Paulus´ Vision (Apg 19,21)

PAULUS’ VISION

Apostelgeschichte 19, 1 – 22

Leitvers 19, 21

„Als das geschehen war, nahm sich Paulus im Geist vor, durch Mazedonien und Achaja zu ziehen und nach Jerusalem zu reisen, und sprach: Wenn ich dort gewesen bin, muss ich auch Rom sehen.“

Preis und Dank sei dem Herrn für die vergangene historische Sommerbibelkonferenz in Moskau zum 20. Jubiläum der Campusmission in den GUS-Ländern. Durch diese Bibelkonferenz wirkte Gott mächtig und erneuerte die Berufung und Vision der Mitarbeiter in Russland für die Weltcampusmission. Es war ein großer Segen für mich, bei dieser historischen Sommerbibelkonferenz die kostbaren Knechte Gottes und Mitarbeiter zu treffen, die dem Evangeliumswerk unter den jungen Studenten in Russland von Anfang an hingebungsvoll gedient haben.

Heute möchten wir Paulus Vision kennenlernen. Wir möchten auch Paulus Weisheit kennenlernen, wie er seine geistliche Vision sogar in der Stadt Ephesus, die als die Stadt des Götzendienstes bekannt war, wahrmachen konnte. Seine Vision und Weisheit bestanden darin, erstens zur Bibel zurückzukehren, und zweitens Gottes Welterlösungsplan bis an das Ende der Erde im Gehorsam des Glauben zu erfüllen. Durch den heutigen Abschnitt lernen wir, dass wir im Hauptstrom der Erlösungsgeschichte Gottes stehen und dafür alle von Gott auserwählt sind, Geschichtemacher und globale Leiter für sein Weltheilswerk zu sein. Gott gebe jedem von euch eine klare Entscheidung des Glaubens für Gottes hohe Berufung und Vision und gebrauche euch als Geschichtemacher im Hauptstrom der Geschichte Gottes wie Apostel Paulus.

I. Die Hausgemeinde von Priska und Aquila (1)

Sehen wir uns den Vers 1 an: „Es geschah aber, als Apollos in Korinth war, dass Paulus durch das Hochland zog und nach Ephesus kam und einige Jünger fand.“ Auf seiner ersten und zweiten Missionsreise gründete Paulus viele Kirchen in strategisch bedeutsamen Städten auf dem Balkan, in Kleinasien und in der Mittelmeerregion. Die Kirche in der Stadt Ephesus jedoch, welche damals das Wirtschafts- und Handelszentrum jener Region war, wurde von der Hausgemeinde von Priska und Aquila pioniert. Priskas Bibelschüler Apollos war ein hochintellektueller und begabter Prediger, der mit großem Eifer sprach; aber er hatte noch nicht den Heiligen Geist empfangen. Priska und Aquila luden ihn zu sich nach Hause ein und legten ihm das Wort Gottes und den Weg Jesu noch genauer aus. Dadurch kam Apollos zur geistlichen Einsicht über die Sündenvergebungsgnade Jesu und seine absolute Liebe und empfing die Kraft des Heiligen Geistes (Apg 18,26). Als Paulus in Ephesus ankam, fand er deswegen bereits einige Jünger Jesu vor, die durch die Arbeit der Hausgemeinde von Priska und Aquila zum Glauben gekommen waren.

Hier lernen wir, dass Gottes Werk das Werk der Zusammenarbeit ist. Im Werk Gottes gibt es diejenigen, die Samen aussäen, und auch diejenigen, die die Früchte ernten. Sowohl diejenigen, die säen, als auch diejenigen, die ernten, dürfen sich gemeinsam in dem Herrn freuen. Durch die Hausgemeinde von Priska und Aquila lernen wir auch, dass das Hausgemeindewerk das ursprüngliche Missionsmodel der Kirche im ersten Jahrhundert und auch in der Kirchengeschichte war. Unsere Hausgemeinden und ihr Bibelstudiumswerk in den GUS-Ländern und in Europa sind die wahre Hoffnung und Vision Gottes für diese Generation. Durch das Hausgemeindewerk in UBF hat Gott in den vergangenen 50 Jahren sehr mächtig gewirkt und mehr als 3000 UBF-Missionare in 92 Länder der Erde ausgesandt. Nun beten wir dafür, 100.000 Missionare bis zum Jahr 2041 in 233 Länder der Erde einschließlich Nordkorea, China und die moslemischen Länder auszusenden. Möge Gott viele bibelzentrierte Bibellehrerhausgemeinden in Russland und Europa wie die von Priska und Aquila aufstellen und eine Bewegung des Bibelstudiums an jeder Universität in den GUS-Ländern und Europa durch sie beginnen.

II. Zwölf Jünger in Ephesus (2-7)

Sehen wir uns Vers 2 an: „Zu denen sprach er: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet? Sie sprachen zu ihm: Wir haben noch nie gehört, dass es einen Heiligen Geist gibt.“ Die Jünger, denen Paulus in Ephesus begegnete, sahen auf der einen Seite sehr verheißungsvoll, aber auf der anderen Seite auch irgendwie leidend aus. Sie hatten die Taufe der Buße des Johannes empfangen. Sie waren ernsthaft und treu in ihrem Glauben, aber sie kannten noch nicht die himmlische Freude, die durch das Werk des Heiligen Geistes offenbart wird. Sie wussten sogar nicht einmal, dass es einen Heiligen Geist gibt. Sehen wir uns Vers 4 an: „Paulus aber sprach: Johannes hat getauft mit der Taufe der Buße und dem Volk gesagt, sie sollten an den glauben, der nach ihm kommen werde, nämlich an Jesus.“ Um ihnen zu helfen, hielt Paulus ihnen keine komplizierte theologische Vorlesung über den Heiligen Geist, sondern lehrte sie stattdessen einfach über Jesus Christus. Der Fokus von Paulus Botschaft und Bibelstudium war immer das Evangelium von Jesus. Durch das Bibelstudium über Jesus empfingen diese Handvoll Jünger Jesu die Kraft Gottes und wurden zu lebendigen Zeugen Jesu verändert. Auf diese Weise begann das große und weltweit einflussreiche Evangeliumswerk in Ephesus auf kleine und scheinbar unbedeutende Weise.

Manchmal denken wir, dass sich viel zu wenige Menschen für das Wort Gottes interessieren. Aber durch diese Begebenheit lernen wir, dass das Werk Gottes das Werk durch die Übriggebliebenen ist. Wir brauchen nicht wegen der allgemeinen geistlichen Lage entmutigt zu sein, sondern wir dürfen vielmehr durch die Kraft des Heiligen Geistes die Übriggebliebenen zum neuen Leben in Jesus führen. Während der langen Kirchengeschichte gab es immer Übriggebliebene, durch die Gott einflussreich wirkte und sein Welterlösungswerk weiterführte. Für mich ist es sehr ermutigend zu sehen, wie das Werk Gottes sogar in der dunklen Zeit der Richter oder nach der Zeit Nehemiahs, in der es keine Vision und Offenbarung Gottes zu geben schien, durch seine Übriggebliebenen immer fortgesetzt wurde. Gottes Erlösungsgeschichte ist immer die Geschichte des Glaubens durch die Übriggebliebenen.

III. Das Bibelstudiumswerk in der Schule des Tyrannus (8-10)

Sehen wir uns Vers 8 an: „Er ging aber in die Synagoge und predigte frei und offen drei Monate lang, lehrte und überzeugte sie von dem Reich Gottes.“ Paulus lehrte und predigte über das Reich Gottes mit großer Überzeugungskraft. Er hoffte, dass nun viele Menschen an Jesus glauben würden. Aber was passierte? Drei Monate lang gab es keine einzige Frucht. Der Grund war, dass einige unter den Juden ihre Herzen verstockten und über Paulus Lehre und sein Werk übel redeten. Durch einige, die ungläubig und böse über das Evangelium Jesu sprachen, werden viele Menschen verwirrt und am Evangeliumsglauben gehindert. Es war eine sehr entmutigende Situation. Aber Paulus ließ sich nicht entmutigen, vielmehr zeigte er sich als ein General des Glaubens. Er fand eine neue Vision und folgte einer positiven geistlichen Orientierung durch den Heiligen Geist. M. Caleb Han in St. Petersburg war nach 10 Jahren des hingebungsvollen aber scheinbar fruchtlosen Missionswerkes in St. Petersburg sehr entmutigt und verzweifelt, indem er darüber nachdachte, die Mission aufzugeben. Aber er blieb nicht verzweifelt. Er fand eine neue Vision und Strategie durch das Wort Gottes aus Markus 11,22: „Habt Glauben an Gott!“ Er folgte Paulus‘ Fußtapfen. Wir sehen, dass er nun ein Geschichtemacher und ein General des Glaubens wurde.

Lesen wir den Vers 9 gemeinsam: „Als aber einige verstockt waren und nicht glaubten und vor der Menge übel redeten von der Lehre, trennte er sich von ihnen und sonderte auch die Jünger ab und redete täglich in der Schule des Tyrannus.“ Paulus traf eine Entscheidung, in die Schule des Tyrannus umzuziehen und sich darauf zu konzentrieren, einigen wenigen Jüngern durch das intensive Bibelstudium zu helfen. Im Vers 9 meint das Wort „reden“, dass er tägliche geistliche Diskussionen mit den Gläubigen hatte. Paulus half ihnen, über das Wort Gottes tiefgehend nachzudenken und es sehr persönlich aufzunehmen und auf ihr Leben anzuwenden, anstatt es nur zu konsumieren. Paulus investierte seine Zeit, mit seinen Jüngern das Wort Gottes auf täglicher Basis zu studieren. Wahrscheinlich gab es zuerst zwei Stunden Gruppenbibelstudium, danach Essensgemeinschaft und danach Gemeinschaft im Stellungnahmeschreiben und -weitergeben. Dies geschah jeden Tag zwei Jahre lang, also 720 Tage ohne Unterbrechung. Zusammengerechnet ergibt dies 2.880 Stunden des Bibelstudiums unter der Annahme, dass sie jeden Tag 4 Stunden Bibelstudium und Stellungnahmegemeinschaft hatten. Paulus‘ intensives Bibelstudium auf täglicher Basis in zwei Jahren waren äquivalent zu 28 Jahren „normalen“ Bibelstudiums, wenn wir mit einem Hoffnungsträger 2 Stunden in der Woche das Bibelstudium führen würden.

Was war die Frucht des intensiven ZBS-Werkes des Paulus? Paulus erfuhr das Wirken des Heiligen Geistes zunächst in sich selbst. Durch das tägliche intensive Bibelstudium wurde Paulus mit Einsicht über das Geheimnis des Evangeliums und auch mit der Kraft des Heiligen Geistes erfüllt, so dass er den berühmten Römerbrief schreiben konnte, welcher die Kernpunkte und Grundlagen des Evangeliums zusammenfasst. Durch das intensive Bibelstudium auf täglicher Basis fingen auch seine Jünger an, an das Evangelium als die seligmachende Kraft Gottes zu glauben, und wurden selber zu exzellenten Bibellehrern. Sie erhielten Kraft und Weisheit, den schlechten Einfluss der heidnischen und götzendienerischen Kultur in Ephesus zu überwinden und die Botschaft des Evangeliums, überall wo sie waren, zu verkündigen. Auf diese Weise gewann das Wort Gottes in Ephesus immer mehr an Kraft und Einfluss.

Lesen wir gemeinsam den Vers 10: „Und das geschah zwei Jahre lang, sodass alle, die in der Provinz Asien wohnten, das Wort des Herrn hörten, Juden und Griechen.“ In Vers 10 kommentiert der Verfasser, dass alle Menschen in der Provinz Asien das Wort des Herrn hörten. Obwohl Paulus sich hauptsächlich in Ephesus aufhielt und sich darauf konzentrierte, das Bibelstudium mit einigen wenigen Jüngern Jesu zu führen, verbreitete sich das Wort Gottes in ganz Kleinasien. Die Frucht war überwältigend. In der Offenbarung erfahren wir über die sieben Hauptkirchen der Provinz Asiens. Außer Ephesus wurden alle anderen Kirchen in Smyrna, Pergamon, Thyatira, Sardes, Philadelphia und Laodizea von den Jüngern gegründet, die durch Paulus Bibelstudium in der Schule des Tyrannus zum Glauben an Jesus kamen. Durch die eine lebendige Bibelstudiumsgemeinschaft des Paulus wurde Ephesus als ein sehr einflussreiches geistliches Hauptquartier für Gottes Weltmissionsgeschichte in jener Zeit verwendet.

Wie können wir die geistliche Umgebung für solch eine großartige geistliche Erweckung in Europa vorbereiten? Gemäß dem heutigen Abschnitt besteht Gottes Weisheit dafür darin, zur Bibel zurückzukehren und eine lebendige Bibelstudiumsgemeinschaft zu bilden. Im letzten Jahr haben die europäischen Mitarbeiter das 40. Jubiläum der Campusmission in Europa gefeiert. Vor 40 Jahren kamen drei sich selbst finanzierende Krankenschwestern nach Deutschland und bildeten eine lebendige Bibelstudiums- und Lebensgemeinschaft. Sie gaben sich dafür hin, das Bibelstudium mit einigen jungen Studenten zu führen, indem sie verschiedene Hindernisse und Schwierigkeiten der Kultur und des selbständigen Lebens überwanden. Diese lebendige Bibelstudiums- und Lebensgemeinschaft, welche anfangs so klein und unwichtig aussah, wuchs und breitete sich aus und wuchs zu 60 UBF Gemeinden in 23 europäischen Ländern innerhalb von 40 Jahren. Nun arbeiten in Europa ca. 250 Hausgemeinden, 100 einheimische Hirten und mehr als 300 Missionare der 2. Generation zusammen, um wöchentlich mit mehr als 3000 jungen Menschen an den europäischen Campussen das Bibelstudium zu führen. Nun beten wir für die geistliche Wiedererweckung von Europa, indem wir 1700 Universitäten durch die Aussendung jeweils einer Hausgemeinde bis zum Jahr 2020 erschließen. Zur Bibel zurückzukehren und eine lebendige bibelstudiumszentrierte Gemeinschaft an jedem Campus in europäischen Universitäten zu bilden ist der Schlüssel, die geistliche Erweckung in Europa zu bewirken, weil das Wort Gottes die Macht hat, eine Stadt, ja sogar eine ganze Nation und einen ganzen Kontinent zu verändern.

IV. Paulus Vision für die Weltmission (11-22)

Sehen wir uns Vers 11 an: „Und Gott wirkte nicht geringe Taten durch die Hände des Paulus.“ Gott sah den Glauben und die Hingabe einer Person, Paulus, an und segnete sie überreichlich. Die Kraft Gottes war mit Paulus. Sogar durch seine Taschentücher und andere Tücher, die Paulus auf der Haut getragen hatte, konnten Kranke Heilung und die Austreibung von bösen Geistern erfahren. Dies faszinierte sieben Söhne eines jüdischen Hohenpriesters, Skevas, außerordentlich. Sie wollten es Paulus und seinen Jüngern gleichtun, indem sie ihre Methoden technisch nachahmten. Sie sprachen z.B. zu einem Menschen, der von bösen Geistern besessen war: „Ich beschwöre euch bei dem Jesus, den Paulus predigt. Komm heraus!“ Anfangs nahm der böse Geist sie nicht ernst, sondern machte sich über sie lustig, indem er nur seine Zunge rausstreckte. Aber als sie nicht aufhörten und es wieder und wieder versuchten, fühlte der böse Geist sich zuerst genervt und verlor schließlich seine Geduld, indem er antwortete: „Jesus kenne ich wohl und von Paulus weiß ich wohl; aber wer seid ihr?“ Dann stürzte der Mensch, in dem der böse Geist war, sich auf sie und überwältigte sie alle und richtete sie so zu, dass sie nackt und verwundet aus dem Haus flohen. Dies wurde allen bekannt, die in Ephesus wohnten.

Als die Furcht Gottes in die Herzen der Menschen kam, taten sie über ihre Sünden und bösen Taten öffentlich Buße. In den Verse 11 bis 40 beschreibt der Verfasser das mächtige Werk Gottes durch das Wort Gottes. Es kam zu einer Bußbewegung, welche die ganze Stadt Ephesus erfasste. Als das Wort Gottes sich verbreitete und an Kraft gewann, wurden zuerst einzelne Menschen und später eine ganze Gesellschaft zur Buße geführt und verändert. Das Wirken des Wortes Gottes ist so großartig und geht über die Vorstellungskraft hinaus. Aber wo es das mächtige Wirken Gottes gibt, ist Satan sehr neidisch und versucht Gottes Werk zu verhindern. Gott selbst jedoch schützt seine Knechte und schenkt ihnen den endgültigen Sieg. Amen.

Lesen wir den Leitvers 21: „Als das geschehen war, nahm sich Paulus im Geist vor, durch Mazedonien und Achaja zu ziehen und nach Jerusalem zu reisen, und sprach: Wenn ich dort gewesen bin, muss ich auch Rom sehen.“ Durch diesen Leitvers können wir Paulus’ Vision in zwei Punkten kennenlernen:

Erstens, Paulus hatte die Vision der Einheit der Christen in der ganzen Welt. Wegen der Bruderliebe und des Geschichtsbewusstseins wollte Paulus Jerusalem besuchen, indem er den leidenden jüdischen Christen die dankbare Gabe der Heidenchristen überreichte. Dadurch half Paulus den Christen in der ganzen Welt, Frieden und geistliche Einheit zu haben. Paulus wollte Jesu Gebot der Liebe gehorchen, koste es, was es wolle.

Zweitens, Paulus Vision war es, Gottes Erlösungsplan zu erfüllen, indem er Jesu Weltmissionsbefehl bis an das Ende der Erde gehorchte. Durch das mächtige Werk Gottes in Ephesus erneuerte Paulus seine persönliche Berufung als Gottes auserwähltes Werkzeug für die Heidenmission und Weltmission und auch seine Entscheidung, nach Rom, das das Zentrum der damaligen Welt war, zu gehen. Paulus wollte das mächtige Werk Gottes, das er in Ephesus erfahren hatte, auch in Rom tun und erfahren. Das Rom zur Zeit Kaiser Neros sah wie eine uneinnehmbare Festung des Satans aus, aber Paulus hatte Siegeszuversicht, auch Rom durch das Bibelstudium wie in Ephesus zu erobern. Schließlich kam Paulus gemäß seiner Vision in Rom an. Er erreichte Rom als ein Gefangener in Ketten, aber sein Bibelstudium in einer Mietwohnung eroberte bald Rom, und Rom wurde zum neuen Hauptquartier für die Weltmission. Die Siegesgeschichte dieses Glaubens blieb nicht auf Rom beschränkt, sondern breitete sich mit der Zeit bis nach Europa, Amerika und sogar bis nach Korea aus. Nun kommt diese Geschichte des Sieges nach Europa zurück. Preiset Gott, der unser Bibelstudiumswerk und Jüngererziehungswerk als Auslöser der Bibelstudiumsbewegung und Weltevangelisation gebraucht.

Die Bibel sagt, dass, wo es keine Offenbarung Gottes gibt, die Menschen wild und wüst werden (Sprüche 29,18). Seid ihr bereit, von Paulus Vision zu lernen? Im 2. Weltkrieg erfuhr Deutschland eine totale Niederlage. Aber die intellektuellen Leiter in Deutschland verloren ihre Vision nicht. Darum konnte Deutschland die einmalige Geschichte der friedlichen Wiedervereinigung schreiben und leitende Verantwortung in Europa durch die Gründung der Europäischen Union übernehmen. Wenn Gottes Vision in eurem Herzen brennt, wird Europa auch als eine geistliche Supermacht für die Weltmission in dieser Generation gebraucht werden.

Im heutigen Abschnitt haben wir gelernt, dass wir durch das Werk des Bibelstudiums und durch die Aufstellung von einigen Bibellehrern die Geschichte unseres Landes verändern und eine geistliche Wiedererweckung auf unserem Kontinent bewirken können. Lasst uns Paulus Vision ergreifen und der Weltmission bis an die Enden der Erde dienen. Lasst uns in Paulus geistliche Fußtapfen treten und an jedem Campus in Deutschland und Europa die Übriggebliebenen als Jünger Jesu aufstellen. Möge Gottes Wort durch unsere lebendige Bibelstudiumsgemeinschaft an Kraft gewinnen. Möge Gott Europa als ein Königreich von Priestern und als modernes Zion des 21. Jahrhunderts gebrauchen.

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