, dass er seinen eingeboren Sohn gegeben hat, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Wir lernen hier, dass das Motiv Gottes die Liebe ist. Wir lernen auch, dass das Ziel Gottes die Rettung der verlorengehenden Sünder ist. Und wir lernen, welchen Preis Gott dafür bezahlt hat. Er gab seinen einzigen Sohn am Kreuz dafür hin. Wer unter uns hat einen einzigen Sohn? Wenn ich meinen einzigen Sohn Josua zu seinen Großeltern schicke, weiß ich, dass es ihm dort gut geht und er gehegt und gepflegt wird. Aber könnte ich ihn dorthin senden, wo er leiden muss, wo er um der Mission willen sogar getötet werden könnte? Wenn ich auf das Kreuz Jesu schaue, hat Gott jedoch genau das getan. Er hat seinen einzigen geliebten Sohn für uns, die unliebenswerten Sünder, am Kreuz hingegeben. Diese Liebe übersteigt unser Vorstellungsvermögen. Diese Liebe Gottes ist absolut. Diese Liebe Gottes gilt allen Menschen, die an ihn glauben. Diese Liebe Gottes ist hingebend. Gott erwies seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns starb, als wir noch Sünder waren. Wenn wir an die 40jährige Geschichte der Campusmission durch UBF in Deutschland und Europa denken, ist es eine Geschichte voller Segen Gottes, voller kleiner Wunder, Glaubensmut und Hoffnung. Vor allem ist es eine Geschichte der Liebe Gottes. In dieser Liebe Gottes haben alle Menschen Hoffnung. Die Liebe Gottes, der seinen einzigen Sohn für die Sünder am Kreuz gegeben hat, trieb seine Knechte und Mägde dazu, ihr ganzes Leben, ihre ganze Habe, ihre Familien, ihre Zukunft für das Heilswerk unter den verlorengehenden jungen Menschen in Europa hinzugeben. Wegen dieser Liebe Gottes folgt die neue Generation ihrem Beispiel und führt das geistliche Erbe der Glaubensvorgänger fort. Diese Liebe Gottes bewegt auch mich dazu, mein Leben als Hirte und Bibellehrer für die Rettung der verlorengehenden Sünder ganz zur Verfügung zu stellen und auch meinen Sohn in der Zeit Gottes als Missionar auszusenden, sogar nach China, Nordkorea oder in die muslimischen Länder.

Die Verse 17-21 sprechen noch näher darüber, warum Gott Jesus in die Welt sandte: „Das ist aber das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse. Wer Böses tut, der hasst das Licht und kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zu dem Licht, damit offenbar wird, dass seine Werke in Gott getan sind.“ Gott sandte Jesus nicht als den Richter, sondern als den Retter. Dennoch hassten die Menschen Jesus und lehnten seine Liebe ab. Diese Verse lehren uns die geistliche Realität, die wir auch erfahren. In Vorderasien und im Nahen Osten erfahren die Glaubensgeschwister Anfeindungen bis hin zur Bedrohung ihres Lebens. Sie erfahren jedoch auch, wie junge Menschen trotz der Verfolgung ihrer Familien zum Licht Jesu kommen und zum ewigen Leben gerettet werden. Auch in Deutschland und Europa werden diejenigen, die als Licht der Welt und Salz der Erde leben, durch diejenigen, die die Finsternis mehr lieben als das Licht, mit der Finsternis konfrontiert. Sollen wir deswegen darin nachlassen, die Wahrheit Gottes zu bezeugen, das Zweierbibelstudium zu führen und Jünger Jesu aufzustellen? Nein. Ich denke, daß wir unser Bibelstudium noch intensivieren und mit der Hoffnung Gottes dafür beten sollen, dass sich das Werk der Campusmission durch UBF bis 2010 verdoppelt, bis 2020 alle 1.700 Hochschulen in Europa erreicht und sich bis hin nach China, Nordkorea und in die muslimischen Länder ausbreitet.

Heute haben wir gelernt, dass wir von neuem geboren werden müssen. Jesus möchte, dass wir eine persönliche Beziehung zu ihm haben und als seine Kinder ein fröhliches Gott erfreuendes Leben führen und guten Einfluss aus diese Generation ausüben. Wir haben auch gelernt, dass Gott diese Welt so sehr geliebt hat, dass er seinen eingeboren Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Lasst uns als wiedergeborene Christen unser Leben als Hirten und Bibellehrer für das Heil der jungen Menschen in Deutschland und Europa zur Verfügung stellen und die beste Umgebung für die Europäische Sommerbibelkonferenz und die geistliche Erneuerung Europas bereiten.

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