Jesus beruft die Jünger

Markus 1,1- 3,35
Leitverse 3,13.14

„Und er ging auf einen Berg und rief zu sich, welche er wollte, und die gingen hin zu ihm. Und er setzte zwölf ein, die er auch Apostel nannte, dass sie bei ihm sein sollten und dass er sie aussendete zu predigen.“

Peter! Andreas! Johannes! Jakobus! Matthäus! Zu Beginn seines Wirkens berief Jesus die Jünger. Jesu Berufung bedeutet nicht nur, einen Namen zu rufen. In seiner Berufung können wir sein zerbrochenes Herz für die leidenden Sünder erkennen, seine Hoffnung, sie zu Hirten und geistlichen Leitern zu machen, und seine Vision, durch sie alle Nationen zu erreichen. In den ersten drei Kapiteln des Markusevangeliums finden wir Jesus, den Sohn Gottes, der Vollmacht hat, zu lehren, zu heilen und böse Geister auszutreiben. Aber das war nicht der einzige Grund, warum die Menschen ihm folgten. Die Leiterschaft Jesu ist tief in seinem zerbrochenen Hirtenherzen für die Sünder und seiner Hoffnung für die Hoffnungslosen verwurzelt. Gott möge uns segnen, die Leiterschaft Jesu zu lernen, damit jeder von uns auch zu einem globalen geistlichen Leiter heranwachsen kann, der das zerbrochene Herz Jesu und die Hoffnung Gottes für die Hoffnungslosen hat.

1) Der Anfang des Evangeliums (1,1-13)

Von Anfang seines Evangeliums an erzählt Markus, worum es in seinem Evangelium geht und wie es begonnen hat. Sehen wir uns Vers 1 an. „Dies ist der Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, dem Sohn Gottes.“ Das Evangelium handelt von Jesus, dem Messias, dem Sohn Gottes. Ist es eine gute Nachricht, dass der Sohn Gottes gekommen ist, um allen Sündern zu dienen, und sogar sein Leben als Lösegeld für viele gegeben hat? (Markus 10,45) Es ist die gute Nachricht, dass wir, wenn wir an seinen Namen glauben, zu Kindern Gottes verändert werden. (Johannes 1,12) Wie begann dann diese gute Nachricht?

Das Kommen Jesu wurde durch Johannes den Täufer angekündigt und vorbereitet, so wie Jesaja 700 Jahre vor Johannes‘ Geburt prophezeit hatte. Johannes predigte die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden und führte die Menschen zur Buße und bereitete ihre Herzen darauf vor, den Herrn zu empfangen, der ihre Sünden mit der Taufe des Heiligen Geistes wirklich vergeben würde. Dieses Evangelium von Jesus ist keine von Menschen erschaffene Geschichte, sondern die Erfüllung der Verheißung Gottes. Es lehrt, dass unser Gott der Gott der Geschichte ist; Gott ist treu und mächtig genug, um das zu halten, was er versprochen hat. Gemäß der Verheißung Gottes begann das Evangelium von Jesus mit Johannes dem Täufer.

Sehen wir uns die Verse 9-13 an. Jesus empfing die Wassertaufe von Johannes und begann demütig das Evangeliumswerk auf Gottes Weise. Da war Gott so zufrieden mit ihm, dass er den Geist über ihn ausgoss und seine Liebe zu ihm bestätigte und sagte: „Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen.“ Obwohl er in die Wüste ausgesandt und von Satan versucht wurde, überwand Jesus die Versuchung durch das lebendige Wort Gottes. Erfüllt vom Geist Gottes und der Liebe des Vaters, begann Jesus sein messianisches Werk mit dem Sieg gegen Satan. Was tat Jesus als Erstes, als er sein Werk begann?

2) Der Beginn des Wirkens Jesu (1,14 – 3,12)

Zuerst predigte Jesus die gute Nachricht vom Reich Gottes. Sehen wir uns Verse 14-15 an. „Nachdem aber Johannes überantwortet wurde, kam Jesus nach Galiläa und predigte das Evangelium Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!“

In der Zeit der Dunkelheit zog sich Jesus nicht zurück und schloss keine Kompromisse, sondern verkündigte die gute Nachricht vom Reich Gottes. Während seines gesamten messianischen Wirkens predigte er immer wieder das Reich Gottes. Selbst in diesen drei Kapiteln können wir herausfinden, wie er absolut und von ganzem Herzen die Botschaft gepredigt hat. Immer wenn Jesus in ein Dorf kam, ging er zuerst in die Synagoge und begann dort zu lehren; er reiste durch ganz Galiläa, um sie das Wort zu lehren; und immer, wenn die Menschen sich um ihn versammelten, begann er sie das Wort Gottes zu lehren. (1,21.39; 2,3.13; 3,1)

Wegen seiner kraftvollen Lehre und seines Heilswerkes liebten ihn alle und suchten ihn überall. (1,37) Jesus hätte solchen Ruhm und eine solche Popularität für eine Weile genießen können. Aber Jesus sagte: „Lasst uns anderswohin gehen – in die nächsten Städte – dass ich auch dort predige. Denn dazu bin ich gekommen.“ Das Reich Gottes zu predigen, war weder sein Hobby noch sein Nebenberuf. Es war der Grund, warum er gekommen ist; das Reich Gottes war in seinem Gebet immer das Erste, wofür er betete. „Dein Reich komme.“ Die wichtigste und dringlichste Botschaft, die Jesus verkündigte, war definitiv die Botschaft vom Reich Gottes. Warum?

Römer 3,23 sagt: „Sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten.“ Wegen der Sünde hatten wir das Reich Gottes verloren und wurden zu Sklaven unter der Macht der Sünde und des Todes. Einfach ausgedrückt, waren wir zum Tode verurteilt. Jesus kam in diese hoffnungslose Welt, um uns das Reich Gottes durch Buße und den Glauben an das Evangelium zu bringen. „Die Zeit ist erfüllt und das Reich Gottes ist herbeigekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!“ Für alle Sünder war diese Botschaft immer die beste, die sie in das Reich Gottes führt – und ihnen die lebendige Hoffnung gibt. Das Reich Gottes zu haben bedeutet, dass man frei von der Macht der Sünde und des Todes ist und das ewige Leben durch unseren Herrn Jesus empfängt. Wie können wir dieses wunderbare Reich Gottes haben? „Tut Buße und glaubt an das Evangelium!“ Obwohl es sehr einfach klingt, ist es doch eine Sache von Leben und Tod. Darum verkündigte Jesus diese Botschaft von ganzem Herzen.

Jesus hat die Botschaft vom Reich Gottes, das Wort Gottes. Die Menschen waren erstaunt über seine Lehre und sagten: „Was ist das? Eine neue Lehre in Vollmacht!“ Später bekannte Petrus, dass er Jesus nachgefolgt war, weil Jesus die Worte des ewigen Lebens hatte. Ohne die Worte der Wahrheit, das Evangelium, kann niemand ein Hirte oder ein Leiter sein. Wie kann jemand ein Leiter sein, ohne den Weg und die Wahrheit zu kennen? Jesus hatte die Botschaft des Reiches Gottes, das er festhielt um es zu predigen, zu lehren und danach zu leben. Ich habe viele geistliche Leiter gesehen, die hart darum kämpften, das Wort der Wahrheit auf Leben und Tod zu erhalten. Ohne das Wort der Wahrheit wären sie versucht und gehindert worden und sie hätten Kompromisse geschlossen oder wären von den Lügen der Welt verschlungen worden; sie wären opportunistisch geworden. Ich habe gehört, dass UBF Bonn fast über 10 Jahre lang den gleichen Leitvers „Habt Glauben an Gott!“ hatte. Ich respektiere M. John in New Jersey sehr und folgte ihm, weil er ein Wort der Wahrheit hatte, dass er mit dem lebengebenden Geist predigte: „Gebt ihr ihnen zu essen!“ Auch wir können die Botschaft des Reiches Gottes haben, indem wir sie predigen, lehren und selber damit unser Leben führen.

Zweitens rief Jesus seine Jünger zu sich. (1,16-20, 2,13-17) Sehen wir uns die Verse 16-17 an. „Als er aber am Galiläischem Meer entlangging, sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, wie sie ihre Netze ins Meer warfen; denn sie waren Fischer. Und Jesus sprach zu ihnen: Folgt mir nach; ich will euch zu Menschenfischern machen!“ und in den Versen 19-20 sah Jesus Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes…ohne zu zögern berief er sie.“ Lesen wir 2,14: „Und als er vorüberging, sah er Levi, den Sohn des Alphäus, am Zoll sitzen und sprach zu ihm: Folge mir nach! Und er stand auf und folgte ihm nach!“ Obwohl dies erst der Anfang seines Wirkens war, berief Jesus Simon, Andreas, Jakobus, Johannes und später den Zöllner Levi. Seine Berufung scheint merkwürdig zu sein. Sollte er nicht einen Professor, Arzt, Rechtsanwalt oder einen Pharisäer berufen? Es scheint, als hätte Jesus das Werk Gottes mit Verlierern begonnen. Für mich war keiner von ihnen qualifiziert; Simon war nur ein Großmaul und zu dick; Andreas war zu schüchtern; Jakobus war zu ehrgeizig und eifersüchtig; Johannes war zu emotional und empfindlich; Levi sollte nicht einmal auf der Warteliste stehen. Doch jedes Mal, wenn Jesus sie rief, sagt die Bibel: „Jesus sah..“ Er berücksichtigte weder ihre menschlichen Bedingungen noch ihre sozialen Hintergründe. Worauf schaute er dann?

Als Jesus Simon und Andreas berief, sagte Jesus: „Folgt mir nach; ich will euch zu Menschenfischern machen!“, Er gab Petrus auch den neuen Namen „Kephas“, was „Fels“ bedeutet, als er ihm das erste Mal begegnete. Jesus betrachtete sie mit der Hoffnung Gottes. Dies ist der Grund, warum er sagte: „ich werde euch zu Menschenfischern machen“ und warum er Simon den Namen Kephas gab, um ihn als ein Fundament wie Fels zu gebrauchen. Statt auf ihre Schwachheiten oder ihren menschlichen Zustand zu schauen, konzentrierte sich Jesus auf Gottes Hoffnung, sie zu Hirten und Bibellehrern für sein Weltheilswerk zu machen. Er war fest davon überzeugt, dass Gott sie verändern und für das Werk Gottes einsetzen würde.

Besonders können wir hier durch Levi Gottes Hoffnung für die Sünder lernen. Tatsache ist, dass er ein völlig hoffnungsloser Sünder war. Wegen seiner Selbstsucht rebellierte er gegen Gott und verriet sein eigenes Volk. Er wurde von der Gesellschaft ausgestoßen. Erstaunlicherweise berief Jesus ihn, indem er sagte: „Folge mir nach.“ Natürlich kritisierten die Menschen Jesus dafür, dass er Gemeinschaft mit solch einem schrecklichen Sünder hatte. Sehen wir uns 2,17 an. Jesus sagte zu ihnen: „Die Starken bedürfen keines Arztes, sondern die Kranken. Ich bin gekommen, die Sünder zu rufen und nicht die Gerechten.“ Jesus leugnete nicht die Tatsache, dass Levi ein Sünder war. Aber er sah ihn nicht mit den Augen eines Anklägers, sondern mit den Augen eines geistlichen Arztes. Jesus sah das große Potenzial in Levi, dass er, wenn er von seiner Selbstsucht geheilt würde, ein großer Mann Gottes werden könnte. Jesus fand diese wunderbare Hoffnung Gottes für Levi, dass er zu einem großartigen Hirten für die Sünder, die wie er waren, werden könnte, wenn Jesus ihn nur von seiner Krankheit heilen würde. Und das geschah mit Levi wirklich. Jesus heilte ihn und veränderte ihn von einem selbstsüchtigen Zöllner, Levi, zu dem großen Knecht Gottes, Matthäus. Da Jesus der Arzt ist, gibt es keine hoffnungslosen Sünder. Jesus wird sie heilen, verändern und in ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk verändern. Ohne Jesus bedeutet ohne Hoffnung. Aber in Jesus gibt es keine hoffnungslosen Sünder.

Wie reagierten sie, als Jesus sie zur Nachfolge berief? Sie folgten Jesus sofort und ließen alles zurück. Was für eine Überraschung! Als sie die Hoffnung Gottes für sie erkannten, trafen sie die Entscheidung, Jesus sofort nachzufolgen. Dann begann Jesus, sie auf der Grundlage der Hoffnung Gottes zu trainieren. Obwohl sie an einem Tag nicht verändert werden konnten, gab Jesus nie auf, sie herauszufordern, sie zu tadeln, sie zu lehren und sie mit dem Wort der Wahrheit zu leiten, denn er war sich sicher, dass sie alle Hirten, Bibellehrer und geistliche Leiter sein würden. Gemäß des Glaubens Jesu wurden die Jünger zu den geistlichen Leitern verändert, die die Weltgeschichte veränderten.

Letztes Jahr im Mai besuchte ich Bonn, um an der Frühlingsbibelkonferenz teilzunehmen, und traf ein junges Mädchen aus Kanada, das ihr Studium der Politikwissenschaften absolviert hatte! Der Knecht Gottes sagte, dass sie eine große geistliche Leiterin für die nächste Generation sein würde. Aber ich zweifelte, ob ein Politiker ein geistlicher Leiter sein kann. Ich dachte vielmehr, dass sie ohne Hoffnung wäre. Als ich sie wieder traf, war ich erstaunt, wie sich ein so hoffnungsloses Mädchen innerhalb eines Jahres in eine wunderschöne Mutter des Gebets und geistliche Leiterin für die nächste Generation verändert hat. Was für eine wunderbare Veränderung! Eine solche wunderbare Veränderung ist möglich, wenn ein Hirte ein Schaf mit der Hoffnung Gottes sieht und ihn mit der Hoffnung Gottes ermutigt. Jemanden mit der Hoffnung Gottes zu betrachten, erfordert Glauben an den allmächtigen Gott. Rutgers University Royal Priesthood (RURP) ist eine Gruppe junger Leiter in UBF New Jersey. Ich war viele Male enttäuscht und diente ihnen wegen ihres Egoismus, wegen ihres mangelnden Glaubens, wegen ihrer mangelnden Hingabe und ihrem Mangel an allem. Ich hatte große Angst, sie zu verlieren, wenn ich sie zurechtweisen oder trainieren würde. Das offenbart das Problem meines mangelnden Glaubens an Gott. Ich tat über meinen mangelnden Glauben Buße und ab Januar begannen wir in kleinen Gruppen mit dem Bibelstudium „Wer Jesus ist“ aus dem Johannesevangelium. Dann konnte ich die Hoffnung Gottes für jeden von ihnen finden und sie ermutigen, sie mit der Hoffnung Gottes zurechtweisen. Dann segnete Gott unsere Frühlingskonferenz mit 4 vollmächtigen Botschaften und 5 Zeugnissen von RURP reichlich. Ich konnte die Kraft von Gottes Hoffnung sehen. Ein Sprichwort sagt, dass Komplimente sogar einen Wal zum Tanzen bringen. Ich habe gelernt, dass die Hoffnung Gottes kann einen Sünder zu einem Mann Gottes verändern. Diese Hoffnung basiert nicht auf menschlichen Bedingungen, sondern auf Jesus, unserem guten Hirten. Durch Jesus haben wir die Hoffnung, geheilt und verändert zu werden und großartige Bibellehrer und Hirten zu sein. Bitte betet für mich, dass ich Gottes Hoffnung für jeden einzelnen von RURP sehe und daran glaube, dass Gott sie als ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk aufgestellt hat.

Drittens heilte Jesus die Kranken und trieb die unreinen Geister aus. Da Jesus einen Menschen heilte, der von einem unreinen Geist besessen war (1,21.22), brachten die Menschen zu ihm alle Kranken und Besessenen. Jesus nahm sie auf und kümmerte sich um jeden von ihnen, bis alle von ihnen versorgt waren. (1,32-34) In 1,40-45 heilte Jesus einen Mann mit Lepra. Der Aussätzige kam zu Jesus auf Knien: „Willst du, so kannst du mich reinigen.“ Wie hat Jesus auf seine Bitte reagiert? Jesu Herz jammerte. Warum? Hat der Leprakranke zu viel verlangt? Jesus sah, wie die Sünde sein inneres Wesen entstellte, so wie die Leprakrankheit seinen physischen Leib entstellte. Die Sünde hatte das gute Bild Gottes in ihm zerstört, und ihm das Gefühl der Selbstverdammung, Ärger, Hass, und Hader gegen Gott und andere eingepflanzt. Er wurde ein geistlich Aussätziger. Jesu Herz war zerbrochen, weil solche schönen, talentierten Kinder Gottes unter der Sünde litten und geistliche Aussätzige unter der Macht der Sünde und des Todes wurden. Seht, was Jesus für ihn getan hat. „Er streckte seine Hand aus und berührte den Mann. „Ich will’s tun. Sei rein.“ Obwohl das gegen die Gesetze und Ordnungen war, berührte Jesus ihn aus seinem Mitleid. Jesus berührte ihn und wollte, dass er wusste, dass Gott ihn liebt; Gott nimmt ihn an; Gott ist willig, ihn zu heilen.

In Kapitel 2,1-12 hatte Jesus einen gelähmten Menschen geheilt. Um ihn zu heilen, riskierte Jesus sein eigenes Leben. Als vier Freunde den Mann brachten, segnete Jesus ihren Glauben, indem er ihm die Vergebung der Sünden gab und sagte: „Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben“. Die religiösen Führer sollten die erstaunliche Gnade loben und Jesus als den Sohn Gottes anerkennen. Aber sie warfen ihm vor, er sei ein Gotteslästerer. Dann bewies Jesus seine Vollmacht, als der Sohn Gottes Sünden zu vergeben, indem er dem gelähmten Mann heilte. Er sagte, „Ich sage dir, steh auf, nimm dein Bett und geh heim!“ Er stand auf, nahm sein Bett und ging los. In 3,1-6 stellten die religiösen Leiter eine Falle, um Jesus anzuklagen, wenn er einen Mann am Sabbat mit einer verdorrten Hand heilen würde. Die Menschen, die unter der Führung dieser religiösen Leiter lebten, litten endlos unter den verschiedensten Krankheiten und bösen Geistern. Jesus war sehr ärgerlich über ihr verstocktes Herz. Jesus heilte den Mann gerade vor ihren Augen und sagte dann: „Soll man am Sabbat Gutes tun oder Böses tun, Leben erhalten oder töten?“ Jesu Herz war zerbrochen, als er sah, wie Gottes Kinder unter der Macht der Sünde wie Leprakranke werden. Jesus war zutiefst verzweifelt, als die religiösen Leiter so böse wurden.

Jesus lehrte sie das Wort Gottes und gab ihnen die Botschaft des Reiches Gottes. Jesus berief seine Jünger, Jesus heilte alle Arten von Kranken, indem er sogar sein Leben riskierte und gegen die bösen, religiösen Leiter stand. Was passierte dann?

Schauen wir uns die Verse 7-12 an. Als sie von allem hörten, was er tat, kamen viele Menschen aus Judäa, Jerusalem, Idumäa und den Regionen jenseits des Jordans sowie aus Tyrus und Sidon zu Jesus. Die religiösen Leiter beschuldigten Jesus als den Gesetzesbrecher und Gotteslästerer. Aber die Menschen liefen zu Jesus. Das Volk sah, wie er sie annahm; wie er sie liebte; wie er sie berührte; und wie er sie heilte. Die Menschen folgten Jesus, weil sie offensichtlich erfuhren, dass Jesus der gute Hirte für sie ist. Die Sünde machte sie hoffnungslos, aber Jesu Mitleid heilt und erfüllt sie mit der Hoffnung Gottes.

Wenn ich einfach nur lese, was Jesus in diesen Abschnitten gesagt hat, lerne ich das Herz Jesu kennen; ich lerne, warum die Menschen Jesus gefolgt sind. „Ich will’s tun, sei rein; Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben; ich sage dir, steh auf, nimm dein Bett und geh heim; es sind nicht die Gesunden, die einen Arzt brauchen, sondern die Kranken. Ich bin gekommen, die Sünder zu rufen und nicht die Gerechten; Soll man am Sabbat Gutes tun oder Böses tun, Leben erhalten oder töten?“ Jesus ist in der Tat der gute Hirte. Darum folgen ihm seine Schafe. Jesus war ihr Hirte und sie folgten ihm. Jesus ist auch unser Hirte und wir folgen ihm. Seine Leiterschaft kommt aus dem zerbrochenen Herzen für die leidenden Menschen.

3) Jesus beruft die Apostel (3,13-19)

Als Jesus sah, wie ihm die Menschen von überall her folgten, stieg er auf einen Berg. Er tat dies nicht, um vor den Menschen zu fliehen, sondern um zu beten. Was die Menschen brauchen, sind keine religiösen Leiter oder politische Leiter, sondern vor allem Hirten mit einem jammernden Hirtenherzen. Deshalb berief Jesus die Jünger, nachdem er lange gebetet hatte. (Lukas 6,12-13) Sehen wir Kap 3,13: „Und er ging auf einen Berg und rief zu sich, welche er wollte, und die gingen hin zu ihm.“ In Teil 2 haben wir gelernt, dass Jesus seine Jünger berief, die ihm bereits nachgefolgt waren. Aber hier berief und setzte Jesus 12 Jünger mit einer klaren Mission und Vision als Apostel ein. Sind 12 Jünger nicht zu wenig, um der ganzen Welt zu dienen? Warum hat Jesus nicht Tausend berufen, statt 12? Gottes Werk hängt nicht von Zahlen ab, sondern es hängt von der geistlichen Qualität der geistlichen Leiter ab. Jesus stellte nicht nur zwölf Jünger auf, sondern er veränderte durch sie die Geschichte. Unser UBF Werk gleicht dem Jüngererziehungswerk Jesu, bei dem einige geistliche Leiter aufgestellt werden, die eine neue Geschichte Gottes schreiben können. Durch das GLEF 2018 hat Gott 7 junge geistliche Leiter aufgestellt und Gott schreibt eine neue Geschichte durch sie. Lasst uns beten, dass Gott durch das Global Leadership Empowerment Forum 2019 32 neue Leiter aufstellt. Wen berief Jesus?

Zuerst rief Jesus zu sich, welche er wollte. Wie wurden wir zu Jesu Jüngern? Weil Jesus uns wollte und uns berief! Wir sind nicht durch Menschen oder eine Organisation berufen, sondern durch Gottes Souveränität. Die Berufung Jesu kann nicht aufgehoben werden, auch wenn wir Fehler machen und in Sünden fallen. (Römer 11,29) Wir sind nicht von Menschen oder einer Organisation berufen, sondern durch die absolute Souveränität Gottes. Mit dieser Zuversicht auf seine Berufung können wir Jesus unter allen Umständen nachfolgen; wir dürfen in Jesus tief verwurzeln, auch durch Schwierigkeiten.

Wie würdest du reagieren? Was war die Antwort derer, die von Jesus berufen wurden? Vers 13b sagt: „…und die gingen hin zu ihm.“ Sie reagierten mit großer Freude und sofortigem Gehorsam und ließen ihr altes Leben zurück. Sie konnten auf diese Weise reagieren, weil sie die Hoffnung Gottes aufgenommen hatten, Hirten und geistliche Leiter wie Jesus zu sein.

Sehen wir uns Verse 14-15 an. „Und er setzte zwölf ein, die er auch Apostel nannte, dass sie bei ihm sein sollten und dass er sie aussendete zu predigen und dass sie Vollmacht hätten, die bösen Geister auszutreiben.“ Wie wollte Jesus sie trainieren, Jünger zu sein – geistliche Leiter wie Jesus?

Erstens, Jesus berief sie, damit sie bei ihm sein sollten. Als Jesus sie rief, sagte er: „Kommt, folgt mir nach.“ (1,17) „Folge mir nach.“ (2,14) Das erste und wichtigste, was wir tun können, ist, mit Jesus zusammen zu sein und Jesus nachzufolgen. Mit anderen Worten, es geht darum, von Jesus zu lernen. Tatsächlich lud Jesus sie zu sich selbst ein. Sie wurden zu Mitbewohnern Jesu, die das tägliche Leben Jesu vom frühen Morgen bis spät in die Nacht sehen konnten. Jesus wollte bei den Jüngern sein, damit sie nicht nur einen Teil seines Lebens lernten, sondern alles von Jesus in ihrem täglichen Leben lernten. Auf diese Weise konnte Jesus eine persönliche Liebesbeziehung zu ihnen haben. Als sie mit Jesus zusammenlebten, konnten die Jünger in Jesus-ähnliche Menschen grundlegend verändert werden. Um die Nachfolger Jesu zu sein, müssen wir in erster Linie bei Jesus sein. Bei Jesus zu sein bedeutet, über sein Wort nachzusinnen und seine Worte zu hören und mit ihm auf täglicher Basis Gemeinschaft zu haben; es bedeutet, seinen Willen zu suchen, anstatt das, was wir wollen. Es bedeutet, Jesus in unserem praktischen Leben zu lernen und das Bild Jesu nachzuahmen.

Zweitens, Jesus berief sie, um sie als Prediger auszusenden. Jesus hatte die Hoffnung, durch die 12 Jünger der ganzen Schöpfung das Evangelium zu predigen und alle Nationen zu Jüngern zu machen. Für dieses Ziel berief Jesus sie, Bibellehrer zu sein, um zu predigen und zu lehren und Hirten für die leidenden Menschen zu sein. Gottes Hoffnung für sie war nicht, Fischer in Galiläa zu sein, sondern Zeugen bis ans Ende der Welt, die Gottes Welterlösungswerk erfüllen.

Drittens ruft Jesus sie auf, dass sie Vollmacht hätten, die bösen Geister auszutreiben. Böse Geister haben die Macht, das Leben eines Menschen völlig zu ruinieren. Aber Jesus gab seinen Jüngern die Vollmacht, sie durch sein Wort auszutreiben.

Die zwölf Jünger Jesu waren nur gewöhnliche Menschen. Aber Jesus berief sie mit der Hoffnung Gottes, sie trotz ihrer Schwachheiten als geistliche Leiter für sein Erlösungswerk zu gebrauchen. Durch diese Zwölf hat Gott die Welt verändert. Das Jüngererziehungswerk ist wirklich Gottes Weisheit, alle Sünder zu erreichen, sogar bis an die Enden der Welt, ohne einen Sünder auszulassen. Wie wundervoll ist es, dass ich, der in einem kleinen Dorf in Südkorea geboren wurde, das Evangelium Jesu gehört habe, und heute die Botschaft des Evangeliums auf der Frühlingsbibelkonferenz von UBF Bonn und Mainz weitergeben darf? Wie konnte das möglich sein? Es ist durch Jesu Jüngererziehungswerk geschehen. Der Junge vom Lande hörte das Evangelium durch die Predigt seines Hirten, der mit Leben gebenden Geist das Evangelium predigte. Wegen ihm bin ich Jesus nachgefolgt. Jesus berief die Jünger, nicht um eine andere religiöse Partei zu gründen, sondern um geistliche Leiter aufzustellen, die die Botschaft des Evangeliums haben – das Wort des Lebens, Gottes Hoffnung für die Sünder und das jammernde Hirtenherz.

In diesem ersten Teil des Markusevangeliums haben wir den Anfang des Wirkens Jesu kennen gelernt. Jesus begann sein Werk, indem er das Evangelium verkündigte und viele Kranke und Besessene heilte. Vor allem berief Jesus die Jünger und setzte sie als Apostel ein. Ohne Jesus, keine Hoffnung. In Jesus gibt es keine hoffnungslosen Sünder. Es gibt viele mächtige und brillante politische, religiöse, soziale, kaufmännische Leiter. Das sind aber nicht die Menschen, die Jesus beruft, um die Welt zu verändern. Jesus beruft diejenigen, die er als seine Jünger erziehen möchte, mit der großen Hoffnung, sie zu geistlichen Leitern zu machen, die die Menschen zu Jesus führen. Lasst uns durch den Glauben zu Jesus kommen.

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